Autor Thema: TEEN STORY (reloaded )  (Gelesen 467 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
TEEN STORY (reloaded )
« am: 6. März 2017, 23:54:49 Uhr »
Einige von euch kennen Teen Story noch, aus einem anderen CF Forum (Futuremania). Es ist eine nie beendete Geschichte zweier Jugendlicher, die uns gut bekannt sein sollten.
Dies ist der Versuch etwas altes neu auferstehen zu lassen.
Ich werde ein paar Tage brauchen, um es so einzusetzen, wie es die Urverfasser gepostet hatten. Also bitte noch nicht dazwischen schreiben.
Es wird eine extra Spalte geben, (Teen Story Kommentare), in denen wir uns austauschen können und auch Kritiken, gute oder schlechte schreiben.
Lasst uns beginnen !
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #1 am: 7. März 2017, 00:09:22 Uhr »
Zitat von: Lost in Space 31.01.2007
Regungslos stand der rothaarige Junge am Fenster und starrte sehnsüchtig durch die Glasitscheiben hinunter auf die Erde.

Zitat von:  claudrick 01.02.2007
Wie eine schöne Glasmurmel mit blauweißen Strudeln und Verwirbelungen stand sie ruhig und erhaben über dem Mondhorizont.
 Okay, auch der Mond war auf seine Weise schön. Seine zuweilen surreal wirkenden Landschaften aus schroff aufgeworfenen Gebirgen und kreisrunden Kratern hatten ihre eigene Faszination, aber er kannte das alles bereits in und auswendig. Wie verlockend und anders musste es auf der Erde sein? Wie abwechslungsreich und aufregend ihre so unterschiedlichen Regionen, Metropolen und deren Menschen? So vieles davon kannte er nur aus seiner digitalen Bibliothek und zum Teil sogar noch aus ganz alten Büchern, die ihm Simon geschenkt hatte. Der prächtige Bildband zu einer Ausstellung des Naturwissenschaftlichen Museums in New York über das Erdmittelalter, das Mesozoikum, kam ihm in den Sinn. Fotografien von riesigen Saurierskeletten und nachgebauten Farnlandschaften. Wie gerne würde er all das einmal vor Ort betrachten!

Zitat von:  Lost in Space 02.02.2007
Doch leider erwies sich sein Mentor diesbezüglich als sehr stur und ließ nicht mit sich verhandeln.
 "Du bist noch nicht reif dafür, mein Junge", lautete die Antwort des Professors, so oft er ihn darauf ansprach.

Zitat von:  claudrick 03.02.2007
Aber wann würde er reif dafür sein? Oder besser gesagt, wann würde Simon ihn für reif halten? Er war kein Kind mehr, aber auch noch kein Mann. Und doch beherrschte er die kleine Raumfähre*, mit der hin und wieder Vorräte von der Erde besorgt wurden, beinahe so gut wie Grag und Otho, auch wenn er selbst sie bisher nur auf dem Mond hatte fliegen dürfen... Ein verwegener Plan nahm in seinem Kopf Gestalt an, der ihm viel Ärger einbringen konnte. Grag und Otho waren mit einer Reparatur an einem der Sauerstofftanks der Basis beschäftigt, und Simon hatte sich wieder einmal im Labor vergraben. Wenn also nicht jetzt, wann dann?!

 *Ich gehe mal davon aus, dass es zu diesem Zeitpunkt weder die Comet noch den Cosmoliner gab.

Zitat von:  Lost in Space 04.02.2007
Ohne lange zu überlegen stürmte er aus seinem Zimmer und schlug die Richtung zum Hangar ein.
 Auf halbem Wege dorthin passierte er das Labor, in dem sich der Professor aufhielt, der über seinen Berechnungen kauerte. Fast automatisch verlangsamten sich seine Schritte, und - obwohl er wusste, dass es Unfug war, denn Simon konnte ihn durch die hermetisch verschlossene Tür nicht hören - schlich er auf Zehenspitzen daran vorbei.

 Ein paar Meter weiter begann er erneut zu laufen und blieb erst stehen, als sich die Schleusentür im Hangar leise scheppernd hinter ihm schloss. Aufatmend lehnte er sich gegen die metallene Tür und versuchte, sein laut klopfendes Herz unter Kontrolle zu bringen.
 Er seufzte erleichtert. Die erste Hürde war geschafft.

Zitat von:  Curdin Celeste 06.02.2007
Curt schloss die Augen und versuchte, sein wild klopfendes Herz zu beruhigen. Dann sah er zur Raumfähre hinüber, die ihm schon so lange Abenteuer, Selbständigkeit und Freiheit verhiess.

 Curtis wusste, dass die Fähre im Moment nicht ans Sicherheitssystem angeschlossen war - und auch wenn dem so wäre, er hatte längst einen Plan entworfen, um die ausgeklügelte Alarmanlage auszutricksen. Ob der Professor bereits etwas ahnte? Ein Gefühl in Curt`s Bauch sagte ihm, dass er mit seiner Ahnung recht hatte. Aber dennoch, die Fähre stand vor ihm, glänzend, ein Stück genialer Ingenieurskunst...und absolut ungesichert!

 Der rothaarige Junge schluckte hart. Verdammt, warum bereitete es ihm solche Probleme, Simon`s Vertrauen zu missbrauchen? Quatsch, er missbrauchte sein Vertrauen doch nicht! War es denn seine Schuld, dass sein Mentor ihm immer noch nicht zutraute, alleine zur Erde zu fliegen? Er nahm doch lediglich die Chance wahr, dem fliegenden Gehirn zu beweisen, wie erwachsen und reif er schon war.

 Es kostete Curt Kraft, sich selbst von diesen Argumenten zu überzeugen...

Zitat von:  Lost in Space 08.02.2007
Doch dann straffte sich seine Gestalt und er marschierte würdevoll zu der kleinen Raumfähre hinüber. Liebevoll glitt sein Blick über das schon etwas mitgenommen aussehende Äußere des Transporters, der, schon so lange sich Curtis erinnerte, unverdrossen und ohne größere Beanstandungen seinen Dienst tat.

 Ein wenig nervös war er allerdings doch, als er mit fahrigen Fingern die Ziffernfolge des Sperrcodes auf der Tastatur neben dem Einstieg eintippte. Leise scheppernd öffnete sich die Außentür und er betrat die winzige Schleuse. Den Zugang zum Hangar ließ er jedoch nicht aus den Augen. Erst, als die Hydraulik das Stahlschott wieder komplett geschlossen hatte, atmete er erleichtert auf und kletterte nach vorne ins Cockpit.
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #2 am: 8. März 2017, 14:38:46 Uhr »
Zitat von:  Claudrick 08.02.2007
Er nahm im Pilotensitz Platz und starrte zur Bugscheibe hinaus. Kurz stahlen sich Bedenken gegen sein Vorhaben in sein Gewissen, doch dann drückte er entschlossen und ohne zu zögern die nötigen Knöpfe und startete die Triebwerke. Waren die irgendwie lauter als sonst? Schon fürchtete er, Otho und Grag könnten in den Hangar stürmen, um ihn von seinem Ausflug abzuhalten. Doch da hob die Raumfähre auch schon vom Boden ab und aktivierte damit die Öffnungsautomatik der Hauptschleuse. Die Mondoberfläche kam in Sicht und er sah Grag und Otho an der Außenhaut der Sauerstofftanks hantieren. Die beiden blickten erschrocken zu ihm hoch und schienen nicht recht zu begreifen, was da vor sich ging. Damit ihnen klar wurde, dass kein Fremder die Fähre stahl, flog er so niedrig über sie hinweg, wie eben möglich, damit sie sein Gesicht hinter der Bugscheibe erkennen konnten, und winkte ihnen verlegen zu. Dann schaute er schnell wieder geradeaus und deaktivierte den Funkempfänger. Vielleicht würden sie es sonst schaffen, ihn verbal doch noch zur Umkehr zu überreden. Und das wollte er auf gar keinen Fall!

Zitat von:  Claudrick 10.02.2007
Doch trotz seiner Entschlossenheit nagte während des gesamten Fluges das schlechte Gewissen an ihm, und mehr als einmal war er kurz davor, umzukehren. Doch seine Neugier auf die Erde siegte jedesmal. Und spätestens, als er sich im Anflug auf New York City befand, und er erste Einzelheiten der Stadt erkennen konnte, die Freiheitsstatue, das Empire State Building, den Central Park, waren sämtliche Gewissensbisse vergessen. Er landete auf dem inselgleichen Raumflughafen vor Manhattan, wo er seine Raumfähre auch stehen lassen musste, denn ohne konkreten Lieferauftrag waren Frachtmaschinen in der Innenstadt nicht gestattet.

Zitat von:  Lost in Space 10.02.2007
Auf dem Mond war derweilen hektische Betriebsamkeit ausgebrochen, denn inzwischen war auch klar geworden, wohin Curtis mit der Raumfähre geflogen war.

 Durch den Ortungssender der Fähre waren sich Simon, Grag und Otho ständig darüber im Klaren, wo sich Curtis befand, aber das machte die Sache nicht einfacher.

 "Warum war die Fähre nicht am Sicherheitssystem angeschlossen" verlangte der Professor von Grag und Otho zu wissen.
 "Dies hätte unter keinen Umständen geschehen dürfen."

„Weil sie durch einen separaten Sperrcode gesichert war“, verteidigte Otho, der für das Sicherheitssystem der Mondstation verantwortlich war, die mangelnde Vorkehrung. „Außerdem“, fügte er hinzu und warf einen Blick auf den Monitor, der die Fähre gerade im Landeanflug auf den Raumflughafen von New York zeigte, „waren unsere Schutzvorrichtungen eigentlich nur gegen unwillkommenen Besuch von Außerhalb gedacht.“

 „Du hast recht. Wer hätte den geahnt, dass sich der Junge damit auf und davon machen würde“, murmelte der Professor und schwebte neben den Androiden, um den kleinen weißen Punkt auf dem Monitor besser verfolgen zu können.

 „Was sollen wir tun, Professor?“ fragte Grag besorgt. „Ich meine, wir können doch nicht hier sitzen und ruhig abwarten, bis Curtis wieder nach Hause kommt.“ Der riesige Roboter zuckte die Achseln und blickte hilflos zu dem fliegenden Gehirn hinüber.

 „Ich fürchte doch“, stellte Simon sachlich fest. „Ohne die Fähre können wir den Mond nicht verlassen. Aber“, tröstete er seine beiden unglücklich dreinschauenden Gefährten, „die Tatsache, dass wir hier nicht weg können, bedeutet nicht, dass wir den Jungen seinem Schicksal überlassen müssen.“
 Während er sprach, hatte der Professor begonnen, die im Computer gespeicherten Adressdateien zu sondieren.
 „Ah ja, da haben wir sie.“

 „Da haben wir wen?“ fragte Grag verständnislos.

