Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 ... 10
1
FanFiction / Re: Second Chance
« Letzter Beitrag von Freaky T am 5. September 2019, 07:58:39 Uhr »
Ooohhh es geht weiter....und das sehr spannend....aber ein bisschen wenig... [pop]
2
FanFiction / Re: Second Chance
« Letzter Beitrag von Mooncat am 4. September 2019, 00:06:35 Uhr »
Der Konferenzsaal ist gefüllt mit gutgelaunten Humanoiden, die meisten Erdlinge, die anderen von vielen anderen Planeten. Lachen, Reden, das Klirren von Gläsern die angestoßen werden ist zu hören und bildet einen fröhlichen Klangteppich, der den Raum erfüllt und bis in den Flur klingt. Relativ weit vorne steht eine älteres, elegant gekleidetes Ehepaar und prostet sich mit Prosecco zu. Es sind Lan und Isa Tark.
Dann geht erst ein Raunen durch die Menge, dass in ein ausgiebiges Klatschen übergeht. Ein Mann, der sich als Tourneeleiter Stanford vorstellt und Jara mit zwei ihrer Tänzerinnen sind durch den Seiteneingang hereingekommen. Stanford unterbricht den Applaus mit einer Geste seiner Hände: „Liebe Freunde der Magical Dancer! Wir beginnen zunächst mit der Foto- und Videosession! Sie haben nun 5 Minuten Zeit Aufnahmen von den Magical Dancern zu machen. Danach startet die Pressekonferenz und ich bitte Sie dann Platz zu nehmen.“

„Ich will auch ein paar Fotos machen“ sagt Isa Tark und drängt mit der Menge nach vorne. Da plötzlich hört sie ein merkwürdiges Zischen über ihrem Kopf. Sie schaut hoch und ruft erschrocken: „Was ist das?“ nur um sich dann schützend die Hand vor das Gesicht zu halten als sie einen Feuerball über sich sieht. Dann ist Schreien zu hören.
3
FanFiction / Re: Oneshots
« Letzter Beitrag von claudrick am 3. September 2019, 08:32:16 Uhr »
Prima geschrieben, Mooncat!  [bthumbup]
Ich finde es immer interessant, wenn Winkel näher ausgeleuchtet und beschrieben werden, als das in der Original-Story der Fall ist.
Gefällt mir!

LG

claudrick
4
FanFiction / Re: Oneshots
« Letzter Beitrag von Mooncat am 1. September 2019, 23:29:28 Uhr »
mir ist jetzt nur das eingefallen:

"Captain Future, Captain Future bitte melden" tönt es aus dem Televisor in Joans Appartment. Im ersten Moment glaubt Joan sich verhört zu haben. "Captain Future, Captain Future bitte melden" sagt die Stimme erneut. Verwundert und neugierig zugleich dreht sich Joan so um, dass sie den Televisor sehen kann.
Ein Fernsehsprecher liest einen Text vor: "Natürlich meinen wir nicht den richtigen Captain Future, der uns jetzt vielleicht hört. Wir suchen jemanden, der nur genau wie Captain Future aussieht. Wir planen einen Spielfilm mit dem Arbeitstitel "Held des Weltalls". deshalb möchten wir alle Herren, die glauben auszusehen wie Captain Future, einladen sich für diese Rolle zu bewerben. Dieser Spielfilm wird an Originalschauplätzen produziert..."
Denn Rest hört Joan nur noch mit halben Ohr. "Verfilmen? So eine bodenlose Frechheit, wer hat sich denn das ausgedacht?" denkt sie. "Was soll ich machen? Ezra kontaktieren? Curtis? Dem wird es egal sein, wenn er es überhaupt auf dem Mond oder wo auch immer er steckt mitbekommen hat. Schließlich habe ich schon seit Monaten nichts mehr von ihm gehört." überlegt Joan. "Am besten gehe ich der Sache sofort selber nach und danach informiere ich Ezra". Joan wartet nicht lange und loggt sich in ihren Dienstaccount ein, um an Hintergrundinfos zu kommen. " Wenn Ezra das mitbekommt wird er sich allerdings wundern da ich Urlaub habe."

Den ganzen Abend und fast die ganze Nacht recherchiert sie. Am nächsten Morgen hat sie alles herausgefunden: Den Namen der Filmgesellschaft, den Ort des Castings und den Finanzier der ganzen Sache und noch viel mehr.

