Umfrage

Wer will noch mehr über Spacerider's Dreamland erfahren?

Nein, das ist langweilig
0 (0%)
egal
0 (0%)
kurz und knackig
1 (33.3%)
MEHR...
1 (33.3%)
AUSFÜHRLICH MEHR....
1 (33.3%)

Stimmen insgesamt: 2

Umfrage geschlossen: 31. Januar 2011, 17:35:53 Uhr

Autor Thema: Second Chance  (Gelesen 85921 mal)

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Offline Johanna

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« Antwort #30 am: 16. August 2010, 19:49:28 Uhr »
Hi Mooncat,

Urlaub lohnt sich, wie ich sehe!
Super - ´die Spannung steigt und ich will endlich wissen, ob Curt die Knöllchentante betöhrt hat... :-*
Und Joan wartet und wartet und...
Ich sage nur: Weiter schreiben!!!
 [sm]
 ;D ;D
Liebe Grüße
Deine Johanna
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Offline claudrick

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« Antwort #31 am: 17. August 2010, 01:15:47 Uhr »
Ich tippe auf einen Erdling, wer will den sonst schon gemalte Sonnenblumen? Bah!“
Offensichtlich ist Van Goghs Ruhm nicht über die Grenzen der Erde hinaus gelangt...  ;)
Hier wurden meines Wissens nach zuletzt 24 Mio. englischer Pfund für ein Bild aus der Sonnenblumenserie aufgerufen.  :o

Und bei dem Imperium ist das wahrscheinlich nicht mehr als sein persönliches Monats- nein Wochenbudget. Wir hätten den Ortsaufschlag für New York höher setzen sollen…“
Wow! Setzt man o. g. Betrag als Monats- bzw. Wochensalär an, müsste man sich eine Steigerung des Wortes "superreich" einfallen lassen!  :o

„Heute Abend wird dort nur ein reicher Schnösel sein, der seine Tussi mit einem Abendessen an einem besonderen Ort beeindrucken will.
Ein Schnösel, der auch noch an einem besonderen Ort wohnt?  8)

Außerdem zwei, drei Kellner und sechs Wachen.
...da er für sein Tete à tete das ganze Restaurant gemietet hat.

Im Übrigen, ich weiß auch nicht wer genau hinter unserem Auftrag steckt und so geheim wie es von seiner Seite her abgelaufen ist glaube ich nicht, dass  wir ihn bei der Übergabe kennen lernen! Und Diskretion gehört mit zu unserm Service!
Ah, internationaler, äh interplanetarer Kunsthandel. Oder besser gesagt Kunsthehlerei. Sehr interessante Baustelle, wie ich finde!

Der findet einen, bevor die Weltraumpolizei überhaupt weiß, wo sie suchen muss, sagen alle.“
Ach ja, auch im Sonnensystem der Zukunft gibt es also Ecken, wo man nicht so recht weiß, ob man die Polizei rufen soll, oder gleich die Mafia (oder vergleichbares).   ;D

Sehr vielversprechend, Mooncat, bin gespannt, wie sich das alles weiterentwickelt.
Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz? (Woody Allen)

Offline Mooncat

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« Antwort #32 am: 17. August 2010, 17:36:14 Uhr »
Sehr vielversprechend, Mooncat, bin gespannt, wie sich das alles weiterentwickelt.

Danke für die Blumen...mehr davon!!!

Ob das alles stimmt oder nicht, sagt Euch...die Mondkatze, wenn sie's geschrieben hat. Aber erst mal muss ich mir die Details ausdenken und dann Zeit finden, sie aufzuschreiben...

aber die Geschichte wird sehr lang, also Geduld....



LG
Mooncat

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Offline Mooncat

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« Antwort #33 am: 18. August 2010, 16:54:53 Uhr »
Und Joan wartet und wartet und...
Ich sage nur: Weiter schreiben!!!

ok, ok, damit Du nicht so lange warten musst hier noch ein paar Zeilen, wieder frisch aus der Tastatur:



Etwa eine viertel Stunde nach Otho’s Ankunft haben die beiden vasenförmigen Rosenkübel ihren endgültigen Platz rechts und links am Fenster von Joan’s Wohnzimmer gefunden, nicht ohne ein gewisses Murren von Otho, als er den Rechten vier Mal und den Linken dreimal verrücken muss. Aber selbst Otho muss zugeben, dass dies der ideale Platz für sie ist. Die Rosensträucher verströmen zusammen mit dem Rosenstrauß, den Joan in eine venusianische Kristallvase auf den Tisch gestellt hat, eine wunderschönen Duft, der sich durch das ganze Wohnzimmer und allmählich auch in alle Räume der Wohnung verteilt. Joan strahlt über das ganze Gesicht.
Immer wieder wirft sie einen schnellen Blick zum Türmonitor, denn sie nicht ausgeschaltet hat. Dann endlich tut sich etwas. Sie sieht eine männliche Gestalt zur Tür gehen: Groß, schwarze Haare, athletisch gebaut. Trotz der schwarzen Haare erkennt sie ihn sofort und ihr Strahlen verstärkt sich noch. Ja, er ist da! Endlich steht er vor ihrer Tür!

