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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Tachioniumfinder am 30. Juni 2017, 21:05:00 Uhr »
Unbedingt weitermachen - der restliche Urlaub muss noch genutzt werden.... und wer feiern kann.... ;D ;D ;D
Ich gestehe, ich muss in der Geschichte etwas zurückgehen, um wieder reinzukommen. Ich freue mich aber riesig auf weitere Kapitel - im Übrigen ist es mir ziemlich wurscht, ob sie bei Tag oder Nacht geschrieben wurden..... [pop] [hello] [runaway]
Liebe Grüße
Tachi
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Johanna am 30. Juni 2017, 16:15:18 Uhr »
Ahaaa - da kommt wer aus der Deckung...
 :-*
Ich dachte immer der "Nachtzuschlag" im Chatroom alleine wäre es nicht...
Smile.
Nunbin ich schlauer.
 ;)
Liebe Grüße

Johanna
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Spacerancher am 30. Juni 2017, 15:54:50 Uhr »
Chatroomvampir ? ? ? Ähm..... das hat aber nix mit Lesehunger zu tun. Ein Chatroomvampir treib sich des nachts mit gleichgesinnten Eulen im Chat rum..... vorwiegend nach Mitternacht.   [ghost]  ;D

 [diploma] Spacy
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Johanna am 30. Juni 2017, 14:36:46 Uhr »
Hi Freaky,

na - da haben wir ja noch einen Chatroom-Vampir -  ;D
 Aber es freut mich ja, dass es dir gefällt. :-*
Da ich noch 2 Urlaunbstage habe, versuche ich noch kreativ zu sein.
Es hat mich selbst gewurmt, dass ich hieran 2 gute Jahre nix geschafft habe.
Mal sehen wa noch so geht!

Vielleicht hast der eine oder andere ja noch Kreativ-Input für mich?

 ;)
Liebe Grüße
Johanna
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Freaky T am 30. Juni 2017, 14:01:29 Uhr »
Hi Johanna,
toll dass es diesmal nicht so lange gedauert hat [blushing] mit der Fortsetzung.
Nein jetzt mal ehrlich: finde die Fortsetzung sehr spannend, bitte mach weiter [bthumbup]
Ich möchte doch erfahren, ob Elaine was bewirken konnte und ob C und J doch noch heiraten...
Hab immer noch Appetit auf neues Lesefutter  [pop]

Gruß
Freaky T
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Johanna am 30. Juni 2017, 13:41:57 Uhr »
Curt hatte sich nicht die Zeit genommen sich seiner Verkleidung als Dr. Stryer zu entledigen. Er steuerte die Koordinaten am Rand von New York an, die Joan ihm übermittelt hatte. Erleichtert stellte er fest, dass er es pünktlich schaffen würde, aber er hatte ein verdammt ungutes Gefühl.
Als er sein Fahrzeug in der Nähe des Parks, den sie als Treffpunkt angegeben hatte, abstellte, sah er die Menschenmenge, die sich dort versammelt hatte. Es fand eine Gedenkveranstaltung statt - für ihn, wie er verdutzt feststellte.
   Joan und ich gelten ja als tot, erinnerte er sich. Mrs. Peel und Ezra sind die Einzigen, die wissen, dass es nicht so ist. Naja und Nielson...
Die Menschen trugen Kerzen mit sich und Transparente auf denen sie menschliche Werte betonten. Auffallend viele Studenten und junge Leute waren darunter. Auf einer riesigen Videoleinwand wurden die Nachrichten aus aller Welt übertragen. Darin wurde über den Widerstand gegen das Klonen von Menschen berichtet. Basis war offensichtlich der Universitäts-Blog, der sich mehr und mehr mit Leben füllte und der immer weiter geteilt wurde. Die Bilder der Tiermenschen vom Aar verbreiteten sich nach dem Schneeballprinzip und rüttelten die Menschen auf. Entrüstung über die skrupellosen Methoden der Pharmaziekonzerne und der Wirtschaft machte sich allerorten breit, gemischt mit der Trauer um den Verlust Captain Futures. Die Rufe nach Kontrolle und einer natürlichen Evolution wurden lauter. Eine Stellungnahme der Politik stand bis zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.
Am Rande des Parks war ein Café und Curt Newton ging zielstrebig darauf zu. Im Inneren erwartete Joan ihn schon, an einem Tisch in der Ecke gegenüber des Eingangs. Ihre ganze Haltung war angespannt, aber sie wirkte sichtlich erleichtert, als sie ihn sah und er spürte, wie ihm die Reue das Rückgrat empor kroch. Sie erhob sich und er zog sie unvermittelt in seine Arme.
   "Verzeih´ mir", flüsterte er. "Ich wollte dich nicht übergehen, es ist nur so..."
   "Emotional?" wisperte sie. "Du willst persönlich Rache nehmen?"
   "Ja", antwortete er schlicht.
Sie nickte und machte sie sanft von ihm los. Doch das Lächeln, das sie ihm schenkte, wirkte traurig.
   "Möchtest du was trinken?" fragte sie. Als er den Kopf schüttelte fuhr sie fort: "Dann lass uns gehen. Das was ich die mit zu teilen habe kann keine Zuhörer gebrauchen."
Sie zahlte und zusammen gingen sie hinaus in den Park, die Kundgebung umgehend.
   "Unglaublich", murmelte sie und wies auf die Menschenmenge. "Wie hast du das in so kurzer Zeit geschafft?"
   "Mir scheint Dr. Stryer hat echte Fans unter den Studenten. Mein Uni-Blog wurde offensichtlich an die Nachrichten weiter gegeben..." Er griff nach ihrer Hand und spürte ihr Zittern.
   "Joan, bitte. Erklär mir, was los ist."
Sie führte ihn noch etwas weiter von der Menschenmenge weg, bis sie sicher war, dass sie nicht belauscht werden konnten. Dann erzählte sie ihm von Carthews letztem Auftrag.