 „Nicht wen, Grag. Was. Nämlich die Kontaktdaten eines jungen Offiziers der Raumpolizei, der mir noch einen Gefallen schuldig ist“, erklärte das Gehirn, während der Computer schon die Verbindung zu dem gewählten Anschluss auf der Erde herstellte.

Zitat von:  Amanda 10.02.2007
Ezra Gurney fluchte leise vor sich hin als der Visor zu piepsen begann.
 ""Keine Störungen" habe ich doch gesagt, Margret, oder war das nicht deutlich genug" verlangte er von der Sekretärin zu wissen, die für ihn und vier weitere Offiziere der Raumpolizei zuständig war.

 "Es tut mir leid, Commander Gurney," verteidigte sich Margret. "Aber die Person die zu kontaktieren versucht will sich nur Ihnen zu erkennen geben.

 "Schon gut, schon gut" gab Ezra auf, und legte den Bericht, an dem er bis gerade eben geschrieben zur Zeite.
 "Stellen Sie das Gespräch durch."

Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #3 am: 8. März 2017, 14:45:31 Uhr »
Zitat von:  Claudrick 11.02.2007
Curtis hatte sich derweil bis zur U-Bahn-Station des Raumflughafens gekämpft und stand nun etwas ratlos vor der großen Anzeigetafel mit Ankunfts- und Abfahrtszeiten, Terminal- und Bahnnummern. In der rechten Hand hielt er die Kreditkarte, die noch von seinem Vater stammte. Sie war von einer New Yorker Bank, deren Siegel ihm wohl nirgends Schwierigkeiten bereiten würde, und doch war er unsicher, denn er hatte sie noch nie benutzt und war überhaupt mit solchen Details nicht vertraut.
 „Kommst du klar, Junge?“ sprach ihn plötzlich jemand von der Seite an. Curtis wandte sich um und fand sich einem Angestellten der New Yorker U-Bahngesellschaft gegenüber.
 „Ich... weiß nicht.“ stammelte Curtis verunsichert. „Ich möchte ins Naturkundliche Museum.“
 Der Mann kam etwas näher und warf einen Blick auf die Kreditkarte in Curtis Hand.
 „Wenn ich dir einen Tipp geben kann, Junge, dann ersparst du dir die U-Bahn und nimmst stattdessen ein Taxi rüber nach Manhattan. Das ist zwar teurer, aber mit DER Kreditkarte befördert dich jeder Taxifahrer mit Handkuss."

Zitat von:  Lost in Space 13.02.2007
"Ja bitte?" knurrte Ezra Gurney ziemlich ungehalten und verstaute seine Schreibutensilien, ohne dem Monitor seines Visors Beachtung zu schenken, im Schreibtisch.

 "Guten Morgen, Commander Gurney", schnarrte eine Stimme aus den Lautsprechern des Gerätes, die ihn umgehend veranlasste, seine momentanen Aktivitäten zu unterbrechen und aufzusehen.

 "Professor Simon Wright!"
 Die Überraschung in der Stimme des Offiziers verriet, das er diesem Gesprächsparter wohl überhaupt nicht erwartet hatte.
 Sofort widmete er seine ungeteilte Aufmerksamkeit dem ungewöhnlichen Bild, das sich auf seinem Monitor abzeichnete. Ein Metallbehälter, auf dessen Oberseite sich ein menschlisches Gehirn unter einer durchsichtigen Kuppel abzeichnete, war auch für den Commander ein nicht alltägliches Bild. Jetzt verstand er auch den ängstlich-besorgten Gesichtsaudruck seiner Sekretärin.
 "Was verschafft mir die Ehre?"

 "Commander, wir haben ein kleines Problem. Und Sie erscheinen mir als die richtige Person, um es zu lösen."
 Der Professor fuchtelte mit seinen Linsenaugen in der Luft herum. "Genauer gesagt", fuhr er fort und ließ sich anscheinend auf der Tischplatte nieder, den der untere Rand seiner Metallhülle verschwand aus dem Erfassungsbereich, "sind sie der Einzige, den ich um Hilfe bitten kann."

Zitat von:  Claudrick 23.02.2007
Endlich war Curtis am Ziel, dem "American Museum of Natural History". Staunend betrachtete er die gläserne Fassade mit der riesenhaften, mehrere Stockwerke umfassenden Nachbildung der Sonne und der Planeten, die sie umkreisten. Furchtbar winzig erschien ihm dabei die Kopie des Mondes, der seinen Mutterplanet Erde umkreiste. Fasziniert konnte Curtis erkennen, dass im Inneren des Gebäudes die Stufen und Wege so angelegt waren, dass man sozusagen zwischen den Planeten umherwandern konnte.
 Gespannt ging er die Stufen zum Haupteingang hinauf. Er hatte irgendwie erwartet, dass an diesem Ort der Wissenschaft und Forschung Stille und Schweigen herrschte, so ähnlich wie in Professor Simons Labor, doch der Verkehrslärm von draußen wurde lediglich ersetzt durch den Lärm, den die Besucher des Museums machten. Ganze Schulklassen, die mehr oder weniger interessiert kichernd und herumalbernd ihren Lehrkräften hinterher trabten, Führungen in den verschiedensten Sprachen. Curtis bezahlte an der Kasse mit der Kreditkarte seines Vaters und sah sich erst einmal um. Vergeblich hielt er Ausschau nach Dinosaurier-Skeletten, denn das Museum stand derzeit unter dem Motto "Ägypten und seine Pharaonen". Aber da ihn dieses Thema nicht minder interessierte, schloss er sich in unverbindlichem Abstand einer Schulklasse mit Schülern seines Alters an.

Zitat von:  Claudrick 26.02.2007
Wie Curtis bald feststellte, war die Lehrerin zwar sehr kompetent, schaffte es aber nicht, alle ihre Schülerinnen und Schüler für die Ausstellung zu begeistern, was wohl zum einen an ihrer monotonen, einschläfernden Sprechweise lag, als auch an der auf Dauer nervtötenden Angewohnheit, Sätze nicht zu beenden, sondern unvollendet im Raum stehen zu lassen. Die Schulklasse zog schließlich weiter in den nächsten Saal, doch Curtis geschultem Auge entging nicht, dass die Klasse eine Person weniger hatte. Das blonde Mädchen, das ihm schon vorhin dadurch aufgefallen war, dass es gelangweilt an seinen Fingernägel gekaut hatte, fehlte. Die Lehrerin schien ihre Schülerin allerdings nicht zu vermissen, denn sie dozierte bereits wieder über das nächste Exponat. Dabei hätte sie sich nur ein bisschen genauer umschauen müssen, um den blonden Haarschopf und den auffällig roten Pullover hinter einer der Säulen eines nachgestellten Pharaonengrabes zu entdecken.
 Neugierig ging Curtis die paar Schritte zurück und spähte vorsichtig um die erste Säule herum. Das Mädchen stand etwas weiter mit dem Rücken an eine der Säulen gelehnt, einen Fuß hinten abgestützt und tippte auf ihrem Handvisor herum. Erst jetzt, bei genauerer Betrachtung, bemerkte er, dass sie ausgesprochen hübsch war, und zu seinem eigenen Erstaunen beunruhigte ihn das auf ungewohnte Art und Weise. Irgendwie schien sie ihn bemerkt zu haben, denn plötzlich hob sie den Kopf, und als sich ihre Blicke trafen, legte sie schnell ihren Zeigefinger an die Lippen und winkte ihn zu sich.
 Curtis zögerte einen Moment, sah sich noch einmal nach der Schulklasse um, die sich schon merklich entfernt hatte, und trat dann schließlich auf das Mädchen zu.
 "Hi." sagte er etwas unsicher.
 "Hi." erwiderte das Mädchen kühl seinen Gruß. "Warum hast du nicht gleich meine Lehrerin hergerufen, wenn du schon so auffällig zu mir starrst?"
 "Entschuldige..." stotterte Curtis. "Das wollte ich nicht... Gefällt dir die Ausstellung denn nicht?"
 Das Mädchen verdrehte die Augen und blies sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
 "Prinzipiell schon, immerhin besser als Unterricht. Aber Mrs. Harris hat so eine Art, die einem jegliches Interesse nach wenigen Minuten vermiest."
 Curtis nickte verständnisvoll, er hatte das Dilemma ja eben mitbekommen.
 "Weißt du eigentlich, wo wir hier stehen?" versuchte er ihr Interesse zu wecken. "Es ist die Nachbildung des Grabes von Tuthmosis III. Er war ein ausgezeichneter Feldherr und Stratege, der beste seiner Zeit, und unter seiner Herrschaft erlebten Handel, Kunst und Kultur eine Blütezeit, die..."
 Er hielt irritiert inne, als er bemerkte, dass ihn das Mädchen ungläubig anstarrte.

Zitat von:  Nemo 26.02.2007
Währenddessen starrte der Mann an der Kasse immer noch grübelnd auf die seltsamen Kreditkartendaten, die er von Curtis erhalten hatte.
 "Newton, Roger Newton, Wissenschaftler..." murmelte er immer wieder vor sich hin. "Na da soll mich doch glatt...!!"
 Kurzentschlossen griff er zum Visor und wählte eine New Yorker Nummer. Der Ruf ging hinaus in einen ganz bestimmten District - MarsTown, nach den hier überwiegend lebenden Marsianern und Mischlingen benannt.
 Kurz darauf erschien das Bild einer sichtlich gelangweilten Putzfrau auf dem Schirm.
 "Tania Quorn! Ich will Tania Quorn sprechen, sofort!" zischte der Kassierer ungeduldig.

Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #4 am: 8. März 2017, 14:58:02 Uhr »
Zitat von:  
"Hast du ein Geschichtsbuch verschluckt oder einfach nur keine Freunde?" fragte sie schnippisch. Der barsche Tonfall konnte jedoch die Bewunderung, die sie unbewusst für das Wissen des fremden Jungen empfand, nicht ganz unterdrücken.

