Autor Thema: Ich trage Dich in meinem Herzen  (Gelesen 41801 mal)

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Ich trage Dich in meinem Herzen
« am: 11. März 2009, 18:25:33 Uhr »
Ich weiß, diese Art eine Story einzusetzen ist sehr ungewöhnlich........ ;D

Mein Computer hat ein Eigenleben und er weiß, dass ein absoluter  'Computerobertrottel' vor ihm sitzt. Ich versuche dennoch mein bestes um es ihm heimzuzahlen.  [naughty]

Hoffentlich bekommt ihr den Link auf.

Viel Glück und viel Spaß !

Wenn es klappt, habt ihr den ersten Teil vor euch,........wenn ihr euch da durch gewühlt habt, stehe ich als 'Zielscheibe' zur Verfügung.

Na dann,...... sammelt schon mal, Eier, Tomaten, Kopfsalat und andere Wurfgeschosse.

Hier geht's los..... (hoffe ich!)

https://share.acrobat.com/adc/document.do?docid=eeb37d16-73cb-4bff-9124-20ba09e8ab3f

Euer Spacerancher

P.S.       Ähm......, CJK.....könntest Du es schaffen das hier richtig zuverlinken?   [animtwink] Du weiß ja, wie Du hier drauf kommst. [animtwink]

Hallo Ihr !
Das ist ein Nachtrag von mir. Ab jetzt geht es 'normal' weiter. Mein PC wurde von mir überlistet. Ihr braucht Euch nicht mehr mühsam über den Link zuquälen,....... ein paar Seiten weiter habt Ihr alles vor Euch.

Viel Spaß !

Spacerancher
« Letzte Änderung: 11. April 2009, 21:20:13 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #1 am: 12. März 2009, 00:12:22 Uhr »
P.S.       Ähm......, CJK.....könntest Du es schaffen das hier richtig zuverlinken?   [animtwink] Du weiß ja, wie Du hier drauf kommst. [animtwink]

Hast schon ganz ordentlich gemacht, Spacy. Passt alles.  [goodjob]


"Ich bin nur ein kleiner, unbedeutender Pilot in einer Welt voller weltverbessernder, zwangsoptimistischer Wissenschaftler, der gerade gezwungen wurde, alle seine Prinzipien über den Haufen zu werfen." - Jim "Shadow" Koenig; Projekt Chamäleon

Offline Spacerancher

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #2 am: 12. März 2009, 00:39:49 Uhr »
Zitat
Hast schon ganz ordentlich gemacht, Spacy. Passt alles.   [goodjob]


:D Schön.... dann liege ich bei meinem Kasten wieder mit einem Punkt vorne.  ;D

 [happywave] Spacerancher
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #3 am: 13. März 2009, 21:09:22 Uhr »
Hallo Ihr da draußen !  [happywave]


Schön, das Ihr da seid !!!  [bussi]

Keine Einwände ??? Keine Tomaten,......Eier,..... sonstiges !!!

 :P ...tja dann..... ,

........habt ihr jetzt etwa vier Wochen Zeit, zum Lesen. Ich möchte ja nicht mit der Tradition brechen. Immer einen Freitag nach 'felixx Rivalen' setze ich das nächste Stück ein.
Felixx versuchte mir zu helfen und schickte mir eine Umgewandelte Form der Geschichte. Nur leider, wie schon erwähnt, besitzt mein Rechner ein sehr störrisches Eigenleben. Er nahm, trotz Fluch-, Schimpf- und Schweißausbrüchen, den Text nicht an. [wallbash]
Vielleicht findet sich noch einen Weg......(oder einen anderen Rechner) ! [hammerpc]

Ich hoffe Ihr habt trotzdem etwas Spaß.

Spacerancher

« Letzte Änderung: 13. März 2009, 21:39:16 Uhr von Spacerancher »
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #4 am: 10. April 2009, 21:00:37 Uhr »
So....wie versprochen. Heute ist Freitag und eine Woche nach Felixx . ;D                 [animtwink] Neue Zeitrechnung .......

Dann versuche ich jetzt mal mein ausgeklügeldes System, wie ich es doch noch schaffe meinen Rechner zu überlisten.  (Bitte nicht über das Jappy Logo wundern.... ging nicht anders..... [shrug] )

Hoffendlich klappt es......

« Letzte Änderung: 16. Mai 2012, 14:05:51 Uhr von Spacerancher »
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #5 am: 10. April 2009, 21:10:24 Uhr »
Ich trage dich in meinem Herzen

In einem kleinen verträumten Restaurant, weit über den Dächern von New York.
Leise Musik berieselt eine handvoll Gäste, die aus allen Teilen des Sonnensystems zukommen scheinen.
An einem Fenstertisch haben drei blauhäutige Saturnier platzgenommen und unterhalten sich in einer Art Pfeifsprache miteinander.
Zwei Tische weiter sitzen zwei Uranierfrauen. Ihre violetten Haare, die beide lang über die Schultern tragen, heben sich von ihrer safrangelben Haut ab. Sie schauen aus dem riesigen Panoramafenster und geniesen den Sonnenuntergang.
Auf der anderen Seite des Gastraum´s, in einer kleinen halbdunklen Nische, sitzt ein uns wohlbekanntes Pärchen.
Auf ihrem Tisch steht eine weiße Kerze, die bereits auf die Hälfte herunter gebrannt ist. Das geschmolzene Wachs, rinnt an einer Seite der Kerze hinunter und hinterlässt auf ihr bizarre Formen. Ihr Licht spiegelt sich in zwei halbvollen Rotweingläser wider und wirft kleine verzerrte Kreise an die Decke.
Der junge Mann, in einem schwarzen Anzug, der sich aufmerksam in dem Raum umgesehen hat, bemerkt amüsiert, wie seine Begleiterin nervös an ihrem fliederfarbenen Abendkleid, nicht vorhandene Falten glättet. Sie spürt seinen Blick und sieht auf.
Ihre Blicke treffen sich und für einen Moment sehen sie sich tief in die Augen. Das blonde Mädchen errötet und schlägt verschämt ihre Augen nieder.
Ein Lächeln huscht über das Gesicht ihres Begleiters. Um ihr ihre Verlegenheit zunehmen, spricht er sie an.
„Du siehst heute abend wirklich bezaubernd aus, Joan!“
„Oh,....vielen Dank Curtis,“ antwortet das Mädchen, ohne jedoch ihren Blick zuheben.
„Joan? Möchtest du vielleicht mit mir tanzen?“ fragt der junge rothaarige Mann seine verlegene Begleiterin.
Joan sieht auf. Captain Future ist unterdessen aufgestanden und steht nun vor ihr. Er hält ihr seine Hand entgegen und nickt ihr aufmunternd zu.
„Möchtest du?“ fragt er noch einmal.
„Gern.“ antwortet sie schüchtern.
Ganz behutsam ergreift Curtis ihre Hand und bemerkt ein leichtes Zittern. Sanft streicht er mit dem Daumen über ihren Handrücken und zieht sie hoch.
Lächelnd führt er sie zu der kleinen Tanzfläche. Dort wendet sich Curtis Joan zu, nimmt ihre rechte Hand in seine Linke und legt die rechte Hand um Joan´s Taille.                                                                                                                                 
« Letzte Änderung: 16. Mai 2012, 14:07:14 Uhr von Spacerancher »
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #6 am: 10. April 2009, 21:17:01 Uhr »
In der Ecke der Tanzfläche steht eine alte Musikbox, die vor dreihundert Jahren schon zu den Klassikern zählte, aus ihrem Innern kommt die leise Musik.
Joan´s Herz schlägt ihr bis zum Hals und in ihrem Magen hat sie ein Gefühl, als ob hunderte kleiner Käfer darin herum krabbeln.
Ihr junger Tanzpartner spürt ihre Nervosität und nutzt die Gelegenheit, als die Musik zu einer ruhigeren Melodie wechselt. Er zieht Joan in seine Arme und wiegt sie sanft im Takt der Musik.
In Joan steigt ein beklemmendes Gefühl auf. Doch dann wirkt die sanfte, sichere Art des Captain´s und die ruhige Atmosphäre auf sie ein. Ohne es selbst zu merken, entspannt sie sich. Ihr ist, als entgleitet sie aus Raum und Zeit in eine andere Dimension. Joan nimmt die anderen Gäste nicht mehr wahr. Sie fühlt sich, als schwebt sie auf Wolken dahin. Sie spürt nicht wie ihr ihre Beine versagen und sie dem Captain fast aus den Armen rutscht. Seine Stimme weckt sie aus ihren Träumen.
„Hoppla, Joan! Ist mit dir alles in Ordnung?“
 Mit diesen Worten zieht er sie wieder in seine Arme und ganz dicht an sich. Curt steht mit Joan im Arm mitten auf der Tanzfläche und schaut sie nun besorgt an.
„Joan, du zitterst ja! Was ist den mit dir?“
„Nichts, schon gut. Es ist alles in Ordnung.“ antwortet Joan noch nicht ganz wieder in ihrer Welt.                                                                                                                                                             
 „Aber Joan! Ich kenne dich nun schon etwas länger, um zu wissen, das da irgendetwas nicht stimmt.“ Forschend zieht er die Augenbrauen zusammen. „Bitte, sag´ mir doch was du hast!“