Da klinget es. "Oh, das hatte ich fast vergessen. Das muss Ken sein, wir wollten eigentlich heute etwas zusammen unternehmen." fällt Joan ein und ruft daraufhin laut: "Komm rein, Ken"
Sichtlich aufgeregt betritt Ken Joans Wohnung: "Joan, Joan, hast Du das auch gesehen? Die wollen einen Film über Captain Futures Leben machen."
"Ja, Ken, ist das nicht grauenvoll?" antwortet Joan.
"Grauenvoll? Wieso denn grauenvoll?" fragt Ken irritiert.
"Die wollen nur seinen Namen ausnutzen um damit Geld zu machen. Wenn nicht sogar noch andere finstere Machenschaften dahinter stecken. Und glaube mir, Ken, die interessieren sich nicht im Geringsten dafür, wie es wirklich war. Außerdem ist es gar nicht im Interesse der Futurecrew noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen" sagt Joan
"Ja, wahrscheinlich hast Du Recht." Kens anfängliche Begeisterung ist verschwunden. "Ja, wir müssen das unbedingt verhindern! Kannst Du das nicht verbieten lassen?"
Joan sieht Ken an und schüttelt den Kopf: "Nun, die Weltraumpolizei oder der Präsident können sich da nicht einmischen, ich überlege mir gerade etwas anderes."
"Ist das nicht die Schauspielerin mit dem komischen Namen, Laura, Lulu oder so" fragt Ken als er die Bilder einer ersten vorläufigen Besetzungsliste auf Joans Display sieht.
"Lura" korrigiert Joan
"Soll die etwa Dich spielen?" fragt Ken. "Die ist gräslich, ich mag die nicht"
Joan muss grinsen.
"Nein, ich denke nicht, ich habe die Vorinfos zur Story bereits gecheckt. Ich glaube das ist eine Figur die sie in die Geschichten reingeschrieben haben. Wenn sie mich spielen würde, dann könnten wir das verbieten lassen.  Aber so, ach... Ken, ich habe eine Idee! Ich werde es direkt bei der Produktionsfirma versuchen." sagt Joan und springt auf.
"Ich komme mit" sagt Ken.
Joan blickt Ken kurz an. "Hmm....Ok, je mehr Aufsehen wir erregen, desto schwieriger wird es für die uns abzuwimmeln. Ich denke ich werde Ihnen auch meinen Dienstausweis zeigen, dann können Sie uns nicht ignorieren. Ken, lass uns sofort zum Casting fahren!"

- der Rest ist bekannt -
5
Serie und Comics / Re: Captain Future Theme - Versionen bei You Tube
« Letzter Beitrag von Mooncat am 1. September 2019, 09:55:11 Uhr »
ich glaub den hatte ich noch nicht:

Zitat

RetroFanProjekt
Captain Future- Symphonic Orchestra (remastered audio version from 2009)
THE GERMAN CPT. FUTURE THEME IN ORCHESTRAL WAY.
"Captain Future Symphonic Orchestra by M.H."

https://youtu.be/GeacbGDPSU8





und noch was echt Schräges:   ::)

https://youtu.be/XJOmVUKie_s  Captain Future Theme | Sandy Dru Cover
6
FanFiction / Re: Oneshots
« Letzter Beitrag von Mooncat am 1. September 2019, 09:50:10 Uhr »
 [master] [goodjob] [goodjob] [goodjob] [goodjob]

Sehr schöne Geschichte! *Seufz*

LG Mooncat
7
Suche / Tausche / Biete / Re: Modell-Bausatz der Comet von Captain Future
« Letzter Beitrag von Mooncat am 2. August 2019, 21:38:48 Uhr »
sowas ähnliches zur Comet

Das Innere etc. animiert:

