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DAOGA / Re: Apocalypse: No(w)!
« Letzter Beitrag von DAOGA am 30. Januar 2018, 17:37:21 Uhr »
„A propos Mittel.“ meldete sich der Präsident wieder zu Wort, wohl wissend, daß der General ihn zu diesem Thema weiteres berichten würde.
„Ich weiß, daß Sie sehr reich sind und sich alles kaufen können was Sie wollen. Trotzdem haben Sie sich für Ihre Verdienste um die Rettung der Welt den Dank unserer Nation verdient. In irgendeiner Form, wie auch immer sie aussehen sollte. Ich denke, irgendwelche Wünsche werden Sie doch sicher haben, irgendetwas, was Ihnen Ihr Geld nicht kaufen kann. Wir würden gerne unsere Dankbarkeit in handfester Form beweisen, sofern es in unserer Macht steht und legal ist.“
Das hatte so sicher kommen müssen wie das Amen in der Kirche, und Tom war darauf vorbereitet. Er wußte was er brauchen konnte. Und wie er es formulieren mußte.
„Ja, da gibt es tatsächlich etwas. Die erste Reaktion eines Staatschefs besteht immer darin, buntes Blech zu verteilen, aber Sie wissen selber, daß ich einen entsprechenden Orden wahrscheinlich nie in der Öffentlichkeit tragen dürfte, das würde zu viele Fragen herausfordern. Und Sie wissen ja aus General Wades Berichten, wie gut ich schweigen kann.“ Er zwinkerte vertraulich in Richtung des Präsidenten, der sich abermals ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Toms chronische Unfähigkeit, über geheime Vorgänge die Klappe zu halten, sorgte immer wieder für interne Auseinandersetzungen zwischen Wade und seinen Vorgesetzten.
„Deshalb möchte ich etwas anderes von Ihnen. Wie Sie wissen, hatten wir schon vor diesem Ereignis diverse andere, die die nationale und sogar weltweite Sicherheit bedrohten, und im Rahmen weiterer Ereignisse dieser Art kann es jederzeit passieren, daß ich mir Freiheiten herausnehmen muß, die die gesetzlichen Vorgaben dieses Landes weit überschreiten. In diesen Fällen möchte ich nicht, daß mir die Regierung, sei es zu Ihrer Amtszeit oder irgendwann später, anschließend Knüppel zwischen die Beine wirft, weil ich das als lästig und auch als undankbar empfinden würde.
In Kurzfassung, ich möchte einen Blanko-Pardon von Ihnen. So abgefaßt, daß es auch jeder Ihrer Nachfolger im Amt anerkennen würde und müßte. - Ich weiß, das derartige Pardons nicht leichtfertig vergeben werden, und schon gar nicht blanko, aber es wäre General Wade,“ er deutete auf den Mann, der dazu nickte, „der darüber wachen wird, daß ich ihn niemals leichtfertig mißbrauchen werde. Und wenn er eines Tages seinen Posten aufgibt, wird er seinen Nachfolger entsprechend instruieren, falls ich es bis dahin nicht benötigt habe. Und dieser vielleicht wieder seinen Nachfolger. - Ich nehme an, man hat Ihnen gesagt wie alt ich bin.“ sprach er zum Präsidenten. „Und ich werde vermutlich noch da sein, wenn Sie alle längst zu Staub geworden sind, als der einsame Wächter über die Zukunft dieser Welt. Das ist die Aufgabe, die mir vom Schicksal gegeben wurde, und ich nehme sie an. Allerdings bekomme ich dabei nicht gern bürokratische Knüppel zwischen meine Beine, derartige Maßnahmen würde ich als bewußte Schikane empfinden, was dann irgendwann dazu führen würde, daß ich entsprechende Gegenmaßnahmen ergreife. Und das würden weder Sie noch irgendein Nachfahre in Ihrem Amt sich wünschen, Sir.“
„Das ist keine Drohung, sondern eine Feststellung, Sir.“ fügte Wade sogleich dazu an. „Was Racheaktionen angeht, besitzt er das Gedächtnis eines Elefanten. Und sehr viel Phantasie in der Durchführung. Sie sollten nicht glauben, daß die Zusammenarbeit mit ihm jeden Tag ein Zuckerschlecken ist. Er testet Sie rigoros, deckt alle Schwachstellen auf, und dann vergnügt er sich damit, Sie gezielt in den Wahnsinn zu treiben, indem er ständig etwas neues anbringt, womit Sie nicht rechnen. Ich weiß, daß Sie mich um ihn beneiden, Mrs. Baker,“ - er sprach jetzt ebenso zu ihr - „aber wenn Sie ihn erst mal ein paar Wochen an der Backe hätten, würden Sie vermutlich alles tun, um ihn wieder loszuwerden. Die CIA samt Ihrer Abteilung hat genug Leichen im Keller, um seine chronische Neugier zu wecken, und so geheim könnten Sie Ihre Geheimnisse gar nicht halten, als daß er nicht dahinterkommen würde. Mein Haus ist zum Glück so sauber wie es möglich ist, und die vorhandenen Leichen schon zu alt, als daß sie noch relevant wären.“
Ein „sauberes Haus“ zu führen, sich keine Nachlässigkeiten, aber auch keine Überschreitungen der Dienstbefugnisse und Legalität vorwerfen lassen zu müssen, war immer die Politik von General Wade gewesen und der Grund, warum er diesen Posten schon so lange unangefochten innehielt. Die Präsidenten mochten wechseln, aber bei General Wade wußten sie immer, woran sie waren, er war eine feste Größe in Fragen der inneren Sicherheit.