Comments welcome!

Viele Grüße

Johanna  :-*
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Johanna am 29. Juni 2017, 19:50:41 Uhr »
 :-*
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Freaky T am 29. Juni 2017, 18:40:24 Uhr »
Hallo,
Bitte weiter machen [jump]
Bitte nicht wieder so lange warten lassen Ich bin bereit  [pop]

Gruß
Freaky
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FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Johanna am 28. Juni 2017, 21:19:50 Uhr »
Curt ergriff wieder das Wort:
   "Sie tun also schon etwas, um Entscheidungen nicht nur einigen wenigen zu überlassen: Sie reden! Machen Sie weiter so! Schreiben Sie Artikel in Fachzeitschriften und Tageszeitungen. Die öffentliche Meinung ist ein scharfes Schwert. Warnen Sie vor begründeten Risiken, indem Sie sich auf Fakten beziehen. Organisieren Sie sich, ob in Diskussionszirkeln oder in Internetforen ist egal, aber seien Sie aktiv! Leben Sie Demokratie und Meinungsfreiheit!"
Er nahm das Tablet und blendete ein Bild ein.
Ein Raunen ging durch den Saal, der inzwischen so voll war, dass die letzten Studenten auf den seitlichen Stufen des Hörsaales Platz genommen hatten.
   "Diese Informationen hat Prof. Lewin heute erhalten. Es sind einige Fakten, die Captain Future und seine Mannschaft auf ihren Reisen außerhalb des Sonnensystems gesammelt haben. Fakten, die er aus den bekannten Gründen nun nicht mehr auf dem Ethik-Kongress präsentieren kann. Bilder, die eindrucksvoll zeigen, wohin der Missbrauch am Erbgut des Menschen führen kann..."
   "Mein Gott - seht euch das an!"
   "Das muss ein Trick sein, dass gibt es nicht..."
   "Aber dort steht Grag neben diesen Wesen..."
Die Studenten tuschelten wild durch einander und blickten verunsichert auf das Bild, dass Grag neben den Tiermenschen vom Aar zeigte.
   "Sie sehen das Ergebnis einer fehlgeleiteten Wissenschaft eines fremden Volkes, das Tiermenschen mit Hilfe genetischer Methoden züchtete, um sie als Sklaven für eine privilegierte Minderheit zu nutzen."
Eine Welle der Empörung lief durch den Hörsaal, Diskussionen entbrannten und Curt Newton registrierte es zufrieden.