Auf dem Weg zur Tür betrachte sie sein Bild genauer. Er trägt eine sportlichen, dunklen Anzug und dunkle, praktische Business-Sneaker. Ein edles Stöffchen und vom Schnitt her tippt sie auf Armani oder Sui-Magon. Sie wusste zwar durch ihre Recherchen, dass Curtis wohlhabend sein musste, aber irgendwie war ihr das nie vorher wirklich bewusst geworden. Es hatte für sie nie eine Rolle gespielt. Der dunkle Anzug, das weiße Hemd und die dunklen Haare lassen ihn so … nun irgendwie „seriös“ wirken, ein besser Wort fällt Joan nicht ein. Jedenfalls gar nicht mehr so sehr wie der junge Abenteuerer im weißen Raumanzug. Curtis hat die Jacketärmel hoch gekrempelt, so dass man seine muskulösen Arme sieht. Auch sonst betont der Anzug seine atlethische Figur. Wow, was für ein Beau, denkt Joan, als sie strahlend wie ein Honigkuchenpferd die Tür öffnet.

„Hallo Curtis!“ sagt Joan, bemüht, ihm nicht gleich um den Hals zu fallen. „Hallo Joan! Eine Rose für meine Herzensrose zum 29. Geburtstag!“ sagt Curtis Newton ein wenig pathetisch und überreicht ihr dabei formvollendet eine einzelne, langstielige rote Rose. „Ich hoffe diese und die anderen gefallen Dir!“ Joan errötet und wird leicht verlegen. „Doch, ja, sie sind wunderschön.“ Sie riecht an der Rose. „Sie duftet genauso betörend wie die anderen.“ „Bitte entschuldige die Verspätung, aber heute morgen lief nicht alles so, wie ich es geplant hatte.“ sagt Curtis recht sachlich, aber an seinem Gesicht erkennt man, dass er sich freut, dass das Geschenk bei Joan so gut ankommt. Joan bittet ihn mit einer Handbewegung in ihre Wohnung zu kommen. „Nun ja, besser spät als nie!“ sagt sie halblaut, aber verständlich. Curtis blickt sie leicht fragend an, während sie ins Wohnzimmer gehen. Joan antwortet etwas verschmitzt: „Du weiß doch, Rosen haben Dornen, Curtis! Aber nun erzähl mal, hast Du der Kollegin vom New Yorker Ordnungsdienst doch noch den Kopf verdreht oder sie mit Deiner Uhr hypnotisiert? Und wer hat Dir den Namen meines Lieblings-Frühstücks-Bistro’s verraten?“ und deutet dabei auf die riesige braune Papiertüte mit der Bistroaufschrift, die Curtis in der anderen Hand trägt.


 8) 8) 8)

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Offline Johanna

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« Antwort #34 am: 18. August 2010, 17:20:33 Uhr »
Hi Mooncat,

Danke Dir!

Wow, was für ein Beau, denkt Joan

Nach Deiner Beschreibung (sehe ihn sozusagen vor meinem geistigen Augen) kann ich Joan nur zustimmen!!! (Seufz!)

Joan antwortet etwas verschmitzt: „Du weiß doch, Rosen haben Dornen, Curtis!

Guter Konter!!! ;D

Aber nun erzähl mal, hast Du der Kollegin vom New Yorker Ordnungsdienst doch noch den Kopf verdreht oder sie mit Deiner Uhr hypnotisiert?

DAS würde mich allerdings jetzt auch interessieren!!!
Außerdem muss ich feststellen, dass Joan zwar jede Menge Rosen aber noch keinen Kuss bekommen hat... :-*
 ;)
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« Antwort #35 am: 18. August 2010, 17:25:07 Uhr »
DAS würde mich allerdings jetzt auch interessieren!!!
Ich weiß, aber man muss doch die Spannung erhalten...  >:(

Außerdem muss ich feststellen, dass Joan zwar jede Menge Rosen aber noch keinen Kuss bekommen hat... :-*
Da müssen sie erstmal Otho loswerden....  :-*

LG
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Offline claudrick

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« Antwort #36 am: 19. August 2010, 21:24:10 Uhr »
Ein edles Stöffchen und vom Schnitt her tippt sie auf Armani oder Sui-Magon.
Was ich schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen wagte: Woran genau erkennt man, ob Mann einen Designer-Anzug trägt (wenn nicht gerade ein Label zu sehen ist)? Als damals ein Aufschrei der Empörung durch die deutsche Bevölkerung ging als bekannt wurde, dass unser Ex-kanzler Schröder bei Brioni schneidern ließ, habe ich extra mal drauf geachtet, aber ich muss gestehen, dass ich nicht hätte sagen können, ob das jeweilige Teil italienische Maßarbeit ist oder von der C&A-Stange. Also schreibe ich Joans scharfes Kennerauge einfach mal ihrer Geheimdiensttätigkeit zu...  ;)

Aber nun erzähl mal, hast Du der Kollegin vom New Yorker Ordnungsdienst doch noch den Kopf verdreht oder sie mit Deiner Uhr hypnotisiert?
Ha, das find ich klasse! Immer wenn einem jemand krumm kommt, raus mit der Uhr und die Hypnose-Nummer abgezogen. Ich will auch so ein Ding!   ;D

Und wer hat Dir den Namen meines Lieblings-Frühstücks-Bistro’s verraten?
Ach, war ganz einfach: Nur eine kleine Laboranalyse der Donut-Krümel, die du neulich in meinem Cosmoliner hinterlassen hast.  ;)


Also, für meinen Geschmack kann es in diesem Tempo mit den Fortsetzungen weitergehen, mooncat!  :)
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Offline Mooncat

