Autor Thema: Fortsetzungsgeschichte  (Gelesen 10072 mal)

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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #30 am: 15. April 2007, 00:05:15 Uhr »
Lautlos hasteten die beiden aus der Tür und verbargen sich im Gang. Die Schritte entfernten sich wieder.
Captain Future kniff die Augen zusammen und spähte den Gang hinunter, der irgendwo im Dunkel endete.
"Laut Lageplan der Firma dürfte dieser Gang nur ein paar Meter lang sein. Danach sieht er mir aber nicht aus. Komm, Ezra!"

Die beiden eilten lautlos den Gang hinab, immer weiter, bis um sie herum völliges Dunkel herrschte. Schließlich gelangten sie an eine Tür mit einem weiteren elektronischen Schloß, das diesmal weit schwieriger zu knacken war. 

Und plötzlich standen sie in einem völlig fremd wirkenden Raum - einer riesigen Produktionshalle!
Mehrere fremdartige, eindeutig nichtmenschliche Wesen huschten schemenhaft in eine Richtung, einem Seitenausgang zu. Auch hier war der Alarm zu hören.
Curt Newton und Ezra beobachteten verblüfft, wie ein Wesen nach dem anderen einen kleinen Kubus betrat. Daraufhin strahlte ein gleißend rotes Licht mehrmals auf und der Kubus war leer.

"Ein Transporter!" wisperte Curt.
"Lieber Himmel, womit haben wir es hier zu tun?!" zischelte Ezra erregt zurück.
"Keine Ahnung, aber wir werden es herausfinden!"
Sub luna saltamus
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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #31 am: 15. April 2007, 00:19:51 Uhr »
Der Captain sprang aus seiner Deckung. Inzwischen war die Halle leer.
Ezra sah sich die Produktionsbänder genauer an.

"Waffen." knurrte er. "Ich habe solche Dinger zwar noch nie gesehen, aber hole mich der grünschwänzige Raumteufel, wenn das keine Waffen sind!"
Curt Newton stand bereits vor dem Kubus und studierte die fremdartige Inschrift. "Diese Schrift habe ich noch nie gesehen." mumelte er. "Wenn doch nur Simon hier wäre!"
Er berührte die Schalttafel auf dieselbe Weise wie die Wesen vor ihm und der Innenraum des Kubus leuchtete auf.
Newton atmete tief durch und schickte sich an, den Kubus zu betreten.

"Was machst du da?!" fragte Ezra erschrocken.
"Ich will herausfinden, wer diese Wesen sind und was sie vorhaben." erwiderte der Captain ruhig. "Und das werde ich wohl am ehesten, wenn ich ihnen folge."
"Bist du noch zu retten?!" polterte der Marshall los. "Du hast keine Ahnung, wie das Ding funktioniert - und wohin es Dich überhaupt transportiert, falls es Dich nicht vorher in Deine Atome zerstückelt!"
Curt grinste. "Ich werde es erleben. Bitte geh du die Unterlagen durch - vielleicht findest du eine heiße Spur."
Er drehte sich um. "Du hörst von mir!"

Ezra begriff, daß er seinen Freund nicht von seinem Vorhaben abbringen konnte. Ratlos hob er die Hände. "Aber... wie sollen wir dich finden? Und was bitte soll ich Joan sagen??"
Curt grinste erneut. "Schöne Grüße von mir und sie soll keine Dummheiten anstellen, bis ich wieder zurückbin. Ich brauche sie noch in einem Stück!"
Sub luna saltamus
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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #32 am: 15. April 2007, 00:28:45 Uhr »
Ezra seufzte lautlos. Mit einem lähmenden Gefühl im Magen beobachtete er, wie der Captain in einem grellen roten Lichtermeer verschwand. -

Curt Newton spürte, wie ein gleißendes Licht seinen Körper und seine Sinne zu durchbohren schien. Er fühlte sich gepackt und in einen bodenlosen Strudel geworfen. Und noch bevor er seinen Wagemut verfluchen konnte, verlor er das Bewußtsein.

Er erwachte auf einem schneebedeckten Felsplateau. Mit letzter Kraft sammelte er seine fünf Sinne zusammen und sprang in die nächstgelegene Deckung.
Doch er war allein.
Eisiger Wind brauste über ihn hinweg, und am fahlen Himmel leuchtete eine winzige Sonnenkugel.
Captain Future wurde schlagartig klar, daß er sich nicht mehr auf der Erde befand. Dies war der Uranus!