Eine knappe Stunde war bereits vergangen, als Benjamin Lewin durch eine Seitentür in den Hörsaal trat. Blitzschnell hatte er erkannt, was Curt mit seinem Beitrag bei den Studenten ausgelöst hatte und grinste innerlich.
   Er holt den Nachwuchs auf seine Seite, dieser Fuchs.
Sie tauschten kurze Blicke miteinander aus und Curt signalisierte ihm das Ende seines Vortrags. Dann wandte er sich wieder an die Studenten:
   "SIE werden die zukünftigen Fachexperten im Sonnensystem sein. Man wird sich an Sie wenden und ihre Meinung hören wollen. Es wird einmal Ihre fachliche und menschliche Überzeugung sein, auf Grund derer Entscheidungen in der Politik getroffen werden. Ihre Meinung KANN die Entwicklung der menschlichen Zivilisation entscheidend beeinflussen. Daher werden Sie verstehen, wie notwendig es ist auch weiterhin eine Ethikkommission einzusetzen, um willkürliches Klonen, wie es die Wirtschaft verlangt, zu unterbinden. Wachsamkeit und Ethik sind die Instrumente der Menschlichkeit. Vergessen Sie das nie!"
Curt blendete einen Link ein und sagte abschließend:
   "Wenn Sie Fragen haben, oder dieses Thema weiter diskutieren möchten können Sie mich in diesem Forum erreichen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!"
Damit setzte ein Poltern und lautes Klopfen ein, mit dem die Studenten ihre Anerkennung ausdrückten und Benjamin trat zu Curtis, um sich noch kurz mit ihm aus zu tauschen.
   "Es gibt interessante Details zu einer Forschungsgruppe, die Hastings betreut. Ich kontaktiere dich heute Abend, um dir alles zu erzählen."
Newton nickte und gab Lewin sein Tablet zurück.
   "Danke für alles, Ben. Ich muss jetzt los, die Zeit drängt!"
Sein Blick fiel auf einige Studenten und Studentinnen, die sich ihnen näherten. Lewin war seinem Blick gefolgt und grinste breit. Sie schüttelten sich die Hände, dann trat Ben schützend vor Curt und schirmte so seinen Rückzug ab. Curt nutzte die Gelegenheit, um den Hörsaal rasch durch eine der Seitentüren zu verlassen, bevor ihn die Studenten weiter mit Beschlag belegen konnten.
Besorgt blickte er auf die Uhr - ihm blieb nicht mehr viel Zeit. Er lief zu seinem Gleiter und wählte gleichzeitig Joans Nummer. Irritiert stellte er fest, dass er keine Verbindung zu ihr bekam. Seine Sorge wuchs. Er sprang in den Gleiter und jagte mit Höchstgeschwindigkeit davon.

Simon schloss den Quicktest von Joans Blutprobe im unterirdischen Labor der Newton Farm ab.
   "Alles in Ordnung, meine Liebe, alle Werte sind bestens", schnarrte er. Aber das wundert mich nicht. Ich habe in den letzten zwei Jahren die Möglichkeit gehabt, die Untersuchungsergebnisse all derer einzusehen, die damals in Elektromenschen transformiert worden waren. Seit ihrer Rückverwandlung sind alle top fit und sogar gesünder als vorher. Es scheint, als hätte die Umwandlung bei allen eine vitalisierende und sogar regenerative Wirkung gehabt."
Joan nickte, dennoch nahm sie kaum wahr, was Simon zu ihr sagte. Sie hatte noch nichts von Curt gehört.
Die Sorge, ihn nicht mehr zu treffen, bevor sie in den Einsatz musste, legte sich ihr auf den Magen. Ihr war speiübel.
   "Joan, geht es dir nicht gut?", Grags raue Stimme weckte sie aus ihren Gedanken.
Gefasst aber blass lächelte sie ihn tapfer an.
   "Ja, danke. Wie weit seid ihr?"
   "Die Autopsie ist fast beendet. Du... wir können also gleich aufbrechen."

