Autor Thema: 16 - "Magic Moon"  (Gelesen 10161 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline harraps

  • Grag
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 1441
  • Wieso? Er ist doch wie immer: Laut und gefährlich.
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #15 am: 14. April 2003, 22:32:34 Uhr »
Ich fürchte, off-topic gehört hier schon fast zum guten Ton - also keine Gedanken deswegen.  ;D
Ich meine, eigentlich geht es hier um Roman Nr. 16, aber irgendwie haben wir einen eleganten Schwenk vollzogen und reden jetzt über ... Korsetts !?! [rolllaugh]
Männerkorsetts: Unlängst habe ich einen Comic gelesen, in dem Franz Gans von DD in ein Korsett gezwängt wurde, um in einem Film "Fatman" verkörpern zu können (Titel: "Kampf gegen die Killer-Amöben" oder so...). Zitat: "Da kommen Musklen zum Vorschein, wo vorher keine waren".  Vielleicht scanne ich die Seite mal, wenn ich alle Kabel gefunden habe.
Noch mehr off-topic: Familie seit heute vollzählig angetreten (vorwurfsvoller Blick aus 3 schwarzen Augenpaaren), damit ist der Umzug eigentlich abgehandelt, es fehlt nur (nur !!!) noch das "tweaking" der neuen Räumlichkeiten. Achso, von einem Familienmitglied mussten wir uns verabschieden: der Ferni hat's nicht überlebt, dabei war er gerade neu... Friede seiner Asche. Für Funktionsstörungen fühlt sich das Umzugsunternehmen und das dazugehörige Versicherungsinstitut nicht zuständig. Hmpf.

Gruss, harraps

Und wehe, irgendjemand fängt jetzt mit Normal- oder Idealgewicht an... Ist schon frustrierend genug, hier jeden Morgen die Joggerhorden vor der Haustür vorbeiziehen zu sehen.  ;D
Der obige Post bezieht sich ausschließlich auf das Thema und die Diskussion in diesem Thread, außer es sind ausdrückliche Querverweise angegeben.
Eine Übereinstimmung oder Interpretierbarkeit in Zusammenhang mit einem anderen Thread ist zufällig und in keinster Weise von dem Autoren dieses Threads beabsichtigt.

Offline harraps

  • Grag
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 1441
  • Wieso? Er ist doch wie immer: Laut und gefährlich.
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #16 am: 15. April 2003, 10:06:21 Uhr »
Guten Morgen !

Richtig, sie tut eigentlich selten das, was man(n) ihr sagt - aber macht dabei eine ziemlich gute Figur, was allerdings in der deutschen Fassung leider fast immer fehlt. Ja, auch sie rettet den guten Curtis aus so manch unangenehmen Situation.
Aber wir arbeiten ja an einer Entschädigung...

EDIT: Dafür schafft er es dann und wann, sie in Situationen zu bringen, in denen statt einer anschliessenden Umarmung eher ein Tritt vor's Schienbein gerechtfertigt wäre...


Was Deine Filmauswahl angeht: [goodjob]


Gruss, harraps
« Letzte Änderung: 15. April 2003, 10:34:01 Uhr von harraps »
Der obige Post bezieht sich ausschließlich auf das Thema und die Diskussion in diesem Thread, außer es sind ausdrückliche Querverweise angegeben.
Eine Übereinstimmung oder Interpretierbarkeit in Zusammenhang mit einem anderen Thread ist zufällig und in keinster Weise von dem Autoren dieses Threads beabsichtigt.

Offline VeryShyGuy

  • name = agenda
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 854
  • Geschlecht: Männlich
  • Administrator
    • Treffpunkt: Kritik
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #17 am: 18. April 2003, 11:13:06 Uhr »
Meinen Senf geb ich da doch auch noch dazu ;).

Frauen-Power ist immer gern gesehen, auch wenn das heute in zu übertriebenem Maße in Comicverfilmungen zelebriert wird. Jüngstens ein gutes Beispiel für eindrucksvolle Frauen im Film ist meiner Meinung nach Jodie Foster in "Panic Room". Wie sie den Einbrechern Paroli bietet und aus der Defensive kommt ist einfach klasse.