„Ich verstehe. Und ich denke, das mit dem Pardon können wir verantworten, wenn Sie als Bürge für Ihren Schützling einstehen, General. Meinungen?“
Der Präsident blickte in die Runde, fand aber nur nickende Köpfe, das war ein billiger Preis für eine Weltrettung, der nicht mal Staatsgelder kostete. Einige, darunter der von Mrs. Baker, zwar mit einem Stirnrunzeln, aber auch sie nickte schließlich. So ein präsidialer Pardon ließ sich mit etwas Hinterhältigkeit trotzdem hintertreiben und aushebeln, wenn man es darauf anlegte. Ein billiges Versprechen auf die Zukunft ohne große Verlustrisiken, keine Diskussionen wert.
„Damit ist das geklärt. Den schriftlichen Pardon werden Sie im Anschluß an diese Sitzung erhalten.
- Allerdings habe ich jetzt noch ein Problem.“ fügte der Präsident in langsamerem Ton an.
„Ich wurde zu einer Geheimkonferenz nach Oslo gebeten, um dort die Sache mit dem Omega-Code zu erklären. Nach außen, für die Öffentlichkeit, stimmten die anderen Atommächte unserer Ausrede zu, weil es praktisch das einzige war, was sie machen konnten nach meiner Rede an die Nation. Aber selbstverständlich gibt es eine ganze Menge Leute bei uns wie in den anderen Ländern, die genau wissen, daß es solch einen Schutzcode nie gegeben hat und nicht geben konnte. Diese Leute wollen jetzt natürlich von mir wissen, was tatsächlich passiert ist. Wie es möglich war, daß sogar Waffensysteme, die nicht fähig waren, auch nur den Erdorbit zu erreichen, trotzdem Fluchtgeschwindigkeit mit direktem Kurs in die Sonne erreichen konnten. Und dann weiterflogen, mit Beschleunigungswerten, die selbst die hochentwickeltsten Raketentriebwerke nicht erreichen konnten. Was würden Sie den Leuten an meiner Stelle sagen, Mr. Richards?“

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DAOGA / Re: Apocalypse: No(w)!
« Letzter Beitrag von DAOGA am 22. Januar 2018, 10:21:10 Uhr »
„Einen bei dem die Army zuhause bliebe, weil er sich die Bösewichte alle eigenhändig zur Brust nimmt.“ grinste Tom zurück. „Und der damit den ganzen Secret Service in den Wahnsinn triebe, weil sie gar nicht schnell genug hinter mir herkämen. Ein Präsident, der die ganze Innen- und Außenpolitik gründlich umkrempeln würde. Niemand, der noch einen Funken gesunden Menschenverstand besitzt, würde dieses Risiko mit mir eingehen.“
„Die Army einfach in den Kasernen lassen zu können, das wäre mein Wunschtraum.“ bekannte der Präsident.
„Sie sind also der Meinung, daß nach allem was geschehen ist, alles wie früher weiterlaufen soll.“
„Lief doch bisher ganz gut, oder? Ich war da, wenn ich gebraucht wurde. Wann ich gebraucht werde, entscheide ich selber oder der General. Wenn ich nicht kommen sollte... habe ich ganz bestimmte Gründe dafür, über die der General Bescheid weiß, zumindest in groben Zügen, mit denen ich aber andere lieber nicht belaste. Wie Mrs. Baker.“
Er warf einen sehr bezeichnenden Blick in ihre Richtung, er wußte genau, wie gerne sie ihm alle Würmer aus der Nase gezogen hätte, per Daumenschrauben und Streckbank oder deren modernen Äquivalenten, sehr langsam und mit viel Genuß auf ihrer Seite. Einen kleinen Geschmack, was in Toms Kopf lauerte, hatte sie einmal erhalten, aber das schien ihren Eifer nicht lange gedämpft zu haben, vermutlich hatte sie es mit Hilfe eines guten Psychiaters einfach verdrängt. *
„Warum, Mr. Richards? Warum wollen Sie mir nicht geben, was Sie Mr. Wade geben?“ fragte sie unbeirrt und keineswegs eingeschüchtert zurück.