https://www.youtube.com/watch?v=0d57ADvBujo

8
DAOGA / Re: CF der Film - Version 2772
« Letzter Beitrag von DAOGA am 1. August 2019, 14:46:53 Uhr »
Siwa überließ Frans den Start, weil sich hier draußen nichts falsch machen ließ. Und der gewöhnte sich mehr und mehr daran, wie simpel der Umgang mit diesem phantastischen Raumschiff war, wo dank voreingestellter Flugparameter selbst der Weg um den halben Planeten herum bis zur Kuppel A-3 ein Kinderspiel darstellte.
Siwa und Signy teilten sich die Kommunikation mit der Luftüberwachung des Planeten und plauschten ein wenig mit dem Wachhabenden der Sfarrk-Patrouille, die im höheren Orbit kreiste und den Planeten insbesondere vor abstürzenden Asteroiden, aber auch feindlichen Annäherungen schützen sollte. Seit der Sache mit dem psionischen Schock, dessen Impaktspuren bis heute als kilometerlange Spur der Verwüstung in der Landschaft des toten Planeten sichtbar waren, wie Siwa Frans in einer eingespielten Filmaufnahme zeigte, wurde die Kommunikation zwischen den Sfarrk als „Hausherren“ auf Nh´Nafress und den Matrixtechnikern, ganz besonders Siwas Truppe, die damals betroffen gewesen war, sehr ernst genommen. 
Und dann, viel zu früh für den Geschmack von Frans, waren sie auch schon da, und Siwa übernahm die Einschleusung in die Kuppel. Leicht wie eine Flaumfeder setzte das viele Tonnen schwere Raumschiff auf der zugewiesenen Landefläche auf ...
„Kein Empfangskomittee. Man will uns wohl noch etwas auf die Folter spannen.“ bemerkte Siwa grinsend. „Die Spannung steigt...“
Sie klinkten sich aus, und diesmal konnte selbst der Flieger-Turkey sie nicht lange behindern.
Draußen steuerten sie einfach das nächstgelegene Gebäude an, eine der großen, in makellosem Weiß prangenden Hallen, die die Standardarchitektur der Werft darstellten. Der Gedankengang dahinter war simpel, es hatte wohl seinen Grund, wenn man ihnen ausgerechnet den Liegeplatz nahe dieser Halle zugewiesen hatte und keinen anderen.
Das riesige Tor glitt vor ihnen auf ...
„Das sind Elfe, Nath und Bonecat!“ erklärte Siwa in Richtung Frans, während sie sich der anderen Gruppe näherten. „Wenn jetzt auch noch Büro, Antony Bryant oder wie er sich gerade nennt, auftaucht, ist die alte Crew von damals wieder komplett. Obwohl Büro in Wahrheit ein Fünfertechniker ist und kein Lehrling wie wir.“
Frans hatte etwas Bammel, weil er auf den ersten Blick erkannt hatte, daß es sich bei zwei der drei humanoid aussehenden Gestalten um Dhoanor, die wehrhaften Katzenwesen, handelte, denen er schon auf Otrona begegnet war. Aber wenn sie zu Siwas Lehrlingstruppe gehörten, mußten sie in Ordnung sein. Dann wurde sein Blick von der einzigen menschlichen und sehr weiblichen Figur angezogen, und irgendwas in seinem Gehirn hakte aus.
„Darf ich vorstellen, Elke Lundquist, genannt Elfe. Ihre Aura strahlt nicht nach außen ab, weshalb sie elfengleich immer unsichtbar zu werden scheint, wenn man sie nicht genau im Blick behält. - Frans Hauser, unser zukünftiger Captain Future.“ stellte Siwa vor.
„Mmhruxx.“ machte Frans, voll auf Elfe fixiert. Seine eine Hand tastete unsicher in ihre Richtung, als wäre er sich nicht ganz klar, ob er ihre Hand schütteln oder eher einen Handkuß verabreichen wollte.
„Frugg am lich brogg.“ erklärte er dann klar und deutlich, und genauso unverständlich.
Die anderen stutzten, was war denn jetzt los - und lachten schallend los, als sie begriffen.
„Äh - was?“ machte Frans verdutzt, und riß sich endlich von dem überwältigenden Anblick direkt vor ihm los. Er verstand nicht, was sie so lustig fanden. Hatte er irgendetwas falsches gesagt?
„Schon gut, Sie sind nicht der erste, der bei ihrem Anblick glatt seine Muttersprache vergißt.“ kicherte Siwa. „Deutsch war das nämlich nicht gerade, und Englisch auch nicht. Und ich bezweifle, daß ein Schwede was damit anfangen könnte - oder eine Schwedin. Elfe, du bist dran.“