„Ach, Curtis. Ich wollte dich damit nicht beunruhigen, aber kurz bevor wir uns trafen, bekam ich eine anonyme Nachricht. In der stand, ich werde es bereuen, wenn ich weiterhin gegen die Drogenschmuggler ermittle. Ich habe Angst, Curtis. Gestern morgen hatte ich sogar eine tote Ratte vor meinem Apartment liegen.“
Bestürtzt hört Curt Joan zu, dann legt er ihr behutsam seine rechte Hand an ihre Wange und sieht ihr tief in ihre Augen.
„Ich lasse es nicht zu, dass dir irgendjemand etwas tut. Mach´dir keine Sorgen Joan.“ sagt er mit ernster Stimme.
Joan erschautert, fast könnt sie sich vor ihm fürchten, so sehr blitzen seine grauen Augen und sie glaubt eine feste Entschlossenheit darin zuentdecken.
„Entschuldige bitte! Ich bin wohl nicht die geeignete Begleiterin. Ich mache alles nur noch schlimmer!“ Ihre Augen füllen sich unbeabsichtigt mit Tränen.
Liebevoll drückt Curt das Mädchen an sich. 
„Joan!... Ich könnte mir gar keine bezauberndere Begleitung wünschen.“ beruhigt er Joan. „Auch wenn dies hier nur ein Auftrag ist, so wünschte ich mir, wir könnten diesen Abend einmal wiederhohlen, nur wir beide.“
Er sieht ihr tief in die Augen. Noch immer schwimmen Joan´s Augen in Tränen. Future zieht sein Tuch aus der Brusttasche seines Anzugs und tupft sie ihr lächelnd ab.
„Weißt du eigentlich, dass du wunderschöne Augen hast?“ Joan errötet.
„Deine Augen sind so blau, wie der Himmel an einem wunderschönen Sommertag.“ sagt der Captain noch immer lächend.
„Curtis, du machst mich ganz verlegen, und ich fürchte die Leute sehen schon zu uns rüber.“ „Die Leute sind mir egal!“ Seine Stimme wird mit einem Mal sehr ernst und Joan befürchtet schon etwas falsches gesagt zuhaben.
„Joan...!“ Er legt seine Hände fest auf Joan´s Schultern und blickt sie ernst an.
„Joan...,“ beginnt er nochmal. „Wir kennen uns nun schon ein paar Jahre...., außerdem muß ich dir sagen, dass....dass ich wirklich sehr gerne mit dir zusammen bin.... und  ... und deshalb wollte ich dir sagen,....“ er schluckt trocken, „Ich mag dich furchtbar gern,“ beeilt er sich fertig zusprechen.
Joan sieht ihn fragend an. Was hat er da eben gesagt? War das nun, das von ihr so lange erhoffte Geständnis?!
Mit offenem Mund sieht sie ihn an und nickt verträumt. Erst als er sie wieder in seine Arme schließt, antwortet sie ihm leise aber mit fester Stimme. „Das habe ich immer gewusst. Aber könntest du mich vielleicht einmal kneifen?! Damit ich weiß, das ich nicht träume?!“
Lachend schiebt der Captain Joan ganz behutsam ein kleines Stück von sich und flüstert.
„Ich kneife dich nicht Joan, aber ich tue das!“
Er beugt sich leicht über sie und küsst sie sanft auf den Mund. Damit hat Joan nicht gerechnet und wieder geben ihre Beine den Dienst auf.
Lachend fängt er sie, „Na, heute stehst du aber nicht sehr fest auf deinen Füßen.“
Joan blickt ihn erstaunt an.
„Du hast mich geküsst?!“
„Ja, ...das habe ich!“ bestättigt der Captain. „Und ich beabsichtige es, von jetzt an, noch öfter zutun!“
„Ich werde mich nicht dagegen wehren, ...wenn du das meinst!“
Noch einmal zieht Curtis Joan in seine Arme und küsst sie erneut, nur noch sanfter und länger. Dann sagt er mit gespielter Vorsicht, „Ich sollte dich wohlbesser an unseren Tisch zurück bringen, bevor ich dich nicht mehr fangen kann und du letztendlich doch noch auf dem Boden sitzt.“
Und Joan gibt genauso übertrieben zurück, „Ja wohl besser, .... Curtis!“
Beide müssen lachen und der Captain ist froh, Joan ein wenig von ihrer Nervosität genommen zu haben. Arm in Arm gehen sie zu ihrem Platz zurück.
Gerade als sie sich wieder an den Tisch setzen wollen, steht einer der Saturnier auf und verlässt, ohne sich nochmal umzusehen das Restaurant.
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #7 am: 10. April 2009, 21:25:40 Uhr »
Captain Future und Joan sehen sich kurz an.
Der Captain winkt dem Kellner, der sofort mit der Rechnung erscheint. Joan legt sich ihren dunkelgrauen Umhang um und greift nach ihrer Handtasche, wärend der Captain seine Creditkarte durch einen Scanner zieht.
Und nur einen Augenblick später, verlassen sie die Gaststätte.
„Wir müssen auf´s Dach. Ezella hat dort einen Citygleiter bereit gestellt!“ informiert Joan Curt.
Schon laufen beide die Treppe zum Dach hinauf. Obwohl es nur ein Stockwerk ist, erreicht Captain Future als erster die letzten Stufen.
 Joan wird von ihrem Kleid behindert. Ein lautes Ratschen lässt den Captain herum fahren.

„Joan, ...das schöne Kleid!“ Ein langer Riss erstreckt sich an der rechten Seite ihres Abendkleides.
„Wenn wir uns nicht beeilen, entkommt uns der Schmuggler!“ verteidigt sich Joan und läuft an dem verdutzten Captain vorbei.
Der Captain sieht ihr nach und murmelt mit schütteltem Kopf. „Was für ein Mädchen!“
Dann beeilt er sich Joan einzuholen. Gleichzeitig erreichen die beiden den Gleiter. In nur dreizig Sekunden erfolgt der Start.
„Das Peilgerät funktioniert ausgezeichnet. Sein Vorsprung ist noch nicht allzugroß, er dreht in östliche Richtung. Laut Peilung müsste er jetzt am Rockefeller Center sein!“ berichtet Joan ganz in ihrem Element.
„Gut gemacht, Joan. Sehen wir mal wo er hin möchte.“
„Er biegt in die Zweiundvierzigste ein. Ich glaube, er will in den Nachtclub Lalorouge. Soll ich Ezella  kontakten?“ fragt die junge Agentin.
„Ja, er soll vorsichtshalber den Block absperren. Der Saturnier darf uns nicht entwischen. Er ist ein wichtiger Mann in diesem Schmugglerring. Da...! Du hattest mit deiner Vermutung recht. Er verschwindet in dieser Bar! .....Wie konntest du das wissen Joan? Es gibt hier etwa fünfunddreizig Club´s, woher wusstest du, dass er hier abtauchen will?“ verdutzt schaut der Captain Joan von der Seite an.
„Das war nicht schwer. Mir war nur aufgefallen, dass er sich seine Rialzigaretten mit Streichhölzer anzündete und er spielte ständig mit der kleinen Schachtel. Als sie leer war, nahm der Kellner sie mit. Und das leere Päckchen lag noch immer auf dem Tablett das Kellners, als du die Rechnung bezahlt hast. Das ist schon alles!“ berichtet die junge Agentin.

Curt sieht sie erstaunt an und lobt. „Donnerwetter, Joan. Das habe ich überhaupt nicht für wichtig gehalten. Alle Achtung!“ Curtis setzt den Gleiter mit fauchenden Landungsdüsen auf. Fast gleichzeitig steigen beide aus. Gerade als sie die Eingangstür erreichen, kommt ein Türsteher aus dieser heraus getretten.
Geistesgegenwärtig schnappt sich Curt das Mädchen und küsst sie auf den Mund. Er stützt ihren Kopf mit seinem Arm, den anderen hat er um ihre Taille gelegt. Joan schlingt ihre Arme um seinen Hals und spielt mit. Der Kuss fällt länger aus, als es Curtis beabsichtigt hatte. Wie er Joan aber so in seinen Armen hält, genießt er es und stellt erfreut fest, dass auch sie in seinem Arm die Augen geschlossen hat.
Der Türsteher sieht den beiden amüsiert zu, und ruft. „He, ihr zwei Turteltauben, wenn ihr was zum Anheizen sucht, hier drin geht der Punk ab!“
„Das hört sich gut an. Komm Süße, lass uns noch ein paar kippen, bevor wir zu mir geh´n.“ feixt der Captain.
„Na klar, Kleiner! Aber kipp´ nicht aus deinen Schuhen.“ kontert Joan frech.
Ohne nach dem Passwort zu fragen, lässt der Aufpasser sie durch. Drinnen herrscht ein mächtiges Gedränge und es ist schwer, auf den Beinen zu bleiben.
Eben wird an der Seitenbar ein kleiner Tisch frei und Joan gelingt es ihn zubesetzen, bevor ein anderer es kann. Endlich hat auch der Captain es durch die Mänge geschafft.
„Gut gekontert....Süße!“ lacht er.
Seine Gegenüber grinst verschmitzt, „Ich könnte mich an solche Tarnungen gewöhnen. Zu meinem Glück, warst du bereit dich als mein Begleiter zur Verfügung zustellen. Mit einem Kollegen, aus meiner Abteilung, wäre es nur ein langweiliger Abend geworden. “
Wieder muß der Captain lachen.
Seine Begleiterin neckt ihn. „Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass das Präsidium dich um Hilfe bittet und Olga Kostowiza meinen Platz einnimmt.“
Curt erschautert.
Vor seinem geistigen Auge stellt er sich die sibirische Agentin vor.
Fellmütze, Wintermantel, Pelzstiefel und eine abgebissene Pfeife.
Lauthals prustet er los und verschluckt sich fast dabei, „Um Himmelswillen, Joan! Hör´ auf. Ich gebe mich geschlagen, .....du hast gewonnen. Nur tu´ mir das nicht an!“ 
Joan wundert sich über seine ungewohnte Ungezwungenheit. Sein Lachen ist angenehm und ansteckend. Sie kichert nickend.
„Was möchtest du gerne trinken?“ richtet er das Wort an seine hübsche Partnerin.
„Ein tropischer Traum wäre nicht schlecht.“ gibt diese zurück.
Er wendet sich an den Barkepper. „Einen tropischen Traum und ein kühles marsianisches Schwarzbier.“ 
Der Angesprochene nickt und stellt einen Augenblick später das Gewünschte vor sie hin.
Curt schiebt einen Zwanzig Creditschein über die Theke und sagt, „Stimmt so und sie haben uns nie gesehen!“
Der Barkepper nickt wieder und steckt das Geld ein.
„Curtis , ... ? ? ?“
„Was denn? Das, wollte ich immer schon mal sagen.“ lacht er.
Joan verdreht die Augen und schüttelt den Kopf. „Du kannst ganz schön albern sein, weißt du das?“
Als Antwort erhält sie ein breites Grinsen. Curt greift sein Bier und trinkt mit einem Zwinkern aus der Flasche.
Joan nippt an ihrem Cocktail. Sie sieht aus einer Nebentür den Saturnier kommen und zur Hintertür gehen.
„Oh, sieh´mal! Dort ist unser Freund wieder!“
„Okay, dann los,“ flüstert der Captain, dann schreit er. „Okay! Alles auf den Boden! Hier wird gleich geschossen! He Sie, ja sie! Sie sind verhaftet!“
Der blauhäutige Schmuggler sieht sich gehätzt um, flankt über die Theke und flüchtet durch den Hinterausgang, in eine nur durch erhellte Fenster beschienene Seitengasse.
Joan und der Captain verfolgen ihn sofort. Sie rempeln gegen noch stehende Gäste und stolpern über die am Boden liegenden.
Mit einem lauten Krachen stösst der Captain die Tür auf und geht sofort hinter einem Müllcontainer in Deckung. Joan wartet bis Curt ihr ein Zeichen gibt. Daraufhin springt sie hinter ein paar Getränkekisten.
Doch die erwarteten Schüsse bleiben aus. 
„Er darf uns nicht entkommen!“ ruft der Captain seiner Begleiterin zu, wärend er los läuft. Aber Joan ist schon an ihm vorbei und hat den Schmuggler bereits ein Stück eingeholt.

Wie auf ein verabredetes Signal, stürmen Ezella und seine Truppen das Nachtlokal und durchsuchen alle Gäste und das Personal.

Mittlerweile staunt der Captain nicht schlecht. Joan ist behende auf die ca. zwei Meter hohe Mauer hinauf gesprungen und läuft jetzt parallel zu dem Flüchteten. Doch als er die Agentin bemerkt, ist es bereits zuspät. Sie springt ihn von oben her an, wie eine venusianische Fleckenkatze.
Nur ein paar Sekunden später erreicht Curt den am Boden liegenden Saturnier und braucht nicht mehr einzugreifen. Der Schmuggler ist mit dem Kopf auf die Strasse geschlagen und liegt ohne Besinnung auf dem dreckigen Pflaster.
Ezella kommt mit zwei Beamten hinter ihnen aus der Dunkelheit gerannt.