Die genannten Filme sind wirklich ausgezeichnet, "Is' was Doc?" ist für mich die klassische Komödie schlechthin, "Das letzte Einhorn" ein unschlagbar guter Fantasyfilm für die ganze Familie.
Das Problem der Filme heute sind zweierlei Sachen, zum einen bringen alle möglichen Spezialeffekte nichts, wenn man sie als solche erkennt (ein guter Effekt ist der, den man nicht als Effekt wahrnimmt) und mit dem Computereffekt hat leider auch die Einfallslosigkeit Einzug gehalten.

Früher mussten die Filmemacher improvisieren und sich neue Ideen einfallen lassen, bei den meisten Produktionen heute greift man einfach zum Computer.
Bestes Beispiel: "Roger Rabbit" - wie würde der Film heute aussehen? Mit Sicherheit nicht so charmant und gut ... man hat ja gesehen, wie computergenerierte Zeichentrickfiguren in "Space Jam" ausgesehen haben - zum fürchten.

Aber da bleiben wir ja Offtopic ::) ;D.
Viele Grüße,
VSG
Wer dem Wahnsinn ins Gesicht blickt, aber ihm nicht verfällt, hat ihn noch lange nicht besiegt. (aus eigener Erfahrung)

Offline harraps

  • Grag
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 1441
  • Wieso? Er ist doch wie immer: Laut und gefährlich.
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #18 am: 25. April 2003, 22:03:04 Uhr »
Das Problem der Filme heute sind zweierlei Sachen, zum einen bringen alle möglichen Spezialeffekte nichts, wenn man sie als solche erkennt (ein guter Effekt ist der, den man nicht als Effekt wahrnimmt) und mit dem Computereffekt hat leider auch die Einfallslosigkeit Einzug gehalten.

Früher mussten die Filmemacher improvisieren und sich neue Ideen einfallen lassen, bei den meisten Produktionen heute greift man einfach zum Computer.
Bestes Beispiel: "Roger Rabbit" - wie würde der Film heute aussehen? Mit Sicherheit nicht so charmant und gut ... man hat ja gesehen, wie computergenerierte Zeichentrickfiguren in "Space Jam" ausgesehen haben - zum fürchten.

Aber da bleiben wir ja Offtopic ::) ;D.
Viele Grüße,
VSG

Wieso "Off-Topic" - wir haben doch wundersamerweise wieder zu "On-Topic" zurückgefunden:
In "Magic Moon" geht's ja um einen Film, der ja praktischerweise einfach an den "Originalschauplätzen"gedreht wurde. Also keine Tricks erforderlich  ;D

Bei den Serien 'Raumpatrouille' (nur echt mit dem Bügeleisen und der Alka Selzer :)  ) und 'Raumschiff Enterprise' - da wackelte beim Ionensturm nur die Kamera, während die Schauspieler sich hin und herwarfen. Ausser Kirk - der durfte meistens sitzen.
Das waren noch Zeiten...

Nostalgische Grüße
Twisi

Ach ja, Filmtricks...
Mich stören zu perfekte Illusionen - denn dass es nicht echt ist, ist ja klar. Die Matte-Paintings (korrekt, Twisi !) in SW OT sind wunderschön. Ich habe hier ein paar Bücher und Drucke... einfach toll.
Ich empfinde es als echter, wenn das Bemühen um Authentizität ein wenig sichtbar wirkt - perfektes wirkt zu unecht.
Gerade weil man bei SW OT und auch "Orion" (ausser Fotos nie gesehen, aber viel von gehört) bei genauem Hinschauen die Fehlerhaftigkeit bzw. die angepassten Gimmicks erkennt, wirkt es so perfekt. Vertraute Alltagsgegenstände in neuem Umfeld - das erzeugt ein diffuses, aber angenehmes vertrautes Gefühl, man fühlt sich in dem Film zuhause. (Auch wenn ich bei der Szene im Asteroidengürtel in SW V jedesmal daran denken muss, das ich meine Pflanzen doch endlich auch mal in Semiramis ...  ;D)

Ich weiss nicht, wieso, aber mir fällt jetzt auch noch spontan der Doc und seine Impferei in "Voyager" ein. OK, er hantiert nicht mehr mit Nadeln, aber es ist im Prinzip dasselbe - man erkennt auch ohne Worte, was er tut.