*

   "Diese Information wird dich eine Kleinigkeit kosten, Pirat."
Der marsianische Senator blickte beinahe feindselig in Kim Ivans Gesicht. Er trug sein langes schwarzes Haar der Tradition nach offen und eine kostbare Robe dokumentierte seinen sozialen Stand.
   "Aber sie wissen doch, Senator, Geld spielt wie üblich keine Rolle", schnurrte Kim, doch das Blitzen seiner schwarzen Augen hieß seinem Gegenüber Respekt. Der Politiker schluckte. Er kannte Ivan aus früheren Zeiten, Zeiten in denen man sich der öffentlichen Kassen bedient hatte. Zeiten, in denen er jung gewesen war - und dumm. Und für diese Dummheit zahlte er noch heute. Das Einzige was ihn schützte war die Tatsache, dass er gut vernetzt war, sogar SEHR gut vernetzt war, mit der Wirtschaft, mit Syndikaten und mit Politikern im ganzen Sonnensystem. Er wusste viele Dinge, kannte schmutzige Geheimnisse und handelte mit Informationen. Nur wenige kannten seine wahre Identität und Kim war einer von ihnen.
   "Ich brauche die Informationen noch heute Abend", fuhr Kim gelassen fort. Der Senator nickte knapp.
   "Sie wissen, wo sie mich finden können."
Sie verabschiedeten sich mit ritueller Höflichkeit voreinander, dann verließ Kim die marmorweißen Hallen des Rates der Ältesten und trat hinaus in den Tumult der marsianische Hauptstadt.
Draußen wartete Elaine auf ihn und der ungeduldige Ausdruck in ihrem schönen Gesicht ließ ihn lächeln.
   "Alles geritzt", sagte er und legte ihre Hand auf seinen Arm. "Wir haben heute Abend ein Verabredung und dafür sollten wir jetzt einkaufen gehen!"
   "Was denn einkaufen? Ein Waffenarsenal?"
Kim grinste.
   "Blutrünstiges kleines Biest! Nein, keine Waffen. Das verträgt sich nicht mit meinen Bewährungsauflagen."
Sein Grinsen wurde breiter.
   "Nicht das mich das stören würde... Nein wir gehen shoppen, denn wir gehen heute Abend in die Marsianische Oper."

Elaine lümmelte sich mit einem kühlen Getränk und ihrem Touchpad im Schatten der Terrasse auf einem Liegestuhl. Kim Ivan hatte sie in seinem Anwesen zurück gelassen und machte noch einige Besorgungen. Elaine surfte im planetaren Net. Sie hatte ein spezielles Programm gestartet, dass ihr helfen sollte Besonderheiten zum Thema Klonierung des menschlichen Erbgutes zu finden.
Sie hoffte auf die Nadel im Heuhaufen, eine Unvorsichtigkeit, einen klitzekleinen Hinweis, der ihr vielleicht weiter helfen konnte.
Dabei stieß sie im systemweiten Uniforum auf interessante Informationen zu einer Genetik-Vorlesung, die vor kurzem an der New Yorker Uni auf der Erde stattgefunden hatte. Dr. Stryer hatte eine interessante Diskussion im Netz ausgelöst. Elaine grinste, ob der zahlreichen Fotos und Videobeiträge, die online gestellt worden waren. Die Chats und Posts dazu stiegen stündlich an. Da kam ihr eine Idee und sie machte sich sofort an die Arbeit. Zwei Stunden später war sie fertig. Zufrieden grinsend lud sie ihr kleines Programm ins Netz hoch. Gespannt wechselte sie auf die Seiten bekannter Nachrichtensender und überall poppte, kurz hinter einander, die Top News zur aktuelle Genetik-Debatte hoch. Überall war der Link zum Uniforum hinterlegt und sie konnte beobachten wie die Clicks auf dem Uniportal sprunghaft anstiegen: Die Welt hatte das Problem zur Kenntnis genommen. Jetzt musste man nur noch regelmäßig die Flamme des öffentlichen Interesses schüren...
   "Du siehst aus, wie eine marsianische Sandkatze, die besonders fette Beute gemacht hat", schnurrte plötzlich Kim Ivan an ihrem Ohr.
Erschrocken sprang sie auf - er hatte sie überrascht.
   "Was treibst du da eigentlich?"
Sein vernarbtes Gesicht wirkte angsteinflößend, vor allem, wenn er so misstrauisch guckte wie gerade. Elaine reckte das Kinn vor und ihre Augen blitzen angriffslustig. Ihr ganzer Körper drückte Kampfbereitschaft aus.
Kim stutzte. Wie sie da stand, hätte sie Joan sein können, aber diese Abenteuerlust, die ihm aus ihren Augen entgegen funkelte kannte er nur von einem Menschen: Curt Newton.
Er wusste, es war unmöglich, doch sie konnte glatt als Tochter von Curt und Joan durch gehen. Eine aufregende Phantasie...
Kim musste nun doch lachen und Elaine entspannte sich wieder.
   "Du hinterfragst meine Motivation? Was, wenn ich dir erkläre, dass ich Captain Future bei seinem Genetik-Projekt unterstütze? Dazu brauche ich diese Informationen, die wir hoffentlich heute Abend erhalten. Ich muss rauskriegen, ob gewisse Politiker zum Thema der Klonierung von Menschen bereits vor der Entscheidung der Ethikkommission Partei ergriffen haben."
Kim sagte nichts, beobachtet sie nur interessiert, wie sie sich ihm langsam näherte.
   "Ich muss dir nicht erklären, wie dicht Wirtschaft, Forschung und Politik oft miteinander verflochten sind. Captain Future ist gerade dabei diesen Sumpf trocken zu legen..."
   "Und du kannst also da unterstützen, wo Captain Future bislang versagt hat?" Kim stellte seine Frage mit einem interessierten Lächeln auf den Lippen. "Wer bist du, dass du jetzt plötzlich zur Future-Mannschaft gehörst?"
Elaine quittierte seine Äußerung nur mit einem vielsagenden Lächeln.
   "Manchmal", murmelte sie, "brauchen auch Helden Hilfe..."
   "Nun denn", brummte Kim. "Wenn wir Curt helfen wollen, müssen wir uns langsam für die Oper bereit machen."