[...sorry, ist etwas lang geraten... [peepwall]]
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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #33 am: 20. April 2007, 22:07:57 Uhr »
Newton stolperte über einen losen Stein, schüttelte den letzten Rest von Benommenheit ab und musste gleich darauf über sich selbst lachen. Die Abenteuerreise im Kubus hatte ihn offenbar mehr mitgenommen, als er gedacht hatte.

Mit seinem Strahler wärmte er eine Felsplatte an, lehnte sich dagegen und blickte prüfend auf die Sternkonstellationen über sich. Mit dem kleinen Positionsgerät an seinem Gürtel konnte er ziemlich exakt bestimmen, wo auf dem Uranus er sich überhaupt befand.
Er hatte Glück - dieses Gebiet war nicht unbewohnt und die nächste Siedlung weniger als 2 Stunden Fußmarsch entfernt. Er kletterte die letzten Felsen hoch bis zum Gipfel und konnte von dort aus sogar die Lichter der Siedlung östlich von ihm erkennen.
Zufrieden grinsend schob er sich ein paar vorgewärmte Steine in die Taschen, um seine Hände warm zu halten, und begann mit dem Abstieg.
In der Siedlung konnte er mit der COMET und seiner Mannschaft Kontakt aufnehmen - und mit ihnen standen ihm alle Möglichkeiten zur Verfügung, die Spur der Außerirdischen zu verfolgen. -

Ezra sah sich derweil mit einem wesentlich größeren Problem konfrontiert - er hatte bereits den Rückzug angetreten, als er aus dem Gang, aus dem sie gekommen waren, plötzlich Stimmen hörte. Ihr Einbruch war nicht unbemerkt geblieben!
Hastig sah er sich nach einer weiteren Fluchtmöglichkeit um, doch die Halle hatte weder Türen noch Fenster, nur diese Kuben an der Wand. Die Halle selbst bot kein wirkungsvolles Versteck - man würde ihn schnell finden!

Die Stimmen waren bereits deutlich zu hören. Ezra tastete nach dem Chip mit den kopierten Unterlagen, schob ihn tief ins Innenfutter seiner Kleidung und betrat den Kubus, in dem Captain Future vor wenigen Minuten verschwunden war. Es war ihm nicht entgangen, dass sich die optische Anzeige im Kubus verändert hatte, aber ihm blieb keine Wahl. Er berührte die Schalttafel ebenfalls - und verschwand in gleißendem Licht, kurz bevor seine Verfolger in die Halle stürmten.

Er verlor ebenso das Bewußtsein - und erwachte mitten im roten Wüstensand.
Stürmische Winde tobten über seinen Kopf hinweg, trieben Staubwolken und kleine Twister vor sich her. Nach einem kurzen Moment der Desorientierung hob Ezra den Kopf - und glaubte seinen Augen nicht zu trauen: vor ihm lag die Maschinenstadt! Er befand sich auf dem Mars!
Ein Blick auf den Peilsender verriet ihm, dass sich Captain Future, falls er auch hier gelandet war, ausser Reichweite befand.
Ezra versteckte den Sender wieder.
Als er sich aus dem Wüstensand erheben wollte, hörte er plötzlich ein vertrautes Klicken und spürte einen Gewehrkolben im Rücken.
« Letzte Änderung: 21. April 2007, 09:48:37 Uhr von Ann Landor »
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Offline Lost In Space

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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #34 am: 23. April 2007, 01:42:17 Uhr »

„Schluss damit! Es geht mir gut“, knurrte Joan gereizt und schlug die behandschuhte Hand, die ihr gerade eine Injektion verabreichen wollte, ungeduldig zur Seite. Dann glitt sie mit finsterem Blick vom Untersuchungstisch. Ihr Kopf brummte zwar noch ein wenig, aber sie würde einen Teufel tun und das dem blassen, weißbekittelten Jungen, der einige Untersuchungen an ihr vorgenommen hatte, sagen. Unter keinen Umständen würde sie noch länger hierbleiben.