„Freut mich Sie kennenzulernen, Frans.“ sagte sie so bezaubernd, wie es ihre Art war, und reichte ihm ihre schlanke, aber trotzdem kräftige Hand.
„Ist der süß. Gehört der Ihnen?“
Sie zeigte auf Yiek, der sich dem Arm von Frans entwunden und stattdessen auf seiner Schulter häuslich eingerichtet hatte, den langen weißen Plüschschwanz als Sicherung wie einen Schal um dessen Hals geschlungen.
Da Yiek über einen kurzen gegenläufigen „Daumen“ an jeder seiner Pfoten verfügte, war er weitaus klammer- und kletterfähiger als ein normaler irdischer Hund.
„Äh, gewissermaßen. Das ist Yiek. Er ist eine Cyder.“ stammelte Frans, völlig verwirrt.
„Ich habe auch eine bekommen, das ist Oog.“ sprang Signy für den im Moment geistig nicht ganz zurechnungsfähigen Schauspieler ein und zeigte auf das, was auf seiner eigenen Schulter parkte.
„Sie sind für den Film. Wir dachten, sie würden per Animation eingefügt, aber die Firma klotzt mal wieder, die wollen alles realistisch.“
„Und ich soll die Joan spielen, habt ihr das gedacht?“ lachte sie silberhell. „Vielleicht färbe ich mir die Haare ein, sie soll ja brünett sein - Nein?“ machte sie dann verdutzt, weil Signy und Siwa zeitgleich lautstark „Nein!“ bellten.
„Du gefällst uns so wie du bist.“ lächelte Siwa, „und die Kinogänger werden dich genauso lieben - jedenfalls solange sie dich sehen können.“
Sie wußte genau, was gemeint war, weil sie einen gespielten Faustschlag gegen Siwa führte, der fröhlich einen Volltreffer schauspielerte und schräger nach hinten umkippte, als normalerweise menschenmöglich war, noch auf den Beinen zu bleiben, aber selbstverständlich war es seine Matrix, die ihn in der Luft festhielt und verhinderte, daß er unfein auf dem Hintern landete. 
„Irgendwer meinte wohl, daß sich inmitten einer Menschenmenge und trotz guten Aussehens unsichtbar machen zu können, ideal wäre für eine Geheimagentin.“ spekulierte Signy mit ungetrübter Golem-Logik.
„Ganz so, großer Meister. - Ist dein Haustier müde?“
Weil Oog sein wandlungsfähiges Maul zu einem gigantischen Gähnen aufgerissen hatte, in dem Signys Kopf beinahe verschwinden konnte. Prompt ließ sich auch Yiek davon anstecken.
„Das war wohl etwas viel für den allerersten Tag der beiden, sie wurden erst vor unserem Abflug hierher geboren.“ meinte Siwa. „Wird Zeit fürs Bettchen - haben wir irgendwas geeignetes, wo wir sie hinpacken können?“
Einer der zwei Dhoanor, die ein paar Schritte abseits standen aber mit gespitzten Katzenohren eifrig zuhörten, winkte mit seiner Pranke und eilte davon, kramte in einem großen Industrieregal im Hintergrund, und kehrte gleich darauf mit zwei gefalteten Tüchern zurück. Deren knallgelbe Farbe bewies, daß er sie aus einem Erste-Hilfe-Kasten entwendet hatte, denn die Dhoanor-Heiler benutzten seit antiken Zeiten einen scharfen Pflanzensud als Desinfektionsmittel, der nebenbei auch alles was er berührte knallgelb einfärbte, weshalb die Farbe als Synonym des ganzen Berufsstandes galt.
„Danke, Nath.“ sagte Siwa, nahm die Tücher entgegen, schüttelte sie auf volle Größe aus und faltete und knotete sie dann, so daß sich zwei Tragebeutel ergaben. In die sich anschließend Yiek und Oog ohne jede Widerrede verfrachten ließen, man sah noch die aufblitzenden Zähnchen von zwei weiteren gewaltigen Gähnanfällen, und dann versanken die Tierchen erschöpft im gelbem Stoff. Signy und Frans hingen sich vorsichtig ihre Beutel um.
„Womit füttern wir sie eigentlich, wenn sie wieder aufwachen?“ fragte Signy dann.
„Wartet einen Moment.“ Siwa aktivierte seine Matrix und flog davon, von unsichtbaren Kräften getragen. Die anderen warteten geduldig, wobei Frans es nicht schaffte, seine Augen von Elfe zu lassen. Sie ließ sich die Bewunderung gerne gefallen, wußte sie doch genau um ihre Wirkung auf die männliche Welt, wenn einer es mal schaffte, sie trotz ihres Unsichtbarkeits-Effekts im Blick zu behalten.
Signy sah sich das ungefähr eine Minute an, und sagte dann: „Frans, auf ein Wort. - Privat.“ Und deutete auf den Hintergrund.
„Okay.“ machte Frans, völlig abgelenkt, und ließ sich wegziehen. Doch erst als Signy sich zwischen ihn und Elfe stellte, so daß der Blickkontakt unterbrochen wurde, konnte er sich so weit konzentrieren, daß er überhaupt wahrnahm, was zu ihm gesprochen wurde.
9
DAOGA / Re: CF der Film - Version 2772
« Letzter Beitrag von DAOGA am 16. Juli 2019, 14:51:40 Uhr »
Aus einem der Kokons ertönte eine Antwort. Es klang wie ein kurzes, leises Kläffen von einem kleinen Hündchen.
Und den dreien schwante etwas. Die Haustiere von Grag und Otho, die an einigen Stellen eine wichtige Rolle spielten - ein metallfressender Mondhund  und ein wandelfähiges Meteorchamäleon?
Kaum gedacht, da  rissen die beiden Kokons auch schon auf, auf dem Rücken der Spinnencyder, die sich geduldig niedergekauert hatte.
Etwas weißes, flauschiges quoll aus dem einen, etwas graues, irgendwie schlangenartig verknotetes aus dem anderen. Das Weiße kugelte in Signys Hände, weil er am nächsten stand, und da Frans sich so gar nicht bewegen mochte angesichts des Unbekannten, nahm Siwa, der weniger Berührungsängste mit den Produkten der Werft kannte, das unförmige graue Ding entgegen.
Beide Dinger, weiß und grau, mußten sich erst entfalten, weißer Pelz und graue Hautfalten schoben sich auseinander -- und dann blickten den dreien zwei allerliebste Tiergesichtchen entgegen, mit riesigen Augen, rosigen Nasenspitzen und kleinen Mäulern, die jedoch schon kleine spitze Zähnchen enthielten, wie Signy zu spüren bekam, als sein Exemplar besagte Zähnchen an einem seiner Finger testete.
„Autsch!“ machte er reflexhaft, obwohl kein Schaden geschehen war, die Androiden- sorry, Golemhaut war nämlich reichlich zäh.
„Ich glaube, das hier ist deiner.“ meinte Siwa und reichte ihm das graue Wesen, das im Moment einer sehr schwangeren, sehr kurzen Schlange mit Mopsgesicht glich, oder einem beinlosen Tatzelwurm.
Mit gebührender Vorsicht, obwohl auch seine Haut dicker und besser geschützt war als die eines normalen Menschen, nahm er dafür das weiße Fellknäuel entgegen, da „Grag“ im Hintergrund sich nach wie vor nicht bewegen wollte.
„Ich glaube, ich nenne dich „Fluffy“,“ erklärte er dann hoheitsvoll.
„Iyiek!“ quietschte das Tier prompt, und grollte aus der Tiefe seiner winzigen Brust. Was ganz klar eine Verneinung war, sein Name schien ihm einprogrammiert zu sein.
„Also gut. Yiek. Besser?“ Ein diesmal zustimmend klingendes Kläffen besiegelte die Taufe, und eine nasse Hundeschnauze drückte ein Küßchen in Siwas Gesicht.
„Dann ist das hier Oog, mein Haustier. Ich hatte bisher noch nie ein Haustier!“ Signy wirkte etwas ratlos, mit der seltsamen „Schlange“ in der Hand, die in diesem Moment anfing sich zu verändern, indem ihr nämlich plötzlich vier Gliedmaßen wuchsen. Und noch zwei mehr, so daß der mythische Tatzelwurm komplett war, und das Tier sich sanft aber bestimmt an Signys Händen festklammern konnte.
„Behalt es einfach immer bei dir, füttere es regelmäßig aber mit Maßen, und versuch nicht versehentlich draufzutreten, dich draufzusetzen oder es irgendwo einzuklemmen.“ riet Siwa, der in einem Dorf mit vielen gleichaltrigen Kindern samt deren Haustieren aufgewachsen war. „Der Rest kommt im Lauf der Zeit von selber.“
„Was sind sie?“ wollte Frans wissen.
„Es sind ebenfalls Cyders, nur daß sie nicht auf Insekten oder Würmern basieren, sondern auf anderen Tierarten. Und vermutlich können sie etwas unabhängiger von ihrer Mutter-SyMOr agieren, weil sie speziell für Außeneinsätze geschaffen sind.“ Siwa fuhr prüfend mit den Fingern durch weißes, flauschiges Fell, spürte der Konsistenz der einzelnen Haare nach.