Future beugt sich über den Ganoven und zieht ein Paket unter dessen Mantel hervor. Vorsichtig öffnet er das Bündel und ein dunkelblaues Pulver rieselt heraus.
„Seht euch das an! Das sind mindestens fünf Kilo Heavensdoor!“
Ezella nimmt das Paket entgegen und brummt mit seiner sonor Stimme.
„Für ca. drei Millionen Credits, das kommt ihm auch so teuer. Das kostet ihn acht Jahre und dabei hat er noch Glück, hätte er eine Waffe dabei, wären es wohl Zwölf geworden. So Leute, dann bringt ihn mal weg!“
Er dreht sich zu Joan und Curt um. „Sehen wir uns später noch?“
„Nein, ich glaube heute nicht mehr. Ich lade jetzt ein gewisse junge Dame zum Essen ein. Das haben wir uns verdient.“ schmunzelnd sieht er zu ihr hinüber.
Joan schaut an sich herunter und fängt laut zu lachen an.
„So wie ich aussehe, komme ich nur in eine Pension für Minderbemittelte.“
Ezella und Future sehen sich grinsend an.
Der Captain nimmt Joan an der Hand und verschränkt seine Finger mit ihren.
„Also dann, Ezella. Wir sehen uns dann morgen. Gute Nacht, alter Freund!“
„Ja. Gute Nacht, ihr beide!“ grüßt er zurück.
„Gute Nacht, Ezella!“verabschiedet sich auch Joan und küsst ihrem vaterlichen Freund schnell noch auf die Wange.
Hand in Hand gehen die beiden zum Gleiter zurück, bis Curt die Stille unterbricht.
„Damit ist dein Auftrag wohl erledigt. Du warst großartig, Joan!“  Nicht ahnend, wie sehr er sich irrt.
„Danke, Curtis!“ gibt sie zurück.
„Aber du kannst es nicht lassen, nicht wahr Joan?!“
Sie erschrickt,
„Was denn?“

Er bleibt stehen und nimmt ihre Schultern zwischen beide Hände. Das Mädchen sieht ihn an. Curtis erwidert ihren Blick und ertrinkt fast in ihren blauen Augen. Sanft streicht er ihr über die Wange.
„Ach, Joan! Nicht immer vornweg. Sei etwas vorsichtiger. Er hätte eine Waffe haben können!” erinnert er sie flüsternd.
Bevor Joan irgendetwas dazu sagen kann, lächelt er und fragt,
„Wie ist es mit dem Essen, nimmst du an? Oder hast du noch etwas anderes vor?“
„Nein nichts, aber zuerst möchte ich mich zuhause duschen und mir etwas anderes anziehen. Es ist nicht weit, ....nur vier Blocks weiter östlich. Es dauert auch nicht lange,“ lächelt sie. „Na dann, verlieren wir keine Zeit!“, grinst Curt verschmitzt.
« Letzte Änderung: 10. April 2009, 21:27:49 Uhr von Spacerancher »
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #8 am: 10. April 2009, 21:33:25 Uhr »
Fünf Minuten später landen sie vor Joan´s Wohngebäute.
„Dieses Appartment liegt nur ein paar Minuten zu Fuß vom Präsidium entfernt. So bin ich nicht auf Verkehrsmittel angewiesen. Ich wohne im vierzehnten Stock. Es hat eine phantastische Aussicht, auf einen kleinen Park.“ Erklärt sie ihm, um die Zeit zu überbrücken, als sie gemeinsam mit dem Turbolift nach oben fahren.
Vor ihrer Tür holt Joan ihre Karte für das Türschloß aus der Handtasche. Als sie die Karte in den Scanner schiebt, hört Curt ein seltsames Zischen.
Ohne Joan zuwarnen, reißt er sie mit sich hinter einen Wandvorsprung.
 


Keine Sekunde zu spät.
Es gelingt ihm gerade noch sie mit seinem Körper zu schützen.
Eine starke Explosion erschüttert das gesamte Stockwerk und die entstandene Druckwelle lässt Splitter der Wohnungstür wie Geschosse durch die Luft fliegen.
Genau so schnell ist alles vorbei.
Nur der Staub, der schwer in der Luft hängt, zeugt davon was soeben geschehen ist.
Curt sackt auf die Knie.
„Curtis, Liebling... mein Gott! Was ist mit dir?!“
Vor Sorge fällt ihr nicht auf, wie sie ihn eben genannt hat. Dem Captain schon!
„Nichts, Liebes! Mir wurde nur schlagartig bewußt, welches Glück wir gerade hatten. Joan...., ich lasse dich auf keinen Fall mehr alleine, bevor wir nicht diesen Wahnsinnigen gefast haben und ich ihn eigenhändig, in das tiefste Verlies geworfen habe, dass ich finden kann!“
Mit diesen Worten steht er auf. Joan stürtzt sich erleichtert an seine Brust und er umschließt sie mit seinen Armen.

Die Turbolifttür öffnet sich.
„Curt ..., Joan ...!?“ Es ist Ezella.
„OH  NEIN! ICH KOMME ZU SPÄT!“
„Nein Ezella, wir sind hier!“ ruft der Captain seinen Freund.
„Gott sei Dank! Ihr lebt!“ atmet der alte Marshall erleichtert aus, „Als ich ins Präsidium kam, fand ich dort an Joan´s Bürotür eine Beileidskarte. Ich dachte zuerst, es wäre ein dummer Scherz. Doch als ich hinein sah, stand da: Verstorben durch Wohnungsexplosion. Sofort bin ich hier her geflogen. Ich sah den Gleiter unten stehen und befürchtete, dass ich euch nicht mehr rechtzeitig erreichen könnte. Ich war gerade im Lift, als ich den Knall hörte und die Erschütterung spürte. Ich dachte, gleich stürze ich mit dem Ding ab! Mir blieb fast das Herz steh´n! Mensch, zum Glück muss jedes Stockwerk extra gesichert sein, sonst wäre hier wohl alles zusammen gestürzt.“ berichtet Ezella völlig aufgelöst.
„Uns ist nichts passiert, aber Joan´s Wohnung hatte wohl nicht so viel Glück!“ knurrt  Curt. Joan hält sich noch immer an ihm fest.
Die Berieselungsanlage verspritzt ihr Wasser ihm gesamten Stock und mittlerweile sind Joan und der Captain nass bis auf die Haut.
Weil es eine Druckbombe war, gab es keinen Brand, dennoch ist alles demoliert worden. Das müssen die drei feststellen, als sie sich in der Wohnung umsehen.

Joan wird mit einem Mal klar, welches Glück sie gerade hatten.

« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:30:11 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #9 am: 10. April 2009, 21:43:42 Uhr »
Derjenige der die Bombe legte, hat zusätzlich jedes einzelne Kleidungsstück von Joan zerschnitten.
 „Hier kann die Spurensicherung Überstunden machen!“ stellt Ezella mit sarkastischem Unterton fest.
Curt sieht auf Joan, sie zittert.
Er legt seine Arme um sie, drückt sie sanft an sich und küsst sie zärtlich auf ihre Haare. „Joan...! Geht’s wieder?“ fragt er sie besorgt.
Sie nickt kaummerklich.
„Hier kannst du nicht bleiben. Du musst auch aus den nassen Kleidern raus!“ stellt der Captain fest.
„Aber wo soll ich denn hin?“ fragt sie tonlos.
Curtis drückt sie für einen Augenblick ganz fest an sich und antwortet ihr mit sanfter Stimme. „Ich besitze hier in New York ein kleines Penthouse, dass ich von Simon zu meinem einundzwanzigsten Geburtstag geschenkt bekam. Ich bin dort nicht gerade oft, weil es mir nicht besonders liegt in der Stadt zu wohnen. Eigentlich bin ich nur dort, wenn es zu spät zum nach Hause fliegen wird. Aber jetzt ist es gut, es zu haben. Simon hat es so konstruiert, dass es einen eigenen Schutzschirm hat, der genauso undurchdringlich ist, wie der der Mondbasis. Dort bringe ich dich jetzt hin! Du bist bei mir sicher, keiner wird dir etwas tun. Dafür sorge ich! ! !“
Wieder nickt Joan nur leicht.
Future richtet seine Stimme an seinen Freund.
„Ezella, sag dem Team der Spurensicherung, dass sie jedes Teil zehnmal umdrehen sollen. Wir sehen uns morgen.“
Ezella nickt nur verstehend und klopft dem Captain, beim hinaus gehen freundschaftlich auf die Schulter. Curt bringt Joan zum Gleiter und fliegt mit ihr zu seinem Penthouse. Joan lässt alles über sich ergehen.
Als er mit dem Handflächenscanner die Tür öffnet, steht Joan regungslos neben ihm. Wie unter Hypnose folgt sie ihm in seinen Wohnbereich. Hinter ihnen schließt sich die Tür. Sie nimmt es nicht war.
Auch nicht das ihr Curtis den durchnässten Umhang von den Schultern hebt. Zusammen mit ihrer Handtasche hängt er ihn an die Garderobe.
Joan steht nur da und schaut nach vorne.
Besorgt legt Curt ihr die Hände von hinten auf die Schultern und erschrickt, als Joan wie vom Blitz getroffen zusammen zuckt, sich ihm mit einer schnellen Drehung zuwendet und ihn mit glasigen Augen ansieht, als sehe sie durch ihn hindurch.
Genauso schnell hat er sich wieder unter Kontrolle.
„Ist ja gut, Liebes.“ beruhigt er die, vor Angst und Kälte, zitternde junge Frau.
Seine Stimme klingt weich und Joan spürt die Wärme und die Geborgenheit, die von ihm aus geht. Sie lässt geschehen, zärtlich aber bestimmt, zu einem schwarzen Ledersessel geführt und dort hingesetzt zu werden.
                                                                                                           
                                                                                                                       
                                                              *

Ezella Garnie treibt seine Leute an, die er augenblicklich angefordert hat.
„Was ist denn? Fangt endlich an! Das gibt es doch wohl nicht! Ihr seit die Spurensicherung, dann sichert gefälligst auch Spuren. Das hier war die Wohnung einer Kollegin. Es muß doch irgendetwas zu finden sein!“
Ein junger Polizeibeamter, zuckt unter der Stimme seines Kommandanten heftig zusammen. Eifrig macht er sich, mit seinen Kollegen, ans Werk. Akribisch wird alles gründlich durchsucht.
Der Marshall wird von hinten angesprochen, „Mensch, muss ich mich jetzt vor dir auch so fürchten?“
Der alte Polizist erkennt die Stimme seines jungen Freundes sofort, erfreut dreht er sich zu ihm um und fragt verwundert, „Ken, Junge! Freut mich dich zu sehen, aber was machst du denn hier? Und seit wann trägst du die Uniform der Planetenpolizei und dazu noch die eines Offizieranwärters?“