Das Ganze soll heissen: Ein zu perfekter Effekt wird eher als Effekt erkannt als ein nicht ganz so perfekter - und damit stört er. Handwerkliche Fehler wie Flimmern am Übergang zur Matte-Painting sind damit natürlich nicht gemeint. Aber z. B. die Gäste in der SW Cantina: Ich fand sie damals schon glaubwürdig. Die neue Dance-Group in Jabbas Palast ist ja ganz nett, aber passt irgendwie nicht so richtig - zu perfekt halt.

Konnte mir irgendjenmand bis hierhin folgen ??  ;D

Gute Nacht, harraps
Der obige Post bezieht sich ausschließlich auf das Thema und die Diskussion in diesem Thread, außer es sind ausdrückliche Querverweise angegeben.
Eine Übereinstimmung oder Interpretierbarkeit in Zusammenhang mit einem anderen Thread ist zufällig und in keinster Weise von dem Autoren dieses Threads beabsichtigt.

Offline Nemo

  • Captain (Admin)
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 778
  • Geschlecht: Weiblich
    • ann.purann
    • annlandor.de
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #19 am: 3. Oktober 2004, 23:50:16 Uhr »
Zu dem Thema muß ich doch auch nochmal kurz aufstoßen:

Noch 'was zum Thema J&C:
Irgendwie ist es doch so, dass man die Dinge oder Menschen, die man sehr gern hat, überall mit hinschleppt - einfach, weil man sie so gern hat, dass man sie immer bei sich haben und ohne sie nicht sein möchte.

Vielleicht will er sie ja aus diesem Grunde gerade eben NICHT überall mit hinschleppen. WEIL er sie eben noch eine Weile länger gernhaben möchte und nicht ihren allzuplötzlichen Tod betrauern will.
Und vergessen wir nicht, unser Curt ist gelernter Einzelgänger. Die Sehnsucht zwickt ihn garantiert nicht so wie Joan, außerdem hatter ja - man kann's nicht leugnen - im Prinzip auch 'ne Menge Abwechslung.  ;)


 
Zitat
Wenn  wir jetzt mal für kurze Zeit ausser Betracht lassen, dass es sich um fiktionale Romanfiguren handelt, wirft das einen interessanten Gedanken auf: Ist unser Curt nur dann in sie verliebt, wenn er einen drohenden Verlust spürt ?

Ich denke, unterschwellig ist er schon permanent verliebt. Die Beziehung hat bei ihm nur einen anderen Stellenwert als bei Joan. Wie gesagt, er kann sich perfekt ablenken...
 
Zitat
Eine Überlegung wert wäre auch die Konstellation, dass sich jemand anders ernsthaft in Joan verliebt und umgekehrt. Ich würde jede Wette eingehen, dass sie dann sofort wieder als Nr. 1 auf Curts Liste stünde und er dauernd um sie herum wäre. Das Ganze erscheint mir eher als eine besitzende Liebe als eine mögende ...
Aber solche Leute gibt's tatsächlich  ::) ... Meistens begreifen sie auch nicht, dass es besser wäre, sich ein wenig zurückzuziehen.
Gruss, harraps
Aber er ist doch schon so zurückgezogen...   :(
Nein, im Ernst, besitzende Liebe, das trifft es wohl ganz gut. Auch wenn eher unbewußt. Und wenn ich mir so die letzten Kurzromane so angucke - bin ich mir mit dem "Curt ständig um sie herum" auch nicht mehr so ganz sicher...
Die schöne Romanze der beiden hat doch irgendwie ein sehr stilles, totgeschwiegenes Ende gefunden - imho.

Ratlos,
Ann
Sub luna saltamus
Reality is for people who can't face science fiction.