Etwas später wartet Kim bei einem Drink auf Elaine. Er trug eine schwarze, vornehme Robe und wirkte tatsächlich wie ein Edelmann. Kurz darauf betrat das Mädchen die Terrasse. Sie trug das wundervollen dunkelblauen Abendkleid, das sie am Nachmittag gekauft hatten. Es war über und über mit Facetten und Perlen bestickt und schimmerte herrlich im Licht der Abendsonne. Die schweren roten Haare hatte sie zurück gesteckt, sodass sie in weichen Wellen auf ihre Schultern flossen. Der V-förmige Ausschnitt betonte ihr Dekolleté ohne dabei unzüchtig zu wirken. Verblüfft sprang Kim Ivan auf.
Elaines unsicherer Blick jedoch ließ ihn lächeln. Sie hatte wohl noch nicht oft solche Kleidung getragen.
   "Etwas fehlt noch", murmelte er und nahm eine Schatulle vom Tisch, die er nun öffnete. Darin lag ein geschmackvolles Collier aus Saphiren mit den dazu gehörigen Ohrringen.
   "Wow!" Elaines Augen strahlten und sie legte den Schmuck an. Dann drehte sie sich vergnügt um die eigene Achse.
   "Auf jetzt, Kind", knurrte Kim. "Wir haben einen Termin!"

 ;D
100
FanFiction / Re: Forschungsziel Leben
« Letzter Beitrag von Johanna am 28. Juni 2017, 21:19:28 Uhr »
Hallo zusammen,
zum besseren Verständnis habe ich den ersten Teil des Kapitels an dem ich hier weiter gearbeitet habe wiederholt.
Dann gaht es nahtlos mit dem neuen Text weiter.
Comments welcome!
Viel Spaß!
Johanna