 "Wieso fragst du so was?" wollte er wissen. Seine grauen Augen blickten betroffen, und für den Bruchteil einer Sekunde sah sie Schmerz darin aufflackern.
 "Tut mir leid", murmelte das Mädchen, und senkte schuldbewusst die Lider. „War nicht so gemeint.“

 Sie baute sich neben ihm auf, schob die Hände in die Hosentaschen und betrachtete die Grabstätte genauer. „Die Jungs aus meiner Klasse interessieren sich nicht die Bohne für sowas, und die paar, die es tun, sind sonst zu nichts zu gebrauchen“, entschuldigte sie sich und zuckte die Achseln. Scheu lächelte sie zu dem Rotschopf hinüber, stupste ihn mit dem Ellbogen an und deutete anschließend auf das Exponat. „Also, was wolltest du eben gerade über den alten Tuthmosis III erzählen...?“

Zitat von:  Claudrick 06.03.2004
Curtis war sich bewusst, dass eine Fortsetzung seiner Ausführungen sie nicht wirklich interessierte, und so beeilte er sich, zu einem schnellen Ende zu kommen.
 "Na ja, ich wollte nur sagen... was mich immer besonders an ihm beeindruckt hat, war, dass er sich nie von irgendwelchen Ministern bequatschen ließ, sondern immer seine eigenen Entscheidungen getroffen hat, mit denen er meist goldrichtig lag. Er ist immer seinen eigenen Weg gegangen... tja, mehr wollte ich gar nicht sagen." Er merkte, dass er rot wurde und verwünschte sich dafür. Um die eingetretene peinlich Stille zu beenden, griff das Mädchen in ihre Hosentasche.
 "Möchtest du einen Kaugummi?" fragte sie. "Kirsch- oder Zimtgeschmack?"
 Einen Moment blinzelte Curtis irritiert, denn was immer ihm das Mädchen da gerade angeboten hatte, war es etwas, das nicht zu den gängigen Besorgungen gehörte, die Otho und Grag auf der Erde erledigten. Aber zugeben wollte er das natürlich nicht.
 "Äh... gerne. Kirsche bitte."
 "Die mag ich auch lieber. Die mit Zimtgeschmack sind ein bisschen scharf."

Zitat von:  Lost in Space 18.03.2007
Zögernd nahm Curtis das kleine blassrote Ding aus der Hand des Mädchens entgegen und betrachtete es eingehend. Es sah irgendwie... gewöhnlich aus, aber er hatte nicht die leiseste Ahnung, was er wohl damit anfangen sollte. Verstohlen schielte er hinüber zu seiner Gegenüber, die ihres gerade genüsslich im Mund verschwinden ließ. Hastig tat er es ihr gleich. Vorsichtig und so unauffällig wie möglich betastete er das unbekannte Teil mit seiner Zunge und spürte, wie sich ein süsslicher Geschmack in seinem Mund ausbreitete. ‚Seltsam, aber nicht schlecht‘, befand er nach einem Moment. Seine weiteren Überlegungen wurden von leisem Gekicher unterbrochen.
 „Das Zeug heißt Kaugummi, weil man gewöhnlich genau das damit macht,“ neckte sie ihn und beobachtete erstaunt, wie zum wiederholten Male eine leichte Röte auf sein Gesicht trat.
 „Ich... ich mach das immer so“, versicherte er ihr eilig und begann schnell damit, die glatten Ränder des Kaugummis mit den Zähnen zu bearbeiten und ihn dadurch in einen formlosen Klumpen zu verwandeln.
 „Ein bisschen markwürdig bist du schon, weißt du das?“ nachdenklich betrachtete sie den rothaarigen Jungen, der nun emsig kauend vor ihr stand.

Zitat von:  Claudrick 21.03.2007
„Commander Garnie! Mit so einer schnellen Rückmeldung hatten wir gar nicht gerechnet!“ schnarrte Professor Simon, als er den Polizisten auf dem Monitor erblickte.
 „New York ist ohnehin schon ein gefährliches Pflaster, aber erst recht für einen unbedarften Schützling wie den Ihren, Professor.“ antwortete Garnie. „Als ich meinem Kollegen, der eine etwa gleichaltrige Tochter hat, davon erzählte, meinte er auch, dass wir sofort etwas unternehmen sollten.“
 „Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sie helfen uns damit wirklich sehr.“ bedankte sich das Gehirn erleichtert. „Konnten Sie schon etwas herausfinden?“
 „Ja, der Junge hat die Kreditkarte, von der Sie mir erzählt haben, zweimal benutzt: In der U-Bahn-Station des Raumflughafens und zuletzt an der Kasse des Naturhistorischen Museums. Und eine Rückfrage bei der Sicherheitsabteilung des Museums hat ergeben, dass ein Junge, auf den Curtis Beschreibung passt, von den Überwachungskameras gesichtet worden ist.“
 Hätte Professor Simon lächeln können, hätte er es jetzt getan. Selbst in einer Situation, die der Junge für hemmungsloses Vergnügen hätte ausnutzen können, ging ihm die Erweiterung seines Wissens vor.
 „Was werden Sie jetzt also tun, Commander?“ fragte Simon weiter.
 „Nun, ich dachte mir, wir stürmen mit einem Sondereinsatzkommando das Museum und nehmen den kleinen Ausreißer fest.“ meinte Garnie mit ernster Miene und genoss für einen Moment die entsetzten Gesichter von Otho und Grag, die neben Professor Simon auf dem Monitor zu sehen waren.
 „Das war natürlich nur ein Scherz.“ fügte er dann breit grinsend hinzu. „Ich werde mich wohl mit ein paar Kollegen im Museum umsehen. Dann werden wir Curtis schon finden.“


Zitat von:  Nemo 27.03.2007
Der gesuchte rothaarige Junge stand währenddessen immer noch kaugummikauend in einem der Museumsräume. Seine ebenso kauende neue Bekanntschaft betrachtete ihn nachdenklich.

 "Ich habe so jemanden wie dich hier noch nie gesehen. Wo wohnst du denn?"
 "Auf dem Mond." antwortete Curtis ohne nachzudenken.

 Die Blondine verschluckte sich fast an ihrem Kaugummi, warf den Kopf zurück und lachte. Fasziniert blickte Curt auf ihre wippenden, blonden Locken und die kecken Grübchen um ihren Mund - und kam gar nicht auf die Idee, beleidigt zu sein.

 "Auf dem Mond?? Hinter dem Mond trifft es wohl eher!" prustete sie. Dann wurde sie schlagartig ernst. "Das war ein Scherz, oder? Auf dem Mond gibt es keine Wohnstätten."
 Curt wurde bewußt, dass er wohl besser geschwiegen hätte.
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #5 am: 8. März 2017, 15:08:40 Uhr »
Zitat von:  Nemo 27.03.2007
Ein lautes Rufen aus dem Mittelgang lenkte die beiden ab und ersparte Curtis eine Notlüge.

 "Meine Lehrerin ruft." sagte das Mädchen neben ihm. "Ich muss los, die sind schon fast am Ausgang!"
 Sie schickte sich zum Gehen an, machte jedoch nach ein paar Schritten halt und drehte sich zu ihm um.
 "Komm doch mit! Wir fahren jetzt zum Babylon-Vergnügungspark!"

 Curtis war überrumpelt. "Ich weiß nicht... was wird Deine Lehrerin dazu sagen?" stammelte er unentschlossen.
 Das Mädchen griff nach seinem Arm und zog ihn resolut hinter sich her. "Die ist eh nur Vertretung, die kriegt das gar nicht mit."

 Vor dem Museum wartete auch tatsächlich ein Schulbus, und ehe es sich Curt versah, hatte ihn die energische Blondine unbemerkt durch die hintere Tür ins Innere geschoben, während die meisten ihrer Klasse den vorderen Eingang stürmten.
 Nach einer Weile fuhr der Bus an. Curtis ließ langsam den angehaltenen Atem entweichen, als er merkte, dass sich tatsächlich niemand weiter für seine Anwesenheit interessierte.

 'Worauf hab ich mich bloß eingelassen', fragte er sich im Stillen, aber das Abenteuer reizte ihn, schon im Hinblick auf seine spontane Bekanntschaft, einfach zu sehr.
 "Wie heißt du eigentlich?" fragte sie ihn unvermittelt.
 Er wandte den Kopf. "Curtis. Und du?"
 "Barb Joan." erwiderte sie. "Aber nenn mich niemals 'Babe', hörst du?!"

 Beide kicherten und genossen die Fahrt durch das sonnige New York.
 Niemand von den Insassen bemerkte, dass ihnen ein roter Flitzer mit marsianischem Kennzeichen folgte.

Zitat von:  Spacerancher 14.03.2008
In diesem Flitzer saß eine Frau mittleren Alters. Ihre schwarzen Haare, die ihr sanft über die Schultern fielen, waren mit grauen Strähnen durchzogen. Sie war zur Hälfte Venusierin und ihre andere Hälfte entstammte von Mars, wie ihre rote Haut verriet. Ihr Gesicht sah verlebt aus, aber nicht vom glamourösen Nachtleben von New York, sondern von den vielen Jobs, die sie gezwungenermassen nach dem gewaltvollen Tod ihres Lebenspartners annehmen musste, um sich und ihren Sohn mehr schlecht als recht, über Wasser zu halten.

Geschickt lenkte sie den Air Car durch den alltägliche Tumult der Strassen, darauf bedacht, den Schulbus nicht aus den Augen zu verlieren. Immer wieder blickte sie zu ihrem Handschuhfach hinüber, als wollte sie sich versichern, dass es noch da sei.

Vor sie setzte sich ein großer Lieferwagen, der ihr die Sicht nahm, ihre Nervosität verstärkte sich und die Frau umschloß das Lenkrad fester, so das ihre Knöchel weiß hervor traten.

"Verdammt noch mal, mach das du da weg kommst!" fluchte sie ungehalten.

Fast hätte sie übersehen,dass der Bus vom Broadway in Richtung Brooklyn Bridge abbog. Wieder blickte sie auf das kleine Fach, in dem ein illegal erworbener Atomflammer lag.
"So, Newton hat also einen Sohn ...und der lebt wie die Made im Speck und kann auf das beachtlich Vermögen seines Vaters zurückgreifen, während ich zusehen kann, wie ich Ul´s Ausbildung finanziere. Warte nur du kleiner Bastard, an dir werde ich Victor´s Tod rächen."

 Curt saß mit seiner neuen Freundin im Bus und konnte sich an der Stadt nicht satt sehen. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt fragte er sie, "Wo liegt eigentlich dieser Babylon- Vergnügungspark?"
Das blonde Mädchen an einer Seite blickte ihn ungläubig an.
"Sag bloß, dass weißt du nicht? Bist du erst hierher gezogen? Jeder war doch schon mal da."

"Ich nicht. Meine...äh...Eltern...haben dafür keine Zeit. Weißt du?!" erklärte der rothaarige Junge.

"Ach so! Der Park liegt in Brighton Beach, bei Coney Island," gab seine Begleiterin ihm die gewünschte Auskunft.
Etwas später fuhren sie die Shore Pkwy entlang, die auch Leif Ericson Dr benannt wurde. Curtis laß im vorbei fahren das Schild und er wandte sich dem Mädchen zu, "Wußtest du, dass Leif Erikson 970nCh. als Sohn Erik des Roten und Enkel von Thorvald Asvaldsson geboren wurde und nach der Verbannung seines Vaters, mit ihm 982nCh. nach Grönland umsiedelte? So um 1000nCh. segelte er mit etwa 35 Mann los und betrat vermutlich als erster Europäer nordamerikanischen Boden...."

