Umfrage

Wer will noch mehr über Spacerider's Dreamland erfahren?

Nein, das ist langweilig
0 (0%)
egal
0 (0%)
kurz und knackig
1 (33.3%)
MEHR...
1 (33.3%)
AUSFÜHRLICH MEHR....
1 (33.3%)

Stimmen insgesamt: 2

Umfrage geschlossen: 31. Januar 2011, 17:35:53 Uhr

Autor Thema: Second Chance  (Gelesen 93019 mal)

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Offline Tachioniumfinder

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Re: Second Chance
« Antwort #345 am: 7. September 2012, 22:50:14 Uhr »
Hallo Moony,
Du bist echt Meisterin der Spannung !  [respekt]
Auf so kleinen Happen so viel Andeutungen und Fragestellungen zu verteilen...wow. Ich brenne darauf zu erfahren, wer sich da als Ingenieur eingeschlichen hat und wo zum Henker Otho steckt......!
Also: bitte lass uns nicht am ausgestreckten Arm verhungern und schreib bald weiter !
Gibt dann auch ordentlich Whiskas für das Kätzchen !!!!  ;D
Liebe Grüße
Tachi

Offline DAOGA

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Re: Second Chance
« Antwort #346 am: 10. September 2012, 08:19:39 Uhr »
Ooooh, Kopfkino ...  :o  das kann ich mir soooo gut in der guten alten Animation vorstellen, wie die Station versinkt, da kommt glatt das alte Serien-Feeling wieder auf... mehr!!!  ;D (sowas brauch ich Montags früh...)

Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #347 am: 19. Oktober 2012, 15:26:57 Uhr »
sorry...habe leider den Kopf mit ganz viel anderem voll und ganz wenig Zeit....hier die Antwort zu "wo steckt Otho":

Otho war mit Curtis auf die Erde gekommen. "Besorgungen" - "Du machst aber sehr oft Besorgungen auf der Erde" hatte Curtis nur bemerkt, war aber wohl so in Gedanken - Gedanken über Joan und ihren neuen Auftrag - gewesen, dass er zum Glück nicht weiter nachgefragt hatte.

Curtis Anruf überraschte Otho bei einer eher privaten Angelegenheit ... Ob Curtis wohl Verdacht geschöpft hat? fragt sich Otho. Oder habe ich meine Begeisterung für den Auftrag doch gut genug gespielt? Er wäre ja lieber zu Hause geblieben, um die Zeit für einige weitere Ausflüge auf die Erde zu nutzen. Vor allem für weitere Trainingsrunden in Massage und anderen Dingen mit einer gewissen Dunkelhaarigen! Otho blickt nachdenklich aus dem Cockpitfenster des kleinen Raumschiffs der Weltraumpolizei. Nun muss er aber seine Erkenntnisse im Einsatz anwenden!

Die Sache mit der Dunkelhaarigen .... Otho seufzt... dies möchte er dann doch so lange wie es geht für sich behalten. Der Zeitpunkt wird noch früh genug kommen, in dem er Grag unter die Nase reiben kann, dass er, Otho, in einigen Dingen voll "funktionsfähig" als Mensch ist, von denen Grag nur träumen kann. Aber andererseits tut ihm Grag auch leid was das angeht. Grag - Curtis wird ihm "die Verantwortung für die Basis" überlassen. Und der alte Blecheimer wird ihm das auch glauben. Nicht das die Basis nicht so gut gesichert wäre, dass sie bereits sehr lange Abwesenheiten der gesamten Futuremannschaft auch gut überstanden hätte. Otho grinst.
Sein Grinsen wird noch breiter. Er denkt sich voller Stolz:  Curtis vertraut mir so sehr, dass er mir die Sicherheit von Joan anvertraut hat! Da kann ich ja nicht ablehen.

Othos Blick wandert zum Jupiter. Er seufzt. Da er so tun muss, als würde er aus dem lyrianischen System kommen, konnte er nicht direkt mit Joan mitkommen, sondern muss einen Umweg machen. Deshalb bringt ihn jetzt ein schnelles, unauffälliges Raumschiff des geheimen Bereichs des Weltraumpolizei nach Pluto. Dort wird ihn dann das Raumschiff mit Jara an Board aufsammeln. Hoffentlich geht so lange alles gut mit Joan, denkt sich Otho. Ich würde mich besser fühlen wenn ich in ihrer Nähe wäre.


Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen (Mark Twain)
Ich hoffe das Licht am Ende des Tunnels ist kein entgegenkommender Zug! (nach einem Songtext von Owl City)
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (Franz Kafka)
Der Weg ist das Ziel (Konfuzius)

Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #348 am: 20. Oktober 2012, 22:47:59 Uhr »
Joan kann es im Halbdunkeln nur erahnen, aber es ist ihr als spüre sie fast körperlich wie alle Augen auf sie gerichtet sind. Ein Gedanke schießt ihr in einem Sekundenbruchteil durch den Kopf: "Ich darf jetzt nicht die Fassung verlieren! Ich muss die Ruhe bewahren! Das erwarten sie von mir! Das ist meine Aufgabe!" und Joan gelingt es den Aufschrei, der bereits dabei war in ihrer Kehle zu entstehen, herunter zu schlucken.  Sie atmet langsam tief ein und hält den Atem kurz an. Sie betrachtet aufmerksam die Bilder der langsam versinkenden Station. Dann atmet Joan hörbar langsam aus und sagt sie ganz ruhig: "Ich denke ich kann Entwarnng geben. Die Station wird sich sicherlich in wenigen Minuten bei uns melden."
Nun sind endgültig alle Blicke auf Joan gerichtet. "Wie?" "Was?" hört man einige murmeln und Michael fragt Joan leise: "Wie kommst Du darauf?"

Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #349 am: 21. Oktober 2012, 00:15:33 Uhr »
Joan blickt den verwirrt aussehenden Michael an und muss grinsen. Da ertönt auf einmal ein kurzer Beap und eine Stimme sagt „Asgard-Station an Raumschiff Demeter! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bitte entschuldigen sie die Verzögerung unserer Antwort. Wir hatten eine kleine Störung an unseren Sendeanlagen aber diese ist jetzt behoben….“ Ein allgemeines Aufatmen geht durch das Cockpit.

„Gott sei Dank“ seufzt Ray Stanford und fragt Joan: „Woher wussten Sie das?“ Joan antwortet freundlich: „Ich werde es Ihnen zeigen!“ und an den  Raumschiffkommandanten gerichtet: „Könnten wir mit den Aufnahmen noch einmal an den Anfang zurückfahren und dort auf Standbild gehen?“ Er nickt nur. „Sehen Sie genau hin!“ sagt Joan. „Ich kann nichts erkennen“ sagt der Kommandant. „Ich auch nicht“ sagt der Steuermann. Alle schütteln den Kopf. „War denn noch niemand von Ihnen vorher auf der Asgard-Station?“ „Hmmm, nein ich glaube nicht.“ sagt der Kommandant und blickt in die Runde. Erneut allgemeines Kopfschütteln.  „Nun“ fährt Joan fort „sehen Sie die Masten? Die größten Masten der Station sind maximal 100 Meter hoch. Für wie breit würden Sie dann die Station auf diesem Bild schätzen?“ „Vielleicht 500 Meter“ antwortet der Kommandant. „Das würde ich auch sagen. Aber so groß bzw. klein war die Station nur am Anfang, inzwischen ist sie zweieinhalb Kilometer breit. Das bedeutet: Dies muss eine Aufnahme aus dem ersten Jahr nach der Erbauung der Station sein“ sagt Joan. „Und noch etwas, ist Ihnen nicht aufgefallen das die Lichtentladungen der Masten rötlich waren?“ „Nein, wieso? Im Kernschatten fällt doch vor allem rötliches Licht auf den Planeten.“ Antwortet Ray Stanford. „Ja. Aber die Blitze sind kein Reflexionen dieses Lichts sondern entstehen dort. Verstehen Sie?“ fragt Joan und fährt mit ihrer Erklärung fort: „Ich habe bei meinen Vorbereitungen gelesen, dass bei dem Bau der Station umfangreiche Worst Case Szenarien durchgespielt wurden. Ich vermute dies ist eine solche Untergangssimulation die jemand mit einem einfachen Rotfilter nachbearbeitet hat.“ „Wau, das muss ich mir gleich noch einmal anschauen“ sagt einer der Cockpitbesatzung. Joan blickt auf Michael, der ihr ein anerkennendes Kopfnicken schenkt.