Offline harraps

  • Grag
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 1441
  • Wieso? Er ist doch wie immer: Laut und gefährlich.
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #20 am: 16. Oktober 2004, 15:31:59 Uhr »
Ich hatte den Eindruck, als ob sich Hamilton selbst in eine Falle hineingeschrieben hat. Wie er dieses Verhältnis zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen könnte, war ihm wohl auch selbst nicht klar.
Curtis mit Frau und Kind(ern) scheint ihm auch nicht behagt zu haben. Und sein Verlag könnte entschieden gegen die Lösung gewesen sein, Joan elegant veschwinden zu lassen.
« Letzte Änderung: 16. Oktober 2004, 15:33:58 Uhr von harraps »
Der obige Post bezieht sich ausschließlich auf das Thema und die Diskussion in diesem Thread, außer es sind ausdrückliche Querverweise angegeben.
Eine Übereinstimmung oder Interpretierbarkeit in Zusammenhang mit einem anderen Thread ist zufällig und in keinster Weise von dem Autoren dieses Threads beabsichtigt.

Offline Nemo

  • Captain (Admin)
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 778
  • Geschlecht: Weiblich
    • ann.purann
    • annlandor.de
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #21 am: 17. Oktober 2004, 18:07:04 Uhr »
Ich hatte den Eindruck, als ob sich Hamilton selbst in eine Falle hineingeschrieben hat. Wie er dieses Verhältnis zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen könnte, war ihm wohl auch selbst nicht klar.

Das ist sehr gut möglich.
Ich habe den leisen Verdacht, daß Hamilton anfangs mit der Figur der Joan durchaus "hochfliegende" Pläne hatte: so, wie er sie einführt, selbstbewußt, eigenständig, in einem gefährlichen Job... so, wie er in "Red Sun of Danger" ständig darauf herumreitet, daß sie adrett behost und ohne Kopfbedeckung herumläuft (wie Du schon an anderer Stelle richtig bemerktest, eher ungewöhnlich für die damalige Zeit), hat er mit ihr vielleicht einen neuen "starken Frauentyp" einführen wollen, einen (halbwegs) gleichberechtigten weiblichen Charakter.

Vermutlich ist er damit genausoweit gekommen wie damals Gene Roddenberry mit der Urfassung von Star Trek, in dem noch eine Frau (Majel Barrett) die Nr. 1 spielt. Also nichtmal richtig aus den Startlöchern.
So mag es bei Ed und seiner Joan auch dazu geführt haben, daß er von seinem Publisher darauf gedrängt wurde, Joan lieber in die beliebte  Rolle der "damsel in distress" zurückzuschieben, einfach, weil das der Stil der Zeit war und sich am besten verkaufte.

Diese Rolle läßt sich aber unter diesen Umständen nicht weiterentwickeln, ohne einen radikalen Bruch zu wagen, und deshalb hat sie Ed zum Schluß wohl mehr oder minder ins Abseits driften lassen...

...was uns doch wiederum jede Menge Futter übrigläßt, die holde Lady zumindest 60 Jahre später zu "rehabilitieren"... gell?  :P

Ann,
überzeugter Hosenmatz  :-*
Sub luna saltamus
Reality is for people who can't face science fiction.

Offline Mooncat

  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 1095
  • Geschlecht: Weiblich
  • staatlich zertifizierte Technobabble-Ghostwriterin
Re:16 - "Magic Moon"
« Antwort #22 am: 4. Mai 2011, 23:44:46 Uhr »

"Curt Newton was stymied."
Was war er ?


Hi harraps,

Ich weiss nicht, was der gute Hamilton da gebastelt hat... vermutlich wollte er das Verb "to stymie" verwenden, was soviel heisst wie "hindern", oder "matt setzen". Abhaengig vom Zusammenhang kann es also Sinn machen...

Ich hab "to stymie" uebrigens noch nie vorher gelesen, geschweige denn gehoert... aber es taugt, dazu, Briten relativ d*mm aus der Waesche kucken zu lassen... ;)

CU

Jan

dict.cc sagt dazu:
to be stymied - aufgeschmissen sein [ugs.]

 ;D ;D ;D  Unser held war also aufgeschmissen...  ;D ;D ;D


dct.cc re-übersetzt es als:

Curt Newton was stucked, stranded and in a fix....
(ich liebe dieses Satz... 8))
« Letzte Änderung: 4. Mai 2011, 23:51:30 Uhr von Mooncat »

Ich mag keine unordentliche Ordnung, Chaos ist mir lieber, da finde ich mich besser zurecht (Mooncat)