Umfrage

Wer will noch mehr über Spacerider's Dreamland erfahren?

Nein, das ist langweilig
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egal
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kurz und knackig
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MEHR...
1 (33.3%)
AUSFÜHRLICH MEHR....
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Stimmen insgesamt: 2

Umfrage geschlossen: 31. Januar 2011, 17:35:53 Uhr

Autor Thema: Second Chance  (Gelesen 134992 mal)

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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #585 am: 24. Februar 2019, 20:26:00 Uhr »
„Erwartest Du jemanden?“ fragt Joan besorgt und greift nach ihrer Waffe.
„Nein“ antwortet Jara irritiert, doch dann lächelt sie und sagt „Tür auf“.
Die Tür öffnet sich und vor ihnen steht Suran, der Masseur: „Hallo zusammen, das muss ja ein grandioser Erfolg gewesen sein nachdem was da so los ist, Gratulation!“ und nach dem Blick auf Joans Waffe „Bin ich etwa zu früh?“
„Hallo Suran!“ antwortet darauf Jara mit einem Augenzwinkern und einer besonderen Betonung auf dem Namen. „Die ausgiebige Massage ist erst für heute Abend auf dem Hotelzimmer geplant, aber ich denke nicht das Sie deshalb hier sind, Otho!“
„Otho? Ich bin doch nicht Otho“ kommt als Antwort.
„Ich fürchte dass Du Jara nichts vormachen kannst, Otho“ bemerkt Joan grinsend. „Hat Dich der Captain geschickt? Kommt er etwa auch?“ fragt sie.
„Nun ja, der Chef meinte ein paar weitere aufmerksame Augen könnten beim Empfang nicht schaden.“ sagt Otho.
Joan stöhnt und entgegnet: „Nein, dass ist wirklich nicht notwendig, wir haben hier alles vollkommen unter Kontrolle. Es sind schon so bald mehr Sicherheitsleute und Agenten von der Erde und Lyrian auf dem Empfang als Gäste.“
„Joan, lass ihn doch, es kann doch nicht schaden.“ mein Jara daraufhin beschwichtigend und ergänzt: „Otho, sagen Sie gibt es vielleicht etwas worauf Sie besonders achten sollen?“
„Der Chef und ich konnten heute noch gerade so verhindern, dass das Tark-Palais in der Bay von einer Bombe zerstört wurde, es waren auch Drohnen im Spiel.“ erzählt Otho.
„Ich glaube Curtis befürchtet dass Tark noch immer ein Ziel ist und damit auch hier.“ erklärt Joan.
Otho nickt: „Ja, Tark lies sich leider nicht ausreden zur Show zu kommen. Curtis überprüft gerade etwas zusammen mit Mikesch, Tarks Sicherheitsmann.“
„Das war es was Du mir nach der Show erzählen wolltest?“ fragt Jara Joan.
Joan nickt: „Ja, aber ich denke es wird langsam Zeit dass Du Dich für den Empfang fertig machst oder willst Du im Bademantel auftreten? Alles schon mal vorgekommen... “ und deutet Otho an den Raum zu verlassen.
„Ok, verstanden, ich warte vor der Tür“ sagt Otho und verlässt den Raum.
« Letzte Änderung: 24. Februar 2019, 20:30:29 Uhr von Mooncat »


Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen (Mark Twain)
Ich hoffe das Licht am Ende des Tunnels ist kein entgegenkommender Zug! (nach einem Songtext von Owl City)
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (Franz Kafka)
Der Weg ist das Ziel (Konfuzius)

Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #586 am: 4. September 2019, 00:06:35 Uhr »
Der Konferenzsaal ist gefüllt mit gutgelaunten Humanoiden, die meisten Erdlinge, die anderen von vielen anderen Planeten. Lachen, Reden, das Klirren von Gläsern die angestoßen werden ist zu hören und bildet einen fröhlichen Klangteppich, der den Raum erfüllt und bis in den Flur klingt. Relativ weit vorne steht eine älteres, elegant gekleidetes Ehepaar und prostet sich mit Prosecco zu. Es sind Lan und Isa Tark.
Dann geht erst ein Raunen durch die Menge, dass in ein ausgiebiges Klatschen übergeht. Ein Mann, der sich als Tourneeleiter Stanford vorstellt und Jara mit zwei ihrer Tänzerinnen sind durch den Seiteneingang hereingekommen. Stanford unterbricht den Applaus mit einer Geste seiner Hände: „Liebe Freunde der Magical Dancer! Wir beginnen zunächst mit der Foto- und Videosession! Sie haben nun 5 Minuten Zeit Aufnahmen von den Magical Dancern zu machen. Danach startet die Pressekonferenz und ich bitte Sie dann Platz zu nehmen.“

„Ich will auch ein paar Fotos machen“ sagt Isa Tark und drängt mit der Menge nach vorne. Da plötzlich hört sie ein merkwürdiges Zischen über ihrem Kopf. Sie schaut hoch und ruft erschrocken: „Was ist das?“ nur um sich dann schützend die Hand vor das Gesicht zu halten als sie einen Feuerball über sich sieht. Dann ist Schreien zu hören.

Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
Common sense is a flower that doesn't grow in everyone's garden. (Unknown)

Offline Freaky T

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Re: Second Chance
« Antwort #587 am: 5. September 2019, 07:58:39 Uhr »
Ooohhh es geht weiter....und das sehr spannend....aber ein bisschen wenig... [pop]
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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #588 am: 9. März 2020, 00:56:22 Uhr »
Wie konnte es zu diesem Anschlag in dem so gut gesicherten Konferenzraum kommen? Das versucht die Gruppe um Ezra Garnie, die sich kurz drauf in einem der gesicherten Räume des Präsidiums der Weltraumpolizei trifft, herauszufinden.
Ezra eröffnet das Gespräch mit ernster Stimme: „Es ist wichtig dass wir jetzt möglichst sofort die Lücken in unserem Sicherheitsnetz finden und schließen. Deshalb habe ich Sie hier alle kurzfristig zusammengerufen. Janis, ich bitte Sie den genauen Ablauf anhand der bisherigen Ermittlungsergebnisse in chronologischer Reihenfolge darzustellen. Alle anderen bitte ich diese Schilderung wo immer Sie können aus ihrer persönlichen Erinnerung zu ergänzen. Auch scheinbar belanglose Kleinigkeiten können wichtig sein!“
Ezra nimmt das allgemeine Nicken zur Kenntnis.
 