Joan sah ihn entgleist an. "Sag mal,...frühstückst du immer Lexikas?Oder wie kommt es, dass du so einen Kram weißt?"
Als sie das Gesicht das Jungen sah, tat ihr ihre Bemerkung leid. "Entschuldige, ...ich hab das nicht böse gemeint. Aber die Jungs, die ich kenne, sammeln Baseballkarten oder so. Ich kenne außer dir niemand, der so viel über solche Dinge weiß. Dabei siehst du nicht aus wie ein Bücherwurm.... ehr sportlich und trainiert ...aber erzähle mir ruhig mehr. Ich mag solche Geschichten."
Erleichtert stellte sie fest,dass sich ein Lächeln in Curt´s Züge geschlichen hatte.

 Endlich kamen sie an dem Park an.
Mrs. Harris zählte die Schüler und stellte fest, dass einer zuviel war. Joan meinte frech, "Och, das ist wegen dem Austauschschüler. Der kam heute Morgen zu spät." 
Damit gab sich die unerfahrene Lehrerin zufrieden und die dreiste Kleine zwinkerte Curt zu.
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #6 am: 13. März 2017, 15:08:15 Uhr »
Zitat von:  Claudrick  20.03.2008
Am Ausgang des Naturhistorischen Museums wimmelte es vor Schülern und besorgten Lehrkräften, Busse fuhren im Minutentakt an und ab. Und Commander Garnie ahnte nichts Gutes als Norman Bates, der Sicherheitsbeamte, mit dem er telefoniert hatte, mit ratlosem Gesichtsausdruck auf ihn zukam.
 „Tut mir wirklich sehr leid, Commander. Aber ich fürchte, wir haben den Jungen in diesem Gedrängel aus den Augen verloren, und er ist mit einem der Schulbusse weggefahren. Im Museum konnten wir ihn jedenfalls nicht finden.“
 Ein deftiger Fluch lag Ezella Garnie auf der Zunge, doch er riss sich zusammen.
 „Das kompliziert die Sache erheblich.“, knurrte er durch die Zähne. „Dann wollen wir mal hoffen, dass der kleine Ausreißer bald wieder seine Kreditkarte benutzt, sonst suchen wir die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.!“

Zitat von:  Spacerancher  24.03.2008
Am Eingang des Vergnügungsparks drängten Bewohner des gesamten Sonnensystems, durch die drei Schleusen. Verwundert blieb Curtis stehen und beäugte das für ihn ungewohnte Spektakel amüsiert. "Hey,was ist? Kommst du?"rief ihn eine Mädchenstimme. Der Junge schob sich zwischen die anderen Gäste und erreichte den Kartenschalter. Nachdem er mit der Kreditkarte den Eintritt bezahlt hatte, beeilte er sich dem Mädchen zufolgen.
 Mrs.Harris teilte der Klasse mit, sie drüften sich nun frei durch den Park bewegen, mit der Bemerkung, "Um 19 Uhr treffen wir uns alle wieder hier!" und sehr schnell stand sie alleine da.
 
Die kleine Blonde faste Curts Hand und wieder einmal, wurde er von ihr mitgezogen. Vorbei an diversen Hochgeschwindigkeitsbahnen, Loseständen, Imbissbuden, zwei Wildwasserbahnen, einem Astroturm, Fahrgeschäfte für kleinere Kinder und einer Grusselgrotte. Was auch immer das war?
 
Staunend ging er neben ihr her.
Menschen und humanoide Wesen, bestiegen die verschiedensten Attraktionen. Sie lachten oder schrien und es schien ihnen allen großen Spaß zumachen.

 Joan blieb stehen und deutete auf etwas Gigantisches.
"Ich fahre damit! Traust du dich das?" fragte sie herausfordend.

Der rothaarige Junge folgte mit dem Blick ihrer Hand.
Ein riesiges aus Holz gebautes Gerippe mit Stahlitgleisen, ragte etwa 35 Meter in die Höhe. Aus seinen Büchern erkannte er eine Achterbahn, doch hatte er noch nie zuvor eine in Echt gesehen.
"Klar!" zuckte Curt mit der Schulter.
 
Als sie anstanden, erklärte seine Freundin mit Feuereifer:
"Die Bahn hat 12 Fälle, 16 Richtungswechsel, 6 180° Drehungen, 18 Schienenkreuzungen und 27 Aufstiege. Sie fährt sehr schnell."
"97 Km/h !"bemerkt Curt.
"Was, woher weißt du das denn?"
Grinsend sah er ihre Verwunderung.
"Hier steht doch, die Bahn ist 805 Meter lang. Ich habe auf meine Uhr gesehen. Für eine Runde braucht sie 1 Minute und 50 Sekunden. Also fährt sie 97 Km/h. Ist doch klar! Das ist doch nur proportionale Zuordnung, der leichten Mathematik."
 "Äh...,ja natürlich!" bestättigte das Mädchen verlegen. Langsam beeindruckte er selbst sie.
 Gemeinsam mit ihr stieg er in den Coster.
 Die Bahn fuhr an und wenige Augenblicke später, wurden sie wild umher gewirbelt.
Joan schrie aus Leibeskräften und Curt lachte über seine Begleiterin. Völlig entspannt genoss er die Fahrt. Durch seine Flugmanöver, über Mondkrater und Schluchten, war er einiges gewohnt. Das hier riss ihn nicht vom Stuhl.
Als sie den steilen Fall von 90° erreichten, krallte sich Joan an ihm fest. Was ihn dazu bewegte aus vollem Hals zu lachen.

 Niemand nahm von der dunkelhaarigen Frau notiz, die die beiden durch ein Objektiv beobachtete.

Zitat von:  Claudrick   31.03.2008
Es war gar nicht so einfach, die beiden bei dieser Geschwindigkeit nicht aus den Augen zu verlieren! Als die Achterbahn schließlich langsamer wurde und in die letzte Kurve einschwenkte, steckte die Dunkelhaarige das Objektiv ein und setzte sich in Richtung Ausgang der Achterbahn in Bewegung. Der Atomflammer wog schwer in ihrer Handtasche, und für einen Moment hielt sie in ihrem entschlossenen Schritt inne. Die rote Welle blinden Hasses, die sie hin und wieder überflutete, wenn sie an die Vergangenheit dachte, hätte sie ohne weiteres dazu bringen können, den kleinen Newton einfach aus Rache über den Haufen zu schießen. Aber wem würde das etwas nützen? Man würde sie auf der Stelle verhaften, sie würde im Gefängnis landen, und ihr Sohn würde völlig allein da stehen...
 Als sie aufblickte, sah sie Curtis Newton mit einem Mädchen lachend aus der Achterbahn steigen. Sie musste jetzt eine Entscheidung treffen. Sie wusste, das Roger Newton über ein nicht unbedeutendes Vermögen verfügt hatte, das Geld musste ja noch irgendwo sein. Irgendjemand würde sicherlich jeden Betrag für die Unversehrtheit des kleinen Newton bezahlen...

Zitat von:  Spacerancher   02.04.2008
"Weiß du, worauf ich jetzt Lust hätte? Auf eine Portion Zuckerwatte," verkündete das unternehmungslustige Mädchen.
"Auf Was?", dachte Curt, sagte aber: "Oh ja. Warum nicht." In der Hoffnung nicht in ein Fettnäpfchen zu treten. Schnurrstracks schlug sie den Weg zum Süßigkeitenstand ein und der neugierig gewordene Junge ging mit ihr. Joan durchkramte ihre Hosentaschen nach Kleingeld.
"Warte ich möchte das bezahlen," beeilte sich der rothaarige Junge zu sagen. "Hiermit!" und hielt seiner überraschten Freundin die Karte hin.
"Aber Curtis, damit kannst du hier drinnen nicht bezahlen. Wenn jemand diese Karte sieht, bist du Freiwild für jeden Taschendieb. Komm, am Eingang steht ein Geldautomaten, dort kannst du dir Geld holen. Das fällt nicht so auf." Darüber, dass Curt eine Kreditkarte mit sich trägt, wunderte sie sich nicht im geringsten. Seine Kleidung, war schon nicht gerade die billigste und das er anders war, als ihre anderen Freunde, begann ihr zugefallen. Irgendwie möchte sie ihn, wo auch immer er hergekommen war.
Hand in Hand schlenderten sie zum Eingang zurück. Den Geldautomaten musste er sich erst einmal genauer ansehen. Schnell begriff er seine Funktionen und entlockte ihm ein paar Scheine.
"Meinst du fünfzig Dollar reichen?" fragte er sie.
"Das ich schon viel zu viel. Bekommst du keinen Ärger, wenn du die Karte von deinem Vater benutzt?" Ihr war aufgefallen, dass dort Roger Newton stand.
"Nein, er braucht sie nicht mehr. Sie ist jetzt meine." antwortete er niedergeschlagen und Joan die so etwas wie Trauer in seiner Stimme vernahm, lenkte ihn ab.
"Möchtest du noch Zuckerwatte?"
"Na klar!" lächelte er wieder und leistete sich mit Joan ein Wettrennen.
Er war begeistert, wie schnell das Mädchen laufen konnte. Sie war fast so schnell wie er. Auf den letzten Metern verlangsamte er seine Schritte kaum merklich und ließ sie gewinnen.
 "Zwei Mal Zuckerwatte, bitte!" japste Joan und bekam die Stängelchen überreicht. Curt hielt der Frau im Stand einen fünf Dollar Schein hin und hatte bald darauf eine Hand voll Kleingeld, das der in seine Hosentasche rutschen ließ. Das blonde Mädchen hatte begonnen, mit der Zunge kleine Fetzen der Köstlichkeit abzuzupfen und reichte Curtis seine Portion.
Von der Seite erforschte er, wie er es anstellen musste und zupfte, nach dem ihm mehr an der Nase klebte, mit den Fingern ein Stück ab und steckte es in seinen Mund. Er fand es lustig, wie sich das süße Geflecht auf der Zunge auflöste.
Nebeneinander liefen sie durch den Park und erreichten die Wildwasserbahn. Sie setzten sich auf eine Bank und gegossen ihn Naschwerk.

 Tania Quorn beobachtete, wie der junge Newton mit dem einem blonden Mädchen zu einem Süßigkeitenstand ging. Sie redeten miteinander und schienen es sich anders überlegt zu haben, denn sie gingen zum Eingang zurück. Aus sicherer Entfernung folgte sie den zwei.
Sie passte genau auf, dass der Junge, der sich alles besah, sie nicht bemerkte.
Als die Kinder am Eingang stehen blieben, versteckte sie sich hinter einem Strauch. Was sie einen Teil ärgerte, denn sie konnte nicht genau sehen, was sie da trieben. Erst als die beiden an ihr vorbei rannten, fiel ihr der Geldautomat auf.
"Was haben denn die Gören an dem Automat gemacht? Sollte er etwa....?"
Wut stieg in ihr auf. Sie schaute ihnen nach, doch sie waren bereits aus ihrem Blickfeld verschwunden.
"Na wunderbar," knurrte sie. "Jetzt kann ich denen auch noch nach laufen."
 Aber nach ein paar Minuten blieb ihr die Luft weg. Keuchend blieb sie stehen und traute ihren Augen nicht. Saßen sie doch nur durch ein Gebüsch von ihr getrennt und futterten Süßzeug.