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« Antwort #37 am: 20. August 2010, 13:33:11 Uhr »
Was ich schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen wagte: Woran genau erkennt man, ob Mann einen Designer-Anzug trägt (wenn nicht gerade ein Label zu sehen ist)? Als damals ein Aufschrei der Empörung durch die deutsche Bevölkerung ging als bekannt wurde, dass unser Ex-kanzler Schröder bei Brioni schneidern ließ, habe ich extra mal drauf geachtet, aber ich muss gestehen, dass ich nicht hätte sagen können, ob das jeweilige Teil italienische Maßarbeit ist oder von der C&A-Stange. Also schreibe ich Joans scharfes Kennerauge einfach mal ihrer Geheimdiensttätigkeit zu...  ;)


Also ehrlich gesagt kann ich das nicht so richtig erklären. Da fällt mir nur der Spruch ein "Frauen erkennen so was". Nun ja, was mich wiederum zu der Vermutung bringt, eigentlich bin ich wohl keine.  ::) Aber Spaß bei Seite, seit ich mir auch mal gezwungenermaßen eine Jacke bei einem Maßschneider für über 200 Euro habe machen lassen müssen (aua...das tut mir noch im Nachhinein weh...) und dort mal wirklich gute Stoffe ansehen und anfassen konnte, habe ich festgestellt dass man dass doch sehen (und fühlen) kann. Die Garnqualität ist einfach besser und das Garn ist feiner verarbeitet. Und in der Tat, als Geheimagentin sollte man das wohl erkennen können!


Nur das mit den Schnitten, dass kann ich auch nur ansatzweise erahnen. Als jemand mit einer ansonsten "von-der-Stange-paßt-Figur" habe ich zwar mit der Zeit schon festgestellt, dass es Schnitte gibt, die gar nicht passen wollen (Marke Sack, Marke wir betonen die Schwachstellen..). Und wenn man mal Verscheidens anprobiert, stellt man auch fest, dass in der Tat die ganz teuren Marken einfach besser sitzen.  :-[ Die Schnitte und Nähte sind wohl komplizierter und genauer. Aber ICH jedenfalls kann nicht auf Anhieb erkennen, ob das vom Markendesigner kommt (ich denke ich kenne nicht mal alle), aber ich kenne Damen (und einen Herren), die das tatsächlich können (Die frag ich dann...  ;D ). Bei meinen eigenen Blazern habe ich jedenfalls schon Probleme zu erkennen, ob das der ist, der mal 35 Euro oder  der, der mal 150 Euro gekostet hat..(Man merkt auch hier meine Prioritäten  ::) ).Ich fürchte da bin ich einfach zu viel Mode-Banause...

Nun was ich mit diesem vielen Text sagen wollte, Claudrick, glaube mir, es geht! Jedenfalls irgendwie....

Also, für meinen Geschmack kann es in diesem Tempo mit den Fortsetzungen weitergehen, mooncat!  :)

Mal sehen. Will ich nicht versprechen. Denn Erstens muss ich noch ein paar Recherchearbeiten (z.B. Orginal-EH-Bücher, Mit Google durch NY etc.) machen, um meine Fantasie anzuregen und zweitens beschweren sich schon meine sonstigen Verpflichtungen, wieso ich nicht in die Puschen komme. Ich muss auch noch was "Fremd-Schreiben" und dazu ein kleines Interview machen. nur weiß ich nicht, wann.... Aber ich denke die nächsten Zeilen kommen spätestens Montag, vielleicht schon am Wochenende.

Ach noch was, der nächste Text wird wohl wieder blau....   :)

LG Mooncat
« Letzte Änderung: 20. August 2010, 13:41:28 Uhr von Mooncat »

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Offline Mooncat

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« Antwort #38 am: 23. August 2010, 10:59:48 Uhr »
So, wie versprochen der nächste Text in blau. Ich bin ja versucht ihn als versteckten Text zu setzen, damit ich ein paar mehr Kommentare bekomme. Aber ich hoffe einfach so und hebe mir den versteckten Text für Ü21-Szenen auf  ;D


Zuvor

Captain Future steuerte zusammen mit Otho den Cosmoliner Richtung Erde. Er musste noch einmal an das Gespräch denken, das er vor zwei Wochen mit seinem Freund Ezra geführt hatte.

Ezra hatte ihm eine kurze Nachricht geschickt. Darin bat Curtis um eine Treffen. Inoffiziell - er möge ihn in den nächsten Tagen abends auf der Erde besuchen, aber nicht in seinem Büro, sondern in Ezras Haus. Es sei sehr wichtig. Curtis fiel auf, dass er noch nie bei Ezra zu Hause gewesen war. Ezra und Joan hatten bereits mehrere Male ihren Urlaub bei ihm auf der Mondbasis verbracht, aber niemals umgekehrt. Eine solche Nachricht war für Ezra sehr ungewöhnlich und alles klang sehr geheimnisvoll. Neugierig und ein wenig beunruhigt war er direkt am nächsten New Yorker Abend getarnt auf die Erde geflogen und hatte Ezra zur verabredeten Zeit aufgesucht. Allerdings verlief das Gespräch nicht im geringsten so, wie es Curtis erwartet hatte. Ganz und gar nicht.