The Social Network

Benjamin Lewin reichte Curt das Touch Pad und schob sich zeitgleich einen Butterkeks in den Mund den er anschließend mit einem großen Schluck Tee hinunter spülte.
   "Hier siehst du sämtliche offiziellen Aktivitäten und Projekte von Hastings. Er ist immer noch in der Genforschung aktiv, allerdings in überwiegend leitender Funktion."
Curt studierte aufmerksam die Liste.
   "Es lässt sich keine Verbindung zur Politik und damit zur Area 51 herstellen", murmelte er. "Hastings koordiniert den wissenschaftlichen Kontakt und Studentenaustausch zwischen den namhaften Militärakademien und Universitäten im Sonnensystem. Das ist auch schon alles. Er leitet verschiedene Forschungsteams und verwaltet den Einkauf der biochemischen Forschungseinrichtungen."
Enttäuscht lehnte Curt sich zurück.
   "Das ist alles absolut unverdächtig. So kommen wir nicht weiter."
   "Lass uns eine Pause machen", schlug Benjamin vor. "Du recherchierst nun schon seit Stunden in den verschiedensten Archiven. Wie wäre es, wenn wir uns sozusagen zur Entspannung die Biochemiearbeit von Jones reinziehen?"
Curtis grinste.
   "Du bist echt schräg, weißt du das?"
   "Mag schon sein", brummte Lewin vergnügt. "Aber vielleicht gelingt es mir ja auch, dich für eine Professur zu begeistern..."
Captain Future lachte laut auf.
   "Alter Fuchs", kicherte er. "Aber ich glaube, dass wäre mir insgesamt wohl doch nicht spannend genug."
   "Nun, das wäre noch zu überprüfen..."
Ein sanfter Glockenton lenkte Lewins Aufmerksamkeit auf seinen Kalender.
   "Ups, fast hätte ich meine Vorlesung vergessen...", brummte er, doch dann stahl sich wieder ein übermütiges Lächeln auf sein Gesicht.
   "Was hältst Du davon meine Vorlesung zu übernehmen, während ich Jones´ Arbeit korrigiere?"
Curt schüttelte den Kopf.
   "So leid es mir tut, aber ich habe in wenigen Stunden noch ein wichtiges Treffen mit einem Agenten der Patrouille. Vielleicht gelingt es dort die notwendigen Beweise gegen Hastings zu erbringen."
Captain Future hatte noch nicht ausgesprochen, als das leise Zirpen seines Kommunikators einen Nachrichteneingang meldete.
   Termin canceled
Curt wusste, diese Information kam von Nielson, der ihn nachher in Nevada treffen wollte. Er versuchte ihn auf der verabredeten Frequenz zu erreichen, bekam aber keine Antwort. Curts Brauen zogen sich zusammen. Es musste etwas passiert sein.
   "Entschuldige bitte, Benjamin. Ich muss meine Kameraden kontaktieren. Die Dinge entwickeln sich gerade nicht wie geplant."
   "Wenn du den lieben Gott erheitern willst, dann mach Pläne", murmelte dieser und griff nach seiner Aktentasche.
   "Ich gehe dann zur Vorlesung. Sehen wir uns noch?"
   "Wahrscheinlich nicht. Ich melde mich wieder. Danke für deine Hilfe, Ben!"
Benjamin griff in seine Hosentasche, zog den Datenstick von Jones hervor und reichte ihn Curt.
   "Lies die Arbeit von Jones, nur so zum Spaß. Und wenn Du sagst dass sie gut ist, dann lasse ich ihn ausnahmsweise nochmal davon kommen..."
Lewin zwinkerte dabei und Curtis wurde klar, wie sehr ihm seine Studenten am Herzen lagen.
Curt stand auf, um mit Lewin dessen Büro zu verlassen, als sie beinahe mit einen stürmischen Besucher zusammen prallten.
   "Ben! Ich brauche dringend deinen Rat!"
   "Mitch!"
Professor Hastings stand unerwartet vor ihnen und Curt Newton musste sich sehr zusammen nehmen, um nicht aus seiner Rolle zu fallen.
   Emotional kompromittiert... erinnerte er sich an Joans Worte und versuchte seine Wut im Zaum zu halten. Da scheint doch etwas dran zu sein.
Unauffällig beobachtete er Hastings, der seltsam aufgebracht wirkte. Währenddessen versuchte Benjamin Lewin die Situation zu retten.
   "Darf ich vorstellen: Professor Hastings - Dr. Stryer. Dr. Stryer hat auf unserem letzten gemeinsamen Symposium zugesagt heute bei meiner Vorlesung mit einem molekulargenetischen Vortrag zu unterstützen."
Hastings musterte Curt ungeduldig, als sie sich zur Begrüßung die Hände reichten, doch sein ganzes Wesen spiegelte nichts als freundliches Interesse wider.
   "Sag mal Ben, kannst du deine Vorlesung heute ausnahmsweise einmal absagen? Ich habe da einige genetische Problemstellungen aus einer der Forschungsgruppen, die ich gerne fachlich mit dir diskutieren würde."
Curtis Kommunikator zirpte erneut und er warf einen raschen Blick darauf. Zwei codierte Nachrichten von Joan.
   Dringend heute 1700.
Die zweite enthielt die Koordinaten des Treffpunktes außerhalb von New York. Curt hatte plötzlich ein ungutes Gefühl - er musste schnellst möglich zu Joan und es war bereits kurz vor ein Uhr.
Unterdessen hob Lewin bereits an, um Hastings eine Absage zu erteilen, doch dieser kam ihm zuvor:
   "Dein Kollege Dr. Stryer könnte doch für dich übernehmen? Soweit ich seine Publikationen verfolgt habe, engagiert er sich in dem selben Fachgebiet wie du..."
Captain Future merkte wie ihm seine Felle davon schwammen. Ablehnen konnte er jetzt nicht, wollte er nicht, dass seine Tarnung verloren ging.
Lewin schien zu spüren, dass Curt in der Klemme steckte und sagte:
   "Nachrichten von Deiner Verlobten, Lubin? Ich hoffe es geht ihr besser?"
   "Ja, danke der Nachfrage. Eine leichte Sommergrippe, ich muss ihr noch die Medikamente mitbringen, die der Arzt ihr verschrieben hat. Aber ich kann gerne die erste Hälfte deiner Vorlesung übernehmen wie wir es ja ohnehin geplant hatten. Das gibt Ihnen, Professor Hastings, vielleicht genug Zeit um Ihre vorrangigen Themen mit Professor Lewin zu diskutieren."
   "Danke für Ihr Verständnis, Dr. Stryer", lächelte Hastings, doch das Lächeln erreichte nicht seine blassblauen Augen. Sie nickten sich zum Abschied zu, während Ben Curt noch mit einem gemurmelten "Bis gleich" sein Tablet in die Hand drückte.
Newton warf einen Blick auf das Tablet und sah einige geöffnete Dokumente mit dem Thema und der Raumnummer der Vorlesung. Benjamin hatte schnell geschaltet, dennoch würde es eng werden. Er konnte nur hoffen, dass er es rechtzeitig zum Treffen mit Joan schaffen würde.