Dann plötzlich ein erneutes Beap. Eine weitere Bildnachricht kommt herein. Vor einer rötlich leuchtenden Wand ist die schwarze Silhouette einer vermutlich humanoiden Gestalt zu sehen. Eine künstlich erzeugt Stimme sagt: „Dies ist eine Warnung an alle! Stoppen Sie die Stardust - Tournee bevor es zu spät ist! Ansonsten wird es Ihr Untergang sein!“ Dann erlischt das Bild.

« Letzte Änderung: 13. November 2012, 09:45:13 Uhr von Mooncat »

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Offline claudrick

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Re: Second Chance
« Antwort #350 am: 22. Oktober 2012, 08:58:11 Uhr »
„Das würde ich auch sagen. Aber so groß bzw. klein war die Station nur am Anfang, inzwischen ist sie zweieinhalb Kilometer breit. Das bedeutet: Dies muss eine Aufnahme aus dem ersten Jahr nach der Erbauung der Station sein“ [...] „Ja. Aber die Blitze sind kein Reflexionen dieses Lichts sondern entstehen dort. Verstehen Sie?“ fragt Joan und fährt mit ihrer Erklärung fort: „Ich habe bei meinen Vorbereitungen gelesen, dass bei dem Bau der Station umfangreiche Worst Case Szenarien durchgespielt wurden. Ich vermute dies ist eine solche Untergangssimulation die jemand mit einem einfachen Rotfilter nachbearbeitet hat.“
Deine Joan ist fürwahr ein helles Köpfchen mit Kombinationsgabe, Sherlock Holmes hätte seine helle Freude an ihr. I like!  :)

Grüßle

claudrick
Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz? (Woody Allen)

Offline Tachioniumfinder

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Re: Second Chance
« Antwort #351 am: 29. Oktober 2012, 17:23:24 Uhr »
Zitat
Deine Joan ist fürwahr ein helles Köpfchen mit Kombinationsgabe, Sherlock Holmes hätte seine helle Freude an ihr. I like!  :)

Nicht nur Sherlock Holmes.....  ;D Und die Freude ist sogar noch größer, wenn die angestaute Neugier bald mit einem neuen Häppchen befriedigt wird...... [rollsmile]
LG
Tachi

Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #352 am: 31. Oktober 2012, 16:21:36 Uhr »
Und die Freude ist sogar noch größer, wenn die angestaute Neugier bald mit einem neuen Häppchen befriedigt wird...... [rollsmile]

ich versuche es ja, aber für mehr als 5 Zeilen hatte ich bisher einfach keine Zeit. Und die sind auch noch nicht mal ganz fertig.....
Ich hoffe das ich am morgigen Feiertag mal dazu komme...  :(

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Offline Tachioniumfinder

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Re: Second Chance
« Antwort #353 am: 31. Oktober 2012, 17:06:40 Uhr »
Dann drück ich mal die Daumen, dass sich morgen etwas Zeit findet....  ;)
Würde mich freuen, wieder etwas lesen zu können !
Lebe leider im falschen Bundesland - ist leider nix mit Feiertag bei uns....  :(
Von daher: neidische Grüße
Tachi

Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #354 am: 12. November 2012, 23:53:49 Uhr »
Eine halbe Stunde später landet die Demeter sicher auf dem Landedeck der Station. Dort stehen bereits Lenar und der Kommandant der Station bereit sie zu empfangen. "Wer war eigentlich in dem kleinen Raumschiff, das da eben gestartet ist?" fragt Lenar den Kommandanten. "Raumschiff? Was für ein Raumschiff? Da ist kein Raumschiff gestartet! Sie müssen sich geirrt haben!" brummt der Kommandant mürrisch.