„Aber Miss Randall“, stotterte der junge Assistenzarzt und blickte unschlüssig zwischen der blonden Agentin, die mit einer entschlossenen Bewegung ihre Jacke von dem Haken an der Wand riss und der unbenutzten Spritze in seinen Händen hin und her. „Sie können doch nicht...“

„Und ob ich kann“, knirschte Joan mit schmerzverzerrtem Gesicht. Ein stechender Schmerz in ihrem rechten Handgelenk rief ihr unmissverständlich ihren nicht ganz wiederhergestellten Gesundheitszustand ins Gedächtnis zurück. Trotzdem gelang es ihr, die rote Uniformjacke überzustreifen. Die rechte Hand schützend an den Körper gedrückt, hieb sie mit der linken auf den Sensor neben der Tür, die sofort aufglitt. Als sie durch die Tür stürmte, sprang draußen ein Polizist der Planetenpolizei von der Bank. Das Newspad, in dem er eben noch interessiert geblättert hatte, fiel mit einem klappernden Geräusch achtlos vor ihn auf den Boden.

„Agent Randall! Warten Sie!“ Kurzerhand versperrte er ihr den Weg, in dem er sich in voller Größe vor ihr aufbaute.
„Machen Sie Platz, Mann“, herrschte Joan ihren Gegenüber an.
„Tut mir leid, Miss. Ich bin dafür verantwortlich, dass Ihnen nichts passiert“, schüttelte er nur stoisch den Kopf.
„Dann werden Sie wohl mitkommen müssen“, stellte sie schulterzuckend fest und duckte sich unter seinen ausgebreiteten Armen durch.
„Das werde ich“, hörte sie die Stimme ihres Bewachers hinter sich.

Während sie die endlosen Krankenhausgänge entlanghetzten versuchte sie mehrfach, Kontakt mit Future aufzunehmen - leider vergeblich. Auch Ezra antwortete nicht. Erst als sie sich in die Com-Frequenzen der Comet einwählte, hatte sie Erfolg, und das besorgte Gesicht von Otho erschien auf dem kleinen Display ihres Handkommunikators.
„Joan.“ Beim Anblick der Agentin hellten sich die Züge des Androiden ein wenig auf. „Was war denn los?“
„Ich hatte einen kleinen Unfall“, erklärte Joan. „Sind Curtis und Ezra an Bord? Ich kann sie per Kommunikator nicht erreichen.“

Mittlerweile standen sie vor dem Gebäude an der lebhaft befahrenen Straße. Die Geräusche der Großstadt erschwerten die Verständigung mit der Comet.
Joan bedeutete ihrem Begleiter - Agent Louis Mullbone, wie er sich inzwischen vorgestellte hatte - nach einem Taxi Ausschau zu halten, während sie sich zwecks besserer Verständigung wieder hinter die Glastüren des Krankenhauseinganges zurückzog.

„Die beiden waren sehr aufgeregt, als sie hörten, dass du noch nicht hier eingetroffen bist und wollten dich suchen“, berichtete Otho. „Seitdem haben wir nichts mehr von ihnen gehört.“ Er grinste in die Kamera. „Du kennst doch unseren Captain. Sobald er irgend etwas Interessantes entdeckt, vergisst er alles um sich herum.“
„Da magst du recht haben. Trotzdem - ich komme so schnell wie möglich zu euch“, entschied Joan und verabschiedete sich hastig. Sie hatte das unbestimmte Gefühl, dass die Comet momentan der geeignetste Aufenhaltort für sie sei.

Draußen war es Agent Mullbone gelungen, einen Taxigleiter aufzuhalten. Galant hielt er ihr die Tür auf.
„Raumflughafen New York“, befahl Joan, kaum dass sie Platz genommen hatte. Mullbone konnte sich mit einem beherzten Sprung gerade noch in den Gleiter retten, bevor dieser beschleunigte und sich in den dichten Verkehr einreihte.



« Letzte Änderung: 23. April 2007, 01:50:24 Uhr von CJK »
"Ich bin nur ein kleiner, unbedeutender Pilot in einer Welt voller weltverbessernder, zwangsoptimistischer Wissenschaftler, der gerade gezwungen wurde, alle seine Prinzipien über den Haufen zu werfen." - Jim "Shadow" Koenig; Projekt Chamäleon

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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #35 am: 7. Mai 2007, 22:57:11 Uhr »
Die Fahrt zum Raumflughafen erschien Joan endlos. Dass Captain Future mit einer Nachricht über seinen Verbleib auf sich warten ließ, war sie gewohnt - sie verglich ihn im Geiste gerne mit einer Katze, die immer auf die Füße fiel - aber für Ezra war eine solch lange Funkstille äußerst ungewöhnlich. Die Sorge in ihr wuchs, je näher sie der COMET kamen.