Zitat von:  Spacerancher  14.04.2008
Auf der Mondbasis herrscht nervöses Schweigen. Simon war zu der Glassitdecke geschwebt und fixierte mit seinen Linsenaugen die Erde. Fast so, als könne er, wenn er nur lange und intensiv genug schaute, den Jungen sehen, der sich von ihnen getrennt auf der Erde befand.
 Der sonst so ruhige und ausgeglichene Grag lief unruhig hin und her, wie ein eingesperrtes Raubtier in einem viel zu kleinen Käfig. Von Zeit zurzeit warf der einen Blick auf das Gehirn, das bewegungslos an der Decke verharrte.
 Otho saß vor den Televisor und trommelte gereizt mit den Fingern auf die Schreibtischplatte. "Könntest du mit dem geklopfe aufhören?" dröhnte der Roboter. "Das macht einen ja verrückt."
"Ach ja?" schnauzte der Androide zurück. "Aber du. Wenn du nicht aufhörst, ständig hin und her zu rennen, haben wir bald eine Furche in Boden."
"Komm doch her, wenn du was willst. Ich lass mir doch von so einem aufgeblasenen Luftballon wir dir nicht sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe," knurrte Grag zur Antwort.
"Du verrostetes Stück Altmetall! Glaubst du, du ich hätte Angst vor dir? Ich klopfe zu lange, wie ich will," nahm Otho die willkommene Herausforderung an.
 
"Haltet eure Klappen! Beide!" rasselte plötzlich der Professor von unter der Decke.
Otho und Grag fuhren durch den ungewohnten Gefühlsausbruch ihres Freundes zusammen und verstummten augenblicklich.
"Unser Junge ist mutterseelenalleine dort unten und ihr habt nichts Besseres zu tun, als euch zu streiten."
Betreten senkten die beiden Kunstmenschen ihre Köpfe. Auch sie waren in großer Sorge, um ihren Schützling.
 
Ein rettendes Scharren drang aus dem Televisor. Noch bevor er sich einschaltete, waren die drei ungewöhnlichen Gesellen um ihn versammelt. Ezella Garnie wollte sie gerade begrüßen, als Simon schon das Wort an ihn richtete. "Commander, gibt es etwas neues von Curtis?"
"Äh...ja," antwortete der Polizeibeamte überrascht.
"Ja. Er hat die Karte wieder benutzt. Zwei Mal. Im Babylon-Vergnügungspark....."

"Wo?", unterbrach ihn das Gehirn.
"Im Babylon-Vergnügunspark, der liegt in Coney Island. Brighton Beach, um genau zu sein," versuchte er Commander zu erklären.
"Wo das ist, weiß ich auch. Nur was macht unser Junge denn da? Er war doch im Museum. Das ist ein ziemliches Wagnis. Dort sind furchtbar viele Leute. Hofendlich finden sie ihn dort."
"Ich bin schon mit einem Kollegen auf dem Weg dort hin. Seine Tochter ist mit ihrer Klasse dort. Vielleicht hat sie ihn gesehen. Sie wissen ja wie Kinder sind. Ich melde mich, wenn ich Neuigkeiten habe. Garnie ende." Der Televisor schaltete sich ab und hinterließ einen kleinen Hoffnungsschimmer.
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #7 am: 13. März 2017, 15:36:54 Uhr »
Zitat von: Claudrick   22.04.2008
Tania Quorn zögerte. Was sollte sie jetzt tun? Die Waffe lag entsichert in ihrer Hand, Curtis Newton saß nur wenige Zentimeter von ihr entfernt. Wenn dieses Mädchen bloß nicht dabei wäre! Die würde nur Schwierigkeiten machen!
 „Das Zeug ist echt lecker!“, stellte der Junge eben fest und warf das kahl genaschte Stängelchen in den nebenstehenden Abfalleimer. „Aber dafür kleben meine Hände jetzt wie verrückt.“
 Joan sah ihn an und zupfte ihm lächelnd einen Rest Zuckerwatte vom Mundwinkel.
 „Ich glaube, irgendwo dahinten sind öffentliche Toiletten, da können wir uns auch die Hände waschen, denke ich.“
 Tania Quorn in ihrem Versteck horchte auf. Das war die Gelegenheit! An den Toiletten würden sich die beiden trennen, und sie konnte zuschlagen!

Zitat von:  Spacerancher  24.04.2008
Major Georg Landor, langjähriger Freund und Kollege von Commander Ezella Garnie, war mit ihm auf dem Weg in den Babylon - Vergnügungspark. Er hatte sich, sofort bereit erklärt seinem Freund bei der Suche nach dem Ausreißer zu helfen.
Besorgt richtete das Wort an ihn. "Weißt du überhaupt, wie groß dieses Gelände ist? Wie sollen wir zwei den Jungen dort finden?! Ich halte es für vernünftiger, noch ein paar Kollegen zur Unterstützung anzufordern, sonst suchen wir die berühmte Stecknadel im Heuhaufen."
Garnie nickte zustimmend," Ja, Georg. Du hast Recht. Er könnte bei der Besuchermasse glatt an uns vor bei laufen, ohne dass wir ihn bemerken würden. Kannst du ein paar deiner Leute hierher beordern?"
Der breitschultrige Major grinste verschmitzt.
"Hättest auf der Erde im Dienst bleiben sollen." Dann griff er das Funkgerät des Polizeigleiters und gab die Meldung durch. "Hier Major Landor. Benötige Verstärkung zur Personenauffindung. Es handelt sich hierbei um einen rothaarigen dreizehnjährigen Jungen. Er ist 1,70 groß und von schlanker Gestalt. Seine Augenfarbe ist grau und er heißt Curtis Newton. Im Moment hält er sich im Babylon - Vergnügungspark auf. Erbitte Einheit elf und fünfzehn. Landor ende."
Einige Minuten später meldete eine weibliche Stimme.
"Hier Zentrale. Die angeforderten Einheiten wurden verständigt und sind auf dem Weg zu ihnen."

Ezella parkte gerade den Gleiter genau am Eingang und meinte: "Wir warten bis sie eintreffen und gehen dann gemeinsam vor." Sein Freud nickte.

 Curt schlug nach einer Wespe, die sich für seine klebrigen Hände interessierte. "Hau ab!.....Ich glaube wir sollten uns den Zucker abwaschen, bevor sie ihre Familie holt." Grinste er seine Freundin an.
"Dann komm, ich glaube die Toiletten sind in der Nähe der Wildwasserbahn."
Sie schlug ihm gegen das Bein und sprang auf. "Wer als Erstes da ist!", und lief los.
Überrascht von ihrem Temperament, saß er noch immer auf der Bank und sah dem Mädchen nach. Dann aber sprang auch er auf und beeilte sich, sie nicht aus den Augen zu verlieren.
 
"Nicht schon wieder," stöhnte Tania Quorn, die die beiden aufmerksam belauscht hatte. Sie musste sich sputen, bevor es für ihre Gelegenheit zu spät war. Völlig außer Atem erreicht auch sie die sanitäre Anlage. Die Kinder waren nicht zu sehen. Kurz entschlossen betrat sie die Herrentoilette. Da stand er. Mit dem Rücken ihr zu gewandt.
Das war die Chance. Endlich!!!
Der Atomflammer sprang ihr förmlich in ihre Hand. Diesen hatte sie während sie rannte in ihre Handtasche versenkt.
Die Waffe fest im Griff trat sie hinter Curt. Er war gerade emsig dabei seine Finger zu schrubben, als er im Spiegel eine Frau hinter sich sah. Freundlich sprach er sie an: "Oh, entschuldigen sie, aber sie haben sich in der Tür geirrt."
"Halt deine vorlaute Klappe, du Grünschnabel."
Irritiert drehte sich der Junge um und sah sich einem entsicherten Strahler gegenüber.
Sein Puls beschleunigte blitzartig auf 180.
Wer war diese Frau und was wollte sie von ihm mit der Waffe.
Ihm fielen Joan´s Worte ein, "...Wenn jemand dieses Karte sieht, bist du Freiwild......."
Er schluckte trocken und zwang sich zur Ruhe.
"Ich habe nichts, womit sie etwas anfangen könnten."
"Da irrst du dich gewaltig," knurrte die Frau und schlug ihm mit dem Flammer zu Boden. Dann zog sie ihn hoch und warf ihn sich über die Schulter. Obwohl sie eine fast zierliche Frau war, bereitete ihr das keine Mühe. Schnell verließ sie mit ihm das Gebäude und verschwand im nahen Gebüsch.
 Joan kam kurze Zeit später aus der Damentoilette und wartete vor der Tür, hinter der sie Curtis vermutete.
Als ihr das Warten zu lange wurde, öffnete sie die Tür einen Spalt und rief: "He, lass noch etwas Haut übrig. ......Curtis?"
Sie erhielt keine Antwort. Vorsichtig spähte sie in den Raum. Von dem Jungen keine Spur. Suchend schaute sie sich um. Wo war er nur hin?

Zitat von:  Nemo 04.05.2008
Joan steckte ihre nun blitzsauberen Hände in die Hosentaschen und senkte enttäuscht den Kopf. Gerade fing es an, mit diesem seltsamen Jungen interessant zu werden, und nun??
 Irgendetwas an ihm hatte sie fasziniert und neugierig auf mehr gemacht... und nun machte er sich einfach heimlich aus dem Staub?

 Ein Windstoß ließ ein Stück loses Kaugummipapier vor ihre Füße flattern. Auch noch die Kirsch-Sorte, toll, immer drauf auf's Schlimme...
 Ruckartig hob sie den Kopf. Ein paar Meter weiter flatterten weitere Papierschnipsel über den Weg. Kaugummipapier.

 "Spielt der komische Strolch jetzt Schnitzeljagd mit mir??" fragte sie sich leicht pikiert und nahm zögernd die "Verfolgung" auf. Immer mehr Papierschnipsel fand sie, und sie wiesen ihr den Weg zum abgelegenen, riesigen Parkplatz.
 Joan kamen leichte Zweifel. Was wollte dieser Curtis mit ihr hier? War das ein Spiel - oder war es Ernst?

Zitat von:  Nemo  04.05.2008
Curtis blieb nicht lange bewusstlos auf der Schulter seiner fremden Kontrahentin. Aber er wusste, dass er noch viel zu benommen war, um auch nur eine Chance auf ein Weglaufen zu haben.
 Fieberhaft suchte er nach einer Lösung - und fand sie in Form des leise raschelnden Kaugummipapiers in seiner Hosentasche. Er MUSSTE jemanden auf seine Situation aufmerksam machen, und da am besten Joan, denn sie würde als erste nach ihm suchen!
 Vorsichtig angelte er nach dem Papier in seiner Tasche und zerriss es mit dem Mund in kleine Fetzen, die er alle paar Meter ausspuckte.