Sie begrüßten sich und Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel. Sie lehnten sich zurück und prosteten sich zu. Nach einer kurzen Weile fragte Curtis seinen Freund neugierig: „Ezra, was Du auf dem Herzen? Wie kann ich Dir helfen?“ „Curtis, ja ich denke es gibt zwei Punkte, bei denen Du mir helfen kannst. Nun, …“ Ezra macht eine kleine Kunstpause. „die Weltraumpolizei hat schon seit längerem ein Problem, dass sich in den letzten Jahren nach verstärkt hat. Die internen und geheimen Revisionsberichte sprechen von einer viel zu hohen  Mortalitätsrate im Dienst, was mittelfristig eine Gefahr für die Sicherheit des ganzen Systems bedeutet.“ Ezra bekam einen verbitterten Gesichtsausdruck. „Nun so kann man es auch ausdrücken. Alleine letztes Jahr habe ich vier meiner Kollegen verloren, die mit mir angefangen haben. Von meiner Ausbildungsklasse bin ich tatsächlich der Einzige, der noch am Leben ist.“ Ezra blickt bei diesen Worten versonnen in sein Whiskeyglas. „Und im Geheimdienst ist das Problem noch größer. Jeder der mehr als fünf Jahre dabei ist, gilt bei uns schon als alter Hase.“ Ezra blickt nun Captain Future an. „Meine Chefs haben deshalb beschlossen, dass ich einige Vorschläge entwickeln soll, wie wir das Problem verringern. Selbstverständlich TOP-Secret. Wir haben bereits unsere alljährlichen Trainings und Prüfungen intensiviert und optimiert. Ich möchte nun meinen Vorgesetzten vorschlagen, die technische Ausstattung und Bewaffnung zu verbessern. Ich habe mir dazu auch schon einiges einfallen lassen“ dabei greift er nach einem Datenpad, dass auf einem kleinen Tisch neben mir steht. "Aber ich hoffe darauf, dass Dir vielleicht noch das eine oder andere einfällt, dass unseren Mitarbeitern einen kleinen zusätzlichen Vorteil gegenüber den Verbrechern verschafft. Vielleicht Kannst Du einmal einmal drüberschauen“ und reicht Captain Future das Datenpad.

Captain Future war ein wenig überrascht. „Sehr gerne, Ezra! Ich werde mir die Liste mitnehmen und sie überarbeiten. Ich denke ich hätte da auch die eine oder andere kleine nützliche Erfindung, die man auf die Liste setzen könnte.“ Curtis lächelte. „Du weißt ja die Weltraumpolizei hat meine volle Unterstützung. Aber dafür hast Du mich doch nicht auf die Erde gerufen und nach Hause eingeladen, nicht war?“ Ein Grinsen huschte über Ezras Gesicht. „Du kennst mich einfach schon zu lange, Curtis! Nun, das zweite Problem ist wahrscheinlich sehr viel schwieriger zu lösen.“ Ezra stellte sein Glas ab und setzte sich aufrecht. Er schaute Captain Future direkt an. „Zusätzlich gibt es jetzt für jeden Agenten besondere psychologische Untersuchungen. Hierfür muss der Vorgesetzte zusammen mit dem Psychologen über jeden seiner Agenten ein ausführliches Dossier erstellen. Dabei geht es unter anderem um die Einsatzbereitschaft, die Fähigkeit des Agenten Gefahren richtig einzuschätzen und Führungsverhalten.“ Curtis’  Augenbrauen zogen sich zusammen. „Nun, das da hinten ist der Bericht über Joan.“ Ezra zeigte mit einer Handbewegung in Richtung Schreibtisch, auf dem mehrerer Datenpads lagen.“ Curtis runzelte die Stirn, sein Körper spannte sich. „Joans Akte? Gibt es ein Problem mit Joan?“ fragte er besorgt. Curtis wurde ein wenig mulmig zu Mute. Ezra entgegnete: „Eigentlich darf ich gar nicht mit Dir darüber sprechen, aber unter diesen Umständen…“ Curtis fragte: „Ezra, worauf wollst Du hinaus? Wir sind schon so lange befreundet, Du weiß, Du kannst mir vertrauen!“ Ezra sprach ruhig weiter: “Du weißt selber, dass Joan meine beste Agentin ist. Das heißt … war.“ Curtis Pupillen weiteten sich.“ Ich habe Joan vor sieben Jahren genau deshalb zum Geheimdienst geholt, weil sie einen sehr guten Instinkt hat Gefahren zu erkennen und ihre Fähigkeiten genau einschätzen konnte. Aber seit sie Dir begegnet ist, versucht sie ständig sich Dir gegenüber zu beweisen. Dabei schießt sie immer mehr über das Ziel hinaus.“ Curtis nickt nur. Ezra fährt fort: „Es fällt mir sehr schwer das als Freund zu sagen, aber das Ergebnis des Berichts ist, dass Du keinen guten Einfluss auf Joan hast!“ Curtis schluckt trocken.

Ezra fixiert ihn: „Als Vorgesetzter bin ich für meine Leute verantwortlich, deshalb kann und darf ich die Dinge nicht weiter laufen lassen. Ich werde Joan nicht anders behandeln können als andere. Dass heißt ich muss Joan verbieten bis auf Weiteres mit Dir zusammen zu arbeiten. Ich muss sie auffordern, ihre privaten Angelegenheiten so weit zu klären, dass sie ihre beruflichen Leistungen nicht mehr beeinflussen. Oder sie muss sich einen anderen Beruf suchen. Aber soweit darf es auf keinen Fall kommen, wir können wirklich auf keinen einzigen erfahrenen Agenten verzichten“. Schweigen. Curtis fängt an: „Vielleicht wäre es wirklich besser, wenn Joan…“ Ezras Augen funkeln. „Future, wenn ich Joans Vater und nicht ihr Vorgesetzter wäre, würde ich Dir jetzt nur eines sagen, egal ob Weltraumheld oder nicht: Werd Dir endlich klar, was Du von Joan willst und sag es Ihr oder mach das Du Land gewinnst!“ Curtis’ Gesicht wird aschfahl. Curtis schluckt zweimal, sagt aber nichts. Er nimmt das Glas Whiskey und leert es in einem Zug, steht auf und geht zum Fenster. Eine kleine Ewigkeit blickt er nachdenklich nach draußen. Dann dreht Captain Future sich um und sieht Ezra mit festem Blick an: „Danke Ezra, genau das werde ich tun!“. Er gibt Ezra die Hand, nimmt das Datenpad und geht.