Der blonde Junge an der Tür antwortet betrübt, „Ich wollte eigentlich Joan überraschen und ihr erzählen, dass ich die Abschlußprüfung mit Auszeichnung bestanden habe.
Das ich Prüfungen hatte, habe ich ihr nicht gesagt, weil ich sie nicht enttäuchen wollte, falls ich es nicht geschafft hätte.
Joan hat mich immer ermahnt, ich soll fleißig lernen und das tat ich.
Durch den Notendurchschnitt von Eins durfte ich die Prüfungen jetzt schon machen und nicht erst in zwei Jahren, wie meine Kommillitonen. Admiral Anderson hat mich sofort angenommen und hat dicht gehalten. Damit Joan und der Captain es nicht schon vorher mitbekommen. Morgen ist mein erster Tag und ausgerechnet heute, jagt so ein Verrückter Joan´s Appartement hoch. Ist ihr was passiert? Wo ist sie?“
Ezella macht einen Schritt auf den Jungen zu und klopft ihm kameradschaftlich auf die Schulter.
„Joan ist beim Captain. Die beiden waren gerade vor der Tür als das Spektakel los ging. Dank Curt ist ihnen nichts passiert. Nur die Wohnung hatte nicht so viel Glück. Von Joan´s Sachen ist so gut wie nichts mehr übrig. Bis jetzt haben wir auch noch keine Spuren gefunden. Eigentlich könnten wir hier genauso gut Schluß machen. Selbst wenn noch zehn Tage gesucht wird, wird sich am Ergebnis nichts ändern. Ich werde die Comet rufen und ihnen berichten. Komm Ken wir fliegen zum Präsidium. Anderson wird nichts dagegen haben, wenn du mit mir zusammen arbeitest.“
Ken nickt nur zustimmend und begleitet seinen Freund. Dieser dreht sich zu seiner Mannschaft um.
„Ihr sucht weiter! Wer mir doch noch aufschlußreiche Spuren bringt, bekommt eine Woche Sonderurlaub.“
Im Präsidium der Weltraumpolizei nimmt Ezella Verbindung mit der Future Mannschaft auf.                                                                                                       
                                                                  *

Der Televisor meldet sich mit einem scharren und schaltet sich ein. Otho erscheint auf dem Schirm.
„Chef, wir haben eben von Ezella erfahren was geschehen ist. Wir sind auf dem Weg zu euch, ihr braucht Lebensmittel und Sachen zum Anziehen. Ich habe Joan´s Sachen, die sie noch in der Comet hatte, zusammen gepackt. Es ist nicht viel, aber Grag geht sobald wir landen, in ein Geschäft und besorgt ihr noch Kleidung. Wie geht es ihr?“
Curt der vor den Televisor getretten ist, sieht über die Schulter zurück auf das zitternde Mädchen. Dabei löst er den Knoten seiner Fliege, um sich ihrer zu entledigen.
„Sie ist verstört und hat einen Schock. Es wäre das Beste sie in ein Krankenhaus zu bringen, aber dort kann ich sie nicht beschützen und auf die Basis will ich sie ohne ihre Einwilligung nicht bringen. Ich möchte ihr nicht den Eindruck geben, sie weg zu sperren. Aber vielleicht könntest du einen Arzt bitten hierher zu kommen.“
„Verstanden Chef! Ich bringe einen mit. Es wird ja wohl in New York ein Arzt zu finden sein.“
„Danke Otho!“
Der Televisor schaltet sich ab und der Captain kümmert sich, wieder um die hübschen Agentin. Sie sitzt noch immer völlig regungslos da und blickt ins Leere.
Curt sieht wie eine Träne über ihr Gesicht rinnt.
Er kniet sich vor sie und spricht ganz leise.
„Joan?! Du musst dich nicht zusammenreißen. Es ist okay, wenn du weinen möchtest.“
Er drückt sie behutsam an sich und legt ihren Kopf an seine linke Schulter. Sie schluchzt leise und ihr Körper zittert. 
Doch dann brechen die Tränen förmlich aus ihr heraus.
„Curtis..., was soll ich jetzt tun?  ....Wie soll es jetzt nur weiter gehen? Wo soll ich hin? Irgendwo wird er auf mich lauern. ....Es wir mir so ergehen, wie der Ratte. ....Ich kann mich doch nicht mein Leben lang verstecken. Er hat mir alles zerstört, ....alles ist kaputt. Ich weiß nicht weiter. Was soll ich nur tun?“ Sie spricht mit tränenerstickter Stimme.
Nun bebt ihr Körper, sie zittert am ganzen Leib und ist völlig aufgelöst. Unruhig rutscht sie auf dem Sessel hin und her.
Curt streicht ihren Rücken, dabei flüstert er leise, „Es wird wieder gut. Glaub mir! Du bist bei mir. Niemand wird dir etwas tun.“ verspricht er ihr.

Er hält das häftig weinende Mädchen und wiegt sie sacht, fast eine halbe Stunde.
„Sieh mal, Simon und Otho sind eben mit dem Cosmoliner gelandet. Sie kommen gleich herein. Otho hat einen Arzt mitgebracht, der wird dich mal ansehen.“
„Nein! ...Nein ...bitte keinen Arzt. Ich bin nicht krank, ...nein ...ich...ich will keinen Arzt.“ Joan schluchtzt und wird panisch, sie versucht aufzuspringen. Sie will hier weg, nur hier weg! Curt braucht seine ganze Kraft. Er möchte ihr nicht weh tun, aber Joan ist kaum zu bändigen und schreit aus Leibeskräften. Curtis hat sie so noch nie erlebt und schlussfolgert aus ihrem Verhalten, dass sie einen ausgewachsenen Angstschock hat und dieser durchaus lebensbedrohlich für sie werden kann, wenn er unbehandelt bleibt. 
„Sch...., ruhig mein Herz. Sch....! Er wird dir nichts böses tun. Ich bin ja hier. Sch....!“ versucht der Captain sie zu beruhigen. Der Arzt betritt mit Otho und Simon in den Wohnraum.
„Nein ,.... NEIN.....!“Joan versucht jetzt auch um sich zuschlagen.
Kurz entschlossen setzt sich Curt zu ihr auf die Sessellehne und greift um sie herum, so das er auch ihre Arme fest halten kann. Mit sanfter Gewalt drückt er sie an sich.
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:31:49 Uhr von Spacerancher »
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #10 am: 10. April 2009, 21:51:02 Uhr »
„Ja, ich sehe schon! Ihre Kleine hat einen riesigen Nervenzusammenbruch. Keine Sorge, das bekommen wir wieder hin. Übrigens ich heiße Gordon, Alfred Gorden,“ stellt er sich kurz vor und richtet dann das Wort an Joan.
„So meine Kleine, ......jetzt gebe ich ihnen etwas zur Beruhigung..... und dann werden sie ein bisschen schlafen.....! Wenn sie aufwachen, geht es ihnen viel besser. Versprochen!“ spricht er ganz ruhig auf sie ein .
Das völlig verängstigte Mädchen, blickt kurz auf und sieht, wie Dr. Gordon aus einer Ampulle eine milchige Flüssigkeit in einer großen Spritze aufzieht.                                                                                                           
 

 Hektisch versucht Joan sich aus der Umarmung des Captain´s zubefreien.
„Captain!“ schreit sie von starken Weinkrämpfen geschüttelt. „Curtis..., bitte ...lass mich los! ….Ich will das nicht. BITTE....., Curtis! Ahaaaa.....!“

    Der Doktor hatte ihr den Ärmel ihres Kleides ein Stück den Arm hinuntergezogen, eine kleine Stelle desinfiziert und beherzt zu gestochen.
Joan weint herzzerreisend.
Curt hält sie noch immer ganz fest an sich gedrückt. Beruhigend redet er auf sie ein.
„ ....Es tut mir leid, aber es musste sein. Komm, ich bring´ dich zu Bett. Habe keine Angst! Ich werde bei dir sein.“
Joan spürt wie er sie auf seine starken Arme nimmt. Benommen von der Spritze, legt sie ihren Kopf an seine Schulter und hält sich mit der Hand die Stelle, an ihrem rechten Arm, in die sie die Injektion erhielt. Noch immer weint sie ungehalten.
Sie fühlt sie schwindlig und unsagbar müde. Sich gegen das Mittel wehrend, versucht sie krampfhaft die Augen offen zu halten.
Bevor Curtis mit Joan an der Tür zum Schlafzimmer ist, spricht ihn Simon mit seiner unverwechselbaren Stimme an.
„Curtis, mein Junge! Was ist mit dir, bist du in Ordnung? Du solltest dich auch untersuchen lassen.“
Der Angesprochene dreht den Kopf seinem väterlichen Freund zu und blickt ihm ihn seine Linsenaugen. „Ich bin soweit okay Simon. Aber wenn es dich beruhigt, lasse ich mich auch untersuchen. Nur bitte wartet solange, bis ich mich um Joan gekümmert habe. Okay?“
Er trägt das noch immer weinende Mädchen in sein Schlafzimmer und legt es dort auf sein Bett.
„So mein Herz, jetzt ruhe dich aus. Ich hole nur etwas aus der Kommode, damit du aus den nassen Sachen rauskommst.“
Joan´s Schluchzen wird leiser und unregelmäsig und als er sich zu ihr umdreht, schläft sie tief und fest. Er muss bei diesem Anblick lächeln.
Ganz vorsichtig setzt er sie noch mal auf und öffnet ihr zerschliessenes Abendkleid. Behutsam zieht er ihr die feuchte Kleidung aus. Vorsichtig schiebt er langsam einen nach dem anderen Arm in seine Pyjamajacke und lässt sie sanft wieder ins Kissen sinken. Mit sicheren Fingern, knöpft er ihr das Oberteil zu. Er zieht ihr die Schuhe aus, hebt ihre Beine etwas an, um sie von den Nylons zu befreien und streifte ihr die Schlafanzughose über. Dann deckt er sie sorgsam zu und küsst sie auf die Stirn.
Wie er es Simon versprochen hat, kommt er zurück in den Wohnraum.
„So Doktor Gorden, ich stehe ihnen jetzt gerne zur Verfügung,“ und setzt sich in den Sessel, in dem vor ein paar Minuten noch Joan saß.

„Zuerst möchte ich ihnen den Blutdruck und ihren Pulsschlag messen.“ beginnt der Doktor mit der Untersuchung. Dabei streckt er seine Zunge aus den rechten Mundwinkel.
Der Captain kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
„So und jetzt möchte ich mir mal ihre Augen ansehen, dazu nehme ich ein kleines Lämpchen und leuchte ihnen in die Augen.“
Doktor Gorden´s Zunge rutscht in den linken Mundwinkel. Curt´s Grinsen wird breiter und als er das verdutzte Gesicht des Arztes sieht, ist es vorbei mit seiner Fassung. Er lacht laut und herzlich und nickt dem Arzt zu, der ihn irritiert ansieht.
„Keine Sorge, Doktor Gorden. Ich bin in Ordnung! Aber sagen sie, tun sie das mit ihrer Zunge bei jeder Untersuchung?“
Durch die Frage, begreift der Doktor erst und muss nun selbst lachen.
„Nein Captain, entschuldigen sie. Ich bin nur so nervös, immerhin kommt es nicht alle Tage vor, dass ich den berühmten Captain Future untersuchen darf,“ versucht der Doktor sich zurechtfertigen. „Ja, ... ich kann bestättigen, es ist mit ihnen alles in Ordnung. Nur sollten sie sich auch etwas Schlaf gönnen.“ beeilte er sich zu sagen.
„Wird gemacht Doc.“ grinst Curt.