In diesem Moment steigen die ersten Passagiere aus der Demeter. Ein hochgewachsener Erdbewohner setzt sich mit schnellen und energischen Schritten an die Spitze der Gruppe und erreicht die beiden als erster. Der Kommandant wendet sich sogleich an ihn: "Herzlich willkommen. Mein Name ist Smid, ich bin Kommandant dieser Station. Ich freue mich Sie und Ihre Leute bei uns begrüßen zu können. Wir haben hier nicht viel Besuch." sagt er, aber sein Tonfall lässt eher vermuten, dass das mit der Freude nicht wirklich ehrlich gemeint ist, sondern für ihn eher eine lässtige dienstliche Pflicht ist. "Danke sehr. Wir freuen uns ebenfalls Ihre Gäste sein zu dürfen. Mein Name ist Ray Stanford, ich bin der Tourneeleiter." antwortet der Erdling und weist mit einer Handbewegung auf Joan, die sie gerade erreicht hat "und dies ist Mrs. Randall, unsere Sicherheitschefin." Beim Anblick von Joan huscht ein Anflug von echter Freude über das Gesicht des Kommandanten. "Herzlich willkommen auch Ihnen, Mrs. Randall! Mein Assistent wird Ihnen ihre Räume zeigen. Wahrscheinlich wollen Sie sich erst einmal etwas frisch machen. Wenn Sie möchten kann ich Ihnen danach gerne persönlich die Station und ihre Sicherheitsanlagen zeigen." "Ja, danke sehr, sehr gerne. Mein Mitarbeiter und ich würden gerne so schnell wie möglich von Ihrem Angebot Gebrauch machen. In fünfzehn Minuten, wenn es Ihnen Recht ist?" antwortet Joan.
« Letzte Änderung: 1. Januar 2013, 16:37:28 Uhr von Mooncat »

Alles fließt  - Panta rhei (Heraklit)
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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #355 am: 13. November 2012, 10:30:21 Uhr »
Otho betrachtet sein von den glänzenden Stehlen reflektiertes Spiegelbild. Seine Verkleidung ist wie immer perfekt. Die kurzen, leicht ins Lila schimmernden Haare, ein muskulöser, braun gebrannter Körper und brau-rötlich schimmernde Augen – genau wie auf die Aufnahmen des lyrianischen Masseurs, dessen Rolle er in den nächsten Wochen spielen wird.

Da hört er bereits die Landedüsen des Raumschiffs, dass er gleich betreten wird und dreht sich in die Richtung des Geräuschs. Aller Achtung, ein schönes Raumschiff. Es muss eines der ersten der neusten Baureihe Stargazer V der Bento-Werften sein, bemerkt Otho. Wenn man die richtigen Freunden hat ist wohl nur das Beste und Neuste gut genug. Wie diese Jara wohl ist? Otho war bisher nur wenigen Empathen begegnet und ihm war immer etwas unwohl in ihrer Gegenwart. Und dies obwohl er guten Grund hatte anzunehmen, dass sie seine Gefühle nicht wahrnehmen konnten.

Wenige Momente später betritt Otho das Raumschiff. Eine einzelne Person scheint auf ihn zu warten. Es ist eine Frau, vermutlich Anfang 30, mit langen blonden Haaren. Ein eng ansitzender Overall zeigt eine schlanken, durchtrainierten Körper. Allerdings durchaus gut ausgestattet an den wichtigen Stellen, stellt Otho fest. Es ist Jara persönlich! Sie lächelt, nein sie strahlt ihn geradezu an und reicht ihm ihre Hand zur Begrüßung. Noch bevor Otho etwas sagen kann ergreift sie seine Hand und begrüßt ihn mit den Worten: „Hallo Suran! Schön dass Sie es doch noch einrichten konnten. Was wären die magischen Tänzer ohne Ihre magischen Hände!“ 
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2012, 19:52:14 Uhr von Mooncat »