Otho empfing sie und den Agenten überraschend ungeduldig, schloß hinter ihnen sofort die Schleuse und gab das Startsignal.
Joan suchte überrumpelt Halt. "Moment mal, Otho - wo fliegen wir hin??"
"Zum Mars." erwiderte der Androide. "Wir haben gerade einen Notruf von Marshall Gurney erhalten. Keine Ahnung warum und wie er dahin gekommen ist, aber er befindet sich in der Maschinenstadt!" -


Ohne einen eindeutigen Blick auf seine Kidnapper erhaschen zu können, wurde Ezra rücklings auf einen kleinen Transportgleiter gefesselt, der sich unverzüglich in Richtung Maschinenstadt in Bewegung setzte. Seine Kommunikationsversuche blieben erfolglos - man antwortete ihm nicht.
Als der Gleiter sich daran machte, die Absperrungen zu passieren, wurden Ezras Augen groß. Aus den Berichten der Futuremen wußte er um die "tod"sicher funktionierenden Selbstschussanlagen der Stadt.
Doch zu seinem Erstaunen passierten sie die Absperrungen ohne Zwischenfall - und aus den Augenwinkeln konnte Ezra etliche aktive Produktionsanlagen links und rechts des Weges erkennen. WAS sie produzierten - das konnte er nur erahnen...

Ohne ein einziges Wort seiner Bewacher wurde Ezra in den halbdunklen Raum eines unterirdischen Bunkers geworfen. Es dauerte eine Weile, bis sich seine Augen an das Dämmerlicht gewöhnt hatten - dann bemerkte er, dass er nicht allein war.
Mit wachsendem Entsetzen schüttelte er den letzten Rest von Benommenheit ab - und blickte in die Gesichter der entführten Ratsmitglieder der Systemplaneten.
Neben ihm hockte Präsident Crewe und griff besorgt nach seinem Arm.
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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #36 am: 10. November 2007, 00:04:38 Uhr »
Sooo, nach unserem ungemein inspirierenden Geburtstags-Chat (waves to Goldi & jimmy  :-*) gehn wir doch mal wieder frisch gestärkt ans Werk - wie Du schon sagst, sternmaus - kann doch nicht so stehenbleiben, das Ganze...[animtwink]

Joan und ihr Begleiter nahmen auf der Brücke der COMET Platz. "Die Nachricht von Ezra - kann ich sie nochmal hören?"
Grag und Otho wechselten schnelle Blicke. Ein bedrückendes Schweigen entstand, das Joan aufhorchen ließ. "Was ist los?"
Schließlich meldete sich Simon zu Wort. "Spiel sie ab, Grag."
Der Roboter gehorchte zögernd.

Auf dem Hauptschirm der COMET sah Joan das verzerrte Bild von Ezra, wie er hastig seine Koordinaten durchgab und die Anwesenheit der Regierungsmitglieder bestätigte. In diesem Moment war hinter ihm ein grelles Aufblitzen zu sehen, der Marshall gab einen kehligen, fast unmenschlich klingenden Laut von sich und verschwand vom Bildschirm.
Der Schirm wurde dunkel.
Simon brach als erster wieder das Schweigen.
"Wir müssen davon ausgehen, dass Marshall Gurney entdeckt und erschossen wurde - wir können auch nach sorgfältigster Analyse der Nachricht nicht sagen, ob er noch am Leben ist."

Joan starrte unbeweglich auf den leeren Schirm und kämpfte gegen ihre zugeschnürte Kehle an. Der Boden unter ihr schien plötzlich beweglich zu sein.
Niemand bemerkte dabei das fremdartige Glitzern in den Augen des Planet Patrol Agenten hinter ihnen. Während Ezras Übertragung hatte er unauffällig mit der Hand in seine Jackentasche gegriffen - zog sie danach jedoch wieder leer hervor und entspannte sich.