Bei der Erinnerung an diesen Abend musste Captain Future etwas verlegen grinsen. Außer Simon hatte ihm eigentlich noch niemand jemals so den Kopf gewaschen. Der Gedanke, dass es sein Verhalten ihr gegenüber ist, dass Joan in Gefahr bringt, beunruhigte ihn sehr. Und so wie er Joan einschätzte, würde diese verrückte Frau sich den Kontakt mit ihm nicht verbieten lassen, egal welchen Preis sie dafür zahlen musste. Das konnte er aber nicht zulassen. Er musste also handeln. Zum Glück bot sich mit Joans nahem Geburtstag eine gute Gelegenheit. Und noch etwas hatte er sich an diesem Abend selber eingestehen müssen: Er liebte diese hinreißend dickköpfige Frau, die ihn regelmäßig zur Verzweiflung brachte, wirklich sehr.




Freue mich auf die Kommentare ...
LG Mooncat
P.S. Danke an Johanna für die hilfreichen Anregungen! Sind berücksichtigt   ;)
« Letzte Änderung: 23. August 2010, 14:35:05 Uhr von Mooncat »

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Offline Johanna

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« Antwort #39 am: 23. August 2010, 12:06:00 Uhr »
Hi Mooncat,

ich bin BEGEISTERT!
Hach - das lässt noch auf Romatik hoffen (auch wenn wir leider schon wissen, dass es kein Happy End geben wurd  :'(

Freue mich schon auf das nächste Kapitelchen!!!
 :-*
Johanna
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Offline claudrick

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« Antwort #40 am: 24. August 2010, 13:17:25 Uhr »
Hi mooncat,

hier mein feedback:

Ezra und Joan hatten bereits mehrere Male ihren Urlaub bei ihm auf der Mondbasis verbracht, aber niemals umgekehrt.
Ja, wieso eigentlich? Gibt es auf der Erde keine schönen Fleckchen mehr?  ???

...Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel.
Die Szene kann ich mir sehr gut vorstellen; das gesamte Interieur passt gut zu Ezra. Fehlt nur noch ein prasselndes Kaminfeuer...  ;)

"Und im Geheimdienst ist das Problem noch größer. Jeder der mehr als fünf Jahre dabei ist, gilt bei uns schon als alter Hase.“
"Darum wollen wir diesen Jason Bourne in unser Boot holen; der Junge weiß wirklich, wie man überlebt!"  ;D

Ich möchte nun meinen Vorgesetzten vorschlagen, die technische Ausstattung und Bewaffnung zu verbessern.
Unserer Agenten müssen sich in Zukunft die schusssicheren Westen nicht mehr selber kaufen.  ;D

...aber das Ergebnis des Berichts ist, dass Du keinen guten Einfluss auf Joan hast!“
und
Dass heißt ich muss Joan verbieten bis auf Weiteres mit Dir zusammen zu arbeiten. Ich muss sie auffordern, ihre privaten Angelegenheiten so weit zu klären, dass sie ihre beruflichen Leistungen nicht mehr beeinflussen. Oder sie muss sich einen anderen Beruf suchen.
Auch nach mehrmaligem Lesen bin ich der Meinung - da es sich hier ja offensichtlich um ein dienstliches Problem handelt - , dass Ezra in erster Linie mit Joan reden müsste und nicht mit Future (dem er ja genau genommen nichts zu sagen hat). Und auch als Freund bin ich mir nicht ganz sicher, ober er sich einmischen kann und sollte; immerhin sind Joan und Curtis zwei erwachsene Menschen. Sollte Joans Privatleben ihre Arbeit negativ beeinflussen, muss Ezra das mit ihr regeln. Finde ich jedenfalls.

Er liebte diese hinreißend dickköpfige Frau, die ihn regelmäßig zur Verzweiflung brachte, wirklich sehr.
Sei getröstet, Curtis, so geht es vielen Männern...  8)

Freue mich auf die Kommentare ...
Hiermit geschehen und immer konstruktiv gemeint.!  :-*

Lieber Gruß

claudrick
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Offline Mooncat

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« Antwort #41 am: 24. August 2010, 19:53:15 Uhr »
Ja, wieso eigentlich? Gibt es auf der Erde keine schönen Fleckchen mehr?  ???

Ich antworte mit einem Zitat:

Zitat von: Invasion der Sverd
Es war Ezra Gurney,..., der zusammen mit Joan gerade dienstfrei hatte und sich bei den Future-Leuten - seinen und Joans besten Freunden - einen wohlverdienten Urlaub gönnte
Schon irgendwie komisch, zugegeben. Aber ich werde mir noch überlegen, ob ich das in der Endfassung nicht wieder rausnehme. Würde der Handlung keineswegs schaden ...


Die Szene kann ich mir sehr gut vorstellen; das gesamte Interieur passt gut zu Ezra. Fehlt nur noch ein prasselndes Kaminfeuer...  ;)
gute Idee! [goodpost] Als ich es geschrieben habe war mir einfach zu warm  8)
Wie wär's mit:

Sie begrüßten sich und Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Der Raum wurde nur vom Licht eines prasselnden Kaminfeuers erhellt. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel.