Janis beginnt:“ Wir vermuten das Ganze begann kurz nachdem Captain Future den Anschlag auf die Tark Gebäude erfolgreich verhindert hat. Zu diesem Zeitpunkt haben wir eine verschlüsselte Kommunikation aus einem Nebengebäude der Halbmondhalle aufgefangen. Leider ist es uns erst vor einer halben Stunde gelungen, sie zu entschlüsseln. Und das war auch nur ein eher glücklicher Zufall. Unser Cyber-Jo...“
Ezra unterbricht ihn: „Ich denke die technischen Details der Entschlüsselung sind weniger relevant sondern der Inhalt.“
„Ok Boss“ sagt Janis und wird etwas rot. Dann noch mehr als ihn der Blick Ezras daran erinnert, dass dieser die Anrede „Boss“ nicht sonderlich mag.
„Also der Inhalt - ist es der Auftrag für den Angriff auf die Tarks auf der Pressekonfernz. Der Auftraggeber war ziemlich wütend darüber, dass der Anschlag auf das Tark-Gebäude vereitelt worden war. Deshalb müsse dies hier jetzt auf jeden Fall klappen. Schön spektakulär und blutig, mit Bildern in allen Medien“
„Die Art und Weise des Anschlags hat eine sehr spezifische Handschrift.  Solche Technologie nutzt nicht jeder Terrorist.“ bemerkt Lenar
„Zum Glück“ seufzt Joan da.
„Hat unsere Datenbank schon einen möglichen Verdächtigen ausgespukt?“ fragt Lenar weiter.
„Leider nein“ antwortet Janis
„Wir sind fündig geworden.“ bemerkt da der Vertreter des lyriansichen Geheindienstes, „ich erhalte gleich die Dateien und werde sie dann umgehend mit Ihnen teilen. Was ich Ihnen schon jetzt sagen kann, es handelt sich um einen Lyraner mittleren Alters. Ein käuflicher Verbrechen und Mörder, der ganz weit oben auf unseren Fahndungslisten steht.“
„Das  heißt auch, wir müssen ihn möglichst lebend fangen um mehr über den Auftraggeber zu erfahren.“ sagt darauf Ezra mit einem anklagenden Unterton. Die Ergänzung „und nicht wie bei dem Verdächtigen für den Anschlag auf das Tark-Gebäude, der jetzt tot ist“ spart er sich. Das unmerkliche Zucken im Gesicht des Lyrianers sagt ihm, dass dieser es genau verstanden hat.“Kommen wir jetzt zur Frage, wie unsere Sicherheitsvorkehrungen ausgetrickst werden konnten.“
„Wie soll man sich vor einer Mini-Drohne in Hummel-Größe schützen?!“ seufzt Janis.
„Unsere Sensoren sind gut genug auch noch kleinere Objekte zu scannen und dann abzuwehren. Ich vermute aber, dass – wie auch Captain Future und Mikesch vermutet haben – das VIP-Deck das Einfallstor für diese Drohnen-Hummeln waren.“ sagte Joan.
„Stimmt“ bestätigt Mikesch „Wir hatten allerdings größere Angriffsobjekte erwartet. Also jedenfalls Captain Future. Ich meine ich habe ihn nur unterstützt, also... Er vermutet, dass die Drohnen wohl am Gleiter der Tarks hafteten und sich nach Erreichen des Decks und bevor der Gleiter die Parkposition erreicht hat gelöst haben. Vermutlich haben sie sich dann von anderen Personen weiter „Huckepack“ nehmen lassen. “


Joan stellt es sich gerade bildlich vor. Während sie vermeintlich alles unter Kontrolle hatte, waren fünf kleine „Hummeldrohnen“ ins Gebäude gekommen und warten irgendwo zwischen der Dekoration auf ihren Einsatz. Vielleicht zwischen Blumendeko und Servietten, oder wer weiß...Sie hatte sie niemals bemerkt, kein Sensor hatte angeschlagen noch war auf den Bildern etwas zu entdecken. Auch als sie zusammen mit Stanford und den Tänzerinnen den Saal betrat, schien alles in Ordnung. Sie erinnert sich wie Stanford zur Videosession bat und einige Personen, unter ihnen Isa Tark, in sich in Richtung Jara und den anderen bewegten.
Joan kommt sich so dumm vor. „Und ich wollte Otho wegschicken!“ denkt sie.
In den Augenwinkeln hatte sie eine Bewegung beobachtet. Als sie dorthin blickte, war es Otho alias Suran, der mit etwas das wie ein Laserpointer aussah, in die Luft zielte. Dann hört sie ein Zischen. Das war wohl das Laden der Hummeln! Zwei Laserstrahlen von Otho abgefeuert. Zwei kleine Feuerbälle in der Luft über den Köpfen der Leute. Schreie. Joan wollte Jara schützen doch diese war zu weit weg.
Kein Knall. Etwas rieselt aus der Luft auf den Boden. Ein bunter Ascheregen.
Jetzt weiß Joan, Otho hatte die Hummeln rechtzeitig zerstört, bevor sie heiß genug wurden um ihre beabsichtigte Wirkung tun zu können.
In diesem Moment aber war ihr nicht klar gewesen was genau geschah.
Dann hörte sie Jaras Stimme. Ruhig, freudig. „Oh, dieser kleine Effekt sollte nicht ganz so heftig werden, aber bitte verzeihen sie, wir konnten es nicht testen.“ Gleichzeitig startete Jara die Laserlicht-Fontänen am Buffet. Die Menschen raunen aber dann applaudieren sie.
Joan ist sich nicht klar, was sie von Jaras Reaktion halten soll. Professionell ja. Bewundernswert professionell. Aber doch irgendwie befremdlich.
„Du weißt das war ein Anschlag“ hatte sie danach zu Jara gesagt. „Ich weiß. Wie gut das Otho zur Stelle war.“ hatte Jara nur geantwortet.
Nun vielleicht hatte Curtis doch Recht....
« Letzte Änderung: 9. März 2020, 01:01:56 Uhr von Mooncat »

Alles fließt  - Panta rhei (Heraklit)
Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel. (Charles Darwin)
Wandel und Wechsel liebt, wer lebt. (Richard Wagner)
Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (Chinesisches Sprichwort)

Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #589 am: 9. September 2020, 20:13:59 Uhr »

„Zuerst hatte ich mich doch ordentlich erschreckt durch den Boom, ich meinen diesen Knalleffekt im Konferenzraum. Ich dachte schon das wäre ein Anschlag, schließlich hattest Du uns gewarnt dass dies geschehen kann.“ sagt, nein schreit die Tänzerin Sheila zu Jara während der Feier in Jaras Hotel Appartement, so laut und ausgelassen geht es zu.
Statt einer Antwort zieht Jara Sheila in ein Nachbarzimmer: „Hier ist es besser!“
„Sheila, Du musst mir glauben es war alles unter Kontrolle, aber es war wirklich ein Anschlag. Ich habe danach nur improvisiert um eine Panik zu verhindern.“ gesteht Jara.
„Wirklich? Oh Mann, bei allen Sternengöttinnen! Ich habe es Dir abgenommen dass es inszeniert war aber etwas schief ging, aber ich hätte wissen müssen dass bei Dir sowas nie passiert, dafür planst Du alles zu gut.“ antworte Sheila
„Sag den Anderen aber bitte nichts, ich möchte sie nicht unnötig beunruhigen.“ bittet Jara.
„Du bist die Göttin der magischen Tänzerinnen, wie könnte ich Dir einen Wunsch abschlagen!“ entgegnet Sheila und hebt ihr Glas zum Anstoßen.
Jara schüttelt den Kopf: „Ich hatte nur ein paar tänzerische Flausen im Kopf und die Möglichkeit sie in die Realität umzusetzen, das ist alles.“ und stößt mit Sheila an „Auf einen gelungenen Tourneeauftakt!“
„Und auf Dich, Jara!“ entgegnet Sheila und trinkt einen Schluck. „Ich denke Flausen ist kein passender Ausdruck. Ich wusste von Anfang an das Du mit Deinen Plänen erfolgreich sein würdest. Weißt Du denn was Flausen bedeutet? Du bis viel zu ernsthaft für so was wie „Flausen“, Jara.“
„Meine Eltern haben das ganze Tanzen für vorübergehende Flausen gehalten.“ bemerkt Jara.
„Ich habe sie leider nie kennengelernt, aber vom Tanzen hatten sie jedenfalls keine Ahnung. Tanz ist mein Leben! Du hast es mit dieser neuen Mischung von Tanz und technischen Elementen auf eine neue Ebene gehoben. „Ein Quantensprung des Tanzens“ ist es in zahlreichen Kritikern genannt worden. Aber wenn Du Dir durchliest wie wir in so vielen Posts und Videos mehr als überschwänglich gelobt haben.“ sagt Sheila voll Begeisterung. „Und jetzt - lass uns feiern! Wir haben es u8ns verdient. Du hast es Dir verdient!“


Nachdem zwei Stunden später alle Tänzerinnen gegangen waren – schließlich ist am nächsten Tag wieder Training angesagt und die nächste Aufführung am Tag darauf  - steht Jara alleine in ihrer Hotelsuite. Mit „Keine Störung, außer es ist Joan Landor“ und „Lichter auf Nachtmodus“ weißt Jara den elektronischen Raumkeeper an. Sicherlich, zum Abräumen der letzten Hinterlassenschaften der kleinen Party gibt es ausreichend eifriges Personal – humanoid und Roboter – aber Jara hat plötzlich das tiefe Bedürfnis für sich zu sein. Auch wenn die nächtlichen Lichter von Manhattan, mit ihren von Leben zeugenden Blinken, ihrem Auftauchen und Verschwinden und ihrer blühenden Farbigkeit verhindern, dass sie sich alleine fühlt. Ganz im Gegenteil, die große Glasitfront ihrer Suite gibt ihr das Gefühl, ein Teil von Allem zu sein. Die weißen und roten Lichterketten der vorbefliegenden Gleiter und Spacejumper erscheinen ihr wie Adern und Venen, mit denen sie verbunden ist.

Jara reißt sich aus diesen Gedanken in dem sie schnellen Schrittes beginnt, die Gläser und anderen Überbleibsel auf den Servierwagen zu räumen. Für sie ist es eine meditative Übung, alle Gedanken und Gefühle aus ihrem Kopf entschwinden zu lassen, und mit jedem abgestellten Glas werden es weniger. „Bring Sie weg“ weißt sie den Servierwagen an, der daraufhin fast lautlos den Raum verlässt um seine Fracht in die vollautomatische Küche des Hotels zu bringen.

„Ordnung, etwas mehr Ordnung!“ wünscht sie sich. Ordnung und Distanz. So vieles, so viele Menschen, Gefühle und Ereignisse in den letzten 24 Stunden! Großartige Gefühle und böse Erinnerungen. Begeisterte Zuschauer, glückliche Tänzerinnen aber auch der in seiner Trauer verirrten Hilblom, Alienhasser. Andere Humanoide, die BCB, der ganzen Welt und ihr, Jara, nur das Schlimmste wünschen. Der Schrecken der Leute beim Empfang - Und Joan! Joan Blick sagte alles.

Jara setzt sich auf ein Meditationskissen in der Mitte des Raums auf den Boden, den Kopf dem großen Fenster zugewandt. Sie konzentriert sich. Langsam, ganz langsam scheint ihre Umgebung von ihr weg zu weichen. Kein Teil mehr davon. Außerhalb. Reiner Beobachter. So wie man es sie gelehrt hat, sortiert sie alles in gedankliche Kästen, die sie einzeln zu sich holen kann und deren Inhalt sie von allen Seiten betrachten kann. So wie das bewegliche Bild vor ihrem Fenster – nach Süden wegfliegende Gleiter, nach Norden, Hochhäuser die Stadtteile zugeordnet sind… aus einem wimmelnden Bild einzelne Details betrachten.

Eine weitere Regel: Mit sich selber beginnen und mit sich selber enden! Jara spürt das Kissen unter ihr, den leichten Lufthauch der Klimaanlage und konzentriert sich ganz darauf. „Ich. Wie fühle ich mich?“ – „Gut. – Zufrieden. Nein überglücklich!“ denkt Jara. Das war der Tag, den sie als Kind immer herbeigesehnt hatte. Einmal vor einer ganz große Bühne mit vielen anderen Tänzern auftreten und von der Welle der Begeisterung der Zuschauer getragen werden! Sie hatte den größten Wunsch dieses kleinen Mädchens erfüllt. Etwas was ihr niemand mehr nehmen kann!