Joan schluckte den Kloß in ihrer Kehle endgültig herunter. Vor ihnen nahm die rot schimmernde Oberfläche des Mars schon fast den gesamten Bildschirm ein.
'Curt Newton, wo auch immer du steckst, wir könnten deine Hilfe jetzt sehr wohl gebrauchen...' dachte sie.
« Letzte Änderung: 10. November 2007, 00:56:21 Uhr von Ann Landor »
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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #37 am: 10. November 2007, 00:52:42 Uhr »
Dieser hatte bereits mit dem Abstieg vom Felsplateau auf dem Uranus begonnen, als sich das Licht der fahlen Sonne über ihm plötzlich verdunkelte und ein tiefes Brausen die Luft erfüllte. Instinktiv krallte er sich am Felsvorsprung fest und blickte nach oben.
Über ihm schwebte eine seltsam geformte Scheibe in fluoreszierendem Licht - nicht kreisförmig, nicht elliptisch - die Scheibe schien ihre Form durch das Fluoreszieren ständig zu ändern.
Newton kniff irritiert die Augen zusammen. Diese optisch nicht zu erfassende Form eines Raumschiffs war ihm völlig fremd. Die ungewöhnliche Scheibe verschwand im wabernden Licht hinter der Felswand.

Curt Newton überlegte kurz. Er blickte hinunter auf die Lichter der Siedlung - dann schwang er sich mit einem kühnen Satz über den Felsvorsprung wieder nach oben, dem Plateau entgegen. Seine Crew konnte er immer noch verständigen - aber diese Chance konnte er sich nicht entgehen lassen!

Auf halbem Wege hörte er ein knirschendes Geräusch und sprang in Deckung. Zu seiner Verblüffung erblickte er wenig später einen Zug von Lastengleitern, die ruckelnd und schaukelnd den Weg zum Plateau emporklommen - wie von einer unsichtbaren Hand gezogen.
Captain Future zögerte nicht lange. Er sprintete längsseits an einen der Lastengleiter heran, trat die Ladeklappe ein und schwang sich in das Innere des Gleiters. Um ihn herum klirrten dunkle metallische Gegenstände, deren Zweck er nur vermuten konnte.

Er verriegelte die Ladeklappe nicht völlig und konnte so durch einen schmalen Spalt erkennen, dass das fluoreszierende Schiff regungslos über der kreisrunden Stelle schwebte, die ihm bei seiner Ankunft schon aufgefallen war.
Ein Ruck und anschließende Stille bedeuteten ihm, dass sein Gleiter die Felsoberfläche verlassen hatte und geradewegs auf die glänzende Scheibe des fremden Raumschiffs zuhielt.
Curt Newton schloß hastig die Ladeluke und aktivierte die Druckpanzerung seines Raumanzugs - falls sie die Uranus-Atmosphäre verließen, wollte er vorbereitet sein.
Trotz geschlossener Luke drang kurze Zeit später gleißendes Licht durch seinen Helm.
Heftige Vibrationen durchschüttelten den Gleiter.
Danach wurde es stockdunkel um Newton herum.

Er war gelandet - wo auch immer.
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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #38 am: 10. November 2007, 00:54:34 Uhr »
...Ich halte jetzt die Klappe. Ehrenwort!  ;D
« Letzte Änderung: 10. November 2007, 00:58:46 Uhr von Ann Landor »
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Offline sternmaus

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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #39 am: 11. November 2007, 22:22:07 Uhr »
Wow :o, man wart ihr fleißig!!!! Schande das wir uns im Chat so verpasst haben. An alle Schreiber meinen  [respekt] [rolllaugh] [master] :-*

Sternmaus
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Keep looking up * Don´t be afraid of the dark. Stay full of wonder * Expand your horizons. Turn off the lights!                                                                                                                 

Offline Johanna

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Re: Fortsetzungsgeschichte
« Antwort #40 am: 26. Juni 2016, 13:01:58 Uhr »
Hmmm,
jetzt habe ich mich hier durch gearbeitet, bin von der Story angefixt und will jetzt endlich wissen WO isser gelandet und WIE könntees hierweiter gehen?
AN ALLE DIE LUST HABEN HIER WEITER ZU SCHREIBEN, bitte tut es!
 ;D
Mal sehen, wo das hinführt...
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Johanna
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Carpe Diem - oder einfacher: Das Leben ist zu kurz, um zu verzichten...
"Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht." Oscar Wilde (1854-1900)