Wobei ich mit Absicht die Texte aus Curtis Newtons Sichtweise immer möglichst sachlich gehalten und wenig ausgeschmückt halten möchte. (Die Blauen). Aber vielleicht wäre einheitlich auch besser, ich probiere das ja hier erstmal aus.

Auch nach mehrmaligem Lesen bin ich der Meinung - da es sich hier ja offensichtlich um ein dienstliches Problem handelt - , dass Ezra in erster Linie mit Joan reden müsste und nicht mit Future (dem er ja genau genommen nichts zu sagen hat). Und auch als Freund bin ich mir nicht ganz sicher, ober er sich einmischen kann und sollte; immerhin sind Joan und Curtis zwei erwachsene Menschen. Sollte Joans Privatleben ihre Arbeit negativ beeinflussen, muss Ezra das mit ihr regeln. Finde ich jedenfalls.

Dazu sage ich nur, dass ich in reality eine ähnliche Situation schon erlebt habe (ich als Partner). Selbstverständlich hat die betroffene Person davon nie erfahren  ;D
Und auch ich habe das schon selber als "Chef" angewendet. Ist aber durchaus kritisch zu sehen und geht nur in ganz bestimmten Situationen, wenn der Betroffene eigentlich alleine nicht mehr aus der Siutation rauskommt und wo man alle Beteiligten sehr gut kennt. Sonst kann das Ganze auch ein mächtiger Schuß nach Hinten geben...... Bezüglich meiner Geschichte: Das Thema ist noch nicht zu Ende.  ;D  Wenn ich weiter in der Geschichte bin, muss ich hier vielleicht noch ein bis zwei Sätze umformulieren, mal sehen... aber dafür sind solche Kommentare sehr hilfreich!!!

Aber vielleicht haben noch andere eine Meinung dazu? Macht sich unser Curti eigentlich Gedanken, was seine Worte bei Joan psychologisch anstellen, ich meine dieses ständige "du kannst das nicht, das ist nichts für Dich, dass geht aber anders, das ist ganz anders, da irrst Du Dich, ...dass ist zu gefährlich!" (  >:( ) - bereits drei Jahre lang - also da wäre selbst mein Selbstbewußtsein angeschlagen. Vielleicht liegt es ja nur daran, dass Hamilton zwar gerne schreibt, das Joan die beste Agentin sei, aber mit der Handlung dieser Tatsache ständig Lügen straft. Hier ist der Animee schon hilfreicher, obwohl mir hier schon als Mädchen Joans wirklich "mädchenhaftes" Getue mächtig auf den Senkel ging...
....Interessantes Thema, oder??? Na ja ich springe immer gerne gleich in das größte Fettnäpfchen...
da ist der Lernerfolg am Größten...   


Hiermit geschehen und immer konstruktiv gemeint.!  :-*
Hey! Das hier ist meine erste Fanfiction-Geschichte und nur WEIL ich Kommentare schon beim Schreiben haben will, poste ich es hier! Schreiben ist auch nur ein Handwerk, für das man Übung braucht und konstruktive Kritik, sonst lernt man das ja nicht.... [work]

Also ..auf mich mit Schmackes, ich will es so   


LG Mooncat
« Letzte Änderung: 24. August 2010, 20:13:00 Uhr von Mooncat »

Alles fließt  - Panta rhei (Heraklit)
Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel. (Charles Darwin)
Wandel und Wechsel liebt, wer lebt. (Richard Wagner)
Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (Chinesisches Sprichwort)

Offline claudrick

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« Antwort #42 am: 25. August 2010, 16:27:32 Uhr »
Hallo mooncat,

Sie begrüßten sich und Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Der Raum wurde nur vom Licht eines prasselnden Kaminfeuers erhellt. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel.
Der Gedanke mit dem Kaminfeuer kam mir ganz spontan beim Lesen. Freut mich, wenn es dir so gut gefällt, dass du es gleich umsetzt!  :)

Wobei ich mit Absicht die Texte aus Curtis Newtons Sichtweise immer möglichst sachlich gehalten und wenig ausgeschmückt halten möchte. (Die Blauen).
Ah, jetzt versteh ich! Gute Idee...

...ich meine dieses ständige "du kannst das nicht, das ist nichts für Dich, dass geht aber anders, das ist ganz anders, da irrst Du Dich, ...dass ist zu gefährlich!"
Also, ich ackere mich ja gerade durch die (englischen) Romane, und ich muss sagen, dass ich bisher nicht auf einen der o. g. Sätze gestoßen bin. Wenn denn mal ein „das ist zu gefährlich“ fällt, dann nur, weil Curtis ständig in Sorge um Joan ist, weil sie „die Eine“ ist, die er heiß und innig liebt, und nicht weil er ihre Kompetenz anzweifelt. Im Gegenteil: Curtis zollt Joan regelmäßig Lob und Anerkennung bezüglich ihres Mutes und ihres selbstlosen Einsatzes. Möglicherweise kommt das in der deutschen Fassung der Romane nicht so deutlich rüber, und von der deutschen Synchro des Anime will ich hier gar nicht erst reden...  [wallbash]

...also da wäre selbst mein Selbstbewußtsein angeschlagen.
Wahrscheinlich legt Joan schon gesteigerten Wert auf Curtis Meinung, aber sie wäre nicht in der Position, in der sie sich befindet, wenn sie nicht tatsächlich gute Arbeit leisten würde und dafür von anderen Seiten Anerkennung und Bestätigung erfahren würde. Also ein gesundes Selbstvertrauen darf sie sich glaube ich schon gönnen!