„Okay, mein Junge. Wir bringen den Doktor zurück und fliegen, dann zur Comet. Wir bleiben auf dem Raumhafen, falls du uns brauchst. Grag wird nochmal vorbei sehen und für dich und Joan ein paar Sachen bringen. Schlaf gut, mein Junge.“ meldet sich Simon zu Wort.
Curt nickt bestätigend und bringt seine Freunde nach draußen.
Als sie los fliegen, aktiviert er den Schutzschirm. Er braucht sich wegen Grag keine Sorgen zu machen. Der Schutz kann auch von der Comet oder dem Cosmoliener an und aus geschaltet werden.
Leise geht er in das Schlafzimmer. Joan liegt ganz ruhig und atmet in gleichmäßigen und tiefen Zügen.
Beruhigt zieht er sich einen Sessel an das Bett und setzt sich neben sie.
Curtis schaut lächend auf das in seinem Bett schlafende Mädchen. Vor einer viertel Stunde war sie einer Wildkatze gleich. Zärtlich streicht er ihr eine blonde Locke von der Stirn.
Joan atmet hörbar aus.
Er nimmt ihre Hand in seine. Wie zart und zerbrechlich ihre Finger in seiner Hand aussehen. Sanft streichelt er mit dem Daumen ihren Handrücken.

 „Curtis ...?“
 „Oh, entschuldige Liebes. Ich wollte dich nicht wecken.“ flüstert er.
 „Dann bis du wirklich hier? Es ist kein Traum?“
„Ja, ...ich bin hier. Es ist kein Traum. Schlaf weiter!“ beruhigt er sie.
„Mmm...“ murmelt sie und ist auch schon wieder eingeschlafen. Curt ertappt sich bei dem Gedanken, sich daran gewöhnen zu könnte, Joan so nahe bei sich zu haben.
Er lächelt und legt den Kopf etwas zurück und ist einen Augenblick später eingeschlafen.
                                                           *
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:34:07 Uhr von Spacerancher »
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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #11 am: 10. April 2009, 22:00:29 Uhr »
Grag erreicht erst sehr spät das Penthouse.
Er war damit beschäftigt, Kleidungsstücke für Joan zubesorgen. Das hatte sich schwieriger erwiesen, als er angenommen hatte.
In dem Geschäft, in dem er war, wurde er ehrfürchtig bestaunt. Immerhin kannten die Menschen im gesamten Sonnensystem, die geheimnisvollen Geschichten, die man sich über Captain Future und seine nicht menschlichen Freunde erzählt.
Ein riesiger Roboter, der dazu auch noch Frauenkleidung kauft, war nicht minder interessant. Als er auch noch Unterwäsche in seine Liste mit aufnahm, war die Verwirrung perfekt.
In allerseelen Ruhe bezahlte er die Sachen und packte sie sorgfältig ein. Unter den Blicken zahlloser erstaunten Kunden verlies Grag das Kaufhaus und machte sich auf den Weg zu seinem Chef.
Grag deaktiviert den Schirm und tritt so leise wie nur irgendmöglich ein.
Im Schlafzimmer findet er Curt in einem Sessel sitzend und schlafend vor. Joan liegt in seinem Bett und schläft  ruhig und fest.
Ihre Hand liegt in der seines Schützlings und Grag muss bei diesem Anblick schmunzeln.
Er pflegt, genau wie Otho und Simon, tiefe Gefühle für diesen rothaarigen Mann, den er mit den beiden anderen Freunden, überfürsorglich aufzog.
Ganz vorsichtig stellt Grag einen großen Koffer neben Curt´s Sessel und geht dann genauso leise wie er gekommen ist.
 
                                                           *

Als Curt erwacht, wird es draußen gerade hell.
Er schaut auf seine Uhr. Etwa fünf Stunden hat er geschlafen.
Joan hat sich zu ihm hingedreht und ihre Hand ruht auf seinem Knie. Sie schläft noch immer tief und fest.

Vorsichtig legt er ihre Hand auf das Bett und steht leise auf.
Er sieht an sich herunter und murmelt, „Mensch, du kannst ja nicht ganz dicht sein, in deinem nassen Anzug zu schlafen. Oh Mann, ....viel Spaß mit den Falten.“
Er stollpert über den Koffer, den Grag wohl irgendwann in der Nacht neben ihm abgestellt hat.
Einen derben Fluch zwischen den Zähnen zerbessend, reibt er sich sein schmerzendes Schienbein und öffnet dann den Koffer so leise es irgend geht. Nach kurzem durchstöbern nimmt er sich etwas bequemes heraus und findet auch Sachen für Joan.
„Der gute Grag,“ lächelt er nun doch und geht in sein Badezimmer, welches auf der anderen Seite des Schlafzimmers liegt. Dazu muss er einmal fast um das ganze Bett herum laufen.
Curt legt Joan´s Kleidung und Hygieneartikel auf eine breite Ablage neben dem Waschbecken und seine Sachen vor die Dusche.
Er stellt sich das Wasser ein, entkleidet sich und stellt sich unter den belebenden Strahl.
Mit den Händen stützt er sich an den Fliesen ab und genießt, das heiße Wasser, dass auf seinen Körper prasselt. Nach der erfrischenden Dusche schlüpft er in seine Kleidung und schleicht auf leisen Sohlen, in den Wohnraum, in dem sich der Eingangsbereich, ein Eßtisch und eine Kochnische befindet.
Curt bittet Otho, per Televisor, ihm noch ein paar Dinge zu besorgen, die der Androide bald darauf bringt.
Der Syntomann lässt es sich nicht nehmen, nach der noch schlafenden Freundin zu sehen. Während Curt Newton die gewünschten Dinge auspackt, tritt Otho zu ihm und fragt. „Wie geht es ihr?“ und deutet mit dem Kopf in Richtung Schlafzimmer.
„Ich hoffe besser,“ antwortet der Gefragte schnaufend. „Mehr als für sie da sein, kann ich im Moment nicht tun. Aber ich werde nicht ruhen, bis sie wieder sicher leben kann. Ich danke dir, dass du so schnell gekommen bist.“
Otho nickt und wendet sich zum Gehen. Bleibt dann aber stehen und meint,
„Wenn du uns brauchst, rufe und wir sind da.“
Curt lächelt, „Ich weiß Otho. Danke!“
Wieder nickt Otho nur und geht.
Schnell bereitet der Captain das Frühstück zu und setzt Kaffee auf. Gerade damit fertig, nimmt er Geräuche von nebenan wahr.

„Curtis...?“
„Ich bin hier!“
Joan sitzt im Bett und lächelt ihn an, als er das Schlafzimmer betritt.
Er setzt sich zu ihr und fährt ihr durchs Haar.
„Na du? Gut geschlafen?“
„Ja..., vielen Dank! Ich..., ich...wollte mich....... wegen gestern abend...., da..“ stottert sie darauf los und senkt beschämt den Blick.
Der Captain legt seine Hand unter ihr Kinn und hebt ihren Kopf mit leichten Druck nach oben, bis sie in seine grauen warmen Augen sieht.
In Joan´s Bauch kribbelt es wieder, sie atmet stockend, fast ängstlich und sieht dem Captain scheu in die Augen.
Dieser steht auf und küsst sie auf die Stirn.
„Komm kleine Schlafmaus, das Frühstück wird sonst kalt.“ versucht er es mit seiner lockeren Art, die Grag und Otho allzugut kennen. Joan aber nicht! Verwirrt sieht sie ihn an.
Er beginnt zu lachen, seine Augen leuchten und endlich bricht das Eis.
Joan liebt es, wenn er lacht. Sein Lachen ist angenehm und ehrlich. Ihre Augen bekommen einen warmen Glanz. Curt beugt sich zu ihr hinunter und hebt sie kurz entschlossen aus dem Bett.
Mit ihr auf dem Arm stolziert er albern an den Frühstückstisch, wo er Joan auf einen Stuhl rutschen lässt.
Diese staunt nicht schlecht, als sie den reich gedeckten Tisch sieht.
Ein großer Strauß Rosen, steht in der Mitte des Tischs.
Links und rechts davon, cremeweiße Kerzen in silbernen Haltern.

Alles was man sich zu einem Frühstück denken kann, findet sie vor. Goldgelben Toast, Rührei und gebratener Speck, Bratkartoffeln, Orangensaft, Milch, Marmelade, Getreideflocken und herrlich duftender Kaffee.
„Curtis, hast du das alles gemacht?“
Joan ist über alle Maßen erstaunt, bist jetzt dachte sie eigentlich, er könne mathematische Probleme lösen und die Welt retten, hätte aber vom Kochen und dergleichen nicht viel Ahnung.
„Na, überrascht? Du dachtest, das liegt mir nicht. Stimmts?!“
Joan erschautert, manchmal kann er echt unheimlich sein.
Er sieht ihren überraschten Gesichtsausdruck und fängt lauthals an zu lachen und löst damit Joan`s Beklemmung.
„Ich kann keine Gedanken lesen, aber Gesichter.“
Von ihm angesteckt lacht nun auch sie. Curt´s Herz geht auf. Wie befreiend sie lachen kann. Er spielt den Clown.
„Ich schicke Mademoiselle sofort den Kellner.“
Mit einem Geschirrtuch über dem Arm und feixt er weiter.
„Schönen guten Morgen, Mademoiselle. Wenn ich empfehlen dürfte, nehmen sie das Frühstück de Luxe. Unsere Küchenkatze hat es überlebt!“



Joan muß über seine Albernheiten noch mehr lachen. Was der Captain mit Freude zur Kenntnis nimmt.
Er gießt dem Mädchen Kaffee ein, drückt ihr aber ein Glas Orangensaft in die Hand.
„Warte, erst die Vitamine, dann darfst du dir den Magen verderben!“
Joan sieht ihn verwundert an und schaut ihm dabei in seine sanften Augen.
Er nickt ihr aufmundent zu und stößt mit ihr an und frühstückt mit ihr gemeinsam. Danach räumt der Captain ab.
Joan möchte ihm helfen, aber er wehrt ab und meint, „Heute nicht Joan, du bist mein Gast.“ Noch nie hat sie ihn in hellblauen, ausgewaschenen Jeans, einem fein gestreiften türkisen Hemd und weißen Sportschuhen gesehen. In einem Anzug schon sehr oft, aber so leger?! Darüber kichert sie leise.
Curt dreht sich zu ihr um, „Was gibt es denn zu kichern?“
Er erkennt an ihrem Blick, was sie so lustig findet und sieht sie mit gespielter Strenge an.
„Du lachst doch nicht etwa über mich?“
Zu ihrer Überraschung wirft er ihr das Geschirrtuch über. Beide lachen, dann wird Joan´s Blick nachdenklich.
„Curtis..? Als du mich vorhin aus dem Bett gehoben hast, fiel mir auf, das ich einen Pyjama trage. Das es deiner ist, habe ich sofort kapiert, aber nicht wie ich dort hinein gekommen bin. Hast du ihn mir angezogen?“ fragt Joan ihren Gastgeber vorsichtig, der weiter mit dem Abwasch beschäftigt ist.
„Mmm..!“ bekommt sie nur mit einem Nicken als Antwort.
Um sich aus der Situation zu retten, fragt sie, „Curtis..? Dürfte ich mich duschen gehen?“
Er dreht sich zu ihr um und antwortet, „Aber natürlich darfst du. Die andere Tür im Schlafzimmer ist das Bad. Dort findest du alles, was du brauchst.“ zwinkert er ihr lächelnd zu.