 Seine Kidnapperin war so mit ihrer Flucht beschäftigt, dass sie seine Aktivitäten nicht bemerkte.
 "Joan, wenn du clever bist, folge uns!!" schickte Curtis wie ein Stoßgebet den tänzelnden Papierschnipseln hinterher.

Zitat von:  Nemo  05.05.2008
Joan stoppte mitten im Lauf, als sie hinter einer Hecke den wohlbekannten roten Haarschopf erspähte.

 'Du solltest dir für eine Schnitzeljagd eine unauffälligere Haarfarbe zulegen, mein Freund!', grinste sie amüsiert in sich hinein und linste neugierig durch die Hecke. Sie sah, wie eine schlanke, schwarzhaarige Frau ihren neuen Freund mit energischem Nachdruck zu ihrem Auto zerrte.

 Joan grinste noch breiter. 'Aha, Mutti hat den kleinen Ausreißer gefunden und will ihn nach Hause bugsieren", dachte sie. 'Schade eigentlich! Ich wollte unbedingt nochmal auf die Achterba...'

 Dann stockte ihr der Atem.
 Curtis hatte sich losgerissen und rannte im Zickzack wie von Furien gehetzt davon.
 "Warte, Du kleines Miststück!!" brüllte die Frau in Zornesröte, hob eine Waffe - und schoss auf ihn!
 Joan wurde schlagartig klar, dass das hier keine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Mutter und Sohn bedeutete.
 Curtis hatte dem Schuss ausweichen können, wurde jedoch durch einen zweiten Streifschuss so getroffen, dass er stürzte. Ohne zu zögern, rannte die Frau ihm hinterher.

 In Joans Kopf wirbelte es. Sie sah den Zündschlüssel im roten Cabrio der Frau stecken. DAS war ihre Chance!
 Sie sprintete hinter der Hecke hervor zum Fahrzeug und riß die Schlüssel heraus. Aus dem Augenwinkel sah sie die Frau mit Curtis kämpfen, dessen Gegenwehr aber immer schwächer wurde.
 Bevor Joan sich hinter die Hecke zurückziehen konnte, hatte die Frau den Jungen zurück zum Auto gezerrt - und Joan rettete sich mit einem Hechtsprung hinter den nächststehenden Lieferwagen.

 "Verdammt!!!"
 Die wütende Frau hatte das Fehlen des Zündschlüssels bemerkt.
 In diesem Moment piepte, auf dem abendlich stillen Parkplatz weithin hörbar, Joans Kommunikator.

 Ihr blieb das Herz stehen. Sie sah auf dem Display, dass ihr Vater sie rief, aber sie kam nicht mehr zum Antworten. Vor ihr stand die fremde Frau, Joan erkannte, dass sie Marsianerin war. Aus ihren tiefschwarzen Augen schossen tödliche Blitze und sie warf den verletzten Jungen zu Boden.
 "Ich krieg dich, du Biest !!!"

 Ohne nachzudenken, schleuderte Joan ihr die gesammelten Kaugummischnipsel ins Gesicht, umklammerte ihren noch auf Empfang geschalteten Kommunikator - und gab Fersengeld.
 Sie hatte nur noch ein Ziel - WEG !!

Zitat von:  Spacerancher 07.05.2008
Joan hetzte den Weg den sie gekommen war zurück. Immer wieder warf sie einen verzweifelten Blick über ihre Schulter. Was hatte diese merkwürdige Frau mit ihrem neuen Freund vor? Sie sah,  dass sie von ihr verfolgt wurde. Durch den Jungen, der sich trotz seiner Verletzung gegen die Frau wehrte, wurde sie jedoch so sehr behindert, dass ihr Vorsprung immer größer wurde. Ein Kratzen, das aus Joan´s Kommunikator kam, erinnerte sie daran, dass dieser noch eingeschaltet war.
"Daddy?!"schrie sie rennend und fast atemlos in das Gerät.
"Joan .... was zum Teufel ist bei dir los? Was war das für eine Stimme?"
"Daddy .... da …. da ist eine Frau .... sie hat... Curtis angeschossen .... und ist jetzt .... hinter mir her," berichtete das blonde Mädchen keuchend.
"Wo bist du?" ertönte Major Landor´s besorgte Stimme."
"Am nördlichen Eingang des Babylon-Vergnügungsparks und ich laufe auf die Grusselgrotte zu," gab seine Tochter ihm Auskunft.
"Verd....., ich bin mit ein paar Kollegen hier. Aber wir sind noch am Osteingang. .....Wie hast du gesagt, heißt der angeschossene Junge? Curtis? Hat der rotes Haar?" wollte Joan´s Vater wissen. "Versteck dich Babe. Wir kommen so schnell es geht."
"Ja Daddy, hat er! Beeil dich." Die Kleine schaltete ihren Kommunikator ab. Vor ihr tauchte die Gruselgrotte auf. Sie blieb kurz stehen um zu sehen, ob die Marsianerin ihr noch mit Curtis folgte.
Als sie sich sicher war, dass ihre Verfolgerin sie gesehen hatte, lief sie auf den dunklen Eingang zu.
Es war keine Warteschlange mehr davor. Da es Abend geworden war, waren nur noch wenige Besucher in diesem Fahrgeschäft. Schnell lief sie hinein, aber sie hatte nicht die Absicht sich dort zu verstecken.

 Tania Quorn zerrte den jungen Newton hinter sich her. Er war angeschlagen und benommen. Dennoch machte er ihr große Probleme. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass der Bursche so kräftig und zäh war. Mit aller ihm verbliebenen Kraft sträubte er sich und machte die Verfolgung des Mädchens fast unmöglich. Sie schäumte vor Wut und schrie ihn an, "Wenn du Bastard nicht sofort damit aufhörst mich zu behindern, werde ich dich hier auf der Stelle erschießen. Jetzt wo diese Göre mich gesehen hat, habe ich sowieso nichts mehr zu verlieren. Sie kommt auch noch dran."
"Das werde ich nicht zu lassen," knurrte der Junge, obwohl ihm das Herz in der Hose saß und seine Hüfte vor Schmerz pochte. "Sie werden ihr nichts tun. Glauben sie ja nicht, sie könnten mich einschüchtern."
Die schwarzhaarige Frau wirbelte herum und schlug ihm ins Gesicht.
Curt wurde von den Beinen gehauen und landete auf der Wunde. Der Schmerz ließ ihn aufschreien. Unbeeindruckt ergriff seine Peinigerin seinen Arm und zog ihn wieder hoch und hinter sich her.

 Joan´s Augen hatten sich gerade an die Dunkelheit gewohnt, als sie Curt´s Aufschrei hörte.
Die Angst fraß ein Loch in ihren Magen. Was hatte die unheimliche Frau mit ihm gemacht?
Sie machte sich Sorgen um ihn, wenngleich sie ihn erst seit ein paar Stunden kannte.
Sie stand in mitten eines nachgebauten Piratenfriedhofs. Sollte sie nachsehen?
Nein, als Polizistentochter wusste sie, dass diese Frau nicht aufgab und es auch auf sie abgesehen hatte. "Aber Curtis?!", flüsterte sie.
Plötzlich entdeckte sie zwei Schatten im hellen Grotteneingang. Schnell duckte sie sich hinter einen Grabstein. Es würde etwas dauern bist auch sie sich an das Dämmerlicht gewöhnt hatten.

Zitat von:  Spacerancher  07.05.2008
Major Landor hielt seinen Kommunikator noch in der Hand und sah seinen Freund an, der das Gespräch mit angehört hatte.
"Das kann kein Zufall sein. Erst war der Junge im Museum, dann hier. Babe war auch dort .... sie muss ihn mit hierher gebracht haben ... wie auch immer. Sie sind in Gefahr .... wir müssen uns beeilen."
Nach dem der Major seinen Leuten Befehle zu gebellt hatte, lief er mit Ezella Garnie los.
"Professor Simon Wright wird mich vierteilen, wenn ich ihnen den Jungen nicht zurück bringe. Joan sagte er wurde angeschossen? Ich hoffe nicht schwer.....wie soll ich ihm das erklären. Der Junge bedeutet ihm viel!", schnaufte der Commander entsetzt und sprintete durch den Park.
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #8 am: 13. März 2017, 16:03:24 Uhr »
Zitat von:  Spacerancher 27.05.2008
Joan´s Herz klopfte bis zum Hals und sie befürchtete, dass es sie verriet. In Deckung der künstlichen Grabsteine, kroch sie auf allen vieren vorsichtig und bedacht darauf keine Geräusche zu erzeugen, tiefer in die Grotte hinein. Die Nebelmaschinen spuckten unheimlichen Dunst über die gespenstische Szenerie. Ihr war es nur recht.
Sie erreichte den >Sumpf der Vergessenen< und verschwand in einer Senke liegenden Nebelbank. Hier würde sie abwarten, bis die Gestalten an ihr vorüber waren.
Die Kleine hörte stapfende Schritte, dann ein Stolpern und einen Körper zu Boden fallen. Eine fluchende Frauenstimme drang an ihr Ohr. "Steh´ auf, wird´s bald?! Wenn du nicht augenblicklich weiter läufst, kannst du was erleben. Ich werde dir schon noch deine Flausen austreiben."

Der Schuss eines Atomflammers fauchte bedrohlich, dann vernahm sie erleichtert die Stimme ihres Freundes. Aber das was er sagte, fuhr ihr wie eine Eisspitze durch Mark und Bein.

"Ich denke nicht daran aufzustehen. Da sie offensichtlich etwas von mir wollen, werden sie mich auch nicht erschießen. Das hätten sie jetzt schon zwei Mal tun können. Also wird ihnen nichts anderes übrig bleiben, als mich entweder zu tragen oder mich hier zu lassen."
Der Körper des Mädchens zitterte und sie betete still, dass Curtis den Bogen nicht überspannte.

Zitat von:  Spacerancher  04.06.2008
Wieder fauchte ein Schuss. Es roch nach verbranntem Haar. Curt lief von der linken Schläfe Blut über seine Wange, aber er ließ sich den Schmerz nicht anmerken.
"Sind sie wahnsinnig? Dieses Material hier ist extrem brennbar. Wenn sie drauf gehen wollen, schießen sie ruhig nochmal." reizte der Junge die Marsianerin weiter. Er bluffte und hoffte darauf, dass sie nur wenig bis gar keine Chemiekenntnisse besaß.

"Was??? Natürlich weiß ich das auch!!" fuhr sie ihn an. "Immerhin war ich fast mit dem größten Wissenschaftler des Systems verheiratet."
"Ha, das ich nicht lache! Mein Vater war der größte Wissenschaftler und mein Mentor Professor Wright steht ihm in nichts nach." Klatschend schlägt die Hand von Tania Quorn in sein Gesicht.

"Was bildest du dir ein?! Du verzogener Balg! Hat man dir nicht beigebracht, dass man so nicht mit Erwachsenen spricht?! Was willst du mit deinem feigen Vater und einem alten Tattergreis? Was hat es ihnen gebracht sich zu verstecken?"