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Re: Second Chance
« Antwort #356 am: 13. November 2012, 23:02:52 Uhr »
"Eine schöne Station. Die restlichen Umweltkontrollen befinden sich in den unteren Ebenen der Station? Ich würde mir diese gerne einmal ansehen." sagt Joan zum Kommandanten. Michael bestätigt sie: "Die Umweltkontrollen und die Funkanlagen interessieren uns besonders."
"Aber auf den unteren Ebenen ist es sehr kalt. Die äußeren Bereiche haben sogar nahezu die Temperatur des Eispanzers um uns." gibt der Kommandeur zu Bedenken. "Ich weiß, die äußere Struktur der untersten Ebenen der Station ist so konstruiert, dass sie mit dem Eispanzer verschmelzt. Einige Sektionen hat man bewusst durch den Druck des Eises zusammenpressen lassen, damit sich die Station so quasi in das Eis hinein krallt. Ziel ist es zu verhindern das die Station aufgrund ihres Gewichts absinkt." ergänzt ihn Joan. "Sie sind wirklich gut vorbereitet, Mrs. Randall, dies sind Informationen die nicht allgemein zugänglich sind." stellt Mr. Smid fest. "Dann wissen Sie jetzt auch, warum sie mein Boss ist und nicht umgekehrt, Mr. Smid". bemerkt Michael mit einem Zwinkern in den Augen. Eine Bemerkung, die der Kommandeur nur mit einem kritischen Seitenblick auf Michael quittiert und dann zu Joan gewendet antwortet: "Wenn Sie unbedingt wollen, ich bin angewiesen hundertprozentig mit Ihnen zu kooperieren. Aber es ist wirklich verdammt kalt dort unten. Mein Assistent kennt sich dort unten wesentlich besser aus als ich, ich werde ihn rufen. Dort hinten sind die Wartungsaufzüge und links daneben befinden sich im Wandschrank die entsprechenden Kälteanzüge."

Zwanzig Minuten später - aber für Joan eine gefühlte Stunde später-  betreten Joan und Michael und der Assistent des Kommandanten, bekleidet mit weißen Kälteanzügen, den inzwischen dritten großen Raum. Gleißend helles, kaltfarbendes Licht blitzt auf und lässt den Raum vor ihnen erstrahlen. Dann schließt sich mit einem leisen, in der Kälte des Raums ersterbenden Zischen die Tür hinter ihnen. Wie in den beiden anderen Räumen sind Decke und Wände mit dickem Eis überzogen. Viele mit dickem Reif überzogenen Rohrsysteme und Maschinen sind im gesamten Raum verteilt, an eingen Rohren steigen kleine Dampfwolken auf. Oberhalb dieser Stellen haben sich einige Eiszapfen an der Decke entwickelt, die nun im grellen Licht funkeln. Wirklich verdammt kalt und unheimlich hier, denkt sich Joan, lässt sich aber nichts anmerken.

"Dieser Raum dient zur Gewinnung unseres Trinkwassers und des Sauerstoffs für unsere Atemluft. Dort in der Mitte befinden sich einigen Rohre die Wasser aus der Schicht unter dem Eispanzer heraufpumpen. Die Apparaturen links dienen zur Wasseraufbereitung. Rechts befinden sich die Elektrolyseanlagen, in denen wir mit Hilfe der Energie aus unseren Solarpanellen aus dem Wasser den Sauerstoff gewinnen." "Was machen Sie mit dem Wasserstoff?" fragt Michael. "Den sammeln wir einige Kilometer weiter in großen Tanks. Unsere Versorgungsschiffe nehmen ihn auf ihrem Rückweg alle 200 Tage mit."

Plötzlich verlischt das Licht im Raum und lautes Zischen und Pfeifen erfüllt die Luft. "Verdammte Scheiße" entfährt es dem Assistenten.
« Letzte Änderung: 14. November 2012, 13:10:45 Uhr von Mooncat »

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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #357 am: 14. November 2012, 14:15:35 Uhr »
Jara hatte mit Otho einen kurzen Rundgang durch das Raumschiff gemacht. Dabei hatten sie auch einige alte Bekannte von Suran begrüßt. Otho ist beeindruckt wie Jara es hinbekommt, ihm jeweils rechtzeitig und völlig unauffällig die entscheidenden Hinweise zu geben. So winkt sie einem Bühnentechniker entgegen, mit dem der Masseur sich wohl bei einer früheren Gelegenheit angefreundet hatte, und rief „Sehen Sie, Suran, dort ist auch Ihr Kumpel Peter.“ Um dann etwas leiser fortzusetzen: „Letztes Mal war er unser Mädchen für alles, dieses Mal leitet er die Beleuchtungstechnik“. Oder „Sheila! Wir haben gerade von Dir gesprochen. Das heißt Suran wollte mir erzählen, mit welchen Spezialgriffen er Deine Schulter wieder hin bekommen hat.“ Und so weiter. Sie macht es einem sehr leicht in die Rolle zu schlüpfen, findet Otho. Das Dossier über Suran war sehr detailliert. Otho vermutet dass sie es wohl selber erstellt hatte.