1.011 - es war der größte Hörsaal an der Universität. Curtis Newton straffte die Schultern.
   Nun denn, ich bin bereits als Raubtierbändiger im Zirkus aufgetreten und als vermeintlicher Präsidentenmörder gejagt worden. Was soll schon passieren?
Er tat einen tiefen Atemzug und ging an den Rängen hinunter in den Hörsaal.
Etwa zweihundertfünfzig Studenten warteten mehr oder minder engagiert auf den Beginn der Vorlesung und ein gleichmäßiges Gemurmel erfüllte den nur zu einem Viertel besetzten Hörsaal.
   "Dr. Stryer?" sprach ihn einer der Studenten an. Es war Jones. Natürlich.
   "Ich hoffe Sie haben sich vorbereitet, Jones", meinte Curt gutmütig und zwinkerte ihm zu während er weiter ging.
Eine Kommilitonin drehte sich atemlos zu Jones um und fragte:
   "Das ist Dr. Stryer? Der Dr. Stryer der auf dem letzten Genetik Symposium in Göttingen die aktuellen gesetzlichen Richtlinien bezüglich der genetischen wissenschaftlichen Möglichkeiten in Frage gestellt hat? Wenn seine Ausführungen bei der Ethikkommission Gehör finden, werden den Pharmazeutischen Konzernen verdammt enge Grenzen gesetzt. Der Typ ist echt heiß! Das muss ich gleich ins Uniforum einstellen."
Curt hatte es noch gehört stöhnte innerlich.
Dann trat er auf das Podium des Hörsaals und warf über das Tablet das Thema der heutigen Vorlesung an die Wand.

Klonen – Sündenfall als Forschungsziel?

Eine seltsame Aufregung hatte die Studenten erfasst, als sich rum gesprochen hatte wer da die heutige Vorlesung hielt. Curtis Newton registrierte, das viele noch Informationen in ihre Handys oder Laptops tippten, zweifelsfrei um das Uniforum mit den neuesten Nachrichten zu füttern. Das brachte ihn auf eine Idee, wie er die Vorlesung für seine Recherchen nutzen konnte.
Als Curt seine Stimme erhob, erstarb das Gemurmel:
   "Hallo zusammen! Ich möchte mich erst einmal vorstellen: Mein Name ist Dr. Stryer und ich vertrete heute Professor Lewin."
Er wies auf das Thema.
   "Aufmerksamen Beobachtern unter Ihnen wird nicht entgangen sein, dass es sich hierbei um das Thema des letzten Interplanetaren Symposiums handelt. Können Sie sich vorstellen warum?"
Jones meldete sich prompt.
   "Die Ethikkommission tritt in einer Woche zusammen. Es geht darum die wissenschaftlichen Möglichkeiten gegen die ethischen Grundsätze abzuwiegen."
   "Sehr richtig, Jones."
Newton wandte sich wieder an das ganze Auditorium:
   "Was denken Sie, als angehende Wissenschaftler? Sie alle haben die theoretischen Grundlagen der Molekulargenetik gelernt und sie teilweise in Forschungsreihen praktiziert. Sie wissen um die physischen Möglichkeiten dieser Wissenschaft, die Chancen, die sich damit eröffnen. Die Heilung von Krankheiten zum Beispiel. Aber haben Sie auch die Risiken bedacht?"
Er fuhr sich gedankenverloren durchs Haar und bemerkte irritiert wie einige Studentinnen tief aufseufzten. Eine besonders verklärt blickende junge Dame in der 10.ten Reihe fiel Curt auf. Er wanderte durch den Hörsaal, der sich wie durch Zauberhand immer mehr füllte und nun schon zur Hälfte besetzt war. Er stieg die Treppen des Mittelganges hinauf und fragte:
   "Wie, keine Vorstellung? Aber Sie müssen doch eine Meinung haben und diese als angehende Wissenschaftler auch vertreten können! Oder was meinen Sie, Miss..?"
Curt hatte die blonde Studentin erreicht und lächelte sie freundlich an.
   "Ich, oh, puuhh..."
Sie bekam einen knallroten Kopf, weil er sie überrumpelt hatte und der Hörsaal erbebte vor Lachen. Immer noch strömten weitere Studenten in den Raum. Newton richtete sich auf, legte als Zeichen für Ruhe kurz den Finger an seine Lippen und wandte sich wieder der Studentin zu.
   "Nun", fragte er aufmunternd. "Sie haben sich doch sicherlich hierzu schon Gedanken gemacht."
   "Ja natürlich", gab sie zu. "Aber es ist nicht leicht einen Job zu kriegen. Und die besten Angebote kommen aus der Wirtschaft, speziell aus dem pharmazeutischen Bereich. Es ist allgemein bekannt, dass dort gewisse ethische Bedenken nicht gern gesehen werden, wenn sie den wirtschaftlichen Erfolg behindern..."
   "Das kann man auch von den Stipendien bei Prof. Hastings sagen!" rief ein Student aus der Menge und zustimmendes Gemurmel erklang von allen Seiten.
Curt nickte dem Mädchen zu und wandte sich wieder an seine Zuhörer.
   "Sie sehen das Dilemma, in dem die Forschung steckt, die Abhängigkeiten, die existieren."
   "Nur Captain Futures wissenschaftliches Genie konnte als wirklich unabhängig bezeichnet werden", wandte ein Student ein, der nahe dem Mittelgang wenige Reihen über Curt saß. Dieser musste sich sein Grinsen verkneifen, machte statt dessen ein ernstes Gesicht und ging auf den Studenten zu. Dieser fuhr sichtlich bedrückt fort:
   "Leider wird sein Beitrag nicht mehr in der Ethik Kommission gehört werden können und ich fürchte, dass damit die Entscheidung zugunsten einer intensivierten Klon-Technologie ausfallen wird."
   "Wenn Ihnen dass aber nicht gefällt, was glauben Sie können Sie dagegen unternehmen?" fragte Curt neugierig und bekam auch direkt eine Antwort:
   "Nichts!" Kam es resigniert aus einer untere Ecke des Hörsaales. "Was sollten wir Studenten denn schon tun können?"
   "Ich informiere mich!" rief ein andere Student dazwischen, "und ich kläre mein direktes Umfeld auf!"
   "Ich diskutiere das in einem Online-Forum." meldete sich eine weitere Studentin. Jetzt kamen von links und rechts die Ideen und Vorschläge und Newton nickte zufrieden und schritt den Mittelgang wieder langsam hinab, die Beiträge durch kurze Bemerkungen unterstützend.
Dann stutzte er, als er spürte, wie ihm jemand etwas beiläufig in die Hand drückte. Es war ein Zettel mit einer Telefonnummer. Erstaunt erblickte er eine brünette Schönheit, die ihn kokett anlächelte.
   Das darf doch nicht wahr sein, stöhnte er innerlich und ließ den Zettel demonstrativ auf den Boden fallen. Einige Kommilitoninnen, die dies gesehen hatten kicherten schadenfroh.
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