Sie geht in das Bad und ist überwältigt. Es wirkt groß und geräumig, außerdem ist es hell und warm. Die Wände und der Boden sind mit Marmor im dezenten grau gefliest.
„Und es riecht nach ihm!“ flüstert Joan.
Auf einer Ablage liegen einige Dinge. Joan geht näher und sieht sie sich an.
„Das sind ja Sachen für mich!“ murmelt sie überrascht, „Wo hat er die her?“
Hat der Captain ihr nicht zugezwinkert und gesagt, sie würde hier alles findern was sie braucht?!
Sie legt den Pyjama ab und geht unter die Dusche.
„Ach, tut das gut!“ Sagt sie zu sich selbst.
Beim Einseifen schmerzt eine kleine Stelle an ihrem rechten Oberarm. Sie erinnert sich an den vergangen Abend und daran wie der Captain sie festgehalten hatte. So bestimmend und doch so zärtlich.
Dann fällt ihr ein, ....er hatte sie zu Bett gebracht und sie umgezogen.
„Er hat mich nackt gesehen!“
Ein Schauer läuft ihr über den Rücken, trotz des warmen Wassers.

Plötzlich ein explosionsartiger Knall.
Joan bricht schreiend in der Dusche zusammen.
Ohne lange nachzudenken stürzt Curt ins Bad.
Er findet sie zusammengekauert in einer Ecke der Dusche.
Die Arme schützend über ihrem Kopf verschränkt. Das warme Wasser ergießt sich über sie und der Seifenschaum rinnt mit dem Wasser in der Ablauf.
Joan zittert am ganzen Körper.
Der Captain nimmt seinen Bademantel vom Haken, stellt das Wasser ab und steigt zu ihr in die Dusche.
Er deckt ihr den Mandel über und zieht sie hoch auf ihre Beine.
Das Mädchen hat einen riesigen Schrecken bekommen und das Erlebte des vergangenen Abends sitzt noch tief in ihrem Körper.

Ganz sachte zieht er sie hinter sich aus der Duschkabiene und nimmt sie fest in seine Arme. „Meine kleine Schreckhafte.“ sagt er zärtlich zu ihr, „Das war doch nur eine Schallmauer, die durchbrochen wurde, sonst nichts!“
Er hebt ihr Gesicht an, um in ihre Augen zusehen und sieht blanke Furcht.
Joan bemerkt wie seine Augen sich verändern und aufeinmal ganz weich und warm leuchten. Sie hört ihn sagen,
„Liebe Joan, hier geschied dir nichts. Ich habe es dir doch versprochen.“
Eine Träne läuft verstohlen über ihr Gesicht.
Der Captain zieht die Augenbrauen zusammen und sieht Joan forschend an.
Sie spürt wieder dieses Kribbeln und kann kaum noch normal atmen, jeder Atemzug schmerzt in ihrer Brust.
Sie denkt, „Jetzt ist er von mir enttäucht.“
 Aber anstatt sie zutadeln, greift er sich ein riesiges Badetuch und tupft Joan umständlich diese eine Träne von der Wange. Dabei macht er ein so angestrengdes Gesicht, dass Joan schluchzend lachen muss.
Erleichtert atmet er hörbar aus und lächelt sie an.
„So gefälltst du mir schon wieder viel besser. Sag mal, war das eben Furcht in deinen Augen? ....Vor mir?... Tut mir leid, wenn ich dir Angst gemacht habe. Ich wollte dich nicht erschrecken! ...Vor mir, musst du dich wirklich nicht fürchten. Ich würde dir nie etwas tun, auch wenn ich vielleicht mal grimmig schaue. .....Dafür liebe ich dich einfach zu sehr!“
Er bemerkt, wie sie sich Joan´s Augen wieder mit Tränen füllen.
„Joan, ... sch...sch ....! Was habe ich denn jetzt schon wieder angestellt! ....Ich will dich trösten, nicht dich zu weinen bringen! Joan!“
„Aber ich weine doch gar nicht. Ich bin nur glücklich. Du hast gesagt,  du liebst mich! Stimmt das? ....Wirklich?“ schluchtzt Joan.
Curt schaut ihr noch tiefer in die Augen und nickt nur ganz langsam.
Sie wirft ihre Arme um Curt´s Hals.
Dieser ist überrascht und lässt sie einen kurzen Moment los.
Dabei rutscht ihr der Bademantel vom Körper. Curtis will ihn noch fangen, doch das Einzige was er jetzt noch in den Händen hat, ist Joan´s nackter Körper.
Sie sehen sich an, beide laufen Augenblicklich rot an und lachen dann los.
Curt beugt sich über sie und küsst sie innig. Sie schließt ihre Augen und öffnet ihren Mund. Er nimmt sie auf den Arm und trägt sie in sein Schlafzimmer. Joan hat ihren Kopf an seine Schulter gelegt und flüstert leise, „Ich liebe dich, Curtis!“
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:36:34 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

Freunde sind Menschen die Deine Vergangenheit akzeptieren, Dich in der Gegenwart mögen und in Deiner Zukunft zu Dir stehen!

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #12 am: 10. April 2009, 22:06:44 Uhr »
Ganz sanft lässt er sie auf das Bett gleiten.
Joan hat ihre Hände ausgestreckt und öffnet ihm Knopf für Knopf von seinem Hemd.
Dann gleitet sie mit ihren Händen auf seinen Rücken. Er erschautert unter ihren Händen und zieht sein Hemd ganz aus. Joan streichelt ihm zärtlich über seine Brustmuskeln, weiter zu seinem Bauch. Sie setzt sich auf, und macht sich an seiner Jeans zuschaffen.
Er nimmt ihr Gesicht ihn seine Hände und bedeckt sie mit Küssen. Als sie forschend eine Hand in seine Jeans gleiten lässt, hält er es nicht mehr aus. Schnell befreit er sich von seinen Beinkleidern und trägt jetzt nur noch seine Satinshorts.
„Joan..,Liebes ..bist du sicher, das du das auch willst?“
„Ja, ich will es,... ich möchte dich ganz nah bei mir spüren. Hör´nicht auf ..., ...bitte!“
Curt nimmt die Decke und wirft sie über sich und Joan. Dann verschwindet er darunter. Sie spürt seine Küsse auf der Brust, auf dem Bauch... . Dann legt er sich zu ihr, zieht sie an sich. Joan fühlt seine Haut an ihrer und seine warme Hand, die sanft über ihren Körper gleitet. Streichelnd erkundet er sie. Ihr Atem wird schneller und sie schluckt trocken.
Curtis zieht sie auf sich und streichelt ihren Rücken. Er gönnt ihr eine kleine Pause.
Sie hat ihren Kopf auf seiner Brust liegen und lauscht seinem Herzschlag. Curt krault ihr Haar.
„Noch immer sicher, mein Herz?“ Joan nickt.
Vorsichtig dreht er sich, mit ihr auf seiner Brust um und liegt nun auf ihr. Lächelnd schmiegt sich hingebend an ihn. Die junge Frau ist überrascht, wie sanft er sein kann. Gefühlvoll liebt er sie.
Joan hat die Augen geschlossen. Jetzt öffnet sie sie und lächelt ihn glücklich an. Er spürt, wie sie sich unter ihm entspannt. Joan fährt ihm mit den Händen durch die Haare. Sie empfängt ihn voller Liebe.
Curt ist nicht unerfahren. Auf seinen Reisen hat er manche Erfahrung gesammelt. Aber mit ihr ist es anders! Wärmer, voller Liebe!
Ein erregtes Zittern geht durch den jungen Körper der Frau und ihr Atem kommt stoßweise. Er weiß, sie muss nicht mehr lange auf die Erlösung warten.



Unendlich glücklich sinkt sie dem Captain in die Arme.
„Ich kann nicht fassen, was wir daeben getan haben,“ wispert sie erschöpft.
„Bereust du es?“ fragt er sie besorgt.
„Nein!“
Kommt die kurze Antwort. „Ich bin glücklich, wie noch nie in meinem Leben. Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich liebe und das schon, seit ich dich das erste Mal sah. Zuerst habe ich für dich geschwärmt.“ gesteht Joan ihm ehrlich.
„Mir hast du das Herz gestohlen, als du den kleinen Jungen auf Megara rettetest. Ich wollte es mir nicht eingestehen. Jetzt tue ich es! Ich gebe dich niemals wieder her!“
Er küsst sie leidenschaftlich und sie erwiedert es. Sie liegen fast eine ganze Stunde ohne ein Wort zu sagen zusammen.
Joan hat ihren Kopf auf seiner Brust liegen und streichelt ihm ab und zu über den Bauch. Wärend er sie im Arm hält und ihr liebevoll den Rücken streichelt und durch die Haare krault. Bis Joan das Schweigen bricht,
„Curtis?“
„Mmmm?“
„Ich muss ins Präsidium wegen gestern. Ich muss in mein Büro, um den Bericht zuschreiben. Ich möchte auch von Ezella erfahren, ob es etwas neues von meiner Wohnung gibt ....“

„Okay, mein Herz. Du kannst dort hingehen, aber ich werde in deiner Nähe sein, ob es dir passt oder nicht!“ fällt der Captain ihr ins Wort.
„Aber Curtis, ich bin kein Kind mehr! Ich bin wieder okay. Ich kann auf mich aufpassen.“protestiert Joan.
„Nein! Auf gar keinen Fall lasse ich dich alleine dort hin!“ verkündet der Captain streng. „Curtis, küsst du mich?!“ säuselt die junge Frau.
Er hebt ihren Kopf und blickt sie mit fragenden Augen an, küsst sie aber dennoch.
Sie grinst tiefgründig. „Jetzt haben wir uns gestritten und es macht soviel Spaß, sich mit dir zu versöhnen.“
Er greif sie und wirft sie auf den Rücken, dann ist er über ihr. In seinen Augen funkelt es gefährlich und er knurrt,
„Spielen sie lieber nicht mit mir, Agentin Landor. Das könnte gefährlich für sie werden!“