Diese Jara hat nun wirklich so gar nichts mit den Show-Bizz-Leuten gemein denen Otho bisher begegnet war. Sie hat eine sehr sympathische Ausstrahlung, überhaupt nicht abgehoben, sehr herzlich und doch weiß sie verdammt genau was sie tut, denkt Otho. Ein wenig erinnert sie Otho auch an Joan. Schön und klug und doch jemand den man auf den ersten Blick leicht unterschätzen kann. Aber das sollte man besser weder bei Joan und sicherlich auch nicht bei dieser Jara tun, da ist sich Otho sicher.

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Re: Second Chance
« Antwort #358 am: 6. Dezember 2012, 15:20:59 Uhr »
Joan erscheint es, es würde das Zischen und Pfeifen immer lauter und als würde die Temperatur im Raum noch weiter sinken. Es ist absolut dunkel. „Was ist passiert?“ fragt Joan in die Richtung, aus der sie zuletzt die Stimme des Stationsassistenten gehört hat. „Passiert hier sowas öfters?“ ergänzt Michael mit einem sarkastischen Unterton. Joan muss grinsen, weiß sie doch das dies Michaels Art ist mit kritischen Situationen um zu gehen. Doch sie erhalten keine Antwort. Statt dessen hören sie einige endlose Sekunden später nur einen lauten Schmerzensschrei und ein gefährlich wirkendes Krachen weiter vor Ihnen.
« Letzte Änderung: 16. Dezember 2012, 22:16:46 Uhr von Mooncat »

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Re: Second Chance
« Antwort #359 am: 6. Dezember 2012, 16:04:19 Uhr »
Lenar ist beunruhigt. Joan hatte ihn nach der Begrüßung kurz über die Nachricht mit der sinkenden Raumstation informiert. Nun war er auf die Demeter gegangen, um sich das Video selber anzuschauen. „Wann genau haben Sie die Nachricht erhalten?“ fragt er den diensthabenden Brückenoffizier, der ihn daraufhin den Zeitstempel der Aufnahme zeigt. „Hm. Zu der Zeit war ich in der Kontrollstation, weil ich eine Nachricht an die Zentrale auf der Erde schicken wollte. Nur leider war genau dann die Sendeanlage ausgefallen.“ überlegt Lenar. Der Stationsassistent war wenige Minuten später dort eingetroffen und hatte die notwendigen Arbeiten koordiniert. Der Stationskommandant Smid selber aber war erst erschienen als das Problem längst wieder behoben war. „Diesen Smid sollten wir besser im Auge behalten“ hatte Lenar noch kurz zu Joan und Michael gesagt. „Es ist seltsam dass er mir nicht sagen wollte, dass das kleine Raumschiff, dass kurz vor der Landung der Demeter gestartet war, einem Weltraumingenieur gehört, der zu Wartungsarbeiten auf der Station war.“ „Ja, vielleicht hat er wirklich etwas zu verbergen!“ hatte Joan geantwortet.

 „Beruhige Dich, Lenar! Was es auch sein wird, wir werden uns ihn und seine Raumstation jetzt erst mal genauer ansehen.“ hatte sie am Ende gesagt. Wirklich beruhigt hatte es Lenar nicht, doch er ist Profi genug um sich nichts anmerken zu lassen. Dieser Smid gefällt ihm nicht, ganz und gar nicht. Ebenso wie dieser smarte und aalglatte Tourneeleiter Ray Stanford. Ein Egoist und Selbstdarsteller wie es im Buch steht, dass war Lenar direkt nach den ersten Sekunden klar.

Nachdem Lenar sich noch etwas genauer mit dem Brückenoffizier unterhalten und dabei diskret einiges über die Schiffsmannschaft erfahren hat, verlässt er die Demeter wieder. Da sieht er am Ende der Landeplattform eine Person – es ist der Kommandant – aber ohne Joan und Michael!
« Letzte Änderung: 16. April 2015, 15:28:04 Uhr von Mooncat »

Less is only more where more is no good (Frank Lloyd Wright)
Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen. (John Lennon)