„Weil es selbst für ein Wesen wie mich Gesetze gibt, an die ich mich halten muß. Bei Zuwiderhandlung drohen mir Folgen, gegen die ein explodiertes Gehirn wie eine harmlose Kinderkrankheit wirken würde. Und ich möchte nicht wissen, was die Menschen um mich herum als Fallout abbekommen würden.“ Seine ernste Miene zeigte den Versammelten deutlich, wie ernst ihm dieses Thema war.
„Jedesmal wenn ich an diese Grenzen stoße, muß ich auf Samtpfoten vorgehen und jeden Schleichweg, jede Hintertür benutzen, damit sich meine Handlungen zumindest an der Oberfläche nicht auswirken. Allerdings habe ich häufig die Möglichkeit, unter der Oberfläche Schachfiguren in bessere Stellungen zu bringen, so daß sich später, bei einer günstigeren Gelegenheit, ohne großen Aufwand eine ganze Kettenreaktion oder ein Lawineneffekt in Gang bringen läßt. Langzeitprojekte, über die der General ebenfalls zumindest in groben Zügen Bescheid weiß. Wie Sie alle wissen, ist er sehr pflichtbewußt und würde nichts dulden, was die nationale oder weltweite Sicherheit gefährdet, auch von mir nicht. Deswegen ist er praktisch der Garant dafür, daß alles was ich unternehme auf kurze oder lange Frist dem Wohl der Menschheit dient. Auch wenn dafür hin und wieder ein paar Eier zerschlagen werden müssen, aber ohne das gibt es kein Omelette.“
General Wade nickte dazu ausdrücklich und bestätigte: „So ist es. Bitte stellen Sie dazu keine Fragen, sonst sitzen wir in zehn Jahren noch hier drin, man kann Projekte, die über Jahrzehnte oder gar über Jahrhunderte laufen, nicht in wenigen Minuten erklären. Ich kann Ihnen nur bestätigen, daß alles soweit unter Kontrolle ist, und das meiste davon ist so harmlos, daß es keinem von Ihnen jemals auch nur auffallen, geschweige denn einen bösen Traum bescheren würde. Vieles ist nach meiner persönlichen Einschätzung sogar ausgesprochen nützlich, für uns, die Bevölkerung dieses Landes oder die Menschen auf der ganzen Welt. Dieser Mann denkt nicht nur in kleinen Maßstäben, weder zeitlich noch räumlich.“ Seinen Fähigkeiten angemessen, brauchte er nicht laut anfügen.
„Was passiert damit, wenn Sie abermals ausfallen sollten?“ Sie ließ einfach nicht locker.
„Ziemlich wenig, weil die meisten Projektabschnitte als Selbstläufer konzipiert sind. Ich besitze weder die Zeit noch das Erinnerungsvermögen, mich ständig um jede Kleinigkeit kümmern zu können. Es reicht, wenn ich hin und wieder ein paar gefährliche Klippen umschiffe oder an einer wichtigen Kreuzung die Richtung vorgebe, den Rest der Zeit kümmern sich vertrauenswürdige Leute darum, von denen die meisten glauben, in ihrem eigenen Interesse zu handeln. Aber solange das nicht mit meinen Zielen kollidiert, werde ich ihnen diesen Glauben auch nicht nehmen.“
„Und bei einem langfristigen Ausfall?“
„Dann werden früher oder später die Projekte an einer Klippe scheitern, an einer Kreuzung in die falsche Richtung gehen oder ihr Ziel nicht erreichen, weil zum richtigen Zeitpunkt niemand da sein wird, der den Schalter für die Kettenreaktion umlegt. Das wäre ein Verlust, weil die Dinge, die ich heute bewege, in ferner Zukunft Millionen von Menschenleben beeinflussen werden. Zum Positiven, wie ich hoffe, wenn sie so laufen wie ich sie geplant habe.“
„Derartige Planungen würden ein ausführliches Vorauswissen um die Zukunft erfordern.“
Dumm war sie nicht, die Direktorin Baker. Sie legte einen Köder aus. Aber Tom grinste nur nachsichtig.
„Mein Lehrer hat mir mal offiziell bescheinigt, lang ist´s her, daß meine Fähigkeiten als Hellseher keinen rostigen Dime wert sind. Anscheinend habe ich mich in dieser Disziplin inzwischen verbessert. Aber ich kann nur Riesenklippen im dichten Nebel wahrnehmen, an denen sich die Brandung der Zeit sehr heftig bricht, laut genug daß ich es hören kann, von Kleinkram muß ich mich überraschen lassen wie jeder andere Mensch auch, und der entscheidet oft genug darüber wohin die Reise geht, ob ans Ziel oder in den nächsten Abgrund. Ich kann ihn nur leichter ausreiten und kompensieren als andere, mit all den Mitteln die mir gegeben sind.“

(* siehe: "Invasion!")
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Serie und Comics / Re: Captain Future Theme - Versionen bei You Tube
« Letzter Beitrag von Mooncat am 19. Januar 2018, 17:34:28 Uhr »
noch was für die Sammler:

Zitat
Captain Future Theme (Cover)
https://youtu.be/DkmXXKAMmUY

und eine Dance-version des spanischen Songs:

Zitat

https://youtu.be/QNy6lAcAZIA
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DAOGA / Re: Apocalypse: No(w)!
« Letzter Beitrag von DAOGA am 19. Januar 2018, 10:57:35 Uhr »
„Sie wußten bereits, was er ist, General.“ fragte ein sichtlich faszinierter Präsident.
„Ja, Mr. President. Er hat mir nichts verschwiegen. Das alles, was Sie gerade sahen, sind Teilaspekte seiner Persönlichkeit, er ist all das und noch viel mehr. Und als ich von seiner Auferstehung erfuhr, hatte ich kurzfristig Angst, es in Zukunft auch noch mit einem unsterblichen Halbgott zu tun zu haben. Zum Glück stellte sich diese Annahme inzwischen als haltlos heraus, er ist das, was er immer war - ein völlig unberechenbarer hoffnungslos Verrückter mit einer Riesenklappe, der sich die Betreuung durch meine Agency voll und ganz verdient hat.“
„Unser guter Wade hatte schon Angst, er müsse ab sofort jedesmal das große Halleluja anstimmen, wenn er mit mir zusammentrifft.“ warf der Erwähnte breit grinsend ein. „Keine Sorge, General, ich weiß doch, daß Sie absolut unmusikalisch sind. Ein Kniefall mit Anbetung jeden Mittwoch reicht mir völlig.“
Woraufhin sich die ganze Runde wieder einmal das Feixen nicht verkneifen konnte, weil Wade prompt und äußerst unfromm zeigte, wo das Vögelchen haust.
„Meine Leute nennen das den Kindergarten-Index.“ erklärte Wade dann süffisant, abermals sehr undezent auf Tom deutend. „Je dramatischer die Umstände, um so niedriger das Niveau. Und wie Sie soeben gemerkt haben, hat es zur Zeit einen neuen Tiefststand erreicht.“
Das Grinsen auf den Gesichtern wollte nicht weichen, weil Richards zu diesen herablassenden Worten über das ganze Gesicht strahlte, mit beiden Daumen auf sich selber zeigte und sich dann geziert verbeugte, als würde ihm das Publikum frenetisch applaudieren.
Und diejenigen unter den Zuschauern, die ihre Psychologiestunden nicht geschwänzt hatten, begriffen jetzt, warum Wades „Kindergartenindex“ so aussagekräftig war, weil nämlich Richards ganz offensichtlich davon ausging, daß absichtliches Verrücktspielen die psychologischen Folgen einer Beinahe-Katastrophe am besten mildern konnte. Er gefiel sich in der Rolle eines mittelalterlichen Hofnarren, der als einziger unangenehme, aber leider notwendige Wahrheiten aussprechen durfte, ohne dafür belangt zu werden, und den auch die Wichtigkeit eines Amtes oder der Ernst einer Situation nicht einschüchtern konnte.
Und tatsächlich fühlten sie sich irgendwie erleichtert, da sie zum ersten Mal seit fast zwei Wochen wieder fast unbeschwert lächeln konnten, über die Possen eines übermenschlichen Wesens, das Hofnarr sein wollte. Richards verstand sein Handwerk als Psychologe, erkannten sie uneingeschränkt an.
„Sie sind gefährlich, Mr. Richards.“ stellte Arlene Baker, die leitende Direktorin des Directorate of Science and Technology, der wissenschaftlichen Abteilung des CIA, in scheinbar unbeeindruckt-geschäftsmäßigem Tonfall fest.
„Merken Sie das erst jetzt?“ gab Tom anzüglich zurück. Er wußte genau, was in ihrem Kopf im Moment ablief, nämlich Risikokalkulationen, in denen der Faktor Tom Richards hin und hergeschoben wurde zwischen Nutzenmaximierung und rotem Gefahrenbereich. Zweifellos überwog das letztere, was Tom in den Augen von Mrs. Baker zu einem unkontrollierbaren Risiko für das Land und die Welt werden ließ.
„Der gute General weiß schon lange, wozu ich fähig wäre. Ich habe ihn darüber nie in Unkenntnis gelassen. Er weiß aber auch genug über mich um zu wissen, daß er meine allerletzten Geheimnisse nie erfahren wird und darf. Und warum es gefährlich wäre, diese Geheimnisse per Gewalt oder Tricks aus mir herauszubekommen. Gefährlich für dieses Land und für die Zukunft der ganzen Menschheit. Das gehört zu unseren Vereinbarungen, daß ich ihm alles gebe, was ich verantworten kann, aber nicht mehr. Aus dem gleichen Grund habe ich es mir strikt verbeten, für politische Zwecke benutzt zu werden, egal ob als Vorzeige-Superman wie aus den Comics oder in irgendeiner anderen offiziellen Stellung. Und von Ihnen anderen erwarte ich das gleiche. In Ihrem eigenen Interesse, denn Sie sollten lieber nicht darauf hoffen, mich kontrollieren zu können. Das könnte jederzeit schiefgehen, und auch das weiß General Wade. In akuten Notfällen stehe ich bereit, aber ich bin nicht der Typ, der Katzen von Bäumen rettet, oder ihre politischen Äquivalente. Verstehen Sie mich?“
„Sie werden also nicht irgendwann für das Präsidentenamt kandidieren.“ stellte der amtierende Präsident fest.
Denn daß Tom ein idealer Kandidat wäre - immens reich, mit einnehmendem Äußeren und Wesen gesegnet und sogar mit einigem gesunden Menschenverstand, Pragmatismus sowieso, trotz seines regelmäßig vorgeschützten Verrücktspielens - war ihm nicht entgangen.
Und jetzt auch noch diese Sache mit der Weltrettung und der Wiederauferstehung von den Toten ...
„Nein danke, für solch ein Amt bin ich noch nicht verrückt genug.“ entgegnete Tom süffisant. Was eine weitere Runde Gegrinse auslöste. „Ich habe eine Ahnung, mit Verlaub gesagt, in wie viele Hintern man in diesem Job kriechen muß. Vielleicht fragen Sie mal in der Gewerkschaft der Kanalarbeiter herum, wer als Ihr Nachfolger in Frage käme, die Leute dort haben reichlich Erfahrung im Umgang mit brauner Materie.“
Jetzt erklangen seltsame Geräusche, die von unterdrücktem Gelächter im Raum stammten. Nur der General zog eine Miene, als hätte er in eine saure Zitrone gebissen. „Wird Zeit, ihn vor die Tür zu setzen, wenn er unflätig wird. Mr. President.“
„Ach, ich finde ihn sehr unterhaltsam.“ Der mächtigste Mann im Staate lachte immer noch leise vor sich hin.
„Sie gäben jedenfalls einen sehr ungewöhnlichen Präsidenten ab.“
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Offtopic / Small-Talk / Re: Sommersonnenwend- CF Treffen
« Letzter Beitrag von Felixx am 17. Januar 2018, 17:56:46 Uhr »
Ich könnt heulen!
Durch die oberdämliche, saublöde Ferienrotation ist das die vorletzte Schulwoche bei uns und das heißt: Abschlussfeier....... >:(

Ich kann aus der Nummer auch nicht raus, weil die Kollegin, mit der ich für die ganze Chose verantwortlich bin, hat selbst bei der Tochter Abi - Ball.

Und dabei hatte ich mich so auf Saalfelden gefreut!  :'(
Es war so traumhaft, damals!

Traurige Grüße

felixx
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DAOGA / Re: Apocalypse: No(w)!
« Letzter Beitrag von DAOGA am 16. Januar 2018, 11:10:29 Uhr »
Sie sagten gerade, daß der richtige Mr. Richards gestorben sei, und Sie seien nur so etwas wie ein Backup, wie in einem Computer?“ fragte der Präsident. „Tut mir leid, das verstehe ich nicht. General Wade teilte uns kurz nach Ende der Krise in seinem ersten Bericht mit, daß Sie verstorben seien. Aber jetzt sind Sie hier, auferstanden von den Toten, wie er es uns in Aussicht stellte, und wir glaubten ihm natürlich nicht. Wie ist das möglich?“
Auferstanden wie ein neuer Messias, sagte er nicht, aber man wußte allgemein, daß der Präsident gläubig war. Mit einem zweiten Christus umgehen zu müssen, war vermutlich nicht gerade sein Wunsch, damit und mit den ganzen denkbaren Folgen hätte er sich hoffnungslos überfordert gefühlt, und wahrscheinlich zu Recht.
„Hat er Ihnen erzählt, wie genau die Weltrettung ablief?“
„Er sagte, Ihre außerirdischen Verbündeten hätten einen Bruchteil ihrer Kräfte auf Sie übertragen, was Sie zur Ablenkung der Atomgeschosse befähigte, zugleich jedoch Ihren Tod verursachte.“
„Genau so. Durch die Überanstrengung ist mein Gehirn explodiert. Aber glücklicherweise hatte ich noch eines in Reserve, gewissermaßen. Sobald die Hardware wieder einsatzbereit war, fehlte nur noch der Download des letzten Updates meiner Software, und der ließ ein paar Tage auf sich warten, bis die zuständige Wartungsfirma während eines turnusgemäßen Checks merkte, daß Schäden aufgetreten waren. Es scheint aber alles ordnungsgemäß repariert worden zu sein, jedenfalls kann ich keine Unterschiede zu vorher erkennen. Kommt vielleicht noch, aber das warte ich einfach ab. - Echt verrückt, nicht?“ fragte er dann breit grinsend in die Runde.
Die nicht recht wußte, ob sie das gesagte so einfach glauben wollten oder nicht, die gezeigten Gefühlsregungen reichten von offen gezeigtem Zweifel über Augenverdrehen über so viel Unfug bis zu nachlässigem Grinsen (Vandersteen natürlich, der Richards schon länger alles und wirklich alles zutraute, da er ihn bereits in Aktion erlebt hatte).
„Das klingt in meinen Ohren immer noch zu ... technisch. Sind Sie überhaupt menschlich, Mr. Richards?“ Der Präsident wollte es jetzt genau wissen, was man ihm nicht verdenken konnte. 
„Nun, normal war ich noch nie seit dem Zeitpunkt meiner Entstehung, aber ich bin viel mehr als nur ein Mensch. Ich bin vieles, was Sie sich nicht einmal vorstellen können.“
Und ganz plötzlich leuchtete seine Gestalt auf, in hellweißem Licht, und veränderte ihre Form, mächtige Flügel aus Licht bildeten sich zu beiden Seiten, dazu ein Vogelkopf mit Schnabel und Augen, aus denen das blaue Feuer einer lebendigen Sonne strahlte - -
und dann schwand das Licht schon wieder, und stattdessen stand da etwas, was der außerirdische Vorfahre von Tom Richards sein mußte, wie Wade als einziger erkannte, ein auf zwei Beinen stehendes Geschöpf mit kräftigem, fellbedeckten Körper und krallenbewehrten, handähnlichen Pranken und dem blond bemähnten Kopf eines Löwen, aber die Augen waren nicht die einer irdischen Katze, sondern größer und erinnerten an die buntgestreiften Facettenaugen eines Insekts -
und dann wechselte die Erscheinung abermals, diese Gestalt erkannten sie vermutlich alle aus dem Geschichtsunterricht oder einem Abenteuerfilm, es war der berühmte Pirat Captain Devil in voller Bewaffnung mit Seesäbel, Katana und Wurfmessern und einem prächtig federgeschmückten Hut auf dem Kopf -
und abermals ein Wechsel, ein kaum achtzehnjähriger Junge mit blonder Haarmähne, der um eine dreißig Jahre jüngere Version von Tom Richards zu sein schien, Siwa Hendricks, sein Original aus der Zukunft -
und wieder ein Tier, groß wie ein kleines Pony, aber grasgrün geschuppt und auf vier Beinen stehend, mit langem Reptilienschwanz, kurzen Hörnern auf dem Kopf und einem kleinen Stachelkamm über den halben Rücken, eine Babyversion seines Drachens Azure -
und dann kam etwas, was zumindest Wade bis ins Mark erschreckte, nämlich ein Tentakelwesen, das verblüffend den Black Ones ähnelte, die Tom ihm einmal in einer telepathischen Übertragung gezeigt hatte, dieses hier allerdings war nicht schwarz, sondern gleißte im gleichen ätherischen Licht wie der Vogel Phönix vorher -
und dann endlich stand Tom Richards wieder so da wie vorher, in seiner alten Gestalt.
Und im Moment wußte nur General Wade, daß keine einzige dieser Erscheinungen Phantasie oder Illusion gewesen war, sondern daß sie alle, sogar das Tentakelwesen, feste Bestandteile von Toms Persönlichkeit waren, die ihn ausmachten, so wie er war.
Wenn Beamte des Secret Service anwesend gewesen wären, hätte Wade im Moment für nichts garantiert, aber zum Glück waren sie für diese geheime Unterredung vor die Tür geschickt worden, und keiner der Anwesenden trug eine Waffe bei sich. Der Rest der Runde wirkte zum Teil fasziniert, zum Teil geschockt.
„Und dieses Sammelsurium, diese Chimäre habe ich jeden Tag an der Backe, Ladies und Gentlemen.“ motzte er deshalb gespielt und mit voller Absicht in saloppem Tonfall, während er sehr ungeniert und unhöflich mit dem Finger auf Tom zeigte, um jeder anderen Reaktion zuvorzukommen und zugleich dem Erlebnis gleich mit erkennbar gezeigter Respektlosigkeit den schlimmsten Stachel zu ziehen.
Denn er kannte die Charaktere der Anwesenden und wußte, gefährlicher als ein Politiker mit Macht war ein Politiker mit Macht, der berechtigte Angst empfand. Primitive kreatürliche Angst vor einem höherstehenden Wesen war für diese selbstbewußten Männer und Frauen die gefährlichste Art von Angst, weil sie dann zu allem fähig und bereit waren, um sich selbst zu bestätigen.
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DAOGA / Re: Apocalypse: No(w)!
« Letzter Beitrag von DAOGA am 15. Januar 2018, 18:36:16 Uhr »
...Und jetzt, über eine Woche später, führte eben dieser General Wade einen von den Toten wiederauferstandenen Mann durch das Weiße Haus in Richtung Oval Office. Nicht weil Richards den Weg nicht allein gefunden hätte, da er seit Grundsteinlegung des Gebäudes - und sogar schon vorher - mehr als einmal hier gewesen war, sondern weil Wade die Ironie des Augenblicks sehr wohl zu goutieren verstand. Kaum jemand von denen, an denen sie vorbeischritten, den Sicherheitsleuten und eiligen Angestellten und Beamten und üblichen Touristen, ahnte im geringsten, daß hier soeben der Retter der ganzen Welt an ihnen vorbeikam.
Die Beachtung, die Tom unterwegs nicht fand, bekam er dafür gleich anschließend im Besprechungsraum im Überfluß. Die vollständig versammelten Anwesenden (denn keiner hätte sich freiwillig diesen Auftritt entgehen lassen) beglotzten ihn einhellig wie ein Wundertier, als er nach dem General den Raum betrat. Zum Glück war Tom ungläubiges Staunen der Umgebung gewöhnt, wenn er sich wieder einmal irgendetwas geleistet hatte, was den Rahmen des Alltäglichen definitiv sprengte, und ganz insgeheim war er ein Angeber, der eine ordentliche Portion öffentliche Aufmerksamkeit hin und wieder durchaus zu schätzen wußte. Deshalb fühlte er sich im Moment keineswegs unwohl, da die Augen der versammelten Regierungsspitze auf ihm lasteten, sondern zeigte allen Anwesenden ein freundliches und ein wenig amüsiertes Lächeln.
Der Präsident erhob sich und kam auf ihn zu, und Tom grüßte ihn mit einer kleinen höflichen Verneigung.
„Mister Richards! General Wade hat schon viel von Ihnen erzählt.“ begann er, sichtlich ein wenig aufgeregt.
„Und Sie haben ihm vermutlich kein Wort geglaubt.“ antwortete Tom prompt.
„Inzwischen habe ich gelernt, ihm zu glauben.“
Er streckte die Hand aus. „Ich kann vermutlich gar nicht ausdrücken, wie dankbar wir alle hier Ihnen sind. In unserem eigenen Namen, in dem unserer Familien, unserer Freunde und Liebsten, im Namen dieses Landes und der gesamten Menschheit.“
„Im Namen der ganzen Welt, mit Ausnahme der Kakerlaken, die ihre Weltherrschaft wieder einmal vertagen müssen.“ ergänzte Tom, womit er alle Anwesenden zum Grinsen brachte. Er war nun mal ein Witzbold und konnte es einfach nicht lassen. 
„Aber ich fürchte, Sie danken dem Falschen, Mr. President.“ fuhr Tom fort, nahm aber trotzdem die Hand entgegen, denn ein Händeschütteln mit dem gewählten Staatsoberhaupt war selbst für ihn keine Alltäglichkeit, und unhöflich wollte er nicht wirken.
„Der Mann, der die Welt gerettet hat, ist bei dieser Aktion gestorben, er ist im Jenseits, den ewigen Jagdgründen oder wo auch immer die Menschen nach ihrem Ableben landen.
Ich bin nur eine Kopie, ein Backup, das jetzt in seinem freigewordenen Körper steckt. Meine Erinnerungen enden etwa eine Woche vor den Raketenstarts, als ich als routinemäßiges Backup und Ersatz für Notfälle geschaffen wurde.
Deshalb fragen Sie mich bitte nicht danach, was danach geschah, weil ich es nicht weiß. Ich weiß nur, daß ich genauso handeln würde wie mein Vorgänger, wenn ich in die gleiche Situation geriete. Ein einziges Leben ist aus meiner Sicht ein sehr geringer Preis für die vielen abermilliarden Leben auf einer ganzen Welt, wobei ich nicht nur die menschlichen zähle, sondern auch alles andere was lebt.
Aber trotzdem hänge ich an meiner Existenz, und deshalb möchte ich Sie darum bitten, Mr. President, daß Sie alles unternehmen, damit es nie wieder zu solch einer Situation kommen kann. Können Sie mir das versprechen?“
„Sie haben mein Wort, Mr. Richards.“ sprach der Präsident ernst.
„Das war auch für uns eine sehr üble Situation. In den Tagen seitdem wurde vermutlich mehr gebetet als im gesamten Jahr zuvor, da uns wieder einmal unsere Verletzlichkeit, unsere Sterblichkeit vor Augen geführt wurde.
Wir versuchen natürlich, das beste aus der Lage zu machen, innen- wie außenpolitisch. Ein solches Ereignis rüttelt die Leute auf, im Moment sind alle gewillt zuzuhören, wenn jemand Vorschläge unterbreitet. Wir wissen leider alle, daß der Zustand nicht anhalten wird, also schmieden wir die Eisen, solange sie heiß sind. 
Wissen Sie Bescheid über unser offizielles Statement zur verhinderten Katastrophe?“
„Man hat mich darüber informiert, und die Story findet meine volle Zustimmung. Der General und seine Leute wissen inzwischen, wie ich denke.“ lächelte Richards. „Antworte auf eine verrückte Situation mit etwas, was mindestens genauso verrückt ist, und die Leute werden es schlucken. Und da die Wahrheit in diesem Fall noch viel verrückter ist als unsere fromme Lüge, würde die erst recht niemand glauben. Also bleibt es dabei, und sollte jemand etwas anderes behaupten, muß er Beweise liefern.“
„Die er nie finden wird, weil außer den Anwesenden hier und einigen wenigen weiteren Personen, die schweigen werden, niemand die Wahrheit kennt.“ fügte Wade an.
„Wer sind diese weiteren Personen?“ warf Vandersteen ein, unbewegt aber in Wahrheit besorgt, denn jeder Mitwisser konnte rein theoretisch irgendwann die kleine Flunkerei der Regierung auffliegen lassen.
„Alles Leute, die mit den Eigenheiten von Mr. Richards vertraut sind und wissen oder zumindest ahnen, wer die Finger im Spiel hatte, wenn ungewöhnliche Dinge vorfallen. Leute, die es gewöhnt sind, darüber zu schweigen, denn auch ihnen würde niemand die Wahrheit abkaufen. Das ist einer der Vorteile, wenn man mit einem Irren von Mr. Richards´ Format zu tun hat, er ist einfach zu verrückt, als daß irgendjemand noch irgendetwas von ihm ernsthaft glauben würde. Außer er kennt ihn so gut wie ich und weiß, daß der Mann so gut wie nie lügt.“
Daß Richards dazu grinste und auf sich selber deutete, nahm Wades Worten den Klang von Herablassung, denn wenn er selbst sich so sehen und auch so gesehen werden wollte, mußte das einen guten Grund haben. Das Entschärfen problematischer Situationen oder aber des Wissens darum per vorgegebener chronischer Unzurechnungsfähigkeit war in den Augen der politikerfahrenen Anwesenden jedenfalls keine schlechte Idee.

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FanFiction / Re: Second Chance
« Letzter Beitrag von sternmaus am 7. Januar 2018, 19:26:26 Uhr »
Toll Moony, genau das richtige zum Wochenende.
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FanFiction / Re: Second Chance
« Letzter Beitrag von Freaky T am 7. Januar 2018, 11:43:04 Uhr »
Freu mich auch dass es weitergeht, bin schon ganz gierig [jump] [pop]

Liebe Grüße
Freaky T
100
FanFiction / Re: Second Chance
« Letzter Beitrag von Tachioniumfinder am 6. Januar 2018, 12:01:05 Uhr »
Sehr schön, es geht weiter!!!!
 [jump]
Liebe Grüße
Tachi
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