Obwohl er ihre Hände neben ihrem Kopf hart gepackt hat und sie fest auf´s Kissen drückt, tut er ihr nicht weh.
Joan lacht,
„Curt, .....damit hättest du mich, vielleicht heute Morgen zu tote erschrecken können.
Aber nicht mehr, nach dem ich jetzt weiß, wie zärtlich du sein kannst. Ich glaube, dass ich mich vor dir, nie füchten werde.“
Dabei umfasst sie seinen Körper mit ihren Beinen und durch einen gekonnten Ruck, den Curtis völlig überrascht, wirft sie ihn auf den Rücken und sitzt nun auf ihm.
Curt zieht sie herzlich in die Arme.
„Das sollst du auch nicht, mein Herz! ....Ich gehe aber trotzdem mit!“
„Ja, das möchte ich ja auch.
Das war es, was ich dich eigendlich fragen wollte. Aber als du mir ins Wort gefallen bist, habe ich dich ein wenig necken wollen.“ gibt Joan bereitwillig zu.
„Geschieht mir ganz recht! Ich sollte mehr vertrauen zu dir haben. Immerhin bist du eine super Geheimagentin, ohne dich wäre ich ziemlich oft aufgeschmissen gewesen!
Jetzt sollte ich wohl ‚umgeschmissen’ sagen. ......Ich bin stolz auf dich! ....Aber es fällt mir nicht leicht, dich einer Gefahr ausgesetzt zu wissen und nichts zu unternehmen. Bitte versteh´auch mich!“erklärt ihr Curtis ruhig und dafür erhält er einen dankbaren Kuss .
« Letzte Änderung: 30. März 2016, 15:26:49 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #13 am: 10. April 2009, 22:13:37 Uhr »
„Curt, ich ...ich weiß nicht, wie ich es sagen soll,“ versucht Joan kleinlaut etwas in Worte zufassen.
„Was bedrückt dich, mein Herz? Erzähle es mir ruhig.“ ermutigend der junge Captain die Agentin in seinen Armen.
„Ach Curt, mich graust davor ins Büro zu gehen. Ich wurde vor drei Monaten in eine andere Abteilung versetzt, es hat sich zwar so nicht viel geändert, aber ich habe jetzt General Larson zum Vorgesetzten. ....Er läßt kein gutes Haar an mir und er hat mir angedroht, mich auf einen entlegenen Posten an der Grenze des Sonnensystems zu versetzen, wenn ich es nicht schaffe, rechtzeitig meine Berichte abzuliefern. .....Jetzt ist es fast Mittag und ich habe noch nicht mal mit dem Bericht von gestern Abend begonnen.“
Joan steigt aus dem Bett und legt sich die Decke um. Sie geht an das Fenster und sieht schwermütig hinaus. Curt ist hinter sie getretten und umschließt fürsorglich ihren Körper. Genießend legt sie ihren Kopf zurück.



„Er wird dir nichts tun,“ flüstert er verheißend. „Komm laß uns duschen und anziehen. Grag hat auch eine Uniform, aus der Comet, für dich mitgebracht. Ich bleibe bei dir und ich bezweifele, dass der General dich in irgendeine schrottreife Raumstation steckt. Du bist seine beste Agentin.“

                                                                *

Etwa eine Stunde später betreten die beiden das Präsidium.
Ezella hat die beiden schon erspäht und läuft auf sie zu.
„Hallo, ich hatte schon befürchtet, ihr würdet nicht mehr kommen, weil Joan zu mitgenommen ist.“ erklärt er besorgt.
„Nein, Ezella. Ich war gestern durch den Wind, aber ich wurde von Curtis liebevoll umsorgt.“ berichtet Joan ihrem alten Freund.
Der sieht sie mitfühlend an, „Dann hast du es gut überstanden?“
Sie nickt.
Erleichtert lächelt er, „Ich freue mich aber, dass ihr es noch zur Begrüßung der neuen Kollegen geschaft habt. Wir haben in diesem Jahr fünf Frischlinge von der Polizeiakademie und einen vielversprechenden Offiziersanwärter, ......frisch vom College. Ich habe darum gebeten, ihn als meinen Juniorpartner zugeteilt zu bekommen. Den müßt ihr euch ansehen!“ schwärmt der alte Marshall.
Joan blickt Curt fragend an.
Curt hebt verwundert die Schultern und schüttelt den Kopf.
„Kommt schon, ich habe euch Plätze in der ersten Reihe besorgt,“ schiebt Ezella seine Freunde in den Zeremonienraum.
Er zwinkert ihnen zu und verschwindet hinter der Bühne.
Während Joan und Curtis ihre Plätze aufsuchen, fragt der Captain seine Begleiterin,
„Hast du gewusst, dass der alte Haudegen einen Partner will?“
„Nein! Aber er scheint sich wirklich zufreuen.“ erwidert Joan.
Die Begrüßungszeremonie ist wie jedes Jahr entsetzlich langweilig. Joan hat ihren Kopf an Curt´s Schulter gelegt und verfolgt die Vorstellung und Begrüßung der neuen Polizisten nur halbherzig.
Curt geht es nicht besser, er schaut mit einem Säufzen auf seine Vielzweckraumuhr.
Nach einer nichtendenwollenden Rede von Admiral Anderson wird Ezella auf die Bühne gebeten.
Unter lautem Beifall, in den auch Joan und Curt einfallen, wird er begrüßt.
Beschwichtigend hebt er die Hände,
„Danke, liebe Freunde und Kollegen. Es ist mir heute eine größe Ehre, .....euch allen meinen neuen Juniorpartner vorzustellen. ....Er absolvierte seinen brillianten vorzeitigen Collegeabschluß mit gerademal sechzehn Jahren auf dem Jupiter. Ich kenne ihn schon viele Jahre und habe auch schon einige Abenteuer mit ihm erlebt .....und obwohl er noch so jung ist,....“
Ezella macht eine kleine Rednerpause um seine Worte wirken zulassen.
„Könnte ich mir keinen besseren Partner vorstellen, als diesen jungen Mann!“ wieder macht Ezella eine Pause und sieht Joan und Curt lächelt an.
Curt sucht Joan´s Blick und zieht die Augenbrauen fragend zusammen, nun ist es an Joan kopfschüttelnd mit den Achseln zu zucken.
Plötzlich trifft den Captain der Blitz der Erkenntnis, sein Gesicht erhellt sich mit einem stolzen Lächeln.
Er legt Joan den Arm um die Schulter und nickt nach vorne.
Ezella nickt Curtis zu und verkündet mit einer ausholenden Armbewegung,
„Ladies und Gentleman, ....darf ich nun meinen Partner vorstellen.
Fähnrich Kenneth Scott!!!“
Joan springt auf, als der junge Offizier die Bühne betritt und klatscht sich die Hände rot.
Auch Captain Future spendet stehend Applaus und pfeift laut durch die Finger.

Ken steht in seiner Uniform stolz da. Er freud sich riesig seinen väterlichen Freund und Vormund zu sehen und Joan, die ihn all die Jahre, wie eine große Schwester behandelt hat, aber sich wie eine Mutter um ihn kümmerte.
Ezella klopft ihm anerkennend auf die Schulter und geht mit ihm hinunter zu ihren Freunden.

Curt hat sofort den jungen Fähnrich im Schwitzkasten und wuschelt ihm wild durch die blonden Haare.
„Gut gemacht Kleiner. Ich bin mächtig stolz auf dich. Vom kleinen Herumtreiber mit Herz, zum Offiziersanwärter. Klasse Ken.“
Curt dreht sich mit Ken´s Kopf unter seinem Arm zu Joan um, die den beiden lachend und mit leuchtenden Augen zu gesehen hat und schubst den Jungen auf sie zu.
„Hier mein Herz, fang ihn!“
Joan nimmt den verlegenen jungen Mann fest in den Arm und herz ihn liebevoll.
„Laßt mich am Leben. Ich will noch mit Ezella zwischen den Planeten kreuzen.
Mann, ...seid ihr peinlich!“ lacht er so frech wie eh und je.
Captain Future legt einen Arm um Joan und den anderen um seinen jungen Freund und eröffnet heiter,
„Komm, Ezella wir gehen mit unseren neuen Partnern zur Feier des Tages essen, ....ich zahle!“
Der Vorschlag wird einstimmig angenommen.

                                                                *
« Letzte Änderung: 2. August 2010, 22:41:47 Uhr von Spacerancher »
Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die Menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. Albert Einstein

Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.

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Re: Ich trage Dich in meinem Herzen
« Antwort #14 am: 10. April 2009, 22:27:32 Uhr »
Als die Vier nach zwei Stunden zum Präsidium zurück kommen, erwartet sie ein ziemlicher Tumult.
 Captain Future fragt einen Polizisten.
„Was ist den hier passiert?“
Der Beamte salutier vor dem Captain und meldet,
„In Commander Landor´s Büro gab es eine furchtbare Detonation. Es wurde völlig zerstört. Zum Glück gab es keine Verletzte. Es war wieder eine Druckbombe, in der gleichen Machart, wie in der zerstörten Wohnung.“
Ezella und Ken eilen sofort dort hin.
„Mein... Büro???“ fragt die junge Agentin.
Curt schaut sie an und bemerkt, wie ihre Farbe aus dem Gesicht weicht. Er legt ihr seinen Arm um die Schulter und spricht sie behutsam an,
„Joan? Soll ich dich nach Hause bringen?“
Obwohl sie sich liebend gerne verkrichen würde, windet sie sich aus der Umarmung und sieht Curtis wütend an.
„Du würdest mich wohl gerne in Watte packen?! Soll ich denn tatenlos dabei zusehen, wie alles um mich herum in Schutt und Rauch auf geht, wärend ich bei dir weggeschlossen bin? Ich gehöre noch immer zur Weltraumpolizei und demnach muss ich mich auch verhalten!“ weiter läßt Curt sie nicht kommen. Er macht einen schnellen Schritt auf sie zu und packt sie an den Oberarmen.
„Joan!“ ruft er sie zur Ordnung. „Ich habe nicht vor, dich irgendwo einzusperren und schon gar nicht im Penthouse. Du kannst kommen und gehen wie es dir passt. Du gehörst zur Weltraumpolizei. Aber mich, musst du nicht so anfahren. Ich habe weder deine Wohnung, noch dein Büro in die Luft gejagt. Also hör bitte auf, mich anzuschreien.“
Joan ist außer sich vor Wut und eher sie sich besinnen kann, hat sie sich losgerissen und Curt eine saftige Ohrfeige verpasst.
Gleichzeitig wird es ihr bewusst. Sie schaut ihn mit großen erschrockenen Augen an.
„Curt !!!! Verzeih mir!!! Ich wollte das nicht!“
Ihre blauen Augen blicken wehmütig.
Er unternimmt nichts, er visiert sie nur mit zusammen gezogenen Augenbrauen.
Seine Züge werden aufeinmal mild. Lächelnd meint er nur nachgiebig,
„Ist schon gut, mein Herz. Geht es dir jetzt wenigstens besser?“
„Nein! Es geht mir fuchtbar! Wie konnte ich das nur tun? Es tut mir schrecklich leid.“ gibt sie kleinlaut zurück.
„Vergiss´es, ....wenn du mir versprichst, mir nicht nochmal so eine zu verpassen. Ich bin froh nicht dein Feind zu sein.“
Joan ist das alles sehr peinlich. Scheu sieht sie unter sich. 
Der Captain weiß, Joan hat mit ihrer Wut nicht ihn gemeint und ist ihr nicht im geringsten böse. Fest drückt er sie jetzt kurz an sich und flüstert weichherzig,
„Ich könnte dir nie wirklich böse sein.“

Joan schämt sich, sie wird von Curt´s warmer Stimme beruhigt.

