Autor Thema: Ich trage Dich in meinem Herzen  (Gelesen 41727 mal)

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Offline Spacerancher

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #15 am: 10. April 2009, 22:35:23 Uhr »
General Larson ist außer sich vor Wut.
Krachend läßt er seine Faust auf die schwere Schreibtischplatte knallen.
„Verdammt nochmal! Was denkt sich dieses Weibstück überhaupt?



Mich so vorzuführen! Mit den beiden Explosionen konnte ich sie nicht einschüchtern, damit sie sich zitternd in den Innendienst verzieht. Stattdessen kreuzt das Fräulein auch noch mit Captain Future hier auf und ich muß sie ihm überlassen. Sie ist zu clever! Ich muß sie irgendwie davon abhalten, mir auf die Spur zu kommen. Sie darf nie erfahren, dass ich zu den Schmugglern gehöre!“ Er springt auf und verlässt sein Büro.

                                                             *

Gerade als Joan den Lift verlässt, faucht ein Schuß nur knapp an ihrem Kopf vorbei.
Ein zweiter Schuß folgt.
Der Captain springt vor und reißt Joan mit sich zu Boden.
Curtis konnte aber nicht verhindern, dass der zweite Schuß Joan´s rechte Schulter durchschlägt, er dies aber nicht bemerkt. Vom Schmerz benommen liegt sie auf dem Boden neben Curt.
Ein weiterer Schuß faucht heran.
Geistesgegenwärtig greift sich Captain Future Joan und rollt sie über sich aus dem Schußfeld. Gleichzeitig schieß auch er.
Der Strahl verfehlt die beiden nur um Haaresbreite. Dafür sitzt der Schuß des Captains genau. Ein kurzer Aufschrei und ein schwerer Körper fällt zu Boden.
Ezella Garnie stürzt mit fünf Mann auf den Flur.
Sie werden gerade noch Zeuge, wie der Captain Joan in Sicherheit dreht und feuert.

Curt springt auf und läuft zu dem Getroffenen, er erreicht ihn mit Ezzela gleichzeitig. Seine Brust wurde von dem Protonenstrahl tötlich getroffen.
Vor den beiden liegt General Larson.
Ezella schaut auf Futures Brust.
„Curt, du blutest!“
„Was? ...Das kann nicht sein!“ Er blickt an sich herunter.
An ihm klebt frisches Blut. Erschrocken fährt er herum.
Der Aufschrei eines Polizist lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren.
„Schnell, Commander Landor ist verletzt! Holt einen Arzt!“
Curt ist mit wenigen Schritten bei ihr.
„Joan!!!“
Sie liegt bewustlos in ihrem Blut.

Curtis fällt neben ihr auf die Knie und untersucht ihre Wunde. Erleichtert stellt er einen glatten Durchschuß fest.
Der herbei gerufene Arzt trifft ein. Auch er kniet sich neben die verletzte Frau.
Curt blickt auf.
Es ist Dr.Gorden.
„Ich habe meine Praxis gegenüber.“ erwidert er fast entschuldigend.
„Es ist ein Durchschuß, Doktor.“ berichtet der Captain knapp.
Der Doktor nickt und öffnet seinen Koffer. Mit einem Skalpell zerschneidet er Joan´s Raumanzug. Captain Future setzt die junge Agentin auf, damit Dr.Gordon ihre Wunde besser versorgen kann. Nachdem er ihr einen Druckverband angelegt hat, meint er.
„So, ...das müsste reichen. Ich gebe ihr noch etwas gegen die Schmerzen und dann gehört sie einige Tage ins Bett. Ich nehme an, sie bringen sie zu sich?! Im Krankenhaus würde sie sowieso nicht bleiben. Nicht, nach dem ich sie gestern kennen gelernt habe. Sie hat ein ziemlich wildes Temperament.“ bemerkt der Arzt.
Der Captain nickt.
„Okay, wenn sie mich brauchen, komme ich und sehe nach ihr. Captain Future, ich habe gelesen, sie kennen sich auch in der Medizin aus. Dann können sie spritzen?“
„Ja, Doktor Gordon. Das habe ich schon oft tun müssen. Auch im Rahmen unserer Forschungen,“ gibt Curt zu.
“Dann gebe ich ihnen diese Fläschchen mit, dieses milchige ist ein Selectivum, ein sehr starkes. Das habe ich ihr auch gestern gespritzt. Geben sie ihr zwei Einheiten, dann schläft sie. Diese blaue Flüssigkeit ist ein ausgezeichnetes Schmerzmittel, es nimmt ihr für ca.sechs bis acht Stunden den Schmerz. Danach muss sie es erneut bekommen, eine Einheit reicht in der Regel, sollte es weniger als sechs Stunden anhalten, geben sie ihr ebenfalls zwei. Beide Mittel werden intravenös verabreicht. Wenn sie sie nur beruhigen wollen können sie ihr von dem weißen Zeug ruhig eine Einheit intramuskulär geben.“ hält ihm Doktor Gordon einen regelrechten Vortrag.
 Curtis verdreht genervt die Augen.
„So..., dann will ich der Kleinen mal was geben!“
Ausgerechnet jetzt kommt Joan zu sich. Sie sieht, wie er die Luft aus der Spritze drückt und ein dünner Strahl des Mittels die Kanüle verläßt. „Bitte nicht!“ Sie sitzt mit dem Rücken an Curt gelehnt und versucht nun mit einem Ruck aufzustehen.
Aber der Schmerz ist zu groß. Joan´s Beine geben nach.
Bevor sie auf den Boden schlägt, fängt Curtis sie auf.
Dankbar sieht sie ihn an, fährt aber häftig zusammen, als sie den Doktor sagen hört,
„Geben sie ihr die Injektion. Ihnen scheint sie zu vertrauen.“
Der Captain legt Joan auf dem Boden ab und nimmt kommentarlos die Spritze entgegen.
Um ihre Panik nicht gewinnen zulassen, beißt sie fest die Zähne zusammen. Sie spürt ihr Herz am Hals klopfen und der pulsierende Schmerz in ihrer Schulter raubt ihr fast den Verstand.
Joan läßt es zu, dass Curt eine kleine Stelle an ihrer rechten Armbeuge desinfizert.
Sie schaut ihm kurz dabei zu. Legt aber dann den Kopf auf den Boden zurück und schließt fest die Augen.
Sie weint leise und erwartet den Einstich.
Stattdessen streichelt ihr der Captain ganz zärtlich durch die Haare. Das Mädchen schaut ihn durch einen Schleier aus Tränen an. Besorgt blickt Curt auf sie herab und verspricht ihr mit sanfter beruhigender Stimme,
„Schön ruhig, meine tapfere kleine Joan. Ich bin ganz vorsichtig!“
Dann legt er seine linke Hand warm auf ihren Oberarm und mit der Rechten, schiebt er ihr feinfühlig die Nadel in die Armvene.
Kaummerklich zuckt sie zusammen, als die Kanüle ihre Haut durchdringt. Sie hat große Angst, da sie nicht weiß, ob sie schwer verletzt ist, hält aber tapfer aus.
Schon im nächsten Augenblick ist alles vorbei.
Etwas angenehm Warmes durchströmt ihren Körper und Joan sieht, wie Curt ganz behutsam die Nadel entfernt.
Da ist es wieder...dieses Gefühl in ihrem Magen, ...dieses leichte Kribbeln, nur ganz kurz. Dann breitet der Schlaf seinen Mantel über sie.

                                                              *
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:44:54 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #16 am: 10. April 2009, 22:42:25 Uhr »
Als Joan erwacht, weiß sie für einen kurzen Moment nicht, wo sie sich befindet.
Sie erkennt Curtis, der ihre Hand in seiner hält und neben ihr im Bett sitzt und ein Buch liest. Wieder trägt sie seinen Pyjama. Joan betrachtet ihn liebevoll.
Er hat ihr zu verstehen gegeben, hinter ihr zu stehen und zu ihr zu halten. Er hat ihr das Leben gerettet.
Wieder einmal!
Sie beobachtet ihn, wie er da sitzt und leise atmet. Langsam versucht sie ihre Hand aus seiner zu ziehen.
Curt erschrickt und schaut zu ihr. Ein erleichtertes Lächeln erstrahlt sein Gesicht.
„Guten Morgen, mein Herz.“
„Guten Morgen, Curt. Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken. Ich wollte nur leise aufstehen, um ins Badezimmer zu gehen,“ lächelt auch sie.
„Komm, ich helfe dir bis ins Bad und wieder ins Bett.“
Ehe sie sich versieht, hat er sie auf dem Arm und trägt sie.
„Curt, ich kann laufen,“ protestiert sie und will von seinem Arm steigen.
„Morgen vielleicht,“ meint er und stellt sie im Bad auf die Füße.
Er geht nach draußen und wartet. Nach einiger Zeit klopft er zaghaft an die Tür. Er erhält keine Antwort. Beunruhigt öffnet er sie.
Joan sitzt mit der linken Hand auf die rechte Schulter gepresst, an der Wand unter der Ablage. Durch den Verband sickert Blut.
Curt ist mit drei Schritten bei ihr und kniet sich vor sie.
„Ist es schlimm? Hast du Schmerzen?“ will er teilnahmevoll wissen.
„Ja,“ gibt sie ehrlich mit erstickender Stimme zu. „Es fing an, als ich wieder aufstand. Ein reisender Schmerz. Jetzt tut es furchtbar weh und mir ist schrecklich schwindlig. Ich dachte nicht, dass es so schlimm ist, angeschossen zu werden. Bitte laß´ mich hier sitzen, .....ich habe Angst es könnte noch schlimmer werden, .....wenn du jetzt versuchst mich hier weg zu bringen.“

Curtis nimmt nachgiebig ihr Gesicht in seine Hände und beruhigt sie mitfühlend.
„Alles wird wieder gut,... ich hole ein Schmerzmittel. Dann erträgst du es besser, wenn ich dich ins Bett zurück bringe.“
Joan schluchzt, nickt aber zustimmend.
Als Curt zurück kommt hat sie ihre Augen geschlossen.
Bei dem Gedanken an eine weitere Injektion, krampf sich ihr Magen zusammen. Ihre bisherigen Verletzungen und die zwangsläufig schmerzhaften Aufenthalte in verschiedenen Kliniken, sind ihr nicht gerade in guter Erinnerung geblieben.
Sie spürt wie Curtis ihr liebevoll über die Wange streichelt und ihr etwas gegen die Lippen hält. Ganz sanft wird sie von ihm angesprochen,
„Hier, mein Herz, trink das. Ich habe zwar von Dr. Gordon verschiedene Mittel für dich bekommen, aber ich brauche sie nicht. Ich sah wie du dich gestern vor der Spritze gefürchtet hast. Deshalb gebe ich dir das hier. .....Du musst keine Angst vor dem haben, was ich mit dir mache. ....Diese Flüssigkeit habe ich von Simon! Er hat es bei mir schon oft angewandt, wenn ich verletzt war. Es nimmt dir den Schmerz und macht dich etwas schläfrig.“
Joan nimmt das Glas dankbar an und trinkt es gehorsam aus.
Die Wunde blutet noch immer und hört einfach nicht auf.
Joan lässt zu, dass Curt ihr behutsam das Oberteil auszieht, um ihren Verband zu wechseln. Nach zwei Minuten jedoch, ist die Kompresse wieder durchgeblutet.
„Joan, es sieht ganz danach aus, als wenn eine Arterie verletzt ist. Du musst so schnell wie nur möglich operiert werden, sonst kannst du deinen Arm und im schlimmsten Fall dein Leben verlieren,“ informiert er sie gerade heraus.
Joan ist blass geworden, 
„Ich möchte nicht in ein Krankenhaus. Ich will dort nicht alleine sein, wenn die Ärzte meinen Körper behandeln, wie eine Leiche für Lehrzwecke. Weißt du Curt, ich habe keine Angst vor Injektionen, nur vor dem was danach kommt.“
„In einem Krankenhaus wärst du troztdem besser aufgehoben. Dr. Gordon bezweifelte jedoch, dass du dort bleiben würdest. Ich bringe dich jetzt erst einmal ins Bett zurück. Dann gebe ich dir noch ein Selectivum gegen deine Angst und rufe Simon.“
„Nein, Curt! Bitte! Du kannst es doch auch. Ich möchte in kein Krankenhaus,“ fleht sie, „....Bitte, Curt!“
Sanfte dunkelgraue Augen blicken sie fragend an. Dann nickt der große Mann vor ihr einwilligend.
„Na schön! Otho kann uns mit dem Cosmoliner holen und ich operiere dich an Bord der Comet. Du wirst dann ein paar Tage bei mir auf der Mondbasis bleiben,“ erklärt Curt sein Vorhaben.
Er trägt sie zum Bett und lässt sie langsam ins Kissen sinken.
Joan fragt ihn,
„Werde ich davon viel spüren?“
Curtis küsst sie,
„Nein... überhaupt nichts!  Du wirst erst wieder auf der Mondbasis zu dir kommen.
Ich halte dir jetzt ein kleines Fläschchen vor Mund und Nase. .....Es ist ein Schlafgas.
Atme ganz ruhig! ......Hab´ keine Angst, mein Herz. Ich werde nichts machen, was dir weh tun könnte.“ erklärt er beruhigend immer leiser sprechend und streichelt ihr durch das blonde Haar.
Joan wird ruhiger, sie atmet langsam und gleichmässig und ist bald darauf eingeschlafen.
 
                                                                *

Otho der von Curt gerufen wurde, landet mit dem Cosmoliener auf dem Balkon.
Curtis kommt ihm, mit Joan auf dem Arm, entgegen. Vor dem Start des Liners, klappt der Androide den hinteren Sitz zu einer Liege um. Der Captain legt das stark blutende Mädchen darauf ab und schnallt sie sorgfältig fest.
Dann jagt der Syntomann, das kleine Beiboot im halsbrecherichem Tempo, zum Weltraumhafen. Kaum sind sie in der Heckkammer gelandet, hebt auch schon das schnelle Raumschiff ab.
Otho eilt in den Kommandoraum um Grag abzulösen. Grag ist nicht so aufbrausend wie Otho und deshalb bei Joan´s Operation, dem Captain eine große Hilfe.
Curt hat Joan auf die Schwebetrage gepackt, die Grag ihm schon in der Hangarkammer bereit gestellt hat und eilt mit ihr in das gut ausgestattete Labor, in dem mittlerweile Grag und der Professor auf ihn warten. Jetzt geht alles ganz schnell. Joan wird entkleidet und auf den gewärmten Operationstisch gelegt. Mit einer sterilen Decke wird sie gegen die Auskühlung geschützt. Der Captain legt ihr bedächtig, sie nicht zuwecken, eine Kanüle in eine Vene im linken Handrücken. Schnell narkotisiert er sie tiefer. Nach dem Grag alle Überwachungsgeräte an sie angeschlossen hat, gibt Simon grünes Licht,
„Wir können beginnen. Sie ist bereit.“
Curt greift zum Skalpell. Behutsam setzt er es an und öffnet damit gekonnt Joan´s Schulter. Er hat nach wenigen Augenblicken die durchtrennte Ader gefunden und vernäht sie geschickt mit flinken Fingern. Vorsorglich legt er ihr zwei Drainagen in die frische Wunde mit ein und lasert sie zu.
Die Comet landet sanft im Hangar der Mondbasis. Die junge Frau wird sofort in die Medistadion gebracht. Captain Future lässt Joan nicht zu sich kommen. Halbstündlich kontrolliert er ihre Werte und hält sie durch ein sanftes Schlafmittel in einer Art Heilschlaf, das Curt ihr durch eine Infusion zuführt.
Am zweiten Tag vertieft er ihren Schlaf und entfernt ein kleinen Schläuche aus der Wunde. Mit einer kleinen Sonde dringt Curtis nochmal in die kleinen Öffnungen. Er sieht nach, ob es irgendwelche Nachblutungen gegeben hat. Als er keine findet, verschweißt der rothaarige Wissenschaftler die Drainageöffnungen von innen nach außen. Zufrieden streicht er Joan liebevoll über ihre Wangen. Jetzt kann sie getrost wach werden.

                                                                 *
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #17 am: 10. April 2009, 22:54:43 Uhr »
Drei Tage, nachdem sie im Penthouse durch das Schlafgas eingeschlafen ist, wird sie von lautem Lachen wach.
Es ist Curt, sein Lachen würde sie überall erkennen. Es ist beruhigend zu wissen, das er da ist. Sie sieht sich um. Vorsichtig tastet Joan nach ihrer Schulter, fühlt aber keinen Schmerz. Erleichtert atmet sie auf. 
Ein kleiner Mondhund kommt schutzsuchend auf ihr Bett gesprungen und sitzt zitternd neben ihr. Joan streichelt ihn und muss kichern, denn Otho und Grag streiten wieder einmal miteinander.
„Wo steckt dieses mit Raumflöhen durchflutete Vieh? Ich feile fünf Tage, um dem Chef einen Präzisionswerkzeug für seine ausgefallenen wissenschaftlichen Experimente zu schenken und was macht dieser Köter? Er frisst es! Na Warte, wenn ich dich in die Finger kriege!“
„Du wirst ihm auch nicht ein einziges Härchen krümmen, hast du verstanden?! Was hat denn dein Oak mit meiner Venusianischen Singpflanze gemacht? Er hat sie in kleine Stückchen zerbissen und sich ein Nestchen damit gebaut. Und, ....jage ich ihn durch die ganze Basis? Nein, tue ich nicht!“
„Na klar, tust du das nicht! Diese Singpflanze hat uns allen den letzten Nerv geraubt. Du bist doch froh, dass dieses Ding Kleinholz ist. Gib es zu!“
Und zwischen all dem Gezanke ist Curt´s sympathisches Lachen zu hören. Joan schließt beruhigt ihre Augen und schläft wieder ein.

Eine Hand, die ihr sanft durch die blonden Locken streichelt, weckt Joan liebevoll eine Stunde später. Sie öffnet ihre Augen, erblickt Curt und wird von Grag freudig begrüßt.
„Hallo Joan, wir dachten uns, sie könnten vielleicht ein Frühstück vertragen.“
Otho steht mit einer Kanne herrlich duftenden Kaffee und einer Tasse an ihrem Bett. Grag steht daneben und hält ein riesiges Tablett, auf dem sich ein Frühstück für ein ganzes Raumhockeyteam befindet. Simon zündet gerade eine Kerze mit seinen Traktorstrahlen an. „Guten Morgen, meine Liebe! Wie geht es ihnen heute?“ erkundigt er sich mit echtem Interesse, dann berichtet er ihr.
„Nach der Operation hat Curtis sie in einen dreitägigen Heilschlaf sinken lassen, damit sie die zwei Drainagen in ihrer Schulter nicht spüren, die er gestern gezogen hat. Die Kanüle in ihrer Hand wird auch bald entfernt, darüber wurden sie mit Schlafmittel und Nährstoffen versorgt. Ich hoffe sie haben keine Schmerzen.“

„Nein, Professor Simon. Es geht mir gut,“ antwortet sie ein wenig schüchtern.
Curt sitzt lächelnd, aber schweigend auf der Bettkante. Sie erwidert das Lächeln, sieht aber enttäuscht, wie er aufsteht und den Raum ohne ein Wort verlässt.
Joan schaut ihm irritiert nach.
„Nicht traurig sein, Joan! Der Chef kommt gleich wieder,“ versucht Grag sie aufzuheitern.
Es dauert wirklich nur ein paar Minuten. Curt kommt mit einer kleinen Injektion zurück, die er auf einen kleinen Tisch legt.
Grinsend geht er zu Joan und küsst sie zärtlich.
„Na kleine Schlafmaus! .......Hast du ausgeschlafen, .....oder möchtest du noch etwas träumen? Das kannst du ruhig tun. ....Ruhe dich aus, solange du willst! ....Hier ist niemand, der dich herumkommandiert. ......Ich habe seit heute morgen, ....nach der Dusche, den Captain nicht mehr gesehen ....und ich weiß auch nicht, .....wo er gerade herum schleicht.“
Da ist er wieder dieser schräge Humor, mit dem er sie schon in seinem Penthouse überrascht hat.
 Er ist so anders, so locker, ...gar nicht der strenge Captain, den sie kennt.
Aber diese Seite von ihm, hat sie auf der Erde zum Lachen gebracht und sie getröstet.
Ihr wird klar, dass sie diesen Mann nur einen Bruchteil seiner selbst kennt.
Breit grinsend nimmt Curt sich ihre Serviette und dreht sie hin und her, stopft sie umständlich in seine rechte Faust. Mit einer weit ausholenden Bewegung öffnet er diese und eine kleine blaue Flamme brennt auf seine Handfläche. Durch lautes Klatschen schlägt er, mit der anderen Hand, die Flamme aus und hat plötzlich ein rotes Etui auf der Handfläche liegen, die er ihr entgegen hällt.
Die junge Frau sah ihm gespannt zu und ist verwirrt. Was kann er noch alles?   
„Na,möchtest du es nicht nehmen?! Es ist nicht heiß.“ ermutigt er sie.
Bedächtig nimmt Joan es entgegen.
„Mach es auf. Bevor mein Herz so gegen meine Rippen hämmert, das es dir auf das Bett springt.“
„Hat der Chef eben zugegeben, das er nervös ist ?“ fragt Grag drollig.
Joan lächelt über Grag´s Naivität.
Sie sieht das Etui an und öffnet es langsam, als rechnet sie damit, das dort irgendwas herausspringen könnte.
„Curt! Was ist das?“ entfährt es ihr überrascht.
„Nach was sieht es denn aus?“ fragt der Angesprochene zurück.
„Es ist ein ....Ring.“ wundert sich Joan.
„Na dann, sieh mal, ob er dir paßt. Ich muß dir nur noch die passende Frage dazu stellen.“ und um zuverdeutlichen was er sie fragen möchte, geht er mit einem Knie zu Boden.
Joan zittert aufgeregt und sie fühlt wie ihr Mund austrocknet. Ihr Herz macht Sprünge, sie fürchtet es konnte stehen bleiben.
Curt nimmt ihre linke Hand, lächelt sie zärtlich an, holt einmal ganz tief Luft und spricht mit weicher, Stimme,
„Joan, in den vergangenen Tagen, in denen ich mich um dich kümmern durfte, wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr ohne dich sein will.“
Er hält kurz inne, als er Joan´s leuchtende Augen sieht, atmet nochmals tief durch und fragt, „Joan,....möchtest du.... meine Frau werden?“



Joan´s Herz rasst, sie strahlt über das ganze Gesicht.
„Curt, das fragst du noch? Oh ja! JA! Ich will deine Frau werden!“
Curt fasst sich ans Herz und fällt um.
„Curt, Curt was ist mit dir?“ ruft sie besorgt und möchte aus dem Bett aufspringen, um ihm zu Hilfe zu eilen.
„Nichts!“ tönt es vom Boden.
„Ich dachte nur einen Augenblick, du sagst nein! Mein armes altes Herz macht so einen Streß nicht mit.“
„Oh, Curt! Du alberner Kerl. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht.“ schimpft Joan mit gespieltem Ärger.
Umständlich zieht sich Curtis wieder hoch. In dem er erst eine Hand aufs Bett legt, dann die zweite und mit einer Anstrengung, als ziehe er sich an einem Felsvorsprung hoch, erscheint er über der Bettkante.
Joan muß so über ihn lachen, dass ihr die Tränen kommen. Er setzt sich wieder auf die Kante und schließt sie sanft in seine Arme.
“Du willst mich wirklich?“ fragt er glücklich.
Die junge Frau schaut in lachende Gesichter und fragt, Grag, Otho und Simon, um ihn zunecken,
„Ist er hier immer so? Ich habe ihn sogar lachen gehört, als ihr gestritten habt.“

Otho gibt ihr darauf eine Antwort, mit der sie nicht gerechnet hat.
„Sie müsten ihn mal sehen, wenn er Grag oder mir einen Streich spielt, dann liegt er vor lachen auf dem Boden. Zum Beispiel als der diesen enzephaloiden Hypnovibrationsprojektor gebaut hat und Grag und ich uns nicht mehr streiten konnten, weil der Strahler uns ‚höflich’ machte. Der Chef hat sich halb kaputt gelacht.“
(CF Band 25006 Sternstrasse zum Ruhm)
Joan sieht Curt an und lacht,
„Ja, ich will dich wirklich.“

Grag stellt ihr das Tablett auf einen kleinen Tisch und Curt trägt sie zu einem Stuhl, Otho schiebt ihr ein Kissen in der Rücken und Simon erfast mit seinem Traktorstrahl die Kanne und giesst ihr Kaffee ein. Dann rasspelt Simon,
„Joan wir freuen uns alle sehr, dass sie jetzt zur Futuremannschaft gehören. Wir fanden es wurde längst überfällig. Willkommen Joan!“
Otho und Grag nicken und Joan bringt nur ein verlegenes „Danke!“ über die Lippen.
Simon verlässt mit Grag und Otho die Medistation und Curt bleibt mit Joan alleine zurück. Sie bringt von dem Frühstück nicht sehr viel herunter. Der Captain hilft ihr ins Bett zurück und holt ihre Medikamente.
Joan schluckt trocken, als sie auf die Nadel sieht. Aber Curtis setzt sich an ihr Bett und tut, als ob es das normalste der Welt ist. Er erklärt ihr beruhigend,
„Joan, du musst dich nicht mehr vor weiteren Anschlägen fürchten. Der Verrückte der das tat, war General Larson. Er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes, auf dich eingeschoßen. Aber er kann dir nichts mehr tun. Ich habe ihn, nach dem zweiten Schuß auf dich, tötlich getroffen.“ und dabei streicht er ihr sanft über ihren Oberschenkel.
„Es war General Larson und er ist tot?“ fragt Joan es nicht fassend.
„Ja, es ist vorbei.“ nickt der Captain und injiziert das Thrombosemittel in ihren Beinmuskel. Sie bemerkt es überhaupt nicht. Erst als er sie fürsorglich zudeckt, fällt ihr die Spritze ein. Ungläubig setzt sie sich auf und fragt,
„War´s das schon?“
„Willst du noch eine?“ amüsiert sich der Captain.
Schaudernd schüttelt sie sich,
„Nein!“

Joan fühlt sich geborgen. Zu sich selbst meint sie, unbewusst das sie es laut sagt,
„Toll und gleich klingelt der Wecker und ich bin wach.“

Curt lacht laut auf. Er küsst sie und drückt sie an sich. Joan möchte für einen Moment die Geborgenheit genießen und schließt ihre Augen.
„Laß mich nach deinen Verbänden sehen,“ flüstert Curtis und legt sie zurück auf ihr Kissen. Er entfernt ihr vorderes Wundpflaster. Joan hält die Augen geschlossen und spürt sanfte Berührungen an ihrer Schulter. Da er auch nach dem hinteren Verband sehen will, dreht er sie zur Seite.

Erschrocken schlägt sie die Augen auf, versucht sie sich irgendwo festzuhalten, weil sie befürchtet aus dem Bett zu fallen.

„Ruhig mein Herz, ich halte dich schon.“ lacht er. „Ist auch gleich vorbei, nur noch diesen Verband. Wenn die Wunde genau so gut aussieht wie vorne, darfst du aufstehen.“

Mit einem kurzen Ruck ist das Pflaster ab.
„Das war´s. Die Wunde sieht gut aus. Noch ein paar Tage Ruhe und du kannst wieder Ganoven verhauen.“ grinst er.
Langsam rollt er Joan wieder auf den Rücken.

„Gib mir deine linke Hand!“ fordert er sie betont ruhig auf.
Sie gibt sie ihm und verfolgt, wie er die Klebstreifen bedächtig abzieht, einen Tupfer, auf die in der Hand befindliche Kanüle drückt und diese völlig schmerzfrei heraus zieht. Er übt noch ein paar Minuten Druck auf den Einstich aus und erklärt ihr,
„Jetzt musst du aber essen, sonst bekommst du sie wieder,“ grinsend wedelt Curt mit einer neuen Kanüle.

„Du glaubst doch nicht, ich lasse mir das gefallen.“ erwidert Joan ebenfalls grinsend.
Curt hält ihr beide Handgelenke mit einer Hand fest und meint,
„Du kannst dich doch gar nicht gegen mich wehren. Ich halte dich so und .... .“

Weiter kommt er nicht, er findet sich auf der anderen Seite ihres Bettes, auf dem Boden liegend wieder. Joan sitzt laut lachend im Bett.
„Du vergisst manchmal ganz gerne, mein Liebling, das ich mich wehren kann.
Dann mein lieber Curt, wird es dir leider noch öfter so ergehen.“

„Na warte!“
Er will sich scherzhaft auf sie stürzen, aber mit Joan´s Unterstützung, fliegt er im hohen Bogen über sie.
Sich ergebend hebt er die Hände.
 „Okay, okay! Du hast gewonnen! Ich gebe mich geschlagen. Jetzt tröste mich wenigstens und gib mir einen Kuss,“ lacht Curtis und setzt sich zu ihr.

Joan schließt ihn überglücklich in ihre Arme.
„Ich habe bisher nur mit dir zum Spaß gerauft, ....es macht Spaß!“
„Das freud mich. Ich albere sehr gerne herum und meine zukünftige Frau muß mich ja schließlich ertragen,“ flüstert er ihr ins Ohr und streichelt angenehm über ihren Rücken.

Sie erschaudert wohlig, küsst ihn zärtlich und schmiegt sich an ihn. Ihre Hände gleiten durch sein Haar, über seinen Hals, zu seinen Schluterblättern und wieder durch die Haare.

Curt löst sich ein wenig aus ihrer Umklammerung und sieht ihr in die sanften blauen Augen. Wie sehr liebt er diese Frau. In ihren Augen ist so viel Liebe und er spürt, wie diese ihn durchströmt.
Curtis nimmt sie auf seine Arme und sie lässt es geschehen. Behutsam trägt er sie in sein Quatier.
Beim Aufgleiten der Schiebetür, erklärt er ihr liebevoll,
„Das ist jetzt auch deine Kabine und du darfst hier alles so verändern, wie du möchtest. Du sollst dich hier wohl fühlen.“
Joan sieht sich um.
„Ich werde nicht viel verändern. Nur ein paar Bilder und etwas Farbe. Es ist zwar recht spartanisch, aber gemütlich hier.“
Der Captain der die junge Agentin noch immer hält, fragt erfreud,
„Es gefällt dir also?“

„Ja!“

Sie zeigt in die verschiedenen Ecken.
„Nur hier kommt ein großer Schrank hin und da eine riesige Fächenpalme. Hier eine Sitzecke mit ganz vielen bunten Kissen, da ein roter Wandteppich und in die Ecke ein ganz großer Papageienkäfig und .....“
Joan sieht sein verdutztes Gesicht und muss lachen.

Jetzt erst bemerkt Curt, der ihr erstaunt zugehört hat, dass sie ihn neckt. Er beschließt den Spieß umzudrehen und bringt Joan zu einem Sessel auf den er sie vorsichtig absetzt.
„Aber sicher, mein Herz, ......wenn du das so möchtest.“
Er drückt die Intercomtaste. Otho meldet sich nur Sekunden später.
„Was gibt´s Chef?“
„Komm´doch mal mit Grag hier her, es gibt Arbeit.“ fordert er den Androiden auf.
Joan sitzt mit großen Augen in dem Sessel. Grag und Otho sind in weniger als einer Minute da.
„Also Leute,“ verkündet er den Beiden zu zwinkernd, „Joan möchet hier eine große Fächerpalme, hier eine Sitzecke mit vielen bunten Kissen, da ein roter Wandteppich und hier ein Papageienkäfig. Ach ja, ....dort kommt noch ein großer Schrank hin.“

Er dreht sich zu Joan um und fragt sie so ernst wie möglich,
„Noch einen Wunsch, mein Herz?“

Ungläubig schüttelt sie den Kopf.
„Aber, Curt! .....Ich wollte, ....ich ....äh.“

Länger kann Curt sich nicht beherrschen. Laut brüllt er los und biegt sich vor lachen. Otho und Grag, die Curt´s Scherze kennen, lachen ebenfalls.
Nur Joan braucht einen Moment, um zu realisieren, dass Curt sie seinerseits aufzog.
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:48:06 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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« Antwort #18 am: 10. April 2009, 23:09:37 Uhr »
Sie steht auf und geht langsam mit ausgestreckten Händen, gespielt bedrohlich auf den Captain zu. Grag schiebt Otho noch immer lachend aus dem Raum, damit die beiden alleine sein können.
Joan hat Curt fast erreicht, als dieser nun beginnt, sich schmunzelnd rückwärts in Sicherheit zu bringen. Er schaut nur kurz zurück, um zu sehen wieviel Rückzugsmöglichkeit er noch hat. Rechnet aber nicht damit, das Joan ihn genau in diesen Augenblick anspringt.
Zusammen mit ihr, fällt er auf das große Bett.

Curtis ist von ihre Schnelllichkeit beeindruckt und lobt sie anerkennend in seiner Art.
„Jetzt hast du mich schon wieder überrumpelt, mein Herz. So langsam verstehe ich, warum du die Beste bist,“ und fügt mit ernster Miene hinzu,
„Ich bin glüchlich jetzt mit dir zusammen zu arbeiten. So muss ich nicht mehr Wochen oder monatelang ohne dich durch´s All kreuzen. Ich muss zu geben, dich immer sehr vermisst zu habe, wenn es länger als nur ein paar Tage dauerte. Weißt du ? ...Ich habe dich nur nie in Gefahr bringen wollen, weil du mir alles bedeutest.
Ich liebe dich...., du kleine Wildkatze!“

Joan sieht ihn mit schräg gelegten Kopf verwundert an. Dann aber lächelt sie und beugt sich über ihn und küsst ihn mit samtigen Lippen. Ein Schauer der Verheißung läuft durch Curt. Er zieht sie herzlich in seine Arme und erwidert ihren Kuss innig.
Ein paar Minuten später liegt Joan angeschmiegt mit ihm zusammen. Sie genießt seine sanften Berührungen und gibt sich ihm leidenschaftlich hin. Curtis liebt sie behutsam und bedächtig ihr seine Liebe zu beweisen.
Danach liegen sie zugewandt nebeneinander.
„Wo möchtest du nach der Hochzeit wohnen, mein Herz?“ fragt er sie fürsorglich.
„Dort wo du bist, Curtis! Wo das ist, ist mir egal. Solange ich nur bei dir bin!“
„Etwas genauer wollte ich es schon wissen. Ich möchte, dass du dich wohl fühlst und mir nicht aus Kummer krank wirst,“ versucht er es noch einmal.
„Ich fühle mich in deiner Nähe beschützt und geborgen, noch wohler geht gar nicht,“ lächelt Joan ihn mild an.
„Okay! Dann werden wir eben zwischen dem Mond und New York pendeln. Was meinst du?“ schlägt Curtis vor.
„Das ist eine gute Idee. So kannst du auf deinem geliebten Mond leben und ich kann dich an das Stadtleben Schritt für Schritt gewöhnen. Ich liebe beides, den ruhigen Mond und die turbulente Stadt mit den vielen Menschen und den Lichtern und dem Straßenlärm. Abends können wir ausgehen, zum Essen oder Tanzen, oder wir sehen uns einen Film an. Wir können aber auch hier auf dem Mond im Aufenthaltsraum zusammen gekuschelt auf der großen Sitztecke sitzen und du zeigst mir die Sterne und erzählst mir ihre Geschichten.
Oh Curt, ich freue mich jetzt schon,“ schwärmt die junge Frau.

„Und wo möchtst du heiraten und wann? Darüber hast du dir bestimmt schon deine Gedanken gemacht, nicht wahr?“ lächelt Curt.

„Ich habe schon als kleines Mädchen davon geträumt, im Spätsommer, in der kleinen Kirche, mitten in New York zu heiraten. Aber es ist nicht so schlimm, wenn es irgendwo anders ist. Ich bin nicht wählerich, nur bei meinem Mann bin ich das. Ich möchte keinen anderen als dich, Curt!“ verrät sie ihm und erhält dafür einen zärtlichen Kuss.

„Du wirst die keine Kirche bekommen! Aber es ist jetzt Herbst in New York und noch fast ein ganzes Jahr bis zum Spätsommer. Möchtest du noch so lange warten?
Bleibst du in dieser Zeit bei mir oder ziehst du es vor noch unabhängig von mir zu sein?“ Curtis schaut Joan fragend an.

„Curt, du glaubst doch nicht, dass du mich jetzt noch einmal los wirst.“ neckt sie ihn und antwortet ihm dann ehrlich.
„Weißt du, Curt. Ich war mehr als überrascht, als du mir vor zwei Stunden den Antrag gestellt hast. Wenn wir erst in einem Jahr heiraten, dann können wir uns noch ein bisschen besser kennen lernen.
Mir ist aufgefallen, dass du mich fast in und auswendig kennst, während ich über dich kaum etwas weiß.
Ich wusste noch nicht einmal, wie gerne du lachst oder das du kochen kannst ......und ich wusste nicht wie sanft und zärtlich du bist.
Bist jetzt hast du mir dreiundzwanzig Mal das Leben gerettet und ich dachte die ganze Zeit, du könnstst mich zwar leiden, aber das war es dann auch schon.
Das du mich liebst, davon habe ich nur geträumt, aber nie geglaubt, es irgendwann von dir zu hören.“

„Ich wollte es schon viel früher tun, ....aber ich hatte Zweifel, ob ich dir so ein Leben aufbürden kann. Ich wollte nicht, das du dir Sorgen um mich machst, oder du in Gefahr gerätst, wenn ich in einem Einsatz bin und war deshalb so reserviert zu dir. Ich habe versucht dich nicht an mich heran kommen zu lassen, weil ich mich fürchtete, mich an dich zu verlieren.
Meine sterbende Mutter bat Simon, mich so zu erziehen, damit ich mit aller Macht gegen skrupellose Wissenschaftler und korrupte Verbrecher kämpfe. Mich auf eine Beziehung einzulassen hieße, ...in ständiger Angst um meine Frau zu sein.
Lange habe ich mich gefragt, wie ich es dir am besten sage, bis Simon mich um ein Gespräch bat. Er hatte längst bemerkt, was ich für dich empfinde und konnte nicht länger mitansehen, wie ich mich quälte.
Er redete lange und machte mir klar, dass du den gleichen Weg gewählt hast und ich dich selbst entscheiden lassen muss, welches Leben du leben willst.
Er sagte auch, wenn ich nicht endlich ehrlich zu dir bin, ich dich wohlmöglich verliere. Simon meinte, ich soll auf mein Herz hören.
....Joan, ich kann und will nicht länger dagegen ankämpfen. Ich liebe dich so sehr, dass es mir weh tut vor dir getrennt zu sein.
Bitte verzeih´mir, erst jetzt dazu zu stehen!“ gesteht er ihr.

Joan hat sich aufgesetzt und sieht den Mann, den sie liebt, lange und nachdenklich an.
Fast schon zaghaft möchte sie wissen,
„Und du bist dir jetzt sicher, dass du dich richtig entschieden hast?“

„Ja mein Herz! Ich liebe dich wirklich! ......Joan! ....Ich würde alles tun, um es dir zu beweisen,“ gibt Curt zu. 

„Curt, ich freue mich über deine Ehrlichkeit. Nur möchte ich nicht alles wie eine Seifenblase zerplatzen sehen.“ verdeutlicht sie es ihm.

„Joan, ich liebe dich!“
Curtis streichelt Joan sanft über ihre nackten Arme.

Die junge Frau sieht ihn mit leuchtenden Augen an.
„Du würdest wirklich alles tun?“

Curt nickt.

„Kannst du auf den Händen laufen?“ feixt sie.

Ehr sie sich versieht, ist Curtis nur mit Shorts bekleidet, aus dem Bett gesprungen und steht im Handstand vor ihr.
Abwechselnd streckt er mal den linken und dann den rechten Arm zur Seite aus. Geschickt läuft er auf den Händen in der Kabine umher.
Joan muss über ihn lachen, als er sich nach vorne abrollt und dann doch wieder auf den Händen steht.

„Ist ja gut! Komm´ wieder her, du alberner Kerl.“ kichert sie und ihre Augen hängen an seinem durchtrainierten Körper, der nur so von Kraft strotzt.
Unter seiner vom All gebräunten Haut bewegen sich seine Muskeln geschmeidig.

Er springt auf die Füße und einen Moment später neben Joan ins Bett.

Lachend zieht die junge Frau ihm das Kopfkissen weg und wirft es ihm über. Mit einer Schnelligkeit, die er von Otho antrainiert bekam, fängt er es und schon wird Joan damit umgeworfen.
Curt packt sie an den Handgelenken und drückt sie auf die Matratze.
Dieses Mal rechnet er damit, dass die kluge Agentin wieder die Beinschere einsetzt, um sich gegen ihn zu  wehren.
Er verlagert sein Gewicht auf seine Knie.

Aber darauf hat Joan nur gewartet, sie zieht ihre Beine zwischen seinen hindurch, schiebt sie neben ihn auf die linke Seite und hebelt den, erneut überraschten Curt, mit der Hüfte aus dem Bett. Der Captain läßt sie aber nicht los und so fallen sie zusammen auf den Boden.
Curtis fängt sie seinem Körper, so das sie auf ihm liegt. 

Er hält sie fest im Arm und küsst sie lachend.
„Meine Süße! Du steckst voller Tricks, da kann ich mich noch auf einiges gefasst machen. Im Nahkampf hat du wohl nie gefehlt, was?“

„Auch in den anderen Fächer nicht. Während andere ein Privatleben hatten und auf Partys gingen, habe ich im College in meinem Zimmer gesessen und gelernt. Sie habe mich Miss Mauerblümchen genannt.“ fällt Joan betrübt ihre Jugend ein.

„Denk nicht mehr daran, mein Herz!“ versucht er ihre traurigen Erinnerungen zu vertreiben und grinst,
„Ich werde dich immer wieder herausfordern, bis ich als Sieger aus unseren Kämpfchen hervor gehe.“
Joan küsst ihn und flüstert, „Vergiss es!“
Beide lachen und schliessen sich in die Arme.

Curt rollt sich unter Joan heraus und steht auf. Seine Verlobte sieht ihn fragend an. Ganz sanft zieht er sie auf die Beine und mit ihm unter seine Dusche, die sich in seiner Kabiene befindet. Dort streift er ihr die restliche Kleidung ab und zeigt der verblüfften Joan, die speziell umgebaute Nasszelle. Durch einen Knopf in der Wand, kann man beliebig die Schwerkraft an- oder abschalten.
(Idee geklaut, siehe Captain Future Story: Black Sun  Das Geheimnis der Schwarzen Sonne von Jimmy Unkinown!  Jimmy weiß davon  ;D )

Zuerst erschrickt Joan, als sie zu schweben beginnt und unfaßt schnell Curtis, der laut lachend das warme Wasser anstellt, dass sie nun sanft umspült.
So etwas hat sie noch nie erlebt, aber es gefällt ihr.
Curt hat sich aus seinen nassgewordenen Shorts befreit und beginnt Joan mit Bedacht einzuseifen. Seine Hände gleiten angenehm über ihren nackten Körper, sie schließt die Augen und genießt. Er hat sie an sich gezogen und massiert ihren Rücken, dreht sie behutsam um und knettet gekonnt ihren Nacken.
Der jungen Frau entrinnt ein Gähnen.
„Bist du müde?“ fragt er besorgt.
„Nur ein bisschen.“ flüstert Joan. „Aber es geht schon.“
„Lassen wir es für heute genug sein,“ meint er und schaltet das Wasser ab und die Schwerkraft ein.
Sachte stellt der junge Captain seine zukünftige Frau auf ihre Füße. Curt schlüpft in seinen weißen Bademantel und hüllt Joan in ein riesiges gelb orangenes Saunatuch.
Er trägt sie zum Bett und legt sie in die Kissen. Auf der Kante nimmt er Platz und fährt ihr mild lächelnd durch die nassen Locken, verstohlen unterdrückt sie ein weiteres Gähnen.
„Ruh´dich aus. Ich gehe in die Küche und hole dir etwas zu essen. Du musst erst mal wieder zu Kräften kommen,“ rät er ihr und läßt sie allein.
Behaglich kuschelt sich Joan in seine Kissen. Alles düftet nach ihm, sie fühlt sich wie in einem wunderschönen Traum.

                                                                  *

Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #19 am: 10. April 2009, 23:25:09 Uhr »
Curt läuft laut pfeiffend in die Kombüsse.
Unterwegs trifft er auf Otho, der ihn grinsend mustert,
„Oh ho... Chef ! Hast du deine Uniform verlegt ?“ und gibt Fersengeld, als Curtis mit ein paar schnellen Schritten auf ihn zu hält.
„Na Warte, Otho. Wir sehen uns noch!“ lacht er ihm nach.
In der Küche, beginnt Curt emsig mit seinen Vorbereitungen. Er hat sich einige Zutaten aus dem Kühlraum geholt.
Aber irgendetwas fehlt zu seiner Zufreidenheit.
Mit einem großen Messer bewaffnet geht er in Grag´s Atrium.

Grag ist gerade damit beschäftigt seine außergewohnlichen Pflanzen, von allenmöglichen Planeten zugießen.

Als der große rothaarige Weltenbummler eintritt, begrüßt er ihn,
„Hallo Chef! Willst du was bestimmtes mit dem Messer erlegen? Oder hast du vor, mit meinem merkurianischem Schwertwerferbaum zukämpfen?“

Der junge Mann schaut ihn fragend an und blickt dann auf seine Hand mit dem Messer. „Äh...,nein ich war gerade dabei den gekringelten Federschnapper auszunehmen, als mit einfiel, dass ich nicht die blasseste Ahnung habe, was ich Joan dazu reichen soll.
Da ich dich hier vermutete, wollte ich dich fragen, was du mir dazu anbieten könntest.
Das Messer habe ich schlichtweg vergessen abzulegen.“erklärt der Captain verlegen.

„AH....,verstehe du willst Joan als Koch imponieren.
Na mal sehen....Ich hätte hier schwarze Bohnen vom Uranus und die Sumpflilien wären auch schon soweit, dass man sie genießen kann.
Saturnianische Schleimfeigen hätte ich auch noch für dich,“ gibt Grag seinem Chef bereitwillig Antwort.

„Wäh...., lass mal! Das letzte Mal hatte ich von den Dingern eine ganze Woche Schluckauf. Aber die Bohnen und die Sumpflilien nehm ich. ....Danke!“ lacht Curt als er sich daran erinnert, wie er schlicksend durch die Basis lief.

Mit seiner Beute läuft er in die Küche zurück.
Es bereitet ihm eine ziemliche Mühe, den spiralförmigen Fisch in einer Pfanne zu braten. Immer wieder springt er aus dieser heraus und Curt verbrennt sich beim Einfangen drei Mal die Finger.
Kurzentschloßen steckt er ihn in den geräumigen Backofen.
„So, darin kannst du keinen Unfug mehr machen,“ schimpft er mit dem Bratgut.
Er setzt jupiteranischen Weizen auf und unter Zugabe etwas merkurianischem Nachtbeerenwein, bereitet er daraus ein bläuliches Risotto.
Nachdem Curt nun auch die Bohnen gedünstet und den Liliensalat fertig hat, bemerkt er, dass der gekringelte Federschnapper nicht mehr im Backofen herum springt.
„Bist du endlich gar!“grinst er.
Auf einer großen Glassitplatte richtet Curtis die Speißen an und bringt sie zu Joan, in seine Kabine.

                                                                    * 

Joan nimmt eins seiner Kissen in den Arm und vergräbt ihr Gesicht darin.
Sie atmet seinen angenehmen Duft ein.
Wie sehr liebt sie diesen Mann, der ihr ständig neue Seiten an sich zeigt. Sie weiß, dass er ihr Traummann ist. Aber die Realität kommt ihr noch tausendmal schöner vor.
Sie erinnert sich, dass er, als Captain Future, immer sehr rücksichtsvoll und zuvorkommend ihr gegenüber war.
Jetzt hat sie ihn, als Curtis Newton kennengelernt und dieser Mann, ist so sanft, liebevoll, feinfühlig, zärtlich und so fürsorglich, er hat einen unglaublichen Humor und ein sympathisches ansteckendes Lachen, dass sie jedes Mal mitreißt.

Mit einem Mal ist Joan hellwach.
Wie kann es sein, dass sie ihn vorher so nie wahr nahm?

Sie war schon oft wochenlang mit ihm im All unterwegs. Sah sie ihn denn immer nur als den unnachgiebigen und strengen Captain?
Hat ihr Respekt vor ihm, ihn ihr so vorkommen lassen?
Was hat sich plötzlich geändert, dass er ihr sein wahres Ich offenbart?
Ihr wird schlagartig klar, dass er sie wirklich schon lange, insgeheim geliebt haben muss.

Was stellt er nur jetzt wieder an?
In den vergangenen Tagen, hat er nicht aufgehört, sie ständig auf´s Neue zu überraschen.

Sie sieht sich in der Kabiene um.
Diese ist eher spartanisch eingerichtet, ein großer Schreibtisch mit Televisor, ein Regal mit vielen wissenschaftlichen Büchern, ein Kleiderschrank und sein großes Bett ,daneben ein Sessel. Nicht wirklich viel, aber es ist dennoch gemütlich.
Ihr Blick bleibt auf einem Gegenstand hängen, der hinter dem Schreibtisch, in einer Ecke lehnt.
Neugierig geht sie näher.
„Das scheint ein Musikinstrument zu sein!?“wundert sie sich.
Jetzt ist sie völlig verwirrt.
Kann er etwa dieses Ding spielen? Auf diesem Instrument sind zwanzig Saiten über einer Metalhalbkugel kreuzförmig mit dem Griffschaft verspannt.
So etwas hat sie nie zuvor gesehen.
Hinter ihr öffnet sich die Schiebetür. Erschocken fährt sie herum.

                                                                    *

Er betritt durch die Schiebetür seine Kabine und ist überrascht, dass Joan sich ihm erschrocken zuwendet.
„Hoppla , mit wem hast du denn gerechnet? So lang war ich doch gar nicht weg!“ lacht Curtis sie an.
„Ich hoffe du bist hungrig, anders bekommst du das Zeug nicht runter.“ scherzt er weiter. „Aber gut, das du schon da stehst. Dann kannst du dich zu essen an den Schreibtisch setzen.“schlägt er ihr vor.
Grinsend stellt er die Glassitplatte vor ihr hin und schiebt sie auf seinen Stuhl.

Joan starrt ungläubig auf das ihr gereichte Essen.
„Curtis?....Was ist das?“

Lächelnd erklärt er, „Das ist die Delikatesse des Hauses. Versuch es, es schmeckt dir bestimmt!“ und sieht ihr schmunzelnd zu, wie sie zaghaft zu essen beginnt.

Überrascht zieht sie eine Augenbraue hoch.
„Das schmeckt ja wirklich!“

Curt lacht laut los. „Meinst du, ich wollte dich vergiften?“ 

„Curt, darf ich dich etwas fragen?“
„Natürlich, mein Herz. Was möchtest du wissen?“ fragt er interessiert.
„Ich habe mich gefragt, was das für ein Instrument ist. Kannst du es spielen.“
„Das ist eine venusianische Gitarre und ja ich kann sie spielen,“ gibt er ihr zur Antwort.

„Darf ich noch etwas fragen?“
„Alles! Schieß los!“ ermuntert er sie.
„Ich möchte dir nicht zu nahe tretten. Aber ich habe mich gefragt, was dich dazu bewegt hat, mir nach all der Zeit, dein wirkliches Ich zu zeigen.
Sicher, du hast mir gesagt, dass du es nicht zulassen wolltest, mir zu zeigen, dass du mich liebst. ....Warum ausgerechnet jetzt?
Nicht das ich etwas dagegen hätte, ganz im Gegenteil,“ versucht Joan zuerklären.

„Ich werde dir deine Frage mal etwas anders erklären. Gib mir mal die Gitarre!“
Joan reicht sie ihm. Curt setzt sich damit auf sein Bett und beginnt zu spielen und zu Joan´s Verwunderung auch zu singen.



„ Es ist Nacht und die Zeit bleibt steh´n,
   Du liegst hier bei mir und sollst niemals mehr geh´n.
   Ich fühl genau und ganz tief in mir,
   Ich hab Dich gesucht ,
   Ich gehör zu Dir und Du zu mir.
   
  Was früher war , dass hat nicht gezählt,
  Weil ich jetzt erst weiß: Du hast mir gefehlt!
  Weil es Dich gibt , fange ich neu an.
  Es gab manchen Sturm,
  Doch Du bist für mich wie ein Orkan!

  Halte mich fest , hab mehr Vertrauen,
  Denn ich laß Dich niemehr aus meinem Arm.
  Hab keine Angst , schau´ mich nur an,
  Ich will Dich vor allem bewahr´n.

  Ich war nie so gelösst und frei.
  Es steht für mich fest:
  Dies ist nicht Liebelei!
Weil es Dich gibt , fange ich neu an.
  Du zeigtest mir , dass ein Mann ,
  Wie ich , zärtlich lieben kann!

  Halte mich fest , hab mehr Vertrauen ,
  Denn ich laß Dich niemehr aus meinem Arm.
  Hab keine Angst , schau´ mich nur an,
  Ich will Dich vor allem bewahr´n.

  Ich spür Deinen Atem hier
  Und mein Herz , das schreit !
  Hörst Du es ?
  Liebe mich , liebe mich so stark Du nur kannst !
  Spür wenn uns´re Haut sich kennt ,
  Wenn Deine Hand mich berührt .
  Liebe ! Das ist so , das ist so , wie nie zuvor !

 
 Weil es Dich gibt ,
 Bleibt die Zeit jetzt steh´n
Und Du bist bei mir
 Und sollst niemals mehr geh´n.
 Weil es Dich gibt ,
 Fange ich neu an ,
 Denn Du zeigtest mir , dass ein Mann,
 Wie ich , zärtlich lieben kann !“   (Text: Peter Maffay)

Als Curt mit dem Lied endet, springt Joan auf und stürzt vor Glück weinend auf ihn zu.
Auch Curtis ist aufgesprungen, die Gitarre hinter sich werfend und fängt er Joan liebevoll auf. Küssend herzt er sie zärtlich.
„Habe ich deine Frage beantwortet, mein Herz?“ 

„Ja! Ja Curt, das hast du!“
Mit Joan fest im Arm, lässt Curt sich rücklinks auf´s Bett fallen.

Joan fährt ihm mit beiden Händen gefühlvoll durch die Haare und erwidert seinen Kuss leidenschaftlich.
„Curt, schöner hättest du es mir nicht sagen können.“

Der rothaarige Abenteurer hält seine Liebe noch immer fest im Arm und flüstert zärtlich,
„Ich laß dich nie wieder los!“
Joan legt ihren Kopf wohlig auf seine Brust und versichert ihm.
„Das sollst du auch nicht.“

                                                             *

   Die nächsten Wochen vergehen für beide wie im Flug.
Curtis liest seiner Joan jeden Wunsch von den Augen ab und die junge Frau ist so glücklich wie noch nie im Leben.
Eines Abends sitzen sie zusammen im Aufenthaltsraum der Basis, auf der gemütlichen Sitzecke. Joan´s Kopf ruht auf seinen Beinen und er krault ihr durch ihre blonden Locken. „Joan, ich dachte mir, wir sollten uns einen schönen Tag auf der Erde machen und einfach mal bummeln geh´n. Was hältst du davon?“
Joan sucht seinen Blick.
„Du möchtest bummeln gehen? Einfach so? ......Ich glaube, das haben die Männer meiner Freundinnen noch nie zu ihnen gesagt!“lacht sie. „Das glauben die mir nie. Möchtest du etwas bestimmtes?“
„Na, ich dachte du möchtest dich etwas in den vielen Brautmodengeschäften umsehen,“ eröffnet er ihr.
Mit einem Satz ist Joan aufgesprungen und sitzt jetzt vor ihm.
„Was hast du da gerade gesagt? fragt sie verblüfft.
„Ich habe dich gefragt, ob du dich nach einem Brautkleid umsehen möchtest? Du kannst natürlich auch in einem Badetuch vor den Altar tretten. Mir würde das gefallen.“schmunzelt er frech.
„Das sieht dir ähnlich, du Lüstling! Ich trage dann ein Badetuch, wenn du das passende Handtuch als Lendenschurtz trägst.“ gibt sie ihm feixend zurück.
„Okay! Das wäre dann geklärt, jetzt müssen wir uns nur noch über die Farbe einig werden.“erklärt er ihr ernst.

„Curtis Newton !!!“

Lachend schließt er sie in die Arme.
„Dann fliegen wir morgen früh!“

                                                                    *   
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:51:58 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #20 am: 10. April 2009, 23:41:11 Uhr »
Am nächsten Tag schlendert das junge Paar geruhsam von einer Boutique zur andern. Gegen Mittag essen sie zusammen, in einem kleinem gemütlichen Restaurant.
„Curt, ich habe mein Kleid schon gefunden, aber ich sage dir nicht wo,“ verkündet Joan geheimnisvoll.

„Mach dir nichts draus, ich habe auch schon meinen Anzug. Sogar schon bezahlt und gut verwahrt,“ gibt er grinsend zurück.
„Ha, mein Kleid auch!“erwiedert sie schmunzelnd.

Nach dem Essen verbringen, die beiden zwei Stunden mit einem Kinobesuch und anschliessend schlägt Joan vor, mit Curt Eislaufen zu gehen.
Curtis willigt ein und Joan muss feststellen, dass es etwas gibt, was Curt nicht kann.
Auf Schlittschuhen stehen!
Immer wieder macht sein Hosenboden Bekannschaft mit der Eisfläche.
Joan biegt sich vor lachen und kann es nicht glauben, etwas gefunden zu haben, was sie perfekt beherrscht und er nicht.
Sie neckt ihn,
„Warte Curt, ich hole noch ein Paar für deine Hände. Oder möchtest du noch ein Kissen für deinen Hintern?“
„Ha,ha,ha! Sehr komisch. Ich glaube die nächste Mahlzeit, muss ich stehend einnehmen. Wie wäre es, wenn du mich bedauerst, anstatt dich über mich lustig zu machen,“ schmollt Curtis und schafft es umständlich auf die Kufen.

Joan bleibt gekonnt vor ihm stehen und nimmt ihn in den Arm.
„Ach Liebling! Das lernst du schon.“
Sie küsst ihn und stösst sich von ihm ab, was zur Folge hat, dass er wieder auf dem Hinterteil landet. Das ist zu viel für die junge Frau, die nun vor lachen neben ihm sitzt.

Der Captain zieht sie in seine Arme.
„Das hast du nun davon. Komm lass uns aufstehen, bevor wir hier festfrieren.“ kichert er vergnügt.

Nach drei gescheiderten Versuchen, hilft ihm Joan auf die Beine.
Sie legt einen Arm um seine Hüfte und führt ihn.
Nach einer halben Stunde hält sie ihn an der Hand und nach weiteren fünfzehn Minuten kann er es endlich.
Als sie zwei Stunden später die Eisbahn verlassen, nimmt der große Abenteurer seine zukünftige Frau an der Hand und fragt sie zärtlich,
„Möchtest du noch ein paar Tage in New York bleiben. Dann kannst du deine Freunde besuchen. Sie fehlen dir, nicht wahr?“
 „Das wäre wunderbar! Aber nur, wenn du auch bleibst!“ lächelt sie dankbar.

„Na schön. Dann lass uns noch ein paar Sachen besorgen und ins Penthous gehen.“
Nickend stimmt Joan zu.
Gemeinsam und nichts böses ahnend, gehen sie in den nächsten Supermarkt.

Joan fällt es als Erste auf.
„Curt, ....bemerkst du, dass dich die Leute alle ansehen?“
„Ach was, dass meinst du nur!“ beruhigt er sie kopfschüttelt.

Ein paar Gänge weiter, sind zwei junge Männer dabei ebenfalls einzukaufen, sie verdrehten sich die Hälse und stoßen im Mittelgang, mit einer älteren Dame zusammen, die laut schimpfend ihren Weg fortsetzt.
Joan kichert und der junge Captain schaut sie fragend an.
„Was ist, mein Herz?“
„Nichts, ich bilde mir nur was ein.“

Wieder zwei Gänge. Eine Frau mittleren Alters will gerade eine Schachtel Eier in ihren Wagen legen. Als der Captain mit Joan an der Hand an ihr vorbei geht, lässt sie sie neben den Wagen fallen. Curt hilft ihr das Chaos zubeseitigen und nickt der völlig nervösen Frau lächelnd zu.

„Das ist mir auch schon passiert.“

Blass vor Schreck, das Captain Future sie freundlich anspricht, bekommt sie kein Wort heraus. Sie schaut nur mit offenem Mund auf den großen Weltenbummler.

Als er mit Joan weiter geht, stößt sie ihm zärtlich den Ellenbogen in seine Rippen.
„Hast du gesehen? Eine Einbildung hat ihre Eier fallen lassen.“
„Ist ja schon gut! Ich habe es kapiert. Ich hätte nicht gedacht, so einen Wirbel zumachen.
Die Meisten kennen mich doch gar nicht.“ antwortet er verlegen.

„Ach nein? Wo lebst du eigentlich? Auf dem Mond?“

„Ha, ha, .....sehr lustig! Na heute hattest du deinen Spaß. Wird Zeit, dass ich dich heirate. ....Um dich mal richtig zu erziehen. ...Weil man seinen Mann nun mal nicht auslacht!“

„Meinst du nicht, dafür ist es schon zu spät?“lacht sie.

„Warte nur meine Liebe, in ein paar Minuten sind wir alleine und dann ....!“

„Dann mein Lieber, wirst du schon gelernt haben, wie sich ein Ehemann zuverhalten hat.“ fällt sie ihm ins Wort.
Curt packt Joan an den Armen zieht sie an sich, dabei übersieht er den Supermarktangestellten, der wegen ihm krachend in einen aufgestabellten Konsenventurm läuft.
Curtis fährt zusammen.

„Also mein Herz. Die Einkäufe erledigst besser du,“ meint er peinlich berühert.
Joan lacht und hilft, ihm und dem Angestellten, den Turm wieder aufzubauen.

„Lass uns verschwinden, bevor wir morgen in den Nachrichten zerrissen werden!“

Sie bezahlen und verlassen, so schnell wie nur irgendmöglich, das Geschäft.
Joan zieht ihn den ganzen Weg zum Penthouse auf.
„Nein, da waren keine Leute, die dich erkannt haben.“

„Joan! Lass das, das war der Schock meines Lebens!“ 
Joan sieht ihn mit zuckersüßen Augen an und beide lachen, bis sie zu Hause sind. 
Curt stellt die Einkaufstüten in die Kochnische. Dann geht er auf Joan zu, wirft sie sich über die Schulter und knurrt,
„Jetzt kommt meine Rache!“
Joan quietscht, „Du alberner Kerl, lass mich sofort runter. Ich kann doch nichts dafür, dass du so komisch bist!“
Curtis wirft sie auf´s Bett und stürzt sich hinterher. Er kitzelt sie durch, bis sie nach Luft ringt. „Na, genug gelacht?“
„Noch lange nicht!“ kichert sie.

Ihr gefällt seine verspielte Art und zieht ihn für einen langen Kuss an sich. Der Rest ergibt sich von allein.
Einige Zeit später liegen sie aneinander geschmigt und genießen die Nähe des Anderen. Bis sie glücklich, eng umschlungen einschlafen.

                                                           *

Curt erwach und möchte nach Joan greifen, findet aber ihren Platz leer vor. Verwundert setzt sich der Captain auf und ihm steigt ein wundervoll süßlicher Duft in die Nase. Er verläßt das Bett und geht ihm nach. Zu seiner Überraschung findet er einen gedeckten Tisch vor.
Joan steht in der Kochnische und backt Waffeln. Sie bemerkt ihn und grüßt schmunzelnd, „Guten Morgen, du Schlafmütze! Hast du Hunger? Setz´dich, ich bin gleich fertig.“
Er kommt ihrer Aufforderung nach und bemerkt bewundernd,
„Guten Morgen, mein Herz. Das duftet verlockend.“
„Dann warte mal, bis du sie probiert hast,“ meint sie und kommt mit einem Stapel goldgelben Waffeln, zu ihm an den Tisch.
Wärend sie frühstücken lobt Curt,
„Die sind phantastisch. So Gute kann nicht mal Otho!“
„Danke! Schön, dass es dir schmeckt,“ freud sich Joan.
„Was hast du heute vor?“ möchte er wissen.
„Meine beste Freundin Michelle, hat heute Geburtstag und ich würde sie gerne überraschen. Kommst du mit?“
„Nein, geh´ruhig alleine hin, ich würde nur stören. Ich habe hier noch eine Akte, die mich brennend interessiert und dafür brauche ich einige Zeit.“ erwidert er verständnissvoll.
„Wann soll ich denn zurück sein?“
„Bitte?“ Er sieht sie von der Seite an. „Du musst mich doch so was nicht fragen. Ich mache dir keine Vorschriften. Komm zurück, wann du möchtest. Ich bin hier.“

Joan gibt ihm einen dankbaren Kuss und beginnt den Tisch abzuräumen.

Curt hilf und sagt schmunzelnd,
„So, jetzt mach aber, das du weg kommst. Mit dem Rest werde ich schon allein fertig,“ und schiebt Joan aus der Kochnische.
Die junge Frau wirft sich ihren Umhang über und mit einem,
“Bis später. Ich liebe dich Curt,“ ist sie aus der Tür.

Nach der Küchenarbeit greift sich Curtis Joan´s Akte und setzt sich, mit einer Tasse Kaffee, in den Ledersessel. Dort beginnt er zulesen.
Als er eine Seite umblättert, muss er unwillkürlich schmunzeln, dort steht.

Agentin Landor ist unbeusam, aufsässig, stur, respecktlos, unpünktlich, undiszipliniert, vorlaut und besserwisserisch.

Auf der nächsten Seite ist ein Mängelbericht verfasst. In einem Monat gehen auf ihre Kosten, drei Gleiter (Totalschaden), elf Glassitfensterscheiben (Verdächtige verfolgt), fünf  Türen (Werkzeuge dauerten zulange) u.s.w.

Der Captain trinkt einen Schluck Kaffee und überfliegt die anderen Seiten. Er wundert sich darüber, dass nicht ein einziger Vermerk über ihre hervorragenden Leistungen in ihrer Akte steht.
 Auch nicht, dass sie schwierige Fälle löste. Nichts über ihre Tapferkeit, ihren Mut oder ihrer Ausdauer.
Nicht ein einziger Fall taucht auf, in dem sie, mit ihm zusammen gearbeitet hat.

Kein Wort, dass sie schon drei Mal die Erde rettete oder sein Leben.
Curt blättert in der Akte und findet keine Aufzeichnungen, über Urlaub oder freien Tagen, nichts.
Er bewundert diese Frau, trotz ihren Schwierigkeiten, hat sie stets ihren Dienst verrichtet und alle Tadel über sich ergehen lassen. Jetzt kann er auch verstehen, warum Joan so schnell weinte. Sie war unglücklich und völlig überarbeitet. Das hat sie nun hinter sich.
Verächtlich schnaufend, lässt er die Akte auf den Tisch vor sich fallen. Er steht auf und zieht seinen langen dunkelgrauen Mantel an. Ihm ist danach, kurz an die frisch Luft zu müssen.

Etwa eine Stunde läuft er durch die Straßen, bis sein Blick in einem Schaufenster, eines Juweliers hängen bleibt. Ohne zögern geht er hinein und kommt bereits nach wenigen Minuten mit einer kleinen Schachtel wieder heraus. Zufrieden kehrt Curt in sein Penthouse zurück.
Dort angekommen, legt er das kleine Geschenk auf Joan´s Kopfkissen und setzt sich mit einem wissenschaftlichen Buch in den Wohnraum.
Draußen beginnt sich die Nacht zu senken. Curtis legt sein Buch weg und schaltet die Beleuchtung ein.
In der kleinen Kochnische beschäftigt sich der junge Mann mit dem Abendessen, als er einige auserwählte Zutaten in einer weiten Pfanne dünstet, klopft es an der Haupteingangstür.
Er drückt den Öffner und Joan betritt den Raum.

„Guten Abend, mein Herz. Du kommst gerade rechtzeitig. Ich habe uns eine Kleinigkeit zubereitet.“verkündet er mit dem Rücken zu ihr.
„Hallo Curt. Hast du mich vermisst?“will sie lächelnd wissen.
„Immer! Hattest du einen schönen Tag?“ erkundigt er sich.
„Ja, danke! Michelle hat sich riesig gefreud. Was machst du da?“ Joan ist neben ihn getretten und schaut ihm neugierig über die Schulter.
„Na, lässt du das? Wenn du siehst, was ich da alles rein werfe, muss ich es letztendlich alleine essen.“scherzt er. „Zieh´deinen Umhang aus und setz dich.“ befehlt er in einem lachenden Ton. „Ach, magst du asiatisch?“
„Sehr gern sogar!“ antwortet sie von der Gaderobe aus.

„Sehr gut, dann können wir essen.“ Nachdem Abendessen sitzt Joan mit ihm auf dem Ledersofa. Curt hat seinen Arm um sie gelegt und die junge Frau schmiegt sich an ihn und erzählt ihm von Michelle´s Geburtstagsparty.
Joan schließt,
“Sie meint es wäre schade gewesen, dass du nicht mit gekommen bist.“

Curtis küsst sie auf die Haare und meint,
„Das nächste Mal vielleicht. Ich bin privat nicht so gern unter Leuten. Ich weiß fasst nie, über was ich mich unterhalten soll.“

„Aber Curt. Du bist ein fabelhafter Unterhalter. Alle hören gerne von deinen Abenteuer,“ wendet Joan ein.

„Siehst du. Das ist der Punkt. Mich kennen alle nur als Captain Future. Ich mag den Trubel um meine Person nicht.
Ich jage Verbrecher, um ihnen das Handwerk zulegen und nicht um damit später zuprahlen,“ gibt der Captain zubedenken.

„Dann müssen sie eben Curtis Newton kennenlernen. Ich bin mir sicher, so werden sie dich auch mögen. Komm´doch mal mit. Ja? ......Wenn es dir nicht gefällt, gehen wir nach Hause,“ schlägt die blonde Frau vor.

Curt sieht seine Freundin verschmitzt an,
„Klingt so, als hättest du schon etwas ausgemacht?!“

Joan nickt mit leuchtenden Augen, „Ja, für Morgen. Michelle fliegt mit ihrem Mann übermorgen, für über Weihnachten und Neujahr, zum Uranus. Sie kommen erst im Neuen Jahr zurück. Bitte sag´ Ja!“

„Wie konnte ich dir etwas abschlagen, mein Herz. Also gut, ich komme mit!“ lächelt er mild.

Leise gähnend streckt sich Joan, „Gehen wir schlafen?“ fragt sie sich mit einer Hand über die Augen reibend.

„Geh´ ruhig schon vor, ich komme gleich.“ bekommt sie zur Antwort.

Etwas verunsichert geht sie zur Schlafzimmertür, sie waren bisher immer gemeinsam zu Bett gegangen. Joan liebt es in seinen Armen einzuschlafen. Warum bleibt er noch auf?

An der Tür dreht sie sich nochmal zu ihm um.
„Gute Nacht, Curt!“

„Gute Nacht, mein Herz!“ Curt glaubt einen traurigen Unterton in Joan´s Stimme gehört zuhaben und grinst in sich hinein.
„Sie wird nicht lange traurig sein.“

Er hört wie sie im Badezimmer verschwindet und wartet geduldig. Nach einer Viertelstunde kommt sie wieder heraus.
So leise er kann, schleicht Curtis hinter ihr in das Schlafzimmer und sieht, wie sie sein Geschenk findet.
Joan öffnet die kleine Schachtel und mit einem Schrei der Freude dreht sie sich um, um zu ihm zu laufen und erschrickt, weil er hinter ihr steht, dann fällt sie ihm um der Hals.

Sanft fängt er sie und hebt sie hoch, so das sie auf ihn herab sehen muss. Dann lässt er sie in seine Arme sinken und drückt Joan herzlich an sich.
„Curt, die Armbanduhr ist wundervoll, aber wofür ist sie?
Geburtstag habe ich im März. Ist es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk?“ möchte sie wissen.

„Weder noch! Einfach nur weil ich dich liebe!“eröffnet er ihr fast zaghaft.
Joan küsst ihn leidenschaftlich und die darauf folgende Nacht ist für beide viel zu kurz.

                                                             *
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #21 am: 10. April 2009, 23:53:02 Uhr »
Rene Rouny sitzt auf der große Veranda seines californischen Landhauses, in dem malerischen Tal, mitten weitläufiger Weinfelder. Seine Frau Michelle steht an dem Treppenaufgang und sucht mit ihren Augen den Himmel ab. Sie wendet sich zu ihn um,
„Ich hole mir einen Kaffee. Möchtest du auch einen?“ 
„Ja,mein Schatz!“antwortet er ihr.

Michelle geht ins Haus und kehrt wenig später mit zwei Tassen zurück. Die Arme um ihn legend spricht sie ihn an,
„Na,noch nichts zu sehen?“
„Sie werden schon noch kommen.“ beruhigt er sie.



„Ich kann es halt kaum erwarten Joan und ihren Freund zu sehen. Sie machte gestern ein so großes Geheimnis um diesen Mann, dass ich platze vor Neugier.
Ich kenne Joan schon seit unsere Väter gemeinsam im Dienst waren und später besuchten wir zusammen auf Saturn die Akademie.
Zwar hat sie sich für einen Mann interessiert, aber das war wohl nur Schwärmerei. Du weißt ja davon.
Ich habe sie noch nie mit einem Freund gesehen. Joan ist eine so liebe Freundin und ich wünschte mir, dass ihr Freund es ernst mit ihr meint.
Sie hat es wirklich verdient glücklich zu sein.“
„Du mit deinem großen Herz, in dem das ganze Universum Platz hat.
Seit wir zusammen sind, kenne ich Joan. Sie weiß was sie will, wenn sie sich so lange Zeit ließ, einen Mann zu finden, wird sie nicht den Erstbesten genommen haben.
Hat sie dir denn nichts über ihn erzählt?“ schmunzelt Rene seine Frau an.
„Sie hat nur gesagt, er sei der beste Mann der Welt und sein Name ist Curtis,“ erwidert sie ihm.
„Du wirst es gleich wissen, da kommt ein Gleiter.“ bemerkt er

Auf dem großen Platz neben dem Haus landet ein kleiner Raumer, aus dem kurze Zeit später Joan und ihr Begleiter steigen. Michelle ist die Stufen hinunter geeilt und läuft ihrer Freundin entgegen.
Joan ist in der Gesellschaft eines großen rothaarigen Mannes, der sie an der Hand hält und auf den ersten Blick sympatisch wirkt.
Ihre Freundin lässt seine Hand los und empfängt sie mit offenen Armen.
„Hallo Michelle, hier sind wir. Darf ich dir Curtis vorstellen?!“

Michelle begrüßt sie herzlich und wendet sich an Curt, dabei muss sie an ihm aufsehen. „Hallo Curtis, ich bin Michelle. Ich freue mich, dass sie mit gekommen sind!“
Lächelnd sieht er Joan´s Freundin an und aus ihrer Reaktion erkennt er, dass Joan ihr nicht gesagt hat, wer er ist.
„Hallo Mrs. Rouny. Ich bin erfreud ihre Bekanntschaft zu machen.“
„Danke, aber sie können ruhig Michelle zu mir sagen.“ fordert sie Curt auf.
Gemeinsam gehen sie zur Veranda, auf der Rene wartet und auch von ihm werden sie herzlich empfangen.
Nachdem auch er Joan fest gedrückt hat, bittet der Gutsbesitzer Joan und Curt an einem Naturholztisch Platz zu nehmen. Beide folgen der Aufforderung.
Joan nimmt Curt´s Hand und hält sie, wärend sie mit Michelle in freundschaftliches Geplauder verfällt.

Rene hegt einen gewissen Verdacht und spricht Curt an,
„In welcher Brance arbeiten sie?“ möchte er wissen.

Joan horcht auf und entspannt sich wieder, als sie ihn sagen hört,
„Ich arbeite vorwiegend in der Wissenschaft, aber manchmal bin ich gezwungen meinen Wirkungskreis auf das Sonnensystem auszuweiten und reise dann monatelang von Planet zu Planet. Dabei habe ich auch Joan kennen gelernt.“ kommt Curt der nächsten Frage  schmunzelnd zuvor.
„Oh, dann kennen sie sicher auch den Uranus. Dort wollen Michelle und ich Urlaub machen.“ fragt Rene interessiert.

„Ja, ich war schon dort. Nachts funkeln dort die Sterne sehr schön.“

Joan, die gerade einen Schluck Limonade trinkt, verschluckt sich fast und sieht ihn amüsiert an. Curt bemerkt sie und grinst.

Michelle ist überrascht, über die Vertrautheit der beiden und sie spricht Joan direkt darauf an, „Wenn man euch so sieht, könnte man meinen, ihr würdet euch schon jahrelang kennen. Nun sag´schon wie lange kennt ihr euch denn schon, Joannie?“

Curt hört, wie sie Joan anspricht und kichert erst leise vor sich hin, als er aber Joan ins Gesicht schaut und sie ihm,
„Wage es dich nicht!“ zu flüstert, bricht er in schallendes Gelächter aus. Joan rammt ihm sanft ihren Ellenbogen in die Seite und Curt´s Lachen steckt alle an.

Nachdem sie sich beruhigt haben, antwortet die blonde Frau auf Michelle`s Frage mit einem geheimnisvollen Lächeln.
„Du hast recht Michelle. Curt und ich kennen uns wirklich schon ein paar Jahre.“

„Aber du hast nie von ihm erzählt!“ entrüstet sich ihre Freundin und erhält von Joan nur ein Schmunzeln.

Die anfängliche Steifheit ist gebrochen und die Gespreche werden heiterer und die Stimmung von Stunde zu Stunde lockerer. Wärend des Essens dutzt Michelle Curt versehentlich und als sie sich bei ihm entschuldigen will, winkt er ab und meint,
„Lassen wir es doch dabei. Es ist leichter sich zu unterhalten, wenn wir das Sie weg lassen. Im beruflichen Leben werden wir oft genug damit angesprochen, oder wie seht ihr das?“

Rene stimmt ihm zu und auch Joan meint,
„Ja, das förmliche hat in der Freundschaft nichts zu suchen.“
Michelle nickt zustimmend. 

Rene zeigt Curt das Anwessen und Joan bleibt mit Michelle allein auf der Veranda. Joan´s Freundin will endlich mehr von ihr wissen,
„Sag´mal, Joannie. Wie habt ihr euch kennen gelernt?“
„Ich habe ihn bei einem Einsatz kennen gelernt. Wir sind uns quasi auf der Strasse begegnet,“ versucht Joan Curt´s Geheimnis zubewahren.
„Und ein paar Wochen später haben wir uns auf dem Mars wieder gesehen,“ berichtet sie wahrheitsgemäss ihrer Kollegin.
„Und ihr habt euch gleich ineinander verliebt?“ forscht diese weiter. „Laß dir doch nicht alles aus der Nase ziehen. Du warst doch mal total in Captain Future verknallt.
Was ist mit ihm? Weiß Curtis davon?
Siehst du den Captain noch manchmal bei deinen Einsätzen?“
„Ja das stimmt! Ich sehe ihn sogar sehr oft und ja, Curt weiß davon und er findet es gut,“ gibt Joan bereitwillig Auskunft und muss über ihr Gesicht lachen.

„Er findet es gut? Ist er denn nicht eifersüchtig?“
„Nein, wieso sollte er. Ich bin doch mit ihm zusammen.“

Joan macht es viel Spaß ihre Freundin mit der Wahrheit zuverwirren und fügt hinzu,
„Wir werden im nächsten Spätsommer sogar heiraten.“   

„Oh, Joannie. Das ist ja großartig. Aber dann wirst du deinen Beruf  ja aufgeben müssen. Du wirst wohl nicht im All herum ziehen und er hier auf der Erde bleiben.“ 

„Ich werde nichts aufgeben, er ist ja auch oft im All unterwegs und wir können auch zusammen fliegen.“ 
„Aber, Joan! Wenn du auf den Captain triffst, was wird Curtis dann tun?“
„Nichts Michelle. Er kennt den Captain besser als ich!“ erklärt ihr Joan ganz ruhig.

Gerade kommt Rene mit Curt zurück. Joan erzählt ihrem Verlobten von dem Gespräch mit Michelle.
„Liebling, ich habe eben Michelle erzählt, wie wir uns kennengelernt haben. Sie hat mich gefragt, ob du davon weißt, dass ich total in Captain Future verliebt bin und was du tust, wenn du ihm begegnest.“

Mit zusammen gezogenen Augenbrauen sieht Curt erst Joan und dann Michelle an.

„Was dieser Schuft!? Der kann was erleben, .......wenn ich ihn das nächste Mal sehe, muss er aufpassen, dass.....dass....ich ihn beim Rasieren nicht schneide!“

Joan ringt lachend nach Luft, ihr laufen die Tränen übers Gesicht und sie hält sich den Bauch. Curtis verzieht nicht eine Miene. Michelle blickt völlig verwirrt zwischen ihnen hin und her.

Bis Rene seine Frau in seine Arme zieht und sie schmunzelnd aufklärt.
„Schatz, du bist doch bei der Weltraumpolizei. Sicher hast du den Captain schon mal kurz dort gesehen.“
Sie nickt.
„Nun stell´ dir mal Curtis in seinem Raumanzug vor.“
Die Agentin schaut ihren Mann schon fast mitleidig an. Bis dieser ihr versichert,
„Schatz, keine Sorge es ist in Ordnung, wenn Joan Captain Future liebt. Denn schließlich ist Curtis, Captain Future.
Curtis Newton ist sein richtiger Name. Ich hatte ihn schon erkannt, als die beiden ankamen. ......Da er sich aber mit seinem Vornamen vorstellte, habe ich es dabei belassen.
Auf unserem Rundgang, habe ich ihn darauf angesprochen und er gab sich zu erkennen.
Sie haben dich hochgezogen, mein Schatz,“ endet er nun auch lachend.

Joan´s Freundin erbleicht erschrocken,
„Und ich habe Sie die ganze Zeit gedutzt!“ entfährt es ihr tonlos.

Curt legt ihr seine Hand auf die Schulter, sieht ihr sanft in die Augen und beruhigt sie,
„So soll es auch bleiben, denn ich bin immer noch Curtis.“
Er nimmt Michelle freundschaftlich in den Arm und drückt sie an sich.
Immer noch etwas nach Fassung ringend wendet sie sich an Joan, die noch immer herzhaft lacht,
„Danke, meine Liebe Freundin! Wie ich sehe hast du deinen Spaß, ...ist dir doch klar, dass du das zurück bekommst,“ verkündet sie nun auch lachend.
Joan kichert,
„Nicht böse sein Michelle, aber ich habe nur ehrlich auf deine Fragen geantwortet.
Du hättest mal dein Gesicht sehen müssen, als du dachtest ich würde zwei Männer lieben!
Zum Brüllen komisch!“ 
„Ja, ja schon gut! Das habe ich von meiner Neugierde,“ lächelt sie Joan verzeihend an.

Bis spät in die Nacht sitzen die vier noch zusammen. Dann verabschieden sich Joan und Curt von ihren Freunden, wünschen ihnen einen schönen Urlaub und fliegen quer über den amerikanischen Kontinent, in das winterliche New York zurück.
Im Penthouse kommen sie totmüde an und schlafen schon fast auf dem Weg ins Bett.

                                                               *   
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:55:31 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #22 am: 11. April 2009, 00:26:37 Uhr »
                                                         Teil 2


Am nächten Morgen, während des Frühstücks wirkt Curt nachdenklich und wird von Joan zaghaft angesprochen.
„Was betrübt dich, Liebling?“
„Ich weiß nicht wie ich beginnen soll....! Die letzten Tage waren sehr schön..., aber weißt du, mein Herz, ...ähm...“
„Ist schon in Ordnung! Flieg zu Simon, Grag und Otho auf deinen geliebten Mond. Ich weiß wie sehr du sie vermisst.“ fällt Joan ihm ins Wort.
Dankbar lächelt er sie an,
„Woher weißt du?“
„Es ist nicht deine Welt. Du bist dort oben zuhause und ich zwinge dich nicht mein Leben zuleben. Ich möchte nicht, das du dich sehnst und du fehlst ihnen doch auch!“

Curt greift sich Joan und zieht sie auf seinen Schoß und küsst sie innig.
„Und da sagst du, du würdest mich nicht kennen. Ich liebe dich, mein Herz und jeden Tag mehr! Du bist die beste Frau, die ich mir wünschen kann und das Beste was mir in meinem Leben passiert ist. Ich verspreche dir, am Heiligen Abend wieder hier zu sein.“
Joan schlingt ihre Arme um seinen Hals und versinkt mit ihm in einem leidenschaftlichen Kuss.
„Nun mach aber, dass du weg kommst, bevor ich es mir nochmal überlege. Flieg´ schon los und gib ihnen einen Kuss von mir.“
Joan löst sich von ihm und lässt ihn aufstehen.
Curtis geht zum Gleiter, der auf dem Balkon steht. An der Glassittür dreht er sich nochmal um und läuft zu ihr zurück. Schnell küsst er sie zärtlich und flüstert,
„Du bist die Beste im ganzen Universum. Ich liebe dich über alles!“

Dann fliegt er los.
Joan steht auf dem Balkon und winkt ihm nach, bis sie ihn nicht mehr sieht.

                                                                *
Zweieinhalb Stunden später erreicht Curtis den Mond und bei dem Anblick seiner Basis, durchströmt ihn das Gefühl absoluter Geborgenheit. Hier ist sein Zuhause, seine Heimat, der Ort wo er geboren wurde.



Er hatte nur drei Tage mit Joan auf der Erde verbracht, aber es kam ihm vor, als wären Jahre vergangen.
Routiniert landet er den kleinen Gleiter im Hangar und eilt den langen Gang zum Aufenthaltsraum der Basis entlang.
Vor der Eingangsschleuse des Hauptraums stoppt Curt, atmet tief durch und tritt mit gelassener Miene ein, um sich seine Aufregung nicht anmerken zulassen. Doch seine drei ungewöhnlichen Kameranden, kann er nicht täuschen, dafür kennen sie ihn zulange.
Grag ist der Erste, der Curt begrüsst,
„Oh, hallo Chef. Ist dir im Hangar ein Raumdämon begegnet, oder warum rennst du so den Gang hierher?!“

„Was? Wieso?“stellt Curt sich ahnungslos.

„Nein, Grag! Der Chef wurde vom Duft meines Kaffees angelockt oder aber, er war mit Joan so oft essen, damit er sein Selbstgekochtes nicht ´runter hauen muss und jetzt wollte er es nur abtrainieren,“ zieht Otho den Captain auf und zwinkert dem Roboter zu. 
„Ach so! Und dabei dachte ich das Hangar brennt,“ blechern lachend dreht er sich zu Simon um, „Simon, was glaubst du warum er so schnell wieder hier ist? Der Chef war gerade mal drei Tage weg und kommt angerannt, als ob er nicht mehr wüsste, wie wir aussehen.“

Professor Simon schwebt zu Grag,
„Ach, war der Junge weg?“

„Ja, ist schon gut! Ich habe es auf der Erde nicht mehr ausgehalten,“ gibt der rothaarige Mann verlegen zu.
Grag sieht an ihm vorbei,
„Und Joan? Wo ist Joan?“

„Noch auf der Erde.“

„Junge, ist was passiert? Habt ihr euch gestritten?“ will Simon wissen.
„Nein!“ antwortet Curt gedehnt und nimmt auf der großen Sitzecke Platz.
„Joan ist wundervoll. Sie hat mir gezeigt, wie man Schlittschuhe läuft und wir waren zusammen in Californien, bei einer Freundin von ihr. Sie kann sogar noch besser Waffeln backen, als du Otho und dabei sind deine schon Spitzenklasse. Wir haben viel gelacht und es ist phantastisch mit ihr zusammen zu sein,“ schwärmt er seinen Freunden vor.

„Aber Chef, warum bist du dann hier und nicht bei ihr?“ fragt Otho verwundert.

„Dieser ganze Trubel ist furchtbar. New York ist wie ein Hexenkessel. Überall ist irgendwo was los. Nirgends hat man seine Ruhe. Außer im Penthouse, dass ist hoch genug, um weit genug vom Lärm weg zu sein.
Aber Joan liebt dieses Leben und sie liebt diese Stadt.
Ich bin mit ihr in einem Supermarkt gewessen,.....ihr glaubt nicht, wie die Leute sich angestellt haben, nur weil ich einkaufen ging.   
Um mich daran zu gewöhnen, brauche ich wohl noch einige Zeit. Die Leute dort unten auch, bis es ihnen egal ist, dass ich mit Joan einkaufen gehe und ein normaler Mensch bin.“
Mit einem tiefen Säufzer endet Curt.

„Ja, mein Junge, es ist sicher nicht einfach für dich, aber was hat Joan gesagt, als du ihr sagtest, dass du zu Mond zurück fliegst?“
Simon sieht seinen Schützling an, als will er Curtis Gedanken selbst in dessen Gehirn lesen.

„Sie hat es bemerkt, noch bevor ich wusste, wie ich es ihr erklären sollte. Sie ist einfach großartig! Joan sagte, ich soll zu euch fliegen und euch allen einen Kuss von ihr geben,“ berichtet der ansehliche junge Mann.

„Ääähh, ......das willst du doch nicht wirklich tun Chef, oder? Können wir uns darauf einigen, dass wir uns nur die Hände schütteln?“ Otho ist ein paar Schritte zurück getrettet und dabei gegen Grag gerämpelt, der gleich los schimpft,
„Ich habe fast zwei Tage an mir herum gehämmert, bis ich alle Beulen draußen hatte.........und dann kommst du..........und was machst du? Du haust mir gleich zwei Neue rein!“
„Na und? Du bist sowieso so verbeult, die Arbeit hättest du dir sparen können. Es fällt gar nicht auf, dass du dich ausgebeult hast. Du siehst doch aus wie immer.“
„Na Warte, wenn ich dich in die Finger kriege, werden wir ja sehen, wer mehr Beulen hat!“

Curt schaut den beiden lächend nach, als Otho sich in den Gang flüchtet und Grag ihm mit drohend erhobenen Armen nachsetzt. Er ist das Gezanke von klein auf gewöhnt und weiß, keiner der beiden ungewöhnlichen Freunde würde dem anderen etwas tun.

Simon gleitet auf seinen Traktorstahlen zu dem Tisch vor Curtis und lässt sich darauf nieder.
„Ist wirklich alles in Ordnung, mein Junge?“

Dieser nickt.
„Aber ja Simon. Es ist, als träume ich, wie konnte ich nur die ganze Zeit ohne sie sein.
Ich bin dir dankbar, mir den nötigen Mut zugesprochen zu haben. Besser hätte das kein Vater der Welt gekonnt. Danke, Simon!“

Curt´s Worte machen das Gehirn sehr stolz, aber er versteht sich gut darauf seine Gefühle dem hochgewachsenen Abenteurer gegenüber zuverbergen.

„Was hast du jetzt vor, Curtis?“ raspelt er monoton.
„Ich werde Heilig Abend zu Joan nach New York fliegen und über Neujahr bei ihr bleiben. Vielleicht noch ein paar Tage in den Januar hinein, mal sehen.
Simon,.......da ist noch etwas, was ich dich fragen möchte. 
Auf unseren Reisen habe ich viel gesehen und auch viel gelernt. Ich habe Kulturen und fremde Sprachen kennen gelernt, aber die Menschen auf der Erde sind mir noch immer ein Rätsel.
Bisher habe ich Weihnachten irgendwo im All verbracht oder hier in der Basis.
Du hast mich gelehrt, was an Weihnachten geschar und warum man es feiert.
Aber warum dieser ganze Schnickschnack drumherum?
Warum werden Nadelbäume mit jeder Menge Glitterkram geschmückt?
Nicht das es mir nicht gefällt!
Aber ich wundere mich schon darüber.
Überall in New York laufen Weihnachtsmänner herum. Was soll das? Gibt es den wirklich Menschen, die glauben er würde am Nordpol wohnen?
Was hat das mit der Geburt von Jesus zu tun? Oder all dieser Trubel?  Haben denn die Menschen auf der Erde, das ganze Jahr keine Zeit, um ihre Besorgungen zumachen?
Ich verstehe sie nicht!“

Der Professor überrascht Curt mit einem rasselden Gelächter.
„Ich habe mich schon lange gefragt, wann du damit zu mir kommst. Woher sollst du auch wissen, was die Menschen auf der Erde damit bezwecken. Wir hielten es nie für wichtig Weihnachten zu feiern, mit den Geschenken und so.
Wenn etwas benötigt wurde, wurde es besorgt. Aber jetzt, mein lieber Curtis, hast du bald eine Frau, noch dazu eine hübsche .......und da Joan von der Erde stammt, ist es besser du weißt, warum das so ist.
Von nun an, wirst du mit ihr Weihnachten feiern, mit allem was dazu gehört.
Also, mein Junge, dann hör mir mal zu!
Der Nadelbaum verliert, wie du weißt, seine Nadeln nicht und symbolisiert im Winter das Leben. Damit man in der kalten Zeit nicht vergisst, dass es auch Hoffnung gibt.
Die Lichter stehen für Liebe und Wärme, die man den anderen entgegen bringen soll und sie sollen Mut machen, weil nach jeder dunklen Nacht, auch ein neuer Morgen folgt.
Die Geschenke, die sich die Menschen unter einander machen, soll an die Gaben erinnern, die die drei Weisen brachten.
Alles andere ist eine Erfindung für die Kinder,“ erklärt ihm Simon.

„Aber,..... wenn ich mit Joan Weihnachten feiere,......was erwartet sie von mir?“

„Nur das du, du selbst bist. Joan ist eine kluge junge Frau, die sehr gut weiß, dass du ein völlig anderes Leben kennst. Sie erwartet nicht von dir, dass du dich änderst.
Überrasche sie mit einem Geschenk, welches du für sie ausgesucht hast. Wenn du dir dabei etwas denkst und es von Herzen kommt, wird sie es lieben. Du kannst sie aber auch fragen. Joan wäre die Letzte, die dich auslacht.“
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:57:40 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

Einem Kind zu zeigen,was einem einmal Freude gemacht hat und dann das eigene Vergnügen um die des Kindes vermehrt zu sehen - das ist wahrhaft beglückend. J.B.Priestley

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #23 am: 11. April 2009, 00:35:47 Uhr »
Der rothaarige Mann schaut seinen väterlichen Freund nachdenklich an, dann schüttelt er leicht den Kopf und murmelt.
„Ich gehe mich umziehen und dann mache ich mich an die Arbeit. Ich habe bei dem letzten Flug mit der Comet gehört, dass etwas mit der Vorbrennstufe des zweiten Zyklotrons nicht synchron läuft. Wenn ich das Teil auseinander nehme, kann ich mir dabei durch den Kopf gehen lassen, was du mir gesagt hast. Wir sehen uns später!“

Den restlichen Tag verbringt Curt damit, das halbe Triebwerk in Einzelteile zu zerlegen, zu reinigen und wieder zu montieren. Gegen zehn Uhr abends ist Curtis damit fertig. Völlig mit rußbeschmutzt und ölig findet er den Weg in sein Quatier.
Er geht duschen und danach ist ihm nicht nach Gesellschaft. Im halbdunkeln legt er sich auf sein Bett und hängt seinen Gedanken nach.
Nicht lange und Joan hat sich in diese geschmuggelt. Als er an sie denkt, muss er lächeln. Genau sieht er sie vor sich. Ihre blonden Haare, wie sie gelockt über ihre Schultern fallen. Das hübsche Gesicht, mit den großen himmelblauen Augen und der kleinen zierlichen Nase. Ihren weichgeschwungenen Lippen, die so fordernd küssen konnten oder liebevoll, zärtlich.

Ein Schauer läuft ihm über den Körper. Er ist sich seiner Gedanken bewusst und schüttelt den Kopf um ihn wieder freizubekommen. Zwecklos, immer wieder schleicht sie sich in sein Bewusstsein. Lächend lässt er es schließlich zu und schläft mit den Gedanken an Joan ein.

                                                               *
Joan geht in den Wohnbereich zurück. Sie vermisst ihn jetzt schon.
Aber schon in ein paar Tagen, wird er wieder bei ihr sein. Es werden die ersten Weihnachten sein, die sie mit ihm verbringt.
Drei Jahreswechsel haben sie schon an Bord der Comet verbracht, aber immer während eines Auftrags und auch eher zufällig. Dieses Mal feiern sie zusammen und das als Paar.
Die Vorfreude jagt ihren Puls hoch und wenn sie an Weihnachten denkt, wird ihr flau im Magen.

Die letzten vier Jahre war sie alleine und half in einer Einrichtung für bedürftige Familien die sich kein Essen geschweige Geschenke leisten konnten. Sie hat im Präsidium dafür gesammelt und hat wichtige Dinge an die Familien verteilt.

Joan beschließt auch in diesem Jahr die Famlien nicht zuvergessen. Nach dem sie sich ihren Umhang übergeworfen hat, nimmt sie die U-Bahn und fährt in das Hauptquatier der Weltraumpolizei. Dort wird sie freudig von ihren ehmaligen Kollegen begrüsst.

Vor dem Aufzug, sind noch die tiefen Einschußspuren zu erkennen und kennzeichnet die Stelle, an der auf sie geschossen wurde. Eine Gänsehaut überzieht ihren Körper. Sie beeilt sich an der Stelle vorbei zukommen.

An Ezella Garnies Büro klopft sie zaghaft an die Tür.
„Ja, Herein!“ meldet sich die sonore Stimme ihres Freundes.
Joan tritt ein und wird mit lautem Jubel von Ken Scott begrüsst.
„Ezella, kuck mal wer da kommt. Joan, wie geht es ihnen?“ Der Junge kommt mit weit ausgestreckten Armen auf Joan zugestürzt. Herzlich schließt sie ihn in die Arme.

„Gut Ken. Es könnte gar nicht besser sein.“ Mittlerweile hat sich auch der ältere Marshall von seinem Schreibtisch erhoben und ist an Joan heran getretten. Genauso herzlich drückt sie ihn.
„Hallo Ezella. Ich bin hier, weil ich euch beide zum Weihnachtsessen einladen möchte. Wir feiern in Curt´s Penthouse. Kommt ihr?“
„Gern, meine Kleine. Aber lass dich mal an sehen. Du siehst gut aus! Endlich hast du mal wieder Farbe im Gesicht. Curt scheint dir gut zu tun. Richtig gesund schaust du aus.“ freut sich ihr alter Freund.
„Ja, er trägt mich auf Händen und stellt euch nur vor. Er hat mir die Frage der Fragen gestellt.“
„Wirklich? Ihr werdet heiraten? Ich freue mich für euch!“ Ezella hat große Augen bekommen, wie er es immer zutun pflegt, wenn er überrascht ist.
Ken lacht, „Ich hab´ ja schon immer gewusst, dass ihr mal heiratet. Ha, ich hab´ doch gesagt, Ezella, da ist was im Busch!“
„Ja. Damit liegt mir der Schlingel schon seit Wochen in den Ohren.“ gibt der Marshall zu.
„Tja, das war doch nicht zu übersehen, wie der Captain sie an gesehen hat. Ich freue mich so. Endlich wird ihr Traum wahr.“

 „Ken! Du frecher Kerl, gleich gibt´s was hinter die Ohren! Was weißt du von meinen Träumen.“ spielt Joan die Strenge.
„Ha! Ich bin doch nicht blind und ich kenne euch auch nicht erst seit gestern.“ gibt Ken breit grinsend zurück.
Joan wendet sich an Ezella,
„Wie erträgst du diesen Bengel den ganzen Tag?“ und muss lachen.
Dann erinnert sie die beiden noch mal an das Essen und verabschiedet sich von ihnen.

Sie schaut in der Zentrale vorbei, um eine Freundin zusehen. Jill sitzt mit dem Rücken zu ihr. Die anderen Beamten haben sie schon entdeckt und Joan gibt ihnen mit dem Finger auf ihrem Mund zu verstehen, dass sie ihre Freundin überraschen will.
Sie hält Jill von hinten die Augen zu.
Ein Polizist neben ihr fragt für sie,
„Wer ist es?“
Jill erschrickt und befreit sich von Joan´s Händen. Sie fährt herum und fällt ihrer Freundin mit einem Aufschrei um den Hals.

„Joan! Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht. In jedem Krankenhaus habe ich nach dir gefragt. Aber keiner konnte mir etwas sagen.
Als ich Marshall Garnie nach dir gefragt habe, sagte er nur, dass Captain Future dich weg gebracht hat.
Ich bin fast vor Angst um dich gestorben. Wie geht es dir?
Warst du so schwer verletzt, dass du erst jetzt wieder zum Dienst kommst?
Bist du wieder in Anderson’s Truppe oder hast du einen neuen Vorgesetzten? Wer ist jetzt dein Chef? Hier hört man ja nichts!“
„Mir geht es sehr gut. Du konntest mich nicht finden, ich war auf der Mondbasis. Der Captain hat mich nach meiner Verletzung gepflegt.
Ich arbeite nicht mehr direkt für die Planetenpolizei. Captain Future hat mich in sein Team versetzten lassen, er ist jetzt mein Chef.“ Als Joan ihrer Freundin Auskunft gibt, wird ihr erst selbst klar, was sie da eben gesagt hat.

Curt ist ihr Chef!

Sie schmunzelt verschmitzt und wird von Jill und den anderen Polizisten merkwürdig angesehen.
Jill fragt entsetzt,
„Captain Future? Oh meine Güte, dass wäre wohl das schlimmste, was ich mir vorstellen könnte.“
Die anderen im Raum nicken zustimmend und Sergeant Kingsley, ein Beamter im mittleren Alter brummt,
„Ich habe schon mit ihm zusammen arbeiten müssen. Neben ihm kam ich mir vor wie ein Schuljunge, ein blutiger Anfänger.
Seine Mannschaft reagiert selbst auf einen Blick von ihm. Die müssen einen ziemlichen Drill durchlaufen haben.
Vor ihm habe ich einen Höllenrespekt.
Joan, sie tun mir echt leid. So einen harten Knochen, als Vorgesetzten zuhaben, muss der blanke Horror sein.“ 
Joan schaut in die mitleidigen Gesichter und muss lachen. Es dauert einige Zeit, bis sie sich beruhigt und ist froh, dass Curt nicht dabei ist, sonst wäre er auf diese Schiene aufgesprungen und hätte ihnen allen das Fürchten gelehrt. Dann wäre es allerdings ganz um ihre Fassung geschehen.
„Der Captain ist nicht furchtbar, höchstens furchtbar nett. Wenn man auf der richtigen Seite des Gesetzes steht, muss man ihn nicht fürchten.
Seine Mannschaft kuscht nicht vor ihm, sie reagieren so, weil sie ihn mögen.
Ich mag ihn auch, sehr gern sogar!
Gebt ihm mal eine Chance, ihn besser kennen zulernen und ihr würdet alle sehen, was für ein liebenswerter Mensch er ist.“

Joan hat mit solchem Feuereifer gesprochen, das ihre Augen leuchten.
Im Raum ist es so leise, das man fast Joan´s Herz für diesen Mann schlagen hört.
Jill sieht sie ungläubig an,
„Joan, glaubst du das was du da gerade gesagt hast? Man erzählt sich, er sei von diesen Nichtmenschen aufgezogen worden und wisse nichts über Gefühle. Er sei so herzlos wie sie.“
„Diese Nichtmenschen, Jill, heißen Professor Simon Wright, Grag und Otho. Wenn du glaubst, er habe kein Herz und keine Gefühle, dann frage Michelle, wenn sie aus dem Urlaub kommt. Vielleicht glaubst du ihr. Sie und ihr Mann Rene dutzen ihn sogar.“
Das sie es auch tut verheimlicht sie ihr lieber. Mit einem Schlag ist Joan ernst geworden, aber böse sein kann sie ihrer Freundin nicht. Es stimmt, dass man sich das erzählt und Joan wundert es nicht. Captain Future ist durch sein geheimnisvolles Leben und seiner Taten, zu einer lebenden Legende geworden.

Joan möchte das Thema wechseln und spricht ihre früheren Kollegen direkt darauf an.
„Ach, bevor ich es vergesse. Ich sammele, wie letztes Jahr für die Familien, denen es nicht so gut geht. Macht ihr wieder mit?“

Eifriges Nicken in der Zentrale.

„Gut, ich komme in ein paar Tagen vorbei, ......ach ja, ......bringe ich meinen Verlobten mit.“ verkündet Joan heiter.
„Deinen Was?“
„Deinen Verlobten?“
„Du wirst heiraten?“
„Du Joan?“
Allgemeines Stimmengewirr !

„Bis dann also,“ ruft sie in die Runde und ist aus der Tür geschlüpft.
Verwirrte Gesichter blicken ihr nach.

Auf dem Weg in das Penthouse erledigt sie ein paar Einkäufe und schmunzelt, als sie sich an ihnen Einkauf mit Curt erinnert. In der Wohnung packt sie die Sachen weg und ihr wird schmerzhaft klar, dass er ihr fehlt. Dabei ist er nicht mal einen Tag weg.
Joan ißt lustlos ein paar Bisse zu Abend und geht nach einer ausgiebigen Dusche zu Bett.

Wie lange sie so wach liegt, kann sie in der Dunkelheit nicht genau einschätzen.
Sie fühlt mit der Hand neben sich und spürt die gleiche Leere, wie in ihr.
Irgendwann in der Nacht, fordert der Schlaf sein Recht.

Durch ein Geräusch an der Haupteingangstür, wird sie jedoch aus ihrem leichten Schlaf gerissen.
Was war das?

Hat sie vergessen den Schutzschirm zu aktivieren?
Fieberhaft denkt sie nach.
Da, wieder das Geräuch!
Mit angehaltenem Atem rutscht sie auf ihr Kissen hoch und sitzt jetzt ganz an der Wand, ihre Knie mit den Armen umschlungen.

„Irgendjemand ist in der Wohnung!“schießt es ihr durch den Kopf.

Was soll sie nur tun?
Sie hat keine Waffe hier. Angstvoll steigt sie aus dem Bett.
Bedacht darauf kein Geräuch zumachen, schleicht sie zur Schlafzimmertür.
Sie will einen vorsichtigen Blick in den Wohnbereich wagen, um sich zu vergewissern, wer da ist.
Gerade als sie die Tür erreicht, steht eine große dunkle Gestalt vor ihr.

Joan schreit hell auf und schlägt mit einem Handkantenschlag schräg durch die Dunkelheit.

Ein paar kräftige Finger schließen sich blitzartig um ihr Handgelenk und versetzen Joan in bodenlose Panik.
Ihr markerschütternter Schrei durchschneidet die Nacht.

                                                          *
« Letzte Änderung: 11. April 2009, 01:59:48 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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Offline Felixx

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #24 am: 14. April 2009, 19:22:16 Uhr »
Zitat
Ein paar kräftige Finger schließen sich blitzartig um ihr Handgelenk und versetzen Joan in bodenlose Panik.
Ihr markerschütternter Schrei durchschneidet die Nacht.

Toll !!!!11 >:(
Das ist wie bei diesen Serien wie "Lost" , jedesmals wenn es spannend wird, dann kommt der Abspann.
Wie lange müssen wir jetzt auf die Fortsetzung warten....... [jump] ?

felixx ::)
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Offline Spacerancher

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #25 am: 15. April 2009, 00:08:26 Uhr »
 ;D ...genauso lange wie DU uns quälst, Felixx. Immer einen Freitag nach Dir setze ich ein Häppchen ein.

 [jump] Ohhhhh, was freut mich das, das es Dir jetzt auch mal so geht. [naughty]

Du weißt ja wie ich das meine..... [animtwink]

 [imsorry] Sind nur noch dreieinhalb Wochen.

 [knuddeln] Spacy
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #26 am: 25. April 2009, 17:02:25 Uhr »
Zitat
So endlich bin ich dazu gekommen die weiteren Episoden zu lesen. Klasse Geschichte! *Beifall klatsch*!

*tief verneig* ...vielen Dank ! :D

Zitat
Also ich weiß ja nicht wie groß und stabil gebaut die Balkone mancher Leute so sind, dass gleich ein ganzer - wenn auch kleiner - Gleiter darauf landen kann. Also ich gebe an dieser Stelle zu, vor Neid ganz grün zu werden!  ;D ;)

Naja, dachte mir........ da das Penthouse auf dem Dach eines Wolkenkratzers ist, und dafür doch nur klein, ist genug Platz für den Cosmoliener oder kleineren Gleiter.                                           *kratzt sich hinterm Ohr* ......sollte das vielleicht etwas weiter beschreiben.  ;)

Zitat
Aber auch sonst herrlich romantisch, spannend und wunderbar unterhaltsam geschrieben. Ich will auf alle Fälle MEEEEEEEEEHHHHR davon!

 Am ersten Mai Donnestag gibt es ein extra Häppchen. Dann geht es Freitags weiter. Will nicht mit der Tradition brechen.  ;D

Spacy
« Letzte Änderung: 7. Mai 2009, 21:48:49 Uhr von Spacerancher »
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #27 am: 26. April 2009, 20:12:27 Uhr »
HE......, wer hat die Bilder geklaut???  Na so was !

Okay,..... auf ein neues und bearbeiten.

  Spacy
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Offline claudrick

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #28 am: 28. April 2009, 16:07:18 Uhr »
Auf der nächsten Seite ist ein Mängelbericht verfasst. In einem Monat gehen auf ihre Kosten, drei Gleiter (Totalschaden), elf Glassitfensterscheiben (Verdächtige verfolgt), fünf  Türen (Werkzeuge dauerten zulange) u.s.w.
Klingt irgendwie nach dem "Duo infernale" Murtaugh & Riggs aus "Lethal Weapon". Die hinterließen bei ihren Einsätzen auch in schöner Regelmäßigkeit eine Schneise der Verwüstung (mit anschließender Strafversetzung zum Streifendienst  ;D )
Da hätte deine Joan echt dazu gepasst, Spacerancher!  ;)

EDIT

Hätte ich fast vergessen: Deine Bildchen zur Story sind wirklich allerliebst. Sie spiegeln deine Liebe und Begeisterung für die Sache wider!  [goodjob]
« Letzte Änderung: 29. April 2009, 15:39:23 Uhr von claudrick »
Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz? (Woody Allen)

Offline Spacerancher

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #29 am: 29. April 2009, 20:25:03 Uhr »
  Hallo Claudrick !!!

Zitat
Klingt irgendwie nach dem "Duo infernale" Murtaugh & Riggs aus "Lethal Weapon". Die hinterließen bei ihren Einsätzen auch in schöner Regelmäßigkeit eine Schneise der Verwüstung (mit anschließender Strafversetzung zum Streifendienst    ;D)
Da hätte deine Joan echt dazu gepasst, Spacerancher!  ;)

Wollte sie ihrem Beruf gerecht werden lassen. Ich sehe Joan nicht als 'Blondchen', sondern als junge clevere Agentin, die weiß was sie möchte. (..... wobei das sich gelegentliche Retten lassen, ein Wink mit dem Zaunpfahl ist. ....... Wie sonst, sollte sie die Aufmerksamkeit eines bestimmten, jungen, gut aussehendem, rothaarigen Mann bekommen, er nur auf Hilferufe reagiert? )

Zitat
Hätte ich fast vergessen: Deine Bildchen zur Story sind wirklich allerliebst. Sie spiegeln deine Liebe und Begeisterung für die Sache wider!   [goodjob]



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