„Bei Fluffy hier ... sorry Yiek natürlich -„“ weil das kleine Knäuel prompt wieder begonnen hatte zu knurren - „vermute ich, daß er hauptsächlich aus Oonark-Genen besteht, gemischt mit normalem Haushund. Das heißt, daß er wahrscheinlich keine Sauerstoffatmosphäre braucht. Obwohl ich das nicht gleich an einem Neugeborenen testen würde, sondern erst später, wenn er ausgewachsen ist. Was er gerne frißt, finden wir noch heraus, es würde mich nicht wundern, wenn wir einen Kieselsteingarten für ihn bräuchten, fürs Futter genauso wie für seine Hinterlassenschaften.“
Und Frans erinnerte sich an ihre Begegnung mit der friedlichen Oonark-Familie auf dem toten Planeten Sonabir. An mächtige Steinbrecher-Kiefer, rotglühende Augen, ein zebraartig schwarzweiß gestreiftes Vorderteil und einen dicht weiß bepelzten Hintern, der ebenso der Energiezufuhr wie als Schutzwall gegen übermäßige Strahlung diente. Und an die schiere Größe der ausgewachsenen Exemplare.
„Meinen Sie, der hier wird auch mal so groß?“
„Unwahrscheinlich. Der Größenwuchs läßt sich ziemlich einfach beschränken, Zwergformen bringt schließlich auch die Natur ständig hervor, wenn die Nahrungsversorgung zu wünschen übrig läßt.“
„Was ist mit Oog?“
„Der scheint stark nach den gleichen Prinzipien wie unser Grag hier zu funktionieren, ich kann hier jede Menge nanotechnologische Aktivität feststellen, auf der seine Wandlungsfähigkeit beruht.“
Der Matrixstein im Ring an Siwas rechter Hand hatte in mildem blauem Licht zu glühen begonnen, so daß die anderen zwei wußten, er musterte das Cybertier gerade in der matrixgestützten Aurasicht, die einem so viel mehr verraten konnte als normale menschliche Sicht oder normale, menschengemachte Instrumente.
Frans hatte seinen eigenen neu erworbenen Ring, zusammen mit der Karte, wieder in seinen Laptop gelegt, denn er wußte genau, daß es Anfängern wie ihm noch nicht erlaubt war, den Ring ständig an sich zu tragen, so wie es der Dreiergeselle Siwa tun durfte.   
„Hat man diese - Wesen - jetzt erst erschaffen, in dieser kurzen Zeit?“ fragte er jetzt, und war mal wieder beeindruckt.
„Das ist eher unwahrscheinlich. Wir wissen ja, daß dieses Filmprojekt viele Jahre Vorlaufzeit hatte, vielleicht hat man sie schon vor Jahren erschaffen und dann in einem Stasisfeld auf Eis gelegt, bis es Zeit war für sie, geboren zu werden und ihre Rollen zu spielen.“
„Darf ich mal?“ Mit gebührender Vorsicht, eingedenk der scharfen Zähne, die Yiek an Otho/Signy getestet hatte, nahm Frans das Flauschbündel entgegen und strahlte dann selig, als Yiek auch ihn zur Begrüßung „küßte“, und den Kontakt mit einem zufriedenen Kläffen besiegelte.
„Als Kind habe ich mir immer einen Hund gewünscht, aber ich bekam leider nie einen.“ sagte er dann, mit einem Freudentränchen im Auge. „Darf ich mich um ihn kümmern?“
„Müssen Sie wohl sogar, solange unser Grag noch nicht einsatzbereit ist.“ meinte Siwa mit einem Blick auf die stille Statue. „Da fehlt noch die eigenständige Persönlichkeit, die fähig wäre, sich um ein Haustier zu sorgen.“
„Ich dachte, der wird über die Kay gelenkt.“
„Eine eigenständige Persönlichkeit wäre besser, und ich kann mir vorstellen, daß auch da eine Lösung gefunden werden wird. Unsere Crew wächst jedenfalls. Fliegen wir los?“
„Jawollja!“ freute sich Signy und schwang sich in seinen Sitz. Oog saß sechsbeinig auf seiner Schulter festgeklammert und hatte sich per ausgebildetem Pseudo-Schwanz zusätzlich gesichert.
Auch die anderen enterten ihre Plätze, und Yiek dachte gar nicht daran, aus dem Arm von Frans zu entweichen. Und dann erstarrte er, als das Stasisfeld seine kleine Kuppel spannte und Frans schützend umhüllte, schmerzlos versteinert in der Zeitlosigkeit, die er hinterher wahrscheinlich gar nicht als Unterbrechung wahrnehmen würde.
10
DAOGA / Re: CF der Film - Version 2772
« Letzter Beitrag von DAOGA am 11. Juli 2019, 14:38:18 Uhr »
„Morgen, Frans.“ grüßten die zwei anderen ihn, von denen Siwa bereits wieder beim Essen war.
Er hatte wohl doch etwas länger geschlafen als gedacht.
Frans zog sich ein Less aus dem Küchenautomaten, weil dessen angenehm vanilleartiger Geschmack ihm zusagte, beäugte was auf dem Tisch stand, und setzte sich dazu.
„Ich habe geträumt. Von einem Benu.“ begann er.
„Ja?“ Siwa war ganz Ohr.
So fix in Traumdeutung wie der uralte, erfahrene und in Psychologie geschulte Tom war Siwa bestimmt nicht, dachte Frans, aber dank seiner gemachten Erfahrungen wußte auch das junge Original, daß alles, was mit den Benu zusammenhing, potentiell eine tiefere Bedeutung haben konnte, sogar ein Traum. Deswegen tat Siwa ihn nicht von vornherein als bedeutungslos ab, wie die meisten normalen Menschen es getan hätten.
„Ich fragte ihn nach dem Grund für alles, und er sagte zwei Worte: sympathische Reaktion.“
„Und Sie fragen sich jetzt, war das wieder ein echter Besuch oder doch nur ein Traum.“
Frans nickte.
„Nun, bei unseren fiesen Oberbossen ist so ziemlich alles möglich, auch daß sie in unseren Träumen herumpfuschen. Was wir Matrixtechniker unter einer sympathischen Reaktion verstehen, wissen Sie vermutlich.“
Frans nickte wieder und grinste. „Tom hat sie ständig, er läßt sie mit voller Absicht zu, weil er sich dann jedesmal köstlich über die Reaktionen seiner Umwelt amüsiert. Er ist einfach ein hoffnungsloser Angeber.“
„Wie das?“ wollte Signy wissen.
„Nun, wie alle hochrangigen Matrixtechniker hat er eine Fluggestalt. In der klassischen Grundform eines Feuervogels, eine Benu-Imitation.
Weil die Kontaktstellen zur Gestalt in seiner Aura stecken, reagiert die Aura jedesmal sympathisch, wenn sie künstlich für irgendeine Arbeit aufgeladen wird, und versucht die Form der Gestalt nachzubilden, beginnend bei den Flügeln. So steht Tom dann jedesmal mit vermeintlichen Engelsflügeln aus purem Licht da, und wird von meinen Zeitgenossen regelmäßig für den getarnten Erzengel Gabriel oder ein ähnliches mystisches Wesen gehalten.
Das weiß er natürlich genau, der Witzbold, und lacht sich jedesmal einen ab.“
Jetzt lachten die zwei anderen auch.
„Typisch Tom.“ sagte Siwa dann über seinen,  zu Fransens Zeit knapp tausend Jahre alten Klon.
„Aber was bedeutet sympathische Reaktion in Bezug auf den Film?“ fragte Frans.
„Darüber haben wir schon gesprochen. Die Multiversen, und welche Wirkung eine Fiktion bei uns auf andere Universen haben könnte, wo jedes unserer Hirngespinste vielleicht Realität wird.
Wir Menschen sind eine visuelle Spezies, für uns ist sehen gleich glauben, auch wenn es nur Hollywood-Tricks auf einer Leinwand sind, ein fliegender Superman, ein städteplättender Godzilla - aber in dem Moment, in dem wir es sehen, glauben wir an ihre Echtheit.
Auch wenn uns unser gesunder Menschenverstand gleich danach wieder sagt, daß es alles nur gut gemachte Tricks mit Modellhäusern und Schauspielern in Gummianzügen, mit Filmblut oder Computerpixeln sind.
Aber in den Momenten, in denen wir im Film versunken sind, da glauben wir, und die Energie von ein paar Millionen Gehirnen, die alle das gleiche glauben, hat verdammt viel Kraft. Kraft die sich bei uns nicht mehr auswirkt, da der Film ja schon Realität ist, man kann ihn sich wieder und wieder und wieder anschauen, aber irgendwo geht diese geballte, auf ein einziges Ereignis konzentrierte Energie hin, die verpufft nicht so einfach.
Durch das Ansammeln von solch geballten Energien kommen Dinge in Bewegung, Ereignisse, die sich vielleicht quer durchs ganze Multiversum ziehen wie wogende Wellen auf einem See. In einigen Universen, die dafür besonders empfänglich sind, mögen sie sich dann materialisieren. Scheinbar aus reinem Zufall heraus, tatsächlich aber in sympathischer Reaktion auf unsere konzentrierten Hirngespinste.
So befruchten sich die verschiedenen Universen ständig gegenseitig, ein ständiger Informationsaustausch. Der begann, als die allerersten intelligenten Wesen damit begannen, sich Dinge vorzustellen und  sich Geschichten zu erzählen.
Je mehr Zuhörer oder Zuschauer, die vor ihrem inneren Auge das gleiche sehen, um so mehr geistige Energie entsteht, eine stehende Welle, von Tausenden oder Millionen an Hirnen gespeist, wie ein Tsunami, der sich später an irgendeiner fernen Küste brechen wird.“
„Und wenn sich nichts geringeres als leibhaftige Halbgötter bemühen, dann muß was dahinter stecken. Denn die wissen genau, was sie tun und welche Auswirkungen quer durchs ganze Multiversum es haben wird.“ schlug Signy in die gleiche Kerbe.
„Vielleicht irren wir uns in ein paar Details, aber der grobe Kurs ist bereits festgelegt.“
„Ich weiß nicht, ist das nicht eine viel zu große Verantwortung für uns?“ fragte Frans, der wieder einmal eine tonnenschwere Last des bevorstehenden Schicksals im Genick zu fühlen glaubte.
Doch die zwei schüttelten unisono die Köpfe.
„Wir sind alle nur kleine Rädchen im Getriebe. Wichtige Rädchen im innersten Kreis des innersten Uhrwerks, aber trotzdem nur ein paar unter sehr vielen. Sie kriegen Ihr Drehbuch, sobald es fertig ist, und arbeiten es so gut wie möglich ab, wir anderen tun auch was wir können und so gut wir es fertigbringen, und mehr als das kann und wird niemand von uns erwarten.
Außer uns gibt es noch irrsinnig viele andere Faktoren, die zum Gelingen des großen Werks beitragen. Wenn wir irgendwie in die falsche Richtung gehen sollten, wird man das sehr schnell merken und korrigieren. Also bleiben Sie entspannt, bei so vielen Köchen, die um den Brei herumkreisen, viel mächtigere als wir es sind, kann die Sache nur schiefgehen.“
Wieder grinsten die beiden, und Frans war beruhigt.
„Mal schauen, ob wir was neues haben.“ meinte Signy dann.
Er sagte kein lautes Kommandowort, aber seine Handbewegung war unmißverständlich, denn gleich darauf materialisierte ein Laptop. Ein älteres Gerät, ziemlich angeschrammt, nachgedunkelt und verbeult aussehend - was angesichts der starken Schutzfelder, die auf den Geräten lagen, gar nicht hätte möglich sein dürfen, aber vielleicht wollte Signy es genau so haben, und hatte das Äußere des Kastens seinen Wünschen angepaßt.
Auch den Öffnungsbefehl mußte Signy nicht laut aussprechen, vermutlich kommunizierte er telepathisch mit dem Apparat.
Eine Schrift auf dem Monitor blinkerte grell.
„Wir sollen nach Kuppel A-3 kommen. Die nächsten beiden Besatzungsmitglieder auflesen und dann sofort dorthin, wo die Post abgeht, nach C-6. Das ist die Außenstelle der Werft, mit Hallen in jeder Größe und Farbe, wo sich jede nur erdenkliche Umgebung simulieren läßt, unser Drehgelände. Toll, es geht endlich los!“
„Haben wir schon was verpaßt?“ fragte Frans sorgenvoll, aber die beiden winkten ab. „Dann wären uns die Laptops vermutlich auf die Köpfe geknallt, als kleine handfeste Erinnerung, mal wieder reinzusehen.“ grinste Siwa. 
„Also gut. Wen finden wir in A-3? Das Gehirn - und Joan Randall! Na, da bin ich gespannt, wer die Glückliche sein wird!“
Beinahe im Laufschritt enterten die drei das Cockpit, wo immer noch reglos die Grag-Statue in der Landschaft stand. Aber gerade als sie sich in ihre Sitze werfen wollten, bemerkten sie eine ziemlich große, rötliche, spinnenförmige Cyder, die ihnen geschäftig und ziemlich fix nachkrabbelte und mit eifrigem Gezappel von ein paar überschüssigen Beinchen stumm um ihre Aufmerksamkeit bat.
Auf ihrem Rücken trug sie nach Spinnenart zwei rundliche Seidenkokons, in denen sich etwas bewegte - der Cydernachwuchs, bereit zum Geborenwerden?
„Was wird das jetzt?“ fragte Signy. „Sollen wir hier Hebammen spielen?“

Seiten: [1] 2 ... 10