Curtis war nun doch zornig aufgestanden und baute sich vor ihr auf. Ihm wurde allmällich klar, was sie meinte.
"Simon ist kein Tattergreis und wenn sie den Mörder meiner Eltern meinen, muss ihnen auch bewusst sein, dass er nichts als ein Verbrecher war."
 
Joan traute ihren Ohren nicht.
Mörder seiner Eltern? Wer war diese Frau? War ihr Freund verrückt sie so zu provozieren?
Erstarrt, in ihrem Versteck, lauschte sie weiter.
 "Halte endlich dein vorlautes Mundwerk, oder ich muss dir Manieren bei bringen. Woher nimmst du diesen Mut? Dein Vater zog es vor abzuhauen. Ach... da wir gerade dabei sind. Ich will Lösegeld für dich und wie ich gehört habe, verfügst du über nicht unwesentliche Ressourcen. Du besitzt die Kreditkarte von Roger Newton. Gib sie mir und den dazu gehörenden Code. Oder ich werde sie mir holen“, keiferte seine Entführerin. Dabei fuchtelte sie wild mit der Waffe herum.

"Nur zu... schiessen sie. Sie wissen ja was passiert. Holen sie sich die Karte. Sie wird ihnen nichts nützen. Den Code gebe ich ihnen nicht," hielt er seinen Bluff aufrecht.
Anstatt erneut zu feuern ergriff sie seinen Arm und zerrte ihn wieder hinter sich her.
Curtis stolperte mehr als er lief. Seine Verletzung machte ihm zu schaffen.

"Das werden wir sehen. Irgendwo hier drin hat sich diese Göre verschanzt. Sie kommt nicht ungeschoren davon. Sie hat mich gesehen und ich kann keine Zeugen gebrauchen."
 
"Warten sie!", bat sie plötzlich der rothaarige Junge.
"Ich werde ihnen die Karte geben und den Code. Aber nur, wenn sie sie in Ruhe lassen."

"Ich bekomme beides. Verlass´ dich darauf!", fauchte sie.
 Das Mädchen hielt die Luft an, als Tania Quorn ihren Freund an ihr vorbei zog. Irgendetwas musste sie doch tun können. Er wollte ihretwegen der unheimlichen Frau die Kreditkarte geben.
Das durfte sie nicht zu lassen.
Wenn ihr Vater nur schon hier wäre!

Zitat von:  Lost in Space 03.08.2008
Während ihr besorgter Blick den beiden in Richtung des Piratenfriedhofes folgte, überlegte sie ununterbrochen, wie sie Curtis helfen konnte. Und plötzlich kam ihr eine Idee.

 So schnell wie es die Vorsicht und der nicht immer kooperierende Bodennebel erlaubten, schlich sie quer durch die Plastikgräser und tiefhängenden Äste der Bäume, die ebenfalls alle aus Stoff und Kunststoff bestanden und zum Teil von einer nicht geringen Staubschicht bedeckt waren, die sie einmal heftig zum Niesen gebracht hatte. Glücklicherweise hatte just in diesem Moment das elektronische Geräuschemanagement einen herzzerreißenden Schrei aus den „Katakomben des Grauens“, die sich als nächste Sektion ein paar Meter hinter dem Piratenfriedhof anschlossen, parat gehabt.

 Aufatmend erreichte sie ihr Ziel und blickte besorgt den Weg entlang, den Tania Quorn mit Curtis nehmen würde. Und wirklich, im faden Dämmerlicht der künstlichen Fackeln, die den „offiziellen“ Weg durch die Attraktion begrenzten, sah sie verschwommene Bewegungen.

 Höchste Zeit, ihren Plan in die Tat umzusetzen. Sie umrundete vorsichtig den Baum, in dessen Schatten sie sich gedrückt hatte und entrang dem davor platzierten Skelett die Lanze, auf die ein weiterer Schädel aufgespießt war und die es drohend den vorüberziehenden Besuchern entgegenzurecken pflegte. Es ging leichter, als sie es sich vorgestellt hatte. Mit ihrer Beute verschwand sie wieder im Schatten des Stammes.

 Tanja Quorn stürmte voran und zog Curtis, der sich nicht mehr zur Wehr setzte, hinter sich her. Beide waren nur noch wenige Schritte von Joan entfernt.
 'Jetzt oder nie', dachte sie und blickte prüfend hinauf zu einem der weit ausladenden Äste, der direkt über den Weg „wuchs“. Auf diesem hatte ein besonders witziger Dekorateur einen Sarg platziert, aus dem der Oberkörper eines Skelettes heraushing, den Krug Rum mit der knochigen Hand noch fest umklammert.
 Joan schloss die Augen, zählte bis drei und stieß mit der Lanze gegen den Sarg. Sie legte ihr ganzes Gewicht in diesen Stoß und betete, dass es reichen würde. Auf dem Ast über ihr wurde es lebendig. Das Skelett hob den Kopf und prostete den ankommenden Passanten zu, während sich der Sarg knirschend nach vorne neigte. Mit einem krächzenden „Yohoo – und ne Buddel voll Rum“ stürzte der trinkfreudige Knochenmann nebst seiner stilvollen Behausung auf die schwarzhaarige Marsianerin, die noch erschrocken die Hände über den Kopf schlagen konnte, bevor die herabstürzenden Deko-Teile sie zu Boden rissen.

 „Curtis schnell“, zischte Joan, packte den überraschten Rothaarigen an der Hand und zog ihn eilig mit sich fort.

Zitat von:  Spacerancher   05.08.2008
Curt hatte den erste Schreck noch nicht ganz verdaut, lief aber mit dem Mädchen mit, die ihn mit sich in den Nebel zog.
Joan war schon im Gedanken dabei einen neuen Plan zu entwerfen, um hier lebend heraus und zu ihrem Vater zu gelangen.
Hinter einer aus Styroporsteinen gebauten Gruft blieb sie stehen und zog ihren Freund mit sich in die Hocke, da man den groß gewachsenen Jungen durch seine Haare leicht ausmachen konnte. Lange Nylon-Spinnfäden schmückten das Gebilde gespenstig. So langsam begriff Curtis was mit ihm geschehen war. Obwohl er erleichtert und schwer beeindruckt war, schimpfte er mit Joan.
"Diese Frau ist unberechenbar und du stürzt los und begräbst sie unter einem Sarg. Was wenn es daneben gegangen wäre und sie dich bekommen hätte?!"

"Schon gut, bedank´ dich nicht. Gern geschehen," meinte sie unberührt und sah sich neugierig um. Umständlich zupfte sie ein Taschentuch aus ihrer Hosentasche und fing an Curt´s Wunde an der Schläfe zu betupfen.
"Lass das! Hör auf, es ist nicht so schlimm," murrte er.
"Dann mach es selbst du Dickkopf. Man bist du ein Querschädel. Ich will dir doch nur helfen," fuhr sie ihn an.
Er nahm das Tuch und drückte es auf den Streifschuss.

"Wir können hier nicht bleiben. Sie wird uns finden." Seine Stimme klang besorgt.
"Das weiß ich selbst. Mein Vater ist auf dem Weg hierher. Er ist bei der Polizei. Wir müssen uns nur solange versteckt halten." Dann fragte sie sanfter, "Kannst du noch gehen? Ich meine wegen deiner Hüfte?"
Curt nickte und meinte, "Ja, es ging auch als die Verrückte mich hinter sich her zog."
Geduckt stand Joan auf und der Junge schnappte ihre Hand. "Hey,....Danke!"

Verwundert sah das Mädchen ihn an und erblickte ein Lächeln. Sie erwiderte es und für einen Augenblick schauten sie sich tief in die Augen. Bis ein Knacken sie zusammenschrecken ließ.

Zitat von:  Spacerancher  06.08.2008
Eine Lautsprecherdurchsage verkündete das baldige Schließen des Parks.
Mrs. Harris schaute genervt auf die Uhr. Die anderen Schüler hatten sich bereits eingefunden, nur von der kleinen Landor und dem "Austauschschüler" fehlte jede Spur.
Sie lief ein Stück den Weg zurück, in der Hoffnung die beiden zu entdecken und murmelte, "Na Wartet, das gibt einen Aufsatz, 'Warum ich mich an die Anordnung des Lehrkörpers halten muss'."
In welchen Schwierigkeiten die beiden steckten, ahnte sie nicht.
 Auch nicht, dass Joan´s Vater und Commander Garnie quer durch den Park zu ihnen hetzten.
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

Offline Spacerancher

  • Riesenchaot mit Herz
  • Area-Member
  • Simon Wright
  • *****
  • Beiträge: 722
  • Geschlecht: Männlich
  • Schau' in die Sterne, aber verliere nie dein Ziel
    • PSC Steuernagel
    • Spacerancher
Re: TEEN STORY (reloaded )
« Antwort #9 am: 13. März 2017, 16:19:17 Uhr »
Zitat von:  Spacerancher  06.08.2008
Als der Sarg herab fiel ließ Tania Quorn den Jungen los, den sie mit sich zerrte. Sie hob beide Arme um sich vor der herab stürzenden Totenkiste zu schützen. Dennoch wurde sie davon hart getroffen und verlor für einen Moment das Bewusstsein.
Fast zwanzig Minuten vergingen, bis sie die Augen öffnete. Ein Gerippe hing halb über ihr.
Ihre Beine und ihr unterer Körperteil war zwischen den Gleisen, auf denen die Gondeln fuhren und der "letzten Behausung" eingeklemmt.
Angewidert stieß sie den Knochenmann zur Seite und wieder stimmte er an.
"Neun Mann saßen auf des toten Mann´s Kiste ...yohoo und ne Buddel voll Rum..."

"Halt die Klappe!", fuhr sie ihn an, obwohl sie wusste, dass es nur eine Puppe war, gruselte sie sein Anblick.
Vor überschäumender Wut versuchte die Marsianerin unter dem Ding frei zu kommen. Ohne Erfolg ! Fluchend sah sie sich um, ...es musste doch ein Lösung zu finden sein.
Irgendwas, das sie als Hebel gebrauchen konnte.

Zitat von:  Spacerancher  11.09. 2008
Ihr Blick fiel auf den Speer. Er lag etwa einen Meter im Halbdunkeln neben ihr.
Sie streckte ihren Körper in seine Richtung, erreichte ihn aber nicht. Es fehlten nur ein paar Zentimeter.
"Verdammte Gören!!! Wenn ich euch wieder in den Fingern habe...!!! Diese kleine Hexe brauch´ ich nicht. Newton´s Sohn wird vor Angst sprudeln wie ein Quell, wenn ich ihm an ihr zeige, was ihn erwartet, bleibt er weiterhin so stur." schimpfte sie vor sich hin, als sie es erneut versuchte.
Jetzt berührten ihre Fingerspitzen den Schaft.
"Nur noch ein kleines Stück." murmelte die Marsianerin mit zusammen gebissenen Zähnen.
Die schwere Kiste auf ihr bereitete höllische Qualen, die durch ihre Anstrengungen verstärkt wurden.