„Mein größter Triumpf“ denkt Jara. Und nach eine kurzen Weile ruft sie: „Ich lebe!“ laut in die Stille des Raums hinein und damit meint sie vor allem das Kind in ihr, was an diesem einen Tag in der Vergangenheit aufgehört hatte zu existieren. Damals, vor diesem Tag der alles verändert hatte… „Joan erinnert mich manchmal an die Frau, die dieses Kind einmal hätte werden können. Joan ist sicherlich auch durch harten Zeiten gegangen und musst einige unschöne Erlebnisse überstehen, aber ihr „Kaar“ – was die Menschen der Erde wohl als Seele bezeichnen – ist nahezu unverletzt, rein und schön. „Möge Joan’s Kaar niemals ernsthaften Schaden erleiden!“ wünscht Jara halblaut.
"Mein „Kaar“ hat Narben und offene Wunden, die ich tief in mir drinnen verstecke. Aber ich lebe!" ergänzt si in Gedanken.

„Joan - Joan’s Blick direkt nach dem Knall. Sie hat bemerkt dass ich vorher geahnt hatte was passieren würde. Nicht nur das ob, Otho hätte mich gewarnt haben können, sondern auch das wann. Und Joan hätte nie damit gerechnet, dass ich in der Lage bin, so unemotional zu reagieren. Und das hat sie dazu gebraucht ihr Bild von mir zu überdenken und in Erwägung zu ziehen, was Captain Future vermutet hatte – wer weiß wie darauf gekommen ist – dass ich nicht nur Emotionen, sondern auch Gedanken lesen kann. Keine Fähigkeit, die ich mir gewünscht habe. Eine Folge dieses einen Ereignisses. Nun ist es so und ich mache das Beste daraus. Hoffentlich findet sich bald eine Gelegenheit für ein vertrauliches Gespräch…“ denkt Jara und schließt gedanklich erst einmal das Kästchen „Joan“.

Jara atmet tief ein und ganz langsam wieder aus. Dann erscheint ein weiteres Bild vor ihrem geistigen Auge: Captain Future – „Es wird Zeit auch dieses Kästchen vorsichtig zu öffnen und zu betrachten, gerade weil ich so viele unterschiedliche Gefühle -Ängste, Unsicherheit, Bewunderung und Respekt - damit verbinde und noch einige Gefühle, die ich nicht genau fassen kann..."


 


Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen (Mark Twain)
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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #590 am: 9. September 2020, 20:16:09 Uhr »
Curtis Newton hörte ein leises Geräusch von hinten auf sich zukommen. Er zieht seine Waffe, dreht sich blitzschnell um und sagt zu den Gestalt im Halbdunkeln: „Hände hoch! Wer sind sie?“
„Begrüßt man so seine zukünftige Ehefrau“ antwortet daraufhin die Gestalt und als sie zwei Schritte näher kommt erkennt Curtis Joan.
„Joan? Was machst Du denn hier? Woher weißt Du dass wir hier sind? Das ist jetzt ganz … ungünstig…“ bemerkt Curtis.
„Wenn Du der Planetenpolizei Deinen Standort bekannt gibst, dann weiß ich ihn auch. Was ist hier los?“ fragt Joan. „Ungünstig? Oder meist Du gefährlich“ ergänzt sie süffisant.

Less is only more where more is no good (Frank Lloyd Wright)
Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen. (John Lennon)

Offline claudrick

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Re: Second Chance
« Antwort #591 am: 11. September 2020, 07:54:34 Uhr »
Hi Mooncat,


„Begrüßt man so seine zukünftige Ehefrau?“
Ah, es gab schon einen Heiratsantrag? Da muss ich doch nochmal weiter in die Geschichte zurückblättern...  ;)


 „Wenn Du der Planetenpolizei Deinen Standort bekannt gibst, dann weiß ich ihn auch. Was ist hier los?“ fragt Joan. „Ungünstig? Oder meist Du gefährlich“ ergänzt sie süffisant.

Der Wortwechsel hätte so direkt aus einem der Romane kommen können!  [bthumbup]
Schön, dass dich die Muse offensichtlich mal wieder geküsst hat!

LG

claudrick
Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz? (Woody Allen)

Ein Mensch ist intelligent, viele Menschen sind ein Haufen hysterischer, wilder Tiere. (Agent K)