„Laß es uns vergessen, okay?! Komm wir sehen uns mal in deinem Büro um.“
Sie ist ihm dankbar, das Thema gewechselt zu haben und folgt ihm zu ihrem Büro.
Ein Tornado hätte nicht schlimmer wüten können.
Keine Akte ist mehr zuerkennen, ihre Möbel sind vollständig zertrümmert und an den Wänden, wurde mit einer Sprühfarbe derbe Verwünschungen an die Wand geschmiert.
Joan steht mit festverschlossenen Lippen da und bebt vor Zorn.
Ein Polizist niederen Rangs spricht sie an, 
„Entschuldigen sie Commander Landor, Ma´am, ich soll ihnen von General Larson ausrichten, sie sollen sich unverzüglich in seinem Büro einfinden.“
Die Agentin dreht sich so schnell dem Polizisten zu, das dieser unwillkürlich zurück weicht. Mit großen Schritten durchstreittet sie den Gang.
Curt blickt ihr nach und folgt ihr besorgt. Vor der Tür des Generals, hat er sie eingeholt. „Joan! Warte, ...bitte! Ich möchte mit dir hinein gehen, wenn es dir recht ist.“
Joan nickt, sagt aber nichts. Dem Captain entgeht nicht, dass ihre Hand beim öffnen der Tür zittert.
Aufmunternd hört sie ihn sagen,
„Vertrau´mir Joan, alles wird gut!“
Die junge Frau flüstert ein, „Danke!“ und tritt ein.
Im Vorraum werden sie von Mrs.Blink, der Sekretärin, freundlich begrüsst.
„Ah, Commander Landor. Captain Future. Gehen sie rein, er wartet schon!“
 Curtis nickt Joan beistehend zu und betritt mit ihr das Büro des Generals.
Hinter dem schweren Schreibtisch sitzt ein stahlblauäugiger, breitschultriger Militant. Seine schwarzen Haare sind auf drei Millimeter herunter geschoren. Er trägt eine Augenklappe über dem linken Auge und das ihm Verbliebene erblickt Joan mit unbeugsamer Härte. 

„Commander Landor meldet sich zur Stelle, Sir!“grüßt Joan militärisch.
„Ah, ....einen schönen guten Tag, Joan. Hatten sie einen angenehmen Tag?! .....Ich habe sie schon erwartet. Obwohl sie gestern Abend im Einsatz waren, habe ich noch immer keinen Bericht von ihnen. ....Das ist ja nicht das erste Mal, dass sie ihren Bericht zu spät einreichen, ....also geben sie schon her.“ verlangt der General.
„Sir, ich konnte den Bericht......“ will Joan erklären, aber ihr Vorgesetzter fällt ihr ins Wort.

„Solange sie meinen Befehlen unterstehen, dulde ich so eine Schlammperei nicht. Ich erwarte Pünktlichkeit und Disziplin. Mir ist es egal warum und wieso sie ihre Nase pudern, solange ich die Berichte pünktlich habe. Ist das Klar!!!“

„Ähm, ...General Larson!“ beginnt Curt,
„Ich wiederspreche ihnen nur ungern. ...Ist ihnen bekannt, das Commander Landor gestern Abend nur knapp dem Tod entging .....und das heute hier im Haus ihr Büro in die Luft gejagt wurde?“

„Ja, natürlich! Auf was wollen sie hinaus? Wollen sie ihr noch beistehen und es für gut heißen, dass sie ihre Pflichten versäumt. Ihr ist schließlich nichts passiert. Der Beweißt ist, dass sie hier steht. Also hätte sie auch heute morgen wie gewohnt ihren Dienst antretten können.“ entgegnet der breitschultrige General hart.
Curtis sieht ihn jetzt eben so hart an und erleutert betont sachlich.
„Ihnen ist schon klar, wenn Commander Landor sich in ihrem Büro aufgehalten hätte, sie jetzt im leichtesten Fall schwer verletzt wäre!“
„Ja, es wäre zwar bedauerlich, aber sie hat ja auch einen gefählichen Beruf.“ Erwidert ihm sein Gegenüber eiskalt.
„Wie können sie so über Joan sprechen? Sie ist die beste Agentin der Regierung!“ der Captain wird blass vor Zorn.

„Wir haben auch noch andere männliche Agenten, die mindestens genauso gut sind. Außerdem braucht sie das nicht zu interessieren. Commander Landor wird sowieso in den Innendienst versetzt. Da wird ihrem Näschen schon nichts passieren.“
So langsam steigt in Curt die Galle hoch.
Joan bemerkt, dass er kaummerklich zu zittern begonnen hat. Sie spürt es, weil der Captain ihre Hand ergreift.

„Also gut.“ beginnt Curt gedehnt. „Sie wissen, ich gehöre der Alphastufe an?“

Der General nickt.

„Nun,“
verdeutlicht es Curtis noch mehr,
„Ich verlange Agentin Landor mit sofortiger Wirkung unter meinen Befehl zu stellen. Alphacode : Gamma-Delta-Alpha- Phy!”

Joan sieht den Captain überrascht an.
Sie wußte es nicht!
Wenn er die Auszeichnung Alphastufe besitzt, untersteht er so nur dem Präsidenten persönlich. Er gehört aber nicht zum öffentlichen Dienst, also muß er auch dem Präsidenten keine Rechenschaft ablegen.
General Larson ist aufgesprungen und salutiert:
„Natürlich Captain! Sofort!
Mrs.Blink..., Agentin Landor wechselt sofort und ist offiziell Captain Future unterstellt!
So Captain. Damit wäre das geklärt.“
Er wendet sich an Joan.
„Ich wünsche ihnen alles Gute!“
Der Captain dreht sich wortlos um und verlässt ohne Gruß das Büro.
Mrs.Blink über gibt ihm eine dicke Akte. Er nimmt sie nickend und geht.
Joan weiß nicht wie ihr geschied, sie folgt ihm gedankenverloren.
Als sie mit dem Captain den Fahrstuhl betritt, fragt sie zaghaft,
„Curt, ist das dein Ernst? Ich unterstehe jetzt deinem direkten Befehl?“
 „Ja, so ist es! Ich sagte dir doch, ....alles wird gut!“ er lächelt sie verschmitzt an. „Na, keine Einwände ihrerseits Commander Landor?“
Mit großen Augen schüttelt sie wortlos den Kopf.

Noch größer werden ihre Augen, als sie bemerkt, dass der Fahrstuhl im oberen Stockwerk hält.
 Das ist das Stockwerk des Präsidenten, welches sich im gleichen Gebäute befindet, damit er zu jeder Zeit über alle Abteilungen der Weltraumpolizei verfügen kann.
 Curt schiebt Joan lachend in den Flur, greift sich ihr rechtes Handgelenk und zieht sie mit in das Vorzimmer des Präsidenten.
North Bonnel, der Sekretär von Präsident Melkom Piersen, empfängt sie herzlich,
„Hallo Joan! Hallo Captain! Präsident Piersen ist drinnen, gehen sie ruhig durch.” Der Captain klopft kurz an und betritt den Raum des Präsidenten. Joan erschaudert, als sie ihm nur zögernd folgt. Seit James Cashew hier vor sieben Jahren ermordet wurde, erfast sie ein beklommenes Gefühl.
(CF Band 25010 Das Erbe der Lunarier)
Sein Nachfolger Daniel Crewe, gab das Amt nach fünf Jahren an Melkom Piersen ab.

Präsident Piersen erhebt sich, hinter seinem Schreibtisch, aus seinem schweren Sessel.
Er ist hochgewachsen und mittleren Alters, sein braunes Gesicht und die grünen Haare lassen ihn auf den ersten Blick merkwürdig aussehen. Curt weiß von früheren Unterhaltungen, dass er der Sohn einer Afroerdenfrau und eines Merkurianers ist.
„Ah, Captain! Hallo Joan!“ begrüsst er die beiden genauso herzlich, wie zuvor Bonnel es getan hat. Er schüttelt Curt mit beiden Händen die ihm gereichte Hand.
„Schön sie wohlbehalten wiederzusehen. Was kann ich den für sie tun?“ erkundigt er sich aufrichtig.
Curt legt Joan seinen rechten Arm um ihre Taille und zieht sie sachte etwas näher an sich und berichtet.
„Ich habe soeben Joan unter meinen Befehl stellen lassen.“
„Ah, ....das wurde auch langsam Zeit. Ich habe mich schon gefragt, wann sie damit zu mir kommen und bin ihnen dieses Mal einen Stritt voraus.“ grinst der Grünhaarige sympatisch. „Kommen sie Joan, ich habe mir erlaubt ihnen etwas auszustellen.“
Melkom Piersen öffnet eine kleine Schublade und nimmt einen kleinen Sicherheitsschlüssel an sich. Er dreht sich zur Wand und betätigt einen geheimen Knopf, von dem sonst nur Captain Future und North Bonnel wissen.
Die riesige Weltraumkarte gleitet zischend zu Seite.
Captain Future ist neben den Präsidenten getretten und holt ebenfalls einen kleinen Schlüssel aus seinem Wolframgürtel. Gemeinsam stecken sie die Schlüssel synchron in die vorgesehenen Öffnungen.

Ein kleiner Tresor klappt auf.

Piersen entnimmt ihm einen Umschlag und verschließt den Safe. Die Karte fährt zurück auf ihren altgewohnten Platz.
Mr.Piersen übergibt Joan den Umschlag.
„Damit gehören Sie der Alphastufe an und sind ab sofort Specialagent. Herzlichen Glückwunsch, Joan!“ gratuliert er ihr händeschüttelnd.
„Da...Danke!“ stottert die junge Frau ergriffen.
„Auch ihnen Captain. Herzlichen Glückwunsch zu einer so fähigen Mitarbeiterin!“
Curt lächelt und Joan errötet. Curtis drückt sie sanft an sich.
„So Joan, jetzt gibt es kein zurück. Willkommen in der Futuremannschaft.“
Sie verabschieden sich von Mr.Piersen und Bonnel, der gerade dazugekommen ist und gehen.

Im Korridor sieht Joan immer wieder auf den Unschlag in ihrer Hand, sie kann es nicht fassen. Sie gehört jetzt ins Future-Team!
Curt beobachtet sie erfreud. Scherzhaft kneift er ihr in die Hand.
„Au!“ erschrocken schaut sie auf.
Dann lacht sie,
„Ach Curt, ....ich bin so glücklich. Du hast seit gestern mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Weißt du das?“
Sie fällt ihm um den Hals. Er fängt sie auf und dreht sich lachend mit ihr einmal um 360°.
Als der Lift ihr Stockwerk erreicht, stellt Curt das Mädchen auf den Boden.
„Laß uns zu Ezella gehen und dann nach Hause fliegen.“ schlägt er vor.
Sie fahren nach unten.

                                                                 *

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