...Interessantes Thema, oder???
Da hast du allerdings recht! Hat hier im Forum schon zu heißen Diskussionen geführt... ;D

Viel Freude beim Weiterschreiben und einen heißen Musenkuss
wünscht dir
claudrick
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Offline Mooncat

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Antw:Second Chance
« Antwort #43 am: 29. August 2010, 21:38:31 Uhr »
Viel Freude beim Weiterschreiben und einen heißen Musenkuss

Der Musenkuss muss gewirkt haben, hier die nächsten Zeilen:

Ezra Gurney war noch lange nach dem Gespräch mit Captain Future in seinem Arbeitszimmer geblieben. Er saß in seinem Ledersessel, schwänke den Whiskey in seinem Glas und beobachtete nachdenklich, wie sich das Licht des Kaminfeuers darin brach. Er war nicht ganz sicher, ob er das Richtige getan hatte. Curtis Newton und seine Mannschaft waren bereits vor vielen Jahren seine besten Freunde geworden und er würde ihnen ohne Nachdenken sein Leben anvertrauen. Aber was den Umgang mit Frauen anging war die Ausbildung von Curtis durch Prof. Simon, Grag und Otho doch anscheinend sehr rudimentär geblieben. Ezra schmunzelte. Nun, was Curtis wohl sagen wird wenn er auf dem Datenpad neben der Ausrüstungsliste noch dieses Buch finden wird: „Eine kulturphilosophisch-neurobiologische Abhandlung über den populärwissenschaftlichen Ratgeber – Was Männer unbedingt über Frauen wissen sollten, ihnen aber niemand erzählt.“ Für ihn damals als jungen Kadetten an der Akademie hatte der Ratgeber jedenfalls einige wichtige Erkenntnisse gebracht, die ihn sehr angenehme, neue Erfahrungen machen ließen. Ezra lachte leise und genehmigt sich einen weiteren Schluck Whiskey. Angenehme Wärme bereitet sich in seinem Körper aus, als der Whiskey seine Kehle herunter ran.

Aber ein kleiner Zweifel blieb, ob er es nicht übertreiben hatte mit seiner Einmischung. Das war kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr, er hatte den Zaunpfahl vielmehr auf Curtis zerbrochen. Und das Gespräch mit Joan würde auch nicht ohne werden. Joan und Curtis waren beide erwachsene, verantwortungsbewusste und kluge Menschen. Allerdings wenn sie zusammen kamen, konnte man daran gelegentlich zweifeln. Seiner Einschätzung nach war die Sache zwischen den beiden an einem kritischen Punkt angekommen. Wenn die beiden ganz normale Menschen wären, würde dies schlimmsten Falls mit zwei gebrochenen Herzen enden. Aber sie waren keine ganz normalen Menschen – Joan war Geheimagentin und Curtis der strahlende Held und führende Wissenschaftler des Planetensystems. Und Joan war bedingungslos in Curtis verliebt. Ezra erinnerte sich nur zu genau an so manche Diskussion darüber mit ihr. Und Curtis – einerseits war er der Typ Mann, der eigentlich keine Frau brauchte und gebrauchen konnte. Andererseits war es mehr als offensichtlich, dass er tiefe Gefühle für Joan empfand. Ezra wusste aus Erfahrung, dass dies alles eine brand-gefährliche Mischung ergab…

Wieso hatte er sich eigentlich nicht viel früher deutlich eingemischt? Vielleicht wünschte er sich einfach zu sehr für beide, dass es mit ihrer Liebe funktioniert. Aber andererseits, was wird geschehen wenn sie sich füreinander entscheiden? Wenn sie eine Familie auf dem Mond gründen, und wenn dann ein Ruf der Weltraumregierung nach Captain Futures Hilfe kommt? Und was wenn Curtis und Joan sich eine sichere Heimat fernab suchen und Captain Future nicht mehr da wäre, um die Menschen zu retten? Würden beide dabei wirklich auf Dauer glücklich? Ezra wusste die Antwort nicht. Aber er wusste, nur beide zusammen konnten diese finden. Aber dafür mussten sie erst einmal anfangen, darüber zu sprechen. „Die Zukunft beginnt heute“ – wer hatte das eigentlich gesagt, fragte er sich. Jedenfalls -  er hatte der Zukunft wohl gerade einen anständigen Tritt in den Hintern verpasst. Ezra grinste bei diesem Gedanken.


« Letzte Änderung: 1. Juli 2011, 14:19:49 Uhr von Mooncat »


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Offline Mooncat

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Antw:Second Chance
« Antwort #44 am: 30. August 2010, 14:48:17 Uhr »
und noch ein paar Zeilen:

Endlich war Curtis vor Joans Tür angekommen. Er bemerkte eine leichte Nervosität an sich, als er ihre Türschelle bediente. Joan öffnete nahezu sofort. Sie sah atemberaubend aus. Ihre langen blonden Haare, das wunderschöne Gesicht und dieses Kleid - es stand ihr wirklich hervorragend. Curtis musste sich zusammen reißen, nicht mit offenem Mund vor Ihr zu stehen. In Ezras Extrabeilage hatte er unter anderem gelesen, was man alles aus der Einrichtung der Wohnung einer Frau ablesen konnte. Während Sie hineingingen lies er kurz seinen Blick schweifen. Joans Wohnung - ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und ein großer Wohn-Essbereich - war hell und geräumig und mit sehr funktionalen, aber gemütlich wirkenden Möbeln eingerichtet. Die sparsam gesetzte, leicht verspielte Dekoration gab der Wohnung diesen eindeutig weiblichen Charakter. Nur die Trainingsecke mit einem Trimmgerät und einem Sandsack wirkten ein wenig unpassend für die Wohnung einer so zierlichen Frau, fand Curtis. Unwillkürlich musste Curtis daran denken, wie er Joan zum ersten Mal auf dem Megara gesehen hatte – sie warf gerade einen riesigen Affenmenschen über ihre Schulter.

„Joan, eigentlich hatte ich erst für heute Abend eine kleine Überraschung für Dich geplant. Otho wird mir dabei helfen und muss deshalb jetzt noch etwas erledigen…“ sagt Curtis in Richtung von Otho. Otho nickt “Klar Chef, bin schon unterwegs. Viel Spaß Ihr beiden!“ und zwinkert Joan beim Weggehen zu. „Bis später, Otho!“ verabschiedet Joan ihren immer noch blauhäutigen Besuch. Curtis wartet bis Otho aus der Tür ist: „.. gestern Abend rief mich dann Ezra an und erzählte mir von dem Sondereinsatz gegen die interplanetaren Kunstdiebe…“ „…und da dachtest Du, dass wäre mal wieder eine gute Möglichkeit mich von einem gefährlichen Einsatz abzuhalten!“ unterbrach ihn Joan spöttisch. „ Nun ich dachte daran, dass  Du immer davon gesprochen hast, dass Du mir einmal DEIN New York zeigen möchtest.“ „Wirklich? Gerne! Eine wunderbare Idee!“ entgegnet Joan. Curtis lächelt sie an. „aber zuvor lass uns noch etwas frühstücken“ und stellt die riesige Papiertüte auf den Tisch „Ich jedenfalls bin noch nicht dazu gekommen. New York ist schon eine sehr – nun – außergewöhnliche Stadt“ Joan strahlt ihn an. „Ich hole Dir noch einen Teller, ein Tasse und Besteck“ und will aufstehen. „DU hast heute Geburtstag, lass mich das machen.“ sagt Curtis, springt auf und öffnet eine Tür der Küchenzeile. „Nicht da! Die Teller und Tassen sind im zweiten Oberschrank links und das Besteck in der mittleren Schublade“ ruft Joan ihm schmunzelnd nach. Was ist nur mit dem geschehen, denkt sie sich ein wenig verwundert. Erst die vielen Rosen und dann DAS! Sie beschließt das in ihr aufkeimende gewisse Misstrauen erst einmal zu vergessen und den Moment zu genießen. Hatte sie davon nicht immer geträumt?
„Du hast mir noch nicht erzählt, woher Du weißt, wo ich gerne frühstücke und was Du mit der Kollegin vom Ordnungsamt gemacht hast“ begrüßt Joan den mit Besteck, Teller und Tasse bewaffnet an den Tisch zurückkehrenden Curtis. Curtis stellt die Sachen auf den Tisch, setzt sich zu Joan und grinste sie mit einem frechen Funkeln in den Augen an: „Das erzähle ich doch gerne. Wir waren endlich hier vor Deiner Tür angekommen, Otho mit dem Liefergleiter zuerst, dann ich mit einem Public-Gleiter aus dem Raumflughafen. Ich war noch gar nicht ausgestiegen, da beschimpfte Otho bereits die Dame lautstark. Zuerst dachte ich für einen Augenblick, Grag wäre hier. Dabei war der Liefergleiter für einen kurzen Halt berechtigt, aber nicht meiner, wie die Dame versucht hat Otho zu erklären.“ „Ok, da hast Du dann Otho vorgeschickt um Schlimmeres zu vermeiden. Aber was ist in den 30 Minuten geschehen, bis Du hier warst?“ fragt Joan neugierig. „Ich habe der Ordnungsbeamtin erläutert, in welch wichtiger Mission ich hier bin. Es stellte sich heraus, dass Sie Dich gut kennt“ erklärt Curtis ihr. „Sagt Dir der Name Sarah Hastings etwas?“ „Oh ja, in der Ausbildung mussten wir zwei Tage einen Kollegen vom Ordnungsamt begleiten, um New York noch besser kennen zu lernen. Ich wurde Sarah zugeteilt. Aber das erzähle ich Dir später, wenn es Dich interessiert…“ sagt Joan. „Auf jeden Fall, Joan!“ entgegnet Curtis. „Du musst einen bleibenden Eindruck auf sie gemacht haben. Jedenfalls hat sie Dich später regelmäßig vor dem Bistro parken gesehen. Sie hat mich dann ins Bistro geschickt um mir in der Zwischenzeit den nächsten freiwerdenden, ordnungsgemäßen Parkplatz vor Deiner Tür frei zu halten.“ Joan muss lachen. „Sie hat auch einen bleiben Eindruck bei MIR hinterlassen. Aber einen Moment“ sagt sie, steht auf und holt einen kleinen runden Chip aus einer Schublade. „Den schenke ich Dir. Dies ist ein Encryptet-RFID-Chip der Weltraumpolizei. Mit dem im Gleiter darfst Du überall im Stadtbezirk New York parken. Damit es keine weiteren Schwierigkeiten mehr gibt.“




Ende Der Geburtstag - Teil 1
« Letzte Änderung: 30. August 2010, 14:51:45 Uhr von Mooncat »

Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
Common sense is a flower that doesn't grow in everyone's garden. (Unknown)