Wieder versuchte sie den Speer zu erreichen und dieses Mal schaffte sie es.
Ein diabolisches Grinsen legte sich um ihre Lippen, als sich die Hand um das Holz schloss. Die Spitze des Speeres schob Tania Quorn seitlich zwischen Gleis und Kiste.
Ihre bodenlose Wut, verlieh ihr ungeahnte Kräfte und so schaffte sie es, den Sarg ein Stück von sich zu schieben. Unermüdlich setzte sie ihr Werk fort.
Als nur noch ihre Knie unter ihm verborgen waren, versuchte sie sie herauszuziehen. Stöhnend gab sie es jedoch schnell wieder auf und machte sich daran, ihre bewährte Arbeit fortzusetzen.
Das letzte Stück. Plötzlich ein Knacken. Erschrocken fuhr sie zusammen.
Es kam irgendjemand auf sie zu.

Zitat von:  Spacerancher  24.10.2008
Tania Quorn blickte zum Eingang und sah entsetzt zwei Gestalten in ihre Richtung kommen.
Sie saß noch immer auf den Gleisen.
Aufstehen konnte die Marsianerin noch nicht, ihre Beine wollten ihr nicht gehorchen.
Mit einer Drehung schaffte sie es aber, sich von den Stahlitschienen und den kleine Damm hinunter, in dem künstlichen Nebel zu rollen. Seitlich schob sich die Frau, hinter ein zur Seite gekipptes Ruderboot, das aussah, als wäre es hart an die Brandung geschlagen worden.
Kurze Zeit später konnte sie im Dämmerlicht der künstlichen Fackeln zwei Männer in der Uniform der Planetenpolizei ausmachen.
"Verdammt,...Bullen! Die haben mir gerade noch gefehlt“, knurrte sie leise vor sich hin.
So flach es irgend ging, drückte sie sich auf den Boden und wartete, bis die Gesetzeshüter an ihr vorbei waren. Kurz darauf verschwanden sie hinter der nächsten Biegung und erreichten "Die Katakomben des Grauens".
Erleichtert atmete sie aus und hörte einen davon laut den Namen des Mädchens rufen, als die beiden ihre Suche fortsetzten.

Zitat von:  Spacerancher  24.10.2008
Völlig außer Atem erreichten Major Landor und Commander Garnie den Eingang der Gruselgrotte. Sie gönnten sich aber keine Pause und betraten, mit gezogenen Waffen, das dunkle Reich.
Zuerst hatten auch sie Schwierigkeiten, sich an die geringen Lichtverhältnisse zu gewöhnen.
Langsam tasteten sie sich Schritt für Schritt vorwärts.
Unter äußerster Vorsicht sicherten sie ihren Weg.
Besorgnis zeichneten die Gesichter der beiden Freunde, wussten sie doch von Joan´s kurzem Bericht, dass sie sich hier versteckt hält.
Keiner der Männer achtete auf den dürren Ast, der in mitten der Gleise lag.
Als Ezella mit seinem Stiefel ihn trat, und dieser mit lautem Knacken zerbrach, schallte das verursachte Geräusch durch die Dunkelheit.
Georg Landor sprang erschrocken zur Seite und fluchte.
"Verdammt Ezella, wenn du nicht willst, das ich dich vor Schreck erschieße, pass auf wo du hin trittst."
Sein Freund nickte verlegen und ging mit ihm tiefer in die Grotte.
An einer Stelle lag ein Sarg halb auf den Schienen, aus dem ein Skelett hing. Sie dachten, es gehörte zur Dekoration und wird wohl irgendwie zur Seite gezogen, wenn eine Gondel vorbei fährt. Hintereinander passierten sie ihn. Nachdem sie dem Verlauf der Schienen in die nächste Sektion gefolgt waren, rief Joan´s Vater laut ihren Namen.

Zitat von:  DAOGA  27.10.2008
Das Funkgerät meldete sich. Es kostete den darauf lauernden Simon nur eine kurze Bewegung mit einem Augenstiel, den Anruf entgegenzunehmen. Natürlich war es Garni, und er hatte ebenso interessante wie beunruhigende Neuigkeiten.
 "Wir haben herausgefunden, wer die Frau ist, die hinter Curtis und Joan herjagt. Sie heißt Tania Quorn. Ja, richtig. Tania Quorn, die Partnerin von Victor Corvo, Roger Newtons ehemaligem Mitarbeiter. Dem Mann, der Elaine und Roger Newton auf dem Gewissen hat." Letzteres kam etwas zögernd. Simon hatte Garni seit Jahren nicht mehr kontaktiert, nicht mehr, seit sie auf den Mond gezogen waren. Es war nicht nötig gewesen, und jeder Anruf hätte unnötig Aufmerksamkeit erregt, weil man Ferngespräche mitverfolgen konnte, und Gespräche vom und zum Mond waren extrem selten... Darum wußte auf der Erde auch bis heute niemand, was sich damals auf dem Mond ereignet hatte. Roger, Simon und Elaine waren bei Nacht und Nebel spurlos verschwunden, hatten sich nur bei engsten Freunden und Bekannten abgemeldet - aber auch dort nur ohne Angabe ihres Ziels und des Grundes für ihre überstürzte Abreise - und galten seitdem als verschollen, genauso wie Corvo und seine ganze mörderische Bande, an denen Grag und Otho postwendend tödliche Rache geübt hatten. Garni war jetzt der erste Mensch außerhalb der Mondbasis, der von all diesen Ereignissen erfahren hatte. Und obwohl er das Ehepaar Newton niemals persönlich kennengelernt hatte, konnte er die Tragödie für die Überlebenden mitfühlen, aus all den Jahren Erfahrung, in denen er viel zu viele Fälle ähnlicher Art bearbeiten mußte, und er ahnte, was sich hinter der ausdruckslosen Metallfassade des lebenden Gehirns gerade abspielte... und welch eine Katastrophe sich anbahnte, wenn jetzt auch noch der Sohn der Newtons durch Mord von Händen Tania Quorns umkam... der kaum noch vorhanden Menschlichkeit Simon Wrights hätte es zweifellos den letzten Todesstoß versetzt.
 "Sind Sie sicher?" fragte das Gehirn nochmals.
 "Absolut. Ihre Daten sind bei uns gespeichert, beim Abgleich der Kameraaufzeichnungen des Vergnügungsparks mit unseren Systemen zur automatischen Identifizierung von Gesichtern haben hier die Lampen geleuchtet wie ein Christbaum. Tania Quorn ist selber kein unbeschriebenes Blatt, sie hat eine Einstufung als gesuchte Terroristin. Damals, als sie mit Corvo liiert war, war sie noch Mitläuferin, aber seitdem hat sie sich gemausert. Sie hat einen halbwüchsigen Sohn, und für den tut sie alles, Diebstähle, Auftragsmorde, Prostitution... wahrscheinlich hat sie sich hier in MarsTown aufgehalten, schließlich ist sie Halbmarsianerin. MarsTown ist ein Stadtteil von New York, nahe der Bronx, in dem sich in den letzten Jahren die eingewanderten Marsianer angesiedelt haben. Meine Leute ermitteln dort bereits, aber Sie wissen, wie das ist - die Marsianer halten noch dichter als die Chinesen, und mit denen haben wir schon seit Jahrhunderten Probleme... was sie hier wollte, wissen wir noch nicht, wir gleichen gerade alle Fälle aus den letzten Monaten ab, die vielleicht auf ihre Mitwirkung hindeuten. Bis jetzt habe ich nur einen, der in ihr Profil paßt - ein Einbruch in einen militärischen Komplex, wo gefährliche Kampfstoffe getestet und gelagert werden. Hätte schon längst geschlossen werden müssen, wenn Sie mich fragen, und das Teufelszeug vernichtet. Vielleicht kommt es jetzt dazu, nachdem die Anlage offenbar nicht mehr sicher genug ist. Dann hätte die Sache vielleicht sogar was Gutes bewirkt... mehr kann ich im Augenblick nicht mitteilen, wir sind weiter auf der Suche. Ich halte Sie auf dem Laufenden." Damit beendete er das Gespräch.
 Kampfstoffe. Das Wort hing wie ein frostiger Hauch in der Luft. Otho und Grag starrten sich an, dann beide den Professor. "Wenn wir jetzt ein Raumschiff hätten..." dröhnte Grag schließlich, als von Simon nichts kommen wollte. "Leider haben wir keines." entgegnete das Gehirn kalt. Nicht ahnend, was Grags Ausruf, ein paar Wochen später leichtsinnig wiederholt, auf der Mondbasis auslösen würde...


Zitat von:  Spacerancher  28.10.2008
"Curtis...!!! Das war die Stimme meines Vaters. Er sucht uns!" flüsterte Joan aufgeregt.
Der Junge nickte.
"Aber die Stimme kam von viel weiter aus dem Inneren der Grotte. Also hat sie sich von deiner 'Überraschung' befreien können. Wir können nicht zu deinem Vater. Da wir nicht wissen, wo die Verrückte sich gerade aufhält. Sie wird wohl kaum hinter ihnen herlaufen und sich freiwillig verhaften lassen."
"Und was sollen wir jetzt tun?" Verzweiflung lag in ihrer Stimme. In einer solchen Situation befand sie sich noch nie und sie bezweifelte, dass es ihr Freund schon einmal war.
Sein breites Grinsen verwirrte sie vollends.
"Zuerst müssen wir aus dieser Dunkelheit heraus. Draußen machen wir Lärm. Damit sie, sowie dein Vater weiß, wo wir sind. Mit etwas Glück und deiner Hilfe, können wir diese Frau einen tollen Empfang bereiten."
"Jetzt bist du völlig durchgedreht! Wie sollen wir etwas gegen diese Hexe ausrichten? Sie hat auf dich geschossen und nicht nur einmal. Hast du das vergessen?!"
"Vertrau´ mir einfach und komm."
Ohne sich weiter auf eine Diskussion mit Joan einzulassen, packt er ihre Hand und schlich mit ihr, jede Deckung ausnutzend wie Otho es ihn lehrte, zurück an den Eingang.
 
Curt sah sich um. Der Park hatte derweil schon geschlossen, es waren keine Besucher mehr unterwegs.
"Sehr gut...!", murmelte er. "Jetzt brauchen wir nur noch etwas, was wir als Waffe einsetzen können." Sein Blick wanderte weiterhin umher. Dann erhellten sich seine Züge.
"Komm mit." Joan, die ihn die ganze Zeit nicht aus den Augen ließ, folgte ihm.
Besser gesagt ihr blieb keine Chance, da er noch immer ihre Hand fest hielt.
 Angstvoll schaute sie hinter sich. Hatte die Marsianerin bemerkt, dass sie die Bahn verlassen hatten?

« Letzte Änderung: 13. März 2017, 16:27:18 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley