FutureCrew

=> FanFiction => Thema gestartet von: Mooncat am 22. Mai 2010, 21:58:22 Uhr

Titel: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 22. Mai 2010, 21:58:22 Uhr
Hallo CF-Fangemeinde!
Nachdem ich so viel Freunde an Euren Geschichten hatte, möchte ich Euch auch mal an meinen CF-Fantasien teil haben lassen. Anbei ein erster Vorgeschmack. Falls es gefällt, hätte ich da eine längere Story im Kopf, mit vollkommen neuen Personen und Abenteuern. Aber hier erst mal der:

Second Chance

Prolog

Captain Future stand am großen Aussichtsfenster im Observatorium der Mondbasis. Aber er war nicht dort um ihre astronomische  Beobachtungen des denebischen Sternensystems fortzusetzen. Nein, er stand nur da und schaute und lauschte.
Nichts war zu hören als die seit seine Kindheit wohl bekannten Geräusche der technischen Anlagen der Raumstation. Stille. Leere. Es schien so als würde die Mondbasis schlafen. Simon war auf einem wissenschaftlichen Kongress auf dem Mars, Grag und Otho erprobten gerade den verbesserten Antrieb des Cosmoliniers. Future war nicht mitgekommen. Inzwischen versuchten seine Freunde nicht einmal mehr, ihn zu überreden.

Er stand nur da, blickt auf den Rand des Mondkraters und sah der blau schimmernden Erdkugel zu, wie sie über dem Mondhorizont aufging.
Am rechten Rand der Erdkugel war der nordamerikanische Kontinent im hellen Sonnenlicht zu sehen. Ein Wolkenband zog sich entlang der amerikanischen Westküste nach Süden, der Osten war nahezu wolkenfrei. Es wird ein warmer Tag sein in New York, dachte Future. Dort war jetzt später Nachmittag. Aber sie war nicht da. Sie beschäftigte sich nicht mit dem Schreiben von Berichten oder Nachforschungen am Computer. Sie würde auf seinen Anruf nicht antworten. Sie würde nicht auf ihn warten, wenn er mit der Comet auf die Erde kam. Keine Umarmung mehr. Keine großen blauen Augen, die ihn erwartungsvoll ansehen. Keine lange blonden Locken, die im Wind hin- und her wehten. Den Duft ihrer Haare – es war als würde eine eiskalte Hand sein Herz ergreifen als er bemerkte, dass er sich nicht mehr sofort den Geruch in Erinnerung rufen konnte. Ihre Stimme….

Er wusste, Joan würde niemals mehr dort sein.
Noch nie hatte er sich so alleine gefühlt.
Noch nie kam ihm die wissenschaftliche Arbeit so unwichtig vor.
Alles war so unwichtig geworden.
Alles war irgendwie anders geworden.

Er hatte einen großen Fehler begangen. Und er konnte nichts, rein gar nichts tun, um ihn wieder gut zu machen.
Noch nie hatte er sich so machtlos und verzweifelt gefühlt wie seit Ihrer Rückkehr von ihrer letzten Expedition.
Das reflektierte Sonnenlicht dran hell in den Raum ein. Sein Gesicht spiegelte sich im Fensterglas. Er betrachtete sein halbtransparentes Spiegelbild vor der grauen Krateroberfläche. Er sah so – alt aus. Er fühlte sich – alt. Alt und alleine.

to be continued - falls gewünscht.
ich erwarte Eure Kommentare...
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Mai 2010, 22:21:41 Uhr
(http://i.i.com.com/cnwk.1d/i/ne/p/2007/1114apollo8earth550x440.jpg)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Felixx am 23. Mai 2010, 23:00:19 Uhr
Hey, das Motiv kennen wir doch?
Das habe ich mal als Postkarte verschickt.
Gelle Spacy, Zora und CJK?  [poke]

Und natürlich wollen wir lesen wie es weiter geht, also hopp, hopp Mooncat!

felixx  ;D
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Lost In Space am 28. Mai 2010, 23:22:00 Uhr

Hallo Mooncat und erstmal Herzlich Willkommen im Forum.
Klar sollst du weiterschreiben.....  :)

Neugierige Grüße
CJK


Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Spacerancher am 29. Mai 2010, 23:29:51 Uhr
 :o
Zitat
Aber sie war nicht da. Sie beschäftigte sich nicht mit dem Schreiben von Berichten oder Nachforschungen am Computer. Sie würde auf seinen Anruf nicht antworten. Sie würde nicht auf ihn warten, wenn er mit der Comet auf die Erde kam. Keine Umarmung mehr. Keine großen blauen Augen, die ihn erwartungsvoll ansehen. Keine lange blonden Locken, die im Wind hin- und her wehten. Den Duft ihrer Haare – es war als würde eine eiskalte Hand sein Herz ergreifen als er bemerkte, dass er sich nicht mehr sofort den Geruch in Erinnerung rufen konnte. Ihre Stimme….

Er wusste, Joan würde niemals mehr dort sein.
Noch nie hatte er sich so alleine gefühlt.

Aaaaaaaaaaa........ unterstehe dich und höre jetzt auf zuschreiben. [unconscious]
*Stoßgebet ins unendliche Universum.........
bitte,bitte...lass sie nicht tot sein...  [smhair]

Mooncat, wenn du ein Bild einsetzen möchtest, ....... in der Symbolleiste ist so eine kleine 'Mona Lisa'. Dann die Bildadresse zwischen die Klammern quetschen.
Dein ausgesuchtes Bild pass echt klasse in die Szene.
Freue mich auch auf meeeeeeeeeeeeeehr.


 [peepwall] Spacy
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: claudrick am 31. Mai 2010, 10:32:23 Uhr
to be continued - falls gewünscht.
ich erwarte Eure Kommentare...
Ui, so ein Start macht natürlich neugierig! So, continuation welcome anyway! (Ich hoffe, es wird nicht zu traurig...?)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Juni 2010, 15:01:36 Uhr
Ui, so ein Start macht natürlich neugierig! So, continuation welcome anyway! (Ich hoffe, es wird nicht zu traurig...?)

Nun ja, jedenfalls nicht sofort...  ;D

Na dann ein weiterer kleiner Happen:


Vor 2 Jahren

Aus den Fenstern des 22. Stock des Präsidiums hatte man einen atemberaubenden Blick auf die angrenzenden Straßenschluchten und ihre Kreuzung. Von hier oben wirkten die vielen Menschen, wie sie zu Fuß oder in ihren Gleitern durch die Straßenschlucht eilten, wie unendliche Ameisenströme, dachte sich Joan. Ein wildes Gewusele im Detail, aber von oben erschien es ihr so, als würden alle von einer geheimen Macht gelenkt. Joan lachte leise, als sie sich wieder einmal bei diesem Gedanken ertappte. Sie war sehr gut gelaunt. Wenn es diese Macht gab, dann war sie ihr derzeit wohl gesonnen. Alles schien bestens zu Laufen.

Letzte Woche war ihr 29. Geburtstag gewesen. Eigentlich hatte sie nichts besonderes geplant. Schließlich stand der „Runde“ erst in einem Jahr an. Sie hatte sich frei genommen und wollte den Tag mit ihrer Freundin Michelle verbringen. Ein gemütliches ausführliches Frühstück in dem kleinen Bistro auf halben Weg zwischen Ihrer Wohnung und Präsidium, in dem sie sich sonst morgens nur schnell ein Sandwich oder Croissant und einen Latte Machiatto TO GO holte. Danach einen kleinen Einkaufsbummel auf der King Street mitten im Zentrum. Dort war sie schon lange nicht mehr gewesen, aber dort waren vor zwei – oder waren es vielleicht doch schon vier Jahren? – alle Gebäude saniert worden. Neben den bis zu 10-stöckigen Einkaufs-Palästen wie das „Amatist“ oder dem „K7“, die weniger Joan’s Geschmack entsprachen, gab es dort auch wieder kleine Boutiquen mit Waren aus allen Bereichen des bekannten und einige aus weniger bekannten Teilen des Weltraums. Danach ein langer Spaziergang durch den Central Park und ein Abendessen in einem der vielen guten Restaurants downtown. Sie würde den mobilen Televisor mitnehmen, für den Fall das ER sich meldet. Allerdings bis zu Restaurant müsste er es dann schon schaffen, denn dort war der Gebrauch untersagt. Ja, das war der Plan. Aber wie so oft kam alles anders.

Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: August am 17. Juli 2010, 22:13:25 Uhr
 [hello]

Ich mage deine Story [jump]
bitte mehr !
ich hoffe du [work] [work]

August
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 18. Juli 2010, 00:25:17 Uhr
Hi Mooncat,
das beginnt alles sehr viel versprechend! Jetzt bloss nicht aufhören!!! Das ist, als würde man einem Verdurstenden das Wasser nur zeigen!
Ich MUSS wissen wie es weiter geht!
Liebe und erwartungsfrohe Grüße
Johanna  :D
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Juli 2010, 16:06:21 Uhr

Der Geburtstag – Unverhofft kommt oft. (Teil1)

Wie sie erwartet hatte meldete sich eine Minuten nach Mitternacht der Visor in ihrem Appartment. Es war Ezra: „Ich wollte unbedingt der Erste sein, der Dir gratuliert. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag meine Liebe!“.
Joan lächelte fröhlich: „Herzlichen Dank, Du denkst wirklich jedes Mal daran“.
Aber bevor sie noch mehr sagen konnte, beugte sich Ezra zum Visor, stellte den Kamerawinkel auf weit und gleichzeitig erklingt ein mehrstimmiges „Happy Birthday….“. Es waren die anderen Kollegen aus der Abteilung: Mathey, Michelle, Michael, J’hall, Lenar und Janis.
„Danke, danke, ich bin gerührt. Aber wieso seit Ihr alle so spät noch im Büro?“ fragt Joan.
„Nun, mein Geburtstagskind, Du hast eben Glück!“ sagt Michelle „Es gibt einen wichtigen neuen Fall und wir wurden alle vor einer Stunde zur Krisensitzung wieder hierher gerufen.“
„Wenn das so ist, komme ich morgen ganz früh vorbei, Ihr hättet mich rufen können! Wann...“ beschwert sich Joan.
Da unterbricht Ezra sie: „Joan, auf keinen Fall. Du hast morgen Urlaub und ruhst Dich einmal einen Tag aus - das ist ein Befehl!“
„Zu Befehl, Ezra!“ antwortet Joan, hin- und hergerissen, ob sie sich nun darüber freuen oder traurig sein sollte nicht dabei zu sein. „Worum geht es denn in dem Fall?“
Ezra antwortet: „Es geht um eine Bande von hoch professionellen Kunstdieben, die im ganzen Sonnensystem und darüber hinaus ihr Unwesen treiben. Wir haben einen Tipp bekommen, dass sie in den nächsten  Tagen in New York zuschlagen wollen. Aber das erfährst Du alles am Mittwoch früh bei unserem Briefing um Punkt 8:30. Ich erwartet Dich dann pünktlich wieder bei der Arbeit. Und jetzt gehe schlafen, wir haben morgen alle einiges vor.“
Joan runzelt die Stirn und blickt fragend zu Michelle.
„Schätzchen, Du wirst morgen leider auf mich verzichten müssen, aber wir haben jemanden passendes gefunden, der Dich sehr gerne morgen begleitet und den Tag mit Dir verbringt. Ich bin sicher, dass es ein sehr schöner Tag wird. Du hast ihn Dir wirklich verdient!“ Michelle lächelt dabei vielsagend. „Es bliebt dabei, Du wirst morgen früh um halb Neun zu Hause abgeholt. Und jetzt frag nicht, sonst ist es ja keine Überraschung!“.
Joan hatte zwar eine Ahnung, aber wagte nicht wirklich zu hoffen , dass…nein, das war unmöglich. Oder doch?
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 19. Juli 2010, 16:16:24 Uhr
Hallo Mooncat,

jetzt bin ich nicht mehr am verdursten, sondern GIERIG!
 ;)
Du machst es aber auch spannend...
[bthumbup]
Unbedingt MEHR!
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Juli 2010, 16:50:01 Uhr
noch ein paar Zeilen nachgelegt:  ;D


Joan wachte bereits um 6 Uhr auf, versucht aber wieder einzuschlafen. Sie war aufgeregt. Sie fühlte sich wieder wie ein kleines Kind, dass darauf wartet, was der Weihnachtsmann wohl bringt. Würde es das erhoffte Geschenk sein?
Um halb Acht stand sie dann auf, duschte lange heiß und ausgiebig und zog sich ihre fliederfarbenes Lieblingskleid an. Dann liest sie kurz in der e-Zeitung und trinkt einen Espresso. Leider nicht das richtige Getränk um zu entspannen, rügt sich Joan selber.
Es klingelt an der Tür. Joan rennt hin, ihr Herz pocht schnell. Ruhig, sagt sie zu sich selber, Du bist doch kein kleines Kind mehr. Aber viel hilft es nicht. Sie blickte auf den Türmonitor der den ganzen Bereich vor der Tür zeigt. Sie sieht – Rosen. Ein Meer von Rosen und darin ganz versteckt ein Mann. Joan sieht genauer hin und ist ein wenig enttäuscht als sie bemerkt, dass der Mann keine roten Haare hat sondern wohl augenscheinlich vom Saturn stammt. Seine Lieferantenbekleidung trägt das Logo des teuersten Blumenliefergeschäfts der Stadt „Diamant Roses“. Immerhin muss das ja eine ganze Stange Geld gekostet haben, denkt sich Joan. 
„Eine Lieferung für Joan Randall“ sagt der Lieferant. ...
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 19. Juli 2010, 17:52:12 Uhr
 [jump]
Ungeduldige Grüße
Johanna ;D
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 21. Juli 2010, 17:53:16 Uhr
 
[Versteckter Text]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 21. Juli 2010, 18:00:51 Uhr
Liebste Mooncat,

vielen Dank für Dein Lob, aber:
DU KANNST DOCH JETZT NICHT FERIEN MACHEN!!!
 [unconscious]
Beim Mann im Mond - will doch wissen wie es weiter geht - schnüff!!!
 ;)
Liebe Grüße
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: claudrick am 22. Juli 2010, 08:24:38 Uhr
 ;)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 22. Juli 2010, 16:30:24 Uhr
 
 [signatur]
[Versteckter Text]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Lisa70 am 22. Juli 2010, 17:25:29 Uhr
 [goodjob]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 23. Juli 2010, 00:47:29 Uhr
Hi Mooncat,

kann Dich gut verstehen. Das Schreiben muss Spass machen, damm stimmt auch alles!
Also übe ich mich brav in Geduld.
 [wallbash]

(Na, ja...)

Alles Liebe

Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. August 2010, 13:39:59 Uhr
Für alle die wissen wollen wie es weiter geht hier noch druckwarm aus der Tastatur ein paar weitere Zeilen der Geschichte:

 [work]


Joan öffnet die Tür. Der blauhäutige Saturier grinst über das ganze Gesicht: „Sind Sie Mrs. Randall? Spezial-DeLuxe-Geburtstagslieferung! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ und stopft Ihr den riesigen Rosenstrauß in die Hand. „Oh, ja, danke.“ Joan riecht daran und schließt dabei kurz ihre Augen. Die Rosen duften herrlich, geradezu betörend. „Dann hier den Erhalt quittieren, Ma’am!“ brummt der Lieferant und hält Ihr Touchpad und Stift beinahe unter die Nase. Joan sieht sich den Rest der Lieferung an. Zwei ca. 1,5m hohe Rosenbüsche in den vasenförigen spezial-Blumentöpfen, die man laut Werbung nur einmal im Jahr gießen muss, stehen auf einem Karren. Praktisch, sie würden sich auch dann halten, wenn sie wieder einmal längere Zeit auf Dienstreise war. Und vor allem wunderschön. Sie freut sich.

Joan mustert nun den Lieferanten von unten nach oben. Ein wissendes, zufriedenes Lächeln breitet sich auf Ihren Gesicht aus und sie kann ein Kichern kaum unterdrücken. „Soso, Herr ? ? ? ? Gehört da nicht noch ein singendes Telegramm oder so etwas ähnliches dazu?“ und blickt erwartungsvoll hinten die zwei Rosenbüsche. „Ähm, ja, Ma’am…Sie kennen sich ja gut aus. Dem Telegrammboten ist leider ein kleines Missgeschick passiert. Er hat einen kleinen Disput mit einer resoluten Dame vom Ordnungsamt ob er unten parken darf oder nicht und hat leider verloren. Er sucht wohl noch nach einem Parkplatz. Also, dieser kreturische Drache in Frauengestalt von der New Yorker Stadtverwaltung hat sich nicht mal davon beeindrucken lassen, als der Chef sich … ähmmmm…“ ups..da hatte er sich verplappert.

Joan kann das Lachen nicht länger unterdrücken. „Otho, Du brauchst Dich nicht länger zu verstellen! Die Verkleidung ist wie immer prima, aber weißt Du….niemand in New York würde jemals Ma’am zu einer Frau sagen, schon gar kein Saturier, die würden sich daran verhaspeln.  Die Lieferanten aller guten Lieferservice der Stadt tragen alle weiße Seidenhandschuhe, wenn Sie die Ware überreichen, und dazu bequeme, aber ebenfalls strahlend weiße Turnschuhe. Und - kein New Yorker der noch richtig tickt legt sich mit den Kollegen und vor allem Kolleginnen vom New Yorker Ordnungsamt an!“ „Oh“ sagt Otho, der froh ist das man unter der blauen Farbe der Verkleidung sein gerötetes Gesicht nicht sehen kann. „Na dann noch mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Joan!! Der Chef wollte Dich überraschen aber dann sind wir fünfmal im Verkehr stecken geblieben. Und dann war es bereits so spät, dass er mich schon mal alleine vor geschickt hat, nachdem uns diese unverschämte Furie…..“ „Die Überraschung ist trotzdem gelungen! Na dann lass uns erst einmal die Blumen in meine Wohnung schaffen, Otho,  und dann warten wir auf ihn.“ Joan konnte sich lebhaft vorstellen, was die Ordnungshüterin gesagt haben würde: „Sie sind Captain Future?! Also erstens kann da ja jeder kommen….und zweitens, auch für Captain Future, den Präsidenten und Superman gelten unsere Gesetze! Jetzt halten Sie die Klappe, zahlen brav Ihre Strafe und dann suchen Sie sich sofort einen anderen ordnungsgemäßen Parkplatz für Ihren Gleiter in einer der grün markierten Parkflächen auf den Straßen und Parkdächern.“

Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 6. August 2010, 20:47:34 Uhr
Liebe Mooncat,

einfach göttlich, die Vorstellung das Curt sich mit ner Knöllchentante zofft...
brüll! [bthumbup]
Bin schon gespannt auf weiteres!
Liebe Grüße aus Niedersachsen
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Kendra am 7. August 2010, 17:00:31 Uhr
Hallo Mooncat,

deine Story ist super, besonders die Idee mit dem Knöllchen.

Freue mich auf die Fortsetztung. Bald?  ;)
 
LG Kendra
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Spacerancher am 8. August 2010, 20:39:46 Uhr
;D ...... das kommt mir bekannt vor ! Schau mal unter ........
Zitat von: Amanda
Nur mal so eine Idee...
« am: 20. Februar 2008, 21:46:39 Uhr »

Im Chat kamen CJK, Sternmaus und ich per Zufall auf folgende Frage: Können Helden auch Strafzettel bekommen, denn auch Helden müssen sich doch an die Fluggleiterverkehrsordnung halten, oder  etwa nicht?
Wie meinte Sternmaus so passen?
Zitat

    Es gibt doch sicherlich den einen oder anderen Neider der ihm eine reinbügelt. Joan als Politesse, im Traum, oder so


Daraus hat sich jetzt der Gedanke entwickelt, das hier mal jeder seine Idee in Form einer kleinen Geschichte posten könnte, wenn er denn möchte.

Was haltet ihr davon?
Zitat von: Sternmaus
Re: Nur mal so eine Idee...
« Antwort #1 am: 21. Februar 2008, 04:33:54 Uhr »

"...so werden sie undercover ermitteln, getarnt als Streifenpolizistin bzw. Politesse".
In Joan kochte immer mehr die Wut hoch. Sie quälte sich noch ein" Jawohl Sir" heraus.

Zitat von: Claudrick
Re: Nur mal so eine Idee...
« Antwort #2 am: 21. Februar 2008, 13:44:15 Uhr »
 
Joan Landor schüttelte den Kopf. Dieses Parkmanöver war an Dreistigkeit nicht zu überbieten! Ein kleiner kugelförmiger Gleiter war in offensichtlicher Eile hinter den dichten Ästen einer ausladenden Trauerweide abgestellt worden, die Triebwerke hatten auf dem akkurat getrimmten Rasen, den sonst nicht einmal Hunde betreten durften, hässliche schwarze Brandflecken hinterlassen, und streng genommen parkte das Fahrzeug in der Feuerwehrzone….................

Zitat von: CJK
Re: Nur mal so eine Idee...
« Antwort #7 am: 24. Februar 2008, 01:05:47 Uhr »
Hallo ihr Lieben, hier nun meine "Hausaufgabe"  :)
Ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass unser Held sowas Profanes wie einen "Gleiterführerschein" nicht besitzt. Schließlich hat er noch nicht mal einen Personalausweis  ;D

Viel Spaß beim Lesen.



Parkverbot

Sanft setzte der unscheinbare graue Gleiter auf dem Flachdach des Hochhauses auf. Mit geübten Handgriffen schaltete der rothaarige Pilot alle Instrumente aus und stemmte sich aus dem abgewetzten Sitz. Gedankenverloren öffnete er die Tür des Gleiters und stieg aus. Die Sonne brannte so hell vom wolkenlosen Himmel, dass er für einen Moment geblendet die Augen schloss. Der Unterschied zu dem dämmrigen Innern des Gleiters war brachial. Nach ein paar Sekunden konnte er die Umgebung jedoch wieder perfekt wahrnehmen und marschierte zielstrebig auf die graue Stahltür zu, die ins Innere des zwanzigstöckigen Hauses führte und klimatisierte Räume und Gänge versprach.

„Hey, Sie!“
Ein untersetzter Mann, dessen durchgeschwitzte Polizeiuniform.........

Kennst du nicht? ? ? ? Unbedingt lesen !!! :P

vor sich hin grinsender Spacy
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 8. August 2010, 20:55:42 Uhr
Kennst du nicht? ? ? ? Unbedingt lesen !!! :P
Hallo Spacy!

Nein!!!! Bin halt doch noch relativ neu hier  :-[

Wow, wo steht das denn... also leider sagen mir die Zitate nicht, wo ich suchen muss. [burn]

Aber keine Sorge, mein Story geht anders...  :P

LG
Mooncat
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 8. August 2010, 21:04:31 Uhr
Ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass unser Held sowas Profanes wie einen "Gleiterführerschein" nicht besitzt. Schließlich hat er noch nicht mal einen Personalausweis
Also in den USA gibt es bekanntlich keine Personalausweise und mit all den Alien's die so in CF'S NY rumlaufen dürften, würde ich auch nicht glauben, dass es Führerscheine gibt...aber trotzdem würde ich die Story gerne lesen, um dann...   [rolllaugh] [rolllaugh]  ... wenn's heißt [nono] Curtis!!!
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Spacerancher am 8. August 2010, 21:17:58 Uhr
 ;D ;D......hihihi.....Moony, schau dir nochmal die Zitate an...... *breitgrins* ........ganz oben steht bei jeder..... 'Re: Nur mal so eine Idee...'
dort findest du sie. Naturlich hier bei der Fan Fiction.  8)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Lisa70 am 8. August 2010, 21:26:01 Uhr
Hi Mooncat,

kann mich den anderen nur anschließen die Idee mit dem Knöllchen ist spitze.

Hoffe ebenfalls auf baldige Fortsetzung.

@ Spacy Danke für den Tipp die Stories kannte ich auch noch nicht. Habe mich eben köstlich amüsiert.

Grüsse Lisa
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 9. August 2010, 15:12:40 Uhr
 ;D ;D ;D
Aber Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ein CF, der freundschaftliche Beziehungen zu vielen Fremden geschlossen hat und laut EH über Verhandlungsgeschick verfügt, so einfach gegenüber einer "Knöllchentante" aufgibt, oder???
 ;D ;D ;D

also ...abwarten!!!!!
 [work]

Freut mich, dass es gefällt  :)

LG
Mooncat
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: claudrick am 10. August 2010, 08:31:44 Uhr
Aber Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ein CF, der freundschaftliche Beziehungen zu vielen Fremden geschlossen hat und laut EH über Verhandlungsgeschick verfügt, so einfach gegenüber einer "Knöllchentante" aufgibt, oder???
Die Lady vom Ordnungsamt wird an ihre kleinliche Pedanterie erinnert werden, wenn New York (oder die ganze Galaxis) wieder von irgendeinem größenwahnsinnigen Möchtegern-Weltenherrscher bedroht wird. Vielleicht lässt der sich ja von einem Strafzettel der New Yorker Verkehrsbehörde beeindrucken...  ;D
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. August 2010, 17:14:43 Uhr
Und nun ein weiteres Häppchen.....

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Gleichzeitig einige Kilometer weiter in einer Lagerhalle am Weltraumflughafen. Zwischen den Regalen treffen sich vier Personen. „Lasst uns wetten, wer wohl unser Auftraggeber ist!“ sagt eine Saturier in Lagerarbeiterkluft. „Nun, dass sollte leicht sein. Bei DER Summe kommen nur einige wenige wirklich Superreiche in Betracht. Ich tippe auf einen Erdling, wer will den sonst schon gemalte Sonnenblumen? Bah!“ brummt der Marsianer abfällig, ebenso wie der andere gekleidet. Er spuckt ein paar Kerne in weitem Bogen auf den Boden der Lagerhalle. Etwas verständlicher fährt er fort: „Meine Wahl wäre der Walden Erbe, so ein halbseidener Jüngling aus einer der zahlreichen Affären des Alten mit einer drittklassigen Schauspielerin. Der soll bereits jetzt schon gerissener und skrupelloser sein als sein Daddy, obwohl er ihn nie zu Gesicht bekommen hat. Und bei dem Imperium ist das wahrscheinlich nicht mehr als sein persönliches Monats- nein Wochenbudget. Wir hätten den Ortsaufschlag für New York höher setzen sollen…“

 „Red’ nicht so’n Stuss!“ raunzt ihn ein recht attraktiver Erdmensch an, der augenscheinlich der Boss der Vier ist und gerade von hinten zu ihnen hinzugetreten ist. Er ist wie ein Banker gekleidet. „Nach dem Job haben wir alle genug um es uns bis zu unserem Lebensende verdammt gut gehen zu lassen. Wenn es Dir nicht reicht, kannst Du Dir ja noch einige Kleinigkeiten in die Tasche stecken, so wie Du das bisher immer gemacht hast! Oder hast Du gedacht, ich hätte das nicht mitbekommen?!“ Der kräftige Marsianer guckt betreten. „Heute Abend wird dort nur ein reicher Schnösel sein, der seine Tussi mit einem Abendessen an einem besonderen Ort beeindrucken will. Außerdem zwei, drei Kellner und sechs Wachen. Das wird wieder ein leichtes Spiel, wenn wir erst die Sicherheitsvorkehrungen ausgeschaltet haben. Die Weltraumpolizei wird erst merken, dass wir das Bild direkt vor ihrer Nase geklaut haben, wenn wir längst die Erde verlassen haben.“ Der Erdling grinst, die drei andere lachen, der Marsianer nur verhalten. „Das Mädel wird sicherlich netten Schmuck bei sich haben und der Typ garantiert eine goldene Uhr und vielleicht noch anderes Spielzeug. Die kannst Du gerne zum Spielen behalten.“ Der Marsianer grinst jetzt breit. „Nur denke dran, Du darfst das Zeug nicht im Hoheitsgebiet der Erdregierung verkaufen. Die Weltraumpolizei lässt sich zwar bisher immer von uns narren, aber so etwas würde eine erstklassige Spur zu uns abgegeben!“ „Ich bin doch nicht blöd!“ antwortet der Marsianer etwas beleidigt. Der Erdling seufzt. „Ich will nur sichergehen, dass zum Abschluss nicht noch was schief geht! Im Übrigen, ich weiß auch nicht wer genau hinter unserem Auftrag steckt und so geheim wie es von seiner Seite her abgelaufen ist glaube ich nicht, dass  wir ihn bei der Übergabe kennen lernen! Und Diskretion gehört mit zu unserm Service! Also lasst den Quatsch mit dem Wetten und konzentriert auch auf den Plan!“ sagt er und verschwindet wieder hinter den dicht gefüllten Hallen-hohen Regalen.

Der andere Erdmensch sieht im nach. Er ist groß, älter und hat eine hartes, kantiges Gesicht. Er wartet, bis der Chef aus der Hörweite verschwunden ist. „ Service? Ich bin doch kein Kellner! Es ist unser letzter Job, ich pfeife auf den „Service“. Wer auch immer bei der Übergabe auftaucht, wir sollten ihn diesmal platt machen und mit Geld UND Bild verschwinden!“ Seine Stimme wird noch leiser: „Und den Boss auch, wenn er Ärger macht, den denn Aufschneider brauchen wir dann auch nicht mehr!“ Der beiden anderen nicken. „Dann wird auch unser Anteil noch größer“ grinst der Marsianer. Ein kurzer Moment des Schweigens entsteht. Dann ergreift der Saturier das Wort  „Also Du tippst auf den Walden-Jungen, ich denke es ist dieser Vic Guilone, der die ganzen Raumschiffe entworfen hat. Den hat noch niemand zu Gesicht bekommen, obwohl man ihn mit Preisen überhäuft hat. Muss ein sehr schräger Typ sein. Und der muss im Geld schwimmen.  Ich wette der kommt eigentlich von der Erde, Guilone, dass ist sicher ein Italiener!“  „Nee, da liegst Du garantiert schief!“ sagt der Erdmensch. „Das könnte auch ein Franzose sein oder ganz was anderes. Nein, der ist doch auch nur der Mitarbeiter! Die dicke Kohle hat doch sein Big-Boss, dieser „Jeff“. Der Typ mit dem unaussprechlichen Namen. Den haben auch nur wenige je gesehen und es weiß keiner, wo er herkommt und wie groß sein Imperium wirklich ist.“ Er macht eine Pause. „Habt Ihr den Werbetrailer für die Tanzshow gesehen, der auf allen Werbemonitoren in New York und im ganzen Sonnensystem läuft?“ „Ja, eine geile Schnecke“ wirft der Marsianer ein. „Die ist seine?.“ „Ja, die geile Schnecke ist seine Schnecke, sagt man. Die Fernsehstation, die für sie wirbt, auch. Könnte sein das Bild ist für sie.“ Der Erdenmensch wird nachdenklich: „Wenn der unser Auftraggeber ist, könnte es verdammt gefährlich sein ihn über’s Ohr zu hauen. Der hat im ganzen bekannten Weltraum seine Leute. Der findet einen, bevor die Weltraumpolizei überhaupt weiß, wo sie suchen muss, sagen alle.“

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Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 16. August 2010, 19:49:28 Uhr
Hi Mooncat,

Urlaub lohnt sich, wie ich sehe!
Super - ´die Spannung steigt und ich will endlich wissen, ob Curt die Knöllchentante betöhrt hat... :-*
Und Joan wartet und wartet und...
Ich sage nur: Weiter schreiben!!!
 [sm]
 ;D ;D
Liebe Grüße
Deine Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: claudrick am 17. August 2010, 01:15:47 Uhr
Ich tippe auf einen Erdling, wer will den sonst schon gemalte Sonnenblumen? Bah!“
Offensichtlich ist Van Goghs Ruhm nicht über die Grenzen der Erde hinaus gelangt...  ;)
Hier wurden meines Wissens nach zuletzt 24 Mio. englischer Pfund für ein Bild aus der Sonnenblumenserie aufgerufen.  :o

Und bei dem Imperium ist das wahrscheinlich nicht mehr als sein persönliches Monats- nein Wochenbudget. Wir hätten den Ortsaufschlag für New York höher setzen sollen…“
Wow! Setzt man o. g. Betrag als Monats- bzw. Wochensalär an, müsste man sich eine Steigerung des Wortes "superreich" einfallen lassen!  :o

„Heute Abend wird dort nur ein reicher Schnösel sein, der seine Tussi mit einem Abendessen an einem besonderen Ort beeindrucken will.
Ein Schnösel, der auch noch an einem besonderen Ort wohnt?  8)

Außerdem zwei, drei Kellner und sechs Wachen.
...da er für sein Tete à tete das ganze Restaurant gemietet hat.

Im Übrigen, ich weiß auch nicht wer genau hinter unserem Auftrag steckt und so geheim wie es von seiner Seite her abgelaufen ist glaube ich nicht, dass  wir ihn bei der Übergabe kennen lernen! Und Diskretion gehört mit zu unserm Service!
Ah, internationaler, äh interplanetarer Kunsthandel. Oder besser gesagt Kunsthehlerei. Sehr interessante Baustelle, wie ich finde!

Der findet einen, bevor die Weltraumpolizei überhaupt weiß, wo sie suchen muss, sagen alle.“
Ach ja, auch im Sonnensystem der Zukunft gibt es also Ecken, wo man nicht so recht weiß, ob man die Polizei rufen soll, oder gleich die Mafia (oder vergleichbares).   ;D

Sehr vielversprechend, Mooncat, bin gespannt, wie sich das alles weiterentwickelt.
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. August 2010, 17:36:14 Uhr
Sehr vielversprechend, Mooncat, bin gespannt, wie sich das alles weiterentwickelt.

Danke für die Blumen...mehr davon!!!

Ob das alles stimmt oder nicht, sagt Euch...die Mondkatze, wenn sie's geschrieben hat. Aber erst mal muss ich mir die Details ausdenken und dann Zeit finden, sie aufzuschreiben...

aber die Geschichte wird sehr lang, also Geduld....

(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)

LG
Mooncat
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. August 2010, 16:54:53 Uhr
Und Joan wartet und wartet und...
Ich sage nur: Weiter schreiben!!!

ok, ok, damit Du nicht so lange warten musst hier noch ein paar Zeilen, wieder frisch aus der Tastatur:



Etwa eine viertel Stunde nach Otho’s Ankunft haben die beiden vasenförmigen Rosenkübel ihren endgültigen Platz rechts und links am Fenster von Joan’s Wohnzimmer gefunden, nicht ohne ein gewisses Murren von Otho, als er den Rechten vier Mal und den Linken dreimal verrücken muss. Aber selbst Otho muss zugeben, dass dies der ideale Platz für sie ist. Die Rosensträucher verströmen zusammen mit dem Rosenstrauß, den Joan in eine venusianische Kristallvase auf den Tisch gestellt hat, eine wunderschönen Duft, der sich durch das ganze Wohnzimmer und allmählich auch in alle Räume der Wohnung verteilt. Joan strahlt über das ganze Gesicht.
Immer wieder wirft sie einen schnellen Blick zum Türmonitor, denn sie nicht ausgeschaltet hat. Dann endlich tut sich etwas. Sie sieht eine männliche Gestalt zur Tür gehen: Groß, schwarze Haare, athletisch gebaut. Trotz der schwarzen Haare erkennt sie ihn sofort und ihr Strahlen verstärkt sich noch. Ja, er ist da! Endlich steht er vor ihrer Tür!

Auf dem Weg zur Tür betrachte sie sein Bild genauer. Er trägt eine sportlichen, dunklen Anzug und dunkle, praktische Business-Sneaker. Ein edles Stöffchen und vom Schnitt her tippt sie auf Armani oder Sui-Magon. Sie wusste zwar durch ihre Recherchen, dass Curtis wohlhabend sein musste, aber irgendwie war ihr das nie vorher wirklich bewusst geworden. Es hatte für sie nie eine Rolle gespielt. Der dunkle Anzug, das weiße Hemd und die dunklen Haare lassen ihn so … nun irgendwie „seriös“ wirken, ein besser Wort fällt Joan nicht ein. Jedenfalls gar nicht mehr so sehr wie der junge Abenteuerer im weißen Raumanzug. Curtis hat die Jacketärmel hoch gekrempelt, so dass man seine muskulösen Arme sieht. Auch sonst betont der Anzug seine atlethische Figur. Wow, was für ein Beau, denkt Joan, als sie strahlend wie ein Honigkuchenpferd die Tür öffnet.

„Hallo Curtis!“ sagt Joan, bemüht, ihm nicht gleich um den Hals zu fallen. „Hallo Joan! Eine Rose für meine Herzensrose zum 29. Geburtstag!“ sagt Curtis Newton ein wenig pathetisch und überreicht ihr dabei formvollendet eine einzelne, langstielige rote Rose. „Ich hoffe diese und die anderen gefallen Dir!“ Joan errötet und wird leicht verlegen. „Doch, ja, sie sind wunderschön.“ Sie riecht an der Rose. „Sie duftet genauso betörend wie die anderen.“ „Bitte entschuldige die Verspätung, aber heute morgen lief nicht alles so, wie ich es geplant hatte.“ sagt Curtis recht sachlich, aber an seinem Gesicht erkennt man, dass er sich freut, dass das Geschenk bei Joan so gut ankommt. Joan bittet ihn mit einer Handbewegung in ihre Wohnung zu kommen. „Nun ja, besser spät als nie!“ sagt sie halblaut, aber verständlich. Curtis blickt sie leicht fragend an, während sie ins Wohnzimmer gehen. Joan antwortet etwas verschmitzt: „Du weiß doch, Rosen haben Dornen, Curtis! Aber nun erzähl mal, hast Du der Kollegin vom New Yorker Ordnungsdienst doch noch den Kopf verdreht oder sie mit Deiner Uhr hypnotisiert? Und wer hat Dir den Namen meines Lieblings-Frühstücks-Bistro’s verraten?“ und deutet dabei auf die riesige braune Papiertüte mit der Bistroaufschrift, die Curtis in der anderen Hand trägt.


 8) 8) 8)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 18. August 2010, 17:20:33 Uhr
Hi Mooncat,

Danke Dir!

Wow, was für ein Beau, denkt Joan

Nach Deiner Beschreibung (sehe ihn sozusagen vor meinem geistigen Augen) kann ich Joan nur zustimmen!!! (Seufz!)

Joan antwortet etwas verschmitzt: „Du weiß doch, Rosen haben Dornen, Curtis!

Guter Konter!!! ;D

Aber nun erzähl mal, hast Du der Kollegin vom New Yorker Ordnungsdienst doch noch den Kopf verdreht oder sie mit Deiner Uhr hypnotisiert?

DAS würde mich allerdings jetzt auch interessieren!!!
Außerdem muss ich feststellen, dass Joan zwar jede Menge Rosen aber noch keinen Kuss bekommen hat... :-*
 ;)
Liebe Grüße
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. August 2010, 17:25:07 Uhr
DAS würde mich allerdings jetzt auch interessieren!!!
Ich weiß, aber man muss doch die Spannung erhalten...  >:(

Außerdem muss ich feststellen, dass Joan zwar jede Menge Rosen aber noch keinen Kuss bekommen hat... :-*
Da müssen sie erstmal Otho loswerden....  :-*

LG
Mooncat
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: claudrick am 19. August 2010, 21:24:10 Uhr
Ein edles Stöffchen und vom Schnitt her tippt sie auf Armani oder Sui-Magon.
Was ich schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen wagte: Woran genau erkennt man, ob Mann einen Designer-Anzug trägt (wenn nicht gerade ein Label zu sehen ist)? Als damals ein Aufschrei der Empörung durch die deutsche Bevölkerung ging als bekannt wurde, dass unser Ex-kanzler Schröder bei Brioni schneidern ließ, habe ich extra mal drauf geachtet, aber ich muss gestehen, dass ich nicht hätte sagen können, ob das jeweilige Teil italienische Maßarbeit ist oder von der C&A-Stange. Also schreibe ich Joans scharfes Kennerauge einfach mal ihrer Geheimdiensttätigkeit zu...  ;)

Aber nun erzähl mal, hast Du der Kollegin vom New Yorker Ordnungsdienst doch noch den Kopf verdreht oder sie mit Deiner Uhr hypnotisiert?
Ha, das find ich klasse! Immer wenn einem jemand krumm kommt, raus mit der Uhr und die Hypnose-Nummer abgezogen. Ich will auch so ein Ding!   ;D

Und wer hat Dir den Namen meines Lieblings-Frühstücks-Bistro’s verraten?
Ach, war ganz einfach: Nur eine kleine Laboranalyse der Donut-Krümel, die du neulich in meinem Cosmoliner hinterlassen hast.  ;)


Also, für meinen Geschmack kann es in diesem Tempo mit den Fortsetzungen weitergehen, mooncat!  :)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. August 2010, 13:33:11 Uhr
Was ich schon immer wissen wollte, aber nie zu fragen wagte: Woran genau erkennt man, ob Mann einen Designer-Anzug trägt (wenn nicht gerade ein Label zu sehen ist)? Als damals ein Aufschrei der Empörung durch die deutsche Bevölkerung ging als bekannt wurde, dass unser Ex-kanzler Schröder bei Brioni schneidern ließ, habe ich extra mal drauf geachtet, aber ich muss gestehen, dass ich nicht hätte sagen können, ob das jeweilige Teil italienische Maßarbeit ist oder von der C&A-Stange. Also schreibe ich Joans scharfes Kennerauge einfach mal ihrer Geheimdiensttätigkeit zu...  ;)


Also ehrlich gesagt kann ich das nicht so richtig erklären. Da fällt mir nur der Spruch ein "Frauen erkennen so was". Nun ja, was mich wiederum zu der Vermutung bringt, eigentlich bin ich wohl keine.  ::) Aber Spaß bei Seite, seit ich mir auch mal gezwungenermaßen eine Jacke bei einem Maßschneider für über 200 Euro habe machen lassen müssen (aua...das tut mir noch im Nachhinein weh...) und dort mal wirklich gute Stoffe ansehen und anfassen konnte, habe ich festgestellt dass man dass doch sehen (und fühlen) kann. Die Garnqualität ist einfach besser und das Garn ist feiner verarbeitet. Und in der Tat, als Geheimagentin sollte man das wohl erkennen können!
(http://smilies-smilies.de/smilies/beruf_smilies/sherlocksmile.gif)

Nur das mit den Schnitten, dass kann ich auch nur ansatzweise erahnen. Als jemand mit einer ansonsten "von-der-Stange-paßt-Figur" habe ich zwar mit der Zeit schon festgestellt, dass es Schnitte gibt, die gar nicht passen wollen (Marke Sack, Marke wir betonen die Schwachstellen..). Und wenn man mal Verscheidens anprobiert, stellt man auch fest, dass in der Tat die ganz teuren Marken einfach besser sitzen.  :-[ Die Schnitte und Nähte sind wohl komplizierter und genauer. (http://smilies-smilies.de/smilies/schilderIII_smilies/klugs_orange.gif) Aber ICH jedenfalls kann nicht auf Anhieb erkennen, ob das vom Markendesigner kommt (ich denke ich kenne nicht mal alle), aber ich kenne Damen (und einen Herren), die das tatsächlich können (Die frag ich dann...  ;D ). Bei meinen eigenen Blazern habe ich jedenfalls schon Probleme zu erkennen, ob das der ist, der mal 35 Euro oder  der, der mal 150 Euro gekostet hat..(Man merkt auch hier meine Prioritäten  ::) ).Ich fürchte da bin ich einfach zu viel Mode-Banause...

Nun was ich mit diesem vielen Text sagen wollte, Claudrick, glaube mir, es geht! Jedenfalls irgendwie....

Also, für meinen Geschmack kann es in diesem Tempo mit den Fortsetzungen weitergehen, mooncat!  :)

Mal sehen. Will ich nicht versprechen. Denn Erstens muss ich noch ein paar Recherchearbeiten (z.B. Orginal-EH-Bücher, Mit Google durch NY etc.) machen, um meine Fantasie anzuregen und zweitens beschweren sich schon meine sonstigen Verpflichtungen, wieso ich nicht in die Puschen komme. Ich muss auch noch was "Fremd-Schreiben" und dazu ein kleines Interview machen. nur weiß ich nicht, wann.... Aber ich denke die nächsten Zeilen kommen spätestens Montag, vielleicht schon am Wochenende.

Ach noch was, der nächste Text wird wohl wieder blau....   :)

LG Mooncat (http://smilies-smilies.de/smilies/schilderIII_smilies/sign1.Gif) (http://smilies-smilies.de/smilies/schilderII_smilies/thenkju.gif)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. August 2010, 10:59:48 Uhr
So, wie versprochen der nächste Text in blau. Ich bin ja versucht ihn als versteckten Text zu setzen, damit ich ein paar mehr Kommentare bekomme. Aber ich hoffe einfach so und hebe mir den versteckten Text für Ü21-Szenen auf  ;D


Zuvor

Captain Future steuerte zusammen mit Otho den Cosmoliner Richtung Erde. Er musste noch einmal an das Gespräch denken, das er vor zwei Wochen mit seinem Freund Ezra geführt hatte.

Ezra hatte ihm eine kurze Nachricht geschickt. Darin bat Curtis um eine Treffen. Inoffiziell - er möge ihn in den nächsten Tagen abends auf der Erde besuchen, aber nicht in seinem Büro, sondern in Ezras Haus. Es sei sehr wichtig. Curtis fiel auf, dass er noch nie bei Ezra zu Hause gewesen war. Ezra und Joan hatten bereits mehrere Male ihren Urlaub bei ihm auf der Mondbasis verbracht, aber niemals umgekehrt. Eine solche Nachricht war für Ezra sehr ungewöhnlich und alles klang sehr geheimnisvoll. Neugierig und ein wenig beunruhigt war er direkt am nächsten New Yorker Abend getarnt auf die Erde geflogen und hatte Ezra zur verabredeten Zeit aufgesucht. Allerdings verlief das Gespräch nicht im geringsten so, wie es Curtis erwartet hatte. Ganz und gar nicht.

Sie begrüßten sich und Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel. Sie lehnten sich zurück und prosteten sich zu. Nach einer kurzen Weile fragte Curtis seinen Freund neugierig: „Ezra, was Du auf dem Herzen? Wie kann ich Dir helfen?“ „Curtis, ja ich denke es gibt zwei Punkte, bei denen Du mir helfen kannst. Nun, …“ Ezra macht eine kleine Kunstpause. „die Weltraumpolizei hat schon seit längerem ein Problem, dass sich in den letzten Jahren nach verstärkt hat. Die internen und geheimen Revisionsberichte sprechen von einer viel zu hohen  Mortalitätsrate im Dienst, was mittelfristig eine Gefahr für die Sicherheit des ganzen Systems bedeutet.“ Ezra bekam einen verbitterten Gesichtsausdruck. „Nun so kann man es auch ausdrücken. Alleine letztes Jahr habe ich vier meiner Kollegen verloren, die mit mir angefangen haben. Von meiner Ausbildungsklasse bin ich tatsächlich der Einzige, der noch am Leben ist.“ Ezra blickt bei diesen Worten versonnen in sein Whiskeyglas. „Und im Geheimdienst ist das Problem noch größer. Jeder der mehr als fünf Jahre dabei ist, gilt bei uns schon als alter Hase.“ Ezra blickt nun Captain Future an. „Meine Chefs haben deshalb beschlossen, dass ich einige Vorschläge entwickeln soll, wie wir das Problem verringern. Selbstverständlich TOP-Secret. Wir haben bereits unsere alljährlichen Trainings und Prüfungen intensiviert und optimiert. Ich möchte nun meinen Vorgesetzten vorschlagen, die technische Ausstattung und Bewaffnung zu verbessern. Ich habe mir dazu auch schon einiges einfallen lassen“ dabei greift er nach einem Datenpad, dass auf einem kleinen Tisch neben mir steht. "Aber ich hoffe darauf, dass Dir vielleicht noch das eine oder andere einfällt, dass unseren Mitarbeitern einen kleinen zusätzlichen Vorteil gegenüber den Verbrechern verschafft. Vielleicht Kannst Du einmal einmal drüberschauen“ und reicht Captain Future das Datenpad.

Captain Future war ein wenig überrascht. „Sehr gerne, Ezra! Ich werde mir die Liste mitnehmen und sie überarbeiten. Ich denke ich hätte da auch die eine oder andere kleine nützliche Erfindung, die man auf die Liste setzen könnte.“ Curtis lächelte. „Du weißt ja die Weltraumpolizei hat meine volle Unterstützung. Aber dafür hast Du mich doch nicht auf die Erde gerufen und nach Hause eingeladen, nicht war?“ Ein Grinsen huschte über Ezras Gesicht. „Du kennst mich einfach schon zu lange, Curtis! Nun, das zweite Problem ist wahrscheinlich sehr viel schwieriger zu lösen.“ Ezra stellte sein Glas ab und setzte sich aufrecht. Er schaute Captain Future direkt an. „Zusätzlich gibt es jetzt für jeden Agenten besondere psychologische Untersuchungen. Hierfür muss der Vorgesetzte zusammen mit dem Psychologen über jeden seiner Agenten ein ausführliches Dossier erstellen. Dabei geht es unter anderem um die Einsatzbereitschaft, die Fähigkeit des Agenten Gefahren richtig einzuschätzen und Führungsverhalten.“ Curtis’  Augenbrauen zogen sich zusammen. „Nun, das da hinten ist der Bericht über Joan.“ Ezra zeigte mit einer Handbewegung in Richtung Schreibtisch, auf dem mehrerer Datenpads lagen.“ Curtis runzelte die Stirn, sein Körper spannte sich. „Joans Akte? Gibt es ein Problem mit Joan?“ fragte er besorgt. Curtis wurde ein wenig mulmig zu Mute. Ezra entgegnete: „Eigentlich darf ich gar nicht mit Dir darüber sprechen, aber unter diesen Umständen…“ Curtis fragte: „Ezra, worauf wollst Du hinaus? Wir sind schon so lange befreundet, Du weiß, Du kannst mir vertrauen!“ Ezra sprach ruhig weiter: “Du weißt selber, dass Joan meine beste Agentin ist. Das heißt … war.“ Curtis Pupillen weiteten sich.“ Ich habe Joan vor sieben Jahren genau deshalb zum Geheimdienst geholt, weil sie einen sehr guten Instinkt hat Gefahren zu erkennen und ihre Fähigkeiten genau einschätzen konnte. Aber seit sie Dir begegnet ist, versucht sie ständig sich Dir gegenüber zu beweisen. Dabei schießt sie immer mehr über das Ziel hinaus.“ Curtis nickt nur. Ezra fährt fort: „Es fällt mir sehr schwer das als Freund zu sagen, aber das Ergebnis des Berichts ist, dass Du keinen guten Einfluss auf Joan hast!“ Curtis schluckt trocken.

Ezra fixiert ihn: „Als Vorgesetzter bin ich für meine Leute verantwortlich, deshalb kann und darf ich die Dinge nicht weiter laufen lassen. Ich werde Joan nicht anders behandeln können als andere. Dass heißt ich muss Joan verbieten bis auf Weiteres mit Dir zusammen zu arbeiten. Ich muss sie auffordern, ihre privaten Angelegenheiten so weit zu klären, dass sie ihre beruflichen Leistungen nicht mehr beeinflussen. Oder sie muss sich einen anderen Beruf suchen. Aber soweit darf es auf keinen Fall kommen, wir können wirklich auf keinen einzigen erfahrenen Agenten verzichten“. Schweigen. Curtis fängt an: „Vielleicht wäre es wirklich besser, wenn Joan…“ Ezras Augen funkeln. „Future, wenn ich Joans Vater und nicht ihr Vorgesetzter wäre, würde ich Dir jetzt nur eines sagen, egal ob Weltraumheld oder nicht: Werd Dir endlich klar, was Du von Joan willst und sag es Ihr oder mach das Du Land gewinnst!“ Curtis’ Gesicht wird aschfahl. Curtis schluckt zweimal, sagt aber nichts. Er nimmt das Glas Whiskey und leert es in einem Zug, steht auf und geht zum Fenster. Eine kleine Ewigkeit blickt er nachdenklich nach draußen. Dann dreht Captain Future sich um und sieht Ezra mit festem Blick an: „Danke Ezra, genau das werde ich tun!“. Er gibt Ezra die Hand, nimmt das Datenpad und geht.

Bei der Erinnerung an diesen Abend musste Captain Future etwas verlegen grinsen. Außer Simon hatte ihm eigentlich noch niemand jemals so den Kopf gewaschen. Der Gedanke, dass es sein Verhalten ihr gegenüber ist, dass Joan in Gefahr bringt, beunruhigte ihn sehr. Und so wie er Joan einschätzte, würde diese verrückte Frau sich den Kontakt mit ihm nicht verbieten lassen, egal welchen Preis sie dafür zahlen musste. Das konnte er aber nicht zulassen. Er musste also handeln. Zum Glück bot sich mit Joans nahem Geburtstag eine gute Gelegenheit. Und noch etwas hatte er sich an diesem Abend selber eingestehen müssen: Er liebte diese hinreißend dickköpfige Frau, die ihn regelmäßig zur Verzweiflung brachte, wirklich sehr.


(http://smilies-smilies.de/smilies/schilderIII_smilies/sign1.Gif)

Freue mich auf die Kommentare ...
LG Mooncat
P.S. Danke an Johanna für die hilfreichen Anregungen! Sind berücksichtigt   ;)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 23. August 2010, 12:06:00 Uhr
Hi Mooncat,

ich bin BEGEISTERT!
Hach - das lässt noch auf Romatik hoffen (auch wenn wir leider schon wissen, dass es kein Happy End geben wurd  :'(

Freue mich schon auf das nächste Kapitelchen!!!
 :-*
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: claudrick am 24. August 2010, 13:17:25 Uhr
Hi mooncat,

hier mein feedback:

Ezra und Joan hatten bereits mehrere Male ihren Urlaub bei ihm auf der Mondbasis verbracht, aber niemals umgekehrt.
Ja, wieso eigentlich? Gibt es auf der Erde keine schönen Fleckchen mehr?  ???

...Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel.
Die Szene kann ich mir sehr gut vorstellen; das gesamte Interieur passt gut zu Ezra. Fehlt nur noch ein prasselndes Kaminfeuer...  ;)

"Und im Geheimdienst ist das Problem noch größer. Jeder der mehr als fünf Jahre dabei ist, gilt bei uns schon als alter Hase.“
"Darum wollen wir diesen Jason Bourne in unser Boot holen; der Junge weiß wirklich, wie man überlebt!"  ;D

Ich möchte nun meinen Vorgesetzten vorschlagen, die technische Ausstattung und Bewaffnung zu verbessern.
Unserer Agenten müssen sich in Zukunft die schusssicheren Westen nicht mehr selber kaufen.  ;D

...aber das Ergebnis des Berichts ist, dass Du keinen guten Einfluss auf Joan hast!“
und
Dass heißt ich muss Joan verbieten bis auf Weiteres mit Dir zusammen zu arbeiten. Ich muss sie auffordern, ihre privaten Angelegenheiten so weit zu klären, dass sie ihre beruflichen Leistungen nicht mehr beeinflussen. Oder sie muss sich einen anderen Beruf suchen.
Auch nach mehrmaligem Lesen bin ich der Meinung - da es sich hier ja offensichtlich um ein dienstliches Problem handelt - , dass Ezra in erster Linie mit Joan reden müsste und nicht mit Future (dem er ja genau genommen nichts zu sagen hat). Und auch als Freund bin ich mir nicht ganz sicher, ober er sich einmischen kann und sollte; immerhin sind Joan und Curtis zwei erwachsene Menschen. Sollte Joans Privatleben ihre Arbeit negativ beeinflussen, muss Ezra das mit ihr regeln. Finde ich jedenfalls.

Er liebte diese hinreißend dickköpfige Frau, die ihn regelmäßig zur Verzweiflung brachte, wirklich sehr.
Sei getröstet, Curtis, so geht es vielen Männern...  8)

Freue mich auf die Kommentare ...
Hiermit geschehen und immer konstruktiv gemeint.!  :-*

Lieber Gruß

claudrick
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 24. August 2010, 19:53:15 Uhr
Ja, wieso eigentlich? Gibt es auf der Erde keine schönen Fleckchen mehr?  ???

Ich antworte mit einem Zitat:

Zitat von: Invasion der Sverd
Es war Ezra Gurney,..., der zusammen mit Joan gerade dienstfrei hatte und sich bei den Future-Leuten - seinen und Joans besten Freunden - einen wohlverdienten Urlaub gönnte
Schon irgendwie komisch, zugegeben. Aber ich werde mir noch überlegen, ob ich das in der Endfassung nicht wieder rausnehme. Würde der Handlung keineswegs schaden ...


Die Szene kann ich mir sehr gut vorstellen; das gesamte Interieur passt gut zu Ezra. Fehlt nur noch ein prasselndes Kaminfeuer...  ;)
gute Idee! [goodpost] Als ich es geschrieben habe war mir einfach zu warm  8)
Wie wär's mit:

 Sie begrüßten sich und Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Der Raum wurde nur vom Licht eines prasselnden Kaminfeuers erhellt. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel.

Wobei ich mit Absicht die Texte aus Curtis Newtons Sichtweise immer möglichst sachlich gehalten und wenig ausgeschmückt halten möchte. (Die Blauen). Aber vielleicht wäre einheitlich auch besser, ich probiere das ja hier erstmal aus.

Auch nach mehrmaligem Lesen bin ich der Meinung - da es sich hier ja offensichtlich um ein dienstliches Problem handelt - , dass Ezra in erster Linie mit Joan reden müsste und nicht mit Future (dem er ja genau genommen nichts zu sagen hat). Und auch als Freund bin ich mir nicht ganz sicher, ober er sich einmischen kann und sollte; immerhin sind Joan und Curtis zwei erwachsene Menschen. Sollte Joans Privatleben ihre Arbeit negativ beeinflussen, muss Ezra das mit ihr regeln. Finde ich jedenfalls.

Dazu sage ich nur, dass ich in reality eine ähnliche Situation schon erlebt habe (ich als Partner). Selbstverständlich hat die betroffene Person davon nie erfahren  ;D
Und auch ich habe das schon selber als "Chef" angewendet. Ist aber durchaus kritisch zu sehen und geht nur in ganz bestimmten Situationen, wenn der Betroffene eigentlich alleine nicht mehr aus der Siutation rauskommt und wo man alle Beteiligten sehr gut kennt. Sonst kann das Ganze auch ein mächtiger Schuß nach Hinten geben...... Bezüglich meiner Geschichte: Das Thema ist noch nicht zu Ende.  ;D  Wenn ich weiter in der Geschichte bin, muss ich hier vielleicht noch ein bis zwei Sätze umformulieren, mal sehen... aber dafür sind solche Kommentare sehr hilfreich!!!

Aber vielleicht haben noch andere eine Meinung dazu? Macht sich unser Curti eigentlich Gedanken, was seine Worte bei Joan psychologisch anstellen, ich meine dieses ständige "du kannst das nicht, das ist nichts für Dich, dass geht aber anders, das ist ganz anders, da irrst Du Dich, ...dass ist zu gefährlich!" (  >:( ) - bereits drei Jahre lang - also da wäre selbst mein Selbstbewußtsein angeschlagen. Vielleicht liegt es ja nur daran, dass Hamilton zwar gerne schreibt, das Joan die beste Agentin sei, aber mit der Handlung dieser Tatsache ständig Lügen straft. Hier ist der Animee schon hilfreicher, obwohl mir hier schon als Mädchen Joans wirklich "mädchenhaftes" Getue mächtig auf den Senkel ging...
....Interessantes Thema, oder??? Na ja ich springe immer gerne gleich in das größte Fettnäpfchen...
da ist der Lernerfolg am Größten...   (http://www.ecards4u.de/emo/extra/peace2.gif)


Hiermit geschehen und immer konstruktiv gemeint.!  :-*
Hey! Das hier ist meine erste Fanfiction-Geschichte und nur WEIL ich Kommentare schon beim Schreiben haben will, poste ich es hier! Schreiben ist auch nur ein Handwerk, für das man Übung braucht und konstruktive Kritik, sonst lernt man das ja nicht.... [work]

Also ..auf mich mit Schmackes, ich will es so   (http://smilies-smilies.de/smilies/hau_smilies/haudrauf.gif)

(http://www.ecards4u.de/emo/extra/danke.gif)
LG Mooncat
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: claudrick am 25. August 2010, 16:27:32 Uhr
Hallo mooncat,

Sie begrüßten sich und Ezra bat Curtis in einen Raum, der eine Mischung aus Bibliothek und Arbeitszimmer war. Der Raum wurde nur vom Licht eines prasselnden Kaminfeuers erhellt. Ezra schenkte beiden ein Glas Whiskey ein. Sie setzten sich in zwei sehr gemütliche, alte aber sehr gepflegte Ledersessel.
Der Gedanke mit dem Kaminfeuer kam mir ganz spontan beim Lesen. Freut mich, wenn es dir so gut gefällt, dass du es gleich umsetzt!  :)

Wobei ich mit Absicht die Texte aus Curtis Newtons Sichtweise immer möglichst sachlich gehalten und wenig ausgeschmückt halten möchte. (Die Blauen).
Ah, jetzt versteh ich! Gute Idee...

...ich meine dieses ständige "du kannst das nicht, das ist nichts für Dich, dass geht aber anders, das ist ganz anders, da irrst Du Dich, ...dass ist zu gefährlich!"
Also, ich ackere mich ja gerade durch die (englischen) Romane, und ich muss sagen, dass ich bisher nicht auf einen der o. g. Sätze gestoßen bin. Wenn denn mal ein „das ist zu gefährlich“ fällt, dann nur, weil Curtis ständig in Sorge um Joan ist, weil sie „die Eine“ ist, die er heiß und innig liebt, und nicht weil er ihre Kompetenz anzweifelt. Im Gegenteil: Curtis zollt Joan regelmäßig Lob und Anerkennung bezüglich ihres Mutes und ihres selbstlosen Einsatzes. Möglicherweise kommt das in der deutschen Fassung der Romane nicht so deutlich rüber, und von der deutschen Synchro des Anime will ich hier gar nicht erst reden...  [wallbash]

...also da wäre selbst mein Selbstbewußtsein angeschlagen.
Wahrscheinlich legt Joan schon gesteigerten Wert auf Curtis Meinung, aber sie wäre nicht in der Position, in der sie sich befindet, wenn sie nicht tatsächlich gute Arbeit leisten würde und dafür von anderen Seiten Anerkennung und Bestätigung erfahren würde. Also ein gesundes Selbstvertrauen darf sie sich glaube ich schon gönnen!

...Interessantes Thema, oder???
Da hast du allerdings recht! Hat hier im Forum schon zu heißen Diskussionen geführt... ;D

Viel Freude beim Weiterschreiben und einen heißen Musenkuss
wünscht dir
claudrick
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. August 2010, 21:38:31 Uhr
Viel Freude beim Weiterschreiben und einen heißen Musenkuss

Der Musenkuss muss gewirkt haben, hier die nächsten Zeilen:

Ezra Gurney war noch lange nach dem Gespräch mit Captain Future in seinem Arbeitszimmer geblieben. Er saß in seinem Ledersessel, schwänke den Whiskey in seinem Glas und beobachtete nachdenklich, wie sich das Licht des Kaminfeuers darin brach. Er war nicht ganz sicher, ob er das Richtige getan hatte. Curtis Newton und seine Mannschaft waren bereits vor vielen Jahren seine besten Freunde geworden und er würde ihnen ohne Nachdenken sein Leben anvertrauen. Aber was den Umgang mit Frauen anging war die Ausbildung von Curtis durch Prof. Simon, Grag und Otho doch anscheinend sehr rudimentär geblieben. Ezra schmunzelte. Nun, was Curtis wohl sagen wird wenn er auf dem Datenpad neben der Ausrüstungsliste noch dieses Buch finden wird: „Eine kulturphilosophisch-neurobiologische Abhandlung über den populärwissenschaftlichen Ratgeber – Was Männer unbedingt über Frauen wissen sollten, ihnen aber niemand erzählt.“ Für ihn damals als jungen Kadetten an der Akademie hatte der Ratgeber jedenfalls einige wichtige Erkenntnisse gebracht, die ihn sehr angenehme, neue Erfahrungen machen ließen. Ezra lachte leise und genehmigt sich einen weiteren Schluck Whiskey. Angenehme Wärme bereitet sich in seinem Körper aus, als der Whiskey seine Kehle herunter ran.

Aber ein kleiner Zweifel blieb, ob er es nicht übertreiben hatte mit seiner Einmischung. Das war kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr, er hatte den Zaunpfahl vielmehr auf Curtis zerbrochen. Und das Gespräch mit Joan würde auch nicht ohne werden. Joan und Curtis waren beide erwachsene, verantwortungsbewusste und kluge Menschen. Allerdings wenn sie zusammen kamen, konnte man daran gelegentlich zweifeln. Seiner Einschätzung nach war die Sache zwischen den beiden an einem kritischen Punkt angekommen. Wenn die beiden ganz normale Menschen wären, würde dies schlimmsten Falls mit zwei gebrochenen Herzen enden. Aber sie waren keine ganz normalen Menschen – Joan war Geheimagentin und Curtis der strahlende Held und führende Wissenschaftler des Planetensystems. Und Joan war bedingungslos in Curtis verliebt. Ezra erinnerte sich nur zu genau an so manche Diskussion darüber mit ihr. Und Curtis – einerseits war er der Typ Mann, der eigentlich keine Frau brauchte und gebrauchen konnte. Andererseits war es mehr als offensichtlich, dass er tiefe Gefühle für Joan empfand. Ezra wusste aus Erfahrung, dass dies alles eine brand-gefährliche Mischung ergab…

Wieso hatte er sich eigentlich nicht viel früher deutlich eingemischt? Vielleicht wünschte er sich einfach zu sehr für beide, dass es mit ihrer Liebe funktioniert. Aber andererseits, was wird geschehen wenn sie sich füreinander entscheiden? Wenn sie eine Familie auf dem Mond gründen, und wenn dann ein Ruf der Weltraumregierung nach Captain Futures Hilfe kommt? Und was wenn Curtis und Joan sich eine sichere Heimat fernab suchen und Captain Future nicht mehr da wäre, um die Menschen zu retten? Würden beide dabei wirklich auf Dauer glücklich? Ezra wusste die Antwort nicht. Aber er wusste, nur beide zusammen konnten diese finden. Aber dafür mussten sie erst einmal anfangen, darüber zu sprechen. „Die Zukunft beginnt heute“ – wer hatte das eigentlich gesagt, fragte er sich. Jedenfalls -  er hatte der Zukunft wohl gerade einen anständigen Tritt in den Hintern verpasst. Ezra grinste bei diesem Gedanken.


(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. August 2010, 14:48:17 Uhr
und noch ein paar Zeilen:

Endlich war Curtis vor Joans Tür angekommen. Er bemerkte eine leichte Nervosität an sich, als er ihre Türschelle bediente. Joan öffnete nahezu sofort. Sie sah atemberaubend aus. Ihre langen blonden Haare, das wunderschöne Gesicht und dieses Kleid - es stand ihr wirklich hervorragend. Curtis musste sich zusammen reißen, nicht mit offenem Mund vor Ihr zu stehen. In Ezras Extrabeilage hatte er unter anderem gelesen, was man alles aus der Einrichtung der Wohnung einer Frau ablesen konnte. Während Sie hineingingen lies er kurz seinen Blick schweifen. Joans Wohnung - ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und ein großer Wohn-Essbereich - war hell und geräumig und mit sehr funktionalen, aber gemütlich wirkenden Möbeln eingerichtet. Die sparsam gesetzte, leicht verspielte Dekoration gab der Wohnung diesen eindeutig weiblichen Charakter. Nur die Trainingsecke mit einem Trimmgerät und einem Sandsack wirkten ein wenig unpassend für die Wohnung einer so zierlichen Frau, fand Curtis. Unwillkürlich musste Curtis daran denken, wie er Joan zum ersten Mal auf dem Megara gesehen hatte – sie warf gerade einen riesigen Affenmenschen über ihre Schulter.

„Joan, eigentlich hatte ich erst für heute Abend eine kleine Überraschung für Dich geplant. Otho wird mir dabei helfen und muss deshalb jetzt noch etwas erledigen…“ sagt Curtis in Richtung von Otho. Otho nickt “Klar Chef, bin schon unterwegs. Viel Spaß Ihr beiden!“ und zwinkert Joan beim Weggehen zu. „Bis später, Otho!“ verabschiedet Joan ihren immer noch blauhäutigen Besuch. Curtis wartet bis Otho aus der Tür ist: „.. gestern Abend rief mich dann Ezra an und erzählte mir von dem Sondereinsatz gegen die interplanetaren Kunstdiebe…“ „…und da dachtest Du, dass wäre mal wieder eine gute Möglichkeit mich von einem gefährlichen Einsatz abzuhalten!“ unterbrach ihn Joan spöttisch. „ Nun ich dachte daran, dass  Du immer davon gesprochen hast, dass Du mir einmal DEIN New York zeigen möchtest.“ „Wirklich? Gerne! Eine wunderbare Idee!“ entgegnet Joan. Curtis lächelt sie an. „aber zuvor lass uns noch etwas frühstücken“ und stellt die riesige Papiertüte auf den Tisch „Ich jedenfalls bin noch nicht dazu gekommen. New York ist schon eine sehr – nun – außergewöhnliche Stadt“ Joan strahlt ihn an. „Ich hole Dir noch einen Teller, ein Tasse und Besteck“ und will aufstehen. „DU hast heute Geburtstag, lass mich das machen.“ sagt Curtis, springt auf und öffnet eine Tür der Küchenzeile. „Nicht da! Die Teller und Tassen sind im zweiten Oberschrank links und das Besteck in der mittleren Schublade“ ruft Joan ihm schmunzelnd nach. Was ist nur mit dem geschehen, denkt sie sich ein wenig verwundert. Erst die vielen Rosen und dann DAS! Sie beschließt das in ihr aufkeimende gewisse Misstrauen erst einmal zu vergessen und den Moment zu genießen. Hatte sie davon nicht immer geträumt?
„Du hast mir noch nicht erzählt, woher Du weißt, wo ich gerne frühstücke und was Du mit der Kollegin vom Ordnungsamt gemacht hast“ begrüßt Joan den mit Besteck, Teller und Tasse bewaffnet an den Tisch zurückkehrenden Curtis. Curtis stellt die Sachen auf den Tisch, setzt sich zu Joan und grinste sie mit einem frechen Funkeln in den Augen an: „Das erzähle ich doch gerne. Wir waren endlich hier vor Deiner Tür angekommen, Otho mit dem Liefergleiter zuerst, dann ich mit einem Public-Gleiter aus dem Raumflughafen. Ich war noch gar nicht ausgestiegen, da beschimpfte Otho bereits die Dame lautstark. Zuerst dachte ich für einen Augenblick, Grag wäre hier. Dabei war der Liefergleiter für einen kurzen Halt berechtigt, aber nicht meiner, wie die Dame versucht hat Otho zu erklären.“ „Ok, da hast Du dann Otho vorgeschickt um Schlimmeres zu vermeiden. Aber was ist in den 30 Minuten geschehen, bis Du hier warst?“ fragt Joan neugierig. „Ich habe der Ordnungsbeamtin erläutert, in welch wichtiger Mission ich hier bin. Es stellte sich heraus, dass Sie Dich gut kennt“ erklärt Curtis ihr. „Sagt Dir der Name Sarah Hastings etwas?“ „Oh ja, in der Ausbildung mussten wir zwei Tage einen Kollegen vom Ordnungsamt begleiten, um New York noch besser kennen zu lernen. Ich wurde Sarah zugeteilt. Aber das erzähle ich Dir später, wenn es Dich interessiert…“ sagt Joan. „Auf jeden Fall, Joan!“ entgegnet Curtis. „Du musst einen bleibenden Eindruck auf sie gemacht haben. Jedenfalls hat sie Dich später regelmäßig vor dem Bistro parken gesehen. Sie hat mich dann ins Bistro geschickt um mir in der Zwischenzeit den nächsten freiwerdenden, ordnungsgemäßen Parkplatz vor Deiner Tür frei zu halten.“ Joan muss lachen. „Sie hat auch einen bleiben Eindruck bei MIR hinterlassen. Aber einen Moment“ sagt sie, steht auf und holt einen kleinen runden Chip aus einer Schublade. „Den schenke ich Dir. Dies ist ein Encryptet-RFID-Chip der Weltraumpolizei. Mit dem im Gleiter darfst Du überall im Stadtbezirk New York parken. Damit es keine weiteren Schwierigkeiten mehr gibt.“




(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif) Ende Der Geburtstag - Teil 1 (http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 30. August 2010, 17:23:31 Uhr
Hi Mooncat,

hach wie schön. Da gucke ich mal rein, um meine Stress zu vergessen und dann - welche Freude - neues Lesefutter.
Kann mir Ezella richtig vorstellen, wie er sich gemütlich ein Gläschen "kippt".
Die Zukunft beginnt heute -   :-*
Herrlich!

Auf jeden Fall scheint die Lektion bei Curtis ja gewirkt zu haben und er gibt ganz den Gentleman.
Und typisch hat er die Dame vom Ordnungsamt ja ganz diplomatisch auf seine Seite gezogen. (Soviele Charme sollte verboten werden...)
 :D

Na, dann bin ich mal gespannt, wie Joan und Curtis New York "erobern".
Freue mich auf weitere "Musenküsse" von Dir!

Fühl Dich gedrückt!
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 7. Oktober 2010, 22:13:37 Uhr
Hallo Mooncat,
Du armes, gestresstes Wesen. Seit einem guten Monat bekomme ich hier keinen Input mehr - seufz! Wie kannst Du mich nur so darben lassen?
 ;D
Bin doch so gespannt wie es weiter geht!
Fühl Dich gedrückt

Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 11. Oktober 2010, 01:06:30 Uhr
Hallo Johanna! Also speziell jetzt für Dich ein kleiner weiterer Happen:


Joans Geburtstag - Unverhofft kommt oft - Teil 2

Der Besprechungsraum der Planetenpolizei war mit mehreren Bildschirmen, Multifunktionstafeln und Visorgeräten ausgestattet. Ein junger, attraktiver Mann Mitte zwanzig mit kräftigem,  kurz geschnittenem dunkelbraunem Haar und energischen Gesichtszügen hat gerade einen Bildanruf beendet und blickt aufgeregt in die Runde. „Sie sind es tatsächlich!“ ruft Janis Subat in Richtung seines Chefs. Janis sonnengebräuntes Gesicht wirkt noch etwas dunkler durch die leichte Rotfärbung, die seine Wangen angenommen haben. Janis bemerkt es.  Joan hätte ihn jetzt spöttisch lächelnd angesehen und etwas in der Art wie „Du bekommst ja richtig Jagdfieber!“ gesagt. Janis bewunderte seine Kollegin. Vor allem aber wünschte er sich insgeheim, durch sie eines Tages seinen großen Held, Captain Future, einmal leibhaftig kennen zu lernen. Vielleicht würde sich ja jetzt irgendwie die Gelegenheit bieten. Er fühlte wie ihm heiß wurde. Alle Augen richteten sich nun auf ihn.

„Janis, berichten sie bitte die Neuigkeiten in die Runde, aber fangen Sie beim Anfang an!“ fordert ihn Ezra Gurney den Neuling auf. „Nun, das war Mathey“ beginnt Janis. „Wie Sie wissen ist er einem Hinweis der Zollbehörde nachgegangen, die heute morgen seltsamen Aktivitäten in einer Lagerhalle in der Sperrzone am Weltraumflughafen festgestellt hatten. Mathey ist mit einer kleinen Einsatztruppe dorthin gefahren. Nun, die Halle war leider schon wieder leer, aber es wurden einige technische Ersatzteile gefunden, die definitiv nicht zu den Lagerbeständen gehören. Ein Teil, so hat Mathey direkt feststellen können, ist sogar identisch mit einem der Werkzeuge, die unsere Kunstdiebe bei ihrem letzten Raubzug hinterlassen haben. Und – es kommt noch besser!“ Janis ist voller Eifer „Mathey hat Kerne des Marsianische Pfirsichs gefunden. Genau wie die, die Joan gefunden hatte! Und mit Hilfe des mobilen DNA-Testgeräts konnte er nicht nur feststellen, dass die Spucke daran die eines Marsianers ist, nein es ist DERSELBE Kerl, der sie ausgespuckt hat.“ „Verdammt, dann haben wir keine Zeit mehr, sie schlagen erfahrungsgemäß in wenigen Stunden zu. Wir brauchen dringend ein paar brauchbare Ideen und Hinweise, sonst haben sie ihren nächsten Fischzug direkt vor unserer Nase ausgeführt und WIR haben wieder das Nachsehen. Das wäre eine riesige Blamage!“ knurrte Ezra. „Janis, stellen Sie mir bitte unverzüglich eine Übersicht der aufgefundenen Gegenstände zusammen. Ich werde diese einem anderen Experten schicken, vielleicht kann der sich daraus zusammen reimen, wie die verdammten Kerle das immer anstellen!“ Ezra denkt dabei an Professor Simon, der ihm bereits seine Hilfe angeboten hat.

„Michelle“ fährt Ezra fort „konnten Sie bereits die Liste der möglichen Ziele eingrenzen?“ Michelle seufzte „Nun, selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Raubzug in New York und Umgebung statt findet und nicht in einer der andere hunderten von Millionenstädte auf der Erde und wenn ich von Kunstgegenständen ausgehe, deren Wert einen zweistelligen Millionenbetrag überschreitet, dann komme ich immer noch auf rund 60 Museen. Wenn es sich aber um Kunstgegenständen in Privatbesitz handelt, da fürchte ist unsere Liste nicht einmal vollständig da es ja keine Meldepflicht oder etwas ähnliches für wertvolle Kunstwerke gibt.“ Ezra blickte sie unzufrieden an. „Allerdings – ich habe mir überlegt dass es wohl eine Grund gibt, warum sie gerade JETZT zuschlagen.“ beeilt sich Michelle zu ergänzen.
„Vermutlich ist ihr Zielobjekt Teil einer temporären Ausstellung und wird sonst an einem nicht allgemein bekannten Ort aufbewahrt. Wanderausstellungen können wir wohl eher ausschließen, da es an den anderen Ausstellungsorten sicherlich ungefährlicher wäre zuzuschlagen. Ebenfalls Kunst-Installationen, sofern diese durch den Transport zerstört würden und Kunstgegenstände mit einem Gewicht über 20 Tonnen.“ „Wie viele Möglichkeiten bleiben nach diesen Annahmen?“ fragt Ezra „15!“ antwortet Michelle. „Sechs Museen im Umland von Central New York, vier Ausstellungen in Unternehmenszentralen, ein Kunstwerk steht als Dekoration auf dem Laufsteg bei einer Modenschau, die morgen statt findet, die Ausstellung alter Deneb-Kunst im Kubick-Museum, die Ausstellung „Kunst der Naturvölker verschiedener Planeten“ im Museum für interplanetare Kunst und die Ausstellung Erdkunst des 19. und 20. Jahrhunderts im New Guggenheim Museum. Und nicht zu vergessen eine Ausstellung zweier Kunstwerke im Gebäude des Präsidenten!“

„Gut gemacht, Michelle! Aber wir können nicht sicher sein, dass sie nicht doch ein ganz anderes Ziel haben! Nun, wir müssen ja irgendwo anfangen…“ antwortet Ezra. „Janis, informieren Sie den Polizeipräsidenten darüber, dass wir sichere Hinweise haben, dass ein Diebstahl innerhalb der nächsten 24-Stunden erfolgen wird. Er soll Sicherheitsalarm der Stufe 3 ausrufen und alles was Beine hat auf die Straßen schicken. Verkehrspolizei, Ordnungskräfte, alle sollen raus und die Augen aufhalten! Michelle, kümmern Sie sich um die Modeshow! Informieren Sie die Betroffenen, sprechen Sie mit dem Wachpersonal und machen Sie sich einen Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort. Lenar, Sie nehmen das Kubick-Museum! Michael, Sie nehmen die Naturvölker und Janis, Sie kümmern sich um das New Guggenheim!“ erklärt Ezra seine Truppe.
Janis ist etwas enttäuscht. Seit wann interessieren sich interplanetarische Kunstdiebe für so alte Erd-Gemälde, denkt er sich. Ezra sieht es wohl genauso und deshalb habe ICH das auch bekommen, denkt sich Janis.
 „Mathey soll weiterhin eingehenden Hinweisen nachgehen. J’hall – wir bekommen noch Verstärkung von zehn New Yorker Stadtpolizisten, bitte informieren Sie diese und setzen Sie sie für die Museen im Umland und für die Unternehmenszentralen ein. Und, J’hall, denken Sie daran, die kennen New York noch viel besser als wir, eventuell hat der Eine oder die Eine eine Idee, die uns weiterhelfen kann, oder etwas gehört, das sich als nützlich erweisen kann! Nutzen Sie Ihre Fähigkeit die Leute zum Reden zu bringen! Ich selber kümmere mich um das Präsidialgebäude. - Also los! Ich erwarte von allen wieder eine Rückmeldung in zweieinhalb Stunden!“
„Sollen wir nicht doch Joan kontaktieren?“ fragt Lenar. „Sie ist doch auch in New York unterwegs. Und Sie wissen doch um Ihr Talent, über die richtigen Hinweise zu stolpern. Schließlich hatte sie mich nur zufällig begleitet, als sie damals diese Pfirsichkerne gefunden hat!“ Ezra überlegt kurz. „Sie haben vielleicht Recht! Schicken Sie Ihr eine kurze Nachricht mit den wichtigsten Info’s. Aber erwähnen Sie nicht die möglichen Zielorte, Sie wissen warum!“ grinst Ezra. Lenar nickt nur und grinst zurück. Er hatte bereits zwei Aufträge zusammen mit Joan bearbeitet und kannte sie inzwischen recht gut. 
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 11. Oktober 2010, 17:10:39 Uhr
Ezra überlegt kurz. „Sie haben vielleicht Recht! Schicken Sie Ihr eine kurze Nachricht mit den wichtigsten Info’s. Aber erwähnen Sie nicht die möglichen Zielorte, Sie wissen warum!“ grinst Ezra. Lenar nickt nur und grinst zurück. Er hatte bereits zwei Aufträge zusammen mit Joan bearbeitet und kann sie inzwischen recht gut.
DANKE Moonact!!!
Also Joan bringt es vermutlich noch wirklich, für "einen guten Job" (ihhhh, welches Wortspiel) ihren Geburtstag sausen zu lassen.
 ;D
Liebe Grüße

Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 8. November 2010, 23:05:06 Uhr
Eine größere Gruppe von Kunst-Freunden mit unterschiedlicher Haut- und Haarfarbe und in die verschiedensten bunten Kleidern und Trachten gehüllt steht im Eingangsbereich des Museums. Betrachtet man die ungeduldig auf die Eröffnung der kleinen, aber feinen Ausstellung wartende Gruppe von weiter oben, so wirken sie wie ein farbenprächtiges Blütenmeer in Mitten des hauptsächlich in weiß gehaltenen Museumsgebäudes. Einige Saturier und mehrere Marsianer sind unter ihnen. Die meisten Besucher stammen allerdings aus den verschiedensten Ecken der Erde - einige Araber, mehrere Ehepaare aus Indien und China und einige Afrikaner in Landestracht und einige Menschen, deren ethnische Zuordnung nicht mehr direkt erkennbar ist. Die Mehrzahl der Anwesenden sind bedeutende Personen der New Yorker Kunstszene. Je mehr Personen eintreffen desto lauter wird das Stimmengewirr, das die mächtige Halle erfüllt. Zuletzt trifft noch eine kleine Gruppe Lyrianer als Ehrengäste ein. Äußerlich unterscheidet sie kaum etwas von den Menschen, nicht nur weil sie im Grunde wie New Yorker gekleidet sind.

Wann genau eigentlich der erste Kontakt zum Lyrianischen Reich stattfand, darüber streiten sich die Historiker. Es kursieren zahlreiche Geschichten – wohl mehr als Planeten zum Lyrianischen Reich und zu den Vereinigten Planeten zusammen gehören. Auch deshalb ist dies immer wieder Anlass für kleine Sticheleien, so auch in den Reden heute. Running Gag ist dabei längst die nie enden wollende Diskussion, wer eigentlich wenn „entdeckt“ hat. Aber vielleicht wird dieser einmal der längste Running Gage der Geschichte – zwanzig Jahre lang gibt es ihn immerhin schon und so richtig Ernst nimmt ihn auch keiner.

Die Hauptstadt des Reiches nennt sich übersetzt so viel wie Lyrian City und befindet sich auf dem gleichnamigen Planeten Lyrian. Lyrian war den menschlichen Astronomen schon im vorletzten Jahrhundert bei der Durchleuchtung des Weltalls auf der Suche nach Planeten aufgefallen: Aufgrund der Position im Lyrianischen Sonnensystem und der Zusammensetzung der Materie des Planeten vermutete man schon kurz nach der Entdeckung, dass er der vielleicht erdähnlichste Planet in „der Nähe“ sein könnte. Der Fund dieser „zweiten Erde“ war damals eine Sensation und beflügelte einige Jahrzehnte den Forscherdrang der Menschen, bis sie sich zunächst mehr der Umwandlung und Besiedlung der Planenten des eigenen Sonnensystems zuwendeten.

Tatsächlich ist Lyrian wie die Erde ein wunderschön schimmernder blauer Planet, etwa 20% größer als die Erde und genau wie diese hauptsächlich mit Meerwasser bedeckt. In diesem riesiger Meer gibt es zwei große, miteinander verbundene Kontinente in der gemäßigten südlichen Klimazone und viele kleinen Inseln in den Lyrianischen Tropen. Die Landmasse ist wesentlich kleiner als auf der Erde. Wohl deshalb haben sich auch nur zwei humanoide Rassen dort entwickelt – die Hauptrasse auf den Kontinenten und eine kleinere Population auf den Inseln. Aber genau das war zuerst eine Enttäuschung für den Expansionsdrang der Menschen gewesen – die „zweite Erde“ war „leider“ schon bewohnt! Und die Lyrianer entpuppten sich als gleichwertige „Brüder und Schwestern“ der Menschen mit einem ähnlichen Entwicklungsstand. Hatten die Lyrianer zwar schon weit vor der ersten Mondlandung der Menschen die beiden anderen Planeten ihres Sonnensystems als Lebensraum für sich entdeckt und besiedelt, so hatten sie doch erst nach den Erdmenschen begonnen, ihr Sonnensystem zu verlassen.

Mit den Jahren hat sich dank der Entwicklung immer neuer Antriebssysteme der Raumschiffe der Kontakt zwischen beiden intensiviert. Vor fünf Jahren waren dann die ersten regelmäßigen Raumschiffverbindungen zwischen Erde und Lyrian eingerichtet worden. Erste gemeinsame Unternehmen entstanden und auch der wissenschaftliche und kulturelle Austausch blüht. Beides wird nur von den beiden Regierungen eingeschränkt, die im jeweils anderen auch eine potentielle Bedrohung sehen. Wie zwei gleichstarke Brüder, die sorgsam darauf achten, dass der andere nicht zu mächtig wird. Und tatsächlich sind die Lyrianer und die Menschen der Erde wohl auch so etwas wie genetische Brüder, wie Captain Future und Prof. Simon bei einer wissenschaftlichen Exkursion festgestellt hatten – nämlich Kinder des untergegangenen Denebischen Reichs.

Die Ausstellung soll zwei Monate später nach Lyrian weiterreisen, um dort den Wissenschaftlern und Kunstexperten bei vergleichenden Studien der Kunstgeschichte von Erde- und Lyrianischer Kultur als Studienobjekte zu dienen. Speziell hierfür waren ein Dutzend  sonst der Öffentlichkeit nicht zugängliche Kunstwerke aus Privatbesitz zu dieser Sonderausstellung zusammengetragen worden.

Nach einigen längeren Reden wandern die Leute nun mit einem Glas französischen Champagner in der Hand den Bilder entlang. Die Lyrianer unterhalten sich besondere aufgeregt und stellen bei jedem Bild neue Parallelen zu Meisterwerken ihrer eigenen Malern fest.

Nur der kräftige Marsianer mit dem kantigen Gesicht bleibt stumm. Ihm sind die Lyrianer so gleichgültig wie die Menschen und die Kunstwerke. Farbkleckse und Striche auf Leinwand, wie kann man sich nur darüber so aufregen. Kunst – nein Kunst ist der Inhalt seiner kleinen Beutels den er unauffällig in der Innenseite seiner Sommerjacke versteckt hat. Ein breites Grinsen macht sich auf seinem Gesicht breit. Ihn interessiert nur eines der Bilder und als er es betrachtet, sieht er einen Haufen Geld und das riesige Labor, dass er sich dafür einrichten werden wird. Kleine technische Meisterwerke zu erstellen, dass allein interessiert ihn. Und wenn sein Verstand auch bei dem Verständnis von Humanoiden und ihren merkwürdigen Verhaltensweisen zu versagen schien, so macht ihm keiner etwas vor, wenn es um Nanokubernetik geht. Zum Ingenieurstudium hatte man ihn nicht zugelassen, man hielt ihn für nicht intelligent genug. Nun, mit dem Geld aus dem letzten Coup würde er sich ein Laboratorium errichten können, in dem er entwickeln kann wozu er Lust und Laune hat. Keine Chefs, keine Kollegen, keine stumpfsinnige Arbeit im Lager mehr. Vielleicht braucht er dann keinen dieser Menschen mehr zu begegnen, außer ein oder zwei Lieferanten natürlich. Eine Vorstellung, die seine Laune sichtlich hebt.

„Oh, gefällt Ihnen dieses Bild auch so sehr? Einfach genial diese Pinselführung, finden sie nicht“ stört ihn eine weibliche Stimme mit lyrianischem Akzent neben ihn. Der Marsianer nickt nur und spuckt unauffällig einen Kern hinter den Luftbefeuchtungskasten. Die Dame neben ihn hat es aber gesehen und blickt ihn vorwurfsvoll an. „Wie können Sie!“ Der Marsianer beugt sich herunter und murmelt etwas wie „Entschuldigung“. Er fasst in seine Beutel und holt sechs sehr kleine Gegenstände heraus. Vorsichtig setzt er sie in die Nähe der Öffnung, es dauert nur einen Moment. Dann tut er so, als würde er etwas aufheben und in seine Manteltasche stecken. Die Dame sagt „Gut so“.

Die sechs Gegenstände sehen wie sehr kleine Ameisen oder Wanzen aus und tatsächlich, sie fangen an sich in Richtung Öffnung zu bewegen und sind kurz drauf darin verschwunden ohne das jemand etwas bemerkt hat - kein Humanoid, keine Überwachungssystem. Und selbst wenn sie auf einer Überwachungskamera auftauchen würden, Insekten sind immer noch in New York eine wahre Plage. Der Marsianer platziert noch an fünf weiteren Stellen seine „Schützlinge“ und verlässt dann das Gebäude. Seine „Babys“ werden nun den größten Teil des Jobs für ihn übernehmen.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 9. November 2010, 14:14:01 Uhr
Hi Mooncat,
die Spannung steigt! [electrified]
Ebenso wie meine Ungeduld!  [poke2]
Liebe Grüße  ;)
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 7. Januar 2011, 10:19:29 Uhr
 :-[
Hatte jetzt eigentlich keine so lange Pause eingeplant

Aber da außer Johanna  :-* auch keiner drängelt...  [snore]

Nein, natürlich bin ich nicht in Winterschlaf verfallen... 

aber irgendwie finde ich diesen Winter nicht beonders inspirierent - schließlich denke ich mir ja einen Spätsommerspaziergang unsers Traumpaars in New York aus. Da haben auch Audio-CD's und Bildbände über New York noch nicht wirklich geholfen. Und das mit der Zeitknappheit ist auch nicht zuträglich.  :-[

LG
Mooncat
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. Januar 2011, 18:04:50 Uhr
also....irgendwie ist hier ja zur Zeit insgesamt nicht viel los. Aber vielleicht habt Ihr ja ein paar Ideen was unser Traumpaar so alles bei einem Spaziergang in New York machen kann. Was könnte denn "Joan's New York" sein? Für Ideen bin ich offen - allerdings garantiere ich nicht dafür das ich alle übernehm.  ;)  ...falls überhaupt hier jemand was dazu posten will...  :'(

Central Park Spaziergang und Lokal gab's ja schon im Forum...

Liebe Grüße
Mooncat
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Spacerancher am 12. Januar 2011, 21:22:23 Uhr
 :D Auch wenn sehr ruhig, ......wir sind noch da.....
Leider haben die meisten, so wie ich und Joan viel um die Ohren.

Ähm...... tja......also......ich habe meine Ideen von 'Joans New York' in meiner Geschichte eingebaut. 
[nono] Verraten wird nix !
Geschrieben ist sie seit drei Jahren ...nur noch nicht überarbeitet. Mir fehlt einfach die Zeit. (http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_17.gif)

Auch wenn Felixx, Johanna und ich ähnliche Einfälle haben.....die Stories sich irgendwie anlehnen..... kann ich meiner seits versichern, dass alles in meinem Teil auf meinem Mist gewachsen ist.

(http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_10.gif) Nur nicht den Mut sinken lassen....New York ist groß.....*grins*.

Spacy
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. Januar 2011, 18:35:00 Uhr
:D
Ähm...... tja......also......ich habe meine Ideen von 'Joans New York' in meiner Geschichte eingebaut. 
[nono] Verraten wird nix !
Geschrieben ist sie seit drei Jahren ...nur noch nicht überarbeitet. Mir fehlt einfach die Zeit. (http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_17.gif)

Auch wenn Felixx, Johanna und ich ähnliche Einfälle haben.....die Stories sich irgendwie anlehnen..... kann ich meiner seits versichern, dass alles in meinem Teil auf meinem Mist gewachsen ist.


Jaja, Spacy, also wenn's noch nicht veröffentlicht ist kann ich auch nicht dazu wenn MIR Ähnliches erinfällt. Mal sehen....ich hoffe doch das ich es schaffe VOR Dir zu posten... ;D

 [work]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Spacerancher am 13. Januar 2011, 19:46:43 Uhr

Zitat
Jaja, Spacy, also wenn's noch nicht veröffentlicht ist kann ich auch nicht dazu wenn MIR Ähnliches erinfällt. Mal sehen....ich hoffe doch das ich es schaffe VOR Dir zu posten... ;D

(http://smilies-smilies.de/smilies/lustige_smilies/griiiiinss.gif) Ich sagte ja......wir ticken manchmal gleich. Warum sollte es dir anders gehen, als Johanna, Felixx oder mir?!
Wir träumen alle den gleichen Traum!
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Felixx am 15. Januar 2011, 22:20:10 Uhr
Na dann mal los..... wir warten..... ;)

felixx
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. Januar 2011, 22:16:48 Uhr
Na dann mal los..... wir warten..... ;)

felixx

Ist in Arbeit, das nächste Teilchen steht schon im Entwurf, jetzt kommen noch ein paar kleine Änderungen (Thanks @ Johanna) und dann sollte ich es sehr bald posten können.

 [work] [work] [work]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Januar 2011, 16:47:47 Uhr
here we go:

Es ist späterer Vormittag als ein Pärchen Arm in Arm durch die Straßen des westlich-südlichen Manhattans, früher bekannt als Soho und Greenwich Village, schlendert. Ganz im Gegenteil zu Midtown und dem ehemaligen Financial District sind die Häuser an den meisten Nebenstraßen nicht höher als sechs Stockwerke. Die Straßen sind meist von ein bis zwei Baumreihen, manchmal auch Baumgruppen gesäumt. Anders als in den Hochhausschluchten von Midtown kann so die Spätsommersonne an vielen Stellen zwischen den Häusern hindurch auf die Straßen und auf das mal emsige mal geruhsame Treiben dort fallen. Viele Menschen hasten eilig um unser Pärchen herum. Andere scheinen genauso wie dieses Pärchen hierher gekommen zu sein, um durch die Straßen zu spazieren und ein paar freie Stunden zum gemächlichen Einkauf zu nutzen oder um einfach so die Zeit zu genießen.

Sowohl die Frau als auch der Mann sind beide jung und attraktiv, aber das ist auch das einzig ein wenig Auffallende an ihnen. Der Mann, schwarzhaarig und hochgewachsen, hat seinen Arm um seine blonde Begleiterin gelegt. Nahezu an jeder Ecke der Straße stehen mobiler Händler, die Spezialitäten zum Essen und Trinken aus allen Ecken der Erde und des Weltalls anbieten. Und so ist ein Spaziergang durch diese Straßen wie ein Geruchsreise durch die ganze von den Menschen bewohnte Welt. „Riecht das nicht herrlich hier!“ sagt die Frau zu dem Mann. „Da bekomme ich gleich wieder Hunger! Lass uns mal dies hier probieren!“ ergänzt sie und geht zielstrebig auf einen der Händler zu.  Der Verkäufer bietet Ihnen eine seiner Spezialitäten an, einen gegrillten marsianischen Krabbenspieß der auf einem besonders großem Chicoree-Blatt mit einer Sauce gereicht wird. „Gesundheit die schmeckt“ preist der Verkäufer seine Ware an. Die junge Frau nickt kurz und reicht dem Händler Geld und erhält zwei Chicoree-Schiffchen mit Spieß. „Das MUSST Du kosten, Curtis!“ und reicht ihm eine Portion. „Rate mal aus was die Sauce gemacht ist.“ Der junge Mann zögert kurz, aber dann taucht er eine marsianische Krabbe in die Sauce ein. Er probiert – und lächelt. „Hmmm…ja sehr lecker! Aber Joan, gesund- nu ja, ich schmecke neben Olivenöl, einigen Kräuter und etwas Seealge auch noch einen Schuss guten alten irdischen Cognacs!“ Joan lacht „Gratulation! Du bist ja ein richtiger Feinschmecker! Aber weißt Du, Ezra würde den Cognac wohl für die einzige gesunde Komponente des Essens halten…“

Während sie die restlichen Krabben essen, beobachten sie einen Mann mittleren Alters, der aus einem Laden in die Mitte der Straße geht und einen „SlowMoCad“ mit Einkauftüten belädt. Der SlowMoCad – wie die New Yorker ihr Gefährt liebevoll-spöttisch getauft hatten - erinnert ein wenig an einen zu klein geratener, schleichender Einkaufswagen (Caddy). Er wird elektrisch betrieben und fährt nicht schneller als 15 Stundenkilometer – was ihm schnell nach seiner Einführung den „Vornamen“ Slow Mo – Slow Motion einbrachte. Es ist das einzige in diesen Straßen zugelassene Gefährt zur Fortbewegung. Der Mann, ein nicht unattraktiver Erdmensch und wie ein Banker gekleidet, lässt einen Sitz für sich ausfahren, setzt sich hinein und weißt auf der Displaykarte in seiner Sitzlehne dem Gefährt seine Zieladresse mit einem Fingertippen zu. Daraufhin setzt sich das Gefährt ganz langsam in Bewegung und folgt dabei unsichtbaren Linien in der Mitte der Straße.

Joan und Curtis sehen dem Mann ein wenig in Gedanken versunken nach. Doch als Joan ihre letzte Krabbe verspeist hat, beginnt sie wieder damit Geschichten über die Straßen, Häuser und ihre Bewohner und über die Läden und ihre Besitzer zu erzählen. So manches sind Geschichten, die ihr Sarah Hastings vom Ordnungsdienst erzählt hat. "Sarah weiß alles über diese Stadt“.  Joan erzählt mit hörbarem Stolz in der Stimme über „ihr“ New York. „Ist das nicht herrlich hier, Curtis! Mitten in New York und doch hat das Ganze etwas Dörfliches!“ Sie zeigt auf die Gebäude vor ihnen „Schau Dir all diese Gebäude an, sie sehen alle aus wie aus dem 20ten und 21ten Jahrhundert! Das gilt für die ganze Gegend hier im westlichen Manhattan. Alles südlich von Midtown und bis zum ehemaligen Financial District. Das was wir heute Southwest Village nennen.“

„Weiß Du, nach der großen Welle hat man eine Bauvorschrift eingeführt, die bestimmt, dass von den noch stabilen Gebäuden zumindest die Fassaden erhalten bleiben müssen.“ Fährt Joan mit ihrem Vortrag fort „Und neue Gebäude – wie das hier links – müssen äußerlich an die vorhandenen historischen Bebauung angepasst werden. Und dies gilt immer noch, nach alle der Zeit! In der King Street zum Beispiel sind fast alle Gebäude in den letzten Jahren saniert oder neu errichtet worden, aber es wirkt, als hätte es dort schon immer so ausgesehen! Lieder habe ich nur selten Zeit genug, einmal all die interessanten neuen Bekleidungsgeschäfte dort zu durchstöbern. Das hatte ich mir eigentlich für heute vorgenommen...“ Curtis, der das Universum durchreist hatte, war allerdings bis zu diesem Augenblick noch nie mit einer Erdenfrau Shoppen gewesen, und so antwortet er sorglos auf Joans Bemerkung: „Nun, es gibt keinen Grund warum wir das jetzt nicht zusammen machen können! Schließlich ist es Dein Geburtstag!“ Joan strahlt ihn an. „Aber vorher gehen wir noch an der nächsten Ecke in die kleine Galerie und dann machen wir noch kurz Rast in meinem Lieblingspark bei dem Denkmal für die Opfer der großen Welle.“

Ende des letzten Jahrhunderts hatte ein Tsunami große Teil der Nordamerikanische Westküste zerstört. Auch New York war nicht verschont geblieben. Nach der großen Welle, die trotz Warnung viele hundert Tote gekostet hatte, stand die Stadt wochenlang meterhoch unter Wasser. Danach erwies es sich, dass nicht jedes Gebäude und jedes Hochhaus so stabil war wie gedacht, so manches Gebäude schien wie auf Sand gebaut. Aber die New Yorker nutzen wieder einmal die Katastrophe als Chance. Als Chance Ihre Stadt nicht nur an vielen Stellen neu aufzubauen sondern städteplanerisch neue, zukunftsweisende Wege zu gehen.

In Midtown und anderen Gegenden entstanden neue Hochhausschluchten, allerdings war die Gestalt der Hochhäuser nicht mehr nur Ergebnis von architektonischem Ideenreichtum und funktionellem Anforderungen, sondern Gebäude und Straßenaufbau mussten sich nach den Vorgaben der Kleinklimamodelle der Stadtplaner richten. Die Straßen selber wuchsen auch in die Höhe. Nach Einführung der Gleiter entstanden durchsichtige Hochstraßen auf verschiedenen Ebenen nur für den Gleiterverkehr und die Hochhäuser erhielten Parkplatzetagen und ganze Stockwerke wurden zu luftigen Eingangsbereichen von Geschäften. Verwaltungsgebäude haben zumeist ihren Park- und Eingangsbereich auf dem Dach.

Die ebenerdige Straßen gehören aber auch hier den Fußgängern. An manchen Stellen sind Laufbänder in die Straße eingelassen, Rolltreppen führen zu den U-Bahn-Eingängen, die man wieder aufgebaut hat. Und es gibt seit den Zeiten nach der „großen Welle“ die SlowMoCads – die „schleichenden Einkaufswagen“ -  für den „kleine“ Transport innerhalb Manhattans.

Als sie am Denkmal vorbeigehen sagt Joan: „Du weißt sicher, wie es kommt das trotz der Zerstörung damals New York Hauptstadt wurde?“ Ohne auf eine Antwort zu warten fährt sie fort: „Früher war die USA DIE Weltmacht  und New York DIE Boomtown der Erde. Aber auch schon vor der großen Welle hatten bereits die asiatische Staaten uns längst auf die Plätze verwiesen. Der Financial District verlor an Bedeutung, der Puls der Weltwirtschaft war längst auf anderen Kontinenten stärker zu spüren. Aber nach der großen Welle hatten die New Yorker die Zeichen der Zeit erkannt und gaben  den United Nations mehr Platz und ganz neue Gebäude.  Damit wuchs New York immer mehr in seine neue Funktion als politische Hauptstadt der Welt. Als dann die Staaten der Erde sich enger zusammen schlossen, änderte sich dieses nicht, im Gegenteil! New York - die Stadt, die aus Katastrophen immer gewandelt und gestärkt hervorging. Die Stadt, in der Menschen aus allen Erdteilen und später auch von allen bekannten Planeten sich nieder ließen. Welche andere Stadt auf der Erde repräsentiert auf kleinstem Raum so sehr die Erde und die anderen Planeten mit all ihren vielfältigen Kulturen? Welche andere Stadt als New York hätte sich wohl besser als Hauptstadt der Vereinigten Planeten geeignet?“ Keine, davon war Joan überzeugt.

 „Hörst Du mir überhaupt zu?“ fragt Joan ihren Begleiter plötzlich. Curtis bleibt stehen, lächelt und schaut sie an. „Ja das tue ich. Sogar sehr gerne!“ „Wirklich?“ fragt Joan etwas verlegen. Joan hat mit solcher Begeisterung von ihrer Heimatstadt erzählt, dass sich ihren Wangen gerötet haben. Ein Sonnenstrahl fällt auf Joans Haar und es leuchtet wie Gold. Curtis kann nicht widerstehen, er streicht sanft über ihre Haarsträhne. „Ja, vor allem liebe ich es Dich anzusehen. Ich liebe das Strahlen in Deinen Augen, das Rot auf Deinen Wangen wenn Du aufgeregt bist und es ist mir egal, dass Du mir Dinge erzählst, die ich zum großen Teil schon kenne.“ denkt sich Curtis. Aber statt etwas zu antworten zieht er sie sanft näher an sich heran und küsst sie zärtlich und lange. Bis ein Geräusch aus dem Gebäude rechts neben ihnen zu hören ist. Beide schauen hoch in die Richtung aus der das Geräusch gekommen ist. Ein ältere New Yorkerin hat die beiden aus ihrem Fenster beobachtet und - applaudiert! Joan und Curtis schauen sich an und müssen laut lachen.
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. Januar 2011, 00:11:51 Uhr
Ezra kommt gerade aus dem Präsidialgebäude zurück und betritt erneut den Konferenzraum, der als Krisenzentrum dient. Nur Mathey ist außer ihm da, die anderen seiner Leute sind noch unterwegs. Schlechtgelaunt lässt er sich in einen der Konferenzsessel fallen und brummt ein "Hallo Mathey" vor sich hin. Ezra weiß, es sind wertvolle Stunden vergangen in denen sie anscheinen keinen einzigen kleinen Schritt voran gekommen sind. Die Diebesbande würde nicht mehr lange warten, wenn sie nicht schon in Aktion waren! "Es ist zum Mäusemelken" denkt sich Ezra und stößt eine leisen Seufzer aus.

Das Präsidialgebäude war ein glatter Reinfall. Denn das Ausstellungsstück war doch tatsächlich auf dem Weg in ein Gewässer gefallen. Und dummerweise stellte sich dabei heraus, dass das Kunstwerk nicht wasserfest war. Es hatte sich einfach im See in seine Bestandteile aufgelöst! Ezra hatte sich bei dieser Nachricht das Lachen kaum verkneifen können.

Die ganze Riege der Diplomaten und Berater schwirrten wie aufgescheuchte Bienen durch die Gänge und versuchten politischen und sonstigen Schaden für den Präsidenten und alle Beteiligte abzuwenden. Bald würde keiner mehr verhindern können, dass diese Nachricht in allen Fernseh- und sonstigen digitalen Newskanälen läuft. Raumschiff- oder Flugzeugabsturz und Verbrennen- das könnte man verkaufen. Aber auflösen! Man muss dringend ein Konzept erarbeiten, wie man die Nachricht veröffentlich kann, ohne das gleich alle Beteiligten - und das waren viele - vor der Öffentlichkeit als vollendete Idioten dastehen. Wenn nun auch noch eine Diebesbande die Weltraumpolizei und damit die Regierung vorführen würde, nicht auszudenken!

Ezra ruft auf dem Monitor die Zwischenberichte seiner Mitarbeiter ab. Nichts! Nichts was einer heißen Spur auch nur nahe kämen. Ezra atmet tief ein und aus um sich zu beruhigen und geht im Kopf noch einmal die Fakten durch:

"Michelle berichtet kurz, dass die Kunstwerke mitten auf dem Laufsteg der Modenschau stehen, auf der noch bis in die Nacht hinein verschiedene Kollektionen der namhaften New Yorker Designer gezeigt wurden - unter der wachsamen Beobachtung von 20 Webcams und drei Fernsehkameras und im Blitzlicht der Kameras einiger hundert Besucher. Nun DAS traute er der Diebesbande nun nicht zu....oder gerade doch?

Lenar hatte das Kubick-Museum informiert. Das Wachpersonal war verdoppelt worden. Allerdings waren auch hier alle Kunstgegenstände über eine kostenpflichtige Webside ständig online sichtbar - dreidimensional! Mathey hatte bereits eine Verbindung zu den Cam-Bilder in den Konferenzraum erstellt. Wenn dort etwas geschehen würde, würden sie es also live sehen! Oder auch nicht...

Und von den anderen kam noch weniger Aufschlussreiches - Gefahr erkannt, Wachpersonal verstärkt, keine Hinweise auf verdächtige Veränderungen...

Mathey's Funde hatten ihnen bisher keine weitere Information liefern können. Ich habe doch eine Übersichtsliste der Fundstücke mit genauen Darstellungen an Professor Simon geschickt, der müsste doch langsam etwas dazu sagen können" denkt sich Ezra und öffnet einen Visorkanal zu Mondbasis.
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 18. Januar 2011, 00:19:48 Uhr
Hi Mooncat,
Lob und Anerkennung!
Sehe unser Pärchen förmlich vor mir...
Hi, hi CF wird sich noch den Herrscher von Megara zurück wünschen, wenn Joan mit ihm shoppen war...
GRINS!
Alles Liebe
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. Januar 2011, 23:35:33 Uhr
by the way...ich war noch niemals in New York....  8)

aber mittels Google StreetView, Karten und digitalen Audioreiseführern und einer Menge Fantasie habe ich nun mein Future-New-York kreiert. Ich hoffe es gefällt Euch.

Also ich kann schneller oder langsamer zum Höhepunkt der Geschichte kommen - aber ich habe da auch noch ein paar Ideen für das Zukunftsgesicht New Yorks im Kopf. Und Shoppen mit Joan und Curtis.... mehr davon oder nur was mehr Action oder weniger oder... ?
Please vote here - nun ja, ein kleiner Kommentar wäre nett!

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/ditzy.gif)

LG Mooncat



Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 20. Januar 2011, 16:34:24 Uhr
Hi Mooncat,

vielleicht kann man ja einen vagen Shopping-Eindruck (Joan im Shopping-Rausch und ein verzweifelter Blick von Curt) mit einem Action-Event (Überfall oder ähnliches) kombinieren?
(Wobei ich den beiden einen ungestörten Abend gönnen würde...) :-*

Liebe Grüße

Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Nemo am 20. Januar 2011, 21:21:08 Uhr
vielleicht kann man ja einen vagen Shopping-Eindruck (Joan im Shopping-Rausch und ein verzweifelter Blick von Curt) mit einem Action-Event (Überfall oder ähnliches) kombinieren?

Sowas in der Art hätte ich auch vorgeschlagen.  ;D Ich geb zu, ich habs nicht so mit Schmusealltagsgeschichten, dafür umso mehr mit Mystik und Abenteuer. Einen Shoppingbeutel schleppenden Captain Future vermag ich mir auch nicht so vorzustellen (es sei denn, sie wollen Baumärkte und Elektronikfachhandel unsicher machen [rolllaugh]).

Aber wenn's denn nun Shoppen sein muss - dann auf jeden Fall Schuhe. Klarer Fall. ;D In meinem Tanzforum wird gerade mal wieder vor Schuhfetischisten gewarnt, deshalb - wie wäre es, wenn so ein Typ Joans Schuhe klaut, und danach noch sie selbst? Und nach einer rasanten Verfolgungsjagd durch die Straßenschluchten findet man sich entspannt im New Yorker Nachtleben wieder zusammen.  [knuddeln]

Oder noch viel besser, ein weiblicher Fan hat Captain Future erkannt und klaut ihm seine Schuhe unter dem Allerwertesten weg, während er neue anprobiert. Verfolgen - oder lieber ziehen lassen?? [naughty]

Ansonsten denke ich beim Thema Shoppen eher an sowas: http://www.wat.tv/video/abba-head-over-heels-2005-1g3bu_2i3qx_.html

Liebe Grüßelis,
Nemo
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 21. Januar 2011, 15:10:40 Uhr
Hi Twister-Sister

So und nun stelle ich mir für eine zünftige CF-Shopping-Tour lieber einen schönen geräumigen Baumarkt oder besser: Einen Pimp-up-my-Starship-Markt vor, sofern es sowas in der Zukunft gibt :)
[rolllaugh]
Brüll vor Lachen - DAS könnte ich mir echt am Besten vorstellen:
CF im Shopping und Bastelrausch für die Comet... (und Joan rollt mit den Augen)
Huahaha! Ich geh kaputt!
(Vielleicht baut er in die Comet ja ein Kingsizebett ein...)
Eine grinsende Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Nemo am 21. Januar 2011, 19:06:10 Uhr
Einen Pimp-up-my-Starship-Markt
JA !! [jump] Dat isset!  [rolllaugh]
Gebe hiermit mein Voting ab. (Sorry Mooncat, Du hast es so gewollt...)  ;D

Mitgrinsend,
Nemo [naughty]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 22. Januar 2011, 00:52:50 Uhr
Klasse, endlich mal Antworten!! Und so tolle Ideen!!!  (http://www.smilies.4-user.de/include/Optimismus/smilie_op_013.gif)

Pimp-up-my-Starship-Markt    (http://www.smilies.4-user.de/include/Huepfen/smilie_hops_142.gif) 

also so ganz kriege ich das nicht hin, passt da weder so ins Zentrum von New York noch in meine Storyline.......wenn ich das mit einer meiner Ideen für ein CF-passendes Geschäft "kreuze"...(war vielleicht eine etwas biedere Idee die ich jetzt dank Eurer Ideen vielleicht etwas up-pimpen kann)  ;D

Vielleicht hebe ich mir das aber auch für jemanden anderen auf, ich weiß auch schon für wen   ;D
Schließlich ist da ja noch jemand unbeschäftigt.
Und dann laufen sich vielleicht auch genau da ein paar Personen immer wieder über den Weg...
unverhofft kommt oft....


Schuhe? Nun ja ich HASSE Schuhe kaufen und deshalb mag meine Joan das auch nur eingeschränkt...hmmm  (http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_169.gif)

Also das mit dem Überfall in New York hatten wir doch schon, nee neee...aber vielleicht...nun ja..  ;D ;D ;D  Abwarten und Tee trinken!!!!  8)

Außerdem findet noch ein tiefgründiges Gespräch zwischen beiden statt .... sicherlich nicht im Schuhgeschäft...oder vielleicht gerade da...na also eher nein....

Aber auch die Action bahnt sich ja schon ihren Weg....
Ungestörter Abend? - also Johanna-  nicht an diesem Abend...aber vielleicht im Morgengrauen...weiß noch nicht ob ich es ihnen gönne....

Weitere Anregungen?
 ;) ;) ;)

wie könnte zum Beispiel eine SiFI-Achterbahn aussehen und funktionieren? Mondaufzüge und Kurven um die Planeten sind ausgenomme, sollte schon was "Irdisches" sein? Etwas im Stile des uns allen bekannten Weltraumzirkus....

Mal sehen...ich hoffe ich habe bald Zeit was aufzuschreiben aber bis Mitte Februar bliebt's bei mir zeitlich ziemlich "angespannt"...

LG
Mooncat

(http://)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Januar 2011, 17:04:09 Uhr
(http://www.smileygarden.de/smilie/Autos/9.gif)

Wisst Ihr an was ich dabei denken muss? Da gabs doch mal so einen Film (ich meine mit Til Schweiger) in dem der bzw. die Protagonisten in eben so einem riesigen Laden einkaufen gingen. Der "Laden" hiess glaube ich D&W und der Film Manta Manta. Bin mir aber nicht mehr sicher. Jedenfalls waren die Einkaufswagen in denen man seinen Krempel packen konnte auch dementsprechend "aufgepimpt" in Form eines Sportflitzers. Zu komisch. Nun übertrage man dieses Bild auf die Geschichte von Mooncat. Hach... das wärs :)  ;D

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/cheerful.gif) @ Twisi-Nachteule

OK, ich bin schon überredet. Ich schicke jemanden in einen gewissen Mega-Store einkaufen...allerdings NICHT unsere beiden. Aber lasst Euch überraschen....

(http://www.smileygarden.de/smilie/Autos/213.gif)

 
Aber Achterbahn und Zirkus? Hm.... knifflig....  ???

In USA passt das gut zusammen, insbesondere in New York (ich meine sowas in CSI NY gesehen zu haben...aber vieleicht stimmt das ja gar nicht - ich war ja noch nicht da...  ::) ) Der Zirkus hat in der Weltraumsteine-Geschichte im Animee in einem Gebäude stattgefunden, dass mich an eine Mischung von mehrarmigen Kerzenleuchter und geschlossenen Gläsern erinnert. Soll aber auf der Erde sein (Otho zu Curtis: "War eine gute Idee auf der Erde einen Bescuh abzustatten") Ich muss mal nachlesen wie das im Buch beschrieben ist. Hmmm aus CSI (Vegas) weiß ich das da eine Achterbahn an den Hotels ist und sowas gibt es auch an Formel1-Rennstrecken.

Ich fürchte aber das alles zu beschreiben würde zu sehr von eigentlichen Handlung ablenken. D.h. ich hebe mir den NY-Vergügungspark für etwas später auf....

Wie wäre es eigentlich mal mit einem Friseur-Besuch? Ich meine... immer nur blond zu sein... wie wäre es mal mit neuer Frisur oder Farbe? Man nehme sich da mal ein Beispiel an N'rala.

Hmmm. Ein Friseurbesuch ist für Zweisammkeit nicht so der Bringer. Muss ja nicht gleich eine Farbänderung sein, also...mal sehen.
(http://smilies-smilies.de/smilies/verschiedenes_smilies/frechesmaedchen.gif)


Joan und Wellness - da habe ich schon ein paar Ideen für einen späteren Teil der Geschichte. Ein Tag ist einfach zu kurz... ;D

Weitere Anregungen?
Und vergesst dann nicht zu posten wie Euch meine Umsetzung der Ideen gefällt....
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Felixx am 23. Januar 2011, 19:28:51 Uhr
Vielleicht sollte es auch etwas total Exotisches da geben, irgendwas so angefahrenes wie in
"Das fünfte Element"? ???
"Schönheitskorrekturen to go"......ok, das gibt es schon, aber so was Abgefahrenes wär schon toll und zu sehen, wie unser Held auf diese schrägen Angebote reagiert.


felixx
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 23. Januar 2011, 20:12:22 Uhr
Hi zusammen!
Also ich finde, nichts passt so gut zum Thema "Zweisamkeit" wie ein gemeinsamer Besuch beim Juwelier. Ich denke der Junge hat Kohle genug und geizig ist er auch nicht! Es muss ja nicht gleich ein Verlobungsring sein - eine schöne Kette oder ein Armband tut es auch!
(Diamonds are a girls best friend...) ;D
Schmuck hat auch immer etwas Romantisches. Da würde Joan sich bestimmt freuen! :-*
Vielleicht hat sie aber bereits etwas in Auftrag gegeben - für IHN!
Das wäre doch mal was Neues!
Würde auch zu einer modernen selbstbewussten Frau wie Joan passen! [angel]

Alles Liebe
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Januar 2011, 22:25:11 Uhr
Ansonsten denke ich beim Thema Shoppen eher an sowas: http://www.wat.tv/video/abba-head-over-heels-2005-1g3bu_2i3qx_.html

Hey wie geil ist das denn! Das Video kannte ich gar nicht und hab mich weggerollt...[rolllaugh]
Und festgestellt das ich damals den Text des Liedes gar nicht richtig begriffen habe - meine Englischkenntnisse damals sind - nett ausgedrückt - wohl eher als sehr rudimentär zu bezeichnen....  ;D
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Januar 2011, 23:36:34 Uhr
Also ich finde, nichts passt so gut zum Thema "Zweisamkeit" wie ein gemeinsamer Besuch beim Juwelier. Ich denke der Junge hat Kohle genug und geizig ist er auch nicht! Es muss ja nicht gleich ein Verlobungsring sein - eine schöne Kette oder ein Armband tut es auch!
(Diamonds are a girls best friend...) ;D
Schmuck hat auch immer etwas Romantisches. Da würde Joan sich bestimmt freuen! :-*
Vielleicht hat sie aber bereits etwas in Auftrag gegeben - für IHN!
Das wäre doch mal was Neues!
Würde auch zu einer modernen selbstbewussten Frau wie Joan passen! [angel]

nicht zu vergessen, die beiden haben noch eine gemeinsame Abendveranstaltung vor sich  ;D
Was liegt da näher... als Weltraum-Champus ;D  oder oder und....
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Januar 2011, 23:43:05 Uhr
Vielleicht sollte es auch etwas total Exotisches da geben, irgendwas so Abgefahrenes wie in
"Das fünfte Element"?
felixx

(http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_19.gif)
Was genau meinst Du? Welches Abgefahrene in das 5. Element meinst Du genau?
*kommt jetzt gerade nicht mit*
 (http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_04.gif)

Hört sich aber nach ner guten Idee an...also? Klärst Du mich auf oder lässt Du mich dumm sterben?  ;)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Felixx am 24. Januar 2011, 18:26:00 Uhr
Zitat
Hört sich aber nach ner guten Idee an...also? Klärst Du mich auf oder lässt Du mich dumm sterben?     

Kommt drauf an..... ;D... was zahlst du?!  ;)

Zu dem "Fünften Element": So genau habe ich es nun auch nicht mehr im Kopf, ich fand bloß diese Welt, die da von Besson entworfen wurde so quietschbunt und aufregend, dass man richtig Lust bekam, da auch mal mit mischen zu können.
Besonders die Mode, war die nicht von Gaultier, war zum Schreien!
Irgendetwas, was es so noch nicht gibt, darf es doch dann dort geben.


felixx
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 25. Januar 2011, 12:39:18 Uhr
quietschbunt und aufregend
Besonders die Mode, war die nicht von Gaultier, war zum Schreien!
Hmmm. Also skurrile Mode...ok. Oder was meinst Du?  ???
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Januar 2011, 17:14:18 Uhr
Einen Pimp-up-my-Starship-Markt vor, sofern es sowas in der Zukunft gibt :)

ok ok Ihr habt es so gewollt. Hier der erste Teil von Otho's Einkauf in eben solchem:  ;D ;D ;D


 Zur selben Zeit wieder im Stadtteil Queens kreist Otho mit seinen Gleiter in der Parkebene eines großen Kaufhauses. Otho war überzeugt, dass in der Reihenfolge des Eintreffens ER eigentlich an der Reihe gewesen wäre und nicht dieser seltsame Marsianer. „Der ist doch gerade erst hier eingetroffen, lange nach mir!“ Trotzdem bekommt der Marsianer den nächsten Parkplatz zugewiesen. Otho, immer noch in der Verkleidung als Saturier, flucht heftig. Die Frau im Gleiter links neben ihm scheint es zu hören und erschrickt. Otho muss grinsen. Aber nur kurz, denn er kreist hier auf den beiden Parkebenen schon gefühlte Stunden vergeblich herum. Da endlich – rechts hinten in der zweiten Ebene – fliegt ein anderer Gleiter weg und ein weiterer Parkplatz wird frei. Und tatsächlich – Otho’s Gleiter bekommt die Freigabe vom Parkleitsystem für diesen Platz.
Trotzdem - Otho ist langsam genervt. So viele Leute! Warten, warten, warten…wie kriegen Joan und Ezra das nur fertig hier zu überleben ohne in einer der Warteschleifen zu verhungern??? Otho freut sich bereits darauf, wieder auf die Mondbasis mit seiner überschaubaren Einwohnerzahl - und OHNE Warteschlangen - zurück zu kehren. Otho öffnet die Tür seines Gleiters. In Sekundenschnelle rauscht ein seltsames Ding auf ihn zu, das aussieht wie eine Mischung aus einem Miniaturraumschiff und einem Roboter mit Transportkorb. Es ist eine Art Einkaufswagen mit Stehsitz.

Der „Kopf“ ist ein Anzeigetablett auf dem ein entfernt weibliches Gesicht mit der Hautfarbe einer Saturierin erscheint und Otho anlächelt. „Willkommen in Spacerider’s Dreamland! Wir bieten Ihnen alles was Sie zum Tunen Ihres Raumschiffes und zur Vorbereitung Ihres nächsten Weltraumtripps benötigen. Selbstverständlich können Sie fast alles davon auch für Ihren privaten Gleiter oder Ihrem Spacejumper nutzen!“ Ein kurzes Musikstück erklingt.  „Wir machen Ihre Träume wahr, Sie werden sehen!“ Das Gesicht lächelt. Ein glockenähnlicher Ton erklinkt. „Mit welchem Zahlungsmittel wollen Sie zahlen?“ Die Stimme zählt einige Zahlungssysteme auf. „Zahlung mit Bargeld jeglicher Währung oder Wertsachen ist leider nicht möglich! Bitte schieben Sie zuerst Ihre Zahlkarte in den Schlitz an meinem Bauch“. Otho tut wie ihm geheißen. „Nochmals willkommen Mr. Newton! Ich hoffe Sie haben viel Spaß bei Ihrem Einkauf im Spacerider’s Dreamland!“ Wieder ertönt der Jingle. „Bitte setzen sie sich auf den Steuersessel, Ihr Einkaufsraumschiff hebt gleich ab zum Traumflug durch Ihr Einkaufsparadies!“ Otho setzt sich. Daraufhin gleitet der Einkaufswagen durch die Parkebene hin zu dem Eingang des Kaufhauses, der wie eine Weltraumschleuse aussieht. „Besser als diese Dinge die wohl fliegende Teppiche ähneln sollte beim letzten Laden. Dort musste man dann durch solche Tücher hindurch - unangenehm war das"“ denkt sich Otho, als er wie bei einer etwas zu langsamen Achterbahn in das Kaufhaus hingleitet. „Nur“ fragt sich Otho „was um Himmel’s Willen ist eigentlich ein Spacejumper? Und hoffentlich haben die hier endlich was wir brauchen...“
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 26. Januar 2011, 17:21:42 Uhr
Huahaha...
Und ich dachte immer die Future-Crew macht alles in originaler Handarbeit - echt selbst hergestellt von der Schraube bis zum Zykloton!
Und wie leichtsinnig OTHO Curts´ Kreditkarte zu überlassen...
Es scheint dann ja kein Geldmangel im Hause Newton zu herschen ;D :-\ ::)
Alles Liebe
Johanna
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Januar 2011, 17:37:58 Uhr
jetzt dürfte Ihr bestimmen wie kurz oder lang die kleine Side-Story "Otho im pimp-up-my-starship-store" wird. Bitte dazu im der Umfrage oben voten....  [needhelp]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Spacerancher am 26. Januar 2011, 21:42:36 Uhr
Zitat
Also ich finde, nichts passt so gut zum Thema "Zweisamkeit" wie ein gemeinsamer Besuch beim Juwelier. Ich denke der Junge hat Kohle genug und geizig ist er auch nicht! Es muss ja nicht gleich ein Verlobungsring sein - eine schöne Kette oder ein Armband tut es auch!
(Diamonds are a girls best friend...) ;D
Schmuck hat auch immer etwas Romantisches. Da würde Joan sich bestimmt freuen! :-*

(http://www.smilies.4-user.de/include/Verlegen/smilie_verl_057.gif) Ähm.....*Ich trage dich in meinem Herzen* vom 10. April. 2009

Etwa eine Stunde läuft er durch die Straßen, bis sein Blick in einem Schaufenster, eines Juweliers hängen bleibt. Ohne zögern geht er hinein und kommt bereits nach wenigen Minuten mit einer kleinen Schachtel wieder heraus. Zufrieden kehrt Curt in sein Penthouse zurück.
Dort angekommen, legt er das kleine Geschenk auf Joan´s Kopfkissen und setzt sich mit einem wissenschaftlichen Buch in den Wohnraum.

(http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_06.gif) ...oder vom 13. Juni. 2009 
Am nächsten Tag bummeln die beiden wieder durch die Stadt. Langsam findet Curt gefallen daran, die Leute zubeobachten und zu analysieren. Joan amüsiert sich über ihn. Er kommt ihr vor wie ein kleiner Junge, der zum ersten Mal mit in die Stadt darf.
Vor einem Schaufenster eines Juweliers bleibt Joan plötzlich stehen. Curt der sie an der Hand hält, verrenkt sich fast dem Arm.
„Hast du etwas entdeckt, mein Herz?“
„Ja, sieh mal, diese Ringe, sind sie nicht wunderschön.“
„Laß uns hineingehen. Dann kannst du sie dir besser ansehen.“
Schon zieht er sie hinter sich her in das Schmuckgeschäft hinein.
Der Juwelier begrüßt sie erfreut.
 „Guten Tag. Wobei kann ich behilflich sein?“
„Meine Verlobte interessiert sich für die Hochzeitsringe in ihrer Fensterauslage.“ gibt Curt freundlich zurück.

Zitat
(http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_19.gif)
Was genau meinst Du? Welches Abgefahrene in das 5. Element meinst Du genau?
*kommt jetzt gerade nicht mit*
(http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_04.gif)
 

(http://www.smilies.4-user.de/include/Frech/smilie_frech_046.gif) .... am besten ansehen. (http://www.smilies.4-user.de/include/Alien/smilie_alien_061.gif).....das muss man einfach mal gesehen haben.

(http://www.smilies.4-user.de/include/Alien/smilie_alien_066.gif) Spacy
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Januar 2011, 22:19:27 Uhr
(http://www.smilies.4-user.de/include/Verlegen/smilie_verl_057.gif) Ähm.....*Ich trage dich in meinem Herzen* vom 10. April. 2009

.... am besten ansehen. (http://www.smilies.4-user.de/include/Alien/smilie_alien_061.gif).....das muss man einfach mal gesehen haben.

(http://www.smilies.4-user.de/include/Alien/smilie_alien_066.gif) Spacy [/size]

Also Spacy, ich bemühe mich Dich nicht zu kopieren und neue Ideen reinzubringen.....ich habe das 5. Element  zweimal gesehen aber die Mode fand ich schrecklich und habe sie verdrängt......*hab Erbramen mit mir*
 
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 27. Januar 2011, 09:31:59 Uhr
Liebe Mooncat,

herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
 [birthday] [biggrinparty] [partytime] [partysmiley]
Mach Dir einen schönen Tag und vergiß Dein [biggringift] nicht!
Freue mich schon auf heute Abend [musicnote] wir werden schön feiern! [party]  [stars]
Alles Liebe [flower]
Deine Johanna
[jump]
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Januar 2011, 13:38:49 Uhr
(http://smilies-smilies.de/smilies/lustige_smilies/lustig27.gif)
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Nemo am 27. Januar 2011, 19:20:21 Uhr
Ich schließe mich an, alles Liebe zum Geburtstag, Mooncat! Lass Dich hochleben, feiere schön mit Johanna und gönne Dir eine Extraportion leckeres Katzenfutter! Miiiauuuu!!!
[party] [birthday]

Othos Besuch im Spacerider's Dreamland ist göttlich zu lesen, ich hab mich ausgiebig vergnügt! [rolllaugh] Kann verstehen, dass der arme Kerl da Heimweh kriegt, würde mir auch so gehen. (Nach Hause auf die Mondbasis?? Aber immer!  ;D)

Der „Kopf“ ist ein Anzeigetablett auf dem ein entfernt weibliches Gesicht mit der Hautfarbe einer Saturierin erscheint und Otho anlächelt. „Willkommen in Spacerider’s Dreamland!... Bitte schieben Sie zuerst Ihre Zahlkarte in den Schlitz an meinem Bauch“.
Kringel... [rolllaugh] weißt Du, woran mich das spontan erinnert? An "Josie": http://www.youtube.com/watch?v=g6bPuxY9t8E [rolllaugh] [rolllaugh] [rolllaugh]

Ansonsten - wie schon bei Johanna gesagt - meine ich, Du solltest schreiben, was DU gerne in Deiner Geschichte lesen möchtest. [animtwink]  [bthumbup]

Liebe Partygrüße,
Nemo
Titel: Antw:Second Chance
Beitrag von: Johanna am 18. Februar 2011, 13:15:15 Uhr
Hi Mooncat,
OHNE drängeln zu wollen ( ;D), Dein letzter Post ist knapp 4 Woche her, oder?
[devil] [devil] [devil]
 :-*
Freue mich auf die Fortsetzung!
Friedvolle Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. März 2011, 00:21:25 Uhr
ich muss erstmal wieder anfangen...deshalb nur ein paar Zeilen direkt hier reingeschrieben:



Joan fühlt sich wie berauscht. Hier steht sie, mitten in New York, an einem ihrer Lieblingsplätze und fühlt sich so glücklich wie selten in ihrem Leben. Ihr Begleiter war vom Mond heruntergekommen, zu Ihr, nur wegen Ihr, um den Tag nur alleine mit Ihr zu verbringen. Und nun dieser Kuss!

Einen perfekteren Tag hätte sie sich gar nicht ausdenken können, denkt sich Joan. Und morgen? - nein darüber will ich nicht nachdenken. Jetzt und hier, nur das zählt - und verbannt den Gedanken erst einmal aus ihrem Kopf.

Joan bemerkt das Curtis sie die ganze Zeit anschaut. Unvermittelt. Mit diesem Lächeln. Er wirkt so ganz anderes, so - nahe. Mit den dunklen Haaren, dieser Kleidung, diesem Lächeln - wie ein Lausbub! Joan schmunzelt. "Wieso schmunzelst Du?" fragt Curtis sie leise und Joan glaubt ein kleines bisschen Unsicherheit in seiner Stimme zu hören. "Ich habe gerade gedacht, wenn Du nicht Du wärst würde ich mir jetzt ernsthaft Sorgen machen was Du heute noch mit mir vor hast" antwortet Joan mit einem ironischen Unterton in der Stimme. Curtis sieht sie erstaunt an. Joan muss lachen. "Es ist nur...nun...wenn Männer mit einer Frau einkaufen gehen und ihr so zuhören, dass ist ungewöhnlich! Entweder ist er schwul..."  Curtis zieht eine Augenbraue hoch "Aber spätestens nach diesem Kuss bin ich mir GANZ sicher das nicht". Curtis Gesicht zeigt nun ebenfalls etwas rötliche Farbe. "So?!.. Schwul oder ...was sonst? Was könnte ich wohl vorhaben?" Curtis kann sich diese Frage nicht verkneifen "Nun..." Joan stockt kurz "also, .. ohhhh..." Joan's Augen weiten sich überrascht...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 14. März 2011, 12:39:15 Uhr
"Es ist nur...nun...wenn Männer mit einer Frau einkaufen gehen und ihr so zuhören, dass ist ungewöhnlich! Entweder ist er schwul..."
ENDGEIL!!! [bigeek] Und DAS von Joan! Wieherndes Gelächter! [rolllaugh]
"Nun..." Joan stockt kurz "also, .. ohhhh..." Joan's Augen weiten sich überrascht... [/color]
Nun - sie ist doch sonst nicht auf den Kopf gefallen...  ;)
 :-*
Seufz!
Das schreit eindeutig nach MEHR (ich weiß, ich wiederholen mich da...) [angel]
Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. März 2011, 13:28:17 Uhr
Seufz!
Das schreit eindeutig nach MEHR (ich weiß, ich wiederholen mich da...) [angel]

der Fortsetzungstext von DIESER Szene ist  schon geschrieben und länger (eine Word-Seite), allerdings...Unverhofft kommt oft...   [devil]

...vorher kommt aber noch ein anderer Happen. Und sobald ich den fertig habe, poste ich wahrscheinlich alles auf einmal..... ;D

 [work] [work]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 3. April 2011, 10:16:26 Uhr
So, Beta war brav und hat endlich ihren Job gemacht...
 ;)
Jetzt kannst Du posten!
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. April 2011, 09:48:48 Uhr
[peepwall] ähm.....DANKE!
Posten???- also ....fast...bald...also....habe den Text "dazwischen" noch nicht "Rund".  :-[

bin dran..kann sich nur um Tage handeln....    [work]

Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 5. April 2011, 14:56:19 Uhr
 [jump] [jump] [jump]


felixx [happywave]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. April 2011, 00:27:46 Uhr
Otho's blau gefärbte Haut färbt sich fast lila, so wütend ist er! Schon wieder dieser Marsianer! Endlich hat er das von Professor Simon gewünschte seltene Minielektronik-Teil gefunden, da taucht schon wieder dieser Typ auf und lädt ALLE vorhandenen Teile vor seiner Nase in seinen Einkaufswagen! ALLE!!!! Otho brüllt: "Hey, eines könnten Sie mir schon auch übriglassen, Sie Marsteufel!" - gefolgt von einer erstaunlichen Ansammlung von Flüchen, die er auf vielen Planeten im Laufe der vielen Abenteurer der Future-Mannschaft seinem Sprachschatz hinzugefügt hat. Wollte jemand ein Buch über die Flüche der vereinigten Planeten und des halben Universums schreiben, wäre Otho sicherlich eine mehr als ausreichende Schatzgrube für mindestens EINE ausführliche Doktorarbeit! Mehrere Kunden drehen sich entsetzt zu Otho herum. Der Marsianer aber scheint Otho vollständig zu ignorieren, was Otho endgültig auf die Palme bringt. Otho beschleunigt seine Einkaufswagen und setzt dazu an den Marsianer zu rammen. 
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. April 2011, 13:16:49 Uhr
Joan sieht ein wenig bekümmert aus, auf Ihrer Stirn zeigen sich drei Falten. Mit einem „Nein! Nicht JETZT! Muss das sein“ greift sie in ihre Tasche und holt ihren mobilen Kommunikator heraus, der heftig vibriert und in allen Farben blinkt. Joan seufzt. „Tut mir leid, Curt. Aber das scheint wichtig zu sein.“ Curtis nickt zustimmend.

Auf dem Display des Kommunikators erscheint das Gesicht eines verzweifelt aussehenden jungen Mannes: „Bitte entschuldigen Sie, Ms. Randall, dass ich Sie an Ihrem freien Tag störe aber ich habe hier einen Anruf für sie. Ich habe ALLES versucht! Die Dame will NUR mit Ihnen sprechen und lässt sich einfach nicht abwimmeln. Sie sagt es sei sehr wichtig und dringend.“ „Schon gut, Steven!“ - wie kann man DEM Gesicht böse sein - denkt sich Joan.  „Hat die Dame Ihren Namen genannt?“ fragt sie neugierig geworden. „Ja, entschuldigen Sie das ich dies nicht sofort erwähnt habe, es ist Sarah Hastings vom Ordnungsamt.“ antwortet Steven. Joan muss grinsen. „Darf ich sie durchstellen?“ fragt Steven und sieht dabei erleichtert aus. „Ja, machen Sie das! Und vielen Dank!“ antwortet Joan kurz.

Joan wirft Curtis einen kurzen Blick zu und sagt: „Es ist deine Freundin von heute morgen! Mal sehen was sie auf dem Herzen hat!“ Curtis grinst. Das Bild einer aufgeregten Sarah Hastings erscheint und sie fängt sofort an zu reden: „Na endlich! Mädel! – T’schuldigung das ich Dich an diesem Tag störe – und schöne Grüße auch an Deinen Begleiter, den musst Du Dir warm halten!  – und natürlich zuerst – Herzlichen Glückwunsch meine Liebe! – Du hast aber gesagt ich könnte Dich jederzeit anrufen – mir ist da etwas aufgefallen – ich muss unbedingt DEINE Meinung dazu hören!...“ „Hallo Sarah!“ unterbricht Joan ihren Redefluss „schön mal wieder von Dir zu hören!“ „Joan ist es wichtig – jedenfalls glaube ich das, ich meine ich bin mir sicher, aber…“ fährt Sarah fort. „Beruhige Dich, Sarah, was ist Dir den aufgefallen?“ fragt Joan. Sarah: “Das möchte ich nicht über den Kommunikator sagen, es geht um DIE Sache zur Zeit,  können wir uns treffen, 17:30 draußen im Planet Art Cafe gegenüber des New Guggenheim am Park, nur Du und ich - und Dein charmanten Begleiter darf natürlich nicht fehlen“ Es ist weniger eine Frage als mehr ein Befehl, aber so kennt Joan Sarah. „Einverstanden!“ antwortet Joan denn sie weiß aus Erfahrung dass sie keine Chance hat ihr vorher etwas zu entlocken. „Dann bis dann“ sagt Sarah und beendet die Verbindung. Sofort machen gleich mehrere ungelesene Meldungen mit einem Bling des Kommunikators auf sich aufmerksam. Joan seufzt leise.

Curtis, der das seltsame Gespräch zunächst amüsiert und dann mit steigendem Interesse verfolgt hat, sieht Joan nun fragend an. Aber er sagt nur: „Lass uns dorthin kurz hinsetzen, dann kannst Du in Ruhe Deine Meldungen lesen und mir dann erklären, was das alles zu bedeuten hat!“
Während Joan bereits im Gehen die Meldungen überfliegt hat Curtis ihr wieder seinen Arm umgelegt und lenkt ihre Schritte zu der Bank unter der nächsten Baumgruppe. Sie setzen sich hin und kurz darauf berichtet Joan Curtis über die neuesten Nachrichten, die sie von Lenar erhalten hat. Curtis Augenbrauen ziehen sich zusammen. Diesen Blick kennt Joan nur zu gut.

„Warum will Sarah Hastings sich eigentlich unbedingt mit Dir treffen und gibt Ihre Informationen nicht an Deine Kollegen weiter?“ fragt Curtis. Joan antwortet:„Als ich in der Ausbildung war war Sarah eine der besten Mitarbeiterinnen des Ordnungsamts. Sie hat uns mit vielen wichtigen Hinweisen versorgt und ich wurde einige Tage mit Ihr zusammen rausgeschickt.. Zusammen ist es uns dabei gelungen eine Entführung zu vereiteln, was mir einige Pluspunkte eingebracht hat. Somit könnte man sagen ich schulde ihr etwas. Deshalb MUSS ich mich mit Ihr treffen, Curtis, bitte entschuldige! Vor einem Jahr allerdings hat Sarah mit einer Sache leider total falsch gelegen, so dass die Polizei zwar zur richtigen Zeit aber am falschen Ende der Stadt war. Viele Leute bei uns haben sich lustig über sie gemacht. Danach hat man sie nach Queens versetzt, aber ich weiß dass sie in ihrer Freizeit immer noch in Manhattan „nach dem Rechten sieht“. „Ich verstehe, ja das passt zu Ihr.“ Sagt Curtis mit einem leichtem Lächeln auf den Lippen. Joan sieht ihn fragend an. „Joan, es ist DEIN Tag, wir machen was Du möchtest! Vielleicht hat sie ja wirklich interessante Informationen die Du dann weitergeben kannst“. „Nur an bloßes Weitergeben habe ich jetzt nicht gedacht…“ denkt sich Joan, spricht es aber nicht aus.

„Sehr gut“ sagt Joan statt dessen und springt auf: „Aber bis dann haben wir noch Zeit und die King-Street ist nur um die Ecke. Ich habe in einem Werbe-App von einem der Geschäfte dort ein besonderes Kleid gesehen und ich würde gerne Deine Meinung hören ob es mir steht.“ Curtis antwortet kurz: „Ok.“ Nachdem sie einige Meter nebeneinander die Straße entlang gegangen sind sagt Curtis plötzlich: „Joan, ich denke Du schuldest mir noch eine Antwort auf meine letzte Frage! Ich habe Dich gefragt: Was glaubst Du habe ich heute Abend mit Dir vor?“  Curtis fragt dies mit dem unschuldigsten Ton den Joan je gehört zu haben glaubt. Dabei sieht er sie nur ganz kurz von der Seite an, wie beiläufig. Aber Joan scheint es, als würde sie ein kurzes Blitzen in seinen Augen sehen. Ihm scheint dieses Spiel Spaß zu machen, genauso wie ihr….
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 12. April 2011, 16:24:13 Uhr
Zitat
„Joan, ich denke Du schuldest mir noch eine Antwort auf meine letzte Frage! Ich habe Dich gefragt: Was glaubst Du habe ich heute Abend mit Dir vor?“ 


 [naughty]
Na, das würde ich doch auch zu gerne mal wissen!
Wieso lässt du es an der spannendsten Stelle enden?!  ??? [nono]

felixx [happywave]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 12. April 2011, 17:04:10 Uhr
Wollte jemand ein Buch über die Flüche der vereinigten Planeten und des halben Universums schreiben, wäre Otho sicherlich eine mehr als ausreichende Schatzgrube für mindestens EINE ausführliche Doktorarbeit!
ZU GEIL - Aber aufpassen, Gefahr von Plagiatsvorwürfen! Hi, hi!
LG
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 12. April 2011, 17:08:51 Uhr
Hi,
muss Felixx natürlich Recht geben!  ;)
Weiter so!
 :D
Alles Liebe
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. April 2011, 17:27:15 Uhr

 [naughty]
Na, das würde ich doch auch zu gerne mal wissen!
Wieso lässt du es an der spannendsten Stelle enden?!  ??? [nono]

felixx [happywave]

weil ich das fast IMMER so mache....   [devil]

und auch in der Zugabe die ich dank zügiger Arbeit meines Beta noch nachschieben kann, werde ich diese Frage noch nicht beantworten...  ;D
Otho greift an und CF wird kopflos... ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. April 2011, 17:32:51 Uhr
Otho steuert seinen Einkaufswagen direkt auf den des Marsianers zu. Dieser sieht ihn erst spät und blickt ihn wie erstarrt an. Die Elektronik in Otho's Einkaufswagen bemerkt den möglichen Zusammenprall und versucht zur Seite zu lenken, aber Otho schafft es trotzdem mit Gewalt den Lenker gerade zu halten. Da versucht der Wagen selbsttätig eine Notbremsung, aber nach dem Gesetz der Trägheit der Masse gleitet er trotzdem weiter. Otho trifft den Einkaufswagen des Marsianers von der Seite und wird selber vom Wagen in das Regal hinter ihm geworfen. Dabei fällt eine lebensgroße Puppe aus der Dekoration des Regals direkt auf Otho und der Schaumstoffkopf bricht dabei ab.

Der Marsianer ist von seinem Einkaufswagensitz heruntergesprungen. Sein Einkaufswagen aber kippt um und verteilt den Inhalt des Korbs über den Boden des Ladens. Der Marsianer brüllt Otho an "Haben Sie Tomaten auf Ihren Augen! Das sind ganz sensible Bauteile, die können bei solchen Erschütterungen kaputt gehen! Passen Sie gefälligst besser auf, Sie ahnungsloser Rüpel!" Da rast bereits ein weiterer Indoorgleiter mit einer attraktiven Frau mittleren Alters darauf heran, gefolgt von vier ladeneigenen Robotern. Die Frau trägt eine Bluse und einen blauen Blaser mit dem Geschäftsemblem, ähnlich den Uniformen von Flugbegleiterin vom Raumschiffen und Interkontinentalflugzeugen. Sie springt ab und wendet sich sofort Otho und dem Marsianer zu und spricht sie in ruhigem Ton an: "Beruhigen Sie sich erst einmal, meine Herren! Ich hoffe es ist Ihnen nichts passiert!" Dabei lächelt sie erst den Marsianer und dann Otho an. Beide schütteln den Kopf. "Darf ich Ihnen aufhelfen, mein Herr!" Sie reicht Otho die Hand. Otho tut so als würde es ihm schwerfallen aufzustehen: "Danke sehr!". Dabei greift er unbemerkt eine der schwarzen pillenförmigen Behälter mit Elektronikbausteinen. Die Roboter bringen derweil Otho und dem Marsianer neue Einkaufswagen und sammeln die Waren vom Boden ein. "Bitte akzeptieren Sie meine Entschuldigung im Namen von Spacerider's Dreamland. Unserer Einkaufswagen sollten solche Zusammenstöße eigentlich verhindern, wir werden eingehend untersuchen wie dies passieren konnte. Wir freuen uns das Ihnen nichts passiert ist! Bitte trinken Sie erst einmal auf Kosten des Hauses einen beruhigenden venusianischen Baldriantee in der Fly-Inn Bar am Ende dieser Halle!" und überreicht beiden einen Gutschein. Der Marsianer murrt etwas darüber, dass die Bauteile nun defekt seien. Dem entgegnet die Dame: "Unsere Bauteile sind alle so stoßfest verpackt, da passt auch nichts wenn Sie sie vom Empire State Building werfen. Aber seinen Sie beruhigt, sollte sich im Nachhinein tatsächlich ein Defekt herausstellen, greift natürlich unsere 24/7-Fly&Gluide-Garantie!"

Der Marsianer wirft Otho noch einen wütenden Blick zu und macht sich dann wortlos davon in Richtung Kasse. Ein Roboter hat die Werbepuppe wieder aufgestellt und klebt den Kopf an. Otho sieht erst jetzt was für eine Puppe es ist - sie trägt einen weißen Raumanzug und einen undurchsichtigen Raumhelm und hält in der Hand eine Tafel mit der Aufschrift "Fly like Captain Future".
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 12. April 2011, 17:33:58 Uhr
Ahhhhh!
Geht doch!
 [knuddeln]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. April 2011, 11:00:54 Uhr
Johanna hat mich da gerade ein wenig inspiriert:

Otho gefällt die nette dunkelhaarige Dame und ihm scheint das dies durchaus auf Gegenseitigkeit beruht. Jedenfalls hat ihr Gespräch seit der unangenehme Marsianer sie verlassen hat etwas definitv Persönliches bekommen. Spontan war Otho eingefallen, dass im seine Schulter, auf die die Captain Future Puppe gefallen war, doch etwas schmerzt. Daraufhin hatte Teresa, wie sie sich Otho vorstellte, natürlich darauf bestanden ihn mindestens noch bis zur Fly-Inn Bar zu begleiten. Inzwischen wusste Otho das Teresa in einem kleinen Appartement in Queens lebt und sich vor drei Wochen von ihrem letzte Freund, einem Wartungstechniker einer andere Spacerider's Dreamland Filiale, getrennt hat. Als sie das "Milliway's - Ihr Restaurant am Ende der Galaxys" passieren, wirft Teresa einen besorgten Blick auf Otho's Schulter: "Haben Sie noch Schmerzen, Mr. Newton?" "Meine Freunde nennen mich Otho! Ein Nickname wissen sie. Ich würde mich freuen wenn Sie mich Otho nennen, Teresa!" entgegnet ihr Otho. Ein Anflug von rot zeigt sich auf Teresa's Wangen und sie strahlt. "Und um auf Ihre Frage zurück zu kommen, es zwickt vielleicht noch ein wenig..." "Otho. Ich habe eine Ausbildung zur Sport-Masseurin. Ich bin wirklich gut darin! Weißt Du, es ist nur das ich hier einfach sehr viel mehr verdiene. Aber ich denke ich kenne da noch einige Griffe, mit denen ich Deine Schulter wieder hin bekomme. Darf ich es versuchen, Otho?" "Sehr gerne! Ich vertraue Dir!" antwortet Otho. In diesem Moment erreichen Sie die Fly-Inn Bar. Über dem Eingang prangt eine historische Neonleuchtschrift "To boldly go where no man had gone before..." Sehr viel versprechend, denkt sich Otho, Shopping ist doch gar nicht so übel...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 18. April 2011, 17:15:22 Uhr
Johanna hat mich da gerade ein wenig inspiriert:

Über dem Eingang prangt eine historische Neonleuchtschrift "To boldly go where no man had gone before..." Sehr vielversprechend, denkt sich Otho, Shopping ist doch gar nicht so übel...

Also, wenn wir da nicht "geklaut" haben...  ;)
Live long and prosper!
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. April 2011, 18:03:47 Uhr
Also, wenn wir da nicht "geklaut" haben...  ;)

jaja...einmal darfst Du raten wie Otho's Teresa mit Nachnamen heißt....  ;D

[globelaugh]

ich hätte da auch noch ein nettes Produkt, dass man roter Johan nennen könnte....oder so....  [devil]..mal sehen....
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 19. April 2011, 10:33:58 Uhr
Hmm,
findest Du nicht, dass das zu Verwirrung führen könnte?
Obwohl - ein inszenierter Querverweis auf eine andere laufende Story...
 ;D ;D ;D ;D
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Mai 2011, 23:01:24 Uhr
Ezra läuft seit einer viertel Stunde immer im Raum auf und ab, die Arme auf dem Rücken verschränkt und in Gedanken versunken. Seine Leute waren zwischenzeitlich zweier Hinweise nachgegangen, die sich aber alle als Sackgasse herausstellten. Er erwartet sie jeden Moment zurück. Er weiß die Zeit wird knapp. Die Diebesbande hat bestimmt schon mit den Vorbereitung zu ihrem Raub begonnen, so minutiös wie sie die bisherigen Raubzüge geplant und durchgeführt hatten. Äußerlich ist dem Veteran der Weltraumpolizei ansonsten nichts anzumerken, aber innerlich ist er aufs Äußerste angespannt und nervös. Was ihm besonders Sorgen macht ist die Tatsache, das die Räuber bei jedem Raubzug gewalttätiger geworden waren, diese Tatsache hatte man glücklicherweise vor der Öffentlichkeit verschweigen können.
Plötzlich bleibt er stehen. Simon - es müsste doch endlich eine Antwort von Simon geben! Ezra öffnet einen Kanal zur Mondbasis. Ezra kommt direkt zur Sache: "Bitte entschuldigen Sie, Professor Simon, ich weiß wir hatten vereinbart dass ich darauf warte das Sie sich bei mir melden. Aber uns läuft die Zeit weg und jeder Hinweis, jeder noch so vage Theorie die Sie für uns haben kann uns weiterhelfen!" "Ezra, ich habe die Daten und Bilder der Gegenstände untersucht. Ich habe eine Theorie entwickelt, die einen Teil ihrer Vorgehensweise erklärt. Aber um mir sicher zu sein habe ich Otho losgeschickt mir ein elektronisches Bauteil zum Vergleich zu besorgen. Wenn sich herausstellt das der verkohlte Rest mit diesem Bauteil übereinstimmt, dann habe ich die Bestätigung. Jetzt warte ich auf seine Rückkehr." antwortetet ihm Simon. "Welche Theorie haben Sie? Bitte erklären Sie sie mir einfach, wir können nicht warten bis Otho aus dem New Yorker Einkaufsdschungel zurückgefunden hat!" fordert ihn Ezra auf. "Ich verstehe, einverstanden, aber es ist nur eine Theorie!" beginnt Prof. Simon und erläutert Ezra seine Idee. Ezra nickt dabei. "Das macht Sinn, das macht verdammt viel Sinn, Simon." und mit "Vielen herzlichen Dank! Ich wusste ich kann mich wie immer auf die Future Mannschaft verlassen!" beendet Ezra das Gespräch. 
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Mai 2011, 23:58:44 Uhr
Im dritten Geschäft in der King's Street bewundert Curtis die Ausdauer, mit der Joan ein Kleid nach dem anderen ausprobiert. Er findet dass Joan in allen Kleider hervorragend aussieht. Leider scheint Joan mit dieser Aussage nicht zufrieden zu sein: „Das Grüne macht mich doch viel zu dick…das Weiße ist viel zu durchscheinend…. der Stoff ist nicht angenehm auf der Haut …soll ich jetzt das in lila oder lieber das in schwarz nehmen?“ Eigentlich kommt er gar nicht dazu wirklich zu antworten. Dies hat die Verkäuferin bereits nach dem ersten Kleid für ihn übernommen. Ihre Assistentin hatte ihm derweil eine bequemen Sessel zugewiesen, in dem Curtis nach dem dritten Kleid Platz nimmt. „Sind Sie zum ersten Mal mit Ihrer Freundin shoppen?“ fragt die Assistentin mitfühlend. Curtis fühlt sich in seiner Situation langsam ein wenig unwohl, da rettet ihn sein Kommunikator. Simon hat ihm einen Bericht geschickt. Curtis liest den Bericht in aller Ruhe. Gerade als er fertig ist kommt Joan, jetzt wieder in ihrem eigenen Kleid, zurück. „Curtis, soll ich nun das Letzte oder das Vorletzte nehmen?“ Curtis nimmt die beiden Einkaufstüten aus den beiden vorherigen Geschäften in die Hand, steht auf und wendet sich daraufhin an die Verkäuferin: „Wir nehmen beide, wo kann ich bezahlen?“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 3. Mai 2011, 12:12:56 Uhr
... „Wir nehmen beide, wo kann ich bezahlen?“
Ich möchte auch so einen Freund!!!
 :-*
Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. Mai 2011, 16:53:30 Uhr
Während Curtis den Einkauf bezahlt beobachtet Joan ihn. Sie strahlt über das ganze Gesicht. "Ich war mir gar nicht bewusst gewesen welche sonstigen Vorteile es haben könnte ihn als Freund zu haben" denkt sich Joan "Als Einkaufs-Begleiter ist er wirklich zu gebrauchen, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Zwischenzeitlich schien er zwar etwas genervt zu sein, aber ein Captain Future würde so etwas natürlich nicht zugeben" Joan's Grinsen wird bei diesem Gedanken noch etwas intensiver. Versonnen betrachtet sie ihn. "Hatte er nicht eben eine Nachricht gelesen?" Joan wird neugierig. "Ich muss dringend herausfinden was sie besagt, vielleicht - nein sehr wahrscheinlich hat es etwas mit den Räubern zu tun oder einem anderen Einsatz."
Curtis wendet sich wieder Joan zu und sagt mit einem verschmitzten Augenzwinkern: "Ich denke das vorletzte Kleid wäre genau das richtige für heute Abend. Du strahlst darin wie eine wunderschöne Sonnenblume". Joan wird rot. "Lass uns jetzt gehen, da weißt wir haben noch einen Termin im Cafe und ich möchte Deine Freundin nicht gerne warten lassen." Er ergreift Joan's Arm und sie verlassen das Geschäft. "War das eine Nachricht von Otho?" fragt Joan und sieht Curtis dabei nur wie beiläufig an. " Was meinst Du?" entgegnet Curtis ihr. "Nun, die längere Nachricht die Du erhalten hast als ich das letzte Kleid anprobiert habe." "Dir entgeht aber auch nichts" bemerkt Curtis und Joan erkennt am Ton seiner Stimme das dies durchaus als Kompliment gemeint ist. Joan bleibt stehen. Curtis macht es ihr gleich und sieht sie fragend an, aber bevor er etwas sagen kann und ergreift Joan die Gelegenheit und tritt direkt vor ihn: "Curtis, ich brauche jetzt Deine ehrliche Meinung. Bitte sag mir ob ich eine gute Agentin der Weltraumpolizei bin oder nicht.""Joan" beginnt Curtis und ergreift dabei Joans Arme und blickt Ihr in die Augen. "Du bist die beste Agentin die ich kenne“. Joan sieht ihn zweifelnd an: „So? Wieso? Was macht mich zu einer guten Agentin? Ich MUSS das wissen!“ „Nun, Du bist mutig, klug, ausdauernd, hast eine schnelle Auffassungsgabe und Du hast das seltene Talent die Nadel im Heuhaufen zu finden.“ antwortet Curtis und blickt sie dabei die ganze Zeit an. Joan ist über die Antwort erfreut, er meint es ehrlich, das kann sie in seinen Augen sehen. Aber trotzdem - etwas lässt sie stutzen. Sie kennt Curtis nun schon einige Zeit und diese Antwort ist für ihn etwas zu perfekt, so als hätte er diese Situation und diese Frage erwartet. Sie schüttelt leicht den Kopf und entgegnet Curtis: „Ich würde Dir so gerne glauben, Curtis! Aber wenn ich so eine gute Agentin bin wieso hältst Du mich dann wo es geht aus allem heraus? Wieso ist gleich alles „zu gefährlich“ für mich! Gefahr gehört zu der Arbeit eines Geheimagenten. Das ist nicht logisch, Curtis!“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 12. Mai 2011, 17:51:25 Uhr
„Ich würde Dir so gerne glauben, Curtis! Aber wenn ich so eine gute Agentin bin wieso hältst Du mich dann wo es geht aus allem heraus? Wieso ist gleich alles „zu gefährlich“ für mich! Gefahr gehört zu der Arbeit eines Geheimagenten. Das ist nicht logisch, Curtis!“

Da war sie wieder - die immer wieder kehrende Frage...
Logisch?
Mensch Mädchen - was hat das mit Logik zutun. Wir sind hier doch nicht bei  [vulcan]
 ;D
Hi. hi!
Jetzt kann er sich aber nicht mehr raus winden!

Lebe lange und in Frieden!
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Mai 2011, 20:42:21 Uhr
(http://www.softsay.com/images/remote/2FD303_ECC15D42FE1EA2FD6AEEC04FB477BD811.jpg)

schade, der Link ist kaputt...  :'(
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 15. Mai 2011, 17:39:26 Uhr
Solche Bilder machen mit Angst:
Nur noch Technik, kein Stückchen Natur mehr in Sicht...
 :(
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 15. Mai 2011, 21:30:54 Uhr
Solche Bilder machen mit Angst:
Nur noch Technik, kein Stückchen Natur mehr in Sicht...
 :(
Johanna
Naja, aus bestimmten Blickwinkeln könnte man auch gegenwärtig annehmen, New York City sei eine einzige Stahl- und Betonwüste...  :-X Aber ich bin mir sicher, dass es New Yorks Central Park, auch in Zunkunft in all seinen schönen Facetten geben wird. Also auch in Zukunft eine gute Chance für Curtis und Joan, einen romantischen Spaziergang in der grünen Lunge des Big Apple zu machen...  :)
Zudem hege ich die optimistische Hoffnung, dass sich das Bewusstsein der Menschheit (und Städteplaner) für die Wichtigkeit und Erhaltung der Natur schärft.  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. Mai 2011, 22:00:59 Uhr
(http://www.designtopnews.com/wp-content/uploads/2009/03/daniel-libeskinds-green-new-york-tower2.jpg)
für Johanna!

High line park:

(http://images.blog.edelight.de/new-york-city/high+line+park/high+line+park1.jpg?action-fr:228)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 16. Mai 2011, 09:18:59 Uhr
Moony,

Du bist so gut zu mir!

 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 17. Mai 2011, 11:21:11 Uhr
Sehr schön, moony... so stell ich mir das vor!  :)
Während es den High-Line-Park wirklich gibt (eine stillgelegte Hochbahn, wie sich an dem zugewachsenen Gleis links im Bild noch erahnen lässt), dürfte das andere Bild einen der Entwürfe darstellen, die evtl. die Twin Towers ersetzen sollen, oder?
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Mai 2011, 18:04:19 Uhr
Sehr schön, moony... so stell ich mir das vor!  :)
Während es den High-Line-Park wirklich gibt (eine stillgelegte Hochbahn, wie sich an dem zugewachsenen Gleis links im Bild noch erahnen lässt), dürfte das andere Bild einen der Entwürfe darstellen, die evtl. die Twin Towers ersetzen sollen, oder?

RICHTIG!!!  ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 18. Mai 2011, 12:32:24 Uhr
"Hatte er nicht eben eine Nachricht gelesen?" Joan wird neugierig. "Ich muss dringend herausfinden was sie besagt, vielleicht - nein sehr wahrscheinlich hat es etwas mit den Räubern zu tun oder einem anderen Einsatz."
"Neugier, dein Name ist Weib!" findet sich hier wieder mal bestätigt. Aber in dem Job ist das auch die Grundvoraussetzung für den Erfolg.  ;D

"War das eine Nachricht von Otho?" fragt Joan und sieht Curtis dabei nur wie beiläufig an. " Was meinst Du?" entgegnet Curtis ihr. "Nun, die längere Nachricht die Du erhalten hast als ich das letzte Kleid anprobiert habe."
Curtis sollte wohl besser gar nicht erst dran denken, mit einer anderen Frau Nachrichten auszutauschen...  [sm]

"Du bist die beste Agentin die ich kenne“.
Da hätte er sich mal trauen sollen, etwas anderes zu sagen!  ;D

Joan sieht ihn zweifelnd an: „So? Wieso? Was macht mich zu einer guten Agentin? Ich MUSS das wissen!
Ach Joan, nachdem du schon so offensichtlich nach dem Kompliment gefischt hast, kannst du dann nicht einfach geschmeichelt die Augenlider senken und es annehmen?  :-X

„Ich würde Dir so gerne glauben, Curtis! Aber wenn ich so eine gute Agentin bin wieso hältst Du mich dann wo es geht aus allem heraus? Wieso ist gleich alles „zu gefährlich“ für mich! Gefahr gehört zu der Arbeit eines Geheimagenten. Das ist nicht logisch, Curtis!“
Oops, you did it again, Joan! Da will doch jemand um jeden Preis ein "Weil ich dich so liebe" hören...  ;)

Nette Kabbeleien zwischen den beiden, Mooncat! Wann gehts weiter?
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 25. Mai 2011, 23:52:59 Uhr
ein kleines Häppchen:

Otho legt mit einem Seufzen das von Simon angeforderte Elektronikteil auf die Abtastfläche des Focused-Ion-Beam-Mikroskop im Wissenschaftslabor der Comet. Schade dass er schon weg musste. Wie Teresa wohl reagieren würde wenn sie erfahren würde, dass er kein Saturier sondern ein Androide ist? Ich bin doch viel ansehnlicher als ein Saturier, denkt sich Otho. Was hatte sie gesagt? „Ehrlich gesagt bin ich froh das Sie die hässliche Captain Future Puppe zerstört habe, wir haben ein viel bessere noch im Lager. Wissen Sie, Otho, ich bin ein großer Fan der Future Mannschaft. Wussten Sie dass Sie einen Namensvetter dort haben? Ach - ich würde so gerne einmal jemanden aus der Future Mannschaft kennenlernen…“ und dabei hatte sie ganz sehnsüchtig in die Ferne geblickt. Otho grinst bei dieser Erinnerung. „Ich muss einfach noch einmal zu Ihr zurück und das Gespräch fortsetzen“. Während er diesen Entschluss fasst sendet er die Analyseergebnisse auf die Mondbasis. „Aber jetzt muss ich noch eine Erledigung für Curtis machen, Joan wird noch größere Augen machen als heute morgen…“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Mai 2011, 00:18:43 Uhr
Janis Subat prüft noch einmal den Sitz seiner Waffe als er den Besprechungsraum im Hauptquartier der Weltraumpolizei verlässt. Man weiß ja nie. „Chef! Ich möchte noch einmal zurück zum New Guggenheim  und etwas überprüfen. Mir ist da etwas aufgefallen was vielleicht zu Prof. Simons’ Theorie passt. Ich kann nicht genau sagen was und bin mir nicht ganz sicher, aber…“. Ezra Gurney hatte ihn kurz angesehen und „OK, aber melden Sie sich ob sich Ihr Verdacht bestätigt hat“ geantwortet. Ganz zur Überraschung von Janis. Er hatte befürchtet erst eine lange Erklärung geben zu müssen und hätte nicht recht gewusst was zu sagen, denn es ist wirklich nicht viel mehr als eine Eingebung. "Er vertraut mir" denkt sich Janis und betritt mit einem eindeutigen Ausdruck des Stolzes den Aufzug.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 28. Mai 2011, 16:05:11 Uhr
Wie Teresa wohl reagieren würde wenn sie erfahren würde, dass er kein Saturier sondern ein Androide ist? Ich bin doch viel ansehnlicher als ein Saturier, [...]

Was mich wieder einmal auf die Frage bringt: Haben Roger Newton und Simon Wright ihren Androiden wirklich mit ALLEM ausgestattet, was einen Menschen, respektive einen Mann, ausmacht? Ansonsten könnte sich Otho in eine ausgesprochen peinliche Situation manövrieren, falls seine Beziehung zu Teresa nicht platonisch bleibt...  :D

Wissen Sie, Otho, ich bin ein großer Fan der Future Mannschaft. Wussten Sie dass Sie einen Namensvetter dort haben? Ach - ich würde so gerne einmal jemanden aus der Future Mannschaft kennenlernen…“[/color]

Also, ich weiß nicht... Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, Otho wird gerade Opfer einer Verschwörung... Gegen Bewunderung und Schmeichelei ist er ja leider nicht so richtig gewappnet, der eitle Kerl, vor allem wenn sie so charmant daherkommt. Stelle mir Teresa ein bisschen so vor, wie Zoe Saldana (Uhura in der Star Trek-Neuverfilmung), exotisch und milchkaffeebraun...  :P

Gruß

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 29. Mai 2011, 20:06:09 Uhr
Zitat
Was mich wieder einmal auf die Frage bringt: Haben Roger Newton und Simon Wright ihren Androiden wirklich mit ALLEM ausgestattet, was einen Menschen, respektive einen Mann, ausmacht? Ansonsten könnte sich Otho in eine ausgesprochen peinliche Situation manövrieren, falls seine Beziehung zu Teresa nicht platonisch bleibt... 
 

 ;D [naughty] [mindoubt]
Das wollten wir schon alle mal wissen, oder?!

felixx :-[
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Mai 2011, 21:05:47 Uhr
Was mich wieder einmal auf die Frage bringt: Haben Roger Newton und Simon Wright ihren Androiden wirklich mit ALLEM ausgestattet, was einen Menschen, respektive einen Mann, ausmacht? Ansonsten könnte sich Otho in eine ausgesprochen peinliche Situation manövrieren, falls seine Beziehung zu Teresa nicht platonisch bleibt...
 ;D [naughty] [mindoubt]
Das wollten wir schon alle mal wissen, oder?!

felixx :-[

Soll meine Geschichte das WIRKLICH klären...  [blush]

oder nicht doch besser der Fantasie des Lesers überlassen???  [threesmilies]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 1. Juni 2011, 20:53:18 Uhr
 ;D

Nun ja, vielleicht fällt dir ja was ein.......
*pfeift unschuldig vor sich hin*

felixx ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 2. Juni 2011, 10:29:44 Uhr
Soll meine Geschichte das WIRKLICH klären...  [blush]
In "Die Zeitmaschine" wird auch angedeutet, dass Otho sich in Ahara verliebt hat, d. h. dass er Empfindungen haben kann, die über bloße Freundschaft hinaus gehen. Wenn man diesen Faden weiterspinnt, muss man sich die Frage zwangsläufig stellen, aber ob du sie klären willst, liegt natürlich ganz bei dir, mooncat!  [happywave]
Zudem ist es in Captain Futures Zeit ja auf den ersten Blick überhaupt nicht absehbar, wen oder was man da vor sich hat. Vielleicht ist Teresa ja ebenfalls ein Androide oder ein Roboter oder eine Mischung aus beidem, oder... eben ein Mensch. Tja, wer weiß?  [confusion3]

Lieber Gruß

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. Juni 2011, 23:59:13 Uhr
claudrick's Geschichte hat mich gerade wieder inspiriert...wer Druckfehler findet, kann sie behalten, ich schreibe nämlich direkt hier hinein..Fehler werden später bereinigt
Also..Joan und Curtis sprechen es endlich aus:


Curtis betrachtet Joan's Gesicht. Dieses wundervolle, ebenmäßige Gesicht, diese wunderschönen Augen, die kleine vorwitzige Nase und die leichte Falte, die sich auf ihrer Stirn gebildet hat. Am liebsten würde er die kleine Falte von ihrer Stirn sanft wegstreicheln, aber ihr Blick sagt ihm deutlich, wie wichtig ihr jetzt seine Antwort ist. Curtis versteht zu viel von Verhandlungen um nicht zu spüren, das es jetzt und hier auf seine Antwort ankommen wird.  Aber was sollte man zu dieser Logik sagen? Aus ihrer Sicht betrachtet hatte sie ja gar nicht so unrecht. Aber....und wie sollte er es ihr verständlich machen ohne das sie es gleich wieder falsch versteht?
Lassen Sie Ihre Gefühle sprechen - stand in der psychologischen Abhandlung - viele Frauen merken sehr schnell wenn sie es ehrlich meinen und wenn nicht - sicherlich eine gute Strategie aber einfacher gesagt als getan. Aber der Blick in ihr liebes Gesicht lässt ihm keine Wahl: "Joan!" sagt Curtis mit einem Lächeln, aber diesmal ohne den amüsierten Unterton, mit dem er sonst solche Diskussionen mit Joan führt. Sein Ton ist ernst und bestimmt. "Joan, was hat denn Liebe mit Logik zu tun?" Joan's Augen weiten sich kurz überrascht, dann lächelt sie. "Willst Du mir damit sagen Du sorgst Dich um mich weil Du mich liebst?" fragt sie ihn. Curtis sieht sie ernst an. Dann zieht er sie sanft nahe an sich heran und küsst sie behutsam auf die Stirn. "Ja, ich liebe Dich mehr als alles anderer in der Welt!" antwortet er leise.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 14. Juni 2011, 10:07:54 Uhr
...wer Druckfehler findet, kann sie behalten, ich schreibe nämlich direkt hier hinein..Fehler werden später bereinigt
Wow, Respekt vor deiner Spontanität, Mooncat! Aus dem Herzen direkt in die Tastatur geklopft... für solche Szenen wohl nicht das Verkehrteste, wie man sieht!  :-*

Curtis versteht zu viel von Verhandlungen um nicht zu spüren, das es jetzt und hier auf seine Antwort ankommen wird.
Verhandlungen mit Schwerverbrechern, die ganze Planeten auslöschen wollen oder Größenwahnsinnige, die wieder einmal die Weltherrschaft anstreben sind genau die richtige Schule für die angemessene  Diplomatie gegenüber einer Frau...  ;) 

Lassen Sie Ihre Gefühle sprechen - stand in der psychologischen Abhandlung - viele Frauen merken sehr schnell wenn sie es ehrlich meinen und wenn nicht
Oops, so etwas gehört aber wohl erst zu seiner Standard-Literatur, seit er Joan kennt...  ;D

"Ja, ich liebe Dich mehr als alles anderer in der Welt!" antwortet er leise. [/color]
Schluck... (ergriffenes Schweigen) Dem ist wohl nichts hinzu zu fügen!  [bigcry]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 14. Juni 2011, 13:56:34 Uhr
Lassen Sie Ihre Gefühle sprechen - stand in der psychologischen Abhandlung - viele Frauen merken sehr schnell wenn sie es ehrlich meinen und wenn nicht - sicherlich eine gute Stategie aber einfacher gesagt als getan.
NEIN!!!! - Wie GEIL ist DAS denn!
Hat da jemand in letzter Zeit an einem Weiterbildungsseminar teilgenommen? Psychologische Gesprächsführung! [rolllaugh]
Herrlich! Muss mir die Tränen aus den Augen wischen!
Glucks...
Nur weiter so! Go for it Curt - go!

 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Juni 2011, 23:47:59 Uhr
Schon mal vorab das Bild einer "kosmischen Rose"...  8)

(http://farm6.static.flickr.com/5186/5637802618_4900f41314.jpg)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Nemo am 15. Juni 2011, 11:09:30 Uhr
Wo-hooo, fantastisch! [eyeheart]  Bearbeitet oder so gefunden bei Deinem Surfen durch's All? [animtwink]

Nemo
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. Juni 2011, 23:03:07 Uhr
Bearbeitet oder so gefunden bei Deinem Surfen durch's All? [animtwink]

Kamera: Hubbel-Teleskop!!! (Fundstück)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 16. Juni 2011, 13:05:55 Uhr
Moony - das ist bezaubernd!
Alles LIebe
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Juni 2011, 16:43:23 Uhr
und weiter geht's:

Joans Geburtstag - Unverhofft kommt oft – Teil 3

Janis erster Weg führt ihn allerdings nicht zum Museum, sondern ins Southwest Village in die Zentrale der privaten Überwachungsfirma, die sich um die Sicherheit des New Guggenheim und zahlreicher anderer, meist kleineren Museen kümmert. Bereitwillig zeigt man ihm dort alle Aufnahmen der Überwachungsanlagen. Janis sucht nach einen bestimmten Besucher der ihm aufgefallen war. Dieser Besucher verlies genau dann das Museum, als Janis eintraf und er hätte Janis fast umgerannt. Für einige Sekunden hatte Janis sein Gesicht gesehen und eine Kleinigkeit bemerkt, die ihm seltsam vorkam. Allerdings hatte er dieser Kleinigkeit am Anfang keine besondere Bedeutung zugeschrieben.

Janis interessiert sich insbesondere für die Aufnahmen der Ausstellungseröffnung vom Vormittag. „Können Sie mir bitte alle Aufnahmen dieses Teils der Ausstellungshalle  -  heute zwischen 11:30 und 11:45 aufgenommen - downloaden? Auch von den Kameras die die nicht sichtbaren Lichtspektren aufnehmen“ bittet Janis den Sicherheitsangestellten. „Natürlich! Sofort“ antwortet dieser, legt Janis Datenpad auf die Konsole und innerhalb von Sekunden werden die Daten übertragen. „Glauben Sie wirklich das New Guggenheim ist das Ziel der Räuber?“ wird Janis gefragt. Janis antwortet: „Wirklich wissen werden wir das erst wenn sie zugeschlagen haben. Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen! Wann schließt die Ausstellung offiziell und sind danach noch weitere Veranstaltungen für heute geplant?“ „Nun die Ausstellung schließt heute um 18 Uhr und danach, einen Moment ich sehe nach“ antwortet der nun sehr besorgt aussehende Sicherheitsmann und blättert im virtuellen Zeitplan „um 19 Uhr hat ein Privatmann das Ausstellungsgebäude für eine kleine private Feier gemietet, inklusive Catering für ein Abendessen zu zweit. Abends ist es dort sehr romantisch…“ ein Lächeln erhellt sein Gesicht, aber nur kurz. „Glauben Sie sie werden dann zuschlagen?“ “Soweit wir ihre bisherige Vorgehensweise kennen, fürchte ich ja“ „Dann werden wir unsere Sicherheitskräfte vor Ort für den Abend verdreifachen! Oder was meinen Sie?“ fragt der Sicherheitsmann Janis. „Tun Sie das ruhig. Es kann nicht schaden…“ antwortet Janis. „Aber helfen wird es wohl auch nichts“ ergänzt Janis still für sich. „Keine Sorge, wir sind ja auch noch da!“ versucht Janis zu beruhigen und fragt weiter: „Wer ist eigentlich der Privatmann? Wir müssen ihn unbedingt kontaktieren“. „Es ist einer der größten Mäzene des Museums, ein gewisser Mr. Newton!“ antwortet der Sicherheitsangestellte.


(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 27. Juni 2011, 20:45:32 Uhr
„um 19 Uhr hat ein Privatmann das Ausstellungsgebäude für eine kleine private Feier gemietet, inklusive Catering für ein Abendessen zu zweit.
Und an dieser Stelle ahnen wir auch schon wer...  :D

„Es ist einer der größten Mäzene des Museums, ein gewisser Mr. Newton!
Neben der Tatsache, dass er der "Hexenmeister der Wissenschaft" ist, attraktiv und wohl auch betucht, ist er auch noch ein Schöngeist mit Stil, seufz... Lässt dieser Mann eigentlich noch Wünsche offen?  [animtwink]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Juni 2011, 21:00:59 Uhr
Neben der Tatsache, dass er der "Hexenmeister der Wissenschaft" ist, attraktiv und wohl auch betucht, ist er auch noch ein Schöngeist mit Stil, seufz... Lässt dieser Mann eigentlich noch Wünsche offen?  [animtwink]
Nö....deshalb schreiben wir ja über ihn, oder?  [eyeheart] [outahere]

Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Juni 2011, 22:11:14 Uhr
noch ein kleiner Nachschlag.....

Für Joan und Curtis gab es in diesem Moment nur sie beide, alles andere schien belanglos zu sein. Ort, Zeit, Verpflichtungen, nichts schien auf einmal noch wichtig zu sein. Es waren nur Worte gewesen, aber für Joan hatte sich durch sie die Welt geändert. Für eine gefühlte Ewigkeit hatten sie sich beide schweigend angesehen, waren sie beinahe im Blick des Anderen ertrunken … bis ein schrilles Läuten aus Joan’s Kommunikator beide wieder in die Wirklichkeit zurück ruft. „Der Timer klingelt, es wird Zeit… wenn wir noch pünktlich zum Planet Art Cafe kommen wollen“ Sagt Joan leise, aber ohne den Blick von Curtis zu nehmen. „Ich liebe Dich, Joan, schon seit langem…“ entgegnet Curtis ihr. Joan nickt. „Du weißt, ich liebe Dich auch. Aber wieso…“ beginnt Joan, doch Curtis legt seinen Finger auf ihren Mund um sie dann erneut zu küssen.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/cheerful.gif)


(http://images.video.de/flbilder/max03/auto03/auto38/03380290/b170x96.jpg)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. Juni 2011, 11:20:45 Uhr
und weiter im Text....  ;D

Janis hat seinen Gleiter auf Automatik gestellt und lässt sich zur Parkebene des New Guggenheim bringen. Dabei studiert er aufmerksam die Aufnahmen aus dem Museum. Langsam breitet sich ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht aus. Wenn er jetzt noch das Beweisstück dort findet, dann hätte diesmal er, Janis, der „Bambini“ der Truppe, den entscheidenden Hinweis gefunden um die Räuber dingfest zu machen! Erza Gurney würde stolz auf ihn sein! Janis merkt wie er bei diesem Gedanken rot anläuft.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. Juni 2011, 11:26:45 Uhr
Joan wirft einen kurzen Blick auf ihre Armbanduhr, als der SlowMoCad mit Joan und Curtis vor einem Hochhaus gegenüber dem New Guggenheim Museum zum Stehen kommt: „Wir kommen gerade noch pünktlich, allerdings wie ich Sarah kenne ist sie bereits seit mindestens 20 Minuten da und wird somit auf jeden Fall schon einen Tisch erobert haben…“ Curtis reicht Joan zum Aussteigen die Hand. Joan kommt es vor als würde sie auf Wolken schweben. „Siehst Du da oben, Curtis. Zwischen der 25. und 28.ten Etage ist ein großer Freiluftbereich mit Bäumen und Blumen, die Fenster dienen hier nur dazu den Wind abzuhalten! Und man hat einen traumhaften Blick auf den Central Park“ sagt Joan und zeigt das Hochhaus hinauf. „Joan, weißt Du ehrlich gesagt war ich tatsächlich schon das ein oder andere Mal dort. Es ist wirklich sehr schön und der Kaffee ist sehr gut…“ sagt Curtis verschmitzt während sie Arm in Arm den Eingangsbereich des Hochhauses betreten.  
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. Juni 2011, 11:30:19 Uhr
Als sie den Aufzug verlassen und das Cafe betreten umweht sie eine angenehme frische Brise. Ein Kellner kommt auf sie zu: „Schön das Sie uns einmal wieder besuchen, Mr. Newton! Ich schaue gleich nach ob wir noch einen freien Tisch für Sie haben!“ „Nein danke, diesmal nicht, wir sind hier verabredet!“ entgegnet Curtis höflich, nicht ohne den misstrauischen Blick von Joan  bemerkt zu haben. Aufgrund seiner Größe kann Curtis die Terrasse gut überblicken und entdeckt als Erster Sarah Hastings an einem Tisch mit direktem Blick auf das Museum.

Als Sarah Joan und Curtis sieht, springt sie auf und kommt ihnen einige Schritte entgegen. „Hallo!“ Sie umarmt Joan stürmisch. „Lass Dich mal ansehen - Gut siehst Du aus, Joany-Schatz!“ und betrachtet Joan von oben nach unten. Curtis lächelt nicht ohne Stolz. „Hallo Mrs. Hastings, schön sie wieder zu sehen!“ begrüßt er sie und reicht Ihr die Hand. „Die Freude ist ganz meinerseits, glauben Sie mir! Und für die Freunde meiner Freunde bin ich Sarah!“ antwortet Sarah und schüttelt Curtis die Hand. „Und mein Name ist Curtis“ antwortet er. „Hallo Curtis!“ Sarah sieht ihn für einen kurzen Moment mit einem prüfenden Blick in die Augen: „soso, Ihr beiden strahlt ja wie zwei Schulbuben die gerade etwas angestellt haben. Keine Sorge, ich werde nicht nachfragen, aber ich muss schon sagen, Ihr beiden gebt ein wundervolles Paar ab!“ Curtis sieht wie Joan’s Wangen erröten und auch ihm wird irgendwie etwas warm. Sarah grinst.

Die drei gehen zum Tisch und setzen sich hin. „Bitte entschuldigt das ich Euch den Tag verderbe, ich merke ich komme wie immer zum falschen Zeitpunkt mit meinen Sachen, aber leider… ich fürchte es kann nicht warten.“ beginnt Sarah zu erzählen. „Was ist Dir den aufgefallen?“ fragt Joan sie. „Nun, Joan, schau mal runter auf die untere Straßenebene, fällt Dir nichts auf?“ Joan und Curtis blicken herunter. Dann schauen sie sich kurz gegenseitig fragend an. „Was soll uns denn auffallen, Sarah?“ fragt Curtis.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. Juni 2011, 15:34:01 Uhr
und da ich gerade so schön im Schreibfluss bin, hier geht's nochmal weiter:

„Hab ich Dich!“ mit diesen Worten hebt Janis eine unscheinbares, kleines Etwas auf und packt es in sein mobiles Analysegerät. „Was haben Sie denn gefunden?“ fragt der Museums-Mitarbeiter, der ihm besorgt die ganz Zeit folgt. „Das sah aber aus wie Dreck, ich muss wohl unserem Reinigungsservice Bescheid geben das sie die Reinigungsroboter noch mal gründlich durchchecken..“ In diesem Moment gibt der mobile Analysator einige wilde Töne von sich, Janis blickt auf die Displayanzeige und am Liebsten hätte er einen Luftsprung gemacht. „Nein, ganz im Gegenteil“ Janis blickt sich um und sieht mehrere Besucher in Hörweite, von denen bereits zwei auf sie aufmerksam geworden waren. „Aber ich denke wir besprechen alles Weitere am Besten in einem der Serviceräume.“ Der Museumsmitarbeiter führt Janis in einen der Aufenthaltsräume der Mitarbeiter. „Ich denke das Stückchen „Dreck“ wie Sie es nannten ist der Beweis dass das Ziel der Räuber mit großer Wahrscheinlichkeit eines der hier und heute ausgestellten Kunstwerke ist.“ Der Museumsmitarbeiter sieht Janis erschrocken an. Janis fährt fort: “Könnten Sie mich vielleicht kurz allein lassen, ich möchte zuerst die weitere Vorgehensweise mit meinen Kollegen und Vorgesetzten abklären. Ich rufe Sie dann. Danke sehr!“ und schiebt  den verdutzten Mann in den Ausstellungsraum zurück.

Ezra Gurney schaltet Janis auf den großen virtuellen Monitor. „Janis, das hört sich ja an als hätten Sie uns einen großen Schritt voran gebracht. Bitte berichten Sie noch einmal ausführlich, das ganze Team kann Sie hören und sehen.“ Janis Wangen erröten kurz, dann beginnt er mit seinem Bericht, den er mit „…es ist tatsächlich der Kern eines marsianischen Pfirsichs und ich konnte die DNA unseres Verdächtigen daran feststellen! Ich denke damit wissen wir nun zumindest WO sie zuschlagen werden“ abschließt. „Sehr gute Arbeit, Janis! Das ist hoffentlich der Durchbruch den wir jetzt so bitter nötig hatten!“ lobt ihn Ezra.

Janis hört und sieht einige seine Kollegen klatschen. „Aber ich denke ich weiß auch WANN.“ ergänzt Janis. Er merkt, er hat nun die absolut ungeteilte Aufmerksamkeit alle Zuhörer: „Folgen sie weiterhin dem Vorgehensmuster, wie es Michelle analysiert und beschrieben hat, dann werden sie wohl heute zwischen 19 und 22 Uhr zuschlagen. Da ist das Museum bereits geschlossen und es findet eine kleine private Feier statt, so dass nur wenige Menschen dort sein werden.“ Michelle nickt zustimmend „Das passt genau ins Bild! Ich würde Janis in dieser Einschätzung unterstützen“ „Janis, bringen Sie bitte in Erfahrung wer dort feiert, ich fürchte wir müssen das Fest etwas ausweiten.“ fordert ihn Ezra auf. „Nun ich weiß bereits dass es einer der wichtigsten Mäzene des Museums ist, ein gewisser Mr. Newton.“ antwort Janis voller Eifer und  mit einem sehr zufriedenen Grinsen im Gesicht. Dieses verschwindet aber sofort als er merkt, dass sich auf Ezra’s Gesicht und dem der meisten Kollegen ebenfalls ein breites Grinsen ausbreitet, Michelle lacht sogar leise auf. Aber was hat er bloß so Witziges gesagt? Etwas Wichtiges ist ihm anscheinend entgangen. „Nun, das ist allerdings eine sehr gute Nachricht, Janis!“ antwortet Ezra nach kurzem Zögern  und muss über das verdatterten Gesicht von Janis schmunzeln: „Wenn die Sache so liegt, Janis, dann treffen Sie sich bitten mit MR NEWTON, erläutern Sie ihm die Situation. Ach ja – rufen Sie Joan an, sie wird Sie dann an MR. CURTIS NEWTON weiterreichen.“ „Joan?“ wiederholt Janis irritiert. Als ihm nach einer gefühlten peinlichen Unendlichkeit klar wird wer Mr. Newton ist, hat sein Gesicht sich farblich weitgehend einer Tomate angenähert. Mathey und Lenar können sich vor Lachen kaum noch halten „Sorry, Janis ... aber“ und der Rest geht in Lachen über.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. Juni 2011, 14:09:56 Uhr
Sarah schaut von Curtis zu Joan und zurück zu Curtis: „Ok, vielleicht muss man regelmäßig hier sein um es zu erkennen, aber ist ganz einfach: Es stehen zu viele SloMoCad’s dort unten, überhaupt ist deren Verteilung in ganz Manhattan unnormal!“  Joan schaut sie irritiert an: „Bist Du sicher, Sarah? Ich weiß dass sich niemand besser in diesen Dingen auskennt als Du, aber weißt Du, mit einem der SloMo’s sind wir gerade gekommen, dort stehen immer unterschiedlich viele.“ Joan weiß nicht so recht was sie von dieser Eröffnung halten soll. Langsam kommen Ihr Zweifel, ob das Treffen mit Ihr so eine gute Idee war. Sarah blickt Joan direkt an: „Joan, ich kann verstehen das Du Dich vielleicht fragst, ob die gute alte Sarah jetzt nicht verrückt geworden ist.“ und zwinkert ihr dabei zu. Joan fühlt sich bei diesen Worte wie ertappt. Sarah fährt fort: „Aber keine Sorge, Joan, ich habe es genau recherchiert: Das intelligente Netzwerk der SloMo’s ist so programmiert, dass es Erfahrungswerte sammelt, wie viele SloMo’s zu welcher Zeit an welchem Punkt der Stadt bereit stehen sollten, kommen mehr an, fahren sie automatisch einen anderen Standort an. Das System ist in den letzten Jahren nicht mehr verändert worden, es läuft seit dem vollständig autonom und fehlerfrei. Du weißt selber, eigentlich ist immer ein SloMo in der Nähe verfügbar, wenn man es braucht. Aber heute gab es schon einige Beschwerden! Heute verhalten sie sich sehr sonderbar“ sagt Sarah und schaut Joan an: „Aber sieh selber!“ Mit diesen Worten legt Sie ihr Pad auf den Datenpunkt des Tisches, berührt das Display kurz und mitten auf dem Tisch erscheint eine Karte. „Dies ist eine Karte mit den Standorten der SloMo’s heute morgen um 6 Uhr. Und hier, die Veränderung bis jetzt im Zeitraffer!“ fährt Sarah fort. „Tatsächlich, es sieht so aus als würden sie sich an bestimmten Punkten vermehrt sammeln“ sagt Joan „hast Du das nicht gemeldet?“ „Doch habe ich. Aber der zuständige Techniker sagte was von einzelnen defekten SloMo’s und Rückkopplungseffekten und dass das Netzwerk dies innerhalb eines Tages von alleine wieder korrigiert. Aber schau mal, es wird eher noch schlimmer.“ Joan nickt zwar, wirft aber ein: „Kann sein, aber bitte sei mir nicht böse wenn ich das frage, warum kommst Du damit zu mir? Dies ist doch eher ein Problem der lokalen Verkehrsleitzentrale oder der Verkehrspolizei?“ “Weil ich glaube das dies das Werk der Weltraum-Kunsträuber-Bande ist von denen alle annehmen, dass sie hier in der Nähe bald zuschlagen werden!“ antwortet Sarah.

Joan ist sich unsicher, was sie davon halten soll. Noch mehr fragt sie sich, ob nicht auch Curtis Sarah jetzt wohl für vollkommen übergeschnappt hält. Sie schaut zu Curtis. Erstaunt stellt sie fest, dass er die Karte aufmerksam studiert. „Sarah, ich glaube Sie könnten Recht haben.“ Wirft Curtis plötzlich ein. Joan blickt Curtis fragend an: „Wie meinst Du das?“ „Joan,“ beginnt Curtis „Du hast mich doch nach der Nachricht gefragt, die ich erhalten habe?“ „Ja, und Du hast mir diese Frage, soweit ich mich erinnere, bisher auch noch nicht beantwortet!“ antwort Joan mit einem süffisanten Unterton. „Es war eine Nachricht von Prof. Simon.“ fährt Curtis fort, ohne auf  Joan’s Bemerkung einzugehen, „Ezra Gurney hatte ihn gebeten einige technische Dinge zu analysieren, die die Bande hinterlassen hat. Simon hat herausgefunden dass es sich um autonome Mikrorobotor handelt, deren Aufgabe es ist Steuerungselemente bis hin zu künstlichen neuronalen Netzen zu manipulieren.“ „Hm, wie muss ich mir das konkret vorstellen?“ fragt Joan. „Solche Mikroroboter sind etwa ameisengroß oder kleiner, können sich selbstständig fortbewegen und gelangen so direkt an die Schaltelemente mit denen sie sich verbinden und die sie dann beeinflussen.“ Beschreibt Curtis. „D.h. diese teuflischen Minischaltkreise werden einfach irgendwo hin gesetzt und dann krabbeln sie von alleine in die Computer und Steuerungsanlagen und übernehmen dann die Steuerung?“ fragt Joan. Curtis nickt. Joan muss dabei an die Ameise denken, die, als sie heute morgen auf der Bank saßen, an ihrem Bein hoch gekrabbelt war. Sie schüttelt sich und verzieht das Gesicht: „Wie ekelhaft!“

„Und diese Mikrorobotor beeinflussen auch die SloMo’s?“ fragt Sarah. „Ja, ich gehe davon aus! Allerdings müssen dafür nur einige infiziert sein. Wie Sie schon sagten, Sarah, handelt es sich hierbei um ein künstliches neurales Netzwerk, dass sich ständig selbst optimiert. Ziel dieses Netzwerks ist eine optimale Verfügbarkeit zu erreichen. Beeinflusst man nun einige Elemente des Netzwerks, so verändert sich der Lernprozess und das Netzwerk beginnt gegen ein ganz anderes Ziel zu optimieren.“ erläutert Curtis. „Und dieses neue Ziel ist die untere Straßenebene um den Central Park lahm zu legen.“ vermutet Joan. „Ja, sehr gut erkannt, Joan!“ lobt Curtis „Wenn man die Standortkonzentrationen weiter denkt, dann sammeln sie sich in der Nähe aller wichtigen Kreuzungen. Und wenn dann viele von ihnen auf ein Signal hin zur selben Zeit losfahren…“ „blockieren sie sich dort alle gegenseitig!“ beendet Joan seinen Satz  „In dem Tumult der dann entsteht können wir sie dann nicht mehr orten und verfolgen und sie können ganz gemütlich zu Fuß in der Menschenmenge entkommen.“ „Ja! Abgesehen von dem Detail mit den künstlichen High-Jacker-Ameisen war das in etwa auch mein Gedanke! Und nun haben wir dank Curtis sogar einen konkreten Hinweis dafür, dass wirklich die Kunsträuber die Verursacher sind“ sagt Sarah zufrieden.


(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 30. Juni 2011, 21:17:46 Uhr
Meine Güte, Mooncat! Da hat dich die Muse ja richtiggehend zu Boden geknutscht!!!  [bigeek]  Das sprudelt ja nur so aus dir heraus!

Und einen schönen Bogen hast du hingekriegt, von Joans Geburtstag über die Feier im Museum zum geplanten Kunstraub mittels HighTech-Raffinessen. Man darf also weiterhin gespannt sein (vor allem, wenn ich da so an gewisse Andeutungen von dir denke...)!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 2. Juli 2011, 21:38:56 Uhr
Hi Moony,
wow! Da bin ich mal KURZ im Urlaub und dann - juchhuh - geht´s weiter.
Spannend, schlüssig und schön geschrieben!
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Nur schade, das die private Feier für zwei offensichtlich an diesem Abend noch gestört wird!!!
 ;)
Und Mr. Newton, der größte Mäzen des Museums - von wem hat er denn diesen "Job" geerbt???
 ;D
 :-*
Weiter so!
Alles Liebe
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Juli 2011, 23:27:19 Uhr
Vielen Dank an claudrick und Johanna für Eure Kommentare.  [knuddeln]


Wenn ich mal wünschen dürfte......hier meine Wünsche (http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_194.gif)

An alle anderen Leser mit Forum-User:
Irgendwie hätte ich schon gerne mal ein oder zwei Kommentare mehr! Schließlich bin ich hier als Schreiberling bloss Anfänger und brauch schon mal etwas mehr Feedback!!! :'(
Ein kurzes "Gefällt mir gut" wäre ja schon ein schöner Anfang, ich bin ja nicht anspruchsvoll.   :-[


An alle Gäste-Leser - [hello]
ich weiß der eine oder die andere hat schon versucht was hier zu schreiben, aber es geht leider nur als angemeldetes Forum-Mitglied. Aber ..unter dem Startbeitrag zu Second Chance findet Ihr den facebook *like* button. Also wenn da mal jemand hierfür mit *mag ich* werben könnte, wäre mir das schon ein SEHR GROSSES Lob und große Ermutigung für mich mit der Geschichte weiter zu machen.... [work]

man darf ja mal wünschen, oder?.... [peepwall]

LG Mooncat (http://smilies-smilies.de/smilies/tier_smilies/o015.gif) *ich will doch nur spielen*
 
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: DAOGA am 6. Juli 2011, 08:35:46 Uhr
Der Kavalier genießt und schweigt... oder so. Meistens jedenfalls.  ;D
Meine Wertung: Daumen hoch! Mehr!   :D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Captain Future am 9. Juli 2011, 17:40:37 Uhr
Viel sagen kann ich hier noch nicht zu, da ich erstmal alles lesen will inclusive verstecktem Text. Und dann melde ich mich hier wieder.  ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. Juli 2011, 15:03:47 Uhr
Viel sagen kann ich hier noch nicht zu, da ich erstmal alles lesen will inclusive verstecktem Text. Und dann melde ich mich hier wieder.  ;)
noch nicht durch? Versteckten Text gibt es hier (noch) nicht, nur bei Zwischenwelten... ;D  ;D

(http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_194.gif)*schnurrrrrrrrrr*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Captain Future am 13. Juli 2011, 16:04:39 Uhr
Nein leider nicht, ich habe momentan viel Stress und kaum Ruhe zu lesen. Bin gerade mal bei S. 4. Ich lese aber jeden Tag ein bißchen. Habe den Geburtstag gelesen und gerade das, wo Ezlla Captain Future den Umgang mit Joan verbietet. Ich will das ja alles in Ruhe lesen und mit Verstand. Nicht durchrasen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 28. Juli 2011, 23:56:47 Uhr
Hi Moony!
Ich weiß, Du bist im Urlaub. Aber dennoch ein kleiner Reminder: ;D
Es ist fast einen Monat her, dass Du hier was geschrieben (nicht gepostet) hast! [wallbash]
Du weist, doch wie sehr ich mich nach der Fortsetzung verzehre!  [poke]
[runaway]
Vielleicht geht es ja bald nach Deiner Rückkehr mit neuem kreativen Input weiter?[angel]
Hoffnungsvolle Grüße!
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sternmaus am 29. Juli 2011, 12:16:35 Uhr
Vielleicht geht es ja bald nach Deiner Rückkehr mit neuem kreativen Input weiter?[angel]
Hoffnungsvolle Grüße!
Johanna


Ja, bitte bald weiter schreiben [goodjob] - echt Klasse!!!! [master]
Es ist auch nicht so leicht, das warten auf die Fortsetzung.... seuftz... [shrug]
:-* Sternmäuschen

[work]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 30. Juli 2011, 01:17:19 Uhr
Hi Moony,

schau Dir mal das hier an:
http://www.youtube.com/watch?v=8h8L4VYU8NA
oder
http://www.youtube.com/watch?v=xeMiSRlJtYk&feature=related
Wie findest Du das?
 ;)
Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Captain Future am 30. Juli 2011, 12:26:47 Uhr
Also ich bin jetzt auch endlich durch und muß sagen: Hut ab! Mir gefiel auch sehr gut die Jagd im Einkaufszentrum mit dem Marsianer und Otto. Da lag ich bald unterm Tisch.

Und gespannt bin ich auch, was es mit diesem marsianischen Pfirsich auf sich hat und was für eine Funktion er hat.

Ich brenne auch schon darauf, zu wissen, wie es endlich weitergeht.

Auch diese ausgeklügelte Idee mit dem SloMos, also das hätte ich nie so hingekriegt. Alles sehr durchdacht. Respekt!

Daß Joan und Curtis natürlich immer wieder gestört werden in ihrer Zweisamkeit ist ja normal. Sonst wäre es ja nicht Captain Future!  :)

Ich bin schon sehr gespannt, ob es den Dieben gelingt, auch "heute" wieder einen Coup zu landen oder ob Joan und Curtis das diesmal verhindern können. Die Idee mit den Mini-Robotern, die die Steuerung übernehmen, finde ich grandios. Das sind auch die, die die Diebe am Anfang Deiner Story ins Bild geschoben hatten, richtig? Diese ameisenartigen Teile?

Was mir aber auch sehr gut gefällt ist, daß Janis, ein nahezu unbedeutender Beamter auch mal so ein großes Erfolgserlebnis hat und entscheidende Dinge findet.

Weiter, Mooncat. Bin schon sehr gespannt.  ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. August 2011, 01:06:28 Uhr


Ja, bitte bald weiter schreiben [goodjob] - echt Klasse!!!! [master]
Es ist auch nicht so leicht, das warten auf die Fortsetzung.... seuftz... [shrug]
:-* Sternmäuschen

[work]
Danke sehr, danke sehr, i try my very best....

hmmm....also..lieber schnell wieder ein paar Häppchen oder noch was warten und dann einen LANGEN Text??? (muss mich erst wieder eindenken für den Schluss der Geburtstags-Teil-Geschichte....) - also?
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 2. August 2011, 01:10:14 Uhr
Lieber den Spatz in der Hand...
Bin für Häpchen!
In Maßen genießen, aber dafür regelmäßig!
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. August 2011, 22:49:43 Uhr
Lieber den Spatz in der Hand...
Bin für Häpchen!
In Maßen genießen, aber dafür regelmäßig!
 :-*
Johanna

Häppchen klappt, regelmäßig - mal sehen  :-\

„Und was machen wir jetzt?“ fragt Sarah. Aber noch bevor jemand auf diese Frage antworten kann meldet sich Joans Kommunikator, den sie auf den Tisch gelegt hat. Mit einem Blick erkennt Joan „Es ist die Weltraumpolizei. Wahrscheinlich klärt sich das jetzt.“ Und aktiviert den Anruf. Auf dem Display erscheint der immer noch rötlich angelaufene Kopf von Janis. Joan muss grinsen: „Hallo Janis!“ „Hallo Joan!“ antwortet Janis. "Wo bist Du denn?" "Im World Art Cafe in netter Begleitung" sagt Joan" „Oh gut!" sagt Janis "Bitte entschuldige die Störung aber ich muss Deinen Freund, ähm Begleiter, ähm ich meine Cap…, ähm Mr. Newton in einer offiziellen, dringenden und wichtigen Angelegenheit sprechen…“ „Verschluck Dich nicht, Janis, ist schon ok!“ entgegnet Joan und reicht mit einem leicht misstrauischen Blick den Kommunikator an Curtis weiter: „Für Dich, Curtis. Es ist mein Kollege Janis Subat, ich glaube er braucht Deine Hilfe!“

 Curtis runzelt erstaunt die Stirn und nimmt dann den Kommunikator entgegen. „Mr. Subat. Hier ist Mr. Newton. Worum geht es denn?“ „Mr. Newton, es ist mir eine Ehre, bitte entschuldigen Sie die Störung, aber es ist wichtig….“ beginnt Janis. „Geht es um die Kunsträuber?“ Curtis bringt die Sache auf den Punkt. „ Ähm, ja, auch, ja genau darum geht es. Und um Ihre Planungen für den heutigen Abend mit Joan denke ich. Ich meine das Museum natürlich. Ich fürchte da müssen wir einige Änderungen einbauen“ sagt Janis sichtlich verlegen. Curtis seufzt und blickt zu Joan als er antwortet: „Das habe ich mir schon fast gedacht.“ „Mr. Gurney, einige Kollegen und ich sind bereits auf dem Weg zu Ihnen. Bitte bleiben Sie im Cafe bis wir bei Ihnen sind!“ sagt Janis. „In Ordnung! Und sagen Sie Ezra, dass bei uns Sarah Hastings vom Ordnungsamt ist. Mit Ihrer Hilfe haben Joan und ich ebenfalls einige wichtige neue Erkenntnis über die Kunsträuber gewinnen können!“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 7. August 2011, 20:21:21 Uhr
Und sagen Sie Ezra, dass bei uns Sarah Hastings vom Ordnungsamt ist. Mit Ihrer Hilfe haben Joan und ich ebenfalls einige wichtige neue Erkenntnis über die Kunsträuber gewinnen können!“[/color]
Die Spannung steigt! Werden die Kunstdiebe rechtzeitig dingfest gemacht? Geraten Curtis und Joan mal wieder in Gefahr (Meine Güte, was für eine Frage?!)? Oder bringen Janis und Sarah alles ins Lot und unsere beiden Süßen können in Ruhe Geburtstag feiern? Mit einem marsianischen Aprikosenkuchen?  ;D
Fragen über Fragen...

Hoffentlich gibt es bald Antworten!

Gruß
claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sternmaus am 8. August 2011, 17:24:22 Uhr

Hoffentlich gibt es bald Antworten!

Gruß
claudrick

Ja, bitte... [knuddeln] [bussi] [rolllaugh] [rollsmile] [naughty]

KLASSE!!! [master] [goodjob]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 8. August 2011, 19:05:07 Uhr
Kann mich nur anschließen!


felixx [goodjob]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 9. August 2011, 15:30:11 Uhr
 [jump] [jump] [jump] [jump] [jump]
Ja, jetzt muss es weiter gehen!!!
Bitte!
 [sm]
Hi,hi!
LG
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. August 2011, 22:16:27 Uhr
[jump] [jump] [jump] [jump] [jump]
Ja, jetzt muss es weiter gehen!!!
Bitte!
 [sm]
o.k. wenn am Mittwoch alles gut läuft komme ich vielleicht am Freitag oder Samstag schon wieder dazu hier weiter zu schreiben. Also drückt mir die Daumen!

LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 16. August 2011, 15:57:42 Uhr
Du schaffst das!
Und Du kriegst auch jede Menge Unterstützung - alles!
Nur schreib weiter!
FIESGRINS!
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sternmaus am 16. August 2011, 18:53:32 Uhr
Ja, bitte...ich unterstütze Dich in gedanken. Nicht nur der Glaube sondern auch die Gedanken versetzen Berge ...oder so.
 ::) :P
Freue mich schon auf die Fortsetzung ;)
Sternmäuschen
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. August 2011, 20:13:50 Uhr
so, jetzt geht es weiter:   


Ein halbe Stunden später sitzen Curtis und Joan, Ezra und seine Leute, Sarah Hastings und Otho – noch immer als blauhäutiger Saturier verkleidet - in einem der großen Besprechungsräume des H.-Schwarz-Towers gegenüber des New Guggenheim Museums und ein dutzend Stockwerke unter dem Planet Art Cafe. Curtis steht an der großen Fensterseite und blickt herunter auf das Museum. So hatte er das Ganze nicht geplant und er muss sich eingestehen dass es ihn ärgert. Diese verdammten Kunsträuber!

Curtis wendet sich wieder der Runde zu: „Ich fürchte wir können nichts tun außer abwarten bis sie auf kreuzen.“ Alle blicken ihn fragend an. „Prof. Simon’s Untersuchungen lassen mich vermuten, dass sie kein elektromagnetisches Startsignal verwenden.“ „Du meinst es gibt kein Radio- oder Lichtsignal - das wir abfangen könnten! - mit dem sie ihre High-Jacker-Programme starten?“ fragt Joan. Curtis nickt „Entweder haben sie bereits ihre Arbeit aufgenommen wie bei der SloMo’s ..“ „oder sie haben einen Timer eingebaut. Aber diesen könnten wir doch vielleicht auslesen oder beeinflussen wenn wir ihn finden? Die Schaltkreise müssten für den Betrieb des Timers dann doch etwas mehr Strom verbrauchen?“ fällt ihm Joan ins Wort und blickt ihn an. Curtis schüttelt den Kopf: „Nein, Joan. Die Schadschaltkreise ruhen bis sie aktiviert werden, aber nicht mit einem Timer. Mini-Timer verbrauchen so wenig, sie könnten wir wohl nicht so einfach erkennen. Aber wir könnten das „Erwachen“ durch kleine Verbrauchsspitzen im Stromnetz erkennen. Allerdings, moderne Sicherheitssysteme würden solche Stromschwankungen automatisch registrieren und Alarm schlagen noch bevor die Schadprogramme dies unterbinden könnten. Nein, es sieht so aus als sind dies richtige Minirobotor, die ihren Strom zum Hochfahren durch eine eigene Ministromquelle erhalten. Diese ermöglicht ihnen auch ihre autonome Fortbewegungsfähigkeit. Das sind wahre Meisterwerk der Nanoelektronik.“  und genau das finde ich äußerst beunruhigend ergänzt Curtis für sich im Stillen und wirft einen kurzen Blick auf Joan.. Ihre Wangen sind leicht erötet, sie scheint die Aufregung zu genießen. Er hatte kurz überlegt Ezra zu bitten sie nach Hause zu schicken, aber dann doch lieber nichts gesagt. Aber der Gedanke sie in Gefahr zu bringen ... . Zumindest würde sie die ganze Zeit direkt an seiner Seite sein.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. August 2011, 20:24:51 Uhr
und noch ein Häppchen:

Ezra seufzt: „Ich fürchte Captain Future hat Recht, das war eines der Mysterien der bisherigen Raubzüge. Wir konnten in den Aufzeichnungen nirgendwo Besonderheiten feststellen, weder Stromspitzen noch irgendein ungewöhnliches Signal auf irgendeinem Frequenzband wurde gemessen, obwohl sie einmal quasi direkt neben einer der modernsten und geheimsten interplanetaren - nun sagen wir mal - „Erkundungsanlage“ zugeschlagen haben, die wirklich ALLES detektiert was technisch möglich ist. Aber wie machen die Räuber das dann das die Dinger dann erwachen wenn sie wollen?“

Curtis dreht sich nun ganz der Runde zu: „Quantenmechanik!“ Daraufhin entschlüpft Michelle ein leises „Oh je….“ Curtis muss grinsen. „Alle unseren modernen Computer nutzen den Effekt der quantenmechanischen Verschränkung von Teilchen, d.h. eine Art Kopplung ihrer Eingenschaften. Verschränkte („Tagged“) Teilchen verhalten sich in gewisser Weise wie ein Teilchen. Und das unabhängig davon, wie weit die verschränkten Teilchen von einander entfernt sind. Einstein nannte es die „Spukhafte Fernwirkung“. Im 20ten Jahrhundert glaubte man noch dies wäre nur ein Effekt den Physiker in ihrem Laboren oder im Weltall beobachten würden. Man nahm an, dass dieser nicht unter den Bedingungen der belebten Natur um uns herum vorkommt. Ab dem Beginn des 21ten Jahrhunderts fand man jedoch heraus, dass die Natur diesen Effekt nahezu überall nutzt. Zunächst entdeckte man, das verschränkte Moleküle bei der Photosynthese die Ursache für die bis dahin technisch unerreichbare nahezu verlustlose und sofortige Weiterleitung von Energie in den Pflanzen ist.“ Curtis blickt in die Runde als er fortfährt: „Erinnern Sie sich an den marsianischen Pfirsichkern?“ Ein erstauntes Nicken geht durch die Runde. „Der marsianische Pfirsich ist wissenschaftlich eine Sensation. Die Pflanze kann mit Hilfe von verschränkten, stabilen Molekülen nahezu sofort Energie in physisch getrennte, Kilometer voneinander entfernte Pflanzenteile transportieren. Dazu muss man nur den „Kopf“ genannten Teil mit Licht bestrahlen, dieser „sendet“ die Energie dann an alle seine „Körper“ die dann zu wachsen beginnen, ohne das man zwischen den Pflanzenteilen irgendeinen Energietransfer messen könnte.“  
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. August 2011, 21:00:01 Uhr
ups..da fehlt noch was:

„D.h. die Räuber haben so einen marsianischen Pfirsch-„Körper“ in jeden Miniroboter eingebaut und wenn sie den Kopfteil bloß in die Sonne legen oder unter eine Lampe, dann geht’s sofort los ohne das irgend ein Sicherungssystem was merkt. Wirklich clever!“ sagt Janis. „Ja, ich vermute so ist es „ bestätigt Curtis und nickt ihm zustimmend zu. „Leider haben wir so leider keine Chance vorher sicher fest zu stellen, welche Systeme sie infiziert haben. Damit hat unser Plan einige Unwägbarkeiten…“ ergänzt Curtis und wirft einen besorgten Blick auf Joan. Doch Joan lächelt ihn nur erfreut an.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 28. August 2011, 22:23:10 Uhr
Hi Mooncat,
super!
Unsere Physikerin hat wieder zugeschlagen! ;D
Gefällt mir. Und seine innere Zerrissenheit: Eigentlich möchte er Joan gerne in Sicherheit bringen - und bringt es doch nicht über´s Herz.
Herrlich!
Nur weiter so! Bin schon gespannt, ob sie die Diebe schnappen!
Jetzt wird es richtig spannend - also nur nicht nach lassen!
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. August 2011, 23:19:56 Uhr
Apropos quantenmechanisch verschränkte Photosynthese ...das ist tatsächlich nicht ausgedacht, der marsianische Pfirsich natürlich schon  ;)  :

http://www.pro-physik.de/details/news/prophy12889news/news.html?laid=12889 (http://www.pro-physik.de/details/news/prophy12889news/news.html?laid=12889)



Auch der Magentkompass im Auge der Vögel soll auf Quantenverschränkung zurück zu führen sein:

http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2011/07/die-quantenverschrankung-im-auge-des-vogels.php (http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2011/07/die-quantenverschrankung-im-auge-des-vogels.php)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 29. August 2011, 14:45:19 Uhr
Unsere Physikerin hat wieder zugeschlagen! ;D
Da schließe ich mich meiner Vorrednerin an, Respekt vor soviel Detailkenntnis!  [master]
Ich musste es zwar dreimal lesen, bis ich es halbwegs verstanden habe (wie möglicherweise auch Curts Zuhörer  ;D ), aber davon abgesehen hätte ich dir sowieso alles geglaubt, was du da so schreibst, weil ich weiß, wie gründlich du recherchierst und es ganz nebenbei verstehst, höhere Physik in eine spannende Verpackung zu hüllen. Klasse!

Gruß

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. August 2011, 15:34:44 Uhr

Ich musste es zwar dreimal lesen, bis ich es halbwegs verstanden habe (wie möglicherweise auch Curts Zuhörer  ;D )
ok, dann muss ich das noch was leserlicher = verständlicher machen...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 29. August 2011, 16:28:55 Uhr
ok, dann muss ich das noch was leserlicher = verständlicher machen...
Um Himmels Willen, nein!  :D  Ich wollte das keinesfalls als Kritik verstanden wissen, entschuldige, falls sich das so angehört hat.  :-*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. August 2011, 23:57:24 Uhr
Um Himmels Willen, nein!  :D  Ich wollte das keinesfalls als Kritik verstanden wissen, entschuldige, falls sich das so angehört hat.  :-*
ok, wenn Du meinst das sollte besser so bleiben...dann lass ich es wie es ist.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. August 2011, 22:28:21 Uhr
so ich schreibe bereits an der Fortsetzung   [work]
aber so ganz gefällt es mir nicht. Deshalb erst mal nur die Überschrift:  ;D


Joans Geburtstag - Unverhofft kommt oft – Teil 4



----

(P.S. Anspornende Posts wäre durchaus hilfreich  ;) )
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 30. August 2011, 23:39:52 Uhr
Hm,
so zu sagen ein kleine Apetitmacher.
Und ich hab doch schon HUNGER!
 ;)
Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. September 2011, 16:03:09 Uhr
and here we go:


Die Abenddämmerung hat bereits eingesetzt und die Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne färben die Wolken am Himmel über den Wolkenkratzern New Yorks leuchtended rot-orange. Die letzten Sonnenstrahlen tanzen goldgelb in den vom leichtem Windhauch bewegten Blättern der Bäume auf der Terrasse des Planet Art Cafes. Da betritt ein attraktiver Erdenmensch mittleren Alters in typischen Banker-Kleidung das Cafe. Er hat keinen Blick für die Schönheit dieses Anblicks sondern steuert direkt auf den für die Platzvergabe zuständigen Kellner zu. „Smith, Jonathan, ich habe das Separées mit Blick auf den Central Park und das Museum gebucht.“ „Herzlich Willkommen Mr. Smith! Ja, Moment…“ sagt der Kellner und seine Finger flitzen gekonnt über die Liste der Digitalanzeige vor ihm.  „Smith….Jonathan….da habe ich Sie ja. Aber wir haben Sie erst in 10 Minuten erwartet, der Tisch muss noch einmal neu eingedeckt werden.“ Und mit diesen Worten blickt er sich um und fährt dann fort: „Aber der Einzelbereich dort hinten ist bereits fertig und von dort haben Sie einen noch schöneren Blick auf den Sonnenuntergang und das nächtliche New York.“ „Nein, ich habe mir speziell dieses ausgesucht. Wann ist es fertig, ich muss mich in 5 Minuten in eine Konferenz einschalten.….“ fragt der Erdenmensch leicht ungehalten. Der Kellner winkt einem jungen Kollegen zu und nickt. „ Kein Problem, Mr. Smith, mein Kollege Janis Subat wird Sie hinführen und die notwendige Dinge sofort selber erledigen. Er wird sich heute Abend um Sie kümmern.“ sagt der Kellner mit einem leichten Grinsen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. September 2011, 21:07:38 Uhr
und als nächstes kommt der Auftritt unseres DreamTeams mit Verstärkung....

 [work] [work] [work] [work] [work]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 6. September 2011, 21:36:13 Uhr
Spann uns nicht so auf die Folter!
Erbarm Dich!
[jump]
Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. September 2011, 21:37:34 Uhr
Spann uns nicht so auf die Folter!
Erbarm Dich!
[jump]
Liebe Grüße
Johanna

sorry, muss jetzt ins Bettchen....vielleicht morgen Abend...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 7. September 2011, 09:42:51 Uhr
Mr. Smith hatte in dem von Glaswänden und Sträuchern abgeschirmten Bereich Platz genommen und aus seiner Tasche ein Work-Pad mit virtuellem Display, virtueller Tastatur und Kamera aufgebaut. Als Janis ihm seinen Latte Machiatto mit einem Schuß marsianischem Aprikosenlikör bringt, wirft er unauffällig einen genaueren Blick auf alles. Auf dem virtuellen Display sind mehrere Fenster zu sehen, eines hatte der Erdling bei seinem Eintreten in den Hintergrund geklickt. Janis ist sich sicher das es den Lobbybereich im Museum gegenüber gezeigt hat. Eine nur für das geübte Auge sichtbare Mini-Kamera des Work-Pads ist auf die kleine Privatladeplattform auf dem Dach des Museums einige Stockwerke unter ihnen gerichtet. Janis ist sich sicher, dieser Mr. Smith ist garantiert Mitglied der Räuberbande und hat hier seinen Beobachtungsposten bezogen. Vielleicht ist er ja sogar der Kopf und ihm, Janis, würde die Aufgabe zu Teil ihn am Ende zu schnappen. Janis grinst in sich hinein. "Danke" murmelt der Mann und fährt dann harsch fort: "und jetzt lassen Sie mich bitte für die nächsten Stunden alleine, ich melde mich wenn ich etwas brauche!" "Wie Sie wünschen!" Janis nickt ihm zu und verlässt dann den abgeteilten Raum. Dann sagt er fröhlich grinsend: "Habt Ihr schöne Bilder von ihm?" und die Stimme von Michelle antwort ihm in sein rechtes Ohr: "Ja, Danke! Deine Knopfkamera macht sehr gute Bilder! Ich lasse gerade die Datenbanken nach ihm durchsuchen." In diesem Moment sieht Janis durch die Scheiben des Cafes wie zwei Personen das in rötlich-goldenes Licht getauchte Landedeck des Museums betreten. Dann landet ein kleiner Raumgleiter neben ihnen. Ein großgewachsener Mann mit dunklen Haaren und einem sportlichen dunklen Mantel steigt zuerst aus, begrüßt die beiden kurz und wendet sich wieder dem Gleiter zu. Er hilft einer schlanken Frau mit blonden, langen Haaren und einem langen Abendkleid beim Aussteigen. Janis grinst voller Erregung: "Das Spiel hat begonnen!"
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 7. September 2011, 14:21:13 Uhr
Das Spiel hat begonnen...

und jetzt werde ich immer neugieriger. Menno! Hätte nicht lesen sollen - sollte eigentlich System testen... grrrr.
 [goodjob]
Übrigens, den Latte Machiatto mit einem Schuß marsianischem Aprikosenlikör würde ich gerne mal probieren!

 ;D
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 7. September 2011, 18:34:18 Uhr
Übrigens, den Latte Machiatto mit einem Schuß marsianischem Aprikosenlikör würde ich gerne mal probieren!
ich nicht..bäh..
oder soll ich es in Pflaumen ändern oder Pfirische?    ...das könnten wir dann zum running gage ausbauen wenn Du weißt was ich meine....Smith die Pflaume oder der Pfirsich Jonathan?!...hihi..aber ich glaube einen Apfel Jonathan gibt es wirklich, oder was meinst Du Johanna? Und wieso muss ich bei Johanna immer an Johannisbeeeren denken...

[confusion3] [gonenuts] [smhair]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 8. September 2011, 17:20:08 Uhr
WAS hast Du genommen???
(Kann ich auch was kriegen?  :P)

Du weißt doch:
George "die Pflaume" ist schon besetzt!

LG
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. September 2011, 01:17:25 Uhr
hier wird ja wieder eifrig getextet, da kann ich wohl getrost bis Ende September in Urlaub verschwinden...  (http://www.smilies.4-user.de/include/Wasser_Strand/smilie_water_060.gif)
   
        (http://www.smileygarden.de/smilie/Strand/Sommer-TooHot.gif)     (http://www.smileygarden.de/smilie/Strand/Sommer-Drink.gif)     
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 14. September 2011, 22:03:02 Uhr
Wünsch dir einen schönen Urlaub!


felixx ;)

*gelb vor Neid >:(*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. September 2011, 22:59:50 Uhr
Wünsch dir einen schönen Urlaub!


felixx ;)

*gelb vor Neid >:(*

ohhh..dafuer kann ich aber nicht am Treffen teilnehmen  :'(

aber schoen ist's hier, Sonne, Strand, Waerme, tuerkisfarbenes Meer und 22 km Strand...
Schicke ein wenig Sonne zurueck nach good old Germany auf das bald ein Goldener Herbst eintrifft!!!!

LG Mooncat - braun von der Sonne   :-*  (ok mehr als goldbraun werde ich nicht und mit Sonnenschutzfaktor 50 dauert es etwas, aber es reicht und haelt laenger....  :P )


P.S. schnurrrrrrrr...raekelt sich in der Sonne.....springt ins warme Meer....Sand unter meinen Fuessen...zarter Wind streichelt meine Haut..........morgen frueh Sonnenaufgang von meinem Balkon anschauen ueber dem Meer...heute Nacht Rauschen der Blaeter der Palmen....HERRLICH........ ich will hier nie wieder weg....oder?..
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 21. September 2011, 17:25:20 Uhr
Sieh an,
die Mooncat schnurrt hier rum!
Aus´m Urlaub raus
Und unsereins schuftet hart... grrr!
Will auch Sonne, Sand und Meer!!! [happywave]

Grüße

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. September 2011, 11:26:05 Uhr
back again....und  [work] [work] [work] [work] [work]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 28. September 2011, 12:56:46 Uhr
Schön, dass du wieder da bist, mondkatze!  :)

back again....und  [work] [work] [work] [work] [work]
Soll das jetzt heißen, du hast am Arbeitsplatz viel zu tun, oder hast du aus dem Urlaub so viel Inspiration mitgebracht, dass du gar nicht weißt, wann du das alles aufschreiben sollst?
Der geneigte Leser hofft natürlich Letzteres...  ;D

Welcome back

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. September 2011, 23:03:53 Uhr
Bereits ins Dunkel der Straßenschlucht getaucht befindet sich ein kleiner unscheinbarer Schaltkasten an einer der Häuserwände in New Yorks Midtown - so wie es Millionen von ihnen gibt. Niemand nimmt ihn wahr, niemand macht sich je die Mühe, sein Innenleben zu betrachten. Würde ein Defekt auftreten, würde er einfach ausgetauscht. Abschrauben, abklemmen, anklemmen, anschrauben - 1 Minute 30 Sekunden, länger dauert so etwas nicht. Aber auf einmal, wie von Geisterhand gesteuert, fängt der Kasten an sehr leise zu summen. Und würde man den Deckel öffnen, so würde man einige ungewöhnliche dunkle Flecken erkennen, die die Schaltelemente bedecken und die ganz leicht begonnen haben blaues Licht auszustrahlen. Aber niemand schaut nach.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 29. September 2011, 01:43:50 Uhr
Gruselitsch! [electrified]
Grüßlis
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. September 2011, 02:09:30 Uhr
Gruselitsch! [electrified]
[moreconfused]?

Ok...one day later, still back at home...auch wenn es sich temperaturmäßig FAST wie Fuerteventura anfühlt  ;D ;D ;D ;D mega grinser so geil diese Umstellung... ;D ;D ;D ;D
aber hier gibt es FEDERWEIßen...habe gerade 0,5 LIter der Sorte "schmeckt etwas herber ist von Anfang der Woche" intus und FREUE !!!! mich gerade auf einen hoffentlich guten ersten FREITAG-Arbeitstag Morgen (wenn ich aus dem Bett komme und wann mein Fahrrad mich hinfährt ...oh wie GROßartig (um das andere Wort  mit g zu vermeiden).und dann gleich DREI TAGE Wochenende mit geilem Wetter... irgendwie muss der Herrgott da droben es gut mit mir meinen. Wo ich schon die geile FF-Party verpasste habe.... also nach den Fotos auf FB nach zu schließen....


Und was so irre ist...wir haben 3 Tage lang super Fete hier in Bonn - Deutschlandfest und NRW-Tag....und was weiß ich (ich heiße NICHT Simon @ Johanna)  Hier werden in 3 Tagen ganz viele Gäste erwartet und das bei geilen ...ups... hervorragenden Spätsommerwetter!!! Da war schon heute das gemütliche Bonner Aufbauchaos ...wie super. Ok AUTOFAHREN ist jetzt schlecht aber bei dem Wetter bringt mich mein Fahrrad überall hin.... Roger over und ich schreib noch was... aber erstmal für mich: ätsch! Ihr kriegt die "KLARE" Version. Skol!AUF DEUTSCHLAND und seinen  Federweissen......

Könnte es sein das der Sommer 2011 aus eine frühen heißen Frühsommer und eine schönen Spätsommer besteht??? MIR solls Recht sein....

Zwischenfrage: wieviele Klammern muss ich hier schließen??? Alle Klammern seinen hiermit geschlossen.... oh wie gut geht es mir *sing, schnurr, freu*

ich habe die Story fast fertig (Joans Geburstag und der werte Leser weiß, den überlebt sie sehr glücklich)....also...wie der Engländer sagt SOOON The story continues.....

 ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Oktober 2011, 16:57:35 Uhr
und hier geht's weiter:

Joan beobachtet zufrieden das vorbei fliegende Häusermeer von New York, als sie und Curtis mit ihrem Gleiter die Landeplattform des New Guggenheim Museums anfliegen. Die Abendstrahlen der Sonne verwandeln alles in einen goldenen, glitzernden Teppich über den sie hinweg gleiten. Sie blickt zu Curtis und muss grinsen. Wirklich einmalig war sein Gesichtsausdruck gewesen, als er sie vor einer viertel Stunde nach dem Umziehen zum ersten Mal in ihrem Abendkleid gesehen hat. Sicherlich hat es nur wenig Ähnlichkeit mit ihrer Uniform. Und das Sommerkleid, dass sie heute getragen hatte ist sicher nett, aber doch kein Vergleich. Als sie es vor einem Jahr gefunden und anprobiert hatte, hätte sie es am liebsten gar nicht mehr ausgezogen. Zu wundervoll schmiegt sich der Stoff an ihren Körper, leicht und doch warm und ganz eng ansitzend. Ein Kleid, in dem man ganz natürlich eine würdevolle Haltung einnimmt. Und in dem sie wirklich gut aussieht, dass weiß Joan. Sie hatte es sich für einen ganz besonderen Anlass gekauft.

„Bereit?“ fragt sie Curtis, als sie zur Landung ansetzen. „Ja, alles klar!“ sagt Joan und nickt mit dem Kopf. Als der Gleiter landet, stehen dort schon Ezra und eine weitere Person, beide in dunkler Hose, hellem Hemd und einer Jacke, deren Aufnäher sie als Mitarbeiter des Museums kennzeichnet. Curtis steigt zuerst aus und wird sofort von dem zweiten Mann, der sich als Vorsitzender der Museums-Stiftung vorstellt, begrüßt.  Dann wendet er sich wieder Joan zu. Als er ihr aus dem Gleiter hilft, scheint es Joan für einen kurzen Moment als wären sie nicht Captain Future und eine Geheimagentin auf der Jagd nach einer Räuberbande, sondern ein reiches, junges Pärchen der New Yorker Oberschicht. Ihre Wangen röten sich leicht, als Curtis sie sanft absetzt. Sein Blick ist für kurze Zeit an eine eindeutig weibliche Stelle ihres Körpers gewandert, die sich dezent aber deutlich in ihrem Kleid abzeichnet. Als Curtis bewußt wird, dass sie es gesehen hat, grinst er nur frech. Sie ist sich nicht ganz sicher, ist das wirklich der Captain Future den sie kennt? Vor allem - er hatte das hier tatsächlich so ähnlich für sie geplant! Schon seltsam, sowas hätte sie nicht unbedingt von ihm erwartet. Umso mehr geniest sie es jetzt. „Madam, herzlich willkommen!“ begrüßt Ezra sie, ergreift Ihre Hand und deutet einen Handkuss an. Als er seine Kopf wieder hebt zwinkert er ihr zu.  
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 5. Oktober 2011, 17:34:54 Uhr
Zitat
Ihre Wangen röten sich leicht, als Curtis sie sanft absetzt. Sein Blick ist für kurze Zeit an eine eindeutig weibliche Stelle ihres Körpers gewandert, die sich dezent aber deutlich in ihrem Kleid abzeichnet. 

 [naughty]
Holla die Waldfee und da wollen wir doch mal hoffen, dass das Kleid nicht nur gut sitzt, sondern dass die gute Joan da drin auch genügend Holz vor der Hütte hat! ;)


felixx ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. Oktober 2011, 09:56:18 Uhr
[work][work][work][work][work][work][work]
Soll das jetzt heißen, du hast am Arbeitsplatz viel zu tun, oder hast du aus dem Urlaub so viel Inspiration mitgebracht, dass du gar nicht weißt, wann du das alles aufschreiben sollst?
Der geneigte Leser hofft natürlich Letzteres...  ;D

Wie man an dem mangelnden Fortschritt in der Story sieht, ist es derzeit Ersteres. Aber anscheinend geht es mir nicht alleine so.... dabei wäre eine nette Geschichte zwischendurch jetzt für mich sehr wichtig...seufz....  :'(  ...etwas smalltalk.....aber nix ---mit der erfreulichen Ausnahme von Spacy!

und im chat ist Abends (Mi/So) auch niemand...  :'(  (ok..ich war auch nicht immer da...eher nur mal kurz gelegentlich)...seufz...

LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Oktober 2011, 17:56:18 Uhr
Während langsam auch die letzten Bereiche der Straßenschluchten von Midtown ins Dunkel der Nacht versinken, schimmert in immer mehr Schaltkästen unbemerkt ein bläuliches Licht. Aus ihnen ertönt ein für Menschen unhörbares Summen.  Aber die Insekten können es hören und gehen dem Geräusch aus dem Weg. Ameisen verlegen ihre Straßen. Und auch Mäuse machen lieben einen Bogen um die Kästen.

Ein Mädchen hat sich an einen der Kästen gelehnt. Sie merkt plötzlich, wie ein kalter Schauer ihr über den Rücken läuft. Auf ein Mal erscheint ihr jedes Geräusch bedrohlich. Sie hört wie sich Schritte nähern. Sie sollte längst schon zu Hause sein, ihre Mutter wird schimpfen, denkt sie. Da hören die Schritte auf. Es knallt plötzlich - das Mädchen erschrickt und läuft so schnell wie sie nur kann nach Hause.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 27. Oktober 2011, 22:30:29 Uhr
Hi, mooncat!

Diese kurze Momentaufnahme ist ja fast drehbuchverdächtig! Sehr stimmungsvoll, ein bisschen gruselig, die Spannung steigt. Geht es schon auf die Zielgerade zum Showdown?

Grüßle

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 11. November 2011, 16:40:36 Uhr
Moony,
hier darf es eindeutig weiter gehen! Bin gespannt!
Liebe Grüße
Johanna :-\
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Dezember 2011, 10:03:08 Uhr
Hi, mooncat!

Diese kurze Momentaufnahme ist ja fast drehbuchverdächtig! Sehr stimmungsvoll, ein bisschen gruselig, die Spannung steigt. Geht es schon auf die Zielgerade zum Showdown?

Grüßle

claudrick

Johanna, Claudrick,...gebt mir noch ein paar Tage. Die Zielgerade für den Teil "Joan's Geburtstag" ist erreicht. Ich brauche nur noch etwas Muse es auf zu schreiben....

 [work] [work] [work]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 16. Dezember 2011, 23:37:10 Uhr
Hm,
da geht es Dir wie mir:
Zuviel Arbeit, zu wenig Zeit für die "wichtigen" Dinge im Leben...
 ;D
Warte voller Spannung!
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. Dezember 2011, 01:00:33 Uhr
es geht weiter:


Das New Guggenheim Museum war an der Stelle seines zerstörten Vorgängers aus der Mitte des 20sten Jahrhunderts erbaut wurden. In den Grundelementen identisch, nur mit einer noch größeren Rotunde und einigen Anbauten, über das das erste Gebäude noch nicht verfügte. Bereits das alte Gebäude muss schon beeindruckend gewesen sein, denkt sich Joan als sie die große Rotunde betreten. Damals war es etwas ganz ungewöhnlich Neues, Extravagantes, Unerhörtes. Auch wenn nun viele andere Museen noch viel größer und moderner und technisch besser ausgestattet sind, so ist dieses doch das für mich schönste, denkt sich Joan. Hier geben einem nicht nur die Kunstwerke sondern auch die Architektur des Gebäude ein Gefühl für die Zeit, aus der sie stammen. Könnte Curtis das wohl herausgefunden haben? Und wenn ja, wer hat es ihm verraten? Ezra? Sie blickt lächelnd zu ihm hin. Er lächelt zurück, aber die Falten auf seiner Stirn zeigen eindeutig, dass er angespannt ist. Es erinnert Joan daran, dass sie nicht zum Vergnügen hier sind. Jedenfalls noch nicht, denkt sie…

„….1937 wurde die Solomon R. Guggenheim Foundation gegründet, die sich darum kümmerte seine Sammlung zeitgenössischer Kunst dem New Yorker Publikum zu präsentieren. Die ersten Ausstellungen fanden noch in seinem privaten Appartement statt, später in einem umgestalteten Autohaus und endlich, am 21. Oktober 1959, wurde an dieser Stelle das erste Solomon R. Guggenheim Museum eröffnet. ….“ erklärt voller Stolz der Stiftungsvorsitzende direkt an Joan gewand, während sie langsam die sich schneckenförmig nach windende Rampe nach unten gehen.  „…mit der Planung des Museumsgebäudes, wurde im Juni 1943 der Architekt Frank Lloyd Wright beauftragt…..“ fährt er fort.

Plötzlich bleiben sie stehen und Joan erschreckt leicht, als sie ihn inbrünstig vortragen hört: „I need a fighter, a lover of space, an agitator, a tester and a wise man. . . . I want a temple of spirit, a monument!“ Joan läuft ein Schauer den Rücken herunter, obwohl es angenehm warm im Gebäude ist. „Habe ich Sie erschreckt? Bitte entschuldigen Sie aber das wollt ich nicht. Ich habe nur die Worte rezitiert, mit der die damalige Kuratorin Hilla von Rebay ihre Anforderungen an den Architekten beschrieben hat. Aber finden Sie nicht auch, das auch das jetzige Gebäude der Handschrift dieses großartigen Architekten entspricht?“ „Ja, sie haben vollkommen recht. Genau deshalb liebe ich auch dieses Gebäude“ sagt Joan mit einem leicht gezwungenen Lächeln. Sie blickt zu Curtis, der sie an der Hand führt. „Aber irgendwie wurde mich plötzlich ein wenig unheimlich. So als wäre ein kalter Windhauch an uns vorbei gezogen.“ Curtis runzelt die Stirn. Dann nickt er ihr kurz zu und sagt: „Ich denke es ist Zeit…“ und wendet sich auch an Ezra und nickt ihm ebenfalls fast unmerklich zu. Dann wendet er sich an alle „Ich denke es ist allerhöchste Zeit etwas zu Essen und zu Trinken, dann wird Dir auch wieder warm, mein Liebes. Ich danke Ihnen sehr, Dr. Hamilton, für Ihre hervorragende Führung, aber wir werden sie lieber ein anderes Mal fortsetzen.“ sagt Curtis nachdrücklich. Dr. Hamilton nickt verstehend und verabschiedet sich.


Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 28. Dezember 2011, 17:27:31 Uhr
Man beachte die Uhrzeit... (schnarch).
Hi, hi!
Jetzt bin ich angefixt.  ;) Du hast doch noch frei - darf ich hoffen? (Und ich arbeite noch... grummel) >:(
 :-*
Lieb Guck!
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 30. Dezember 2011, 09:47:28 Uhr
Hi Mooncat,

Das New Guggenheim Museum war an der Stelle seines zerstörten Vorgängers aus der Mitte des 20sten Jahrhunderts erbaut wurden.
Auch wenn es für die Story wohl nicht von Belang ist, würde mich doch interessieren, welches Unheil da über das ursprüngliche Guggenheim Museum hereingebrochen ist? Der dritte Weltkrieg? Ein Anschlag? Eine Naturkatastrophe? Oder einfach nur zerschossen und verwüstet beim Aufeinandertreffen von Polizei und organisierter Kriminalität (wie drastisch gezeigt in "The International")?  ???

Es erinnert Joan daran, dass sie nicht zum Vergnügen hier sind.
Im Gegensatz zum lesenden Publikum!  :)

„Aber irgendwie wurde mich plötzlich ein wenig unheimlich. So als wäre ein kalter Windhauch an uns vorbei gezogen.“
Gruselitsch!  :o

In der Hoffnung, das Guggenheim-Museum sieht nicht seiner erneuten Zerstörung entgegen, freue ich mich auf die Fortsetzung!

Lieber Gruß

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 30. Dezember 2011, 10:41:22 Uhr
Ok, ich nehme mal an, dass mich dieser blöde Surfstick hier eh wieder gleich rausschmeißt, konnte das nur fix lesen und :

WEITER!!!!!


felixx
*eingeschneit irgendwo in den Alpen.....*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 30. Dezember 2011, 11:09:40 Uhr
 [unconscious]
Tja, wenn das hier mal kein Bayern ist..... ;D


Hintergraseck Garmisch.
Seit gestern Abend ca. 30cm Neuschnee!


felixx

PS: Ich hasse Surfsticks.  >:(
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Dezember 2011, 13:09:02 Uhr
Hi Mooncat,
Auch wenn es für die Story wohl nicht von Belang ist, würde mich doch interessieren, welches Unheil da über das ursprüngliche Guggenheim Museum hereingebrochen ist? Der dritte Weltkrieg? Ein Anschlag? Eine Naturkatastrophe? Oder einfach nur zerschossen und verwüstet beim Aufeinandertreffen von Polizei und organisierter Kriminalität (wie drastisch gezeigt in "The International")?  ???


In der Hoffnung, das Guggenheim-Museum sieht nicht seiner erneuten Zerstörung entgegen, freue ich mich auf die Fortsetzung!

Lieber Gruß

claudrick

 ;) ist ja auch schon fast ein Jahr her das ich das geschrieben habe:  :o  ::)


„Weiß Du, nach der großen Welle hat man eine Bauvorschrift eingeführt, die bestimmt, dass von den noch stabilen Gebäuden zumindest die Fassaden erhalten bleiben müssen.“ Fährt Joan mit ihrem Vortrag fort ..... „Aber vorher gehen wir noch an der nächsten Ecke in die kleine Galerie und dann machen wir noch kurz Rast in meinem Lieblingspark bei dem Denkmal für die Opfer der großen Welle.“

Ende des letzten Jahrhunderts hatte ein Tsunami große Teil der Nordamerikanische Westküste zerstört. Auch New York war nicht verschont geblieben. Nach der großen Welle, die trotz Warnung viele hundert Tote gekostet hatte, stand die Stadt wochenlang meterhoch unter Wasser. Danach erwies es sich, dass nicht jedes Gebäude und jedes Hochhaus so stabil war wie gedacht, so manches Gebäude schien wie auf Sand gebaut. Aber die New Yorker nutzen wieder einmal die Katastrophe als Chance. Als Chance Ihre Stadt nicht nur an vielen Stellen neu aufzubauen sondern städteplanerisch neue, zukunftsweisende Wege zu gehen.....


nein, es bleibt heil....

LG Mooncat

P.S. Ich hasse immer noch Schnee und der kann mir gestohlen bleiben... oder in Garmisch
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 31. Dezember 2011, 14:11:04 Uhr
;) ist ja auch schon fast ein Jahr her das ich das geschrieben habe:  :o  ::)

Oops, dann will ich nichts gesagt haben.  :-X

Ende des letzten Jahrhunderts hatte ein Tsunami große Teil der Nordamerikanische Westküste zerstört.

Das unheimliche an dieser Sache ist ja, dass sich nicht die Frage stellt, ob so etwas passiert, sondern wann es passiert! Ist das nicht La Palma, das aufgrund seiner vulkanischen Aktivität irgendwann auseinander bricht, zum Teil versinkt und dadurch dieser Tsunami ausgelöst wird?

Abseits solcher Gedanken: Alles Gute für 2012!  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. Januar 2012, 20:23:05 Uhr
Das unheimliche an dieser Sache ist ja, dass sich nicht die Frage stellt, ob so etwas passiert, sondern wann es passiert! Ist das nicht La Palma, das aufgrund seiner vulkanischen Aktivität irgendwann auseinander bricht, zum Teil versinkt und dadurch dieser Tsunami ausgelöst wird?

Ja, genau daran habe ich gedacht als ich dies geschrieben habe. Ob allerdings die Häuser von NY stabil genug für eine Überflutung sind, darüber habe ich noch nichts gelesen... Es gibt einen Teil von La Palma der droht abzubrechen und ins Meer zu stürzen. Hoffentlich nur nicht, wenn ich (oder sonst jemand) gerade auf den Kanaren Urlaub macht....hmmm... Ich baue auf mein Glück...
Und vor El Hierro (der kleinesten und jüngsten Kanareninsel) wächste gerade eine weitere Insel aus dem Meer - als Vulkan.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. Januar 2012, 20:34:10 Uhr
und hier mein Neujahrsgeschenk für die Second Chance Leser:


Draußen vor dem Museum hat sich inzwischen eine große Anzahl von SlowMo’s gesammelt und verstopfen die Straße. Ein halbes Dutzend Service-Techniker der Betreiberfirma versuchen verzweifelt den Fehler zu finden. Drei nehmen gerade den Signalknoten in der Straße auseinander. Zwei vollkommen in Einzelteile zerlegte SlowMoCad’s liegen wohl sortiert nebeneinander auf den Steinen des Museumseingangs. Den Technikern steht die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. „Verflucht, wir finden keinen technischen Defekt. Da muss was in der Systemsteuerung verdammt schief gelaufen sein.“ Sagt einer der Techniker. Sein blonder Kollege neben ihm antwortet:„Ja, es ist als wäre das ganze Netzwerk verrückt geworden und hätte ein dunkles Eigenleben entwickelt. Richtig unheimlich, findet ihr nicht?" und etwas leiser fährt er fort: "Ehrlich gesagt möchte ich so schnell wie möglich hier wieder weg“  „Georg, Du hast wohl wieder zu viel Weltraum-Geistergeschichten gesehen, mein Junge?“ lacht ihn ein anderer Kollege aus. „Angriff der Killer-SlowMo’s. Pass auf gleich fallen Sie über Dich her und jagen Dich in Slow-Motion durch die Stadt. Hahaha“  macht er sich lustig. „Find ich gar nicht lustig!“ meint darauf der erste Techniker. Und irgendwie findet dies auch kein anderer. „Etwas hier ist wirklich sehr, sehr merkwürdig.“ sagt ein anderer Techniker, der gerade die zentralen Speicherchips überprüft und der Leiter vor Ort ist.  „Die Zentrale soll sich mit dem Check der Netzwerkprotokolle beeilen. Ich werde mal ein paar Frequenzmessungen hier in der Umgebung durchführen, ich habe da so eine Idee.“

„Gut, dass übernehmen wir, Kollege!“ sagt darauf ein Stimme von der Seite. Zwei Männer, wie die anderen mit einem Firmen-Overall bekleidet, sind soeben zu den Gruppe hinzu gekommen. Einige der Techniker schauen von ihrer Arbeit auf. Der Leiter betrachtet die Firmen-Id-Card der beiden. Der blonde Techniker sagt: „Hallo, wer seid Ihr denn, ich habe Euch noch nie gesehen?" "Stimmt!" bestätigt der Leiter "Vor allem an Deinen marsianischen Freund würde ich mich erinnern.“  und nickt dabei kurz in Richtung des zweiten neu dazugekommenen Mannes, der grußlos bereits begonnen hat, Messungen durchzuführen. „Nun, wir arbeiten auch normalerweise an anderen Projekten und waren für eine Besprechung in Zentrale. Wir sind KI-Experten und unsere Chefs meinten Ihr könntet vielleicht unsere Hilfe hier vor Ort gebrauchen. Damit der Spuk möglichst bald vorbei ist“ sagt der Erdling der beiden betont freundlich. „Und Ihr müsst Stan verzeihen, der mag Technik lieber als Menschen. Der wäre wohl lieber wieder in seinem Labor.“ „Wir sollten im Museum messen“ brummt darauf der Marsianer „Stan“, ohne von seinem Messgerät aufzublicken.

Als Janis das Separées betritt um Mr. Smith den zweiten Latte Machiatto zu bringen, kann er mit einem Blick auf dem Display vom Mr. Smith sehen, wie zwei Slo-Mo-Techniker, ein Erdenmensch und ein Marsianer, zum Eingang des Museums gehen. Ein Saturier, durch seine Kleidung als Mitarbeiter der Museums-Security zu erkennen, spricht kurz mit ihnen, lässt sich die Ausweise geben und überprüft sie mit seinem Scanner. Er nickt und verschwindet zusammen mit den beiden im Innern des Museums. Mr. Smith grinst zufrieden

(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 1. Januar 2012, 22:39:03 Uhr
Spannend!
(Und ein bischen gruselitsch...)
 ;D
MEHR!
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. Januar 2012, 23:14:30 Uhr
Der Marsianer, der Saturier und der Erdling betreten den Eingangsbereich des Museums. „Wie sieht’s aus?“ fragt der Erdling den Saturier. „Läuft alles nach Plan. Die hochintelligente Sicherheitsanlage ist nach dem Einsatz Deiner kleinen Freunde weniger Wert als ein billige Sicherheitskette vor der Tür. Ich habe mich um den Rest gekümmert. Die Wachleute und so ein Museumstyp mit Doktortitel schlafen friedlich im Wartungsraum. War ganz einfach. Und die da drinnen sollten in 60 Sekunden auch kein Thema mehr sein.“ Erklärt der Saturier kühl. „Und sollte doch noch einer wach sein, habe ich eine endgültigere Lösung parat.“ Fährt er fort und deutet dabei mit einer Bewegung auf seine Waffe. „Und wie sieht’s draußen aus?“ Der Marsianer knurrt gelangweilt: „Alles ok, in ganz Midtown bricht bereits das Chaos aus. Hysterische Menschen, defekte technische Anlagen, die ganze Latte. Mein Display zeigt das die Notrufzentralen bereits überlaufen mit Meldungen.“ und fügt noch kopfschüttelnd hinzu: "Ein bischen Infraschall und die drehen alle durch. Und ihre Elektronik sollten sie auch etwas besser isolieren. Dummköpfe." „Ja, zum Glück. Bis die auf das Museum aufmerksam werden, sind wir längst gemütlich mit einem dieser lahmen Wägelchen zum Treffpunkt gefahren und haben abkassiert.“ sagt der Erdling.


(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 1. Januar 2012, 23:25:39 Uhr
 ;D
Die Spannung steigt.
Joans Einsatz in einem eleganten Kleid stelle ich mir auch "interessant" vor...
 [jrabbit]
Hi, hi
Go Moony, go![sm]

 ;)
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. Januar 2012, 23:39:18 Uhr

Joans Einsatz in einem eleganten Kleid stelle ich mir auch "interessant" vor...
 [jrabbit]


Buh... :o
also als Beta darfst Du doch nicht gleich alles verraten...[nono]

 [animtwink] [animtwink] [animtwink]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 2. Januar 2012, 00:02:30 Uhr
Nur das ich gar nix "beta"-gelesen habe!!!

Alles reine Vermutung - und irgendwie logisch!
 [vulcan]
 [smug]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2012, 09:53:11 Uhr
Nur das ich gar nix "beta"-gelesen habe!!!

Alles reine Vermutung - und irgendwie logisch!
 [vulcan]
 [smug]
Johanna
doch doch, DENN Teil hast Du... ist aber schon was her und es spukt wohl in Deinem Kopf herum...
hihihi.... ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2012, 12:59:20 Uhr
Eine Minute später betreten die drei die große Rotunde des Museums. Die spiralförmige Rampe ist mit gedämpften, fluoreszierendem Licht beleuchtet und führt das Auge zur Glaskuppel, die die Rotunde überspannt. Durch die Glaskuppel fällt das Licht der Stadt und man sieht den Leuchtstreifen der Landedüsen eines Raumschiffs, dass den Weltraumflughafen von New York ansteuert. Leise erschallt klassische lyrianische Musik, irgendwie fremdartig und sehr bekannt zugleich. Die Musik scheint den Raum anzuheben und man könnte meinen die Rotunde sei ein Raumschiff dass gleich mit einem in den Himmel empor zu den Sternen steigt. Außer der Musik ist kein einziger Laut zu hören. Es ist ansonsten ganz ruhig und still. Nur das Flackern von Kerzenschein, der an den Wänden der Rampe reflektiert wird, lässt den Raum nicht vollkommen erstarrt erscheinen.   
Auf einem kleinen Podest in der Mitte des Raums steht ein Tisch. Er ist mit eine weißen Tuch und einem brokatbesticktem Tischläufer geschmückt. Darauf steht ein großer Leuchter mit echten Kerzen. Der Tisch ist für zwei Personen gedeckt und ein Mann und einen Frau sitzen entspannt aber regungslos auf ihren Stühlen. Der Kopf des schwarzhaarige Mann liegt auf seinem Arm auf dem Tisch , der Kopf der blonden Frau ist nach hinten gefallen. Zwei Meter entfernt liegt ein Mann in Kellneruniform auf dem Boden. Es wirkt ganz als hätte man nicht einen Raum, sondern ein surreales Bild betreten.

Die schnellen und lauten Schritte der drei scheinen das Bild mit ihrem Krach zu zerreißen. „Nicht zu tief atmen, das Gas sollte jetzt auf den Boden gesunken sein.“ Warnt der Saturier die beiden anderen. Der Marsianer schaut sich suchend um und zählt die weiteren Personen, die auf dem Boden liegen. "Hmm" brummt er ungehalten und schaut sich erneut um. „Wir holen jetzt das Bild, Stan“ sagt der Erdling grinsend, mit einem unüberhörbaren ironischen Unterton bei „Stan“. „Moment“ sagt darauf der Marsianer ohne auf die Anspielung einzugehen, „einer fehlt!“. Dann geht alles ganz schnell. Ein älterer Mann stürmt in den Raum, ein Schuss fällt…
Zwanzig Minuten später fährt ein Slow Mo Cad mit vier Personen - einem Marsianer, einem Saturier und zwei Erdmenschen - und einem großen Kasten in Richtung des ehemaligen Financial District von Manhattan.


(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2012, 14:28:14 Uhr
Curtis spürt wie auch in ihm ein Gefühl von Unwohlsein aufkommt, als er Joan zum Tisch geleitet. Wenn Sie nun das Gas ausgetauscht haben oder…wer weiß. Dann wäre Joan in Gefahr und er könnte sie nicht beschützen. Nun, Ezra und Lenar wollen das noch einmal überprüfen und im Notfall die Aktion abbrechen. Aber so ganz beruhigen kann es ihn nicht.
Curtis zieht Joan's Stuhl vor und wartet bis sie sich gesetzt hat, dann setzt auch er sich. Der Kellner – es ist Joans Kollege Mathey – gießt ihnen beiden Rotwein ein. Beide erheben Ihr Glas und Curtis sagt: "Nochmals herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, mein Liebes! Auf noch viele schöne gemeinsame Jahre!" Joan errötet. Das Kling der zusammenstoßenden Weingläser mischt sich mit der leisen Musik, die den Raum erfüllt. Curtis sieht das flackernde Licht der Kerzen auf Joans Gesicht. Sie sieht atemberaubend aus. Die Musik, der Wein, Joan – alles hat auf einmal so etwas Schwebendes.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2012, 16:14:13 Uhr
so.....der Rest ist auch schon fertig ...aber man soll ja nicht alles auf einmal, oder?  [devil]

falls Ihr überhaupt weiter lesen wollt....
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2012, 10:36:02 Uhr
so....noch einmal Action und dann wird's romantisch  8)
Johanna hat schon Beta-gelesen  ;D ....darf aber nix verraten  :-X
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 3. Januar 2012, 16:28:58 Uhr
falls Ihr überhaupt weiter lesen wollt....
Das soll wohl ein Scherz sein! Die Spannung ist doch gerade unerträglich! Bitte bald fortsetzen!

Lieber Gruß

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 3. Januar 2012, 18:11:12 Uhr
Ist ja meine Rede!
 ;)
LOS jetzt! [poke]
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2012, 18:32:15 Uhr
OK....

Curtis hört die Schritte dreier Personen, die den Raum betreten. Sie unterhalten sich. Dann  hört Curtis, wie Ezra wie vereinbart in den Raum stürmt und damit die Aufmerksamkeit der Drei für die entscheidenden Sekunden ganz auf sich lenkt.  Der Saturier zieht seine Waffe und zielt auf Ezra. Aber Curtis hat dies längst gesehen. Er richtet sich blitzschnell auf, in der Hand seine Protonenpistole, dreht seinen Oberkörper, schießt über die Sitzlehne und streckt den Saturier nieder. Curtis hört den Erdling hinter seinem Rücken, sieht im Augenwinkel ein Messer blitzen, fährt herum und - grinst. Der Räuber steht mit erhobenen Messer starr da. „Hinlegen – legen Sie das Messer ganz langsam wieder auf den Tisch“ hört er Joan befehlen, die den Lauf ihrer Protonenpistole an den Kopf des Mannes gepresst hat. „Tun Sie was die Lady gesagt hat, mehrere Waffen sind auf Sie gerichtet! Sie haben keine Chance!“ ruft Joan’s Kollegen Lenar von der Brüstung der Rampe. Curtis sieht dass sich der Marsianer von Mathey ohne Gegenwehr hat festnehmen lassen.

Ezra kommt zu Joan und Curtis um dem Verbrecher Handschellen anzulegen. Er sagt sehr zufrieden:. „Janis hat den Chef der Truppe bereits festgenommen, diesmal haben wir sie endlich erwischt und zwar alle! Ach übrigens – Eure Freundin Sarah Hastings koordiniert gerade sehr erfolgreich die Beseitigung des Chaos, dass unsere Räuberbande in Midtown angerichtet hat.“ „Nun, dann müssen wir jetzt nur noch ihren Auftraggeber finden.“ entgegnet Curtis lächelnd.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2012, 18:34:10 Uhr
Janis ist sehr zufrieden mit sich und der Welt. Was für ein Tag! Und nun kommt noch das Beste: Ein Einsatz direkt an der Seite von Captain Future. Janis muss sich erst mit einigen Atemübungen beruhigen, bevor er das Museum betritt. „Das war wirklich gute Arbeit, Janis!“ begrüßt ihn Lenar.  „Auch wenn der Chef der Bande seinen Auftraggeber nicht verraten will, der Marsianer hat es für ihn getan. Er hat den Rechner seines Chefs infiziert und eine parallele Spiegelversion auf einem eigenen Rechner eingerichtet, nur für den Fall“. „Es gibt halt keine Ehre mehr unter den Ganoven“ sagt darauf Michelle augenzwinkernd.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2012, 18:35:09 Uhr
Joan ist ebenso mit sich und der Welt sehr zufrieden. Auch wenn es sie es doch ein klein wenig ärgert, dass sie beim letzten Teil der Aktion nicht dabei sein kann. Aber es sind nun mal keine Frauen in der Räuberbande, das ist Pech. „Was machen wir wenn Du zurück bist?“ fragt sie Curtis, der neben ihr steht. Curtis dreht sich zu ihr um, nimmt ihre Hände in die Seinen und sagt grinsend: „Erst einmal alle hier vertreiben damit nur noch wir beide hier sind. Und dann beginnen wir den Abend noch einmal von vorne.“ „Von vorne?“ fragt Joan lächelnd „aber wo beginnen wir denn?“ „Nun ich denke hier.“ sagt Curtis und küsst sie. „Bist Du damit einverstanden?“ Joan grinst unverschämt und antwortet: „Ich glaube ich brauche noch eine Wiederholung damit ich das nicht bis dahin vergesse.“ Curtis kommt ihr ganz nahe und flüstert: „Ich denke diesen Auftrag kann ich noch dazwischen schieben…“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2012, 18:37:06 Uhr
Otho hatte sich zusammen mit den anderen Agenten der Weltraumpolizei auf der Rampe in Wartestellung befunden. Nun steht er bei Curtis und Joan und bietet ihnen ein wenig Deckung vor den neugierigen Blicken. Als sich Joan und Curtis trennen, spricht er Curtis an: „Übrigens habe ich erledigt, was Du haben wolltest.“ „Sehr gut, Otho.“ lobt ihn Curtis und blickt mit einem Lächeln auf Joan.„Chef, sie sieht aber auch wirklich umwerfend aus in diesem Kleid. Es muss Dir doch schwer fallen sie auch nur für kurze Zeit alleine zu lassen.“ Otho kennt Curt gut genug um zu wissen, dass er darauf keine ernst zu nehmende Antwort bekommt. Der Kuss selber hat sie ihm gegeben. „Erzähl keinen Unsinn, Otho, sondern verwandle Dich in den Saturier, die richtige Hautfarbe hast Du ja schon. Und dann hilfst Du Janis bei seiner Maske. Verwandle ihn in einen glaubhaften Marsianer, dass sollte reichen. Wir wissen nicht wie gut der Auftraggeber über die Mitglieder der Bande Bescheid weiß. Ezra und ich spielen die beiden Bandenmitglieder von der Erde.“

(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif) (http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif) (http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 3. Januar 2012, 19:39:11 Uhr
... Curtis kommt ihr ganz nahe und flüstert: „Ich denke diesen Auftrag kann ich noch dazwischen schieben…“

JA - unbedingt!
Seufz! [animtwink]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2012, 21:46:28 Uhr
ok, ok...dann hier noch ein kleines Appetit-Häppchen vom Rest von Joan's Geburtstag...


Eine Stunde später ist Curtis wieder mit Joan zusammen im Museum. Joan steht nachdenklich vor dem Gemälde, dass das Ziel der Räuber war. Curtis sieht das sich auf Joans Stirn eine Falte gebildet hat. Curtis weiß sie ist immer da wenn sich Joan Sorgen macht.  „Was hast Du, Joan?“ fragt er etwas ratlos und legt seinen Arm um ihre Schulter. „Ist etwas nicht in Ordnung?“ Er spürt wie sich Joan an ihn anlehnt und hört sie seufzen. Dann antwortet Joan nach einigen Sekunden zögerlich „Ich weiß nicht, Curtis. Nein, ich denke alles ist in bester Ordnung. Aber…“. „Aber?“ wiederholt Curtis fragend. „Dieser Walden-Erbe, der wollte das Gemälde stehlen lassen damit er es nur für sich ganz alleine hat?“ fragt Joan. „Ja, Ezra hat mir eben noch eine Nachricht geschickt, dass man einige Dutzend verschwundener Gemälde in seiner Privatsammlung in seinem New Yorker Appartement gefunden hat.“ antwortet Curtis. „Ich weiß, es ist falsch etwas nur für sich haben zu wollen, was eigentlich allen Menschen gehören sollte. Egoistisch und falsch. “ Sagt Joan und dreht sich so, dass sie Curtis direkt in die Augen blicken kann. „Aber ich kann ihn auch irgendwie verstehen. Wenn man etwas zu sehr liebt, etwas oder jemanden ... Ach Curtis, es fällt mir nicht immer leicht zu akzeptieren, dass ich DICH nicht nur für mich alleine haben kann.“ Curtis sieht sie liebevoll an: „Ich weiß, Joan. Ich hoffe immer das einmal eine Zeit kommen wird, in der ich nur für Dich da sein kann, wenn keine Verbrecher mehr da sind gegen die ich kämpfen muss.“ Die Falte auf Joans Stirn wird tiefer und ihr Gesichtsausdruck ist noch ernster. Sie blickt ihm tief in die Augen und sagt ruhig: „Curt, meinst Du nicht wir sollten endlich so ehrlich zu uns selber sein und aufhören einer Illusion nachzuhängen die vermutlich niemals Realität werden kann? Es wird immer Verbrecher geben.“ Es ist weniger eine Frage als ein Feststellung. Curtis schluckt und statt einer Antwort drückt er Joan fest an sich. So fest als wolle er sie niemals mehr loslassen. Er vergräbt seinen Kopf in ihren Haaren und atmet ihren Duft ein. Leise wiederholt Curt Joans Wort: „Vermutlich.“ Sein Blick schweift in die Ferne ohne etwas zu fokussieren.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/embarassed.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. Januar 2012, 15:17:34 Uhr
ups..da fehlt doch noch was:

So stehen sie eng umschlungen für eine kleine Ewigkeit. Dann sagt er bestimmt: „Ich liebe Dich! Gemeinsam werden wir einen Weg finden! Wenn DU es auch willst.“ Joan löst sich ein wenig aus seiner Umarmung und blickt ihn liebevoll an. Sie nickt.
Curtis sieht eine Träne auf ihrer Wange im Kerzenlicht funkeln. Zärtlich wischt er sie weg. „Möchtest Du tanzen?“ fragt er sie. „Ja, sehr gerne.“ antwortet Joan leise. „Ich dachte schon Du würdest mich das niemals fragen…“ ergänzt sie kurz daraufhin.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 4. Januar 2012, 15:38:09 Uhr
WEITER!
Du kannst doch jetzt nicht AUFHÖREN!
Stimmungsmörder!
 ;D
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 4. Januar 2012, 17:01:25 Uhr
Ich hoffe immer das einmal eine Zeit kommen wird, in der ich nur für Dich da sein kann, wenn keine Verbrecher mehr da sind gegen die ich kämpfen muss.“ [...] „Curt, meinst Du nicht wir sollten endlich so ehrlich zu uns selber sein und aufhören einer Illusion nachzuhängen die vermutlich niemals Realität werden kann? Es wird immer Verbrecher geben.“ [...] „Vermutlich.“
Das sind ja tiefschürfende Erkenntnisse, Mr. Newton.   ;)
Entweder er verzweifelt an seinem Kampf gegen Windmühlen, schmeißt die Flinte in Korn und zieht sich mit Joan in die zauberhafte Newton-Farm zurück, oder er wird - mögliche traurige Konsequenz seines Verbrecherjäger-Daseins - "killed in action". Tja Joan, was für eine Wahl!  :o Aber das hat man davon, wenn man die Freundin von Captain Future ist!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Nemo am 4. Januar 2012, 19:43:45 Uhr
„Ich weiß, es ist falsch etwas nur für sich haben zu wollen, was eigentlich allen Menschen gehören sollte. Egoistisch und falsch. “ Sagt Joan und dreht sich so, dass sie Curtis direkt in die Augen blicken kann. „Aber ich kann ihn auch irgendwie verstehen. Wenn man etwas zu sehr liebt, etwas oder jemanden ... Ach Curtis, es fällt mir nicht immer leicht zu akzeptieren, dass ich DICH nicht nur für mich alleine haben kann.“

Schöne Analogie! [goodjob]
Das Vorhaben, sich mit Joan auf einen schnuckeligen kleinen Planeten/Asteroiden abzusetzen, wenn seine Arbeit hier getan ist, hat er ja schon bei den Elektromenschen geäußert. Wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt...  :-X

Ich könnte mir allerdings doch vorstellen, dass er irgendwann mal die Schnauze vollhat (wenn er bis dahin überlebt) und sich komplett zurückzieht, oder loszieht auf eine Expedition ohne Wiederkehr durchs All. Ob mit oder ohne Joan, bleibt wohl dahingestellt.
Allerdings glaube ich ähnlich wie claudrick, dass unser Held eher kein biblisches Alter erreichen wird...  :(

Aber das hat man davon, wenn man die Freundin von Captain Future ist!

Kismet...
Aber wir würden doch auch nicht aufgeben. ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 5. Januar 2012, 09:52:18 Uhr
...zieht sich mit Joan in die zauberhafte Newton-Farm zurück...
Hm,
mich deucht, hier werden gerade die Stories vermischt?!
 ;D
 [happywave]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 5. Januar 2012, 10:07:59 Uhr
Hm,
mich deucht, hier werden gerade die Stories vermischt?!
Pure Absicht! Ich fand die Vorstellung so schön!  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2012, 10:34:38 Uhr

Joan kommt es vor als würden sie an all den wunderbaren Bilder vorbei schweben. Sie schließt die Augen und überlässt sich vollkommen der sanften Führung von Curtis und dem berauschenden Klang der Musik. Es ist genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Zum Beispiel damals auf dem Gefangentransport . Als das Passagierschiff ihren Weg kreuzte und sie sich ausgemalt hatte, wie es wäre mit Curtis dort zu tanzen. Nein, es ist sogar besser. Denn hier sind sie wirklich alleine. Sie lächelt und öffnet ihre Augen um Curtis anzusehen. Es scheint ihr, als würde die Welt sich um sie beiden drehen und nicht umgekehrt. Sie sieht seine Blick, wie er sie immer zu anschaut. Sie sieht ein Funkeln in seinen Augen, wie sie es nur einmal vorher bei mir bemerkt hat.

Da kommt ihr ein Gedanke, der sie schmunzeln lässt: Wer wohl Curtis das Tanzen beigebracht hat? Vor ihrem geistigen Auge erscheint ein als Frau verkleideter Otho, der dem heranwachsende jungen Curtis in die Geheimnisse des Wiegeschritts einweist. Und dann Otho der mit Curtis Samba tanzt… Joan muss unwillkürlich kichern. Etwas verlegen schaut sie Curtis an, der leicht irritiert fragt: „Joan, was hast Du?“ „Oh nichts, Curtis, nichts, ich musste nur gerade an etwas denken“  „So? An was denn?“ fragt Curtis neugierig. Joan grinst, überlegt kurz und sagt: „Ich habe mich gerade gefragt ob der Walden-Sohn wohl das selbe dümmliche Gesicht gemacht hat wie sein Vater, als sie merkten das ihre Pläne nicht aufgehen?“ Aber insgeheim nimmt sich Joan vor bei Gelegenheit Otho bezüglich der Tanzausbildung von Curtis zu interviewen. „Ich denke seine Abstammung lässt sich nicht verleugnen. Der Sohn ist ein genauso schmieriger Typ wie es ein Vater war. Er war so gierig auf das Bild fixiert dass er anfangs gar nicht verstanden hat was eigentlich los war bis Janis ihm die Handschellen angelegt hat.“ erklärt ihr schmunzelt Curtis und sagt nach einer kurzen Pause:. „Ich denke aus Janis wird einmal ein sehr guter Geheimagent…“ „…wenn er nur aufhört gleich bei jeder Kleinigkeit knallrot anzulaufen.“ ergänzt Joan. „Oh ja, ich habe es gesehen…“ antwort Curt. Beide lachen.

Curtis zieht sie näher zu sich und so dass sich ihre Körper beim Tanzen immer wieder sanft berühren. Sie schweigen, aber ihre Augen reden. Joan scheint es als würde Curtis sie mit seinem Blick einfangen und festhalten. Joan glaubt für einige unendliche Minuten in seinem Blick zu versinken.


(http://www.angies-dreams.net/forum/smf/Smileys/default/blume2.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 5. Januar 2012, 12:56:04 Uhr

Wer wohl Curtis das Tanzen beigebracht hat? Vor ihrem geistigen Auge erscheint ein als Frau verkleideter Otho, der dem heranwachsende jungen Curtis in die Geheimnisse des Wiegeschritts einweist.

Erlich - das MÖCHTE ich mir gar nicht vorstellen  :-X

... Sie schweigen, aber ihre Augen reden. Joan scheint es als würde Curtis sie mit seinem Blick einfangen und festhalten. Joan glaubt für einige unendliche Minuten in seinem Blick zu versinken...
 

So romantisch...
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2012, 13:04:08 Uhr

Da kommt ihr ein Gedanke, der sie schmunzeln lässt: Wer wohl Curtis das Tanzen beigebracht hat? Vor ihrem geistigen Auge erscheint ein als Frau verkleideter Otho, der dem heranwachsende jungen Curtis in die Geheimnisse des Wiegeschritts einweist. Und dann Otho der mit Curtis Samba tanzt…
Ehrlich - das MÖCHTE ich mir gar nicht vorstellen  :-X
Oh, was ich mir vorstelle ist SEEHHR lustig. Aber das würde uns zu weit vom Thema wegbringen. Aber wer weiß, vielleicht als keine Extra-Geschichte.... falls das jemand lesen möchte?
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 5. Januar 2012, 13:50:42 Uhr
Vielleicht sollten wir erst einmal mit unseren Basics fertig werden???
 ;)
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2012, 14:53:16 Uhr
Vielleicht sollten wir erst einmal mit unseren Basics fertig werden???
 ;)
Johanna
wieso wir?
Ich muss nur  noch copy und paste und auf schreiben klicken..  :P
 ;D ;D ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Januar 2012, 15:28:23 Uhr
Soooooo...nach heftigen Drängeln und Quengeln von Johanna hier nun wirklich der Rest von "Joan's Geburtstag"


Nach einer Weile fragt Joan: „Wo willst Du eigentlich mit mir hin?“ Curtis grinst. „Wir sind langsam die ganze Rampe hoch getanzt. Das machst Du doch mit Absicht?“ sagt Joan. „Natürlich!“ antwortet Curtis und hat dabei einen schelmischen Ton in der Stimme „Ich sagte doch ich habe noch eine Überraschung für Dich.“ Dann bleibt er stehen und murmelt mit gespielter Besorgnis: „Aber wahrscheinlich hast Du für heute genügend Überraschungen gehabt, bitte entschuldige. Vielleicht sollten wir uns hinsetzen und einfach ausruhen.“ „Ich liebe Überraschungen! Ausruhen? Wie bei allen Weltraumungeheuern kommst Du denn darauf! Pah!“ Antwortet Joan, halb entrüstet, halb lachend und will ihn spielerisch in die Seite boxen. Da hat sie aber nicht mit Curtis schneller Reaktion gerechnet. Sie spürt wie er ihren Arm greift und zu sich zieht und sie das Gleichgewicht verliert. Joan stößt einen kurzen Überraschungsschrei aus. Dann spürt sie wie Curtis starke Arme sie auffangen. „Hoppla, Du scheinst ja doch etwas müde zu sein, Joan.“ Sagt Curtis mit einem Grinsen im Gesicht „vielleicht sollte ich Dich besser dorthin tragen.“ und nimmt sie auf den Arm. Joan fühlt sich ein wenig überrumpelt aber lässt ihn gewähren. Sie legt ihre Arme um ihn und ihren Kopf an seine Schulter. Für einen kurzen Moment schließt sie die Augen.

Als sie die Augen wieder öffnet sieht sie dass sie die Rotunde verlassen und ein anderes Gebäudeteil betreten haben. „Sind hier nicht die Räume mit den Kunst-Installationen?“ fragt Joan. „Du kennst Dich richtig gut hier aus“ bemerkt Curtis mit echtem Erstaunen. „Ja, ich gehe zwar selten in Museen, weil ich kaum Zeit dafür habe, aber dieses hier ist definitiv mein Lieblingsmuseum. Ich dachte das wüsstest Du und deshalb hättest Du es Dir für heute Abend ausgesucht.“ antwortet Joan als Curtis vor dem Eingang eines Raum zum Stehen kommt und sie absetzt. „Nein, ehrlich gesagt wusste ich das nicht. Ich habe Dich hierher gebracht weil ich Dir etwas zeigen möchte – und etwas dazu erzählen.“ Curtis betätigt den Türöffner. „Ich weiß nicht ob Du diese Installation schon kennst. Sie war in der letzten Jahren kein Teil der laufenden Ausstellungen und Otho hat sie heute wieder aktivieren lassen.“

Joan betritt den Raum, aber es ist als würde der Boden unter ihren Füssen verschwinden und sie in den Weltraum treten. Um sie herum leuchten ferne Sternensysteme und Galaxien in bunten Farben. In der Mitte des Raums scheint es Joan als würde dort eine leuchtende Rose schweben. „Wunderschön!“ entfährt es Joan und sie geht auf die Rose zu. Sie sieht, dass es sich um zwei Spiral-Galaxien handelt. „Die eine untere Galaxie hat wohl die andere durchquert und dabei ihre Spiralarme in diese Form gezogen.“ vermutet Joan. „Ja“ bestätigt Curtis. „Es sind die Galaxien UGC1810 und 1813 im Sternbild Andromeda, etwa 300 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Siehst Du die Helligkeit im Kern der unteren Galaxie? Vermutlich hat die Interaktion der Galaxien dazu geführt, dass dort neue Sterne entstehen.“ „Ja, ich sehe es! Fantastisch!“ antwortet Joan begeistert. „Sieh Dir die Spiralarme oben an, als wären Sie mit vielen blauen Juwelen besetzt!“ sagt Joan während sie langsam um die Rose herum geht. „Das sind Cluster von jungen, intensive leuchtenden blauen Sternen“. „Wow, es ist als könne man sie anfassen!“ sagt Joan und greift nach ihnen. Und tatsächlich, die blauen Lichter scheinen sich von ihr quasi abpflücken zu lassen und ihn ihrer Hand zu tanzen. Sie lässt sie los und sie springen wieder in ihre ursprüngliche Position zurück.

Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Januar 2012, 15:41:55 Uhr
(http://imgsrc.hubblesite.org/hu/db/images/hs-2011-11-a-small_web.jpg)

Wer sich die Rose in groß anschauen will klicke auf: http://imgsrc.hubblesite.org/hu/db/images/hs-2011-11-a-print.jpg (http://imgsrc.hubblesite.org/hu/db/images/hs-2011-11-a-print.jpg) und dann auf Vergrößern

NACHDEM ich mir diesen Teil der Geschichte ausgedacht hatte, habe ich ein Video zur Rose auf den Hubble-Seiten gefunden. Hier der Link:
http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2011/11/video/c/ (http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2011/11/video/c/)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Januar 2012, 15:45:51 Uhr
„Genial!“ ruft Joan aus. „Ja, es ist wirklich eine beeindruckende Darstellung und wissenschaftlich sehr exakt.“ Sagt Curtis und beginnt kurz darauf zu erzählen: „Es ist das Werk des Astronomen und Künstlers Su Wang. Er hat es meinen Eltern zur Hochzeit geschenkt. Du musst wissen das meine Mutter aus einer angesehenen New Yorker Familie stammt, die seit Generationen Förderer des Guggenheim Museums waren. Sie selber war bis zu ihrem Studium sehr häufig hier und hat hier auch Su Wang kennen gelernt. Ihre Eltern waren nicht sehr begeistert als Sie Naturwissenschaftlerin wurde statt Künstlerin. Meine Eltern haben es dem Museum geschenkt als sie zum Mond aufbrachen. Seit ich davon weiß habe ich die Tradition fortgesetzt und unterstützte das Museum regelmäßig finanziell.“

Joan beobachtet Curtis Gesicht während er die Geschichte erzählt. Er selbst blickt dabei versonnen auf die Lichter der Installation. Es ist nicht mehr der unverkrampfte Curtis von vor wenigen Augenblicken, der hier spricht. Joan weiß, dass er keine eigenen Erinnerungen an seine Eltern haben kann. Dafür war er noch zu klein als sie getötet wurden. Wie muss es sein von seinen Eltern nur durch Geschichten und aus Unterlagen zu erfahren? fragt sich Joan unwillkürlich. Sein Blick, seine Stimme – Joan beginnt zu ahnen wie viel sie über Curtis noch nicht weiß und welche Dämonen ihn umtreiben. Sie tritt an ihn heran und legt zärtlich ihren Arm um ihn. Sie sagt: „Danke!“. Curtis erwidert die Umarmung und wendet seine Blick zu ihr. „Danke das Du dies mit mir teilst.“ ergänzt Joan. Curtis schaut sie liebvoll an. „Es freut mich das es Dir gefällt“ sagt er sanft. Joan sieht aber so viel mehr in seinem Blick und sie sucht nach einem Wort es zu beschreiben. Verletzlich, auf einmal scheint er ihr so verletzlich zu sein. Und noch ein Gedanke schießt durch ihren Kopf: Sie, Joan, hatte es sich ausgesucht als Geheimagentin zu arbeiten. Aber hatte Curtis wirklich jemals eine Wahl oder war es im nicht in die Wiege gelegt Captain Future zu sein?

Curtis sagt: „Joan.“ Und nimmt ihren Kopf in seine Hände:  „Joan, ich fühle wohl dasselbe für Dich wie damals mein Vater für meine Mutter. Egal was die Zukunft bringen mag … Du bist die große Liebe meines Lebens.“ „Und Du bist die Liebe MEINES Lebens, Curtis.“ antwortet darauf Joan.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Januar 2012, 15:52:24 Uhr
and finally...

Viele Küsse und Umarmungen, eine geleerte Flasche Rotwein und einige Tänze später ist es bereits weit nach Mitternacht als sie sich auf dem Weg zum Ladeplatz des Gleiters machen.

„Joan, eines muss Du mir aber noch verraten, ich komme einfach nicht dahinter.“ sagt Curtis mit gespielter Verzweiflung. „ICH muss DIR etwas erklären, Captain Future?“ sagt Joan amüsiert. Curtis nickt mit einem Gesicht wie ein Schuljunge. „Was denn?“ fragt Joan. „Du musst mir unbedingt verraten wo Du auf einmal Deine Protonenpistole her gezaubert hast.“ sagt Curtis mit einem Blick auf ihr eng anliegendes Kleid und grinst sie an. „Oh!“ antwortet Joan. „Meinst Du nicht das wäre ein geeigneter Forschungsauftrag für den Hexenmeister der Wissenschaft? Ich denke das für die Lösung intensive, praktische Forschungstätigkeit notwendig ist. Wie wäre es wenn Du damit startest wenn wir gleich alleine in meinem Appartement sind? Oder hast Du schon etwas Besseres vor?“ Curtis grinst frech und haucht ihr ins Ohr: „Ich dachte schon Du würdest mich niemals fragen!“ und küsst sie leidenschaftlich.


ENDE von  Unverhofft kommt oft - Joans Geburtstag.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 6. Januar 2012, 23:41:50 Uhr
(http://imgsrc.hubblesite.org/hu/db/images/hs-2011-11-a-small_web.jpg)
http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2011/11/video/c/ (http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2011/11/video/c/)
Wow, das ist wirklich wunderschön! 

Seit ich davon weiß habe ich die Tradition fortgesetzt und unterstützte das Museum regelmäßig finanziell.“
Mal ein ganz neuer Aspekt! Sehr Interessant!  :)

Joan beginnt zu ahnen wie viel sie über Curtis noch nicht weiß und welche Dämonen ihn umtreiben. Sie tritt an ihn heran und legt zärtlich ihren Arm um ihn. Sie sagt: „Danke!“. Curtis erwidert die Umarmung und wendet seine Blick zu ihr. „Danke das Du dies mit mir teilst.“ ergänzt Joan.
Einer der seltenen Momente, in denen er einen derart intimen Einblick in sein Seelenleben gewährt. Und Joan ist wohl bewusst, was dies für eine Ausnahmesituation ist. Klasse!

„Meinst Du nicht das wäre ein geeigneter Forschungsauftrag für den Hexenmeister der Wissenschaft? Ich denke das für die Lösung intensive, praktische Forschungstätigkeit notwendig ist. Wie wäre es wenn Du damit startest wenn wir gleich alleine in meinem Appartement sind?

ENDE von  Unverhofft kommt oft - Joans Geburtstag.
Was heißt hier ENDE??? Keine Fortsetzung??? In der Area21 vielleicht...?  :-X
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 7. Januar 2012, 14:59:42 Uhr
Was heißt hier ENDE??? Keine Fortsetzung??? In der Area21 vielleicht...?  :-X

GENAU! Details bitte, gerne auch in der "Area".

JOhanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 8. Januar 2012, 16:32:59 Uhr
Zitat
GENAU! Details bitte, gerne auch in der "Area".

 

Und grundsätzlich die Details nicht vergessen, bitte!  [naughty]



felixx ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 9. Januar 2012, 15:23:14 Uhr
GENAU! Details bitte, gerne auch in der "Area".

Und grundsätzlich die Details nicht vergessen, bitte!  [naughty]

Details? ??? Details von was?  [ohstatic]

[devil] Und wo wir gerade bei den frommen Wünschen und Details sind  ;) ...Also ich fänd ja noch ein paar detailliertere Kommentare nett. Ich meine ja nur so ....
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. Januar 2012, 18:05:24 Uhr
Was heißt hier ENDE??? Keine Fortsetzung???

Also natürlich ist nur die Teil-Geschichte zu Ende und nicht Second Chance und nicht mal der Prolog (ok, das kommt als nächstes)!!!! Sprich: Second Chance hat noch gar nicht richtig begonnen, nur die Anfangsfäden sind ausgelegt, die handlung ist in Fahrt gekommen und dahin, wo ich sie haben wollte...

Und der Morgen danach ist NICHT Joan's Geburtstag sondern der Morgen danach.

Hier ist noch lange nicht Schluss, aber ich nehme mir erstmal etwas Kreativitätspause, ich habe gerade so einen Film vor Augen, der muss erstmal sortiert werden damit der bzw.die  werte Leser/in und ich noch die Übersicht behalten...

Und da hat sich noch so eine Idee eingeschlichen....vermutlich verbrate ich sie als Kurzegeschichte...aber  :-X
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Januar 2012, 22:53:17 Uhr
Ezra Gurney beendet gerade seine Kurznachricht und schickt sie an seine Leute und Captain Future: "Gratulation an alle für diesen erfolgreiche Mission! Debriefing morgen 11:30 Uhr, vorherige Anwesenheit nicht erforderlich. Gute Nacht!". Ein Beeps und es erscheint die Meldung: Message erfolgreich an alle Adressaten um 1:01 zugestellt. Ezra lächelt zufrieden und greift zu seinem Glas Whiskey. Er trinkt einen Schluck und geniest das warme Gefühl den der Whiskey in seiner Kehle hinterläßt.  Er blickt in das lohdernde Kaminfeuer. Dann wendet er seinen Blick und giesst das zweite Glas und sein Glas nach. "Auf einen vierfach erfolgreichen Tag" sagt Ezra und erhebt sein Glas und stößt mit seinem Gegenüber an. "Wieso vierfach?" wird Ezra gefragt. "Eins - ihr haben die Bande geschnappt und zwei auch die Auftraggeber, so viel ist klar. Aber was sind drei und vier?" fragt sie. Ezra lächelt sie an. "WIR haben sie geschnappt, Du solltest Deinen Beitrag nicht unterschätzen." Sie blicken sich in an. "Nun die zwei weiteren Erfolge haben damit zu tun, dass man Menschen manchmal auf die Sprünge helfen muss." "Wie meinst Du das?" antwortet sie. "Drei - nun, vor einigen Tagen habe ich hier mit Curtis Newton gesprochen!" fährt Ezra fort. " Oh! Über Joan?"ruft sie erstaunt. "Oh ja" nickt Ezra. "Ja, ich denke damit warst Du erfolgreich." sagt sie mit einer Mischung aus Amüsement und Hochachtung für Ezra. Eine kurze Pause entsteht. "Und wem hast Du als zweites auf die richtige Bahn gebracht?" wird Ezra gefragt. "Ezra lacht: "Oh, nicht ich habe es, sondern Du, Sarah! Als Du mich einfach gefragt hast, ob wir noch ein Glas zusammen trinken wollen." und blickt sie an. "Ich habe schon so lange keine Frau zu einer Verabredung eingeladen, dass ich mich frage ob ich überhaupt noch weiß wie das geht." "Keine Sorge" antwortet Sarah Hastings und legt ihre Hand auf seinen Arm "das übernehme ich gerne für Dich."
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 16. Januar 2012, 12:33:59 Uhr
"Keine Sorge" antwortet Sarah Hastings und legt ihre Hand auf seinen Arm "das übernehme ich gerne für Dich."
Hey, da bahnt sich doch was an...?  :D
Der alte Haudegen hat doch immer noch Schlag bei Frauen... sei ihm gegönnt!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. Januar 2012, 14:54:22 Uhr
Hey, da bahnt sich doch was an...?  :D
Der alte Haudegen hat doch immer noch Schlag bei Frauen... sei ihm gegönnt!
ja, ich wollte ihm auch mal was gönnen... 8)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 24. Januar 2012, 16:25:46 Uhr
sooooo

nun noch das Ende des Prologs.. (http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)

und dann.... oder reicht Euch das?
Als nächstes käme ein Joan-Abenteuer, (Teil-)Titel: "Sternenstaub"
Interressiert?

Wenn ja dann:

(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)



LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 24. Januar 2012, 20:33:24 Uhr
Worauf wartest du?! ???


felixx ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Januar 2012, 03:38:54 Uhr
Worauf wartest du?! ???
felixx ;)
Auf Details?  [devil] ?!
Ich kann nicht riechen ob Du und die anderen Leser jetzt nur auf den Abschluss des Prologs (und dem Rückblick auf die gemeinsame Nacht von J&C  [blush] ) wartet oder wie es weitergeht (Sternenstaub ) (http://www.cosgan.de/images/smilie/verschiedene/a035.gif)(http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/a040.gif)


(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/hopeful.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/hopeful.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/hopeful.gif)(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/hopeful.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 26. Januar 2012, 17:12:48 Uhr
Zitat
Ich kann nicht riechen ob Du und die anderen Leser jetzt nur auf den Abschluss des Prologs (und dem Rückblick auf die gemeinsame Nacht von J&C  ) wartet oder wie es weitergeht (Sternenstaub ) 

Hm, also wenn es nach mir geht, dann eher schon wie es weitergeht.
Denn eine Geschichte, die sich immer nur um das berühmte J&C dreht, dürfte doch ziemlich eindimensional werden.



felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Januar 2012, 19:29:13 Uhr
Denn eine Geschichte, die sich immer nur um das berühmte J&C dreht, dürfte doch ziemlich eindimensional werden.
felixx
das überrascht mich jetzt... :o 
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 28. Januar 2012, 16:55:04 Uhr
Zitat

das überrascht mich jetzt...   

 

Vielleicht sollte ich mich etwas präsziser ausdrücken: mich würde eine Fortsetzung von Sternenstaub interessieren.


felixx ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. Januar 2012, 12:00:06 Uhr
Vielleicht sollte ich mich etwas präsziser ausdrücken: mich würde eine Fortsetzung von Sternenstaub interessieren.
felixx ;)
hatte ich schon verstanden, aber wenn ich die Kommentare der anderen vorher so lese, ich sage nur "Details"...hmm.
Die nächsten zwei Word-Seiten stehen schon, allerdings bereits seit ....  :-X im Posteingang meiner Beta [happywave], da noch nicht ganz "rund"....  ;)

Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. Januar 2012, 12:22:54 Uhr
noch ein kleiner Nachschlag zum Thema "Zukunftsstädte"
(http://i2.ytimg.com/vi/Ya6yNbb_DLM/default.jpg)(http://i2.ytimg.com/vi/UjL7F-sbDk8/default.jpg)(http://i2.ytimg.com/vi/-T9hw8VzOZo/default.jpg)(http://i4.ytimg.com/vi/ohmMWrV_5Tw/default.jpg)
eine nette Sammlung aus Bild-Film-Zitaten zum Thema findet sich in folgendem youtube-Video:
http://youtu.be/MpqAd-4ql_4 (http://youtu.be/MpqAd-4ql_4)

und auch das ist gut: http://youtu.be/ohmMWrV_5Tw (http://youtu.be/ohmMWrV_5Tw)

allerdings reicht es jeweils den Anfang zu sehen, danach wird's immer wieder wiederholt...

und noch http://youtu.be/5EfZftbfuWo (http://youtu.be/5EfZftbfuWo)

(http://i4.ytimg.com/vi/snjZeO2Uxa8/default.jpg)(http://i4.ytimg.com/vi/CGUuY6zi2is/default.jpg)(http://i3.ytimg.com/vi/fSBWRaGci5Y/default.jpg)(http://i2.ytimg.com/vi/AR7YQlFVCIQ/default.jpg)(http://i3.ytimg.com/vi/6LV0hBrjZgo/default.jpg)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 30. Januar 2012, 15:26:27 Uhr
... Die nächsten zwei Word-Seiten stehen schon, allerdings bereits seit ....  :-X im Posteingang meiner Beta [happywave], da noch nicht ganz "rund"....  ;)

Mea culpa, mea maxima culpa...
Aber erst einmal galt es, das Geburtstagsgeschenk für eine gewisse Freundin fertig zu stellen.  :-*
Mache mich ans Werk. [happywave]

Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 3. Februar 2012, 10:42:27 Uhr
Als nächstes käme ein Joan-Abenteuer, (Teil-)Titel: "Sternenstaub"
Interressiert?
Aber immer! Bedeutet "Joan-Abenteuer" dann eigentlich, dass CF + Crew nicht drin vorkommen?

hatte ich schon verstanden, aber wenn ich die Kommentare der anderen vorher so lese, ich sage nur "Details"...hmm.
Also, ich gebe es offen zu: Ich stehe auf "Details", deshalb würde ich gerne noch was in der Richtung lesen. Und ich vermute einfach mal, dass ich da nicht alleine bin...  ;)

LG

claudrick

Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Februar 2012, 11:14:13 Uhr
Aber immer! Bedeutet "Joan-Abenteuer" dann eigentlich, dass CF + Crew nicht drin vorkommen?
nö, d.h. sie kommen natürlich vor, aber haben keine zentrale Rolle. Eventuelle spinne ich auch die Otho-Geschichte dabei noch was weiter, weiß noch nicht, hab so ein paar vage Ideen....

Also, ich gebe es offen zu: Ich stehe auf "Details", deshalb würde ich gerne noch was in der Richtung lesen. Und ich vermute einfach mal, dass ich da nicht alleine bin...  ;)
na, hatte ich ja doch richtig gedacht!!!!

LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. Februar 2012, 20:19:13 Uhr
Hi Johanna,

Das war übrigens Dein 400. Beitrag! Gratulation!  [party]

:-*

Mache mich ans Werk.
(http://www.smiliecenter.de/smilies/Warten.gif)  (http://www.smilies.4-user.de/include/Schlafen/smilie_sleep_009.gif)   (http://www.smilies.4-user.de/include/Schlafen/smilie_sleep_033.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 5. Februar 2012, 22:55:13 Uhr
Hi Moony,
danke! ;)

Habe Beta fertig! Mach was draus! ;D

Übrigens möchte ich auch noch Details zum letzten Kapitel - die Nacht war doch noch nicht zu Ende... [loveu]

 [angel] [angel] [angel]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. März 2012, 12:31:40 Uhr
Übrigens möchte ich auch noch Details zum letzten Kapitel - die Nacht war doch noch nicht zu Ende... [loveu]
ok, ok, das werde ich sobald ich irgendwie Zeit und Kraft dazu finde in Angriff nehmen.


Habe Beta fertig! Mach was draus! ;D
neeeee....ist nicht noch "rund".... und ich komme da jetzt nicht so zu, klaue mir die Zeitbröckchen so zusammen. Aber hier wird gerade so viel Tolles geschrieben, da kann das hier doch sicher noch einiges warten (der Spannungsbogen der Geschichte ist gerade doch auch sehr entspannt...  ;) )
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. März 2012, 17:31:27 Uhr
so jetzt fang ich mal an und mach halt Häppchen,  sonst wird das nie mehr was...:
 ;)

 22. Stock des Präsidiums der Planetenpolizei in New York, Erde

Was war das für ein herrlicher Tag gewesen! Zwei Wochen ist das schon her, aber es fühlt sich an wie gestern, denkt sich Joan während sie aus dem Fenster schaut. Sie beobachtet für einige Zeit den Verkehr bis die nicht enden wollende Bewegung der Fahrzeuge und Menschen in den Ebenen der Straßenschluchten unter ihr langsam wieder zum verschwommenen Hintergrundbild für ihre Erinnerungen wird. Und was für eine Nacht! Das glückliche Lächeln auf Joans Gesicht wird noch breiter. Ein Abend und eine Nacht, in der sie begonnen hatte Curtis mit anderen Augen zu sehen. Eine andere Sicht die ihre Liebe zu Curtis nur verstärkt und positiv verändert hat. Das war Joan bereits am Morgen danach bewußt geworden.

Sie war vor Curtis wach geworden. Noch bevor sie die Augen öffnete, schoss ihr der Gedanke durch den Kopf, all das könnte nur ein Traum gewesen sein. Doch dann fühlte sie die Wärme seines Körpers an ihrem Körper, seinen Arm, den er um sie geschlungen hatte. Sie hörte leise seinen Atem zusammen mit den vertrauten Geräuschen ihrer Wohnung. Es war kein Traum gewesen! Was für ein himmlisches Aufwachen! Daran könnte man sich gewöhnen...
 
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. März 2012, 21:19:20 Uhr
Sie genoss diesen vollkommenen Moment, in dem sie die Ewigkeit zu spüren meinte. Und die Erinnerung daran lässt Joan nun wieder diese Vollkommenheit spüren.

Aber dann- Joan muss bei dieser Erinnerung grinsen. Dann hatte Mutter Natur zugeschlagen. Denn irgendwann machte sich die viele Flüssigkeit, die sie am Abend vor allem in Form von Rotwein zu sich genommen hatte, mit einem dringenden Bedürfnis bemerkbar. Vorsichtig löste sie sich aus Curtis Armen, bemüht ihn nicht zu wecken. Aber anscheinend war der viele Rotwein auch bei ihm nicht ganz spurlos geblieben, er schlief wie betäubt.  Joan kletterte aus dem Bett und sobald sie aufrecht stand, machte sich ein schmerzhaftes Hämmern in ihrem Kopf bemerkbar. Außerdem war ihr kalt und es wurde ihr bewusst, dass sie vollkommen nackt war. Joan ging vorsichtig in ihr Badezimmer, setzte sich auf die Toilette und wartete schließlich bis die Welt um sie herum aufhörte sich zu drehen. Dann warf sie eine Tablette ein, die sich bereits in ähnlichen Situationen bewährt hatte, zog sich einen Bademantel über, steckt das Tablettenröhrchen in die Manteltasche und machte sich auf den Weg zurück ins Bett.

Dabei stellt sie fest, dass überall verstreut ihre Kleidung lag. Ihr Mantel, Curtis Mantel, ihre Schuhe, ihr Kleid, Curtis Hose, Hemd... Sie hatten es am Ende sehr eilig gehabt. Dann wanderte ihr Blick wieder auf ihr Bett und auf Curtis. Sein rotes, flammendes Haar, die muskulösen Oberarme, das intelligente, selbstbewusste und liebenswürdige Gesicht. Joan seufzte zufrieden.  Da fiel ihr Blick auf den Kommunikator dessen Blinken eine eingegangene Nachricht meldete. Joan seufzte erneut.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 15. März 2012, 22:04:25 Uhr
Prima, es geht weiter ! [goodjob]
LG
Elisabeth
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 16. März 2012, 08:13:53 Uhr
so jetzt fang ich mal an und mach halt Häppchen,  sonst wird das nie mehr was...:
Wurde aber auch Zeit!  ;)

Doch dann fühlte sie die Wärme seines Körpers an ihrem Körper, seinen Arm, den er um sie geschlungen hatte. Sie hörte leise seinen Atem zusammen mit den vertrauten Geräuschen ihrer Wohnung. Es war kein Traum gewesen! Was für ein himmlisches Aufwachen! Daran könnte man sich gewöhnen...
Und der Leser auch...  :-*

Da fiel ihr Blick auf den Kommunikator dessen Blinken eine eingegangene Nachricht meldete. Joan seufzte erneut.
... Auch wenn nach diesem Satz zu befürchten ist, dass die beiden nicht allzu viel Zeit auf Wolke 7 verbringen werden. "Muss nur noch schnell wie Welt retten..."  :D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. März 2012, 18:40:16 Uhr
Joan fischte den Kommunikator aus der Polsterung des Sessels und betrachtete immer noch ein wenig benommen die Nachricht von Ezra, die darauf zu lesen war: "...Debriefing morgen 11:30 Uhr, vorherige Anwesenheit nicht erforderlich. " "Sendezeitpunkt: 1:01"  Joan war das bereits damals schon etwas seltsam vorgekommen, weiß sie doch das Ezra nicht gerade eine Nachteule ist sondern eher ein Frühaufsteher. Heute denkt sie: "Der Schwerenöter - hat aber auch mal ein wenig Glück verdient" Aber zu diesem Zeitpunkt war ihr das einfach nur sehr Recht gewesen, bedeutete die Nachricht doch das sie noch etwas Zeit hatten, gemeinsame Zeit für Curtis und sie!

Mit einem immer noch etwas verkaterten Lächeln war Joan dann zurück ins Bett gekrochen und hatte sich wieder neben Curtis gelegt. Langsam verschwanden die Kopfschmerzen vollkommen, aber dafür war Joan jetzt hellwach - ganz im Gegenteil zu Curtis, der sich mit einem undefinierbarem Geräusch auf den Rücken gedreht hat. Um ihn nicht zu wecken, legte sich Joan ein wenig weiter nach oben, seitlich ihm zugewand. Ihren Kopf stützte sie auf ihren linken Arm auf und betrachtete ihn versonnen und glücklich. Sein Gesicht war vollkommen entspannt. Joan beobachtete für einige Zeit einfach nur wie er ruhig und leise atmete. Dann berührte sie vorsichtlich mit der freien rechten Hand seine roten Haare. "Curtis"...dieser Name formte sich stimmlos auf ihren Lippen..."ich liebe Dich." Eine Strähne hing neckisch in seiner Stirn. Joan ergriff sie und spielte damit und war dabei ganz in Gedanken versunken. Sie dachte an den letzten Abend.  Leise fing sie an eines der Lieder zu summen, nachdem sie gestern getanzt hatten. Immer wieder neu wickelte sie die Haarsträhne vorsichtig um ihren Finger. Irgendwann grunzte Curtis leise, seine Augenlider öffneten sich einen kaum erkennbaren Spalt. Aber dann ergriff er mit einer plötzlichen und schnellen Bewegung Joans Hand und zog sie zu sich.
   
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 21. März 2012, 12:52:23 Uhr
Aber dann ergriff er mit einer plötzlichen und schnellen Bewegung Joans Hand und zog sie zu sich.
 
Und nun die verbleibende Zeit aber noch sinnvoll genutzt, ihr zwei, bevor wieder die Pflicht ruft!  [naughty]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 22. März 2012, 08:19:57 Uhr
Zitat
Und nun die verbleibende Zeit aber noch sinnvoll genutzt, ihr zwei, bevor wieder die Pflicht ruft!

 

Du meinst sicher: Zeit für eine gepflegte Konversation, oder?! ;)


felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 22. März 2012, 08:25:42 Uhr
Da schaut man vor dem nächsten Trainerbriefing mal kurz hier rein und dann
 [party] [partysmiley] [partytime] [biggrinparty]
Yeah, Baby - go for it!

Jetzt bin ich motiviert.
Muss nur gucken, dass mir beim Briefing nicht die Gedanken abschweifen!
 ;D

Und wie geht´s weiter?
 [jump]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 22. März 2012, 09:45:12 Uhr
Du meinst sicher: Zeit für eine gepflegte Konversation, oder?! ;)
Natürlich! Eine gepflegte Konversation über Kontaktsportarten...   [rolllaugh]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 22. März 2012, 15:32:57 Uhr
...Kontaktsportarten...   [rolllaugh]

So, so - DEFINIERE! [devil]

Nee @ Moony: Bitte, bitte weiter schreiben! [poke]

Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. April 2012, 17:55:22 Uhr
und wer MEIN verstecktes Osterei lesen will, der sollte noch schnell eine Antwort hier reinstellen  [devil]


 
Bei der Erinnerung daran, wie sie den restlichen Morgen verbracht hatten, fühlt Joan erneut dieses heiße Gefühl in sich aufsteigen und es ist als würde sie wieder seine Hände an ihrem Körper und in ihren Haaren fühlen. Joans Gesicht bekommt dabei einen Ausdruck, den sie lieber nur dem Fenster zeigt.

 


[Versteckter Text]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 2. April 2012, 18:23:02 Uhr
Verstecktes Zitieren? Area? Bahnhof-Bratkartoffel? Ich glaube, ich habe so Einiges noch nicht mitbekommen..... ???
Nun denn, vielleicht werde ich ja irgendwann mal "aufgeklärt"....... ;D
Ansonsten:

Hot, very hot........!!!  [respekt]
Viele Grüße
Tachio
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 3. April 2012, 08:28:18 Uhr
Hi, Mooncat!

und wer MEIN verstecktes Osterei lesen will, der sollte noch schnell eine Antwort hier reinstellen  [devil]
Nach DEM Osterei sucht man doch gerne!  ;)

Joans Gesicht bekommt dabei einen Ausdruck, den sie lieber nur dem Fenster zeigt.
[naughty][naughty][naughty]

 



[Versteckter Text]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 3. April 2012, 22:24:02 Uhr
Na dann wollen wir mal suchen - ist ja bald Ostern!
 [rabbit]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. April 2012, 08:34:50 Uhr
Verstecktes Zitieren? Area? Bahnhof-Bratkartoffel? Ich glaube, ich habe so Einiges noch nicht mitbekommen..... ???
Nun denn, vielleicht werde ich ja irgendwann mal "aufgeklärt"....... ;D
Na dann wollen wir mal suchen - ist ja bald Ostern!
 [rabbit]
Johanna
@Johanna: Na als treue Kommentatorin liegt das Osterei ja offen vor Dir.
@Tachio: Versteckter Text wird nicht bei "Anzeige neueste Beiträge" angezeigt! Man muss halt direkt in den thread gehen - und man sieht es nur wenn man einen User hat und dort schon mal etwas gepostet.
Man erzeugt versteckten Text, in dem man ihn in "hide"-Taggs packt.  hide (Beginn) und /hide (am Ende) in eckigen Klammern.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 5. April 2012, 12:06:33 Uhr
 :-X
Tja, was soll ich sagen?! :-[
Zitieren darf ich ja nichts..... ;D


Trotzdem: [goodjob] [goodjob] [goodjob]


felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. April 2012, 14:00:33 Uhr
Sonnenstrahlen erfüllen den nüchternen Raum mit einem goldgelben Glanz, die Joan wieder weiter in Gedanken an den Abend ihres Geburtstags zurück führen, in den Raumgleiter zusammen mit Curtis....Joan schließt die Augen und gibt sich ganz dieser Erinnerung hin. Nach einer Weile reißt sie ein Zirpen aus ihren Tagtraum. Nur widerwillig geht sie zum Schreibtisch und erweckt den virtuellen Bildschirm durch einen Tastendruck zum Leben. "Sie haben eine eMail" schreit sie dort lautlos ein Popup an. Joan setzt sich mit einem Seufzen und öffnet ihre Nachrichten. Eine Terminanfrage im Auftrag von Ezra, ansonsten nichts wirklich Wichtiges, Newsletter, der aktuelle Bericht über die meistgesuchten Personen. Sie kann sich nicht dazu aufraffen eine der Mails zu öffnen. Auch wenn Curtis sich nicht in diesem Raum aufhält, so scheint es Joan doch, als sei er hier, hier bei ihr und fordere ihre volle Aufmerksamkeit.
Joan versucht mit einem Kopfschütteln wieder Herr ihrer Gedanken zu werden, aber so richtig will es einfach nicht funktionieren. Da steht sie auf um sich einen Kaffee zu holen.
Als sie zurück kommt, ist der goldenen Glanz aus dem Raum verschwunden. Doch nicht das Gefühl seiner Präsenz. Sie setzt sich an ihren Schreibtisch und nimmt einen kräftigen Schluck. Dann - auf einmal - scheint es ihr, als würden ihre Finger die Kontrolle übernehmen. Neue E-Mail-Nachricht schreiben. Ihre Finger fliegen gerade so über die Tasten und auf dem Display erscheint ein Text:

Die Gegenwart der Sonne wärmt meine Haut
und der Wind streichelt zärtlich die Haare
jetzt mitten in der Nacht
in meinem Bett
denn meine Sonne bist Du
und mein Wind soll nie verebben.

Als sie den Punkt schreibt, fühlt sie sich glücklich. Dann allerdings liest sie ihren Text noch einmal und ein "Uh wie schlecht" entfährt ihren Lippen. "Als Dichterin würde ich wohl keine Chancen haben" denkt sie. Im ersten Reflex will sie die wenigen Zeilen wieder löschen, doch dann speichert sie den Text unter persönliche Entwürfe. Seltsam - jetzt kann sie sich tatsächlich ihren Nachrichten widmen. Ob Ezra's Anfrage wohl mit einem neuen Auftrag zusammen hängt? Er war doch sonst nicht so förmlich.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 10. April 2012, 10:03:31 Uhr
so, das war jetzt wirklich das Ende von Joan's Geburtstag und die Überleitung zur neuen Geschichte.
Ein kleines Foto aus der Geschichte* soll den Beginn markieren:

(http://www.roadsidepeek.com/roadusa/southwest/nevada/vegas/lvcasino/lvcasinoneon/s-stardustlv891a.jpg)

to be started soon....


(* Richtig, das ist die Leuchtreklame des Stardust-Hotels in Las Vegas, das 2007 abgerissen wurde)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. April 2012, 11:09:00 Uhr
Stardust  - Sternenstaub

Als sich die Aufzugtür geräuschlos hinter ihr schließt, flucht Joan leise. So hatte sie sich das nicht vorgestellt. Aber nun konnte sie nicht mehr zurück. Kurz denkt sie: Ob ein gewisser großer, gutaussehender, rothaariger Kerl mit gutem Einfluss beim Präsidenten wohl etwas damit zu tun haben sollte, dass ausgerechnet SIE diesen langweiligen Auftrag bekommen hatte? Wenn ja, dann sollte er sich aber besser warm anziehen. Allerdings – noch kurzem Nachdenken erscheint ihr das doch sehr weit hergeholt und sie verwirft den Gedanken wieder. Ach ja, seufzt sie erneut. Dabei hatte es so vielversprechend begonnen…



Ezra Gurney, ihr Chef und väterlicher Freund, hatte sie vor einigen Tagen gefragt, ob sie Interesse daran hätte die Leitung einer wichtigen Mission zu übernehmen. Ein sehr wichtiger Auftrag direkt vom Präsidenten. Wenn der Präsident persönlich im Spiel war, dann hatte es bisher immer auch mit Captain Future zu tun, hatte Joan sich gefreut. Und sie, Joan, sollte die Leitung bekommen! Joan war begeistert. Zunächst jedenfalls.

„Als mich der Präsident nach der besten Agentin für diese Aufgabe fragte, war Dein Name der erste der mir eingefallen ist. Ich würde mich freuen wenn Du zusagst. Es wäre ein große Chance für Dich, Joan!“ hatte Ezra hinzugefügt. Ezra war seit einiger Zeit stellvertretender Leiter der Weltraumpolizei, unter der Bedingung weiterhin aktiv an Einsätzen teilzunehmen. Man hatte diese Position speziell für ihn geschaffen, nachdem er sich mehrfach strikte geweigert hatte den „reinen Sesselpupser-Posten“, wie Ezra es einmal bezeichnet hatte, des obersten Polizeichefs anzunehmen.  „Worum es genau geht ist vertraulich. Aber Folgendes kann ich Dir noch sagen: Es handelt sich um eine heikle Angelegenheit bei der weibliches Einfühlungsvermögen von besondere Wichtigkeit ist. Weder Captain Future noch ich sind daran beteiligt. Du alleine trägst die Verantwortung für den Einsatz und Dein Team. Ach ja, der Einsatz ist für ein halbes Jahr geplant. Das ist doch kein Problem, oder?“ hatte Ezra mit einem Seitenblick auf Joan noch ergänzt.

„Oh doch!“ hätte Joan am liebsten gerufen, aber eine Stimme in ihr hielt sie davon ab. Abgesehen davon dass sie Ezra nicht vor den Kopf stoßen wollte wäre es sicherlich grundsätzlich sehr unklug von ihr ein solches Angebot „von ganz oben“ abzulehnen. 
 „Nein. Nein, das ist kein Problem.“ sagte sie stattdessen. „Na, so ganz überzeugend klingt das aber nicht!“ sagte darauf Ezra, der Joan kennt seit sie noch ein kleines Mädchen war.. „Überlege es Dir, Du musst mir erst morgen früh Bescheid geben. Wenn Du zusagst haben wir um 11 Uhr einen Termin beim Präsidenten. Mehr kann ich Dir leider nicht sagen, Joan, tut mir Leid, aber ich muss jetzt wieder zu einer dieser unsäglichen endlosen Besprechungen, bitte entschuldige mich.“ ergänzte Ezra noch und verschwand.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. April 2012, 11:44:31 Uhr
Chris und seine Freundin Jasmin waren ganz aufgeregt als sie die „Blue Lagune“ betraten. „Wow!!!“ entfuhr es beiden unisono. „Es sieht wirklich wie in einer Lagune aus“ rief Jasmin begeistert. Chris tauchte seine Hand in das imaginäre Meerwasser und er spürte die Kühle: „Was für eine perfekte Illusion!“ Doch seine Hand war trocken als es sie wieder herauszog. Eigentlich befanden sie sich in einer vorübergehend stillgelegten Lagerhalle, aber davon war nichts mehr zu erkennen. Angenehm kühle Luft und ein Licht aus Blau- und Goldtönen umfing sie – eine Wohltat für die Jugendlichen, deren Alltagswelt von gleißend hellen Lichtreflektionen des sie all-überall umgebenden Sandes des Wüstenmonds und von permanenter Hitze geprägt war. „Wir leben hier am sandigsten Arsch der Welt – und am Heißesten!“ war ein geflügeltes Wort unter den wenigen Jugendlichen der Wüstenstadt. Für sie bot das Leben hier nur wenig Abwechslung. Als dann bekannt wurde, dass eine Promo-Veranstaltung für die „Stardust“-Tournee der „Magical Dancer“ bei ihnen stattfinden sollte, war sofort klar das dies ein absolutes Muss für alle sein würde. Und so fanden sich nach und nach wirklich alle Jugendlichen und viele Erwachsene der Wüstenmondkolonie dort ein. Statt der weißen Einheitsfarbe ihrer Klimaanzüge trugen sie nun alle farbenprächtige Fantasie-Kostüme. Werbetrailer der Magical Dancer flimmerten immer wieder auf den virtuellen Bildschirmen und warben für eine Reise zum einer der Tanz- und Illusionsshows der Gruppe.

Jasmin, Chris und ihre Freunde amüsierten sich prächtig. Es war klar, dass jeder, dessen Eltern es sich finanziell leisten konnten, dorthin reisen würden. Der Promo-Event-Manager Sonar hätte deshalb eigentlich mit sich zufrieden sein können. Doch seine Stirn zeigte tiefe Sorgenfalten als er auf die durchsichtigen Tütchen, gefüllt mit drei kleinen bunten Pillen und bedruckt mit dem Stardust -Emblem der Tour, blickte, die auf dem Tisch vor ihm lagen: „Verflucht, selbst hier!“ „Zum Glück haben wir den Typen erwischt, bevor er das Zeug verkaufen konnte. Es ist einer der Roadies, die sie auf dem Mars angeheuert haben.“ entgegnete sein Gesprächspartner. Es war Lenar, Agent der Planentenpolizei und Joans Kollege. „Ich hoffe niemand hat etwas davon mitbekommen und Sie handhaben dies mit Diskretion.“ sagt der Manager. Lenar antwortet mit einem Grinsen: „Diskretion ist mein Beruf!“  „Gut! Unsere Firma hat keinerlei Interesse an eine solchen Art von Publizität – im Gegensatz zu manch anderen denen jeder Skandal nur Recht ist.“ knurrt Sonar. „Verdammt, ich hoffe Sie finden endlich die Verbrecher die in unserem Fahrwasser dieses Ekelzeug vertreiben!“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 16. April 2012, 16:21:20 Uhr
Die "Blaue Lagune", so so!
 :D
Da habe ich tatsächlich so einen Film mit Brook Shields im Hinterkopf...
(hi, hi)
Mal sehen wohin diese "Reise" uns führt.
Bin gespannt.
 ;)
Liebste Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. April 2012, 21:24:26 Uhr
Die "Blaue Lagune", so so!
 :D
Da habe ich tatsächlich so einen Film mit Brook Shields im Hinterkopf...
(hi, hi)


nun, ich eigentlich nicht, aber es könnte tatsächlich so aussehen wie dort. Und  stell Dir vor, einige der Mädels sind wie Brooke Shields verkleidet...ach neee....vielleicht lieber doch nicht  ;D

Mal sehen wohin diese "Reise" uns führt.
Bin gespannt.

:-*

Sie bleibt im Sonnensystem....so in etwa jedenfalls...und sie führt uns weiter in der Gesamtgeschichte. :-X
Soooo und nun muss ich noch mal in der Geschichte mit den Weltraumsteinen recherchieren...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. April 2012, 22:28:15 Uhr
Sorry, habe nicht viel Zeit deshalb nur kleine Häppchen...


Als Joan am Abend zu Hause ankam, war ihr bereits klar, was sie wollte. Sie wollte diese Chance! Ezra hatte Recht, sie musste sich endlich selber wieder beweisen, dass sie als Agentin auch ohne Curtis gut klar kam. Das war sie ja auch früher, bevor sich ihre Wege auf Megara zum ersten Mal gekreuzt hatten. Ihn vielleicht privat für längere Zeit nicht sehen und sprechen zu können, das war ein ganz anderes Thema! Aber wer sagte überhaupt, dass sich nicht doch einige Gelegenheiten finden würden Curtis zu treffen? Außerdem – war ER nicht schon häufiger einfach für längere Zeit verschwunden? Wenn er sie wirklich liebt, dann würde er, nein dann müsste er dies verstehen. Trotzdem war ihr etwas komisch zu Mute als sich ihr Kommunikator meldete. Die eingestellte Tonfolge signalisiert eindeutig, WER da versuchte mit Ihr Kontakt auf zu nehmen. Sie stellte den Anruf auf den großen Bildschirm. „Hallo Joan“ begrüßte sie besagter rothaariger Mann, mit einem zärtlichen Ton in der Stimme. „Hallo Curtis“ antwortet Joan freudestrahlend, „schön das Du anrufst.“ Nicht das sie nicht mit seinem Anruf gerechnet und nicht dass er sich nicht nahezu JEDEN Abend seit jenem Geburtstag bei ihr gemeldet hätte. Gerade als sie begonnen hatte sich mit der speziellen Art ihrer Beziehung abzufinden, da hatte sich alles geändert – zumindest in einigen wesentlichen Dingen…
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. April 2012, 11:06:41 Uhr
so. Nun wisst Ihr das es um das harte ShowBiz und Musik und Tanzen geht. So ähnlich wie die Zirkusgeschichte oder der Film.... Für nette Sidestories würde ich mich über Ideen rum ums Thema freuen - so wie vorher bei New York und dem Pump-Up-Your-Starship-Shop  ;D

eine habe ich gerade selber, aber: there is plenty blank paper to write on...

 :-*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. April 2012, 18:49:22 Uhr
ist in Arbeit, d.h. Beta hat jetzt Arbeit....  ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. April 2012, 00:18:29 Uhr
Curtis hatte immer wieder auf die Uhr gesehen und hatte kaum abwarten können bis der Zeitpunkt kam, denn sie für seinen Anruf ausgemacht hatten. Das war Grag und Otho nicht verborgen geblieben, aber sie sagen nichts dazu.

Sein Herz hüpft leicht als er Joans liebes Gesicht sieht. Curtis bemerkt dass Joan etwas müde und bedrückt aussieht. „Wie geht es Dir?“ fragt Curtis „Alles in Ordnung?“. „Mir geht es gut.“ antwortet sie. Curtis blickt sie besorgt an. Für einen Moment überlegt er in die Comet zu springen und einfach zu ihr zu eilen um sie tröstend in den Arm zu nehmen. „Joan, könntest Du Dir vielleicht einige Wochen frei nehmen?“ fragt Curtis.
Doch Joans Reaktion darauf ist nicht ganz die, die er erwartet hatte. Ihr Blick wird traurig. „Oh“ sagt sie.
„Oh bedeutet - Nein?“ fragt Curtis etwas irritiert.
„Curtis, ich fürchte…Ja! D.h. nein. Ich meine, ja es bedeutet dass ich mir zur Zeit nicht frei nehmen kann. Ich habe einen Auftrag. Wieso fragst Du?“ entgegnet Joan etwas verlegen. „Schade, ich wollte Dich fragen ob Du mich und Prof. Simon zu einer Wissenschaftskonferenz begleiten könntest.“ Sagt Curtis.
„Oh“ entfährt es Joan erneut und sieht wirklich bekümmert aus.
„Vielleicht kannst Du ja den Auftrag an einen Deiner Kollegen abgeben?“ sagt Curtis hoffnungsvoll. Curtis kann genau erkennen, dass Joan, wenn auch nur kurz, einen Schmollmund zieht. Was hat er jetzt wieder falsch gemacht?
„Ist das die Konferenz auf dem Mond Rival?“ fragt Joan daraufhin in einem neutralen Ton, der Curtis noch mehr irritiert.
„Ja.“ Sagt Curtis „Wir werden ca. 5 Wochen unterwegs sein, und ich würde mich freuen wenn wir diese Zeit zusammen verbringen könnten“.
Joan hat sich nun in die Mitte des Kamerafeldes gestellt und blickt Curtis direkt an: „Curtis, ich freue mich sehr dass Du mich fragst. Wirklich.“ Joan schaut ernst und bestimmt. „Noch vor wenigen Wochen…und unter anderen Umständen…Aber ehrlich gesagt hatte ich mir unter unserem gemeinsamen Urlaub etwas anderes vorgestellt! Mir war eigentlich nicht in den Sinn gekommen Dich für einige Wochen die ganze Zeit mit hunderten Wissenschaftlern ohne viel Privatsphäre teilen zu müssen.  Und das auf einem ansonsten stinklangweiligen Stück Staub und Wüste. Dort besteht die größte Abwechslung darin, dass der  permanente Sandsturm statt aus Norden aus Süden oder umgekehrt kommt.“ Redet sich Joan ein wenig in Rage.
„Ok, wenn Du es dort so unerträglich findest, dann erspare ich Dir das lieber.“ Sagt Curtis doch etwas enttäuscht.
„Curtis! Natürlich würde ich gerne überall mit Dir zusammen sein, aber .., ich meinte nur …es tut mir leid, aber… aber ich KANN gar nicht mitkommen, da ich einen Geheimauftrag bekommen habe. Direkt vom Präsidenten. Etwas sehr Wichtiges“ sagt Joan ein wenig trotzig.
„Um was geht es denn, wenn ich fragen darf?“ fragt Curtis und eine Mischung aus Neugierde und Besorgnis erfasst ihn. 
„Das erzähle ich Dir, wenn ich Dir mehr darüber sagen darf.“ antwortet Joan ausweichend. Diese Antwort verstärkt Curtis Gefühle nur noch mehr. „Willst Du den Auftrag, Joan?“ fragt Curtis weiter.
„Ja! Ja ich will den Auftrag.“ Antwortet Joan und fährt mit Ezras Worten fort: „Es ist eine große Chance für mich!“
Verdammt, das hört sich gefährlich an, denkt sich Curtis und sein erster Reflex ist es, es ihr ausreden zu wollen. Dort dann schluckt er nur trocken und sagt zu Ihr: „Das freut mich für Dich! Ich wünsche Dir viel Erfolg!“ und fügt mit ernstem Blick hinzu:„ Bitte versprich mir, dass Du auf Dich aufpasst. Du weißt ich liebe Dich über alles! Und - Du kannst mich jederzeit über die spezielle Kom-Verbindung erreichen.“
„Curtis, bitte entschuldige dass ich nicht mitkomme. Ich weiß dass Du Dich um mich sorgst. Aber genauso sorge ich mich immer um Dich wenn Du Dich in ein neues Abenteuer stürzt.“ antwortet Joan und schlägt die Augen kurz nieder: „Ich werde mich vorher auf jeden Fall noch einmal bei Dir melden. Ich weiß jetzt schon dass du mir entsetzlich fehlen wirst. Ich liebe Dich ebenfalls, das weißt Du!“

(http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/73.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 19. April 2012, 08:12:32 Uhr
Tja, möglicherweise eine völlig neue Erfahrung für unseren Helden: Joan springt nicht sofort, wenn er ruft!  :o

Aber mir gefällt, dass du sie als eigenständige Persönlichkeit darstellst, die ihr eigenes Leben führt und eigene Entscheidungen trifft und nicht als Anhängsel des Helden, das es lediglich hin und wieder zu retten gilt. Klasse!

Gruß
claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. April 2012, 18:10:55 Uhr
Als Joan jetzt im Aufzug steht, muss sie bei der Erinnerung an den gestrigen Abend den Kopf schütteln. Curtis hatte ausgesehen wie ein begossener Pudel. Jedenfalls kurz, bis er zu seiner üblichen Selbstbeherrschung zurück gefunden hatte. Rückblickend hat sie Mitleid mit ihm. Nein es war ihm nicht leicht gefallen, das war Joan klar. Wenn sie zu diesem Zeitpunkt wirklich schon gewusst hätte WAS das für ein Auftrag war, dann hätte sie vermutlich Rival bei Weitem vorgezogen, ärgert sich Joan. Kindermädchen spielen für eine lyrianisches Tänzerin. Pah, Schauspielerinnen, Tänzerinnen und sonstige angebliche VIP’s! Mit Abscheu erinnerte sie sich an ihr Zusammentreffen mit dieser Lura Lind, der Schauspielerin aus dem Film über Captain Futures Leben. Alles aufgeblasene, egoistische und völlig überbewertete Zicken! Und mit so jemandem sollte sie nun die nächsten Monate verbringen. Und warum hatte man sie gewählt? Nur weil sie Lyrianisch sprechen kann und eine Frau ist. Na toll! Gut gemacht, Joan, da hast Du Dich wieder so richtig in die Scheiße gesetzt! denkt sie und seufzt erneut laut. Nun ja, vielleicht findet diese Tänzerin sie ja so unsympathisch oder lehnt sie aus einem anderen Grund ab, dann wäre es aus der Sache wieder raus. Andererseits, wie hatte ihre Mutter ihr immer gesagt: Gib der Sache erst einmal eine Chance!

Da öffnet sich die Aufzugtür und Joan geht den Gang entlang durch zwei Sicherheitsschleusen. Sie betritt einen der Kommunikationsräume, die für abhörsichere Geheimgespräche eingerichtet wurden. Der Raum wird nur durch das Licht eines virtuellen Bildschirms erhellt, auf dem das Wappen der Weltraumpolizei zu sehen ist. Joan geht zur Konsole, verifiziert erneut ihre Identität und gibt den Ziel-Code ein. Sie aktiviert die Anwahl und ein helles Licht richtet sich auf sie. „Verbindung steht in 9.8.7.6.5.4.3.2.1. Sekunden“ erscheint auf dem Bildschirm und dann „Verbindung hergestellt“.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 19. April 2012, 18:57:25 Uhr
Zitat
Mit Abscheu erinnerte sie sich an ihr Zusammentreffen mit dieser Lura Lind, der Schauspielerin aus dem Film über Captain Futures Leben. Alles aufgeblasene, egoistische und völlig überbewertete Zicken!


Sollte Paris Hilton vielleicht Nachkommen haben?! >:(



felixx ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 20. April 2012, 08:16:10 Uhr
Kindermädchen spielen für eine lyrianisches Tänzerin.

Grundgütiger! Wofür sich die Planetenpolizei so alles hergeben muss...  :o
Also, entweder das Mädel hat bereits alle privaten Sicherheitsdienste (mit ihrer Zickigkeit?) vergrätzt oder sie ist die Tochter eines einflussreichen Politikers (oder gar des Präsidenten?  ;D ).
Hoffentlich gibt es da für Joan wenigstens eine saftige Gehaltszulage...  :D

Gruß
claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. April 2012, 14:20:45 Uhr
Grundgütiger! Wofür sich die Planetenpolizei so alles hergeben muss...  :o
Also, entweder das Mädel hat bereits alle privaten Sicherheitsdienste (mit ihrer Zickigkeit?) vergrätzt oder sie ist die Tochter eines einflussreichen Politikers (oder gar des Präsidenten?  ;D ).
Hoffentlich gibt es da für Joan wenigstens eine saftige Gehaltszulage...  :D

Gruß
claudrick
nein...
allerdings mit Einfluss hat das Ganze schon zu tun.  ;D :-X :-X :-X

Und ob sie wirklich zickig ist oder nicht, sagt uns bald....der Text der noch nicht aufgeschrieben ist...
(http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)

schauen wir mal wie weit ich vor Dublin komme...


P.S. als Special Service für alle, die nicht noch mal im ersten Teil nachlesen wollen, hier das Zitat über Lyrian (100% meine eigene Erfindung!)

....Zuletzt trifft noch eine kleine Gruppe Lyrianer als Ehrengäste ein. Äußerlich unterscheidet sie kaum etwas von den Menschen, nicht nur weil sie im Grunde wie New Yorker gekleidet sind.

Wann genau eigentlich der erste Kontakt zum Lyrianischen Reich stattfand, darüber streiten sich die Historiker. Es kursieren zahlreiche Geschichten – wohl mehr als Planeten zum Lyrianischen Reich und zu den Vereinigten Planeten zusammen gehören. Auch deshalb ist dies immer wieder Anlass für kleine Sticheleien, so auch in den Reden heute. Running Gag ist dabei längst die nie enden wollende Diskussion, wer eigentlich wenn „entdeckt“ hat. Aber vielleicht wird dieser einmal der längste Running Gage der Geschichte – zwanzig Jahre lang gibt es ihn immerhin schon und so richtig Ernst nimmt ihn auch keiner.

Die Hauptstadt des Reiches nennt sich übersetzt so viel wie Lyrian City und befindet sich auf dem gleichnamigen Planeten Lyrian. Lyrian war den menschlichen Astronomen schon im vorletzten Jahrhundert bei der Durchleuchtung des Weltalls auf der Suche nach Planeten aufgefallen: Aufgrund der Position im Lyrianischen Sonnensystem und der Zusammensetzung der Materie des Planeten vermutete man schon kurz nach der Entdeckung, dass er der vielleicht erdähnlichste Planet in „der Nähe“ sein könnte. Der Fund dieser „zweiten Erde“ war damals eine Sensation und beflügelte einige Jahrzehnte den Forscherdrang der Menschen, bis sie sich zunächst mehr der Umwandlung und Besiedlung der Planenten des eigenen Sonnensystems zuwendeten.

Tatsächlich ist Lyrian wie die Erde ein wunderschön schimmernder blauer Planet, etwa 20% größer als die Erde und genau wie diese hauptsächlich mit Meerwasser bedeckt. In diesem riesiger Meer gibt es zwei große, miteinander verbundene Kontinente in der gemäßigten südlichen Klimazone und viele kleinen Inseln in den Lyrianischen Tropen. Die Landmasse ist wesentlich kleiner als auf der Erde. Wohl deshalb haben sich auch nur zwei humanoide Rassen dort entwickelt – die Hauptrasse auf den Kontinenten und eine kleinere Population auf den Inseln. Aber genau das war zuerst eine Enttäuschung für den Expansionsdrang der Menschen gewesen – die „zweite Erde“ war „leider“ schon bewohnt! Und die Lyrianer entpuppten sich als gleichwertige „Brüder und Schwestern“ der Menschen mit einem ähnlichen Entwicklungsstand. Hatten die Lyrianer zwar schon weit vor der ersten Mondlandung der Menschen die beiden anderen Planeten ihres Sonnensystems als Lebensraum für sich entdeckt und besiedelt, so hatten sie doch erst nach den Erdmenschen begonnen, ihr Sonnensystem zu verlassen.

Mit den Jahren hat sich dank der Entwicklung immer neuer Antriebssysteme der Raumschiffe der Kontakt zwischen beiden intensiviert. Vor fünf Jahren waren dann die ersten regelmäßigen Raumschiffverbindungen zwischen Erde und Lyrian eingerichtet worden. Erste gemeinsame Unternehmen entstanden und auch der wissenschaftliche und kulturelle Austausch blüht. Beides wird nur von den beiden Regierungen eingeschränkt, die im jeweils anderen auch eine potentielle Bedrohung sehen. Wie zwei gleichstarke Brüder, die sorgsam darauf achten, dass der andere nicht zu mächtig wird. Und tatsächlich sind die Lyrianer und die Menschen der Erde wohl auch so etwas wie genetische Brüder, wie Captain Future und Prof. Simon bei einer wissenschaftlichen Exkursion festgestellt hatten – nämlich Kinder des untergegangenen Denebischen Reichs.

Die Tänzerin hatte ich im ersten Teil auch schon mal am Rande erwähnt - ein Karmapunkt von mir für den, der den Textteil findet!!!  ;D

Titel: Re: Antw:Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 20. April 2012, 20:22:06 Uhr

Die dicke Kohle hat doch sein Big-Boss, dieser „Jeff“. Der Typ mit dem unaussprechlichen Namen. Den haben auch nur wenige je gesehen und es weiß keiner, wo er herkommt und wie groß sein Imperium wirklich ist.“ Er macht eine Pause. „Habt Ihr den Werbetrailer für die Tanzshow gesehen, der auf allen Werbemonitoren in New York und im ganzen Sonnensystem läuft?“ „Ja, eine geile Schnecke“ wirft der Marsianer ein. „Die ist seine?.“ „Ja, die geile Schnecke ist seine Schnecke, sagt man.

Hallo Moony,

ich beteilige mich mal an der Jagd nach der Tänzerin und liefere mit oben genannten Zitat einen Vorschlag ab - und hoffe, dass ich einen Karmapunkt abgeiern kann..... ;D

LG
Tachi
Titel: Re: Antw:Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. April 2012, 21:45:31 Uhr
Hallo Moony,

ich beteilige mich mal an der Jagd nach der Tänzerin und liefere mit oben genannten Zitat einen Vorschlag ab - und hoffe, dass ich einen Karmapunkt abgeiern kann..... ;D

LG
Tachi

(http://smilies-smilies.de/smilies/anlass_smilies/gutgemacht.gif) Platz und Sieg TACHIO!!!

Und schon ist er da, der 7. Karmapunkt!!! (http://www.smileygarden.de/smilie/Silvester/smileygarden2010_silvester14.gif)


LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 20. April 2012, 22:27:32 Uhr
Boah, das ist ja fast besser als "Wer wird Millionär?"...... [jump] [jump] [jump] [jump]
Die Suche nach der Tänzerin hat jedenfalls Spaß gemacht - so etwas weckt bei mir immer den Jagdinstinkt. Wenn schon kein Mammut, dann eine Textzeile (das nennt man dann wohl Evolution.... ;D)
Liebe Grüße
Tachio
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 24. April 2012, 11:19:18 Uhr
Blitze zischen über den ansonsten rotschwarzen Himmel, der Boden und alles auf ihm erbebt unter den ständigen Donnerstößen. Gefrorene Heliumflocken peitschen gegen das Glasit der Kuppel und erfüllen den Raum darunter mit einem bedrückenden Lärm wie von wild gewordenen Trommlern.  Die dunkel gekleidete Gestalt scheint dies alles nicht zu berühren. Eine weitere Blitzfolge erhellt das fahle Gesicht des Mannes im mittleren Alter. Einige Kerzen auf einer Anrichte sind die einzige Beleuchtung des Raums. Zwischen den Kerzen steht das Bild eines sehr jungen Mädchens. Es ist ein Altar, den der Mann für das Mädchen erschaffen hat. Der Mann berührt mit zitternden Händen das Bild, Tränen rollen über sein Gesicht. So steht er lange da. Auf der Anrichte liegen noch einige Dinge, die anscheinend dem Mädchen gehört haben. Ein Kamm, ein Pullover, ein Heft, eine Haarspange und ein kleines leeres Tütchen mit einem Emblem darauf.  Der Blick des Mannes fällt auf das Tütchen. Er ballt seine Faust, seine Augen verengen sich und alle Muskeln seines Gesichts spannen sich an. "Ich schwöre Dir, ich werde dem Spuk ein Ende setzten, meine geliebte Tochter!" sagt der Mann, nimmt eine Protonenpistole aus seinem Umhang und feuert auf das Tütchen. Dort, wo es eben gelegen hat, bleibt nur noch ein schwarzer Fleck übrig. Dann blickt er nach oben und in der verzerrten Reflektion der Glasitkugel erscheint sein Gesicht wie eine Fratze reinen Hasses.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 24. April 2012, 16:45:43 Uhr
Ich habe eben beim Lesen eine absolute Gänsehaut bekommen, Hammer. Das hat ja schon etwas Mystisches....weiter so.....!
Viele Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 25. April 2012, 18:35:33 Uhr
noch ein Häppchen:

Als der Countdown sich der 1 nähert, überwiegt bei Joan das Gefühl der Neugierde. Dann wird auf dem Bildschirm die Gestalt einer jungen, ebenfalls blonden Frau in einem langen Gewand sichtbar, die neugierig zu Joan blickt. Joan erkennt ihr Gegenüber sofort von den Werbetrailern denen man zur Zeit in New York nicht entgehen kann. 
„Mrs. Randall?“ fragt die Frau.
„Ja! Mrs. Jara, freut mich sehr Sie kennen zu lernen.“ antwortet Joan höflich auf Lyrianisch.
Da lacht ihr Gegenüber. Ihr Lachen wirkt freundlich, offen und ehrlich, ganz anders als sie erwartet hatte. Und anders als in den Videos sieht man, dass sich beim Lächeln kleine Lachfalten an ihren Augen bilden. „Entschuldigen Sie. Aber - Mrs. Jara, das hört sich lustig an. Sagen sie Jara, einfach nur Jara, ohne Mrs. oder sonst etwas.“ antwortet ihr Gegenüber akzentfrei in Joans Muttersprache. „Und es freut mich ebenfalls sehr Sie kennen zu lernen.“ Ergänzt sie und strahlt Joan regelrecht an. „Übrigens ist Ihr Lyrianisch sehr gut, Mrs. Randal. Aber das benötigen Sie nur im Kontakt zu den Lyrianern in meiner Tanztruppe.“

Joan ist irritiert. Diese Jara ist so ganz anders als sie sie sich vorgestellt hat. Das Lächeln, diese ganz besondere Ausstrahlung! Joan kann nicht anders als zurück zu lächeln. Diese Frau weiß zumindest wie man sympathisch rüber kommt und bisher kann Joan kein Anzeichen dafür erkennen, dass etwas davon aufgesetzt oder gespielt ist. Wenn es das ist, dann ist sie eine verdammt gute Schauspielerin, denkt sich Joan.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 27. April 2012, 22:10:15 Uhr
Hoffentlich geht´s bald weiter - ein Wochenende so ganz ohne neues Häppchen.......wäre doch schade.... :'(
Und vor allem endlich mal eine Ahnung zu bekommen, wofür es die zweite Chance gibt und warum und überhaupt....... ;)
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. April 2012, 11:42:23 Uhr
Und vor allem endlich mal eine Ahnung zu bekommen, wofür es die zweite Chance gibt und warum und überhaupt....... ;)
LG
Tachi
  8) sorry, aber das ist eine der Geschichten, bei denen sich der Titel erst spät in der Geschichte erklärt. Und da sind wir noch lange nicht. Roman! Es beginnt mit Teilgeschichten die man drchausu auch einzeln lesen können soll, die aber wie in Fernsehserien die Handlung vorran bringen.Den Titel kann man durchaus globalgalaktisch sehen, d.h. Verlust und Neuanfang.....also nix Besonderes...Ich verspreche es wird dramatisch..  LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. Mai 2012, 22:35:45 Uhr
so..bevor ich mich zwei Wochen in den Urlaub verabschiede, noch ein ganz kleines Häppchen:


"Chef, ist etwas nicht in Ordnung?" Othos Worte reißen Curtis aus seinen Überlegungen.
"Nein, was soll denn nicht in Ordnung sein? Wieso fragst Du?" Curtis blickt Otho erstaunt an.
Otho grinst: "Och nur so. Nur weil Du seit zwanzig Minuten regungslos die Schalttafel anstarrst."
Grag fügt hinzu: "Der Chef überlegt wie er Ezra dazu überreden kann, Joan von ihrem neuen Auftrag abzuziehen!"
"Hört auf solchen Unsinn zu reden. Joan ist eine erfahrene Weltraumpolizistin! Kümmert Euch lieber um den Raumgleiter, ich möchte das er so schnell wie möglich wieder einsatzbereit ist!" antworte Curtis verärgert.

Wie Recht sie doch haben. Seiner Mannschaft kann er einfach nichts vor machen, sie kennen ihn einfach zu gut, dass weiß Curtis. Einerseits ist es ein gutes Gefühl, dass es Wesen gibt, die ihn manchmal besser kennen als er sich selbst. Das Eine oder andere Mal hatte diese Tatsache ihm schon das Leben gerettet. Andererseits fühlt er sich jedes Mal wieder wie der kleine Junge, der von den beiden ertappt wird.  Ja, er hatte die ganze Zeit hin- und herüberlegt, ob er Ezra nach Joans Auftrag fragen sollte oder nicht. Nun, Joan war noch nicht weg und sie wollte sich bei ihm noch melden. Warten ist allerdings so gar nicht seine stärkste Seite, das muss er sich eingestehen. So ergreift den Schraubenschlüssel und macht sich an daran, die Muttern der Schalttafel zu lösen.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sternmaus am 13. Mai 2012, 13:18:16 Uhr
 [master] ... einfach schön...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 9. Juni 2012, 20:41:09 Uhr
Hi Moony,

sehr schön. Meine Neugierde ist jedenfalls geweckt.
Und nach den ganzen "Häppchen" würde ich mich auch über einen weiteren "Happen" freuen!
 ;)
(Und fang jetzt bitte nicht an mit: Wer im Glashaus sitzt...  ;D)

 :-*

Liebe Grüße

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 11. Juni 2012, 12:48:48 Uhr
Und nach den ganzen "Häppchen" würde ich mich auch über einen weiteren "Happen" freuen!

einen ganzen großen Happen willst Du? Dann wird's aber noch etwas dauern. Häppchen ginge schneller...also?

Ganz im Ernst, ich bin erst einmal dabei das "Storyboard" zu legen und springe immer wieder in einzelne Szenen der "zukunft" rein. Ist aber noch nicht rund...
LG Mooncat  ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Juni 2012, 01:35:33 Uhr
na ja, Häppchen, Happen..entscheidet selber:

Joan betrachtet Jara sehr genau. „Mein Vorgesetzter sagte mir, Sie möchten noch einige Dinge über mich erfahren und mit mir besprechen. Was möchten Sie wissen?“ fragt Joan und bemüht sich dabei um einen neutralen, geschäftsmäßigen Tonfall. Jara blickt ein wenig überrascht: „Hat man Ihnen das nicht gesagt? Nun, ich gehe davon aus, dass genügend wichtige Leute sich Gedanken über Ihre Qualifikation gemacht haben. Ich jedenfalls möchte einfach nur, dass wir uns ein wenig beschnuppern. Wir werden viel Zeit miteinander verbringen. Da wäre es hilfreich wenn wir uns nicht ganz unsympathisch wären. Oder was meinen Sie? Sie sind hier die Expertin!“  Joan antwortet schmunzelnd: „Ja. Es ist nicht unbedingt notwendig, aber es würde die Sache doch sehr vereinfachen.“

Joan bemerkt, wie sie genau beobachtet wird. Es scheint ihr als ob ihrem Gegenüber keine noch so kleine Reaktion in ihrem Gesicht entgeht. Und doch fühlt sich Joan nicht unangenehm dabei. Da lacht Jara wieder: „Ich vermute mal, auf Show-Leute aufpassen ist nicht ganz das, was sie als Geheimagentin tun wollen, oder?“ Joan fühlt sich ertappt und spürt wie sich ihre Wangen röten: „Nun ja…“ „Schon gut, würde ich auch nicht. Aber ich verspreche ich werde sehr brav sein so dass Sie genügend Zeit haben werden auch in der Drogensache zu ermitteln.“ fährt Jara fort. „Sie wissen davon?“ fragt Joan. „Natürlich! Ich bin doch keines dieser kleinen Dummerchen die nichts davon mit bekommen was um sie herum geschieht und sich auch nicht darum scheren.“ antwortet Jara. Joan lacht.
Für kurze Zeit entsteht ein Schweigen. Dann setzen beide zugleich an etwas zu sagen: „Vielleicht…“ „Ich frage mich…“. und lachen dann. „Sie zuerst!“ sagt daraufhin Jara.


Die Anzeige der Gesprächsdauer zeigt fast zwei Stunden an, als die Verbindung getrennt wird. Für Joan fühlt es sich an als hätte sie mit einer guten Freundin gesprochen die sie lange nicht gesehen hat. Ein gutes Gefühl. Als sie den Raum verlässt reißt sie eine Stimme aus ihren Gedanken: „Das war ja ein sehr langes Gespräch“ Es ist Ezra der im Gang auf sie gewartet hat. „Hallo Ezra! Wartest Du etwa auf mich?“ begrüßt ihn Joan. Sie beginnt mit ihren Bericht: „Sie ist sehr, sehr…nett.“  „Nett?“ fragt Ezra. „Ja. Nett. Sympathisch. Klug. …“ sagt Joan. „Ich denke wir haben bereits ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Wobei dies vor allem Ihr Verdienst ist. Jedenfalls weiß ich nun dass sie über alles was die Tournee angeht sehr gut informiert ist. Auch über die Probleme mit den Drogenhändlern und die Drohungen. Sie meint das niemand in ihrem direkten Umfeld darin verwickelt sein kann.“ „Könnte Sie selber darin verwickelt sein?“ fragt Ezra „Nein. Mein erster Eindruck ist ein klares Nein. Wenn Du in ihre Augen siehst wenn Sie darüber spricht was ihr das Tanzen und diese Tournee bedeutet, ich denke dann würdest Du mir zustimmen.“ antwortet Joan. „Aber etwas irritiert Dich, oder?“ bohrt Ezra nach. Joan blickt Ezra an. „Ich hatte zwar die Geheimakte über sie gelesen aber dennoch hatte ich eine ganz andere Person erwartet. Die Akte beschreibt sie sehr gut, auch…“ Joan macht eine kleine Pause. Sie ist fühlt sich wie eine Verräterin als sie sagt: „auch was ihre besondere Fähigkeit angeht.“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 26. Juni 2012, 12:54:38 Uhr
Hi, Mooncat!

na ja, Häppchen, Happen..entscheidet selber:
Ob Häppchen oder Happen, egal, denn es geht weiter!  :)

Sie beginnt mit ihren Bericht: „Sie ist sehr, sehr…nett.“  „Nett?“ fragt Ezra. „Ja. Nett. Sympathisch. Klug. …“ sagt Joan. „Ich denke wir haben bereits ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut.
Also, irgendwie schrillen bei mir gerade die Alarmglocken...  ??? Die Dame erscheint mir ein bisschen übertrieben nett. Hoffentlich lässt sich Joan nicht einwickeln. Aber nein, dafür ist sie zu sehr Profi... oder?

Sie ist fühlt sich wie eine Verräterin als sie sagt: „auch was ihre besondere Fähigkeit angeht.“[/color]
Die Fähigkeiten, die auch deine Alisa in einer deiner anderen Fanfics hat?  ;)

Bitte mehr!

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 26. Juni 2012, 18:55:22 Uhr
Die Spätsommersonne ist bereits vor einigen Stunden untergegangen als Ezra zu Hause eintrifft. Nachdem er seine Uniform abgelegt hat geht er in den Garten um einige Scheite Holz zu holen um damit das Kaminfeuer zu entzünden. Dann holt er zwei Gläser und füllt eines mit einem guten Schluck Whiskey. Dann setzt er sich in seinen Ledersessel vor dem Feuer. So oft wie derzeit hatte er das bisher nie getan. Früher war er nur selten überhaupt auf der Erde. Andauernd war er im langen Einsatz auf fremden Planeten oder Monden gewesen. Die letzten Jahre zumeist zusammen mit der Future Crew. Aber zunehmend hielten ihn nun seine Aufgaben hier auf der Erde fest und statt auf fremdartigen Welten für den Frieden zu kämpfen verbrachte er nun den einen um den anderen Abend damit im Hauptquartier über Einsatz- und Budgetplänen zu grübeln, Einsatzberichte zu lesen und Personalbeurteilungen vor zu nehmen. Weil er zuerst die "richtige" Arbeit als wichtiger ansah, mussten solche Aufgaben immer bis zum Schluss warten.

Aber langsam hatte sich seine Einstellung hierzu geändert. Den geeigneten Agenten für eine Aufgabe auszuwählen und ihn oder sie mit den richtigen Informationen auszustatten konnte den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg der Mission und zwischen Leben und Tod des Agenten ausmachen. Sicher kann er sich nie sein dass er die richtigen Schlüsse aus den zum Teil nur wenigen vorhanden Informationen zieht. Aber mit der Zeit wurde im bewusst wie wertvoll seine lange Erfahrung dabei ist.

Nach dem heutigen Tag fühlt er sich bestätigt, dass er mit Joan die richtige Wahl getroffen hat. Der Präsident war am Anfang wenig begeistert von seinem Vorschlag gewesen. Vor allem weil er Joan wie die meisten nur noch an der Seite von Captain Future sah. Er hatte Ezra gefragt, ob Joan den politischen und öffentlichen Aspekt geeignet handhaben würde. Der Ezra von früher hätte dem Präsidenten geantwortet: Wir sind Polizisten und keine Politiker! Aber es war nicht der Ezra von früher, der da vor dem Präsidenten stand. Und ein andere Präsident. Auch wenn nach außen Ezra nun einen  "direkten Draht" zu Präsidenten hat, so ist ihm der heutige Präsident wesentlich fremder als es Präsident Carthew gewesen war.  Vielleicht bin ich dann doch selber schon ein wenig zu einem Politiker geworden? fragte er sich. Nein! antwortet er sich grinsend, bestimmt nicht!

Bei diesem Auftrag war diese Jara für ihn die wirklich unbekannte Größe. Er selber war ihr nie persönlich begegnet, kannte aber viele Aufnahmen von ihr. Die meisten Leute halten sie wohl für das klassische Liebchen eines einflussreichen und reichen Mannes, der ihr dafür ihre Wünsche erfüllt. Nett, höflich und sehr hübsch mit einem ansteckenden Lächeln. Aber im Grunde harmlos und uninteressant.

Die Berichte über sie allerdings bestätigten den Eindruck, den Ezra sofort von ihr hatte: Da steckt mehr dahinter! Tänzer leben von der perfekten Show, davon, dass alles schön und spielend leicht aussieht. Doch dahinter steckt harte Arbeit und eiserne Disziplin. Jara bietet in allem eine perfekte Show. Hier auf der Erde wird sie vermutlich sehr schnell Everybody's Darling werden, angetrieben durch die Medienmaschinerie, die nur nach solchen Figuren sucht. Ihr selber aber kann man nicht wirklich etwas vormachen, da waren sich alle Berichte einig.
Keine leichte Aufgabe für Joan. Aber wenn jemand eine Chance hat durch den schönen Schein hindurch etwas über die Person dahinter zu erfahren, dann war das Joan. Die beiden Frauen passen gut zueinander, dass hatte ihm seine Intuition gesagt. Und Joans Blick nach dem Gespräch hatte es ihm bestätigt.
Ezra erhebt darauf sein Glas und trinkt es aus. Er blickt auf seine Uhr. Sarah müsste gleich eintreffen. Ezra grinst und füllt beide Gläser.


(http://www.gif-paradies.de/gifs/tiere/katzen/katze_0141.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Juni 2012, 14:06:16 Uhr
Die Luft in der Glasitkuppel riecht nach Kerzenrauch und verbranntem Plastik. Der Mann starrt noch immer in den rotschwarzen Himmel. Ihm scheint der Himmel jeden Tag ein wenig dunkler. Alles erscheint ihm immer schwärzer und kälter. Obwohl die Umweltkontrollen keinerlei Veränderungen dokumentieren, weder draußen noch innerhalb der kleinen Station. Da reißt ihn eine laute Melodie aus seinen Gedanken. Eine launige Tonfolge die ihn zu verhöhnen scheint. Lustig und fröhlich und lebensfroh wie es seine Tochter gewesen war, die die Sounds nach ihrem Geschmack ausgewählt hatte. Und genau deshalb kann er sie auch nicht ändern. Das Blinken des virtuellen Monitors erhellt den Raum im Wettstreit mit den Blitzen des Himmels. Eine Nachricht. Nachdem er die Nachricht entschlüsselt hat erscheint ein Dokument. Überschrift: Tourneeplan Stardust. Eine Liste mit Daten und Orten und vielen zusätzlichen Details. Ein zorniges Grinsen erscheint auf dem Gesicht des Mannes. Niemand würde glauben dass dies derselbe Mann ist, den eines der Fotos auf dem Altar zeigt. Dort lächelt er freundlich und sein viel jünger wirkendes Gesicht strahlt voller Stolz während seine Tochter neben ihm ihre Abschlussurkunde zeigt. Er verlässt den Raum und geht grußlos an einem anderen Bewohner der Station vorbei. Seine Schritte beschleunigen sich je näher er der Andockrampe kommt. Er betritt das bereit stehende kleine Raumschiff und gibt die Zielkoordinaten seines langen Fluges ein: Die Station im Becken Asgard auf dem Jupitermond Kallisto.



(http://www.gif-paradies.de/gifs/tiere/katzen/katze_0028.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 7. Juli 2012, 02:30:28 Uhr
Joans Bild auf dem virtuellen Monitor an der Wand ist schon lange erlöschen. Dennoch starrt Curtis die Stelle auf der Wand an, auf der jetzt bereits vor einer halben Stunde Joans Abbild ihm von ihrem Auftrag berichtet hatte. In Gedanken presst er seine Lippen aneinander und verschiebt sie gegenseitig. "Überbesorgt" hatte sie ihn genannt, dabei hatte er noch gar nichts wirklich dazu gesagt. Aber sein Gesichtsausdruck muss für Joan wohl Bände gesprochen haben. Ob Joan vielleicht Recht hat? Joan hatte bereits viel gefährlichere Aufträge erfolgreich durchgeführt und - unbeschadet überlebt. Auch ohne ihn. Das sagt sich Curtis immer wieder.

Curtis seufzt. In der letzte Zeit war im nur zu sehr bewusst geworden, dass seine Liebe zu Joan ihn in tiefe Gefühlswidersprüche führt.
Curtis liebt ihre fast kindliche Art sich über Dinge zu freuen, sich für etwas zu begeistern. Durch sie kann auch er sich an Dinge erfreuen, die ihm ohne Sie uninteressant erscheinen würden. Und Sie hatte von Anfang an keine große Mühe gemacht, ihre Gefühle für ihn zu verstecken. Ganz im Gegenteil zu ihm selber. Ihre Ausdauer war es, die wie steter Tropfen seine Mauer hatte immer mehr einbrechen lassen.
Doch je stärker seine Liebe wird, desto stärker wird in ihm auch der Wunsch sie nicht zu verlieren, sie zu beschützen und von jedem Unheil fernzuhalten.

Andererseits teilen sie beide diesen Drang nach Abenteuer. In der Gefahr füllt sich Curtis erst wirklich lebendig. Und wenn Joan in seiner Nähe ist. Dieser Gedanke lässt ihn lächeln und für einen kurzen Moment glaubt er Joans Geruch wahrzunehmen. Joan. Joan und Abenteuer, das sind zwei Dingen die sich immer finden. "Das liebe ich an Ihr und hasse ich zugleich".
Aber erst damals im Gespräch mit Ezra war ihm klar geworden, dass dies zu Joans Persönlichkeit gehört und dass er sie so liebt wie sie ist. Nun ja, vielleicht könnte sie an der einen oder anderen Stelle etwas weniger störrisch sein. Aber auch das liebt er an ihr, gesteht er sich ein.
Curtis schüttelt den Kopf. Die Denkmodelle der modernen theoretischen Physik erscheinen Curtis in diesem Moment viel weniger verwirrend als dies.

"Konzentriere Deine Gedanken darauf, die Situation möglichst neutral zu analysieren." befiehlt Curtis sich selber. Hat er wirklich Anlass zu befürchten das große Gefahr auf Joan zukommt? Drogenhändler sind skrupellos. Aber Joan steht nicht alleine. Einige ihrer Kollegen werden mit dabei sein. Ihre Hauptaufgabe ist es die Sicherheit der Tournee zu organisieren, die verschiedenen Sicherheitsteams zu koordinieren und zu überwachen und nicht selber die Bodyguards zu spielen, sagte sich Curtis. Diese Jara sagt ihm nicht viel. Show-Bizz-Neuigkeiten und die zugehörigen Promis sind nicht so sein Interesse. Seine Erfahrungen als Film-Schauspieler - Tarnidentität Carson, der Captain Future spielt -  hat sein Desinteresse nur bestärkt.
Joan hatte nicht viel über diese Frau erzählt. Aber genau das beunruhigt Curtis. Aber wieso? An eines kann er sich erinnern, was diese Jara betrifft - dass sie die Geliebte des Hauptbesitzers des systemübergreifend arbeiten Konzerns, zu dem die Tanztruppe gehört, sein soll.  Von DEM hat Curtis gehört. Genau wie nahezu jeder, selbst diejenigen, die auf  dem abgeschiedensten Planetoiden des System leben. "Jeff" wird er genannt, dies ist die Lyranische Aussprache des Kürzels J.V. Kaum jemand hat ihn bisher in Persona kennengelernt. Und wenn spricht niemand darüber. Auch Curtis ist ihm bisher noch nie begegnet, dafür aber seinem Ruf: Das es besser ist ihn sich nicht zum Feind zu machen und das sein Arm weiter reicht als der der Weltraumpolizei. Das alles lässt Curtis diesem Jeff gegenüber sehr misstrauisch sein.

Andererseits war der Konzern mit aktiver Unterstützung des Präsidenten der Vereinigen Planeten des Sonnensystems und des Herrschers von Lyrian entstanden.  Dem Präsidenten Cashew, dem Curtis zum ersten Mal seine Dienste als Captain Future angeboten hatte. Ihn kann Curtis aber leider nicht mehr fragen. "Aber es gibt noch andere Kontakte, die sollte ich nutzen. Eine kleine Hintergundrecherche kann nie schaden...." denkt sich Curtis.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 7. Juli 2012, 18:55:12 Uhr
Schön...... :)*seufz*


felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 8. Juli 2012, 16:02:28 Uhr
Doch je stärker seine Liebe wird, desto stärker wird in ihm auch der Wunsch sie nicht zu verlieren, sie zu beschützen und von jedem Unheil fernzuhalten.
Andererseits teilen sie beide diesen Drang nach Abenteuer. In der Gefahr füllt sich Curtis erst wirklich lebendig. Und wenn Joan in seiner Nähe ist. Dieser Gedanke läßt ihn lächeln und für einen kurzen Moment glaubt er Joans Geruch wahrzunehmen. Joan. Joan und Abenteuer, das sind zwei Dingen die sich immer finden. "Das liebe ich an Ihr und hasse ich zugleich".
Ich denke, so oder so ähnlich hätte auch Ed Hamilton die Beziehung der beiden definiert. Und wenn ich mich recht entsinne, sagt auch Ezra in einem der Romane, Joan sei nur deshalb zur Planet Patrol gegangen, weil es dort immer Ärger gebe und sie es liebe, mittendrin zu stecken.

Eine kleine Hintergundrecherche kann nie schaden...." denkt sich Curtis.

Hi, hi... That's our Curtis! Er kann einfach nicht anders...  ;D

LG, claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 9. Juli 2012, 00:32:59 Uhr
Ich denke, so oder so ähnlich hätte auch Ed Hamilton die Beziehung der beiden definiert. Und wenn ich mich recht entsinne, sagt auch Ezra in einem der Romane, Joan sei nur deshalb zur Planet Patrol gegangen, weil es dort immer Ärger gebe und sie es liebe, mittendrin zu stecken.
Hi, hi... That's our Curtis! Er kann einfach nicht anders...  ;D

LG, claudrick

Freut mich dass Du findest dass ich ihn gut getroffen habe. [proud] Danke für die Rückmeldung, wie soll ich sonst wissen ob es passt oder nicht.... THANK YOU!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. Juli 2012, 09:18:34 Uhr
Die Fähigkeiten, die auch deine Alisa in einer deiner anderen Fanfics hat?  ;)
;)  ;D
Fortsetzung ist in Arbeit.... (http://smilies-smilies.de/smilies/computer_smilies/writing.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. Juli 2012, 00:13:00 Uhr
Lenar's Mine hellte sich sichtlich auf als er vor einer Stunde erfuhr, dass Joan nun die Leitung der Stardust-Ermittlungen übernommen hat. Erstens weil er sich für sie freut und zweitens weil der Fall dringend das benötigt, was Joan "eine andere Sichtweise" nennt. "Nun, Du sieht es nicht, Du stolperst darüber" zieht Lenar Joan gerne auf, aber er meint es nicht so. Sie ist eine verdammt gute Agentin. Aber neben dem großen Captain Future kann sie meist nur die Nebenrolle spielen - wie es jedem von ihnen gehen würde und selbst dem erfahren Haudegen Ezra geht. Aber sie war schon lange überfällig selbst ein Team zu leiten.  Lenar findet nichts dabei für diesen Fall "unter" Joan zu arbeiten. 

Vor allem aber, ein Bisschen von Joans Gabe zur richtigen Zeit am richtigen Ort die Dinge ins Rollen zu bringen ist jetzt überfällig, findet Lenar. Seit zweieinhalb Monaten ist er nun hinter den Drogenhändlern her. Obwohl die Produktionsfirma ihn wirklich in allem unterstützt, so ist es Lenar und den Sicherheitsleuten der Firma bisher nur gelungen den Verkauf bei den Werbeveranstaltungen im Keim zu ersticken. Immerhin! Dutzende von Händlern konnte Lenar festnehmen noch bevor sie eine Tüte los wurden.  Aber niemals jemanden aus nur einer Ebene darüber. Auf der Erde würde ihnen dies nicht mehr gelingen, dass weiß Lenar.

Die Drogenverkäufer redeten nicht und konnten niemanden identifizieren. Lenar hatte Tage in improvisierten Verhörräumen mit verschwitzten jungen Männern verbracht und dabei tief in seine Trickkiste der Verhörtaktiken gegriffen. Wenn das Verhör in eine Sackgasse gerät und nichts mehr funktioniert, packt er sein wirksamsten Mittel aus: Sie stundenlang stumm anzustarren. Lenar, Sohn eines Iren und einer Inderin, weiß um die Wirkung seines kräftigen Körperbaus und der fast raben-schwarzen großen Augen, die von buschigen ebenfalls pechschwarzen Augenbrauen noch betont werden. Als Kind hatte er dies entdeckt als ihn ein wildes Tier verfolgte. Nachdem er nicht mehr weiter wusste und völlig außer Atem war konnte er sich nur noch starr vor Angst hinstellten. Dort stand er, laut nach Luft keuchend, mit weit aufgerissenen Augen, alle Gesichtsmuskeln angespannt, den Kopf vor Erschöpfung leicht gesenkt. Das wilde Tier hatte ihn irritiert angesehen, zweimal unschlüssig gejault und als der junge Lenar den Oberkörper ein wenig nach vorne beugte war es in Panik abgehauen.

Abgehauen wären die Kerle alle nur zu gerne, aber entweder gab es etwas oder jemanden, vor dem sie noch mehr Angst hatten oder sie wußten wirklich nichts mehr. Der eine Kerl hatte sich doch wirklich in die Hose gemacht, erinnert sich Lenar. Buah, was hatte das gestunken....

Aber auch in der Produktionsfirma konnte Lenar keine heiße Spur finden. Alle scheinen ihm ernsthaft entsetzt über die Angelegenheit und sehr bemüht ihn zu unterstützen. Auch war bisher niemand augenscheinlich "zu" bemüht. Er konnte bisher einfach keinen Anhaltspunkt finden. Aber jemand in oder mit engem Kontakt zur Produktionsfirma muss mit in der Sache stecken, da ist sich Lenar sicher.
Lenar packt seine Sachen zusammen und betritt das Raumschiff das ihn auf den Jupitermond Kallisto bringen wird. Dort finden die Tourneevorbereitungen der Tanzgruppe statt und dort wird er Joan treffen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Juli 2012, 12:56:20 Uhr
„…Wir sehen uns dann auf  Kallisto, Chefin“ Dieser letzte Satz aus Lenars Videostatusbericht lässt die Anspannung aus Joans Gesicht kurz verschwinden. Er hatte ihr dabei zugezwinkert und ziemlich breit gegrinst. Wenn er so grinst hat er etwas von einem knuddeligen Teddybären, findet Joan wieder einmal. Ok, wie ihr Grizzly-Teddybär aus ihrer Kindheit, ihr treuster Beschützer vor unheimlichen Geräuschen aus der Dunkelheit ihres Schlafzimmers. Michelle fand Lenar am Anfang etwas unheimlich, ganz im Gegenteil zu Joan. Joan erinnert sich was Sie zu Michelle gesagt hatte:„Ich find ihn irgendwie süß“ und wie Michelle sie dabei entsetzt angeschaut hatte so als hätte sie ihren Verstand verloren.

Joan ist froh ihn in ihrem Team zu haben. Nachdem sie nun die aktuellsten Berichte und Nachrichten sondiert hat ist es Zeit Ezra ihren Vorschlag für ihr Team zu unterbreiten und sein abschließendes „Go“ einzuholen.. Joan ist ein wenig nervös und geht deshalb die Liste noch einmal in Gedanken durch: Offiziell wird Lenar weiterhin die Ermittlungen zum Drogenhandel leiten, vier Kollegen aus dem Drogendezernat stehen bereit ihn bei der Verfolgung konkreter Spuren außerhalb der Tourneegruppe zu unterstützen. Joan hatte sechs Akten durchgesehen und davon vier Personen ausgewählt. Zwei davon kennt Joan, gute Leute aus ihrem Ausbildungsjahrgang an der Akademie. Die beiden anderen sind laut Akten sehr erfahrene Ermittler und alle vier haben bereits erfolgreich zusammen gearbeitet.

Dann benötigt sie noch jemanden als Backup für sich. Kurz hatte Joan an Janis gedacht, aber das wäre vermutlich doch noch eine Nummer zu groß für ihn. Außerdem hatte sie den Verdacht, dass er für Jara schwärmt. Jedenfalls hatte er Michelle gefragt, wie er am besten an eine Karte für den Auftritt in New York kommen könnte. Und eine gewisse Schwäche für Blondinen kann er nicht verheimlichen. Vor Joans geistigem Auge erscheint ein Bild von Janis der mit ihr redet, dann betritt Jara den Raum, er starrt sie an und wird wieder mal rot wie eine reife Tomate. Joan grinst. Wie Jara wohl reagieren würde?

Joans Wahl war auf ihren Kollegen Michael gefallen. Zwar hätte sie lieber Michelle um sich gehabt, aber die sachlichen Gründe sprechen eindeutig für Michael. Es sollte jemand sein, den sie schon kennt und mit dem sich bereits gearbeitet hat. Das würde zwar auch auf Michelle zutreffen. Aber Michelle spricht kein Lyrianisch und hat wenig Erfahrung mit den Eigenarten der Lyrianer. Außerdem hat Michael ein Jahr im Personenschutz gearbeitet und weiß wie man so etwas organisiert. Joan selber kennt dies bisher vor allem aus der Theorie. Deshalb - für Ihre offizielle Rolle als Sicherheitschefin der Tournee benötigt sie auf jeden Fall die Unterstützung einer Person mit Michaels Fähigkeiten.

Apropos Fähigkeiten. Zusätzlich plant Joan noch zwei Agenten Undercover ein zu schleusen. Undercover sind sie ja eigentlich alle, aber ihr Einsatz geschieht in Abstimmung und auf ausdrücklichen Wunsch der Produktionsfirma, d.h. genauer aufgrund der guten Kontakte des Besitzers der Firma zur Regierung. Falls Mitarbeiter der Produktionsfirma in den Drogenhandel verwickelt sind - und davon sollten sie nach Lenars Bericht ausgehen und wer weiß wie hoch in der Firmenhierachie das Ganze reicht - braucht sie noch Unterstützung von Kollegen über deren Einsatz möglichst NIEMAND in der Firma informiert ist.

Allerdings würde es eine Person geben, die diese Aktion wohl schnell durchschauen würde: Jara. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen? Wenn Jara die Einstellung von zwei ihr „vertrauten“ Mitarbeitern für die Tournee verlangen würde… So wie Joan Jara einschätzt, könnte sie sie durchaus dazu überreden. Und wenn sie für den Einsatz vorschlagen will, weiß Joan auch schon. Joan ist stolz auf diese Idee. Nicht ohne Risiko, aber... . Allerdings ist sie sich nicht wirklich sicher, wie Ezra darauf reagieren wird.  
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 17. Juli 2012, 13:53:50 Uhr
Hi, Mooncat!

Joan erinnert sich was Sie zu Michelle gesagt hatte:„Ich find ihn irgendwie süß“ und wie Michelle sie dabei entsetzt angeschaut hatte so als hätte sie ihren Verstand verloren.
Huch, funkt es da etwa ein bisschen???  [eyeheart] Curtis, aufgepasst!

Und wen sie für den Einsatz vorschlagen will, weiß Joan auch schon. Joan ist stolz auf diese Idee. Nicht ohne Risiko, aber... . Allerdings ist sie sich nicht wirklich sicher, wie Ezra darauf reagieren wird.
Hm, interessant... Denkt sie wohl an sich selbst? Die nötige körperliche Fitness dürfte sie ja wohl mitbringen. Und als Agentin muss frau ja bekanntermaßen vielseitig einsetzbar sein. Aber sollte das stimmen, an wen denkt sie da noch? Bitte bald fortsetzen!

LG, claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Juli 2012, 16:09:07 Uhr
Hi, Mooncat!
Huch, funkt es da etwa ein bisschen???  [eyeheart] Curtis, aufgepasst!
hihi, ja und da gibt es ja auch noch Michael..den beschreibe ich später. Glaubt Ihr Curtis ist eher von der eifersüchtigen Sorte? Oder grollt er eher hinter der Fassade mit plötzlichem Wutausbruch??? So den absolut Coolen nehme ich ihm nicht ab....aber ich bin mir noch nicht sicher...was meint Ihr?  ;D

Hm, interessant... Denkt sie wohl an sich selbst? Die nötige körperliche Fitness dürfte sie ja wohl mitbringen. Und als Agentin muss frau ja bekanntermaßen vielseitig einsetzbar sein. Aber sollte das stimmen, an wen denkt sie da noch?
Eigentlich nein...als Sicherheitschefin ist sie ja quasi undercover unterwegs, aber abgestimmt mit der Produktionsfirma. Damit ist sie ja dort als Agentin bekannt. Aber sie will noch ein paar Leute ohne deren wissen dort haben...Danke für die Hinweis, ich habe den text noch etwas ergänzt...
Mehr sag ich nicht, ich muss ja langsam mal etwas Spannung aufbauen...  ;)

Bitte bald fortsetzen!
Ich werd's versuchen...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 17. Juli 2012, 16:55:44 Uhr
Glaubt Ihr Curtis ist eher von der eifersüchtigen Sorte? Oder grollt er eher hinter der fassade mit plötzlichem Wutausbruch???

Diese Frage möchte ich mit einem Zitat von dir beantworten:
Doch je stärker seine Liebe wird, desto stärker wird in ihm auch der Wunsch sie nicht zu verlieren, ...
Sollte er tatsächlich Anlass zur Eifersucht bekommen, glaube ich nicht, dass er sich das direkt anmerken lässt oder gar wütend wird. Das ist doch unter seinem Niveau, oder? Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass er die "Konkurrenz" heimlich sehr genau unter die Lupe nehmen wird. Weniger aus Eifersucht, sondern vielmehr um sicher zu gehen, ob dieser Mann tatsächlich gut ist für Joan. Oder vielleicht sogar besser als er selbst, denn ich denke, er ist sich durchaus bewusst, wie schwierig es mitunter sein kann, die Frau an seiner Seite zu sein... Unter diesem Aspekt würde er vielleicht sogar für einen anderen das Feld räumen, nur aus Liebe zu Joan, versteht sich. Hach, wie melodramatisch!  ;D

Sollte er allerdings nicht so große Stücke auf seinen Konkurrenten halten, könnte ich mir vorstellen, dass er sich durchaus einmischt und um Joan kämpft, um ihr die Augen zu öffnen. Oder so.


Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Juli 2012, 17:20:59 Uhr
Interessant...zu beiden Ideen habe ich gerade ein schönes Kino im Kopf. Gibt es noch andere Meinungen dazu?
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 18. Juli 2012, 20:42:11 Uhr
Also ich persönlich könnte mir auch eher einen still leidenden Curtis vorstellen oder zumindest keinen, der eine richtige Szene macht.  ???

Vielleicht aber auch etwas Melodramatisches in Claudricks Richtung - so nach dem Motto - und der Film geht los - (Curtis):" ich liebe Dich über alles und weiß auch, wie schwer eine Beziehung unter den gegebenen Umständen ist, aber ich bin auch nur Mensch und ich bin verletzt, enttäuscht, wenn ich ehrlich bin, sogar wütend, dass Dir offenbar andere Männer wichtiger sind als ich es bin. Du bist ein freier Mensch, wenn Du mit einem anderem Mann Deine Lebenserfüllung findest, dann stehe ich dem nicht mehr im Weg. Ich kann aber so nicht mehr mit Dir zusammenarbeiten und würde es vorziehen, Dich nicht mehr zu sehen und nicht mehr von Dir zu hören. Das wäre sonst einfach zu viel für mich. Ich wünsche Dir alles Gute im Leben." Heroischer Abgang Curtis.

Um dann die Dramatik zu steigern, würde sich Joan tatsächlich aus Verwirrung, Wut, Trotz o.ä. (möglicherweise ist eine Situation entstanden, die sie hätte leicht aufklären können, aber sie ist entsetzt über Curtis´Misstrauen bzw. Fehlinterpretation...) einem der beiden (welcher der beiden im Angebot, ist egal...) an den Hals werfen.

Curtis kann Joan nicht vergessen und wacht - entgegen seinen Ankündigungen - dennoch über ihr Leben - hingerissen zwischen Liebe und Schmerz und der Unfähigkeit, mit ihr wieder zu sprechen. Er entdeckt zufällig, dass der neue Mann an ihrer Seite ein Wolf im Schafspelz ist und den Auftrag hat, sowohl Joan als auch Jara zu elimieren und das Ganze Drogenhändlern in die Schuhe zu schieben. Der Hintergrund und - mann ist natürlich ein anderer, aber das Ganze ist sehr geschickt getarnt eingefädelt worden, so dass auch Curtis lange brauchte, um dieses perfide Schauspiel zu durchschauen. Joan hat natürlich mittlerweile längst erkannt, dass ihr falscher Stolz sie um die Liebe ihres Lebens gebracht hat. Sie stellt fest, dass sie sich festgefahren hat, hat aber weder den Mut, ihren neuen Freund zu verlassen, noch Curtis ihre wahren Gefühle für ihn mitzuteilen.

In letzter Sekunde kann der eilig herbeigeflogene Curtis einen Anschlag verhindern und Joan und Jaras Leben retten. Dabei muss er den neuen Liebhaber von Joan töten. Joan, die nicht begriffen hat, worum es bei der ganzen Sache ging und welche Rolle ihr neuer Freund dabei spielt, greift Curtis wütend an. Jara greift beherzt ein - sie hat mittlerweile aufgrund ihrer speziellen Gabe verstanden, worum es geht. Endlich findet eine Aussprache zwischen Joan und Curtis statt - beide wagen nach viel Drama einen Neuanfang. Joan möchte beruflich eigenständiger agieren und nicht mehr nur als Annex von Curtis gesehen werden. Allerdings möchten sie beide auch ihrer Liebe einen festen Rahmen geben und nicht nur von mehr oder weniger zufälligen gemeinsamen Zeitfenstern leben. Sie sprechen über ihr Leben, ihre Träume, ihre gemeinsame Perspektive u.s.w.

Ein paar Tage später, nachdem alle Hintermännder und Spitzbuben gefasst sind und etwas Ruhe in die Truppe eingekehrt ist, begegnet Curtis Jara. Er muss ihr noch eine Frage stellen, die ihn seit Tagen nicht mehr los lässt. Warum hat Jara nicht schon früher die unedlen Absichten von dem getöteten Weltraumpolizisten erkannt? Aufgrund ihrer Fähigkeiten kann sie doch jeden Menschen durchschauen? Jara versucht der Antwort auszuweichen, aber nach einigem Hin und Her gibt sie den Grund für "ihr" Versagen zu: sie verliert fast vollständig ihre Fähigkeiten, wenn sie sich in einem emotionalem Ausnahmezustand befindet, spricht, sich verliebt. Sie wollte es sich erst nicht eingestehen, keine Gefühle mehr für ihren bisherigen Partner, das ganz große Tier im Weltraum, zu hegen. Und sie hatte sich unglücklicherweise in einen Mann verliebt, den sie nur mal kurz im Rahmen einer interstellaren Gala kennengelernt hatte,einen Mann, dessen Intelligenz, Aufrichtigkeit, Mut  und Heldentum in der ganzen Galaxie bekannt ist und der, wie sie vor ein paar Tagen erkannt hat, schon von ganzem Herzen einer anderen Frau gehörte...........

......so geht Bollywood !!!! ;D  [director]

Sorry, ich liebe Schmachtfetzen und konnte Dir, liebe Moony, dieses kleine Kopfkino nicht ersparen.

Liebe Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 18. Juli 2012, 20:59:42 Uhr
hihi...gefällt mir, Tachio. Und mit so manchem bist Du recht nahe an meiner Geschichte. Aber es ist am Ende doch ganz anders... Du solltest es wirklich selber mal mit einer eigen Geschichte versuchen, Du schreibst gut und hast viel Phantasie!!          so...schreiben mit dem Smartphone ist nicht ganz so komfortabel aber ich nutze gerade den Abend ohne Regen und mit warmen Temperaturen aus  LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 19. Juli 2012, 17:08:01 Uhr
Freut mich, dass Dir mein kleiner Auswuchs gefallen hat.... :D
Irgendwie fällt es mir leichter, gedanklich die Ideen anderer fortzuspinnen, als denn selbst einmal einen Anfang zu finden.  :(
Ich habe es mal im Urlaub mit einer Geschichte versucht, bin dann aber gedanklich an einer Stelle nicht mehr weitergekommen. Heute wollte ich mal schauen, ob ich doch noch irgendwie eine Idee habe, habe aber meine alten Aufzeichnungen nicht mehr gefunden.......grummel..... [wallbash]
Wie findest Du Ideen für Deine Geschichten? Stehen Deine Geschichten schon bei Beginn des Schreibens fest oder fängst Du einfach mit einer Idee an und entwickelst diese dann weiter?
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Juli 2012, 18:30:29 Uhr
Wie findest Du Ideen für Deine Geschichten? Stehen Deine Geschichten schon bei Beginn des Schreibens fest oder fängst Du einfach mit einer Idee an und entwickelst diese dann weiter?
Neee, ich setze mich hin und schreibe drauf los....Quatsch mit Soße!!!!
 ;)
Bei manchen Geschichten steht nur die Anfangsidee oder Anfangsszene und dann spinne ich einfach weiter...allerdings sind das oft die Geschichten die ich lange nicht zu Ende schreibe....  ::)

Bei dieser hier habe ich bereits gefühlte zwanzig Varianten für den Hauptteil und drei Versionen des Endes der Geschichte - bei dem wir noch nicht sind - und jeweils eine grobe Idee was für "Vor"geschichten ich schreiben will. D.h. ich streue mit Absicht schon bereits jetzt Dinge für die spätere Handlung ein bzw. führe Personen ein, die später noch wichtig werden. Aber auch welche die wieder verschwinden...

Bei der Geschichte in New York war mir die grobe Storyline klar - Joan und Curtis schlendern durch New York, sie werden wieder mal in ein Abenteuer verwickelt und zusammen lösen sie es - gefolgt von einem romantischen Abend und kommen sich dabei noch näher.
Da ich selber noch nie in New York war habe ich mir also per Google Goolglemaps Youtube und Wikipedia ein paar mögliche Schauplätze angeguckt und ausgesucht.  Dabei bin ich über das Guggenheim-Museum (ich habe doch echt zuerst Google-heim-Museum geschrieben  ;) )gestolpert. Da war mir klar - Kunstraub! Dann habe ich bei facebook einen Artikel über die Quanten-verschränkung bei der Photosysnthese gefunden, was ich dann weiter recherchiert habe. Das habe ich dann mit verarbeitet. Und als ich das Bild der "Rosen"-Galaxien gesehen habe, fand ich dass würde doch auch gut passen, da ich das Rosenmotiv bereits vorher aufgenommen hatte. Ansonsten greife ich gerne Anregungen aus Kommentaren (Z.B. Shopping, Pimp up your starship...) auf. Aber ganz viele Details und Extra-Schleifen der Handlung kommen dann einfach beim Schreiben selber. Z.B. die Geschichte mit der Captain Future Puppe...
Und für den aktuellen Teil weiss ich auch die grobe Storyline und wo ich mit den Figuren am Ende sein will. Mehr sag ich aber nicht.
Im folgenden Teil wird es dann so richtig melodramatisch. Versprochen!!!! Deshalb habe ich als Erzählstil auch die innere Sicht jeweils einer der handelnden Personen statt dem des allwissenden Erzählers genommen.
hmmm....mir war gar nicht bewußt dass ich mir echt soooo viel dabei gedacht habe. Dabei habe ich -bevor ich hier im Forum meine ersten Gehversuche im Schreiben gemacht habe- während der Schul- und Unizeit blos mal Gedichte und gelegentlich mal Tagebuch und zuletzt ganz selten mal nur kleine Artikel für die Vereinszeitung geschrieben....   8)
Vor allem aber: Es macht richtig viel Spaß der Regisseur der eigenen Geschichte zu sein, findest Du nicht auch? Wir sind doch alle keine Autoren-Profis...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Juli 2012, 21:54:20 Uhr
und weiter mit einem kleinen Häppchen:

Drei Stunden später im Gebäude der Weltraumpolizei.
Ein großer, athletisch gebauter Mann in Zivilkleidung betritt einen der Schnellfahrstühle und stellt sich hinter die zwei bereits im Fahrstuhl befindlichen Personen. Er trägt die Kappe der New York Giants tief ins Gesicht gezogen. Nur die kleine feuerrote Haarsträhne lugt frech unter der Kappe heraus . Der Aufzug hält zweimal und füllt sich immer mehr. Dann hält er noch einmal und zwei weitere Personen finden noch im vorderen Bereich Platz. Eine junge hübsche Frau mit langen blonden Haaren unterhält sich angeregt mit dem attraktiven, dunkelhaariger Mann der mit ihr eingestiegen ist. Dann setzt sich der Aufzug wieder in Bewegung in Richtung der Landeplattform auf einem Dach des Gebäudekomplexes.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Juli 2012, 23:41:10 Uhr
 ;D ;D ;D ;D ;D
schön das ich Eure Fantasie so anrege!  :D
Aber ganz so schnell bin ich nicht... und will so schnell auch nicht dorthin....

Also noch ein Häppchen:

Curtis Newton war ein wenig früher auf die Erde geflogen. So bleiben ihm vor dem Treffen mit Joan noch einige Stunden um einen speziellen Freund zu besuchen um gewisse Informationen von ihm zu erhalten. Joan oder Ezra sollen besser erst einmal nichts davon erfahren. Nicht bevor er besser weiß, wer oder was genauer hinter diesem Jeff steckt. Ruben, so heißt sein Freund, war früher einer der Assistenten des Präsidenten gewesen, und dass auch zu der Zeit, als der Präsident diesen Jeff getroffen haben musste. Als der neue Präsident kam, nahm Ruben eine Job in der Materialbeschaffung und Verwaltung der Weltraumpolizei an und dort traf sich nun Curtis mit ihm.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Juli 2012, 23:44:55 Uhr
Joan ist zufrieden. Ezra hatte ihrer Planung zugestimmt. „Eine gute Wahl“ hatte er gesagt, und „Gewagt, aber mir gefällt die Idee. Wenn diese Jara mitmacht, bin ich auch einverstanden. Du solltest Jara allerdings nicht im Unklaren darüber lassen, dass es für sie nicht ohne Risiko ist falls einer oder beide enttarnt wird!“
Jara hatte eingewilligt. Es war schön gewesen wieder mit ihr zu sprechen. Joan freut sich richtig darauf sie „live“ zu treffen.
Michael schien sehr erfreut, ja fast begeistert, als er durch Joan und Ezra erfuhr, für welchen Auftrag er ausgewählt wurde.
Um ihren Plan vollständig um zu setzen, musste Joan nun nur noch eine Person fragen…
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Juli 2012, 00:14:45 Uhr
Curtis bedankt sich bei Ruben und verlässt schnellen Schrittes sein Büro. Er versucht seine Enttäuschung nicht zu zeigen. Aber Ruben konnte ihm nicht so weiter helfen wie er es erwartet hatte. Was er erfahren hatte war einerseits beruhigend. Andererseits sind noch so viele Fragen offen geblieben, die ein mulmiges Gefühl in Curtis Magengrube hinterlassen. Curtis bleibt vor einem großen Fenster stehen und blickt versonnen hinaus. Dann klart sich seine Mine auf. Curtis hat einen Entschluss gefasst. Jetzt muss ich Joan irgendwie davon überzeugen mit zu machen! In einer halben Stunde sind wir verabredet, ich sollte besser pünktlich da sein.

Andere Personen betreten den Gang und Curtis zieht die Baseball-Kappe ein wenig tiefer ins Gesicht. Unauffällig bleiben! Wenn Joan mitbekommt, dass ich hier war um bezüglich ihres Falls zu recherchieren, wird sie wohl aus Trotz meinen Vorschlag sofort ablehnen. Curtis seufzt. Dann geht er weiter den Gang hinunter und betritt den Fahrstuhl.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Juli 2012, 12:55:38 Uhr
Die Fahrstuhltür öffnet sich erneut. Curtis hört das Lachen einer jungen Frau. Ihr Lachen. Es ist Joan! Er spürt wie das Adrenalin in seinen Körper schießt. Instinktiv drückt er sich etwas mehr an die Fahrstuhlwand.

Er hört Joan lachend sagen: "Du bist wirklich lustig, Michael!" Eine kurze Pause entsteht. In diesem Moment kann Curtis nicht widerstehen und wirft einen verstohlenen Blick auf die beiden. Er kennt den Mann, es ist Joans Kollege. Einer der Mitarbeiter von Ezra. Der Typ Mann, der bei jungen Frauen beliebt sind. 70% aller Beziehungen werden am Arbeitsplatz geschlossen. Wieso fällt ihm nun dieser Satz ein?
Die meisten Frauen geben Humor als wichtigste Eigenschaft an, die sie an einem Mann schätzen. Noch so ein Satz aus einer Studie. Ich habe viel Humor, oder? fragt sich Curtis.

Da unterbricht eine sonore männliche Stimme seinen Gedankengang: "Soll ich uns auf dem Shuttleschiff zwei Kabinen neben einander organisieren? Ich kenne da jemanden bei der Reservierung, die kann bestimmt noch was für uns tun."  "Blond oder Brünett?" fragt Joan. "Joan, was denkst Du von mir? Ich habe doch immer nur Augen für die Eine!" antwortet Michael scherzhaft und zwinkert Joan dabei zu.  Joan lacht wieder. Curtis schluckt. Was soll er jetzt von dieser Unterhaltung halten? Es gibt bestimmt eine gute Erklärung...

Da hält der Fahrstuhl plötzlich an, die Türen öffnen sich und die Leute strömen aus ihm heraus. Was hatte Michael gesagt? Kabinen neben einander? Spontan erinnert sich Curtis an Joans nächtliche Besuche in seiner Kabine auf der Comet. Beim ersten Mall hatte er sie getröstet und wieder in ihre Kabine gebracht. Beim zweiten Mal war sie geblieben... "Sir, wollen Sie nicht aussteigen? Ist Ihnen nicht gut? Diese Aufzüge können einem schon auf den Magen gehen" sagt eine Dame, die gerade den Aufzug betreten hat. "Ja doch, nein alles in Ordnung, danke sehr!" sagt Curtis irritiert und drängt sich noch schnell zwischen den sich schließenden Türen des Aufzugs in den Gang. Er merkt dass ihm tatsächlich etwas flau im Magen ist, aber an dem Bremsen und Beschleunigen des Aufzugs kann es eigentlich nicht liegen...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 20. Juli 2012, 14:20:25 Uhr
 ;D Prima, es geht weiter. Und offenbar ist die Geschichte von Dir so interessant konstruiert, dass viele Entwicklungen möglich sind (siehe die Hirngespinste von Alex und mir). Freue mich auf den weiteren Happen.....  [flower]
Und übrigens vielen Dank dafür, dass Du mir beschrieben hast, wie Du methodisch an eine Geschichte herangehst. Ich hoffe, dass bei mir bald mal ein brauchbarer Gedanke um die Ecke biegt....... [shrug]
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Juli 2012, 14:29:52 Uhr
Und übrigens vielen Dank dafür, dass Du mir beschrieben hast, wie Du methodisch an eine Geschichte herangehst. Ich hoffe, dass bei mir bald mal ein brauchbarer Gedanke um die Ecke biegt....... [shrug]
LG
Tachi
also ich finde Du hast sehr viele brauchbare Ideen.  [goodjob]
Du darfst auch gerne Deine Version von Stardust in einem eigenen Threat schreiben wenn Du vielleicht damit anfangen möchtest!!! Da hätte ich kein Problem mit.

Schließlich inspirieren wir uns hier alle untereinander! dafür ist doch so ein Forum da, oder?
LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Juli 2012, 15:23:17 Uhr
Joan kommt etwas früher als vereinbart am Treffpunkt im Battery Park an. Der Wind zerzaust ihr das Haar. Sie blickt über das Wasser der Mündung des Hudsons hinweg auf die Freiheitsstatue und den Weltraumflughafen. Joan beobachtet einige Raumschiff beim Start- und Landeanflug. Das Rauschen des Meerwassers und das Schreien der Möwen mischt sich mit dem Dröhnen der Raumschiffantriebe, dass über das Wasser herbeiweht. Wie viel eleganter doch die Möwen fliegen, dagegen bewegen sich die Raumschiffe wie fallende Steine. Doch nur die Raumschiffe erheben den Menschen aus der Atmosphäre der Erde in den Weltraum.
Morgen früh würde sie in einem der Raumschiffe sitzen. Einem Raumschiff das in Richtung Jupitermond Kallisto fliegt wo die Proben für die Tournee auf einer entlegenen Mondstation stattfinden werden. Ohne Curtis. Er wird in einer Woche gen Rival aufbrechen. Aber wer weiß. Joan muss grinsen. Sie könnte wetten dass der Typ im Fahrstuhl mit der Baseball-Kappe Curtis war. Ob er wohl heimlich mit Ezra über ihren Fall gesprochen hatte? Aber Ezra würde sich nicht überreden lassen Joan abzuziehen, da ist sie sich sicher.
Joan schaut auf ihre Uhr. Noch ist es 5 Minuten vor ihrer vereinbarten Zeit.  
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 21. Juli 2012, 14:40:57 Uhr
so, noch der Teil zu dem ich gestern nicht mehr gekommen bin:


Curtis sieht sie schon von Weitem am Ufer stehen. Curtis hält inne. Was für eine wunderschöne junge Frau! Er beobachtet Sie.  Er sieht wie ihr Blick über das Wasser in die Ferne schweift. Ihr Gesicht strahlt sehnsüchtige Erwartung und ihre Körperhaltung Selbstbewusstsein aus. Auf einmal erscheint sie eine Hauch von Unnahbarkeit zu umwehen. Es fühlt sich an als wäre sie unendlich weit weg und nicht nur 10 Meter. Bin ich wirklich der Richtige für Sie? Habe ich mich richtig entschieden, richtig für Sie? Curtis fühlt einen Stich in seinem Herz.

Wieder und wieder bläst der Wind Joans lange Haare in ihr Gesicht und mehrmals streicht sie sie mit ihrer Hand wieder zur Seite. Dann dreht sie ihr Gesicht aus dem Wind. Nun blickt sie direkt in Curtis Richtung. Curtis sieht ein Lächeln des Erkennens und hört sie rufen "Curtis! Da bist Du ja!" Ihr freudiges Winken reißt Curtis aus seine Gedanken. Das ist sie. Seine Joan...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 25. Juli 2012, 10:04:31 Uhr
Joan kommt freudig auf Curtis zu gelaufen. Als sie ihn erreicht, umarmt sie ihn und lehnt ihre Kopf kurz an seine Brust. Sie geniest diesen kurzen Augenblick.
"Joan, nicht so stürmisch!" sagt Curtis und blickt Sie an. "Alles in Ordnung?" "Ja, alles bestens. Allerdings... ich weiß jetzt schon dass ich Dich vermissen werden." sagt Joan und blickt ihn mit großen Augen an.
"Nun, Du könntest natürlich immer noch mit nach Rival kommen" beginnt Curtis. „Pah, das hättest Du wohl gerne, kommt gar nicht Frage.“ antworte Joan trotzig, doch dies ist mehr Spiel als Ernst. „Soll ich DICH begleiten?“ fragt Curtis Joan mit einem Grinsen im Gesicht. „Untersteh Dich!“ protestiert Joan zunächst, dann allerdings ergänzt sie mit einem schelmischen Grinsen: „obwohl….wenn Du Dich nicht einmischst und brav im Raumschiff bleibst…“ So wie ich das viel zu oft tun musste. Ergänzt Joan in Gedanken. „Natürlich, Joan, Du kennst mich!“ antworte Curtis grinsend. „Eben!“ sagt Joan und denkt: Dann wäre das am Ende wieder Deine Show und nicht meine!
„Aber ich denke Prof. Simon wäre sehr enttäuscht wenn Du ihn nicht begleiten würdest. Soviel ich verstanden habe bedeutet ihm diese Konferenz sehr viel." stellt Joan fest. "Ja das stimmt" antwortet Curtis und fragt „Wer gehört denn zu Deinem Team?“ Joan beginnt ihm ihren Plan zu erläutern.  
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 25. Juli 2012, 22:30:59 Uhr
Das dieser Michael so eng an ihrer Seite sein wird gefällt Curtis nicht wirklich. Aber objektiv betrachtet ist er durchaus eine gute Wahl, eine sehr gute sogar, überlegt er.
„Hmm…Die Personen sind alle der Leitung der Produktionsfirma bekannt?“ fragt er Joan. „Nun ja…“ beginnt Joan.
„Was ist wenn jemand von denen in der ganzen Sache mit drinnen steckt, vielleicht sogar der Kopf der Verbrecherbande ist?“ sagt Curtis. „Ja, auszuschließen ist das nicht, darüber habe ich auch schon nachgedacht.“ antwortet Joan ausweichend und Curtis sieht, wie sie ihn abwartend ansieht.
Jetzt kommt der kritische Punkt, denkt sich Curtis und fährt fort:„Wäre es da nicht gut jemanden mit zu nehmen, den sie nicht kennen, und der sich in aller Ruhe umsieht und unbemerkt alles unter die Lupe nehmen kann?“ „Du willst also doch mitkommen?“ fragt Joan. Jetzt bloß keinen Fehler machen, ermahnt sich Curtis. „Nein, nein, ich habe da an jemand anderen gedacht. Jemand, der dafür noch viel besser geeignet ist.“ entgegnet er.
Noch kein heftiger Protest von Joan? wundert er sich, doch Joan schaut nur nachdenklich.
 „Sich da einfach so rein schleichen funktioniert nicht, Curtis. Das Team dort ist speziell ausgesucht, alle Posten sind belegt und jeder Unbekannte würde sofort auffallen.“ gibt Joan zu Bedenken und fragt . „An wen hattest Du denn gedacht?“ Immer noch kein Protest. Irgendwie geht das jetzt etwas zu glatt, wundert sich Curtis.
„An Otho! Er langweilt sich sowieso bei unserer Abwesenheit auf dem Mond zu Tode. Er kann sich einfach in irgend jemanden von der Crew verwandeln und ihn ersetzen.“ Bei diesen Worten beobachtet Curtis Joans Reaktion ganz genau. Joan zieht die Augenbrauen hoch und spitzt kurz die Lippen. „Klein schlechter Plan. OK…d.h. wenn ich da noch eine kleine Verbesserung vornehmen könnte…“ sagt Joan , sieht ihn an und grinst dabei über das ganze Gesicht. Was hat sie da gesagt? fragt sich Curtis verwundert und nickt verdattert.
„Dann habe ich ja die zweite Person gefunden, die ich dafür einsetzen möchte!“ sagt Joan strahlend und fischt einen Datenpad aus ihrer Tasche. „Nur Jara und ich wissen von diesen beiden Personen. Hier ist der Lebenslauf und Aufnahmen von Jaras Lieblingsmasseur, ich denke Otho wird es nicht schwer fallen seine Rolle zu spielen. Und Du hast jemanden aus Deinem Team der auf mich aufpassen kann. Ist das Ok für Dich, Curtis?“



so. Jetzt muss ich erst mal die Geschichte weiterspinnen: Stardust - Gefahr auf Kallisto
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 26. Juli 2012, 16:32:28 Uhr
Zitat
  „Eben!“ sagt Joan und denkt:Dann wäre das am Ende wieder Deine Show und nicht meine!
 

 [goodjob]

Und das solltest du nicht zulassen, Mädchen! [naughty]

felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 11. August 2012, 21:38:03 Uhr
„Dann habe ich ja die zweite Person gefunden, die ich dafür einsetzen möchte!“ sagt Joan strahlend und fischt einen Datenpad aus ihrer Tasche. „Nur Jara und ich wissen von diesen beiden Personen. Hier ist der Lebenslauf und Aufnahmen von Jaras Lieblingsmasseur, ich denke Otho wird es nicht schwer fallen seine Rolle zu spielen. Und Du hast jemanden aus Deinem Team der auf mich aufpassen kann. Ist das Ok für Dich, Curtis?“

Hach wie aufregend!

Und ich glaube hier hat unser Mädchen den Held mit seinen eigenen (verschlagenen) Waffen geschlagen!
Respekt! Weiter so!
 [goodjob]

Liebe Grüße
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 22. August 2012, 13:56:55 Uhr
Durch die Fenster von Joan’s Appartement bricht sich langsam das Licht der beginnenden Morgendämmerung. Curtis betrachtet die schlafende Joan in seinem Arm. Sanft streicht er durch ihre Haare. Bin ich inzwischen wirklich so vorhersehbar für sie? Jedenfalls war das ganz schön clever von Ihr. Bei diesem Gedanken muss Curtis grinsen. Es macht ihn auch ein wenig stolz. Der Gedanke, sie ohne ihn nach Kallisto fliegen zu lassen, erscheint ihm nun weniger beunruhigend. Schließlich wird Otho auch dort sein.

Curtis ist hellwach. Sein liebevoller Blick wandert von ihrer kleinen Stupsnase über diese wunderschön geformte Stirn hin zu ihrer zierlichen Hand, die sie seitlich unter ihren Kopf gelegt hat. So zart und verletzlich sieht sie aus! Die Haut ihrer Wange schimmert leicht in den ersten Lichtstrahlen des Tages und Curtis kann nicht widerstehen sie ganz zart zu berühren. Joan quittiert die Berührung mit einem leichten Brummen. Dann beginnt sie sich zu räkeln. Als er sieht dass sie ihre Augen öffnet, begrüßt sie Curtis mit einem zärtlichen „Guten Morgen meine Schöne!“ „ Guten Morgen Curtis.“ Antwortet Joan noch etwas schlaftrunken. Dann blicken sich beide in die Augen. „Wie spät ist es, Curtis?“ fragt Joan. „ Wir haben noch etwas Zeit bis dein Raumschiff startet.“ antwortet er. Auf Joan’s Gesicht erscheint ein schelmisches Grinsen. „Ok, dann sollten wir sie nutzen…“ ist ihre Antwort. Dabei legt sie ihre Arme um Curtis und zieht ihn zu sich…
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 23. August 2012, 15:38:31 Uhr
 [naughty]



felixx ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 24. August 2012, 15:09:45 Uhr
Ich sage nur: effektives Zeitmanagement .... ;D
Hoffentlich lese ich bald mehr !
Liebe Grüße von
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. September 2012, 10:45:45 Uhr
(http://www.monde.de/jupiter-kallisto23.jpg)

Stardust - Gefahr auf Kallisto
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. September 2012, 12:05:59 Uhr
Lenars kleines Raumschiff hat nun fast sein Ziel erreicht. Auf seinem Frontmonitor erkennt er ganz deutlich den Planeten Jupiter. Wauh! Entfährt es Lenar. Es ist einfach immer wieder beeindruckend, wenn man auf den größten Planet unseres Sonnensystems zufliegt, denkt er bei sich. Lenar wirft einen Blick auf seine Anzeigen: Ein Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern. Mit einem derzeitigen Abstand von 750 Millionen Kilometern zur Sonne hat er seinen Perihel, d.h. dem sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn, bereits wieder überschritten. Mit seiner Masse von 1,899 • 10hoch27 kg besitzt er 2,5-mal so viel Masse wie alle sieben anderen Planeten zusammen. Damit stabilisiert er das ganze Sonnensystem!

Die Struktur des Jupiters erinnert Lenar immer ein wenig an Marmor. Doch diese Struktur ist nie gleich, immer in Bewegung, in sich und durch die für einen Planten schnelle Rotation. Während die Erde 24 Stunden benötigt um sich einmal um ihre eigenen Achse zu drehen, sind des bei dem elfmal größeren Jupiter nur etwas weniger als 10 Stunden! Besonders gut kann man die Bewegung an den hellen und dunklen äquatorparallelen Wolkenbändern erkennen – riesige farbige und weiße Bänder – ähnlich und doch so ganz anders als die Wolkenstrukturen auf der Erde!

Kallisto, Lenars Ziel, liegt zur Zeit im Schatten des Jupiters. Der zweitgrößte und vor allem geologisch stabilste Mond des Jupiters. Lenars Raumschiff fliegt vorbei an den Jupitermonden Europa und Io. Neben dem bekannten großen roten Fleck kann Lenar nun noch weitere drei weiße und rötliche Flecken, alles Sturmsysteme innerhalb der Wolkenringe des Jupiters erkennen. Dann taucht er in den Schatten des gigantischen Planeten ein.


(http://images1.wikia.nocookie.net/__cb20100802193123/masseffect/de/images/thumb/5/5d/Jupiter_me2.jpg/258px-Jupiter_me2.jpg)

Es dauert einige Momente bis die Helligkeitsregler die Lichtverstärkung aktiviert haben und Kallisto als eine dunkel rötlich schimmernde Kugel im Kernschatten des Jupiters sichtbar wird. Seine Anzeige berichtet ihm: Kallisto, 4821 Kilometer Durchmesser d.h. fast so groß wie Merkur,  eine dünne Atmosphäre aus Kohlendioxid, die sichtbare Oberfläche liegt auf einer ca. 200km dicken Eisschicht, darunter befinden sich Schichten flüssigen Salzwassers. Kallisto rotiert in 16 Tagen 16 Stunden und 32,2 Minuten um die eigene Achse. Lenar weiß: Das bedeutet  Kallisto zeigt - wie der Erdmond der Erde - Jupiter immer dieselbe Seite zu.

Das rötliche Licht gibt der ansonsten eher unscheinbaren relativ dunklen, von Einschlagkratern übersäten Kugel einen interessantes Aussehen. Einige der Krater des Kallisto sind heller, manche nahezu weiß und diese Krater leuchten nun besonders hell wie blutige Flecken.

Zunächst erkennt er Valhalla, den größten Krater. Dann den zweitgrößten Krater: Asgard.  Am südlichen Rand der etwa 300 Kilometer breiten helleren Zentralregion des Kraters liegt die große Weltraumstation, sein Ziel. Dort sollen die Vorbereitungen für die Tournee abseits jeglichen Presserummels stattfinden. Lenar beginnt mit dem Landeanflug.

Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 3. September 2012, 14:49:09 Uhr
Tolles Bild!  [goodjob]

Und wann gehts weiter?! ???


felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. September 2012, 17:28:05 Uhr
Und wann gehts weiter?! ???
felixx
Hey, was soll das denn heißen....  ::)  :P 
pah.....  8)  ;D   :-*  ;)
wenn mir jemand mal sagt wie ich an ein günstiges Tablet komme, würde ich ja häufiger dazu kommen zu schreiben ???
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. September 2012, 18:10:55 Uhr
Das Raumschiff mit Joan an Board fliegt einige Stunden später als Lenar am Jupiter vorbei. Es ist ein mittelgroßes Raumschiff neuester Bauart des Konzern, dem auch die Produktionsfirma angehört. An Bord ist der Teil des Teams, das von der Erde kommt, zusammen mit einigen Teilen der Bühnentechnik.

Nachdem Joan mit Michael noch einmal die Pläne für die ersten Stunden auf Kallisto durchgegangen ist, steht sie nun am Fenster ihrer Kabine und betrachtet die riesigen Wolkenbänder des Jupiter. Da ertönt eine Durchsage: "Sicherheitschef Randall, kommen Sie bitte umgehend ins Cockpit. Es ist sehr wichtig!" Was mag das zu bedeuten haben, fragt sich Joan beunruhigt. Da öffnet sich ihre Kabinentür und Michael kommt dazu: "Soll ich mitkommen?" fragt er. "Ja, ich denke das wäre gut" antworte Joan. Zusammen eilen sie ins Cockpit.

Als sie fast das Cockpit erreicht haben wird es immer dunkler bis nur ein Rest rötlichen Lichts übrig bleibt. "Wir treten wohl gerade in den Kernschatten des Jupiters ein" sagt Joan. Aber da geht auch schon die Gangbeleuchtung an. "Das war irgendwie unheimlich, findest Du nicht?" sagt Michael. "Ja, ich bin froh das Du das auch so siehst..." sagt Joan und grinst.

Dann erreichen sie das Cockpit. Der Raum ist etwa so groß wie das Cockpit der Komet, denkt sich Joan. Der viereckige Raum ist ganz ist das rötliche Restlicht des Jupiterschattens gehüllt und überall flackern die bunten Lichter der Anzeigen. Die Köpfe von vier Personen, die Joan und Michael zunächst nur als dunkle Umrisse vor dem rötlichen Hintergrund wahrnehmen, sind auf einen großem virtueller Bildschirm gerichtet.

"Mrs. Randall, gut das Sie so schnell kommen konnten. Sie müssen sich dies unbedingt sofort ansehen!" sagt die eine Gestalt. Langsam gewöhnen sich Joans Augen an das Licht und sie erkennt Ray Stanford, den Tourneeleiter. Sein Gesicht ist weiß wie die Wand, genauso wie die Gesichter der anderen Personen im Raum. "Entsetzlich!" entfernt es dem Steuermann. "Was ist den los?" fragt Joan.  
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. September 2012, 23:59:45 Uhr
Bereits einen Tag zuvor war ein weiteres kleines Raumschiff auf der Eisstation auf Kallisto eingetroffen. Behenden Schrittes war ein Mann in einem dunklen Umhang mit einer großen Kapuze ausgestiegen. Die Agilität seiner Bewegungen stand im krassen Gegensatz zu seinem Gesicht über das sich viele tiefe Falten zogen. Er authentifizierte sich als einer der Ingenieure der Firma, die einen großen Teil der Station aufgebaut hatte, und erhält ohne Probleme Zugang.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 7. September 2012, 00:21:02 Uhr
"Ich zeige es Ihnen sofort!" sagt der Tourneeleiter mit erstickter Stimme zu Joan und zu dem Mann neben ihm gewandt: "Bitte spielen Sie die Nachricht noch einmal ab!" Der Mann neben ihm nickt nur. Eine Stimme aus dem Hintergrund sagt: "Sir, die Asgard-Station meldet sich immer noch nicht. Soll ich es weiter versuchen?" "Ja" ist die kurze aber bestimmte Antwort.

"Ist etwas mit der Station?" fragt Joan besorgt und fügt für sich hinzu: Lenar müsste bereits dort sein! Da beginnt die Bildnachricht von Neuem. Sie sehen eine Mondbasis inmitten einer dunkel-grau-roten Eisschneeschicht. Einzelne metallische Masten strahlen rötlich funkelnde kleine Lichtblitze ab. Dann quillt plötzlich eine hell rötliche Masse rund um die Station aus dem Boden hervor. Es sieht aus wie Blut! schießt es Joan durch den Kopf. Es muss frischer reinweißer Eisschnee sein der besonders viel des rötlichen Kernschattenlichts reflektiert. Das bedeutet - Oh nein!
Dann sieht man eine weitere kleine Bewegung im Bild, zuerst ganz langsam und kaum erkennbar. Dann immer schneller. "Mein Gott! Die Station! Sie versinkt!" entfährt es Michael.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 7. September 2012, 16:59:04 Uhr

Zitat
. "Mein Gott! Die Station! Sie versinkt!" entfährt es Michael. 

Das ist fies, genau dann aufzuhören! :o
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 7. September 2012, 22:50:14 Uhr
Hallo Moony,
Du bist echt Meisterin der Spannung !  [respekt]
Auf so kleinen Happen so viel Andeutungen und Fragestellungen zu verteilen...wow. Ich brenne darauf zu erfahren, wer sich da als Ingenieur eingeschlichen hat und wo zum Henker Otho steckt......!
Also: bitte lass uns nicht am ausgestreckten Arm verhungern und schreib bald weiter !
Gibt dann auch ordentlich Whiskas für das Kätzchen !!!!  ;D
Liebe Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: DAOGA am 10. September 2012, 08:19:39 Uhr
Ooooh, Kopfkino ...  :o  das kann ich mir soooo gut in der guten alten Animation vorstellen, wie die Station versinkt, da kommt glatt das alte Serien-Feeling wieder auf... mehr!!!  ;D (sowas brauch ich Montags früh...)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Oktober 2012, 15:26:57 Uhr
sorry...habe leider den Kopf mit ganz viel anderem voll und ganz wenig Zeit....hier die Antwort zu "wo steckt Otho":

Otho war mit Curtis auf die Erde gekommen. "Besorgungen" - "Du machst aber sehr oft Besorgungen auf der Erde" hatte Curtis nur bemerkt, war aber wohl so in Gedanken - Gedanken über Joan und ihren neuen Auftrag - gewesen, dass er zum Glück nicht weiter nachgefragt hatte.

Curtis Anruf überraschte Otho bei einer eher privaten Angelegenheit ... Ob Curtis wohl Verdacht geschöpft hat? fragt sich Otho. Oder habe ich meine Begeisterung für den Auftrag doch gut genug gespielt? Er wäre ja lieber zu Hause geblieben, um die Zeit für einige weitere Ausflüge auf die Erde zu nutzen. Vor allem für weitere Trainingsrunden in Massage und anderen Dingen mit einer gewissen Dunkelhaarigen! Otho blickt nachdenklich aus dem Cockpitfenster des kleinen Raumschiffs der Weltraumpolizei. Nun muss er aber seine Erkenntnisse im Einsatz anwenden!

Die Sache mit der Dunkelhaarigen .... Otho seufzt... dies möchte er dann doch so lange wie es geht für sich behalten. Der Zeitpunkt wird noch früh genug kommen, in dem er Grag unter die Nase reiben kann, dass er, Otho, in einigen Dingen voll "funktionsfähig" als Mensch ist, von denen Grag nur träumen kann. Aber andererseits tut ihm Grag auch leid was das angeht. Grag - Curtis wird ihm "die Verantwortung für die Basis" überlassen. Und der alte Blecheimer wird ihm das auch glauben. Nicht das die Basis nicht so gut gesichert wäre, dass sie bereits sehr lange Abwesenheiten der gesamten Futuremannschaft auch gut überstanden hätte. Otho grinst.
Sein Grinsen wird noch breiter. Er denkt sich voller Stolz:  Curtis vertraut mir so sehr, dass er mir die Sicherheit von Joan anvertraut hat! Da kann ich ja nicht ablehen.

Othos Blick wandert zum Jupiter. Er seufzt. Da er so tun muss, als würde er aus dem lyrianischen System kommen, konnte er nicht direkt mit Joan mitkommen, sondern muss einen Umweg machen. Deshalb bringt ihn jetzt ein schnelles, unauffälliges Raumschiff des geheimen Bereichs des Weltraumpolizei nach Pluto. Dort wird ihn dann das Raumschiff mit Jara an Board aufsammeln. Hoffentlich geht so lange alles gut mit Joan, denkt sich Otho. Ich würde mich besser fühlen wenn ich in ihrer Nähe wäre.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Oktober 2012, 22:47:59 Uhr
Joan kann es im Halbdunkeln nur erahnen, aber es ist ihr als spüre sie fast körperlich wie alle Augen auf sie gerichtet sind. Ein Gedanke schießt ihr in einem Sekundenbruchteil durch den Kopf: "Ich darf jetzt nicht die Fassung verlieren! Ich muss die Ruhe bewahren! Das erwarten sie von mir! Das ist meine Aufgabe!" und Joan gelingt es den Aufschrei, der bereits dabei war in ihrer Kehle zu entstehen, herunter zu schlucken.  Sie atmet langsam tief ein und hält den Atem kurz an. Sie betrachtet aufmerksam die Bilder der langsam versinkenden Station. Dann atmet Joan hörbar langsam aus und sagt sie ganz ruhig: "Ich denke ich kann Entwarnng geben. Die Station wird sich sicherlich in wenigen Minuten bei uns melden."
Nun sind endgültig alle Blicke auf Joan gerichtet. "Wie?" "Was?" hört man einige murmeln und Michael fragt Joan leise: "Wie kommst Du darauf?"
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 21. Oktober 2012, 00:15:33 Uhr
Joan blickt den verwirrt aussehenden Michael an und muss grinsen. Da ertönt auf einmal ein kurzer Beap und eine Stimme sagt „Asgard-Station an Raumschiff Demeter! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Bitte entschuldigen sie die Verzögerung unserer Antwort. Wir hatten eine kleine Störung an unseren Sendeanlagen aber diese ist jetzt behoben….“ Ein allgemeines Aufatmen geht durch das Cockpit.

„Gott sei Dank“ seufzt Ray Stanford und fragt Joan: „Woher wussten Sie das?“ Joan antwortet freundlich: „Ich werde es Ihnen zeigen!“ und an den  Raumschiffkommandanten gerichtet: „Könnten wir mit den Aufnahmen noch einmal an den Anfang zurückfahren und dort auf Standbild gehen?“ Er nickt nur. „Sehen Sie genau hin!“ sagt Joan. „Ich kann nichts erkennen“ sagt der Kommandant. „Ich auch nicht“ sagt der Steuermann. Alle schütteln den Kopf. „War denn noch niemand von Ihnen vorher auf der Asgard-Station?“ „Hmmm, nein ich glaube nicht.“ sagt der Kommandant und blickt in die Runde. Erneut allgemeines Kopfschütteln.  „Nun“ fährt Joan fort „sehen Sie die Masten? Die größten Masten der Station sind maximal 100 Meter hoch. Für wie breit würden Sie dann die Station auf diesem Bild schätzen?“ „Vielleicht 500 Meter“ antwortet der Kommandant. „Das würde ich auch sagen. Aber so groß bzw. klein war die Station nur am Anfang, inzwischen ist sie zweieinhalb Kilometer breit. Das bedeutet: Dies muss eine Aufnahme aus dem ersten Jahr nach der Erbauung der Station sein“ sagt Joan. „Und noch etwas, ist Ihnen nicht aufgefallen das die Lichtentladungen der Masten rötlich waren?“ „Nein, wieso? Im Kernschatten fällt doch vor allem rötliches Licht auf den Planeten.“ Antwortet Ray Stanford. „Ja. Aber die Blitze sind kein Reflexionen dieses Lichts sondern entstehen dort. Verstehen Sie?“ fragt Joan und fährt mit ihrer Erklärung fort: „Ich habe bei meinen Vorbereitungen gelesen, dass bei dem Bau der Station umfangreiche Worst Case Szenarien durchgespielt wurden. Ich vermute dies ist eine solche Untergangssimulation die jemand mit einem einfachen Rotfilter nachbearbeitet hat.“ „Wau, das muss ich mir gleich noch einmal anschauen“ sagt einer der Cockpitbesatzung. Joan blickt auf Michael, der ihr ein anerkennendes Kopfnicken schenkt.

Dann plötzlich ein erneutes Beap. Eine weitere Bildnachricht kommt herein. Vor einer rötlich leuchtenden Wand ist die schwarze Silhouette einer vermutlich humanoiden Gestalt zu sehen. Eine künstlich erzeugt Stimme sagt: „Dies ist eine Warnung an alle! Stoppen Sie die Stardust - Tournee bevor es zu spät ist! Ansonsten wird es Ihr Untergang sein!“ Dann erlischt das Bild.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 22. Oktober 2012, 08:58:11 Uhr
„Das würde ich auch sagen. Aber so groß bzw. klein war die Station nur am Anfang, inzwischen ist sie zweieinhalb Kilometer breit. Das bedeutet: Dies muss eine Aufnahme aus dem ersten Jahr nach der Erbauung der Station sein“ [...] „Ja. Aber die Blitze sind kein Reflexionen dieses Lichts sondern entstehen dort. Verstehen Sie?“ fragt Joan und fährt mit ihrer Erklärung fort: „Ich habe bei meinen Vorbereitungen gelesen, dass bei dem Bau der Station umfangreiche Worst Case Szenarien durchgespielt wurden. Ich vermute dies ist eine solche Untergangssimulation die jemand mit einem einfachen Rotfilter nachbearbeitet hat.“
Deine Joan ist fürwahr ein helles Köpfchen mit Kombinationsgabe, Sherlock Holmes hätte seine helle Freude an ihr. I like!  :)

Grüßle

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 29. Oktober 2012, 17:23:24 Uhr
Zitat
Deine Joan ist fürwahr ein helles Köpfchen mit Kombinationsgabe, Sherlock Holmes hätte seine helle Freude an ihr. I like!  :)

Nicht nur Sherlock Holmes.....  ;D Und die Freude ist sogar noch größer, wenn die angestaute Neugier bald mit einem neuen Häppchen befriedigt wird...... [rollsmile]
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Oktober 2012, 16:21:36 Uhr
Und die Freude ist sogar noch größer, wenn die angestaute Neugier bald mit einem neuen Häppchen befriedigt wird...... [rollsmile]

ich versuche es ja, aber für mehr als 5 Zeilen hatte ich bisher einfach keine Zeit. Und die sind auch noch nicht mal ganz fertig.....
Ich hoffe das ich am morgigen Feiertag mal dazu komme...  :(
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 31. Oktober 2012, 17:06:40 Uhr
Dann drück ich mal die Daumen, dass sich morgen etwas Zeit findet....  ;)
Würde mich freuen, wieder etwas lesen zu können !
Lebe leider im falschen Bundesland - ist leider nix mit Feiertag bei uns....  :(
Von daher: neidische Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. November 2012, 23:53:49 Uhr
Eine halbe Stunde später landet die Demeter sicher auf dem Landedeck der Station. Dort stehen bereits Lenar und der Kommandant der Station bereit sie zu empfangen. "Wer war eigentlich in dem kleinen Raumschiff, das da eben gestartet ist?" fragt Lenar den Kommandanten. "Raumschiff? Was für ein Raumschiff? Da ist kein Raumschiff gestartet! Sie müssen sich geirrt haben!" brummt der Kommandant mürrisch.

In diesem Moment steigen die ersten Passagiere aus der Demeter. Ein hochgewachsener Erdbewohner setzt sich mit schnellen und energischen Schritten an die Spitze der Gruppe und erreicht die beiden als erster. Der Kommandant wendet sich sogleich an ihn: "Herzlich willkommen. Mein Name ist Smid, ich bin Kommandant dieser Station. Ich freue mich Sie und Ihre Leute bei uns begrüßen zu können. Wir haben hier nicht viel Besuch." sagt er, aber sein Tonfall lässt eher vermuten, dass das mit der Freude nicht wirklich ehrlich gemeint ist, sondern für ihn eher eine lässtige dienstliche Pflicht ist. "Danke sehr. Wir freuen uns ebenfalls Ihre Gäste sein zu dürfen. Mein Name ist Ray Stanford, ich bin der Tourneeleiter." antwortet der Erdling und weist mit einer Handbewegung auf Joan, die sie gerade erreicht hat "und dies ist Mrs. Randall, unsere Sicherheitschefin." Beim Anblick von Joan huscht ein Anflug von echter Freude über das Gesicht des Kommandanten. "Herzlich willkommen auch Ihnen, Mrs. Randall! Mein Assistent wird Ihnen ihre Räume zeigen. Wahrscheinlich wollen Sie sich erst einmal etwas frisch machen. Wenn Sie möchten kann ich Ihnen danach gerne persönlich die Station und ihre Sicherheitsanlagen zeigen." "Ja, danke sehr, sehr gerne. Mein Mitarbeiter und ich würden gerne so schnell wie möglich von Ihrem Angebot Gebrauch machen. In fünfzehn Minuten, wenn es Ihnen Recht ist?" antwortet Joan.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. November 2012, 10:30:21 Uhr
Otho betrachtet sein von den glänzenden Stehlen reflektiertes Spiegelbild. Seine Verkleidung ist wie immer perfekt. Die kurzen, leicht ins Lila schimmernden Haare, ein muskulöser, braun gebrannter Körper und brau-rötlich schimmernde Augen – genau wie auf die Aufnahmen des lyrianischen Masseurs, dessen Rolle er in den nächsten Wochen spielen wird.

Da hört er bereits die Landedüsen des Raumschiffs, dass er gleich betreten wird und dreht sich in die Richtung des Geräuschs. Aller Achtung, ein schönes Raumschiff. Es muss eines der ersten der neusten Baureihe Stargazer V der Bento-Werften sein, bemerkt Otho. Wenn man die richtigen Freunden hat ist wohl nur das Beste und Neuste gut genug. Wie diese Jara wohl ist? Otho war bisher nur wenigen Empathen begegnet und ihm war immer etwas unwohl in ihrer Gegenwart. Und dies obwohl er guten Grund hatte anzunehmen, dass sie seine Gefühle nicht wahrnehmen konnten.

Wenige Momente später betritt Otho das Raumschiff. Eine einzelne Person scheint auf ihn zu warten. Es ist eine Frau, vermutlich Anfang 30, mit langen blonden Haaren. Ein eng ansitzender Overall zeigt eine schlanken, durchtrainierten Körper. Allerdings durchaus gut ausgestattet an den wichtigen Stellen, stellt Otho fest. Es ist Jara persönlich! Sie lächelt, nein sie strahlt ihn geradezu an und reicht ihm ihre Hand zur Begrüßung. Noch bevor Otho etwas sagen kann ergreift sie seine Hand und begrüßt ihn mit den Worten: „Hallo Suran! Schön dass Sie es doch noch einrichten konnten. Was wären die magischen Tänzer ohne Ihre magischen Hände!“   
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. November 2012, 23:02:52 Uhr
"Eine schöne Station. Die restlichen Umweltkontrollen befinden sich in den unteren Ebenen der Station? Ich würde mir diese gerne einmal ansehen." sagt Joan zum Kommandanten. Michael bestätigt sie: "Die Umweltkontrollen und die Funkanlagen interessieren uns besonders."
"Aber auf den unteren Ebenen ist es sehr kalt. Die äußeren Bereiche haben sogar nahezu die Temperatur des Eispanzers um uns." gibt der Kommandeur zu Bedenken. "Ich weiß, die äußere Struktur der untersten Ebenen der Station ist so konstruiert, dass sie mit dem Eispanzer verschmelzt. Einige Sektionen hat man bewusst durch den Druck des Eises zusammenpressen lassen, damit sich die Station so quasi in das Eis hinein krallt. Ziel ist es zu verhindern das die Station aufgrund ihres Gewichts absinkt." ergänzt ihn Joan. "Sie sind wirklich gut vorbereitet, Mrs. Randall, dies sind Informationen die nicht allgemein zugänglich sind." stellt Mr. Smid fest. "Dann wissen Sie jetzt auch, warum sie mein Boss ist und nicht umgekehrt, Mr. Smid". bemerkt Michael mit einem Zwinkern in den Augen. Eine Bemerkung, die der Kommandeur nur mit einem kritischen Seitenblick auf Michael quittiert und dann zu Joan gewendet antwortet: "Wenn Sie unbedingt wollen, ich bin angewiesen hundertprozentig mit Ihnen zu kooperieren. Aber es ist wirklich verdammt kalt dort unten. Mein Assistent kennt sich dort unten wesentlich besser aus als ich, ich werde ihn rufen. Dort hinten sind die Wartungsaufzüge und links daneben befinden sich im Wandschrank die entsprechenden Kälteanzüge."

Zwanzig Minuten später - aber für Joan eine gefühlte Stunde später-  betreten Joan und Michael und der Assistent des Kommandanten, bekleidet mit weißen Kälteanzügen, den inzwischen dritten großen Raum. Gleißend helles, kaltfarbendes Licht blitzt auf und lässt den Raum vor ihnen erstrahlen. Dann schließt sich mit einem leisen, in der Kälte des Raums ersterbenden Zischen die Tür hinter ihnen. Wie in den beiden anderen Räumen sind Decke und Wände mit dickem Eis überzogen. Viele mit dickem Reif überzogenen Rohrsysteme und Maschinen sind im gesamten Raum verteilt, an eingen Rohren steigen kleine Dampfwolken auf. Oberhalb dieser Stellen haben sich einige Eiszapfen an der Decke entwickelt, die nun im grellen Licht funkeln. Wirklich verdammt kalt und unheimlich hier, denkt sich Joan, lässt sich aber nichts anmerken.

"Dieser Raum dient zur Gewinnung unseres Trinkwassers und des Sauerstoffs für unsere Atemluft. Dort in der Mitte befinden sich einigen Rohre die Wasser aus der Schicht unter dem Eispanzer heraufpumpen. Die Apparaturen links dienen zur Wasseraufbereitung. Rechts befinden sich die Elektrolyseanlagen, in denen wir mit Hilfe der Energie aus unseren Solarpanellen aus dem Wasser den Sauerstoff gewinnen." "Was machen Sie mit dem Wasserstoff?" fragt Michael. "Den sammeln wir einige Kilometer weiter in großen Tanks. Unsere Versorgungsschiffe nehmen ihn auf ihrem Rückweg alle 200 Tage mit."

Plötzlich verlischt das Licht im Raum und lautes Zischen und Pfeifen erfüllt die Luft. "Verdammte Scheiße" entfährt es dem Assistenten.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. November 2012, 14:15:35 Uhr
Jara hatte mit Otho einen kurzen Rundgang durch das Raumschiff gemacht. Dabei hatten sie auch einige alte Bekannte von Suran begrüßt. Otho ist beeindruckt wie Jara es hinbekommt, ihm jeweils rechtzeitig und völlig unauffällig die entscheidenden Hinweise zu geben. So winkt sie einem Bühnentechniker entgegen, mit dem der Masseur sich wohl bei einer früheren Gelegenheit angefreundet hatte, und rief „Sehen Sie, Suran, dort ist auch Ihr Kumpel Peter.“ Um dann etwas leiser fortzusetzen: „Letztes Mal war er unser Mädchen für alles, dieses Mal leitet er die Beleuchtungstechnik“. Oder „Sheila! Wir haben gerade von Dir gesprochen. Das heißt Suran wollte mir erzählen, mit welchen Spezialgriffen er Deine Schulter wieder hin bekommen hat.“ Und so weiter. Sie macht es einem sehr leicht in die Rolle zu schlüpfen, findet Otho. Das Dossier über Suran war sehr detailliert. Otho vermutet dass sie es wohl selber erstellt hatte.

Diese Jara hat nun wirklich so gar nichts mit den Show-Bizz-Leuten gemein denen Otho bisher begegnet war. Sie hat eine sehr sympathische Ausstrahlung, überhaupt nicht abgehoben, sehr herzlich und doch weiß sie verdammt genau was sie tut, denkt Otho. Ein wenig erinnert sie Otho auch an Joan. Schön und klug und doch jemand den man auf den ersten Blick leicht unterschätzen kann. Aber das sollte man besser weder bei Joan und sicherlich auch nicht bei dieser Jara tun, da ist sich Otho sicher.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Dezember 2012, 15:20:59 Uhr
Joan erscheint es, es würde das Zischen und Pfeifen immer lauter und als würde die Temperatur im Raum noch weiter sinken. Es ist absolut dunkel. „Was ist passiert?“ fragt Joan in die Richtung, aus der sie zuletzt die Stimme des Stationsassistenten gehört hat. „Passiert hier sowas öfters?“ ergänzt Michael mit einem sarkastischen Unterton. Joan muss grinsen, weiß sie doch das dies Michaels Art ist mit kritischen Situationen um zu gehen. Doch sie erhalten keine Antwort. Statt dessen hören sie einige endlose Sekunden später nur einen lauten Schmerzensschrei und ein gefährlich wirkendes Krachen weiter vor Ihnen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Dezember 2012, 16:04:19 Uhr
Lenar ist beunruhigt. Joan hatte ihn nach der Begrüßung kurz über die Nachricht mit der sinkenden Raumstation informiert. Nun war er auf die Demeter gegangen, um sich das Video selber anzuschauen. „Wann genau haben Sie die Nachricht erhalten?“ fragt er den diensthabenden Brückenoffizier, der ihn daraufhin den Zeitstempel der Aufnahme zeigt. „Hm. Zu der Zeit war ich in der Kontrollstation, weil ich eine Nachricht an die Zentrale auf der Erde schicken wollte. Nur leider war genau dann die Sendeanlage ausgefallen.“ überlegt Lenar. Der Stationsassistent war wenige Minuten später dort eingetroffen und hatte die notwendigen Arbeiten koordiniert. Der Stationskommandant Smid selber aber war erst erschienen als das Problem längst wieder behoben war. „Diesen Smid sollten wir besser im Auge behalten“ hatte Lenar noch kurz zu Joan und Michael gesagt. „Es ist seltsam dass er mir nicht sagen wollte, dass das kleine Raumschiff, dass kurz vor der Landung der Demeter gestartet war, einem Weltraumingenieur gehört, der zu Wartungsarbeiten auf der Station war.“ „Ja, vielleicht hat er wirklich etwas zu verbergen!“ hatte Joan geantwortet.

 „Beruhige Dich, Lenar! Was es auch sein wird, wir werden uns ihn und seine Raumstation jetzt erst mal genauer ansehen.“ hatte sie am Ende gesagt. Wirklich beruhigt hatte es Lenar nicht, doch er ist Profi genug um sich nichts anmerken zu lassen. Dieser Smid gefällt ihm nicht, ganz und gar nicht. Ebenso wie dieser smarte und aalglatte Tourneeleiter Ray Stanford. Ein Egoist und Selbstdarsteller wie es im Buch steht, dass war Lenar direkt nach den ersten Sekunden klar.

Nachdem Lenar sich noch etwas genauer mit dem Brückenoffizier unterhalten und dabei diskret einiges über die Schiffsmannschaft erfahren hat, verlässt er die Demeter wieder. Da sieht er am Ende der Landeplattform eine Person – es ist der Kommandant – aber ohne Joan und Michael!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Dezember 2012, 16:49:24 Uhr
Nachdem sie Otho das Schiff gezeigt und sie sich mit mindestens einem halben Dutzend Leuten unterhalten hatten, hatte Jara Otho alias Suran gebeten, „seines Amtes zu warten“. Daraufhin waren sie in einen im oberen Bereich des Raumschiffs befindlichen, separaten Bereich gegangen, der anscheinend aus drei Räumen besteht. „Ein größerer Raum mit einer freien Fläche und einigen Fitnessgeräten an einer Seite - vermutlich ein Trainingsraum , ein Raum mit Sitzgelegenheiten und Tisch und einem weitern Raum – vermutlich der Schlafbereich von Jara. Insgesamt nicht wirklich riesig“ denkt Otho alias Suran. Jara greift an ihr Armgelenk und berührt etwas, das wie eine Uhr aussieht. Es surrt, dann nickt Jara Otho zu. „Zum Aufspüren von Abhörtechnik?“ fragt Otho. „Ja, Joan hat mir dazu geraten.“ Sagt Jara. „Aber der Raum ist sauber. Sauber - Das sagt man doch so, oder, Otho?“  fragt Jara mit einem Lächeln. „Ja, das kann man so ausdrücken.“ Antwortet Otho.

„Jedenfalls noch einmal herzlichen Dank, dass sie bei dieser Sache mitarbeiten. Diese Tournee ist für mich die Erfüllung eines großen Traumes und ich wäre sehr traurig, wenn wir sie absagen müssten. Andererseits ist sie es aber auch nicht Wert, dass dafür jemand ernsthaft zu Schaden kommt.“ Sagt Jara. Beim letzten Satz war auf einmal das Strahlen aus ihren Gesicht verschwunden, bemerkt Otho. „Es ist nicht Ihre Schuld wenn andere Ihre Tournee für ihre miesen Zwecke missbrauchen!“ entgegnet Otho. Jara senkt den Blick: „Vielleicht…aber vielleicht ist die Welt nicht ganz so einfach wie wir sie uns machmal gerne machen…"
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Dezember 2012, 17:42:24 Uhr
Joan öffnet ihren Schutzanzug vorsichtig,  nur ein klein wenig, um in ihre Innentasche greifen zu können. Doch diese kleine Öffnung reicht schon aus, um die unerbittliche Kälte des Raums an ihren Körper gelangen zu lassen. Schnell zieht sie den Gegenstand heraus und schließt ihren Anzug wieder. Ein leises Knacken und in Joans Hand leuchtet ein helles Licht, dass den Raum in etwa zweieinhalb Meter Umkreis um sie herum erleuchtet. Neben Ihr steht Michael und blickt sie an. „Er antwortet nicht!“ sagt er nur. „Dort hinten kam das Geräusch her“ sagt Joan und sie gehen vorsichtig in die Richtung, in der Joan gerade gezeigt hat. Als sie etwa drei Meter voran gekommen sind, sehen sie eine dunkelrote Flüssigkeit auf dem weißen Boden leuchten. Joan bewegt ihr Licht ein wenig hin und her. Die Flüssigkeit sieht aus wie ein dunkelrotes Gewebe in dem kleine Sterne blinken. „Blut! Es gefriert bereits!“ sagt Michael.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 9. Dezember 2012, 21:54:23 Uhr
„Blut! Es gefriert bereits!“ sagt Michael.

Brrrr - das erinnert mich an so einen Horror Streifen von einem lebenden Raumschiff, der letztens erst im Fernsehen lief.
Gruselitsch!!!!
Freue mich auf weiteren spannenden Input!

Liebe Grüße
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. Dezember 2012, 13:07:41 Uhr
Lenar war daraufhin sofort zum Kommandanten geeilt und hatte ihn ohne Umschweife zur Rede gestellt: "Wieso sind Sie denn schon wieder hier? Wo sind den die beiden Sicherheitsleute geblieben?" Kommandant Smid hatte ihn daraufhin scharf angesehen und geantwortet: "Die Spinner wollten sich unbedingt die untersten Ebenen der Station anschauen. Was soll das bitte bringen? Aber sie haben sich ja nicht davon abbringen lassen. Nicht meine Schuld wenn sie sich da unten den Arsch abfrieren!" und hatte sich dann mit einigen brummigen Lauten von Lenar abgewendet und war davon geeilt. Lenar bliebt alleine stehen.

Lenar überlegt kurz und begibt sich schnellen Schrittes zur Leitzentrale der Station. "Restricted Area" liest Lenar. Aber als Mitglied der Weltraumpolizei hat man ihm jeglichen Zugang gewährt. Die Sicherheitskarte in seiner Tasche soll ihm jede Tür in der Station öffnen, so hatte man ihm versichert. Neben der Tür zum Hauptraum bemerkt Lenar dass die Alarmlampe rechts neben der Tür leuchtet. Die Tür öffnet sich für ihn. Blinkendes Licht und hastig umher eilende oder heftig miteinander debattierende Stationsmitabeiter empfangen ihn.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. Dezember 2012, 22:11:11 Uhr
Außer dem Blut können sie nichts weiter finden. "Hallo, ist Ihnen etwas passiert? Wo sind Sie?" ruft Michael in die Dunkelheit. Nur der Schein ihrer beider Leuchten erhellt ihre Umgebung in einem kleinen Radius.
Sie warten eine gefühlte Ewigkeit, doch nichts geschieht. Michael und Joan sehen sich an. "Diese Anzüge sollen uns etwa eine Stunde hier unten ausreichend Schutz geben!" stellt Joan tonlos fest. "Allerdings habe ich da so meine Zweifel, mir ist bereits verdammt kalt..."

Plötzlich hören Joan und Michael ein Stöhnen, gefolgt von mehreren lauten Knallgeräuschen. Dann spürt Joan auf einmal etwas. Es ist als würde ein kalten Windstoß sie berühren.

(http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQ8Ac5NUqGCx8z-HYWtcR6byh9tJMsDbPE-qahSL8GpJrHHyMs_Dg)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 17. Dezember 2012, 16:47:45 Uhr
Wie - unheilvolle Andeutungen des finstersten Grauens - und Du schreibst nicht weiter???? :o :o :o

Jetzt aber hopp!!!
 [sm]
WEITER!!!
 ;D
Liebste Grüße

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 17. Dezember 2012, 17:42:00 Uhr
Zitat
Dann spürt Joan auf einmal etwas. Es ist als würde ein kalten Windstoß sie berühren. 
Zitat


Wie jetzt.... ???

Und mit den Andeutungen lässt du uns hängen?!


felixx :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 18. Dezember 2012, 17:07:21 Uhr
Hi Felixx,
so kennen wir Moony.
Sie liebt Cliff Hanger...
(und wir leiden...) >:(
 :-[
 :o
 :-*

 ;D
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 22. Dezember 2012, 23:02:54 Uhr
Hi Felixx,
so kennen wir Moony.
Sie liebt Cliff Hanger...

Stimmt!!!!!   [devil]

(http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSgG1k9IQ2IQQ_ebb_GrAlrsbRG74DnHjy05RCL_UBYVzyWJUCKNg)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 22. Dezember 2012, 23:20:30 Uhr
Ich bin dagegen!
Und dafür das Du weiter schreibst!

(Pfeiffend von dannen ziehend)

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 22. Dezember 2012, 23:45:55 Uhr
(http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcR68P8wTwcL7ujwwlQb82zqKL0XulpNlIEvyjxFaXsQcLdfwDCicGV3IV8)

Erde, Ezras Haus

Captain Future hatte vor zwei Stunden mit Ezra über den Kommunikator gesprochen und sich quasi bei ihm abgegemeldet. "Morgen früh brechen wir mit der Comet auf und sind wahrscheinlich spätenstens in drei Wochen wieder zurück. Sie können mich allerdings jederzeit über den Kommunikator ereichen!" hatte Curtis gesagt. Er hatte mit keinem Wort Joan erwähnt, doch ihr gemeinsames Nicken beim Abschied war wie ein geheimes Zeichen zwischen ihnen, das besagte, das er, Ezra, so weit wie möglich auf Joan Acht gegeben würde.

Ezra starrt in die flackernden Flammen seines Kaminfeuers. "Was mir Sorgen macht, ist die Tatsache das wir immer noch keinen Anhaltspunkt haben, wie die Drogenhändler mit der Tournee vernetzt sind, woher sie ihre detailierten Informationen haben und wer ihre Helfershelfer sind. Ich habe mir heute noch einmal das Gewirr der vielen Firmen angesehen, die zu dem Konzern gehören. 100%-tige Töchterunternehmen, Teilbeteiligungen, Minderheitsbeteiligungen die wiederum an weiteren Firmen beteiligt sind. Mehrere Monitorseiten sind notwendig, um alles in gerade noch lesbarerer Größe darzustellen. Die meisten Firmen, die etwas mit der Produktionsfirma zu tun haben, haben Lenar und die anderen bereits überprüft - ohne jeglichen Beweis oder kleinen Hinweis für eine eventuelle Beteiligung zu finden" "Vielleicht ist es jemand, an den ihr noch nicht gedacht habt. Lieferanten für Bühnen-, Verpflegungsmaterial, Kostüme? Wer hat die Bühnen organisiert? Wer koordiniert die Transporte? Und die Unterbringung der Leute?" fragt ihn eine angenehme weibliche Stimme aus dem Sessel neben ihm. "Haben wir überprüft...d.h. da fällt mir auf..." sagt Ezra plötzlich. "Du bist ein Schatz, Sarah! Ich muss etwas überprüfen. Leider sind die Daten hoch geheim so dass ich sie nur im Präsidium einsehen darf. Bitte entschuldige. Ich bin in zwei Stunden wieder da! " ruft Ezra und springt auf.   


(http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTTa0iP3xu3k4Wxdh4v6hFmjpyCHxQh2a5YxAHepOGFcbnFR_2M)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 23. Dezember 2012, 00:06:41 Uhr
Da läßt er doch glatt die Frau sitzen...
 [bigeek]
Das kann ja wohl nicht wahr sein.
MÄNNER!
 ;)
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: limeye am 24. Dezember 2012, 19:09:44 Uhr
Hallo Mooncat,

Bravo für diese schöne Geschichte, die Ich mag.Ich liebte den Teil, wo Sie den Raum, als der Bildhauer Elaine erstellt beschreiben. Das ist fantastisch!  [goodjob]

Und wunderbar... Sehr schöne Idee ...

Ich bin neugierig, mehr zu lesen ... die Geschichte wird erschreckend!  :o

Bravo pour cette belle histoire, qui me plaît beaucoup. J'ai beaucoup aimé le passage où tu décris la pièce que le sculpteur a créée pour Elaine. C'est fantastique ! Et si beau...
Très belle idée...

je suis curieuse de lire la suite... l'histoire prend une tournure terrifiante !   

bye

Limeye  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Dezember 2012, 15:01:25 Uhr
Hallo Limeye!
Danke für den netten Kommentar. Freut mich das Dir die Idee gut gefällt...
Leider überfordert Deine Geschichte ein wenig meine Französisch-Kenntnisse. Ich fürchte Johanna muss mir helfen... (http://emoticons.smileyswelove.com/smileys/smiley-emoticon-3039-animal%20smileys.gif)

Ich hoffe Ihr hattet alle ein wunderschönes Weihnachtsfest.
So, jetzt habe ich etwas Zeit zu schreiben  :) und kann ein kleines Geschenk nachliefern.

Otho alias Suran steht am Fenster der „Imagination“ und betrachtet den sich nähernden Jupiter. Nervös wippt er mit seinem Fuß zu einer imaginären Musik. „Sie wären jetzt sicher lieber im Cockpit am Steuer statt hier nur rum zu stehen, nicht wahr, Otho?“ fragt eine freundlich Stimme hinter ihm. Otho zuckt innerlich leicht zusammen: „Stimmt, können Sie etwa auch Gedanken lesen?“ und dreht sich um. Jara lacht: „Dafür reicht ein klein wenig Lebenserfahrung! Eben sind Sie hin und her gelaufen wie ein eingesperrter karsianischer Wildtiger. Nun stehen Sie zwar aber… ruhig und gelassen ist anders. Wie bestellt aber stehen gelassen.“ „wie bestellt und nicht abgeholt“ korrigiert sie Otho mit einem Schmunzeln. „Danke, wieder etwas gelernt!“ antwort Jara und grinst zurück.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Dezember 2012, 15:21:44 Uhr
Sarah fasst Ezras Hand: „Du willst mich allen Ernstes hier für Stunden alleine lassen?“ sagt sie mehr gespielt als ernst. Ezra antwortet: „Ich habe einfach so ein Gefühl! So als fehle uns noch ein ganz wichtiger Stein im Puzzle und als könnte ich ihn dort finden.“ Ezra seufzt und blickt Sarah in die Augen: „Wenn ich schon nicht selber da draußen ermittle, dann muss ich zumindest hier alles tun, was meinen Agenten helfen kann. Eine fehlende Information kann fatale Auswirkungen haben. Und - Joan ist eine von Ihnen  und Captain Future verlässt sich auf mich!“
Sarah blickt ihn verstehend an: „Ezra, ich weiß genau was Du meinst. Ich kenne diese Gefühle. Ich kenne es, wenn die innere Stimme so laut ist, dass man ihr sofort nach gehen muss.“ Sarah lächelt ihn an. „Aber hier ist es ziemlich einsam so ohne Dich. Und vier Augen sehen mehr als zwei, nicht wahr? Aber wenn das alles natürlich hunderte Stufen über meiner Sicherheitszulassung ist…“ sagt Sarah und bei den letzten Worten lässt Sie Ezras Hand los und blickt zur Seite.
Ezra grinst: „Natürlich ist es weit über Deiner Sicherheitszulassung, das weiß Du. Aber ich denke wirklich, dass es eine sehr gute Idee ist wenn Du mich begleitest. Ich weiß nicht genau wonach ich suchen muss und das Suchen der Nadel im Heuhaufen ist ja, wie ich feststellen konnte, Deine Spezialität.“ Antwortet Ezra. „ Ich denke nicht das solche Kleinigkeiten wie Sicherheitsstufen zwei Leute wie uns abhält, nicht war! Du musst es ja niemanden erzählen.“ Und mit diesen Worten reicht er Sarah seine Hand und hilft ihr aus dem Sessel.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Dezember 2012, 15:43:08 Uhr
Plötzlich geht alles ganz schnell. Ein weiteres lautes Krachen und Scheppern wie zerspringendes Metal, dann Sekundenbruchteile später gleißendes Licht das Joan und Michael blendet und eine Stimme die „Joan, Michael, sind Sie hier? Alles in Ordnung?“ ruft.

Joan hält ihre Hand gegen das Licht. Sie erkennt die Konturen einer Gruppe von Menschen, die den Raum betreten. „Lenar? Sind Sie es?“ ruft Joan zurück. „Joan und ich sind soweit ok“ ergänzt Michael, „aber der Stationsassistent, wir wissen nicht wo er ist und er meldet sich nicht“.

Joan hat sich wieder in die andere Richtung gewendet. Der Raum ist nun taglicht hell. Sie erkennt allmählich, dass aus zwei Rohren Wasserfontänen kommen und sich unterhalb der Rohre bereits eine dicke, schimmernde Schicht blanken Eises gebildet hat. Ein Teil des Wassers spritzt auch ihn Ihre Richtung und vor ihr, ab dem Punkt wo sie das Blut gefunden hatten, ist der Weg spiegelglatt. Plötzlich hört sie wieder ein Stöhnen. Vorsichtig geht sie wenige Schritte in die Richtung, aus der das Stöhnen kommt, bis an ein Geländer. Joan lehnt sich an die eisigen Stangen und schaut herunter. Sie erschrickt ein wenig, als sie eine Bewegung wahrnimmt.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Dezember 2012, 17:18:36 Uhr
Als Lenar die Sicherheitszentrale betrat, war man dort bereits durch die internen Sicherheitsanlagen alarmiert worden. Die wachhabende Stationsmannschaft schien Lenar sehr jung und unerfahren und agierte ohne ihren Kommandanten oder seinen Stellvertreter sichtbar unkoordiniert. Lenar erkannte dies mit einem Blick.

„Was genau ist vorgefallen?“ fragte Lenar im Befehlston den jungen Ingenieur, der neben den Schalttafeln stand. Diese antwortet etwas verdutzt aber ohne Zögern: „Stromausfall in Technikraum B2, zwei Ventile der Wasserzuführung sind offen. Sehen Sie hier!„ und schob noch ein unsicheres „Sir“ nach. Sämtliche Blicke sind nun erwartungsvoll auf Lenar gerichtet.

„Und wo sind die Sicherheitsleute, die dort unten einen Rundgang machen wollten?“ Der Ingenieur vor ihm sieht ihn ratlos an, doch eine Ingenieurin weiter hinter antwortet: „Ich habe ihren Rundgang überwacht. Ich denke sie waren genau in B2 als dort der Strom ausfiel. Ich habe deshalb sofort den Alarm ausgelöst.“ Sagt sie mit einem Anflug von Stolz in der Stimme. „Erst einige Sekunden später kam der zweite Alarm, das waren dann wohl die Druckventile dort.“ Ergänzt sie und weißt auf die Schalttafel.

„Wie gefährlich ist dieser Ausfall für die Station?“ fragt Lenar in die Runde. Ein anderer junger Mann antwortet: „Hm, ein kurzfristiger Ausfall bringt noch keine Probleme.“ „Was heißt kurzfristig?“ fragt Lenar nach.  Die Antwort kommt sofort: „Ohne Stromzufuhr kann keine Elektrolyse erfolgen, d.h. wir produzieren keinen neuen Sauerstoff mehr. Unsere Reservetanks sind allerdings gut gefüllt, ich habe es eben erst überprüft. Ich habe gerade den Computer berechnen lassen, wie lange der Sauerstoff noch ausreicht. Dabei habe ich den aktuellen Sauerstoffanteil in der Stationsluft, die Menge der Luft in der Station plus die Reservetank berücksichtigt. Die Station hat derzeit eine Stammbesatzung von 12 Personen und einer Stationskatze. Zusätzlich sind derzeit weitere 10 Gäste hier und…“ „Und was hat die Berechnung ergeben“ unterbricht ihn Lenar ungeduldig. „Angeber“ zischt die junge Ingenieurin leise.

Der junge Mann wird rot, antwortet aber ganz ruhig: „Laut Computer reicht der Sauerstoff für 6 Tage uneingeschränkten Stationsbetrieb aus. Sollten wir allerdings in zwei Tagen das Problem noch nicht behoben haben, wäre eine Reduzierung auf eine Notbesatzung und eine Einschränkung auf die Noträume laut Betriebsanweisung angesagt.“

„In 10 Stunden treffen unsere weiteren Gäste ein, die musst Du auch einrechen“ sagt die Ingenieurin mit einem leicht süffisant Unterton. „Vielleicht sollten wir sie kontaktieren, dass sie erst einmal nicht bei uns landen?“ sagt die Ingenieurin zu Lenar. Dieser antwortet: „Eines nach dem anderen, junge Frau. Lassen Sie uns erst einmal dem Problem auf den Grund gehen bevor wir weitere Maßnahmen ergreifen.“ Der junge Man grinst hämisch. „Sollten wir allerdings in einer Stunde noch nicht absehen können, wie schnell das Problem behoben ist, sollten wir auf Ihren Vorschlag zurück kommen.“ Ergänzt Lenar.

„Aber was noch wichtiger ist: Welche Gefahr besteht für die Leute da unten?“ fragt Lenar mit lauter Stimme. Für eine kurze Zeit herrscht betretenes Schweigen. Dann antwortet die Ingenieurin: “ Die Türen lassen sich aufgrund der Kälte nur automatisch öffnen, manuell wäre viel zu viel Kraft erforderlich. Drei Personen schaffen dies niemals. Das heißt sie kommen vermutlich dort erst einmal nicht heraus. Wenn sie überhaupt die Tür finden denn ohne Strom ist es dort vollkommen finster. Sauerstoff ist noch genug da unten, der Raum wird weiterhin versorgt. Ihr Schutzanzüge sollten sie eine Stunde warm halten, wenn sie sich bewegen bis zu drei Stunden. Nach vier Stunden allerdings wird es kritisch…“

Lenar fragt besorgt: „Wie lange sind sie schon dort unten?“ „Moment“ sagt die Ingenieurin und blickt auf ihr Display, „insgesamt sind sie nun 42 Minuten dort unten.“ „Dann sollte klar sein, dass die Leute da unten unsere erste Priorität haben. Als erstes sollten wir versuchen sie dort raus zu holen. Danach schauen wir uns den Schaden vor Ort an und versuchen ihn zu reparieren. Dann sehen wir weiter.

„Hat jemand den Kommandanten erreicht?“ fragt einer der Ingenieure. Allgemeines Kopfschütteln. "Ok, dann machen wir es so wie Sie es gesagt haben."

(http://emoticons.smileyswelove.com/smileys/smiley-emoticon-2972-animal%20smileys.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 28. Dezember 2012, 11:32:05 Uhr
Sarah fasst Ezras Hand: „Du willst mich allen Ernstes hier für Stunden alleine lassen?“ sagt sie mehr gespielt als ernst. ... „ Ich denke nicht das solche Kleinigkeiten wie Sicherheitsstufen zwei Leute wie uns abhält, nicht war! Du musst es ja niemanden erzählen.“ Und mit diesen Worten reicht er Sarah seine Hand und hilft ihr aus dem Sessel.
Prima!!! Der Mann ist lernfähig!!!  ;)
Mehr!!!
Gierig aufsaugend...

 ;D
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 28. Dezember 2012, 15:04:32 Uhr
Vor uns liegt hoffentlich ein Wochenende mit viel neuem Lesestoff von Dir....oder ? *erwartungsvoll in die Kiste schauend*
Übrigens gefallen mir die netten Kätzchen zwischendurch ausgesprochen gut....hat zwar nichts mit der spannenden Story zu tun, macht aber Laune !
 [flower]
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. Dezember 2012, 19:47:08 Uhr
Vor uns liegt hoffentlich ein Wochenende mit viel neuem Lesestoff von Dir....oder ? *erwartungsvoll in die Kiste schauend*
LG
Tachi
ob es noch viel wird, weiß ich nicht. Hier aber zumindest ein weiteres Häppchen:

In knapp 10 Stunden würde die „Imagination“ nach Plan auf Kallisto landen. Jara war in das Cockpit der „Imagination“ gerufen worden und sie hatte Otho, sehr zu seiner Freude, gebeten sie zu begleiten.

„Aufgrund der aktuellen Flugbahn und unserem Annäherungswinkel an Jupiter und aufgrund der große Anziehungskraft des Jupiter werden wir zunächst quasi an Kallisto vorbei fliegen. Wir umkreisen einmal den Jupiter und fliegen dann die Asgard-Station sozusagen von der anderen Seite an.“ bemüht sich ein eifriger Brückenoffizier dem vermeintlichen Masseur Otho alias Suran zu erklären. Otho denkt: „Ich muss so tun als hätte ich keine Ahnung vom Steuern eines Raumschiff. Mit der Komet würden wir auch direkt landen können.“ Und nickt dem Leutnant mit einem dankbaren Gesichtsausdruck zu.
 
„Soweit ich weiß sind die Raumschiffe der Stargazer V Klasse mit einem verbesserten Antrieb ausgestattet der im Prinzip ausreichend Energie für einen direkten Anflug liefern würden. Allerdings würde dies einen immensen Mehrverbrauch an Energie bedeuten und uns Passagiere hier erheblich durchschütteln. Deshalb wird lieber aus Sicherheitsgründen darauf verzichtet. Nicht wahr, Leutnant Miesza? Sagt da auf einmal Jara neben ihnen. Leutant Mieza kommt nur dazu es mit einem Kopfnicken zu bestätigt, da unterbricht ihn eine weibliche Computerstimme:. „Kontakt zur Asgard-Mondstation auf dem Jupitermond Kallisto hergestellt“.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. Dezember 2012, 20:33:16 Uhr
Übrigens gefallen mir die netten Kätzchen zwischendurch ausgesprochen gut....hat zwar nichts mit der spannenden Story zu tun, macht aber Laune !
 [flower]
LG
Tachi
soso....   (http://www.smiliecenter.de/smilies/tiere/tiere_smilies_0003.gif) (http://www.smiliecenter.de/smilies/tiere/tiere_smilies_0009.gif)


Joan erschrickt kurz, als sie den zusammen gekrümmten Mann unterhalb des Gewirrs von Rohren auf der Eisfläche sieht. „Er ist hier!“ ruft sie und ergänzt „Er bewegt sich.“ Dann sieht sie eine blutende Wunde an seinem Kopf. „Anscheinend ist er verletzt und vermutlich durch nässt! Wenn Sie eine Wärmedecke haben, sollten Sie sie jetzt schnell zu ihm bringen“.

„Steven? Mein Gott Steven!“ hört sie eine weibliche Stimme und sieht eine Person auf sich zueilen. „Passen Sie auf, ab hier ist es sehr glatt. Nicht das Ihnen auch noch zustößt.“ Warnt Joan die Frau.

Einige Minuten später fahren Joan, Michael und der Stationsassistent zusammen mit Lenar und zwei Stationsmitarbeitern wieder mit dem Aufzug nach oben. Joan und Michael sind jeweils in eine Wärmedecke eingehüllt. Joan fühlt nun erst, wie sehr sie bereits ausgekühlt war. Die Wärme der Decke brennt fast auf ihren Händen und ihre Beine fühlen sich etwas taub an.

Der Stationsassistent mit Vornamen Steven ist ebenfalls in eine Wärmedecke gehüllt, auf seiner Stirn klebt ein großes Pflaster. „Ich habe versucht zu dem Schaltkasten zu gelangen. Doch da bin ich plötzlich ausgerutscht und vermutlich mit dem Kopf gegen eines der Rohre gestoßen. Dann weiß ich nichts mehr bis es wieder hell wurde.“ Erzählt der Mann aufgeregt. „Habt Ihr schon heraus gefunden, was genau passiert ist? Wieso ist der Strom ausgefallen? Ist die Station in Gefahr? Ich muss sofort zur Kontrollstation!“ redet er in einem Zug weiter.

Er hat einen Schock und vermutlich auch eine Gehirnerschütterung, denkt Joan. „Haben Sie ein Beruhigungsmittel für ihn dabei?“ fragt da Joan die Frau, die sich um Steven kümmert. „Gleich wenn wir oben sind.“ antwortet die Frau verstehend.


Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Dezember 2012, 22:44:38 Uhr
 Auf dem großen Display des Cockpits der "Imagination" erscheint das Bild der Asgard-Kontrollstation. Otho erkennt sofort Joan und ihre zwei Kollegen Michael und Lenar. Der großgewachsene, etwas arrogant wirkende Mann in der ersten Reihe muss wohl Ray Stanford, der Produktionsleiter von der Erde, sein und die Frauen und Männer in blau die Stationsmitarbeiter.

Zu Othos Erstaunen und auch dessen aller Anwesenden ergreift Lenar das Wort: "Hier meldet sich die Asgard-Station. Mein Name ist Lenar, ich bin Mitarbeiter der Weltraumpolizei und hier um mich im Auftrag der Regierung des Sonnensystems in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsleuten von "Blue Sky Dreamwold" - hierbei blickt Lenar kurz auf Joan und Michael und nickt ihnen zu - um die Sicherheit der Tournee zu kümmern. Leider gab es hier auf der Asgard-Station einige Probleme."

In diesem Moment weitet sich der Blickwinkel der von der Kamera aufgenommen wird und die hektisch blickenden Anzeigen auf den Kontrolldisplays werden sichtbar. Otho wirft einen Blick auf Jara. Das erwartungsfrohe Lächeln auf ihrem Gesicht hat einem äußerst besorgten Ausdruck Platz gemacht.

Als Lenar weiterspricht, hören allen nur zwei Worte: "Deshalb möchten..." und dann brechen Bild und Ton zusammen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 30. Dezember 2012, 12:04:00 Uhr
soso....   (http://www.smiliecenter.de/smilies/tiere/tiere_smilies_0009.gif)

Hi, hi, diese Katze sieht eher aus wie ein überfressener Hamster mit Bauchweh...  ;D

Aber zur Story:
Es bleibt spannend, ich freue mich auf mehr und wie immer haben wie einen Cliffhanger...
 ;)
Liebste Grüße

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Dezember 2012, 10:04:40 Uhr
Hi, hi, diese Katze sieht eher aus wie ein überfressener Hamster mit Bauchweh...  ;D

das IST ein Hamster... Katzenfutter und Spielzeug in einem...  [devil]

jetzt noch etwas Arbeiten zum Jahresabschluss und vielleicht komme ich ja noch zu einem kleinen Häppchen.

Guten Rutsch und ein glückliches Neues Jahr 2013!!!!

Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: limeye am 31. Dezember 2012, 14:29:21 Uhr
Hello Mooncat !

Bitte !!!  Der Rest der Geschichte !  Ich stellte mir eine schreckliche Monster, der den Assistenten getötet ...

Brrrr....  [smhair]

Bye  [hello]

Limeye  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2013, 10:19:14 Uhr
„Nicht schon wieder“ denkt Joan, als auf dem Monitor statt dem Cockpit der „Imagination“ auf einmal ein Rauschen erscheint. Dann erscheint ein Bild: Eine schwarze Silhouette vor einer rötlich leuchtenden Wand. „Dieselbe Person wie bei der letzten Nachricht, derselbe Hintergrund“ denkt Joan. Auch der Winkel der Schatten scheint ihr identisch.

Die künstliche Stimme sagt: „Dies war nur eine Warnung! Aber wenn die Stardust - Tournee nicht abgesagt wird, werden Menschen zu Schaden kommen! Stoppen Sie sie!“ Dann ein kurzes Schweigen. Alle starren wie gebannt auf das Bild, auch Joan. Dann ergänzt die Stimme: „Dies war meine letzte Warnung!“ und das Bild scheint in sich zusammen zu fallen und verschwindet in einem roten Blitz, der alle für einige Sekunden blendet.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2013, 10:37:55 Uhr
Auch im Cockpit der „Imagination“ ist die Nachricht zu sehen. „Dieser Verbrecher!“ murmelt Otho halblaut und ballt seine Fäuste. Dann löst sich auch dort das Bild in einem roten Blitz auf. Othos künstliche Augen reagieren schnell genug um ihn vor dem Blitz zu schützen. Als sie sich wieder öffnen erkennt er, dass alle im Cockpit wie gelähmt scheinen. Auf dem Monitor ist wieder der Kontrollraum der Asgard-Station zu sehen.  Auch dort starren alle bewegungslos in eine Richtung!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2013, 12:02:05 Uhr
Joan erschaudert. Ihr ist plötzlich sehr kalt, sie zittert unwillkürlich. Dann blickt sie um sich. Es scheint allen so zu gehen. Alle in der Kontrollstation und – Joan erkennt das das Cockpit der „Imagination“ wieder auf dem Monitor zu sehen ist – auch dort. Verstört blicken die Leute um sich. Es ist sehr sehr ruhig.

„Der Alarm ist aus“ sagt plötzlich die Ingenieurin und ergänzt dann: „Der Computer meldet wieder Strom auf B2!“ und sagt hastig weiter: „Auch die Ventile haben sich wieder automatisch geschlossen!“ „Als wäre alles nur ein böser Spuk gewesen!“ sagt jemand halblaut, doch jeder, auch auf der „Imagination“ hört es.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2013, 12:22:59 Uhr
„Jara! Jara hören sie mich?“ Otho berührt vorsichtig ihren Arm. Der Blitz schien alle kurz erstarren zu lassen, doch wenige Sekunden später bewegen sie sich wieder. Nur Jara bleibt bewegungslos. Sie ist ganz bleich und ihr Gesicht zeigt blankes Entsetzens. Ihre Augen sind immer noch auf den Monitor gerichtet, doch sie scheinen auf etwas ganz anderes in der Ferne zu blicken. „Jara!“ Otho schreit sie fast an. Alle schauen auf sie beide.

Da plötzlich dreht Jara ihren Kopf zu Otho alias Suran. Sie blickt ihn für wenige Augenblicke stumm an, ihr Kopf etwas zur Seite geneigt. Ihr Blick erinnert Otho an den eines Menschen, der mitten aus einem Alptraum erwacht und sich erst wieder der Realität bewusst werden muss. Dann sagt sie ruhig: „Warum schauen Sie so?“ und ergänzt dann mit einem kleinen Lächeln in die Runde: „Alles ok. Kein Grund zur Beunruhigung.“

Doch Otho IST beunruhigt, beschließt aber lieber später mit Jara darüber zu reden. „Das war sehr seltsam. Ich behalte sie lieber gut im Auge“ denkt er sich.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2013, 17:19:54 Uhr
„Hallo Jara. Ist wirklich alles mit Ihnen in Ordnung?“ fragt Joan besorgt. Jara nickt nur.

„Wie Lenar bereits versucht hat zu erzählen, hatten wir einige Probleme hier. Allerdings scheint jetzt alles wieder behoben zu sein. Der Stationsassistent ist leicht verletzt worden, ansonsten geht es allen gut.“ sagt Joan.

„Mein Name ist Archam, ich bin der Captain der „Imagination“. Es freut mich sie alle kennen zu lernen, auch wenn ich mir etwas weniger dramatische Umstände gewünscht hätte. Neben mir steht Mr. Ohara, der planmäßig Mr. Smid als Stationskommandanten ablösen soll. Zusätzlich haben wir noch sechs weitere erfahrene Ingenieure an Board, die das Team der Asgard-Station für die nächsten zwei Jahren verstärken sollen.“ Sagt der stämmige Mann, der in der Mitte des Cockpits der „Imagination“ steht.

Joan und Lenar blicken sich an und Joan nickt Lenar zu. Dann sagt Lenar: „Lassen Sie uns etwas Zeit hier die Situation noch etwas genauer zu analysieren. Wenn Sie sich in sagen wir 5 Stunden wieder melden, können wir sicherlich besser zusammen entscheiden ob es hier sicher genug für Ihre Passagiere ist oder ob wir lieber unsere Gäste hier zu Ihnen auf die „Imagination“ bringen.“


(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_smile02.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Januar 2013, 18:32:19 Uhr
Fünf Stunden später. 

Die „Imagination“ nähert sich auf ihrem Flug um den Jupiter wieder Kallisto und ruft wie vereinbart die Asgard-Station. Auf dem Monitor erkennt Joan Captain Archam, Captain der „Imagination“, Mr. Ohara, den zukünftige Stationsleiter der Asgard-Station, Jara, Otho alias Suran und zwei Ingenieure. Bei Joan sind Lenar, Michael, Otho/Suran, der Stationsassistent und Ray Stanford, der Tourneeleiter.

Nach einer kurzen Begrüßung erklärt der Stationsassistent die Lage auf der Station: „Technisch funktioniert alles wieder hervorragend. Wir haben alles überpürft und einige Schadprogramm in der Steuerungssoftware der Station gefunden. Mit diesen wurden wohl die Störungen ausgelöst. Wir haben die entsprechenden Programmteile durch Sicherheitskopien der echten Software ersetzt und spezielle Virensuchen für die Schadprogramme installiert. Nach menschlichem Ermessen dürfte jetzt keine Problem mehr auftreten.“

„Kommandant Smids Gesundheitsprobleme sind leider schlimmer geworden. Er ist zwar nicht in akuter Gefahr, doch er ist nicht mehr einsatzfähig. Kommandant Ohara, wir freuen uns hier alle auf Sie und die neuen Kollegen!“ sagt er weiter.

(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)


„Danke für diese Zusammenfassung“ bedankt sich Joan. „Als Sicherheitschef der Tournee möchte ich jetzt zusammen mit Ihnen eine Einschätzung der aktuellen Lage vornehmen. Seit unserem Anflug auf Kallisto hat es zwei Drohnachrichten gegen die Stardust Tournee gegeben. Beide kamen sehr wahrscheinlich von derselben Person und wurden, so vermuten wir hier, kurz hintereinander irgendwo hier auf der Station aufgenommen. Außerdem muss es jemand sein, der die Station und ihre Technik sehr gut kennt. Da kurz vor unserer Ankunft ein externer Techniker hier für Wartungsarbeiten war, vermuten wir das er der Saboteur ist. Er hat sich mit seiner Sicherheitskarte ausgewiesen doch leider hat niemand überprüft, ob er wirklich der Mann war, den die Karte gemeldet hat.“

„Die Frage ist also, wie ernst müssen wir die Drohungen nehmen?“ sagt Lenar und Joan ergänzt: „Und wie groß ist die Gefahr auf der Station aktuell noch?“

(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)

Joan schaut in die Runde: „Hat jemand bereits die zweite Drohnachricht genauer analysiert?“ Allgemeines Kopfschütteln. „Weiß jemand was dieser rote Blitz am Ende war?“ fragt Joan.
Jara sagt fast tonlos: „Der rote Blitz war eine weitere Nachricht. Speziell für mich! Eine Drohung.“  Joan nickt nur.

„Wie bitte?“ entfährt es Otho/Suran und Michael gleichzeitig. Joan muss kurz grinsen als sie den Ausdruck des Unverständnisses auf ihren Gesichtern sieht.

Joan sagt: „Ich bin mir sicher, wenn wir die Aufzeichnung der Nachricht in 100facher Verlangsamung abspielen, werden wir einige psychowirksame Bilder sehen.“ „Deren Einsatz ist in der Kommunikation vor einem Jahrhundert verboten worden und ist es auch auf Lyrian.“ Sagt Michael. „aber welchen Verbrecher stört das schon.“

Jara wirft dazu ein: „Das ist zu Recht verboten. Man kann nie vorher wissen, welche genaue Wirkung eine solche Beeinflussung auf die Psyche einzelner Menschen haben kann. Genauso wie man die Manipulation unter Hypnose zur reinen Belustigung des Publikums verboten hat. So weit darf die Illusionskunst niemals gehen!“. Joan sieht ihr genau an wie sehr sie dieses Thema bewegt. Dieser Scheißkerl hat anscheinend Jara an einem wunden Punkt getroffen, denkt Joan.

 „Farben, Töne, Musik und Bilder beeinflussen die Psyche aller Humanoiden. Die Lyrianischen Wissenschaft hat schon vor langer Zeit herausgefunden, dass mache Humanoiden besonders stark auf gewissen Wellenlängen knapp unterhalb des sichtbaren Lichts, also im Infrarot-Bereich reagieren.“ erläutert Joan. Mit „manche Humanoiden“ meint Joan wohl Empathen denkt sich Otho.

„Ja. Man hat es als Kriegswaffe benutzt. Einige Kriegsgewinnler haben den wichtigsten Vermittler bei den Friedensverhandlungen im großen Lyrianischen Krieg damit systematisch in den Wahnsinn getrieben. Ansonsten hätte der Krieg wahrscheinlich vier Jahre früher geendet und viele hunderttausenden Lyrianern wäre Tot und Unglück erspart worden.“ Ergänzte Jara traurig. „Was für eine perfide Vorgehensweise.“ sagt Lenar.

„Das heißt der Verbrecher droht damit dasselbe mit Ihnen zu machen?“ fragt Michael Jara. Joan antwortet: „Ich fürchte davon müssen wir ausgehen.“ „ja, er droht damit mich oder sogar mein Publikum zu beeinflussen.“ Sagt Jara. Joan sieht, wie sich Tränen in ihren Augen sammeln.

(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)
 
„Ich werde eine Nachricht weitergegeben, dass alle Werbetrailer und Videos sofort noch einmal gründlich nach solchen versteckten Botschaften untersucht werden bevor sie gesendet oder eingesetzt werden.“ Erklärt Jara. Dann seufzt sie tief und sagt mit Bitterkeit in ihrer Stimme: „Aber ich denke wirklich dies ist der Moment darüber nach zu denken, ob wir besser die Tournee nicht verschieben oder ganz absagen.“
Alle sehen Jara entsetzt an. „Aber genau das will dieser Verbrecher doch erreichen“ wirft Suran/Otho ein.

„Kommt überhaupt nicht in Frage! Wir lassen uns doch nicht unsere Arbeit von solch einem durch geknallten Idioten verbieten. Wir machen weiter. Reißen Sie sich gefälligst alle zusammen und machen ihren Job!“ schimpft Ray Stanford und an Joan gewendet: „Und Sie, Mrs. Randall, Ihre Aufgabe ist es die Sicherheit der Truppe und von Jara zu gewährleisten. Tun Sie endlich ihren Job oder ich lasse Sie auswechseln!“

Joan will etwas sagen, doch sie bemerkt wie Jara ihn anblickt. Es ist als würde ein Ruck durch sie gehen und sie richtet sich auf. Dann lächelt Jara. Doch Joan erkennt ein gefährliches Funkeln in ihren Augen. „Mr. Stanford! Leider hatten wir ja noch nicht die Gelegenheit uns näher kennen zu lernen. Deshalb konnte ich Ihnen noch nicht sagen, wie wertvoll Sie für unsere Tournee sind. Kaum jemand anderes hat Ihre interplanetare Erfahrung und Kontakte. Ich persönlich habe sie als Tourneeleiter ausgesucht.“ Beginnt Jara. Ray Stanford fühlt sich tatsächlich ein wenig geschmeichelt, der eitle Fatzke, denkt Joan.

„Allerdings habe ich den Eindruck, dass Sie unsere vertraglichen Regelungen nicht ausreichend gelesen haben.“ sagt Jara mit einem sehr süßen Lächeln, doch ihre Stimme hat einen durchaus strengen Unterton. „Erstens: Bezüglich Sicherheitsfragen entscheidet Mrs. Randall. Wenn Sie sagt dies oder das geht oder geht nicht, müssen Sie sich danach richten. Selbst wenn es unsere Pläne kurzfristig komplett umwirft, dann sehen Sie es als Chance ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen!“ und fährt dann ohne Ray Stanford oder jemanden anderem die Gelegenheit zu geben etwas einzuwerfen fort: “Zweitens: Wenn Sie sich über jemanden oder über etwas beschweren wollen, tun Sie es bei mir. Alles was Sie an die Produktionsfirma schicken landet wieder bei mir.“ Sagt Jara betont freundlich, langsam und deutlich. „Das heißt: Ich bin Ihr Boss! Wenn Sie das beherzigen wird dies sicherlich eine fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit!“ und lächelt ihn dabei an, doch ihre Augenbrauen sind ein klein wenig angehoben.

Der Tourneeleiter weiß so recht nicht was er antworten soll. Er nickt nur. Vermutlich hat er seinen Vertrag wirklich nicht richtig gelesen oder er hat einfach gedacht, mit einer Tänzerin würde er schon klar kommen, denkt Joan und kann sich ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Nach einigen Momenten des Schweigens sagt Lenar: „Gut, dann wäre das jedenfalls geklärt. Lassen Sie uns nun überlegen wie wir gemeinsam weiter vor gehen.“


(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 3. Januar 2013, 10:54:16 Uhr
Zitat
Dies ist eine Warnung an alle! Stoppen Sie die Stardust - Tournee bevor es zu spät ist! Ansonsten wird es Ihr Untergang sein!“


Wieso nur erscheint diese Warnung nie vor der Frühlings/Herbst/Sommer/ Winter/Überraschungs....tour des Musikantenstadels?! ???


felixx ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2013, 12:38:08 Uhr
Wieso nur erscheint diese Warnung nie vor der Frühlings/Herbst/Sommer/ Winter/Überraschungs....tour des Musikantenstadels?! ???
Stimmt...die Warnung hätte ich gerne bei zappen..."Wollen Sie dieses Programm WIRKLICH anwählen: "Musikantenstadel"? ---- NEIIIIIIIIIIN!
DAS wäre doch mal ein sinnvolles Popup....aber nur beim Stadl natürlich.  [burn]

Warum hat eigentlich noch keiner die Stadelfrei-Taste erfunden. Schlager laufen nur bei Eingabe der Schlager-PIN...die ich dann gerne für ewig vergessen DARF....  [animtwink]

Ach ja.... MIAUUUUUUUUUUUUU       (http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat-vh-grau.gif)

(http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRoVwG6N6lF6ViMkSJJ0GBVjajguZDUUYbINhhm1EclNTwxbXG4)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2013, 18:27:41 Uhr
Erde, Präsidium der Weltraumpolizei, Besprechungsraum

Der virtuelle Bildschirm ist auf seine maximale Größe gestellt und reicht fast von Wand zu Wand des nicht gerade kleinen Raums. Auf ihm ist ein komplexes Gewirr von bunten Kästchen, Namen und Pfeilen zu sehen das die Firmenstruktur des BCB-Konzerns zeigt.

Ezra aktiviert die verbale Wiedergabe der zugehörigen Erläuterungsdatei. Eine angenehme weibliche Stimme erklärt: „Hier sehen Sie die Konzernstuktur der BCB-Konzerns. Die BCB-Holding-Gesellschaft gehört zu jeweils einem Drittel dem Lyranischen Staat, der Weltraumregierung der Vereinigten Planeten und einer privaten Stiftung namens „ Thrive and prosper united“, die von einer Privatperson names J.V., ausgesprochen Jeff, gegründet wurde und von ihm geleitet wird.“

„Bitte weitere Information zu der Person Jeff“ sagt Ezra. Der Computer antwortet: „Weitere Details zu dieser Person unterliegen der allerhöchsten Geheimhaltung und sind nur dem Präsidenten und seinem engsten Stab zugänglich." Ezra und Sarah blicken sich an. "Dann gehöre ich wohl nicht dazu" sagt Ezra, seufzt tief und sagt weiter: „Computer, bitte fortsetzen!“

„Der BCB-Holding steuert drei große Konzerne mit Niederlassungen sowohl in unserem Planetensystem als auch im Lyrianischen System. Zum einen die Bento-Werften, die in den letzten fünf Jahren zu einem der führenden Unternehmen in der Raumschiffproduktion aufgestiegen sind. Die Wirtschaftsexperten erwarten mit einer 89% Wahrscheinlichkeit, dass spätestens Mitte des nächsten Jahres mehr als die Hälfte alle verkauften Raumschiffe von den Bento-Werften stammen und diese damit die Marktführerschaft übernehmen werden.“ Erzählt die Computerstimme..

„Pause“ sagt Sarah. „Kein Wunder, sie bringen jedes Jahr einen weiteren optimierten Typen ihrer Serien heraus. Ihr Entwicklungsteam um diesen Vic Guilone muss wirklich genial sein. Seit mehr als drei Jahren räumen sie alle Ingenieurspreise ab.“ Sagt Sarah. „Du kennst Dich mit Raumschifftechnik aus?“ fragt Ezra erstaunt. „Ist ein weiteres kleines Hobby von mir.“ Antwortet Sarah „Du hast wohl vergessen dass ich auch lange am Raumflughafen gearbeitet habe. Ich kann immer noch jedes Raumschifffabrikat am Startgeräusch erkennen!“

„Informationen zu Vic Guilone bitte“ sagt Ezra. Der Computer antwortet: „Vic Guilone. Raumschiff-Ingenieur. Angestellt bei den Bento-Werften. Seit ihrer Gründung vor 4 Jahren eingetragenes Mitglied der Interstellaren Ingenieurskammer.
Es sind keine näheren persönlichen Informationen vorhanden. Die Analytiker der Weltraumpolizei halten es allerdings für sehr wahrscheinlich, dass es sich nicht um eine einzelne Person handelt, sondern vielmehr um eine Gruppe von Ingenieuren, die unter diesem Namen ihrer Ergebnisse patentieren lassen. Dies ist eine auf Lyrian durchaus verbereitete Vorgehensweise.  Möchten Sie eine detaillierte Liste der Auszeichnungen sehen, die Vic Guilone erhalten hat?“ fragt die Computerstimme. „Nein, bitte wieder zum urspünglichen Thema zurückkehren.“ sagt Ezra zum Computer und dann zu Sarah gewendet: „Nun soweit wusste ich bereits alles.“

„Umsatzstärkster Teilkonzern ist die CP – „Connecting Planets" -Logistikkette. Zu dieser Kette gehören unter anderem mehrere Raumfrachtunternehmen, eine Raumfluglinie für den interplanetaren Passagiertransport und mehrere planetare Logistikunternehmen auf der Erde und Lyrian.“ Erzählt die Computerstimme weiter.

„Blue Sky“ steht für das dritte B in BCB. Zu diesem Medienunternehmen gehören Kommunikationssender auf den hier aufgelisteten Planeten und die Blue Sky Dreamwork Company, eine kleine aber ihren Marktanteil jährlich steigernde Firma in der Film- und Konzertbranche . Die Blue Sky Vision Earth erreicht etwa 20% der Erdbevölkerung mit ihren Sendungen und gehört damit zu den TOP 10 Sendern der Erde.“ „Die haben auch die besten und neutralsten Journalisten. Denk nur daran, welche Skandale sie alleine in der letzten Zeit ans Licht gebracht haben.“ Sagt Sarah.


(http://www.web-smilies.de/smilies/web-smilies_katzen0074.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Januar 2013, 23:17:20 Uhr
Die Comet ist auf ihrem Weg nach Rival, einem Wüstenmond in einem benachbarten Sonnensystem. Entgegen der ursprünglichen Planung hatte Prof. Simon vorgeschlagen, Grag doch mit zu nehmen. Er soll während der Konferenz mit der Comet in einer Umlaufbahn um den Wüstenmond warten. Grag hatte sich gefreut, dass hatte Curtis bemerkt, und er hatte Prof. Simon ohne groß nach zu denken zu gestimmt. Zu sehr waren seine Gedanken mit etwas ganz anderem beschäftigt.

Er hatte wie schon hunderte Male zuvor die Comet aus dem Dock herausmanövriert und hatte dann den Beschleunigungsprozess gestartet. Er kannte die Werte der Anzeigen bei diesem Manöver und wußte die Comet optimal zu bedienen, so dass die Reisegeschwindigkeit sehr schnell ereicht war. All das benötigte schon lange nicht mehr seine vollständige Aufmerksamkeit.

Während sie vorbei an der Erde und Mars flogen, war er in seinen Gedanken bei Joan. Bei Joan in der Nacht vor ihrem Abflug. In seiner Erinnerung spürte er noch ihre Nähe, roch ihren Duft und hörte ihren Atem beim Schlafen.

"Curtis, ich denke Du solltest jetzt eine Pause machen und Grag das Steuer überlassen. Du scheinst müde zu sein." hört Curtis Prof. Simons schnarrende Stimme.  "Nein ich bin nicht müde. Aber das ist vielleicht trotzdem keine schlechte Idee!" antwortet Curtis "Grag übernehmen Sie!" und verlässt ohne weitere Worte das Cockpit.

(http://smiliestation.de/smileys/Tiere/73.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 3. Januar 2013, 23:40:27 Uhr
Fleissig, fleissig.....boah, was entfaltet sich hier im Forum gerade für eine Produktivität... ;D
Bin begeistert !
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. Januar 2013, 10:02:23 Uhr
Fleissig, fleissig.....boah, was entfaltet sich hier im Forum gerade für eine Produktivität... ;D
(http://www.greensmilies.com/smile/smiley_emoticons_fips_blush-reloaded10.gif) Danke!!!

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/calm.gif)Und jetzt noch auch etwas mehr Produktivität bei den Kommentaren, das wäre fein. ...
Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben, oder? (http://web49.vm02.de/h-n/smilies/ks/k10.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: limeye am 4. Januar 2013, 10:18:32 Uhr
Hallo Mooncat  :) !

Hier komm ich ! Für Kommentare...

Mehr geheimnisvoll... Ich frage mich, wenn Sie wieder würde sprach von Kapitän in der Geschichte ...

Er ist wieder auf!

Bonne journée  ;)

Limeye  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. Januar 2013, 11:24:44 Uhr
Hallo Mooncat  :) !

Hier komm ich ! Für Kommentare...

Mehr geheimnisvoll... Ich frage mich, wenn Sie wieder würde sprach von Kapitän in der Geschichte ...

Er ist wieder auf!

Bonne journée  ;)

Limeye  :)

CF kommt in Stardust vor, aber Joan ist in dieser (Teil) Geschichte die Hauptperson.  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. Januar 2013, 15:41:23 Uhr
 So wie dieser Stanford plötzlich Joan angegangen war war er Otho alias Suran gleich unsympatisch. Jara hat's ihm aber gegeben. Ganz schön touch die Frau. Hat diesem Standorf erst einmal kräftig den Wind aus den Segeln genommen. Und war dabei ganz freundlich geblieben! denkt sich Otho grinsend.

Ich hätte ihm am liebsten eine verpasst. Aber vielleicht ergibt sich ja noch mal die Gelegenheit, denkt sich Otho, während er, d.h. Otho alias Suran der Masseur, einen der Stationsmitarbeitern am Bein leicht massiert. Der Mann hatte sich bei der Rettungsaktion im "Eiskeller" der Station einen Muskel gezerrt. "Danke sehr, Sie verstehen wirklich Ihr Handwerk" bedankt dieser sich bei Suran/Otho. "Freut mich das es hilft. Man tut was man kann" hatte Otho mit einem Grinsen geantwortet.

Nun war Otho erst einmal alleine. Ob ich dem Captain eine Statusmeldung geben soll? überlegt er. Wenn ich ihm genau erzähle was hier vorgeht, dann wird er bestimmt sofort hierher kommen. Garantiert! sagt sich Otho.

Aber wie dramatisch ist es eigentlich? Eigentlich ist ja bisher gar nichts Schlimmes passiert: Der Stationsassistent hat eine Beule am Kopf, ein paar Maschinen waren kurz mal ausgefallen und ein Irrer hatte ins Rotlicht getauchte Nachrichten mit Blitzen verschickt. Nichts mit dem Joan nicht schon fertig werden würde. Und zur Not bin ja auch noch ich da, denkt Otho.

Nun ja.... Joan und Michael wären fast erfroren, die Sauerstoffversorgung der Station war kurzzeitig fast zusammengebrochen und die lebenswichtigen Steuerungsprogramme der Station waren mit einem Virus verseucht, den vermutlich ein Mann eingeschleust hatte, der sich in der Technik der Station sehr gut auskennt und der damit droht jetzt Ernst zu machen!

Man war sich einig geworden, dass zumindest keine aktuelle Gefährdung vorliegt. Die "Imagination" war wie geplant auf der Station gelandet. Aber auf Vorschlag von Joan wird sie und die "Demeter" jeweils von einer Boardmannschaft startbereit gehalten.  Nur für den Fall der Fälle das eine schnelle Evakuierung der Mondstation doch nötig wird. Und der neue Komandant und seine verstärkte Mannschaft hatten begonnen alles noch einmal genau zu untersuchen. Was mehr könnte ein Captain Future hier also tun? schloss Otho seine Überlegungen.

(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 4. Januar 2013, 17:21:21 Uhr
Was mehr könnte ein Captain Future hier also tun? schloss Otho seine Überlegungen.

(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)

Na, was wohl? Das Übliche: Joan, wahlweise Jara/die Station/die Tournee/Witwen und Waisen/die ganze Welt u.s.w. retten.. ;D ;D ;D
Curtis jucken doch schon garantiert die Finger..... [devil]

Freue mich auf mehr Input !
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2013, 00:01:11 Uhr
Derweil auf der Erde

"Viele Konzerne hier auf der Erde haben ähnlich verschachtelte Strukturen, dass ist nicht ungewöhnlich" bemerkt Sarah mit einem leichten Gähnen. "Sollen wir lieber für heute aufhören?" fragt sie Ezra. Sarah blickt ihn an. "Nein, ich fühle das wir der Sache ganz nahe sind" und legt ihre Hand auf Ezras Arm.

"Wieso hat sich eigentlich die Regierung an diesem Unternehmen beteiligt? Dies ist doch eher ungewöhnlich. Ansonsten überläßt sie doch das Feld meist den privaten Firmen! Viel zu sehr wenn Du mich fragst" bemerkt Sarah.
"Ich weiß was Du meinst. Ich erinnerne mich leider nur zu gut daran wie private Firmen z.B. mit Piraten gemeinsame Sache gemacht haben." seufzt Ezra. "Präsident Cathew hat damals mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum Einen war es ein Zeichen der friedlichen Zusammenarbeit zwischen Lyrian und der Erde und nebenbei hatte man etwas mehr Kontrolle über die  Aktivitäten der Lyrianer bei uns gewonnen. Zum Anderen waren einzelne Firmen inzwischen so mächtig geworden, dass sie im Prinzip die Regierung erpressen konnten. Dem wollte man etwas entgegen setzen." erzählt Ezra und ergänzt noch: "Aber da die politischen Mehrheiten so etwas eigentlich nicht gern sehen, hat man das Ganze diskret gehandhabt."

"Diskret? Alles allerhöchste Sicherheitsstufe? Du willst damit jetzt nicht andeuten, dass dort überall unsere und Lyrianische Geheimagenten an den Schaltstellen sitzen? Und dieser Jeff ist vielleicht sogar Agent für beide Regierungen?" fragt Sarah.
"Nein! Nein natürlich nicht!" lacht Ezra "Aber wir haben schon wichtige Kontaktpersonen dort. Genauso wie die Lyrianer. Vor allem "Blue Sky" ist auch für beide Regierungen eine wichtige Informationsquelle."

"Nun, jetzt wird mir so manches klarer, Ezra." erklärt Sarah.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2013, 15:01:29 Uhr
„Mr. Suran, meine rechte Schulter ist etwas steif. Könnten Sie mir vielleicht da etwas helfen?“ hört Otho ein ihm wohlbekannte Stimme sagen. Es ist Joan die in der Tür zu seinem Raum steht. „Aber sicher doch, Mrs. Randall!“ antwort Otho/Suran „Kommen Sie doch erst einmal herein!“

Als sich die Tür schließt fragt Otho besorgt: „Joan, sind Sie in Ordnung, geht es Ihnen gut?“ „Ja, Otho, alles bestens.“ Antwortet Joan und blickt ihm direkt in die Augen: „Hattest Du schon Kontakt zu Curtis?“ „Nein“ antwortet Otho ehrlich.

Joan seufzt als fiele Ihr ein schwerer Stein vom Herzen „Das ist auch gut so! Momentan ist hier ja alles unter Kontrolle. Ein weiterer Kontrollcheck der verstärkten Stationscrew hat nichts gefunden. Ich meine nur, es wäre gut wenn Du ihm nicht so viele Details erzählst. Am besten GAR keine Details, verstehst Du. Alles ok reicht völlig.“ Sagt Joan und nach einer kurzen Pause: „Sonst glaubt Curtis noch das er uns beide nicht alleine lassen kann. Im Übrigen dürfte die Comet noch in der Nähe sein…“ Otho grinst nur.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2013, 19:31:14 Uhr
Als Joan aus Othos Kabine kommt trifft sie auf dem Flur Jara.
„Hallo Joan! Das ist doch Surans Kabine, nicht wahr?“ sagt Jara und grinst dabei wissend. Joan grinst zurück. „Mein Nacken war etwas verspannt.“ Stellt Joan fest, fasst an ihren Hals und dreht dabei ein wenig ihren Kopf nach hinten. „Und ich muss sagen ich bin ganz beeindruckt von seinen Fähigkeiten.“ „Ich auch!“ Sagt da Jara und zwinkert ihr zu.
„Was hälst Du von einem kleinen Plausch unter Frauen? Dort hinten ist der Aufenthaltsraum für diesen Gang, dort soll man sich einen wirklich guten Kaffee machen können.“ Sagt Joan „Ja gerne! Das muss Gedankenübertragung sein“ antwortet Jara.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2013, 22:15:22 Uhr
so ein bischen geht noch bis zur nächsten kreativen Pause.... (http://www.smilies.4-user.de/include/Trinken/smilie_trinken_248.gif)

Curtis betrachtet die Kommunikationskonsole im Labor. „Vermutlich ist es ein gutes Zeichen, dass Otho sich noch nicht gemeldet hat. Was soll dort auch groß passieren.“ sagt er sich. Allerdings fallen ihm spontan eine Menge von Dingen ein, die auf einer Mondbasis auf einem Eismond schief gehen können. Dramatische Dinge. Aber er versucht diese Gedanken aus seinem Bewusstsein zu verbannen.

Curtis startet den Kommunikator und versucht eine Verbindung her zu stellen. Nicht zu Otho, nicht zu Joan, nicht mit der Mondstation, nicht mit Ezra oder der Weltraumpolizei oder jemand anderem auf der Erde. Nein, er kontaktiert Rival.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2013, 22:56:13 Uhr
so und noch da letzte Häppchen für heute:

„Dieser Stanford ist ein schmieriges, arrogantes Ekelpaket. Dem traue ich irgendwie alles zu.“ Sagt Joan während sie genüsslich ihren Latte Macchiato schlürft.
„So sind die meisten erfolgreichen Manager in Show Bizz. Der ist eher noch harmlos. Die Sicherheitsleute von BCB haben ihn gründlich durch leuchtet bevor wir ihn ausgewählt haben, Du hast doch die Unterlagen gelesen.“ Antwortet Jara und löffelt Schaum aus ihrer Tasse Cappuccino.
„Ja, und Ihr hattet dabei etwas Amtshilfe von der Weltraumpolizei und aus Lyrian, wie ich erkennen konnte“ bemerkt Joan und ergänzt: „Trotzdem heißt es nicht, dass er sauber ist.“
„Jedenfalls ist er ganz begierig darauf, dass die Tournee statt findet. Das konnte ich ganz deutlich spüren. Außerdem hätte er sonst nicht so schnell den Schwanz eingezogen.“ Sagt Jara.
„Tatsächlich? Das ist interessant. Ich werde Lenar Bescheid geben, vielleicht kann er herausfinden warum ihm das so wichtig ist.“ antwortet Joan und nimmt dann einen kräftigen Schluck aus ihrem Glas: „Hmmm, wie lecker…“
„Du hast Milchschaum auf Deiner Oberlippe“ sagt Jara grinsend zu Joan.
„Wo? Hier?“ – „Weiter rechts. Nein, das andere rechts!“ Dann lachen beide herzlich.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 6. Januar 2013, 15:27:36 Uhr
und noch ein Häppchen:

„Überlegst Du immer noch ernsthaft die Tournee abzusagen?“ fragt Joan Jara. „Ich weiß noch nicht“ sagt Jara und stellt ihre Tasse ab. „Ja ich denke ernsthaft darüber nach.“
„Aber das hieße dem Erpresser zu geben was er will. Die Tournee war immer Dein Traum! Du solltest nicht zulassen das irgendjemand das einfach zerstören kann! Und die Drogendealer, die werden sich einfach eine andere Tournee aussuchen an die sie sich hängen können.“ Sagt Joan erregt. 
Jara blickt Joan mit einem dankbaren Lächeln an. „Es freut mich das Du Dir solche Sorgen um meinen Träume machst. Das tut gut.“ Und ihre Stimme wird dabei ganz leise.
„Weißt Du, letztendlich trage ich die Verantwortung für alle diese Menschen und wenn ihnen etwas geschehen sollte, würde aus meinem Traum ein Albtraum.“ Sagt Jara und blickt dabei an Joan vorbei. Unwillkürlich dreht sich Joan in diese Richtung, doch dort ist nicht. Etwas in Jaras Gesicht und Körperhaltung sagt Joan, dass Jara in ihrem Leben wohl schon anderen Albträume erlebt hat.

„Du bist nicht alleine für alles verantwortlich. Du solltest die Flinte nicht zu früh ins Korn werfen, ich meine nicht zu früh aufgeben! Schließlich bin ich auch noch da!“ sagt Joan und legt ihren Arm um Jara.
Jara blickt auf und Joan direkt in die Augen: „Keine Sorge, ich habe noch nicht vor schon aufzugeben. Ich danke Dir!“. Sie nickt Joan zu und ergänzt dann: „Allerdings werde ich den Tänzern bevor wir Kallisto verlassen die Lage erklären. Ich werde ihnen frei stellen, ob sie weiter mitmachen wollen oder bei 90% der vereinbarten Bezahlung lieber gehen wollen.“ „Das ist sehr großzügig.“ Sagt Joan.
„Na ja, zum Glück liegt das alles noch in meiner Entscheidungsbefugnis.“ Sagt Jara und seufzt leise. „Aber Du hast mich eben auf etwas aufmerksam gemacht, das ich bisher noch nicht bedacht habe: Wenn tatsächlich wichtige Mitarbeiter im BCB Konzern Dreck am Stecken haben, dann ist das nicht nur ein Problem von dieser Tournee oder von Jeff…“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 7. Januar 2013, 00:06:47 Uhr
und mit diesen kleinen Häppchen verabschiede ich mich in meine Kreativpause:


Erde, weit nach Mitternacht im Besprechungsraum der Weltraumpolizei

„Ezra! Ich glaube ich habe das letzte fehlende Puzzleteil. Schau Dir das mal an!“ ruft Sarah erfreut aus. Ezra blickt auf die Daten und lächelt: „Ja, einer von denen muss es wohl sein! Danke Dir, Sarah!“ „Und wegen dem Anderen?“ fragt Sarah. „Deswegen werde ich wohl einen Termin mit dem Präsidenten machen!“ antwortet Ezra. Aber frühestens erst morgen nachmittag.

„Und was machen wir nun mit der angebrochenen Nacht?“ fragt Sarah Ezra. Der antwortet: „Ich schlage vor wir fahren zurück in meine Haus. Dort wartet ein schönes großes warmes Bett auf uns.“



Im Labor der Comet

Als Curtis das Gespräch beendet, lächelt er zufrieden. Bald würde er endlich etwas mehr Informationen über den BCB Konzern und diesen Jeff bekommen. Nicht wegen Joan tue ich das, sondern…nun ja…vielleicht nicht nur wegen Joan, muss sich Curtis eingestehen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. Januar 2013, 23:37:15 Uhr
und demnächst in diesem Thread das neue Kapitel:

Stardust - Geheimnisse


Aber da ja hier so viel geschreiben wird  [jump][jump] [jump] das selbst ich nicht mehr richtig mitkomme, beschränke ich mich erst mal aufs lesen...  :P
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: limeye am 14. Januar 2013, 06:46:48 Uhr
Hallo Mooncat !

Dies ist eine sehr gute Nachricht ! Viel Glück für das Schreiben !

Bye  [hello]

Limeye  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. Januar 2013, 19:55:55 Uhr
so...eine kleine Nachlieferung... fürs Erste ....


Stardust - Geheimnisse

Asgard-Station

Auf dem Weg in ihren Raum kommt Jara an einem der Aufenthaltsräume vorbei. Dort steht Joan zusammen mit diesem gut aussehenden Kollegen, namens…ach ja, Michael. Dunkle Haare, schlanke Taille, gut durchtrainiert ohne massig zu sein und ein sensationeller Hintern! Jara grinst.
Joan lächelt und unterhält sich angeregt mit ihm. Doch Jara spürt genau, dass Joan in Michael nichts mehr sieht als den Kollegen, auf den sie sich absolut verlassen kann. Bei Michael ist es allerdings nicht ganz so eindeutig. Seine Blicke wenn Joan ihn nicht ansieht sprechen alleine schon Bände. Wenn Joan nicht ausgerechnet in den großen Helden des Weltalls verliebt wäre…

Jara hört das Wort „Personaleinteilung“. Nein, sie haben ihre Gegenwart noch nicht bemerkt, dass spürt Jara. Ihr Blick wandert zurück zu Joan. Jara lächelt unwillkürlich. Sie mag diese Joan. Schon von Anfang an, vom ersten Blickkontakt über die Videoleitung war es da. Viel mehr als nur Sympathie. Nun aber, seit sie Joan leibhaftig um sich hat, ist dieses Gefühl noch stärker geworden.
Joans Lächeln, manche ihrer Bewegungen, ihr ganze Art… es ist als würde ich mich in ihr spiegeln, als wäre da ein unsichtbares Band, dass uns verbindet. Und ich weiß, Joan spürt es auch. Sie ist wie ...wie die Schwester, die ich nie gehabt habe.

Vielleicht ist es falsch, unklug auf jeden Fall, dieser starke Wunsch mit jemanden befreundet zu sein, der diesem Captain Future so nahe steht, denkt Jara.

Jara hatte Joan gegenüber geleugnet ihm jemals begegnet zu sein. Es war ihr schwer gefallen. Aber irgendwie war es nicht ganz die Unwahrheit. Damals - dass war in gewisser Weise in einem anderen Leben gewesen. Damals - dass war nicht Jara die Tänzerin gewesen. Und sie war nur eine weitere Person der vielen in diesem weiten Weltraum, denen Captain Future einmal das Leben gerettet hat. Er würde sie nicht einmal wieder erkennen. Und doch scheint es ihr als hüpft ihr Herz ein wenig als sie an ihn denkt.

Ihr Blick fällt wieder auf Joan. Joan lacht laut und ihr angenehmes Lachen erfüllt den Raum wie Sonnenstrahlen, die alles erhellen und fröhlich stimmen. Sonnenstrahlen, die sicher selbst den unsichtbarer Schutzschild durchdringen können, den dieser Captain Future um sein Innerstes aufgebaut hat. Sie passt sicher gut zu Captain Future, ergänzt ihn, macht ihn auf eine gewisse Weise vollkommen. Ja, ich denke sie sind die Richtigen für einander. Jara schließt die Augen und stellt sich vor, wie Joan und Captain Future miteinander eng umschlungen tanzen.

Wie schön! Als Jara die Augen öffnet lächelt sie versonnen und einige kleine Tränen rollen ihre Wangen herunter. Jara erinnert sich: Damals in dem großen Ballsaal auf Lyrian. Wie Ruben und ich über das Paket schwebten. Die große Liebe meines Lebens und ich. Damals auf unserer Hochzeit. Damals - wie in einem anderen Leben. Mögen Joan und ihrem Captain mehr glückliche Tage miteinander beschieden sein als uns! wünscht sich Jara ganz tief in ihrem Herzen. Sie wischt die Tränen weg und geht weiter.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 17. Januar 2013, 18:27:59 Uhr
Zitat
Sonnenstrahlen, die sicher selbst den unsichtbarer Schutzschild durchdringen können, den dieser Captain Future um sein Innerstes aufgebaut hat. Sie passt sicher gut zu Captain Future, ergänzt ihn, macht ihn auf eine gewisse Weise vollkommen. 

 [goodjob]

Sehr schön ausgedrückt!

Zitat
Ja, ich denke sie sind die Richtigen für einander. Jara schließt die Augen und stellt sich vor, wie Joan und Captain Future miteinander eng umschlungen tanzen.
 


Denkst du dabei auch an eine ganz bestimmt Szene?! [poke]


felixx ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Januar 2013, 20:15:24 Uhr
Denkst du dabei auch an eine ganz bestimmt Szene?! [poke]

gibt ja leider nur eine, oder?


Hier noch ein ganz kleiner Nachschlag:

Curtis setzt mit der Comet zum Landeanflug auf Rival an. Er muss sich hundert Prozent auf seine Instrumente verlassen, denn die Sicht liegt bis hoch auf 500 Meter über der Oberfläche durch eine der zahlreichen Sandstürme bei nahezu Null. „Es wird Zeit den Schutz des  Cockpitfensters zu aktivieren, Grag“ sagt Curtis. „Aye, aye Captain! Ich schließe die Schutziris für unser Cockpitfenster!“ antwortet Grag. Nun ist kein Blick nach außen mehr möglich, auch alle optischen Sensoren sind verschlossen, der Sand würde sie ansonsten in Sekunden unbrauchbar machen. Doch als sie in den Sturm eintauchen, ist es unüberhörbar: Milliarden von Sandkörner prasseln auf die Hülle der Comet.

Für Curtis dauert es gefühlte Stunden bis sie die vier Luftschleusen passiert haben und auf dem Landeplatz des Zentralgebäudes landen können. Doch sie werden schon erwartet: Durch das Organisationsteam der Tagung. Aber zu Curtis Freude wartete noch jemand auf ihn: Ein älterer Mann mit silberblauem, schütteren Haar dessen aufwendig gearbeitete Robe ihn als leitendes Mitglied des königlichen lyranischen Wissenschaftsrats ausweist.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Januar 2013, 16:03:22 Uhr
Lenar ist auf dem Weg zurück zur Erde um die nächsten Werbeveranstaltungen für die Tournee zu überwachen. Da zeigt seine Kommunikationskonsole den Eingang einer verschlüsselten Kommunikationsanfrage an. "Sicher Ezrella Garnie, der von mir den neusten Stand wissen will. Dabei sind wir nicht wirklich weiter gekommen." Etwas mürrisch aktiviert Lenar die Leitung. Tatsächich ist Ezra.

"Sie haben Kallisto bereits verlassen? Wann werden Sie wieder mit dieser Jara zusammentreffen?" fragt dieser Lenar nach einer sehr kurzen Begrüßung. "Ja, ich bin auf dem halben Weg zur Erde. Ich werde Jara erst wieder treffen, wenn sie und ihre Tänzer in vier Wochen dort eintreffen. Wieso?" antwortet Lenar erstaunt. "Wir haben etwas recherchiert und ich hatte ein interessantes Gespräch mit dem Präsidenten. Ich habe ein paar wichtige neue Informationen, die ich erst einmal unter uns halten möchte." beginnt Ezra Garnie mit ernster Miene.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Januar 2013, 17:27:30 Uhr
Nachdem auch der dritte Total-Check der Station keinerlei Hinweise auf weitere Manipulationen gebracht hatte, waren sich alle einig geworden das keine weitere Gefahr für die Besatzung und die Gäste der Station besteht. Somit hatte Joan endlich dem täglich nervendem Stanford zubilligen können das technische Equipment von den Raumschiffen auf die Station zu bringen. Joan und Michael hatten zusammen mit dem restlichen Sicherheitsteam alles noch einmal überprüft. Doch nichts war zu viel da, oder fehlte, oder war irgendwie verändert worden.

Selbst Jara war gekommen um alles selber zu überprüfen. Joan hatte dabei erstaunt festgestellt, dass die meisten technischen Geräte, die für die optischen und akustischen Effekt verantwortlich sind, von ihr selber zumindest mit entwickelt wurden. Und obwohl Joan sehr viel bei der Futuremannschaft über Technik dazu gelernt hatte, musste Jara Joan doch die Funktionsweise so mancher Geräte erst erklären.
Es hatte Joan wirklich überrascht, wie leicht verständlich Jara so manches erklären konnte, was sich bei Simon und Curtis viel komplizierter angehört hatte. Irgendwie hatte sie wohl Othos Hinweis nicht recht gegelaubt: "Jara kennt sich verdammt gut mit Technik aus, pass auf das Du sie da nicht unterschätzt"

Jetzt ist alles da und im Bühnenraum aufgebaut. Gleich soll die erste Technikprobe statt finden und morgen die erste Hauptprobe der einzelnen Tanzscenen. Und Jara hat sie dazu eingeladen! Joan fühlt, dass sie von der Spannung, die das ganze Team erfasst hat, angesteckt worden ist. Ob wohl alles klappt? Wenn es nur annähernd so funktioniert, wie sich Jara das vorgestellt und ihr mit farbigen Worten beschrieben hat..
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Januar 2013, 23:13:43 Uhr
so...jetzt aber wirklich kreative Pause hier..... ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 11. Februar 2013, 11:10:12 Uhr
Nix da - Pause!
 [poke]
SO geht das nicht
 [nono]
Muss ich Dir erst Beine machen?
 [sm]
Drängelnde Grüße
Johanna
 :P
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 11. Februar 2013, 13:41:55 Uhr
Nix da - Pause!
 [poke]
SO geht das nicht
 [nono]
Muss ich Dir erst Beine machen?
 [sm]
Drängelnde Grüße
Johanna
 :P

Ja, bin nicht motiviert...  [unconscious] [needhelp]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 11. Februar 2013, 13:45:04 Uhr
Ja,
das merke ich!
Und:
Das kenne ich auch!!!
 ;D

VG
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. Februar 2013, 18:07:09 Uhr
Vor allem weil ich gerade an einer der Stelle meiner Geschichte angekommen bin, wo ich die Spannung erst wieder aufbauen und die vielen roten Einzelfäden erst auslegen muss, die später den Gesamtfaden bilden sollen...und wo gerade so viel anderer sehr guter Lesestoff hier produziert wird und ich nicht gerade viel Zeit habe....
Also, da ja niemand ausser Dir hier nach mehr verlangt, spinne ich mal lieber weiter im stillen Kämmerlein an meinen Fäden [naughty]... ich finde es muss auch mal wieder ein lustiger Einfall her, aber die kommen nicht auf Bestellung. :-\
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 12. Februar 2013, 20:41:51 Uhr
Solange ich nur Beta-Lestestoff bekommen ist mir alles recht!
 ;D
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 12. Februar 2013, 22:16:09 Uhr
Und wir armen Gamma-Tierchen? Sollen wir etwa vor uns hindarben......so geht das aber nicht!!! [poke]
Als anständiger Lesejunkie benötige ich meinen "Stoff"!  :-*
Sofern Du nicht ein kreatives Loch gefallen bist - mach´weiter !
Liebe Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 13. Februar 2013, 09:58:08 Uhr
Danke für Deine Unterstützung, earthquake!
 ;D
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Februar 2013, 15:51:48 Uhr
Erstaunt stellt Jara fest, dass ihre Hände vor Aufregung leicht zittern und dass ihr sehr warm ist. Ein Blick in den Spiegel bestätigt sie: „Nennt man wohl eine gesunde Gesichtsfarbe“. Jara muss grinsen. Das hier wird etwas Schönes, Gutes! Auch wenn es in den Augen vieler „nur eine weitere Vergnügungsshow“ ist, für Jara hat es eine besondere Bedeutung. Das alles hier ist so voller Leben und Kreativität! Und es hat sie tief getroffen, dass andere Menschen es beschmutzen wollen.

Ich bin so froh, dass Joan an den Proben teilnimmt. Ihr Urteil ist mir tausend Mal wichtiger als das von Stanford oder irgendeinem Kritiker. Wenn es ihr gefällt, dann wir es auch dem Publikum gefallen! Denkt sich Jara. Und selbst wenn wir dann doch die Tournee nicht starten können, so wird doch bei der Generalprobe zumindest für ein einziges Mal mein Traum Realität werden! Und das alleine wäre der größte Triumph in meinem Leben! Jara lächelt glücklich.

(http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRW_wPWyNpxluKZNXdBg_Hl4jSRMH3avdS1LG8Daf7s-QaIQep6)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. Februar 2013, 17:29:15 Uhr
Joan hat zusammen mit den Tänzern, Stanford und den weiteren Tournee -Mitgliedern im improvisierten Zuschauerbereich des größten Saals der Station Platz genommen. Der Raum ist fast dunkel und nur in ein schwaches, leicht bläulich-grünes, indirektes Licht getaucht. Die Leute um Joan tuscheln gespannt.

Plötzlich hören sie eine Art Summen hinter ihnen. Es wird lauter und lauter und scheint auf sie zuzukommen. Dann scheinen sie von der Geräusch umgeben zu sein. Joan erkennt das Geräusch sofort. Es ist der Antrieb eines Raumschiffs. Auf einmal blinkt es an verschiedenen Stellen neben ihnen auf, so wie die Instrumente in einem Cockpit. Dann erscheinen einzelne Lichtpunkt in der Dunkelheit vor ihnen. Das Geräusch wird leiser und mischt sich mit leiser Musik. Es sind sphärische Klänge, die aus verschiedenen Punkten des Raums  zu kommen scheinen. Einzelne Lichtpunkte scheinen auf Einmal an ihnen vorbei zu sausen, begleitet von eine Melodiewelle.

Dann erscheint das Bild eines Sonnensystems vor ihnen und beginnt an Größe zu gewinnen. Sie scheinen in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit an Neptun, Uranus und Saturn vor bei zu fliegen an. Dann scheinen sie auf Jupiter zu zu steuern um denn wieder Richtung Sonne abzudrehen.

Plötzlich erscheinen tausende goldener Glitzerpunkte, die auf sie zu zu fliegen scheinen. Und tatsächlich, während dunkle Brocken von Asteroiden scheinbar an ihnen vorbei zu sausen , flirren goldene Glitzerpunkte um sie herum und tauchen alles in ein goldenes Strahlen. „Sternenstaub“ denkt Joan und versucht eine der goldenen Flocken zu fangen. Es scheint ihr zu gelingen, doch dann verschwinden die Glitzerpunkte auf einmal.
Das Raumschiffgeräusch ist verklungen, bemerkt Joan. Dafür setzt leise ein Lied ein, das Joan bekannt vorkommt. Der rote Mars fliegt an ihnen rechts vorbei und da ist sie. Die Erde.


Wau! Denkt Joan. Es ist wirklich wie bei einem Weltraumflug, nur rastend schnell und als wäre das Raumschiff um einen herum transparent. Die blaue Kugel mit ihren Wolken und Kontinenten wird immer größer, immer mehr Details werden sichtbar. Nun scheint es, als würden sie in die Erdatmosphäre eintauchen. Der Raum wird immer heller. Weiße Wolken erscheinen und zischen an ihnen vorbei. Immer stärker wird der Luftzug, der ihnen entgegenweht und die Wolkenfetzen scheinen sie zu berühren. Joans Gesicht und ihre Hände fühlen sich an, als wäre es von Tautropfen nass geworden. Doch als sie über ihre Haut fährt, merkt sie das sie trocken ist. Es riecht nach….Joan versucht den Geruch zu identifizieren… es riecht irgendwie nach Regen, nach klarer Regenluft, findet Joan.

(https://i.ytimg.com/vi/pPTYlomyo3s/hqdefault.jpg?custom=true&w=336&h=188&stc=true&jpg444=true&jpgq=90&sp=67&sigh=Fg26UvplNm-EwaVWn67tCedaIxQ)

Dann erkennt Joan den amerikanischen Kontinent. Doch etwas stört sie, ist anders als sie es kennt. Eine Stimme sagt: „Wir landen auf dem Planten Erde. Es ist der beginn des 21. Jahrhunderts.“. Jetzt weiß sie es. Die ganze Geografie, die Größe und Form der Städte, die Form der Ufer und Flüsse, weicht etwas von der aktuellem Bild ab. Joan ist ehrlich beeindruckt.

Der Boden kommt immer näher. Wüste. Es scheint als würden sie jeden Moment aufschlage. Ein erschrockenes Raunen geht durch die Menge. Plötzlich steht das Bild still. Die Musik, eben noch ganz laut und immer lauter je näher sie „dem Boden“ kamen, erstirbt. Joan glaubt Hitze in ihrem Gesicht zu spüren, das Licht um sie herum ist gleißend hell und der Raum scheint verschwunden. Statt dessen scheint sie Wüste zu umgeben. Es ist leise, man hört nur den Wind und einzelne Vögel kreischen. Ein sogenannter Steppenläufer – ein abgestorbene Busch des Ruthenischen Salzkrautes – rollt an ihnen vorbei.

Dann ertönt ein Klopfen, wie das Klopfen des menschlichen Herzens. Es wird schneller und es scheint Joan, als fliegen sie auf einen Punkt weiter vorne zu. Joan erkennt einen Ansammlung von Reklametafeln und -leuchten, die scheinbar wahllos um sie herum liegen. Eines erkennt sie. Es ist das Tournee-Emblem: Stardust. Plötzlich erhebt es sich, fängt an zu leuchten und es wird ganz dunkel im Raum. Noch mehr Reklameleuchten, hell erleuchtete Hotels und Lichter über Lichter scheinen durch den Raum vor ihnen zu fliegen und scheinen eine magische Anziehungskraft auszuüben. Welcome to Fabulous Las Vegas – steht auf einem von ihnen. Grand opening today – 1958 auf einem anderen.  Dann erscheint ein roter Samtvorhang, der sich mit einem Tusch öffnet – vor ihnen wird die Bühne sichtbar auf die glitzernder Sternenstaub regnet.
[/color]

(http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRVSY-bhekR2tExx5s4Q6b7QdEFV1CdtFKq1PK4Sc9ELPk27tDU2g)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 21. Februar 2013, 17:31:18 Uhr
Lenar's Raumschiff dringt in die Atmosphäre der Erde ein und er geht in den Gleitflug über. Die Spitze seines Raumschiffs gleitet in die weiße Wolkendecke bis sein Raumschiff ganz von Wolken umgeben ist. Dann öffnenet sich unter die Wolkendecke und gibt den Blick frei auf die Hudson Bay und den Weltraumflughafen von New York.
Doch Lenar kann die Schönheit dieses Anblicks nicht richtig würdigen, denn seine Gedanken beschäftigen sich mit den Neuigkeiten, die er von Ezra erfahren hat.

(http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT4pKtebcsb8f-ezVF__sUlunXCMZ7u56K9c-wDtZ5OhqeAR59lDw)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 21. Februar 2013, 17:55:56 Uhr

Wau! Denkt Joan.


Wau! Denkt Tachi....an so einer Show möchte ich auch mal gerne teilhaben.... ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 22. Februar 2013, 15:03:09 Uhr
 [goodjob]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Februar 2013, 01:21:17 Uhr
(http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSfcMKzZgvUpXlL9PxUqPgOW6MdIy6vfVBMmFAg2UrmRkKEEs-M)

Otho alias Suran war es sehr schnell gelungen Kontakt zu nahezu allen Mitgliedern des Toruneeteams wie auch der beiden Raumschiffe und der Station zu knüpfen. Seine Rolle war ihm dabei sehr hilfreich - scheinbar hatte fast jeder hier irgendwelche Verspannungen, Muskelkrämpfe oder Verrenkungen - vor allem die weiblichen Tänzerinnen. Auch schon bevor das Training begonnen hatte! "was hätten sie nur ohne mich gemacht?" fragt sich Otho manchmal. Vor allem Sheila, der Otho bereits auf der "Imagination" zum ersten Mal begegnet war, ist nun nahezu täglicher Gast in Othos kleinem Behandlungsraum.

Bereits nach einigen Tagen wußte Otho ganz genau, welche der Tänzer befreundet sind oder eher eine "professionelle Distanz" zueinander - wie es Sheila gerne ausgedrückt-  haben. Kleine Streitereinen und Eifersüchteleien inbegriffen! Aber dank Jaras - wie es Sheila nennt - "siebten Sinn für schlechte Schwingungen", sind diese schnell beigelegt.
Bei den Stationsmitarbeiter allerdings - vor allem zwischen zwei der mit der "Imagination" neu dazu Gekommenen und zwei Ingenieuren der "alten Truppe" scheint es die eine oder andere heftige Diskussion zu geben. Allerdings nie vor dem neuen Stationskommandanten Ohara! Otho nimmt sich vor darüber mit Joan zu sprechen.

Otho hatte Joan bereits berichtet, dass er nicht glaubt das einer der Tänzer in die Sache verwickelt ist: "Die haben alle nur Tanzen und ihr Aussehen im Kopf".

Nur der Tourneeleiter Stanford scheint einen weiten Bogen um Otho/Suran zu machen. Ob er wohl etwas ahnt, fragt sich Otho besorgt. Aber nein, ich spiele meine Rolle wirklich gut, Captain Future kann stolz auf mich sein! Beliebt ist dieser Stanford allerdings nicht, konnte Otho bereits sehr schnell feststellen. Nur zwei Tänzerinnen von der Erde hatten ihn zunächst ein wenig angehimmelt. "Stanford hier und Stanford da... er hat mich heute ganz lange angesehen, ich glaube er mag mich" aber dann hatte er eine von ihnen heftigst beschimpft. Seit dem heißt er nur noch "Der Berserker!" - auch ein Ausdruck der vermutlich von Sheila stammt, denkt sich Otho.

Ausser Stanford gibt es noch zwei Tourneemitarbeiter die Othos Dienste nicht in Anspruch nehmen. Otho nimmt sich vor ihre und Stanford Kabine mal genauer unter die Lupe zu nehmen, vielleicht findet sich dort ja etwas Verdächtiges.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Februar 2013, 18:58:04 Uhr
(http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSdsYDOxiHavxu8KkS3ULUv3Q2i8rhlf435cG4xebnNyTXKx0Ot)

In der Mitte der Bühne verdichtet sich der goldglitzernde Regen. Auf einmal nimmt etwas Gestalt an. Es ist Jara, in einem goldenem, körperbetonendem Kostüm. Wieder geht ein Raunen durch die Menge. Joan applaudiert und die Menge macht es ihr nach.

„Danke, danke!“ hören sie Jaras Stimme. „Das beutetet wohl das Euch zumindest der Anfang gefällt.“ „Ja, das ist toll!“ ruft eine Stimme. „Ja ganz fantastisch!“ eine andere. „Bist Du das Sheila?“ fragt Jara in die Menge hineine. „Nun, Du und die anderen Tänzer werden in der Show auch hier mit mir stehen und nach und nach sichtbar werden. Aber das proben wir ein anderes Mal.“

Nach einer kurzen Pause fährt sie fort: „Nun, jetzt kommt unsere erste Tanzszene. Für Euch bedeutet es langsamen Standardpaartanz, also etwas zum Aufwärmen und sich an die Bühne gewöhnen. Aber keine Sorge, dannach dürft ihr richtig ran und könnt zeigen was ihr könnt!"

"Hallo Stan, starte bitte den Programmteil Stardust 1. Für unsere Zuschauer: Musikalisch machen wir eine Reise von den von der Mitte des 20 Jahrhunderts bis zu der Mitte des 21. Jahrhunderts der Erde. Wir starten mit einem alter Jazzsong, ein ruhiger Anfang.“ erklärt Jara.

Geigen erklingen und erfüllen den Raum, der einen gelblichen Schimmer bekommen hat. Alles sieht alt und verblichen aus. Gelb-gräuliche Plakate hängen nur noch halb an den Wänden. Dann beginnt eine weibliche Stimme gefühlvoll zu singen:
„And now the purple dusk of twilight time /  Steals across the meadows of my heart /
High up in the sky the little stars climb /  Always reminding me that we're apart /  You wandered down the lane and far away /  Leaving me a song that will not die /  Love is now the stardust of yesterday /  The music of the years gone by”

Joan taucht in eine melancholische Stimmung des Liedes hin ein. Jara tanzt dazu, ganz vorne, zum Greifen nahe scheint sie ihnen zu sein und ihre Bewegungen scheinen eins zu sein mit der Stimme, die fort fährt zu singen:
 “Sometimes I wonder why I spend /  The lonely night dreaming of a song /  The melody haunts my reverie /  And I am once again with you”*

Und die Schatten zweier Menschen tanzen über die Bühne , die Silhouette eines Klavierspielers mit seinem Instrument schwebt über die Bühne.

 „When our love was new /  And every kiss an inspiration /  But that was long ago
 Now my consolation /  Is in the stardust of a song”*

Joan denkt an die Zeiten zurück, als Captain Future ohne sie unterwegs war. Viele Monate lang. Als sie fast die Hoffnung verloren hatte, dass er zurück kommen würde.

 “Beside a garden wall /  When stars are bright /  You are in my arms /  The nightingale tells his fairy tale /  of paradise where roses grew /  Though I dream in vain /  In my heart it always will remain /  My stardust melody /  The memory of love's refrain“*

Als die Melodie verklingt, verdunkelt sich der Raum wieder und nur ein kleiner Fleck auf der Bühne wird noch angestrahlt. Alle sind ganz still, in Gedanken versunken sind sie von Jara und der Musik in eine andere Welt getragen worden…


...
* Lyrics written 1929 by Mitchell Parrish


(hier eine Saxophonevariante des Liedes: http://youtu.be/6Unbf4SjETo (http://youtu.be/6Unbf4SjETo) )
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 23. Februar 2013, 19:45:53 Uhr
Seufz!
Wie schööön!
 :-*
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. März 2013, 22:15:42 Uhr
Captain Archam lies seine Mannschaft heute bereits zum dritten Mal die Standardverfahrensweise  für einen Notstart und die Protokolle für die schnelle Aufnahme aller sich derzeit auf der Mondstation befindlichen Personen im Rahmen eine eventuellen Notevakuierung durchgehen. Obwohl eigentlich vollständige Entwarnung gegeben wurde, so hat er die aktive Besatzung der "Imagination" nur geringfügig reduziert, nur soviel wie es ausreicht um den Schein zu wahren.

"Nur für tatenloses Herumsitzen wurde ich nicht jahrelang ausgebildet!" dieser Gedanke rumort in ihm und diese Übungen lenken ihn davon ab. Denn seine Disziplin verlangt von ihm genau das zu tun, was man von ihm erwartet. Aber er möchte auch vorbereitet sein. Vorbereitet sein um im Notfall auch seiner eigentlichen Mission gerecht zu werden.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: limeye am 7. März 2013, 19:05:25 Uhr
Hallo Mooncat !

was bedeutet "Notrevakuierung" ? Ich kann nicht finden die Übersetzung dieses Wortes ...

Ich liebte den Anblick ! Sehr schön !

Viele Grüsse !

Limeye  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 8. März 2013, 09:08:30 Uhr
was bedeutet "Notrevakuierung" ? Ich kann nicht finden die Übersetzung dieses Wortes ...

 [globelaugh] ein Rechtschreibfehler, da hat sich ein r reingemogelt das da nicht hineingehört:  Not - evakuierung. Man könnte auch Notfallevakuierung sagen.
D.h. im Notfall schnell die Station räumen.

Danke für den Hinweis!!!  :)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. März 2013, 21:00:02 Uhr
Als der Abschlusseffekt vorüber ist und die Bühne und der ganze Saal in hellem, fast gleisendem Licht erstrahlt, braust tosender Beifall auf. Jara ist ganz berauscht von der Welle der Begeisterung die ihr entgegenschwappt. Dabei war dies nur die Technikprobe, angereichert mit ersten Teilen ihrer Solopartien. Sie betritt erneut die Bühne und verneigt sich teif. Dann schaut sie in das Publikum und versucht die Leute mit einer Armbewegung zu beruhigen. "Dies war doch nur die Technikprobe." sagt sie fast schüchtern. Ihr Wangen sind gerötet, sie spürt die Hitze in ihrem ganzen Gesicht. Eine Wärme ein wenig verursacht auch von der Anstengung. Aber noch mehr von den Emotionen der Zuschauer, die sie erfüllen, die sie von Anfang an über die Bühne getragen haben und sie dazu gebracht haben bereits mehr zu zeigen, als sie geplant hatte. Wie ein Rausch des Glücks aus dem sie nicht erwachen möchte.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: limeye am 3. Juni 2013, 15:19:49 Uhr
Hallo Mooncat  :) !

Wann werden wir die Freude haben, um mehr von Deine Geschichte zu lesen ?  Ich kann nicht mehr warten  ;D !

LG

Limeye  [jump]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Schammerl am 3. Juni 2013, 20:03:31 Uhr
 ???
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 25. Juni 2013, 22:45:40 Uhr
Soll ich wirklich weiterschreiben? Also ich weiß nicht so recht....  :-\
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Nemo am 25. Juni 2013, 22:48:08 Uhr
Stell Dich nicht so an!!  [sm] Oder müssen wir mit Mondkatzen-Whiskas locken... ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 27. Juni 2013, 13:19:09 Uhr
Hi Mooncat,
Nemo hat Recht!
Sobald du weißt wie es weiter geht - posten!
Liebe Grüße
Johanna :-*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Januar 2014, 18:20:48 Uhr

Einige Stunden später...

"Nein!" mit einem erstickten Schrei fährt Jara von ihrem Bett hoch. Für Sekunden weiß sie nicht wo sie ist. Verwirrt blickt sie um sich. Jeder Muskel in ihrem Körper ist angespannt. Kalter Schweiß steht auf ihrer Stirn und der Body den sie trägt klebt naß an ihrem Körper. Das Atmen fällt ihr schwer. Es ist als drücke eine eiskalte Hand auf ihre Brust und raube ihr ihren Atem.
"Licht an!" schreit sie fast verzweifelt und der Raum wird von hellem Licht erfüllt. "Kallisto! ich bin auf Kallisto. Ich bin Jara die Tänzerin und werde bald meine Tanzshow aufführen." murmelt Jara zu sich selber.
Langsam verschwindet das beklemmende Gefühl. Jara steht auf, geht zum Spiegel und betrachtet ihr fahles Gesicht. Sie öffnet den Wasserhahn und lässt Wasser in ihre beiden Hände fließen, das sie sich dann ins Gesicht wirft, einmal, zweimal, schneller und schneller. Dann schaut sie wieder in den Spiegel. Ihr Gesicht zeigt nun wieder eine normale Farbe.  Sie lächelt leicht und ein gefährliches Funkeln blitzt in ihren Augen auf.
"Nein" diesmal kein schneller Schrei sondern ein mit fester, bestimmter und ruhiger Stimme gesprochenes Wort. "Ich werde mich von nichts und niemandem unter kriegen lassen!" wiederholt sie das Versprechen, dass sie sich vor langer Zeit zum ersten Mal gegeben hat.
Ich hatte diese Träume schon früher und sie werden vielleicht niemals ganz verschwinden. Jetzt ein scharfer Workout um die Chemie in meinem Körper wieder in den Griff zu kriegen. Und dann wieder jeden Morgen und Abend Meditation, dann habe ich wieder meine Ruhe! nimmt sich Jara vor und schlüpft in ihre Trainingssachen.

Im Probenraum angekommen verschließt sie die Türen, aktiviert die Geräuschdämmung und startet ihre private Musikauswahl.  Harte Gitarrenriffs zerreißen die Stille des Raums. Jara beginnt zu tanzen. Tanzen? Würde jemand nur ihren Schatten sehen, könnte man meinen sie würde mit einem unsichtbaren Geist kämpfen.
"Another dark night in the city and my prospects lookin' thin.  The survival, of the fittest
 is the law in the world that I live in"... "I'm gonna win, yeah,  I'm gonna win.  You see it's a matter of pride deep down inside*"

* Lyrics: Foreigner - I'm gonna win
http://youtu.be/BHdMt5OpNkM (http://youtu.be/BHdMt5OpNkM)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Februar 2014, 17:10:21 Uhr
Wissenschaftskonferenz auf Rival

Von der hell erleuchtenden Bühne dringt ein seltsamer Singsang an Curtis Ohr. Unangenehm genug, dass er nicht in Gefahr gerät einzuschlafen. Und doch gelingt es ihm schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr den Tönen einen irgendwie gearteten Sinn zu entlocken. Seine Augen werden von immer wieder gleich anmutenden dreidimensionalen Bildern von Zellen des zentasischen Organs der kalastanischen Sauerqualle malträtiert – oder was auch immer das verdammt noch mal darstellen soll!

Curtis merkt wie seine Gedanken abschweifen. Abschweifen und zurückwandern zu seinem Gespräch mit dem lyranischen Wissenschaftler. Die Eloquenz der Lyrianer ist immer wieder faszinierend. Ganz anders als der Kerl da auf dem Podium! Denkt sich Curtis. Es war eine beeindruckende Erfahrung selbst für jemanden wie Captain Future mit wie viel rhetorischer Diplomatie man auf eigentlich klar und deutlich gestellt Fragen ausweichend antworten kann. Kein Wunder bei einem Volk bei denen Diskussions- und Redewettbewerbe die beliebtesten Wettkampfveranstaltungen sind. Etwas mehr davon würde dem einen oder anderen Volk sicher nicht schaden! Insbesondere dem Herrn da auf der Bühne….

Aber Beharrlichkeit zahlt sich immer aus und am Ende kam auch der Lyrianer auf den Punkt: Tatsächlich scheint BCB der mit Abstand größte Förderer der lyranischen Wissenschaftsakademie zu sein, und das ohne inhaltlichen oder sonstige Vorgaben zu machen. Deshalb auch die Zurückhaltung des Professors mit Kritik an BCB. Andererseits beklagte er dann doch dass BCB den Wettbewerb um die klügsten Köpfe Lyrians fast immer spielend gewinnt und so die besten Absolventen ihre akademischen Laufbahn immer früher mit einer Laufbahn in der freien Wirtschaft eintauschen.

Diesen Jeff hatte der Professor nie getroffen - behauptete er jedenfalls fest. Curtis ist sich nicht sicher ob das wirklich wahr ist. Diese Antwort ist tatsächlich enttäuschend. Doch ein kleiner Nebensatz des Professors hatte ihn aufhorchen lassen. Es war der eine Name, den der Professor am Ende des Gesprächs noch erwähnt hatte, der die eigentliche Überraschung des Gesprächs gewesen war. Curtis ist sich immer noch unsicher, ob dies eine gute oder eher eine beunruhigende Information ist.

Plötzlich wird Curtis Aufmerksamkeit von den Ereignissen auf der Bühne auf sich gezogen. Einer der Leiter der Konferenz hatte dem Vortrag anscheinend ein Ende gesetzt, was der Redner mit deutlichem Unmutsäußerungen - die Zuhörer aber mit einem heftigen Applaus bedenken. „Jetzt ist Professor Simon an der Reihe und danach kommt mein Part zu seinen Ehren, das hat jetzt Priorität. Aber auf jeden Fall muss ich noch einmal mit dem Lyrianer sprechen bevor die Konferenz zu Ende ist. Ich muss unbedingt wissen was dahinter steckt“ entscheidet Curtis bevor er sich erhebt und hinter die Bühne eilt.

Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 3. Februar 2014, 18:05:00 Uhr
Hallo Moony,

auch in diesem Jahr bekommst Du wohl wieder den Ehrentitel "Meisterin des Cliffhangers" verliehen..... ;D ;D ;D
Ich musste gerade mal ein paar Seiten zurückblättern, um wieder einigermaßen im Film zu sein - habe leider aber keine Idee, welchen Namen Curtis' Hintergrundrecherche zu Tage fördern könnte..... [wallbash]
Schreib' bitte bald weiter - der Kalk rieselt bei mir immer schneller (schließlich werde ich dieses Jahr 40  ;))!
Viele Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 3. Februar 2014, 21:33:41 Uhr
Hi Moony,

ich kann mich Tachi nur anschließen - die Meisterin des Cliffhanger ist wieder da!
Nur - quäl uns diesmal nicht zu lange, bevor du endlich weiter schreibst!
(Mehr will)
@Tachi - 40? LÄCHERLICH! ;D
Werde dich ja sehen in A - dann Altersvergleich... ;D ;D ;D (Isn Witz!)

Liebe Grüße

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 9. Februar 2014, 21:08:59 Uhr
Stardust - Showdown auf Kallisto und Neuigkeiten auf Rival


Einige Tage später auf der Mondstation von Kallisto

Joan spürt noch immer wie die ganze Atmosphäre der letzten Test-Aufführung in ihr widerhallt. Es war ihr als hätte sie selber zum Klang der Musik getanzt, als wäre sie selber Jara gewesen. Und nun spürt ihr Körper noch immer die Bewegungen und die Melodie der Musik. Es ist ihr als würde sie über die eisernen Stege schweben die sie am Rande des Landehangars entlang zum Sicherheitsbüro hin führen.

Ein kurzer Blick auf ihren Schatten unten auf dem Bodenplatten des Hangars aber zeigt ihr, dass ihr Gang vollkommen normal ist. Sie will gerade wieder ihren Blick nach vorne richten, als sie eine Bewegung in Richtung der Imagination wahrnimmt. Als sie Jara erkennt ist sie zunächst etwas überrascht. „Nun vielleicht holt sie noch ein besonderes Ausrüstungsteil. Oder diese Jeff will etwas von ihr und sie nimmt über die abhörsichere Leitung auf der Imagination mit ihm Kontakt auf.“ denkt sich Joan.

Sie hatten mittlerweile viel Zeit zusammen verbracht. Zum Beispiel in ihrer kleinen gemeinsamen Kaffeebar neben ihren Quartieren. Dort hatten sie viel über die kleinen und manchmal großen Eigenheiten und Macken der anderen Künstler und Stationsmitglieder gelacht. Stanford war dabei eines ihre besonderes Lieblingsthemen – „aber er liefert ja auch täglich neuen Stoff zum Lästern“ hatte Joan zu Jara gesagt. „Hast Du gesehen wie er reagiert hat als sein Haar durch das Gebläse aus der Form gebracht wurde?  Er hat geschaut als hätte man ihn nackend ausgezogen.“ Dieser Blick war aber auch zu schön gewesen! Denkt sich Joan und ein feines Grinsen zeigt sich in ihrem Gesicht.
„Doch was ich besonders an ihr mag ist, sie ist dabei nie gemein oder abschätzig. Sie findet immer eine einleuchtende Erklärung für das Verhalten der Leute und lässt sie nicht wie Trottel erscheinen. Sie lacht über die Fehler der Menschen, aber sie lacht sie nicht aus.“ Ein Gesprächsfetzen kommt Joan in den Sinn: „Wie kannst Du dieses Theater ertragen was Sheila immer kurz vor dem Auftritt macht? Mich würde das Gezappel kurz vor dem Auftritt in den schieren Wahnsinn treiben“ hatte sie zu Jara gesagt. Diese hatte gelacht und geantwortet: „Ja, das sieht schon ganz schön schräg aus. Am besten gefällt mir immer dies…“ und dabei eine Grimmasse gezogen, bei der Joan nicht mehr an sich hatte halten können. Beide brachen in schallendes Gelächter aus. Dann hatte Jara hinzugefügt: „Weißt Du, sie macht das um die Anspannung etwas abzubauen. Und es wirkt. Bei Ihr, sie ist wirklich eine hervorragende Tänzerin, und bei mir, denn ich muss immer noch dabei leise lachen.“

Und sie hatten angefangen alle zwei Tage zusammen eine Stunde zu trainieren. Jara hatte Joan einige der Tanzbewegungen beigebracht und Joan hatte Jara ein paar spezielle irdische Kampfsporttricks gezeigt. Joan war beim ersten Mal erstaunt gewesen, wie schnell Jara von ihr lernt. Sie selber kam sich beim Tanzen eher etwas langsam vor. „Jara wäre sicherlich auch eine sehr gute Kampfsportlerin. Ich denke etwas regelmäßiges  Training und ich würde nicht mit ihr mithalten können.“ Gesteht sich Joan ein.

Manchmal hatten sie auch über sehr Privates gesprochen. Joans Jugend auf den vielen fremden Planeten. Sie erzählten sich von ihre ersten Erfahrungen damit zu aufdringliche Männer – oder was auch immer manche waren – den nötigen Respekt beizubringen. Jara schilderte in vielen Details wie sie auf Lyrian zum ersten Mal ein Tanztheater gesehen hatte und wie es sie in seinen Bann gezogen hat. Das ihre Eltern zunächst nicht damit einverstanden waren, dass Jara Ballettunterricht nehmen wollte.
Viel allerdings hatte Jara nicht von ihren Eltern berichtet. Sie sind wohl früh gestorben, aber mehr hatte Jara nicht erwähnt. Und noch ein Thema mied Jara auffällig, stellte Joan fest, ihre „Beziehung“ zu Jeff. Wenn dann sprach sie von ihm wie von einer ganz fremden und fernen Person. Nein, eigentlich sprach sie nie von ihm als Person, sondern mehr von seiner Funktion, seiner Rolle. Joan war sich nach einiger Zeit sicher das es keine Liebesbeziehung zwischen ihr und diesem Jeff gab.
Gestern hatte sie es ihr gegenüber offen angesprochen. Daraufhin bekam Jara wieder diesen „Ferneblick“ wie Joan es inzwischen für sich nennt. Doch nur kurz, dann antwortete sie: „Joan, Du darfst nicht vergessen dass alles ist eine Show, eine Illusion. Auch meine Rolle darin. Es geht darum die Menschen zu verzaubern, sie mitzunehmen in eine andere Realität voller Schönheit und Gefühl. Wir Tänzer sind das Medium dafür. Niemand will hören wie viel Anstrengung und Arbeit und Schweiß dahinter steckt. Und eine kleine nette Liebesgeschichte am Rande passt da gut. Ich weiß nicht wer sich das ausgedacht hat, vielleicht Stanford, aber es ist ok für mich.“ Dann hatte sie kurz geseufzt und war mit den Worten: „Apropos Schweiß, ich muss jetzt noch etwas trainieren, sonst wird das nix mit der Leichtigkeit des Tanzes. Bitte entschuldige, Joan!“ aufgestanden.

„Es wird schwer werden mehr aus ihr heraus zu bekommen!“ denkt sich Joan als sich die Tür zum Sicherheitskontrollraum öffnet. „Vor allem weil ich sie nur ungern drängen möchte, dafür mag ich sie einfach inzwischen zu gerne. Doch es gehört zu meinem Job es heraus zu finden. Aber darüber kann ich mir später Gedanken machen. Jetzt muss ich mich erst einmal einem viel konkreterem Problem zuwenden“.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 9. Februar 2014, 22:51:14 Uhr
 [jump] [jump] [jump]
Bin schon neugierig auf das "konkrete Problem"

Ungeduldige Grüße

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 9. Februar 2014, 23:18:51 Uhr
Manchmal hatten sie auch über sehr Privates gesprochen. [...] Daraufhin bekam Jara wieder diesen „Ferneblick“ wie Joan es inzwischen für sich nennt. Doch nur kurz, dann antwortete sie: „Joan, Du darfst nicht vergessen dass alles ist eine Show, eine Illusion. Auch meine Rolle darin. [...] „Es wird schwer werden mehr aus ihr heraus zu bekommen!“ denkt sich Joan als sich die Tür zum Sicherheitskontrollraum öffnet. „Vor allem weil ich sie nur ungern drängen möchte, dafür mag ich sie einfach inzwischen zu gerne.
Hm... irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, Joan soll hier absichtlich eingewickelt werden, warum auch immer.
Eigentlich wäre ja professionelle Distanz angesagt, aber dann würde Joan bestimmt auch nicht so viel über Jara herausfinden. Mal sehen, wie sie diese Gratwanderung bewältigt...

LG

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 10. Februar 2014, 00:32:38 Uhr
[jump] [jump] [jump]
Bin schon neugierig auf das "konkrete Problem"

Ungeduldige Grüße

Johanna
ok. here you are:

Michael empfängt Joan bereits an der Tür: „Die Kollegen hier sind sich sicher das sie die Ausweitung des erneut in die Stationssysteme eingedrungenen Virus erst einmal auf einige periphere für die Sicherheit der Station minder wichtige Systeme eingrenzen konnten. Steven hier hat mir versprochen die Quelle des Virus zu orten.“ „Bingo!“ kommt es wie aufs Stichwort von einem jungen Mann weiter hinten im Raum. „Ich habe es jetzt auf eine einzelne technische Systemeinheit eingrenzen können.“ „Na dann würde ich der Einheit aber besser schnell den Saft abdrehen! Etwas lässt den Virus ständig mutieren und wie ich das einschätze wird unsere interne provisorische Firewall die kritischen Systeme nicht mehr lange schützen können!“ warnt daraufhin eine weibliche Stimme. „Abschalten? Du spinnst doch. Wenn wir die Funkanlage abschalten sind wir total von der Außenwelt abgeschottet.“ entgegnet der Mann namens Steven. „Und wenn schon? Die Station kann einige Jahre vollkommen autark arbeiten. Aber ohne Sauerstoff oder ohne Wärme überleben wir hier drin nicht lange genug bis die Hilfe eintrifft, die wir mit Deiner Funkanlage rufen können.“ Entgegnet die Frau gereizt.

„Wo befindet sich die Funkanlage?“ fragt Joan. „Am südlichen Rand der Station. Seit dem letzten Umbau arbeitet sie als autonome Einheit und sie ist nur noch von außen per Mondgleiter erreichbar. Wenn wir dorthin die Stromzufuhr kappen wird alles innerhalb von wenigen Minuten so stark eingefroren sein, dass wir dort alles abschreiben können. Dann müssen wir eine ganz neue Funkanlage anfordern.“ erläutert der neue Stationsleiter Ohara. Dann fragt er seine Mitarbeiterin: „Wie lange haben wir denn noch Zeit bis die Firewall nicht mehr standhält?“ „Das kann ich nicht genau sagen, vielleicht eine halbe Stunde, vielleicht aber auch noch zwei Stunden.“ entgegnet diese.

„Ich werde die Kommandanten der Demeter und der Imagination bitten wieder in Alarmbereitschaft zu gehen und sich für eine eventuellen Notevakuierung bereit zu halten.“ Sagt Michael. „Ja, tu das! Ich denke wir sollten kein Risiko eingehen.“ antwortet Joan und zu Ohara gewandt: „Bitte lokalisieren Sie alle Personen die sich auf der Mondstation befinden.“ Dieser nickt nur.  „Im übrigen können wir doch im Fall des Falls den Funkverkehr über eines der Raumschiffe umleiten, ihre Funksysteme sind denen der Station durchaus gleichwertig. Oder sieht jemand darin ein Problem?“ fragt Joan und ihr Blick wandert über die anwesenden Personen. „Nein, das sollte problemlos machbar sein. Eine gute Idee.“ Stimmt ihr Ohara zu. „Allerdings werde ich diese Funkanlage nicht einfach kampflos aufgeben. Ich gebe uns von jetzt ab fünfundzwanzig Minuten Zeit, erst dann kappe ich alle Leitungen dorthin. Steven und Sidom, Sie beiden versuchen die Quelle des Virus vor Ort festzustellen und zu entfernen!" und an Joan und Michael gerichtet: "Ich hoffe Sie sind damit einverstanden!“ Joan nickt und antwortet: „Ja, unter einer Bedingung: Ich begleite die beiden!“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 10. Februar 2014, 23:52:47 Uhr
Hoha!
Jetzt folgt ein Outdoor-Einsatz!
Bin gespannt!
 ;D
Liebste Grüße

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 11. Februar 2014, 18:45:27 Uhr
Allein bei der Vorstellung, irgendwo "tief unten" zu sein, wo noch dazu eisige Temperaturen herrschen, läuft mir ein klaustrophobischer Schauer über den Rücken...  [afraid]

Das wird aufregend!

LG

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 11. Februar 2014, 18:51:32 Uhr
Allein bei der Vorstellung, irgendwo "tief unten" zu sein, wo noch dazu eisige Temperaturen herrschen, läuft mir ein klaustrophobischer Schauer über den Rücken...  [afraid]

Das wird aufregend!

LG

claudrick
Na zumindest wird es sehr eng für Joan - auf mindestens zweierlei Arten  ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 11. Februar 2014, 19:08:28 Uhr
Zitat
Allein bei der Vorstellung, irgendwo "tief unten" zu sein, wo noch dazu eisige Temperaturen herrschen, läuft mir ein klaustrophobischer Schauer über den Rücken


Willkommen im Club! Mir geht es ebenso!
Für kein Geld ( oder sollten wir hier lieber sagen: Mann der Welt ;D)

felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Februar 2014, 14:04:40 Uhr
Otho alias Suran war Jara im kurzen Abstand auf die Imagination gefolgt. Offiziell um sich Nachschub an Massageöl zu holen. Tatsächlich aber war er auf dem Weg zu seinem Quartier „ein wenig früher abgebogen“ um sich die Unterkünfte der neuen Stationsmitarbeiter "etwas näher anzusehen". Aufgrund der aktuellen Lage hatten die wenigsten bisher Zeit gehabt ihre persönliche Habe vollständig auf die Station zu schaffen. „Bisher waren meine Nachforschungen so ziemlich ergebnislos. Jetzt kenne ich inzwischen fast alle geheimen und weniger geheimen Leidenschaften der Tanzcrew und oh la la…“ und dabei hält er gerade ein gewisses Etwas in die Höhe, dass Otho bei näherer Betrachtung als Sexspielzeug identifiziert “… jetzt auch der meisten Stationsmitarbeiter. Aber was hat es gebracht? Nichts! Dabei baut Curtis auf mich!“ denkt Otho bei sich. „Nun, noch ein Raum ist übrig.“ mit diesem letzten Quäntchen Hoffnung macht sich Otho auch dort an die Arbeit.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Februar 2014, 14:43:53 Uhr
Seit dem Eintreffen der „Demeter“ sind inzwischen vierzehn Tage vergangen und Kallisto wird in wenigen Minuten wieder in den Schatten des Jupiters eintauchen. Doch noch scheint das fahle Licht der Sonne und wird von den Schneeoberfläche und den Eisschichten vielfach reflektiert. Das bloße, ungeschützte menschliche Auge hätte keine Chance die kleine Mondfähre zu erkennen, die den südlichen Nebenhangar der Mondstation verlässt und ihren Weg über die weiße Ebene in Richtung der dunkleren Flecken im Süden nimmt. Kurz bevor der Mondgleiter sein Ziel erreichen kann, beginnt sich das Bild der Station scheinbar aufzulösen. Stattdessen ist nur noch ein milchig weißes, formenloses Etwas zu sehen in dem Himmel und Boden nicht mehr zu unterscheiden sind. Ein Schneesturm!  Just als die weiße Wolke die Fähre verschlingt, verdunkelt sich alles. Der Schnee beginnt rötlich zu schimmern.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Februar 2014, 15:09:53 Uhr
Aufgeregt eilt Otho die Gänge der Imagination entlang. Dabei rennt er fast Jara um, die gerade aus ihrem Quartier kommt. „Suran, ist irgendetwas? Sie rennen so…“ fragt Jara besorgt. „nein, oder ja, jedenfalls muss ich ganz dringend zu Joan!“ antworte Suran/Otho wahrheitsgemäß. „Ist etwas mit Joan? Ich habe nämlich plötzlich so ein ungutes Gefühl!“ bemerkt Jara. „Nicht das ich wüsste. Sie war eben noch in einer großen Besprechung.“ Entgegnet Otho. Doch Jaras Bemerkung zusammen mit seiner Entdeckung verstärkt Othos Unruhe nur noch mehr.

Gemeinsam wollen Jara und Otho/Suran gerade die Imagination verlassen, als sie von einem Offizier der Imagination daran gehindert werden. „Niemand darf derzeit die Imagination verlassen. Befehl des Captains.“ Otho/Suran und Jara tauschen einen überraschten wie besorgten Blick aus.  „Ich muss aber ganz dringend zurück. Ich habe einen Termin mit einem dringenden Fall.“ Protestiert Otho. "Nein, derzeit unmöglich!" antwortet der Offizier gelassen. „Was ist denn los?“ fragt Jara ruhig. Der Offizier sagt nur: „Kommen sie bitte mit auf die Brücke.“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Februar 2014, 15:20:52 Uhr
Auch wenn die Mondfähre scheinbar ziellos und blind durch ein inzwischen rötliches Nichts zu fliegen scheint, so findet die Navigationselektronik trotzdem fehlerfrei ihren Weg. Das rötliche Licht verschwindet und das Auge der Passagiere kann plötzlich wieder Konturen wahrnehmen. Wände aus Schnee werden von künstlichem Licht erhellt und einen große unterirdische Halle tut sich vor der Fähre auf. Dann landet die Fähre sanft auf dem Schneeboden in der Mitte der Halle.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Februar 2014, 16:09:21 Uhr
„Was ist los?“ fragt Jara erneut als sie die Brücke betritt. Doch zu Otho/Surans Erstaunen klingt dies diesmal weniger als ein Frage sondern mehr als ein scharfer Befehl.  Jaras fester Blick macht klar, an wen dieser gerichtet ist: An Archam, dem Kommandanten der Imagination. Und Jaras Ton und ihre ganze Haltung macht klar, dass sie eine sofortige Erklärung erwartet.  „Gut dass Sie gerade an Bord sind!“ beginnt Archam und lächelt Jara an, die sein Lächeln aber nicht erwidert sondern ihn weiter mit ihren Augen fixiert. Otho/Suran fragt sich, was da eigentlich zwischen Jara und Archam abläuft. „So kenne ich sie ja gar nicht“ wundert er sich.

„Wir wurden gebeten erneut in Bereitschaft zu gehen. Anscheinend hat sich der Schadvirus in den Systemen der Asgardstation wieder reaktiviert. Sie versuchen nun die Quelle des Virus zu ermitteln und vor Ort zu eliminieren. Dazu ist ein kleines Team zu der Funkstation im Süden geflogen.“ Berichtet Archam. „Wer gehört zu diesem Team?“ fragt Jara. „Mitarbeiter der Station, denke ich.“ antwortet Archam ausweichend. „Aha. Das heißt also Sie wissen es nicht.“ stellt Jara fest. „Lassen Sie es uns herausfinden! Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Station auf. Wenn möglich lassen Sie uns in ihre Kommunikation reinschalten!“ befiehlt sie. Archam nickt einem seiner Offiziere zu und auf dem zentralen Bildschirm erscheint ein Bild der Sicherheitszentrale der Mondstation. Otho/Suran sieht Michael und hört seinen Ruf: „Joan, Sidom, Steven! Hört mich jemand? Bitte antworten!“„Verdammt“ entfährt es Otho. Wenn Otho erblassen könnte, wäre er bei der Erwähnung der Namen leichenblas geworden. Dann merkt er wie alle Blicke sich fragend auf ihn richten.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 14. Februar 2014, 20:36:32 Uhr
Uuups,

Spannung pur und - CLIFFHANGER!
Schreib bloss schnell weiter, du kannst doch jetzt nicht aufhören!!!
 [poke] [sm] [twak] [nono]
Avanti!
eine ungeduldige und lesehungrige
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Februar 2014, 22:37:52 Uhr
„Ich fürchte ich weiß jetzt, warum der Kontakt zu Fähre und zur Funkstation unterbrochen wurde: Jemand hat unsere System manipuliert. Und zwar von hier aus dem Sicherheitskontrollraum heraus!“ sagt einer der Ingenieure im Kontrollraum.  Michael und die anderen sehen sich entsetzt an. „Im engeren Bereich um die Funkstation wird ein Störsignal ausgesendet. Es dauert mindestens eine Stunde bis wir das wieder abschalten können. Solange sind die Systemanzeigen dort die einzige Information die wir aus  der Funkstation bekommen können.“ Sagt der Ingenieur weiter. „Ok, aber können wir ihnen irgendwie einen Nachricht zukommen lassen?“ fragt Michael besorgt. „Nun ich fürchte nicht.“ Ist die lapidare Antwort. Ein Moment des betretenen Schweigens entsteht.

„Ich fasse noch mal zusammen,“ beginnt Michael mit steinerner Miene, „meine Kollegin Joan Landor ist dort draußen zusammen mit einem ahnungslosen Stationsmitarbeiter und einem Verräter. Und selbst wenn wir sie von der Bedrohung informieren könnten - was wir nicht können – wüssten wir nicht wer von den beiden der Saboteur ist.“ „Ich bedaure es sagen zu müssen aber das trifft die Situation ganz genau.“ Entgegnet der neuen Stationskommandant Ohara  fast resigniert. „Uns bleibt also nichts übrig als darauf zu vertrauen das ihre Kollegin mit der Lage dort alleine klar kommt und zurück in der Fähre ist bis ich in fünfzehn Minuten dort den Strom abstelle. Wenn nicht….ich kann das Leben der Menschen hier nicht riskieren!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. Februar 2014, 23:08:06 Uhr
Gebannt verfolgen alle Anwesenden auf der Brücke der Imagination die Übertragung aus dem Kontrollraum der Mondstation. „ Ich weiß wer der Saboteur ist“ sagt da Suran/Otho. Er spürt wie sich zweifelnde Blick auf ihn richten. „Lassen Sie mich mit einem Shuttle dorthin fliegen und Joan helfen!“ fordert Otho alias Suran.
 „Ich glaube nicht dass Sie rechtzeitig dort eintreffen werden, das wird alles viel zu knapp.“ Sagt kopfschüttelnd Archam. „Ich denke wir sollten besser…“ fängt er an, da wird er von Jara rüde unterbrochen: „Nein!“ Dann flüstert Jara, die inzwischen zusammen mit Otho/Suran neben dem Kommandanten steht: „Archam! Denken Sie nicht einmal daran ohne die Menschen da draußen in der Station los zu fliegen!“ Archam schaut sie entgeistert an, nickt aber dann.
Dann wendet sich Jara an Otho/Suran: „Wenn Sie sich sicher sind wer der Kerl ist, dann sagen Sie mir den Namen. Ich denke ich weiß einen Weg Joan die Information mitzuteilen."
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 15. Februar 2014, 10:17:19 Uhr
HI Moony,
schön spannend!
Wie geht´s weiter - und vor allen WANN?
Ungeduldig mit den Hufen scharrende
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. Februar 2014, 11:34:09 Uhr
schön spannend!
Wie geht´s weiter - und vor allen WANN?
Ungeduldig mit den Hufen scharrende
Johanna
also auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden.   [devil]
Ich denke doch es gibt hier gerade noch genügend anderen tollen neuen Lesestoff, oder?
 [runaway]
und nächste Woche bin ich erst mal anderweitig beschäftigt  [animtwink]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 15. Februar 2014, 11:48:29 Uhr
Ich denke ich weiß einen Weg Joan die Information mitzuteilen."
Also, ich könnte mich irren, aber ich werde das Gefühl nicht los, diese Jara ist mehr als "nur" eine Tänzerin... Die Frau hat doch was zu verbergen!  ???

Fortsetzung folgt hoffentlich bald!

LG

claudrick
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. Februar 2014, 13:01:03 Uhr
Also, ich könnte mich irren, aber ich werde das Gefühl nicht los, diese Jara ist mehr als "nur" eine Tänzerin... Die Frau hat doch was zu verbergen!  ???
Ach tatsächlich?  ;D
Also falls es da tatsächlich noch weitere Textstellen geben sollte, die das untermauern...dann war das nichts als reine Absicht.  ;) :-X
Und ein paar Geheimnisse sind doch die Peperoni des Lebens. Ich liebe übrigens Peperoni....

LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. Februar 2014, 17:31:57 Uhr
Häppchen:

Mühsam klettert Joan aus der Mondfähre. Joan bemerkt dass die Kälteanzüge in dieser Umgebung keine schnellen Bewegungen zu lassen. Sie blickt sich um. „Irgendwie kein besonders einladender Ort hier“, denkt sie  „Ich möchte nicht wissen wie viele Meter Schnee und Eis über unseren Köpfen hängen…“.

Schon in der Mondfähre als noch alles in Ordnung war sind Joan erste Bedenken gekommen, ob das wirklich so eine glorreiche Idee ist. Nicht nur das der Cockpitbereich der kleinen Mondfähre eigentlich nicht für mehr als zwei Personen ausgerichtet ist und sie auf einem Reservesitz Platz nehmen musste, auf dem selbst sie kaum Platz für ihre Beine hatte. Es ist dort so eng, dass ihr dagegen der Kosmoliner wie ein Ballsaal vorkommt.

Joan war einem schnellen Impuls, einer Eingebung gefolgt, so wie auch Curtis es häufig tut. Und sie war froh gewesen den wirklich besorgt dreinblickenden Michael „aus Zeitgründen“ nicht erklären zu müssen, was sie sich eigentlich dabei gedacht hatte.
Doch jetzt erinnerte sie sich daran, dass selbst der große Captain Future durch solche spontanen Aktionen des Öfteren in Situationen gekommen war, in denen er nur aufgrund des Eingreifens von Simon, Grag und Otho mit heiler Haut davon kam. Sie würde hier und jetzt allerdings keine „Kavallerie“ haben, es sein denn einer der beiden jungen Männer würde sich als ein verkleideter Otho entpuppen. Aber der befand sich auf der Imagination wie sie noch vor dem Abflug am Rande mitbekommen hatte. Und als die Fähre in den Schneesturm geriet und hin und her geworfen wurde wünschte sie sich Curtis würde am Steuer sitzen…

„Gibt es auch hier keinen Empfang?“ fragt Joan die beiden anderen nachdem sie alle die Fähre verlassen haben. „Nein, nichts zu machen!“ antwortet Steven. „was ich allerdings nicht verstehe…“. „Wenn wir oben bei den Funkkontrolanlagen sind wird sich schon die Ursache finden.“ Entgegnet Sidom. Die drei gehen zu einer Schleuse am Ende der Halle. Sidom drückt auf ein paar Knöpfe, doch nichts tut sich. Steven schubst ihn mit den Worten: „Lassen Sie mal! Machen Sie sich nicht so breit.“ ein Stückchen zur Seite. „Hmm. Reagiert nicht. Sie ist bestimmt nur eingefroren! Sidom, holen Sie mir den Wärmestrahler aus der Fähre“ „Nein, das dauert viel zu lange, so viel Zeit haben wir nicht mehr.“ raunzt dieser zurück. „Wie wäre es mit einem Laserstrahl?“ Fragt Joan. „Nein, mit dem was wir als Werkzeuge dabei haben würde vermutlich ein solches Wärmeleck entstehen, das wir die Anlage besser gleich vergessen und zurückfliegen können.“ Antwortet Sidom. „Das kann doch nicht wahr sein!“ flucht Steven und wirft sich mit seinem ganzen Körper gegen die Tür. Nichts. "Scheiße!"entfährt ihm.

„Gibt es keinen anderen Weg hinein?“ fragt Joan. „Doch, dort rechts ist einen Nottür die sich rein mechanisch öffnet. Dahinter ist der Notzugang. Aber, Mrs. Landor, ich denke Sie gehen besser zurück in die Fähre“ sagt Steven. „Wieso“ fragt Joan. „Nun, dahinter ist eine sehr enge Versorgungsröhre mit einer Leiter die fünf Stockwerke senkrecht nach oben geht. Auch wenn es darin über Null Grad warm ist, so fühlen sich die Stangen doch extrem kalt an.“ Joan unterdrückt eine Stöhnen und sagt mit fester Stimme: „Vergessen Sie’s. Jetzt bin ich einmal hier und komme mit!“ „Das wird Ihnen ganz bestimmt sehr schnell Leid tun wird. Überlegen Sie es sich noch mal!“ warnt Sidom.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. Februar 2014, 17:43:35 Uhr
„Wenn ich die Anzeigen richtig lese stehen die drei nun vor der Schleuse. Aber diese scheint eine Fehlfunktion zu haben.“ Sagt Ohara. „Hoffentlich kehren sie jetzt einfach um und fliegen zurück!“ wünscht sich Michael leise. „Sie gehen weiter zum Noteingang.“ „Noteingang?“ fragt Michael. „Eine Versorgungsröhre mit einer Leiter die direkt nach oben führt. Erwärmt auf etwas über dem Nullpunkt.“ Antwortet man ihm. „Das klingt nicht gut, gar nicht gut.“ Denkt sich Michael.


(http://www.smiliesuche.de/smileys/katzen/katzen-smilies-0029.gif) (http://www.smiliesuche.de/katzen/)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. Februar 2014, 17:54:42 Uhr
„Sie zuerst“ sagt Sidom zu Steven, der sofort beginnt die Leiter zu erklimmen. „Ich gehe als Letzte“ sagt Joan. „Einverstanden!“ grinst Sidom.
Als Joan einige Meter nach oben geklettert ist macht sich die Kälte der Leitersprossen selbst durch die Handschuhe des Wärmeanzuges unangenehm bemerkbar. Leise fluchend folgt sie den beiden Männern die ein ziemliches Tempo an den Tag legen. Dann plötzlich erhellt sich ihr Gesicht und sie muss kurz lächeln. Wie mit frischer Kraft aufgetankt steigt sie die restlichen Leitersprossen empor.

Dann geht alles auf einmal ganz schnell. Ein Schrei, ein Stöhnen, zwei kurze schnelle Schüsse aus einer Protonenpistole, gefolgt von einem dumpfen Aufprallgeräusch und einem lautem metallischen Klirren.


so und jetzt ist hier wirklich etwas kreative Pause bis nächstes Wochenende...  ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Felixx am 15. Februar 2014, 18:28:32 Uhr
Zitat
Dann geht alles auf einmal ganz schnell. Ein Schrei, ein Stöhnen, zwei kurze schnelle Schüsse aus einer Protonenpistole, gefolgt von einem dumpfen Aufprallgeräusch und einem lautem metallischen Klirren.

 


Fies genau hier aufzuhören! ;D
Warte schon ungeduldig, wie´s weiter geht!

felixx
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: claudrick am 16. Februar 2014, 08:58:18 Uhr
Fies genau hier aufzuhören! ;D
Das kann man wohl sagen! Allerdings ahne ich, wer da am Ende der Leiter ist...  8)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Februar 2014, 22:02:58 Uhr
Das kann man wohl sagen! Allerdings ahne ich, wer da am Ende der Leiter ist...  8)
ups....wer der Story genau folgt sollte es eigentlich schlussfolgern können  [suspicous] ---   es sei denn, und das befürchte ich fast, Deine Fantasie (http://www.smileygarden.de/smilie/Kaos-Katzen/impressed.gif) hat da eine   viel kreativere Auflösung als meine banale.... [chinese]

(http://www.smiliesuche.de/smileys/katzen/katzen-smilies-0005.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 21. April 2014, 18:27:07 Uhr
Einen Tag später in Joans und Jaras "Kaffeestube"

„Also Sheila hält Dich jetzt wirklich für Superwoman.“ Sagt Jara lachend zu Joan, die sich gerade etwas Milchschaum von der Oberlippe wischt. „Superwoman mit Milchbart“ ergänzt Joan lachend.
„Nein, ganz im Ernst. Das war wirklich erstklassige Arbeit. Aber verdammt gefährlich!“ sagt Jara. Joan erkennt die ernste Besorgnis in Jaras Stimme. „Ja. Zugegeben! Aber mir war nichts besseres eingefallen als die beiden zu begleiten. Mir war klar geworden das einer von ihnen mit dem Saboteur unter einer Decke stecken musste. Nur die beiden hatten die notwendige Kenntnisse über die Anlage. Und derjenige musste auf jeden Fall verhindern dass die Funkanlage wieder in Betrieb geht und das wir seine Spuren dort finden. Wenn ich nicht mitgegangen wäre wäre das ein Ausflug in den Tod für den anderen geworden.“

Joan bemerkt ein leichtes Kopfschütteln bei Jara. „Hast Du nicht in Erwägung gezogen das es vielleicht beide zusammen hätten sein können? Wieso hast Du nicht jemanden mitgenommen? Suran oder Michael oder…irgendjemand?“ bemerkt Jara. „Also erstens ging alles so schnell.., zweitens wäre ein Großaufmarsch verdächtig gewesen, und … nun ja, Du hörst Dich jetzt an wie Curtis!“ entgegnet Joan. „Entschuldige! Ich wollte Dich jetzt wirklich nicht kritisieren" sagt Jara.

„Du hast ja nicht ganz unrecht, Jara. Es war am Ende ziemlich knapp und wenn ich nicht den richtigen Tipp von Dir bekommen hätte…“ beginnt Joan. „Nicht von mir, sondern von Otho, ich war nur das Übertragungsmedium. Aber ich hatte den Eindruck das dies nicht die erste telepathische Botschaft war die Du je erhalten hast…“ bemerkt Jara. „Ja. Curtis!“ sagt Joan nur kurz. „Oh!“ sagt Jara. Für einen kurzen Moment schweigen beide und blicken auf ihre Kaffeetassen.

„Was schreibst Du den in Deinen Bericht?“ fragt Jara. „Denn habe ich schon fertig. Das heißt in der offiziellen Version habe ich ein paar Details weggelassen…“ beginnt Joan als Suran/Otho den Raum betritt. „Welche Details? Was ist denn nun genau da draußen geschehen?“ fragt Otho neugierig.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 24. April 2014, 20:31:01 Uhr
Hallo Moony,

ich bin immer wieder erstaunt, dass Du es schaffst, jeden kleinen weiteren Appetithappen in einen Cliffhanger zu verwandeln... [unbelievable]
Nix für Ungeduldige und für schwache Nerven.....mach bald weiter!  [jump]
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Juni 2014, 15:32:25 Uhr
ok...hat jetzt etwas gedauert...hatte zwischenzeitlich viel zu tun, war in Urlaub und krank und so was...aber hier jetzt das nächste Häppchen und ich hoffe ich habe auch diesmal den  Spannungsbogen am Ende noch nicht ganz sinken lassen.... (http://www.smiliesuche.de/smileys/katzen/katzen-smilies-0005.gif)


Joan blickt Otho alias Suran mit einem gespielt-gequälten Gesichtsausdruck an: „Na meinet wegen. Aber nur wenn Du mir versprichst Curtis nicht alles brühwarm und in allen Details weiter zu erzählen! Sonst bekomme ich wieder einen Vortrag von wegen leichtsinnig und so weiter und denn hatte gerade ich schon von Jara“. Otho blickt Jara forscht an, doch diese schüttelt den Kopf. „Ok, kein Problem!“„Gut“ antwortet Joan noch etwas skeptisch, doch ihre Augen strahlen als sie über ihr Erlebnis auf der Funkkontrollstation zu erzählen beginnt.

„….Ich gebe zu spätestens bei dem Gedanken sieben Stockwerke hoch eine eiskalte Metallsprossenleiter in einer sehr schmalen Röhre in diesem Sack von Kälteanzug hochsteigen zu müssen wurde mir klar das das Ganze doch wohl eher eine ziemlich dumme Idee war. Zumindest nicht wirklich durchdacht. Aber zu diesem Zeitpunkt war es längst zu spät.
Inzwischen kamen mir beide, sowohl Sidom als auch Steven, durchaus gleichermaßen verdächtig vor und ja, Jara, für einen Moment kam mir die Befürchtung beide könnten darin verwickelt sein. Dann wäre ich allerdings geliefert gewesen! Aber dann hätte es gar keinen Sinn gemacht ohne Funkverbindung mir weiter etwas vorzuspielen, sie hätten bereits in der Mondfähre leichtes Spiel gehabt.
Wenn es aber nur einer von ihnen ist, dann würde dieser nach der Röhre sofort aktiv werden. Denn ganzen Weg hoch dachte ich noch über beider Verhalten nach. Als ich dann Jaras Stimme in meinem Kopf hörte war es eine Bestätigung meines Bauchgefühls.

Ich wusste, spätestens zwei Meter vor Ende der Röhre, aber erst wenn Sidom oben angekommen war und keiner in meine Richtung sah, musste ich handeln. Es hat schon etwas Überwindung gekostet meine Wärmeanzug so weit zu öffnen dass ich meine Protonenpistole rausholen konnte. Zum Glück war sie bereits auf Betäubung eingestellt, mit diesen Handschuhen hätte ich die Einstellung schwerlich verändern können.
Dann hörte ich aus dem Raum oberhalb der Röhre Kampfgeräusche und eine männliche Stimme schreien. Dank des Trainings mit Jara und dem Antischwerkraftgerät gelang es mir mit einem Satz aus der Röhre zu springen und zum Stehen zu kommen. Steven und Sidom sahen mich daraufhin für einen Moment perplex an.

Sidom steht rechts mit einer blutenden Wunde am Kopf, Steven links mit einer Art Latte in der Hand. Dann sehe ich wie Stevens Beine langsam einknicken und wie er mit einem Stöhnen auf den Boden sinkt. Sidom nickt mir zu. Er scheint erleichtert und kommt auf mich zu. „Sidom, bleiben Sie stehen“ rufe ich und richte die Protonenpistole auf ihn. Ich nehme eine schnelle Bewegung wahr und schieße, einmal auf das was auf mich zu kommt und einmal auf Sidom.

Es war wohl eine Art großer metallener Schraubenschlüssel für die Heizungsrohre, das Ding hätte mir den Schädel spalten können wenn ich die Situation falsch gedeutet hätte!“ beendet Joan ihre Schilderung. „Zumindest diese kritischen Sekunden lang hätte ich dies garantiert wenn ich mir durch Eure Hilfe nicht ganz sicher gewesen wäre das Sidom der Saboteur ist!“

„Und wie ging es dann weiter? Wie hast Du die Funkanlage wieder aktiviert und die Virusquelle gefunden? Du hattest dann doch keinesfalls mehr als fünf Minuten übrig bis Ohara dort den Strom abstellen wollte.“ fragt Jara neugierig.



(http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Number_1_Shippergirl am 26. Juni 2014, 22:33:15 Uhr
Herr Ober, eine Portion versteckten Text bitte!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. Juni 2014, 23:40:14 Uhr
Am Rande der Wissenschaftskonferenz auf Rival

 „Was für ein merkwürdiger Treffpunkt, aber er passt zu ihm…“ denkt sich Curtis während er einen wohl-klimatisierten, recht niedrigen Gang der von gedämpftem indirekten Licht erfüllt ist entlang auf eine hölzerne Tür zu geht. „Ich hoffe es lohnt sich.“ Eine kühle Brise streicht über seinen nackten Oberkörper. Auf dem halben Weg geht er durch einen Torbogen. Dahinter empfängt ihn ein erst leiser und kaum hörbarer und dann immer lauten werdender Klangteppich. „Hört sich ähnlich an wie eine indische Sitar und tibetische Klangschalen.“  Je weiter er geht desto mehr erhöht sich die Raumtemperatur und als er die hölzerne Tür aufdrückt schießt ihm heiße, trockene Luft entgegen. Er spürt wie er sofort heftig zu schwitzen beginnt. Seine Augen versuchen in der Dunkelheit hinter der Tür etwas zu erkennen. Etwas und Jemanden.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 28. Juni 2014, 18:03:09 Uhr
Am Rande der Wissenschaftskonferenz auf Rival
... Eine kühle Brise streicht über seinen nackten Oberkörper...
Je weiter er geht desto mehr erhöht sich die Raumtemperatur und als er die hölzerne Tür aufdrückt schießt ihm heiße, trockene Luft entgegen. Er spürt wie er sofort heftig zu schwitzen beginnt...

HALLO???
Am Rande der Wissenschaftskonferenz steht hier drüber.
Die Bilder, die Du hier vermittelst sind allerdings mehr Biologie als Astrophysik...
 ;D ;D ;D
(MEHR will!)
 [angel] [angel] [angel]
Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Juni 2014, 18:45:50 Uhr
HALLO???
Am Rande der Wissenschaftskonferenz steht hier drüber.
Die Bilder, die Du hier vermittelst sind allerdings mehr Biologie als Astrophysik...
 ;D ;D ;D
(MEHR will!)
 [angel] [angel] [angel]
Johanna

Wer sagt das es hier nur um Astrophysik geht:
Wissenschaftskonferenz auf Rival
... Seine Augen werden von immer wieder gleich anmutenden dreidimensionalen Bildern von Zellen des zentasischen Organs der kalastanischen Sauerqualle malträtiert


Nein, ich denke es wird nach all der Spannung mal Zeit für etwas Entspannung, oder?  ;D 8) :-X
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 29. Juni 2014, 18:49:02 Uhr
YES - please!
 ;D ;D ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Juni 2014, 19:53:50 Uhr
Aber vor der Entspannung haben wir ja noch etwas aufzuklären....also mache ich erstmal da weiter: [devil]

Kallisto –  in der „Kaffeestube“

„Ja, weitererzählen! Aber das mit dem Sprung aus der Röhre musst Du mir mal zeigen, so was wäre selbst für mich schwierig, ja fast unmöglich.“ sagt Otho/Suran. „Nein, dafür benötigt man nur ein modifiziertes Graviumgerät mit einem speziellen Steuerungsprogramm und ganz viel Übung.“ Entgegnet Jara. „Ich habe Joan eines davon geschenkt.“

„Wann übt Ihr „Aquarius“ das nächste mal?“ fragt Joan und blickt Jara an. „Morgen Nachmittag wieder“ antwortet diese. „Dann sollten wir beide dabei sein, Otho. Du wirst erstaunt sein.“ Sagt Joan und lächelt Jara zu.
„Aquarius? Was hat das Sternbild damit zu tun?“ fragt Otho. „Nein, Otho, das ist ein Musikstück von der Erde und Teil der Show. In Jaras Choreografie bewegen sich die Tänzer als wären sie unter Wasser. Es scheint sogar so als würden Jara und Sheila über den Köpfen der Zuschauer hinweg auf die Bühne schwimmen. Du musst es Dir einfach mal ansehen, es sieht wirklich atemberaubend aus!“ sagt Joan.
„„Aquarius“ ist eigentlich eine Lied aus dem Flower-Power-Musical Hair. Wir verwenden eine spätere Version aus dem 1990er Jahren der Erde.“ Ergänzt Jara. „Aquarius – Hair - Flower-Power…..ach so ja….Aber ….kommen wir wieder zurück zur Funkanlage. Wie ging es weiter?“  sagt Otho und versucht so seine Wissenslücke zu überspielen. Joan und Jara müssen schmunzeln.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Juni 2014, 23:05:47 Uhr
Rival

„Hallo Curtis, mein Junge! Schön Dich wieder zusehen!“ brüllt plötzlich eine dunkle, sehr männliche, angenehm bekannte Stimme in Captain Futures rechtes Ohr. Doch Curtis zuckt nicht zusammen, denn obwohl es recht dunkel ist hat er doch die Gegenwart seines alten Bekannten erahnt. Erfreut stellt er fest das sein Bekannter in dieser schweißtreibenden Umgebung auf das sonst zu seinem Begrüßungsritual gehörende kräftigen Schulterklopfen verzichtet. „Hallo John!“ grüßt Curtis zurück „ein lauschiges Plätzchen hast Du Dir für unser Wiedersehen ausgesucht.“ Curtis erahnt das breite Grinsen seines Bekannten mehr als er es sehen kann. Doch dieser geht auf seine Bemerkung nicht ein.

„Ich muss sagen ich habe Dich bei Deinem Vortrag nicht sofort erkannt. Captain Future, der große Held und Wissenschaftler!  Ich musste genauer hinsehen um den ungestümen, halbstarken  Feuerkopf wieder zu erkennen. Ein sehr eloquenter Vortrag, meine Anerkennung! Wenn ich noch daran denke wie Du bei der süßen Kleinen auf Titan keinen Ton mehr raus bekommen hast…“ Sagt John und fährt nach einer kurzen Pause fort: „Aber jetzt liegen Dir die Frauen sicher zu Füßen. Schon alleine wie Du aussiehst, besser als ich in meinen besten Tagen muss ich ein wenig neidvoll zugeben.“
Curtis grinst breit: „Vielleicht. Aber ich habe wichtigere Ziele in meinem Leben.“
„Ja ich weiß, das Weltall retten, ja ja. Erzähl mir nicht Du machst auf Lone Ranger und versteckst Dich auf Deinem Mond vor der holden Weiblichkeit. Das hätte Simon wohl gerne, aber das wird nicht ewig funktionieren, das habe ich ihm damals schon gesagt. Also?“ entgegnet John. „Setzt Dich zu mir und erzähl!“

Curtis Augen haben sich inzwischen an das dämmrige Licht gewöhnt. Er setzt sich auf die Holzbank. Fieberhaft überlegt er was er darauf erwidern soll. In wie weit kann er seinem alten Bekannten vertrauen? Curtis merkt wie ihm der Schweiß ins Gesicht läuft. „Ich wollte mich nicht mit Dir treffen um über alte Zeiten zu plaudern. Du hast mir eine Nachricht geschickt Du hättest vertrauliche Informationen über den BCB-Konzern die mich interessieren könnten.“

„Immer noch so ungestüm! Gleich auf den Punkt kommen, keine Zeit verschwenden. Aber so funktioniert das bei mir nicht, dass solltest Du noch von mir wissen. Wir haben uns lange nicht gesehen und müssen uns bildlich gesprochen erst wieder etwas beschnuppern. Und weil Du mir schon bei Deinem Vortrag reichlich verspannt vorgekommen bist, habe ich für uns dieses Entspannungsprogramm gebucht. Also lass los. Genieße das Schwitzen. Und vielleicht erzählst Du mir dann auch etwas von Deinem Mädchen“ Sagt John mit einem amüsierten Unterton. Curtis blickt ihn entgeistert an.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 29. Juni 2014, 23:13:04 Uhr
Rival
... „Aber jetzt liegen Dir die Frauen sicher zu Füßen. Schon alleine wie Du aussiehst, besser als ich in meinen besten Tagen muss ich ein wenig neidvoll zugeben.“
Curtis grinst breit: „Vielleicht. Aber ich habe wichtigere Ziele in meinem Leben.“
„Ja ich weiß, das Weltall retten, ja ja. Erzähl mir nicht Du machst auf Lone Ranger und versteckst Dich auf Deinem Mond vor der holden Weiblichkeit. Das hätte Simon wohl gerne, aber das wird nicht ewig funktionieren, das habe ich ihm damals schon gesagt. Also?“ entgegnet John. „Setzt Dich zu mir und erzähl!“
...
„Immer noch so ungestüm! Gleich auf den Punkt kommen, keine Zeit verschwenden. Aber so funktioniert das bei mir nicht, dass solltest Du noch von mir wissen. Wir haben uns lange nicht gesehen und müssen uns bildlich gesprochen erst wieder etwas beschnuppern. Und weil Du mir schon bei Deinem Vortrag reichlich verspannt vorgekommen bist, habe ich für uns dieses Entspannungsprogramm gebucht. Also lass los. Genieße das Schwitzen. Und vielleicht erzählst Du mir dann auch etwas von Deinem Mädchen“ Sagt John mit einem amüsierten Unterton. Curtis blickt ihn entgeistert an.
 
Wuahahahaaaa!!!

Ich schmeiß mich wech!
Geil!
Jaaaaaaa - plaudere ausm Nähkästchen!
Ich fürchte nur, dass da nicht so viel drin ist (im Nähkästchen).
Oder werden wir hier positiv überrascht???
 ;D ;D ;D
Auf mehr hoffend!

Johanna
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Juni 2014, 23:18:24 Uhr
Auf mehr hoffend!
Johanna
jedenfalls nicht mehr heute....  ;D

(http://www.sligotoday.ie/images/sml/1339665892.jpg)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Number_1_Shippergirl am 15. Juli 2014, 13:05:33 Uhr
Hidden Text baaaaad... [wallbash] ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. Juli 2014, 15:26:27 Uhr
Hidden Text baaaaad... [wallbash] ;)

Aber notwendig weil ich sonst mit dem Text in die Area ausweichen müssen wollte...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Number_1_Shippergirl am 18. Juli 2014, 12:44:20 Uhr
Aber notwendig weil ich sonst mit dem Text in die Area ausweichen müssen wollte...

Das klingt für mich schon wieder interessant... Dann lese ich dies alles ganz geruhsam am Wochenende.
*mich drauf freu*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. August 2014, 22:57:56 Uhr
Präsidium der Weltraumpolizei, New York, Erde

Auf der obersten Ladeplattform des Gebäudes, zu der nur wenige Auserwählte Zugang haben, herrscht nahezu immer ein heftiger Wind. Eine Person steht dort ungebeugt und kraftvoll, als wäre die Luft um ihn herum ruhig und still wie bei spiegelblanker See. Nur die ernsten Falten in seinem Gesicht und die Graufärbung seines Haupt- und Barthaars zeigen sein wahres Alter und verstärken noch sein würdevolles Aussehen.

Sicherlich ist die Aussicht in seinem riesigen Büro noch wesentlich besser. Die sich automatisch der äußeren Lichtintensität anpassenden Kristalle in den Glasitscheiben dort stellen eine gleichmäßige Beleuchtung auch bei hohem Sonnenstand sicher und die durch den in den Scheiben erzeugten Solarstrom angetriebenen kleinen, halbpflanzlichen Klimamodule in den Wandschlitzen halten die Temperatur konstant auf angenehme 20 Grad Celsius. Trotzdem, oder auch genau deshalb, irgendwie fühlt sich Ezra Garnie dort nicht wirklich wohl.
 „Wenn man schon nicht im Weltraum unterwegs war, sondern sich auf der Erde befindet, wieso soll man dann gefilterte Luft wie in einem Raumschiff oder einer Raumstation atmen statt die Elemente der Natur des Planeten real zu erleben.“ Sagt sich Ezra. „Es wird noch etwa zehn Minuten dauern bis Kallisto aus dem Funkschatten des Jupiter herausgetreten ist und wir sie wieder erreichen können. Ich habe also noch einige Minuten Zeit.“



(http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSqIn67IaDz85YWOuZZ1pEKgUPc7LTDb_STDzqlqQGW6rJAEQT2owVgz1g)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 14. August 2014, 22:16:19 Uhr
Rival

„Du hast Dich kaum verändert, John. Stocherst im Nebel um eine Reaktion bei Deinen Gesprächspartnern zu provozieren damit sie Dir verraten was Du wissen willst.“ Antwort Captain Future nach kurzem Zögern.
„Kann sein.“ Hört Curtis durch die Dunkelheit der Sauna. „Aber es wirkt immer. Auch kurzes Schweigen spricht Bände. Jetzt weiß ich das es irgendwie um ein Mädchen geht, Dein Mädchen vermutlich. Jedenfalls bedeutet Sie Dir wohl viel.“ Antwortet die Stimme mit einem schmunzelnden Unterton.
Curtis ärgert es ein wenig, dass er für John so durchschaubar ist. Doch genau diese Fähigkeit seines Gegenübers ist es gerade die ihn zu ihm geführt hat: „Nun es geht um den Geschäftsführer Jeff und eine Dame namens Jara.“
John sagt daraufhin: „Wow, drunter tust Du es wohl nicht? Immer gleich mit den ganz Wichtigen und Mächtigen. So wie damals als Du noch grün hinter den Ohren es geschafft hast dem Lyrianischen Regenten in einer Notsituation zu helfen. Allerdings…wenn Du mich fragst hattest Du da mehr Glück als Verstand.“
„Vielleicht … aber jetzt benötige ich wirklich alle Informationen die Du mir dazu geben kannst, vor allem die die nicht aus offiziellen Quellen zu bekommen sind.“ entgegnet Curtis ruhig.
„Du gibst es also zu? Du hast Dich wirklich verändert. Damals hättest Du gesagt „Dich fragt aber keiner!“, mich mit einem wütenden Blick angesehen und dabei die Fäuste geballt.“ sagt John und lacht.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: DAOGA am 15. August 2014, 12:48:33 Uhr
Antwort Curtis: "Du dich aber auch. Früher hättest du mir die Pistolenmündung in die Eingeweide gedrückt und mich gefragt, "Wer sind Sie und was haben Sie mit dem echten Captain gemacht?!" "  ;D
LOL...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. August 2014, 21:08:44 Uhr
Kallisto –  in der „Kaffeestube“

„Also eigentlich kommt dann nicht mehr viel…“ beginnt Joan fort zu fahren „Ich habe Sidom Handschellen angelegt und dann Stevens Platzwunde provisorisch mit dem Erste Hilfe Kid versorgt. Erst einmal waren beide außer Gefecht gesetzt. Das heißt positiv gesehen drohte mir keine Gefahr mehr von ihnen, eigentlich nur noch die Gefahr dort zu erfrieren wenn alles abgestellt wird. Das heißt aber auch ich war erst einmal bei der Suche nach der Manipulation der Anlage auf mich allein gestellt und die Zeit war denkbar knapp, wie Ihr schon gesagt habt. Deshalb blieb mir keine Zeit mir darüber weitere Gedanken zu machen, ich musste handeln. Also bin ich in den Nachbarraum gegangen. Es war etwas gespenstisch mit dem roten Licht des Jupiterschattens der einen kleinen Teil des Raums erleuchtet hat. Dann habe ich es gesehen!“ erzählt Joan ruhig.
„Was?“ fragt Otho. „Was hast Du gesehen?“
„Nun…“ sagt Joan und macht dann eine dramaturgische Pause „das dies der Raum war in dem der Saboteur den kleinen Gruß an uns aufgenommen hat. Ich wusste also hier irgendwo musste er tätig geworden sein. Irgendwo an der anderen Wand die von vorne bis hinten mit Steuerungskonsolen voll war.“
„Und wie hast Du dann die Stelle gefunden?“ fragt Jara
Joan grinst: „Ich würde jetzt gerne davon erzählen können das ich irgendeine tolle wissenschaftliche Sache angewendet habe und wie gut ich mich schon mit der Technik der Station auskenne …aber am Ende ehrlich gesagt war es nur der Staub der mir den Weg gewiesen hat.“
„Staub?“ fragt Otho irritiert.
„Oh...Du meinst Du hast die Stelle daran erkannt das dort der Staub weggewischt war?“ fragt Jara.
„Ja genau! Fast alles war mit einer dicken Staubschicht bedeckt. Nur zwei Module waren an einigen Stellen fast staubfrei und an einem befand sich eine runde Erhebung die irgendwie nicht ins Bild passte. Ich habe versucht das Ding irgendwie abzulösen und es hin- und her gedreht. Plötzlich hatte ich es in der Hand und auf dem Display erschien die Meldung: „Wollen Sie die Wartungszyklus Stardust wirklich abbrechen? Ja / Nein“. Ich habe auf JA getippt und gehofft das ich damit keinen Selbstzerstörungsmechanismus oder so auslösen werde.“ Erzählt Joan weiter „Dann erschien die Anzeige: „Die Löschung der Wartungsroutine Stardust beginnt“ Mir war etwas mulmig zu Mute, ich wusste ja nicht WAS das System da gerade begonnen hatte zu löschen, aber tatsächlich hat sich das Virusprogramm damit selber komplett entfernt und alles lief wieder.“
Eine kurze Pause entsteht in der Jara und Surian alias Otho Joan anerkennend anschauen.

„Ich kann es nicht oft genug sagen: Vielen Dank, Joan! Du hast nicht nur meine Show sondern vor allem all die Menschen hier auf der Station gerettet, uns eingeschlossen!“ sagt Jara.
Joan blickt verlegen auf den Boden und wird ein wenig rot. „Danke, das ist mein Job. Ich muss jetzt los. Die Betäubung müsste bei Sidom aufgehört haben zu wirken so dass ich mit dem Verhör beginnen kann. Vorher habe ich aber noch ein Gespräch mit der Erde.“
„Kann ich zum Verhör mitkommen?“ fragt Jara
Joan sieht sie skeptisch an. „Wieso?“
„Es könnte hilfreich sein seine wahren Gefühle zu erkennen.“ antwortet Jara.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 18. August 2014, 21:37:30 Uhr
Hallo Moony,

schön, dass es hier weitergeht. Bin mal neugierig, was Jara mit ihren Fähigkeiten im Rahmen eines Verhörs rausbekommen kann......und natürlich, was John und Curtis sich noch so erzählen....also, weitermachen!!!

Zumindest, wenn Du gerade Urlaub und eine kreative Phase hast...  [beer]

LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. Oktober 2014, 22:39:41 Uhr
ein wenig Zeit auf einer Zugfahrt...derzeit komme ich einfach nicht wirklich zum Schreiben. Deshalb mal wieder nur ein kleines  Häppchen:


Präsidium der Weltraumpolizei, New York, Erde

Ezra und Lenar stehen in einem der abhörsicheren Kommunikationsräume. „Die Verbindung wird aufgebaut“ sagt Lenar in einem bemüht geschäftsmäßigen Ton, auch wenn er sich sicher ist dass er damit Ezra nicht täuschen kann. Allerdings kann auch er kleine Anzeichen von Anspannung in Ezras Haltung erkennen.
Auf dem virtuellen Bildschirm, der vor ihnen erscheint, wird das Wappen der Weltraumpolizei sichtbar. Lenar gibt seinen Sicherheitscode zur Bestätigung ein.  „Verbindung steht in 7..6..5.4.3..2..1. Sekunden“ erscheint auf dem Bildschirm und dann „Verbindung hergestellt“ und plötzlich sind Joan und Michael so klar erkenn- und hörbar als stünden sie direkt vor beiden. “Hallo Ezra, hallo Lenar! Wie geht es Euch?“ beginnt Joan.
Der Ton von Joans Stimme und ihr Gesichtsausdruck lässt Ezras Anspannung verfliegen. „Gut, Joan. Und Euch zwei anscheinend auch! Ich sehe Dir an das Du anscheinend sehr gute Nachrichten hast Also erzähl schon was passiert ist bevor Lenar hier noch vor Spannung einen Herzinfarkt bekommt“.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. Oktober 2014, 22:40:23 Uhr
Rival

„Curtis, Du kennst doch das Spiel - Informationen nur gegen Informationen! So und nicht anders funktioniert das bei mir.“ Sagt John.
„Wenn Du nicht die Redseligkeit der Leute in der entspannten Atmosphäre von Bars ausnutzt und durchaus mit dem einen oder anderen alkoholreichem Getränke nachhilfst.“ Entgegnet Curtis.
„Die allermeisten Menschen sehnen sich einfach nach einem guten Zuhörer. Aber inzwischen habe ich bessere Orte dafür gefunden als Bars. Zu viele andere Zuhörer, weißt Du!“ sagt John augenzwinkernd.
„Die Sauna?“ fragt Curtis verwundert.
„Ja. Und während und nach Massagen und anderen Wellness-Anwendungen! Wieso wundert Dich das etwa?“ sagt John.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 30. Oktober 2014, 22:41:08 Uhr
Präsidium der Weltraumpolizei, New York, Erde

„Gratulation! Sehr gute Arbeit Ihr beide“ sagt Ezra.
„Die Ehre gebührt Joan ganz alleine. Ich hatte eher eine  Komparsenrolle dabei.“ Antwortet Michael. „Stimmt doch nicht. Du hast mir den Rücken frei gehalten“ entgegnet Joan mit einem energischen Kopfschütteln.
Ezra grinst nur. Aufgrund der kurzen Schilderung der Ereignisse auf Kallisto kann er sich ein gutes Bild machen was dort abgelaufen ist. Schließlich kennt er seinen beiden Agenten schon ziemlich lang, vor allem Joan.
„Ich lasse gerade die Personaldaten dieses Sidom, die Ihr uns gerade geschickt habt, durch den Computer laufen. Spätestens in zwei- drei Minuten sollten wir ein genaues Dossier über ihn zusammen haben.“ Berichtet Lenar.
„Das können wir gut für unser Verhör gleich gebrauchen!“ sagt Michael. „Jara hat sich angeboten dabei zu sein und seine Emotionen zu lesen.“
Ezra macht ein nachdenkliches Gesicht und brummt nur ein halblautes „Hm.“
„Hältst Du das etwa nicht für eine gute Idee, Ezra? Wieso denn?“ fragt Joan erstaunt.
„Nun, es ist einfach nur ein Bauchgefühl. Aber vielleicht habe ich einfach nur meine Vorbehalte gegenüber Empathen. Aber wenn DU es für eine gute Idee hältst, dann will ich Dir nicht reinreden. Du bist der Chef vor Ort!“ erklärt Ezra.
"Ok!" sagt Joan. Doch Ezra sieht ihr an dass sie weiß das dies nicht die ganze Wahrheit ist.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. November 2014, 22:18:06 Uhr
"Und jetzt probierst Du aus ob das auch bei mir wirkt. Ich fürchte ich muss Dich enttäuschen alter Freund!" sagt Curtis.
"Bist Du Dir da ganz sicher?! Nun, wir werden ja sehen." entgegnet John und lacht. "Schließlich bist Du es ja der Informationen von mir haben möchte. Ich denke Du wirst sehr interessant finden was ich Dir erzählen kann. Aber nichts auf der Welt ist umsonst und ..."
"...selbst der Tod kostet das Leben, jaja, ich erinnere mich noch an diesen Spruch." Sagt Curtis und fragt: "Was willst Du denn genau wissen?"

"Nun - weil Du es bist will ich nur meine private Neugierde etwas befriedigen und werde alles für mich behalten. Genauso wie ich es bisher mit so einige Erlebnisse aus Captain Futures Halbstarkenzeit getan habe. Tatsächlich weiß niemand außer Deinen Leuten und ich das wir uns überhaupt kennen. Und ehrlich gesagt was mich angeht sollte das besser auch so bleiben." antworte John.
"Für einen entspannte Atmosphäre sorgen und wenn der Redefluss nicht so läuft wie geplant für Vertrauen werben. Das mit dem nicht-kennen war etwas übertrieben, ich weiß auch so dass ich auf Dein Stillschweigen vertrauen kann, dass hast Du bereits bewiesen. Also was willst Du wissen?" sagt Curtis.
"Ich würde gerne wissen ob etwas an den Gerüchten dran ist. Du wurdest häufiger in Begleitung ein und derselben jungen Blondine von der Erde gesehen. Die süße Kleine spielt Weltraumagentin und setzt sich dabei immer wieder in die Nesseln. Und dann kommst Du sofort angerannt und rettest ihren süßen Arsch." sagt John und verzieht dabei das Gesicht.
"Joan ist eine hervorragende Weltraumagentin. Sie hat mehr gesunden Menschenverstand und mehr Mut als die meisten Menschen die mir je begegnet sind. Wie kannst Du..." beginnt Curtis wütend und ballt seine Fäuste, doch dann wird es ihm klar: "Du bist wirklich gut, John, das ist jetzt genau die Reaktion die Du provozieren wolltest!"
John lacht: "Und ich weiß jetzt sicher das Du wirklich der Curtis bist denn ich von damals kenne..."
 
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 2. November 2014, 10:15:16 Uhr
Sehr schöne Idee, Moony! John lockt unseren guten Curtis mal aus der Reserve.... ;D ;D
Ein schönes Wochenende (gerne mit weiteren kreativen Ergüssen)
Tachi [hello]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Number_1_Shippergirl am 3. November 2014, 13:04:53 Uhr
Ach, SO kriegt man ihn rausgelockt! Gute Idee, muss ich mir merken. :D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Dezember 2014, 14:30:20 Uhr
hmmm...hier nur eine kleine Fingerübung damit ich wieder rein komme:

Als Lenar die Verbindung zum Kallisto beendet hat und das Licht des virtuellen Bildschirms erlischt, seufzt Ezra.
Lenar blickt ihn an: "Sie machen sich Sorgen." und er sagt es so das es mehr eine Feststellung als eine Frage ist.
"Nicht mehr als von Anfang an. Wir müssen uns beeilen, in einer halbe Stunde treffen wir die Lyrianer um die Sicherheitsvorkehrungen für Jaras Besuch auf der Erde abzustimmen." sagt Ezra mit leicht gequälter Stimme.
"Sie meinen die Vorkehrungen für die Tanztruppe." sagt Lenar.
"Nein, ich merke Sie haben die Unterlagen noch nicht durchgesehen. Denn wenn Sie sie auch nur überflogen hätten wüßten Sie dass es nur um die Sicherheit dieser Jara geht. Alle anderen sind aus Sicht der Lyrianer mehr oder minder das Problem der Tourneeleitung." erklärt Ezra.
"ja, und die Sicherheitsleitung der Tournee sind Joan und Michael, d.h. es ist am Ende unser Problem. Die Planungen der Tourneeleitung habe ich übrigens intensiv studiert..." stellt Lenar fest.
Aber Ezra geht nicht auf Lenars letzte Bemerkung ein: "Das ist von Vorteil da wir uns nur mit einem unbekannten Partner abstimmen müssen damit wir uns nicht ständig gegenseitig im Weg stehen. Streichen Sie alle Ihre geplanten Abendaktivitäten, Lenar! Die Lyrianer lieben es alles bis zum Ende auszudiskutieren!"
"Ok. Aber wieso müssen Sie eigentlich persönlich mit dabei sein? Ich denke das schaffen wir auch ohne Sie!" fragt Lenar.
"Befehl des Präsidenten!" knurrt Ezra.
"Oh." sagt Lenar verstehend.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Johanna am 30. Dezember 2014, 14:53:10 Uhr
 ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Januar 2015, 17:17:13 Uhr
„Deine Lieblings-Weltraum-Agentin hat gerade einen Auftrag der mit BCB zu tun hat?“ fragt John.
„Ja, so in etwa“ antwortet Curtis ausweichend.
 „Lass Dir nicht alles einzeln aus der Nase ziehen, Curtis, wir sind fast eine viertel Stunde hier in der Sauna und viel länger ist nicht mehr der Gesundheit zuträglich.“ entgegnet John weiter und ergänzt:“ Etwas mit der Tournee die diese Jara auf der Erde starten will? Da gibt es wohl Probleme, habe ich gehört.“ Den letzten Halbsatz hat John fast beiläufig ergänzt.
„Was genau hast Du gehört?“ fragt Curtis bemüht ruhig.
„Na ja. Das Eine oder Andere vielleicht“ weicht nun John aus und grinst.
Curtis: „Ok. Joan ist für den Schutz von Jara eingeteilt. Also, was hast Du über Sie und ihre Tournee gehört?“
„Das es da eine Gruppe von Leuten gibt die die Tournee sabotieren und in Miskredit bringen wollen. Sie haben es wahrscheinlich auf Jara selber abgesehen. Was mich betrübt denn sie ist eine wirklich faszinierende Persönlichkeit. Äußerst sympathisch. Ich bin ihr einmal kurz auf Lyrian begegnet und wenn ich nicht schon in festen Händen wäre hätte es durchaus sein können… Nun ja. So habe ich den Kontakt lieber kurz gehalten. Sie ist eine Empathin, ich hoffe Deine Joan weiß das.“ Berichtet John. „Aber das ist noch nicht alles, Curtis. Ich habe da einen sehr beunruhigenden Verdacht. Lass uns die Sauna verlassen, ich erzähle Dir nach dem Eisdusche davon.“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 31. Januar 2015, 17:46:54 Uhr
... und da Eisduschen bekanntermaßen nicht allzu lange dauern, wird  es hier sicherlich bald weitergehen..... ;D ;)

Viele Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Januar 2015, 19:59:01 Uhr
Stardust - Viel Feind, viel Gefahr


 ;)

Joan deutet Jara sich neben sich zu setzen. In Sichtweite steht ein Bildschirm, der den gefesselten Sidom zeigt, der in einem kleinen, abgeschlossenen Raum alleine an einem Tisch sitzt. Dann zeigt der Bildschirm wie Michael den Raum betritt, auf dem Stuhl gegenüber Sidom Platz nimmt, ein Datenpad auf den Tisch legt und darauf zu lesen beginnt.

„Ich dachte Du übernimmst die Befragung, Joan?“ fragt Jara erstaunt.
Joan schüttelt den Kopf „zumindest nicht zu Beginn.“
Etwa zehn Minuten vergehen in denen nichts weiter geschieht. „Was meinst Du, Jara, hat es eine Wirkung auf ihn?“ fragt Joan.
„Eher nein, er ist zwar wütend über die gesamte Situation in der er jetzt steckt, aber er hat seine Gefühle gut im Griff.“ Antwortet Jara.
„Fang an, Michael, das ist vergeudete Zeit.“ spricht Joan in das Mikro.

„Sie sind also Sidom, dreiundzwanzig Jahre alt. Sie haben Raumfahrttechnik und Maschinenbau studiert und sind seit eineinhalb Jahren angestellt im technischen Dienst der Deep Space Company. Zunächst waren Sie auf einer Außenstation auf dem Pluto und wurden vor kurzem auf diese Station versetzt.“ Beginnt Michael.
Sidom verdreht die Augen.
„Sie haben doch ein interessantes Leben und eine Karriere vor sich. Wieso vermasseln Sie sich das alles für…lassen Sie mich nachlesen…läppische 50.000? Junge, Sie haben zwei Menschen angegriffen, darunter meine Kollegin. Ihr Kollege Steven wurde erheblich verletzt. Man könnte Ihnen Tötungsabsicht unterstellen. Sagen Sie, wollten Sie sie wirklich töten?“ sagt Michael.
Sidom zuckt nur leicht mit den Achseln.
„Sie und Ihr Kumpan haben diese Mondstation und viele Menschenleben in Gefahr gebracht. Das ist ein terroristischer Akt und dafür bekommen Sie beide mindestens zwanzig Jahr auf dem Celvis! Wollen Sie da wirklich die Blüte ihres Lebens verbringen? Reden Sie, Junge, solange wir Ihren Kumpan nicht gefasst haben haben Sie noch eine Chance auf Straferleichterung. Aber nur wenn Sie jetzt alles genau erzählen.“ Sagt Michael bestimmt und blickt Sidom dabei an.
„Niemand sollte zu Schaden kommen. Wir wollten nur verhindern dass diese dumme Tanzshow dieses Reichenliebchens stattfindet. Dabei verkaufen die Drogen! Diese Drogen töten Menschen. Junge Mädchen! Judith war gerade sechzehn, das Teufelszeug hat sie umgebracht. Wir wollen nur verhindern das dies wieder geschehen kann.“ Antwortet Sidom. „Und deshalb werde ich Ihnen nichts weiter sagen!“

Joan sieht Jara an, die mit hängendem Kopf dasitzt.
Dann blickt Jara mit traurigem Blick auf und sieht Joan an und sagt mit leiser Stimme: „Ich wusste nicht dass jemand an den Drogen gestorben ist. Das ist furchtbar.“ Nach einer kurzen Pause fährt sie mit deutlich lauterer Stimme fort: „Aber dem Kerl dort ist diese Judith ganz egal. Und auch sein Partner. Er ist klug und eiskalt. Das war alles Show und nur die Vorbereitung für seine Verteidigungsstrategie.  Um glaubwürdig zu wirken wird er den Namen seines Partners auf keinen Fall verraten. Doch in Wahrheit interessiert er sich nur für sich. Wenn er die Chance gehabt hätte hätte er Dich und seinen Kollegen oder jeden auf dieser Station ohne zu Zögern kaltblütig umgebracht. Ich denke sein wahres Motiv hat etwas damit zu tun, das er sich für etwas Besseres und den Einsatz hier für eine Zumutung hält. Er hält uns alle für unfähige Idioten, seiner nicht würdig.“

Joan nickt nachdenklich: „Ja, ich denke Du hast Recht. Ich hatte von Anfang an bei ihm so ein Gefühl, dass er auf uns herabsieht. Er hatte nur sehr selten engeren Kontakt zu Kollegen, ein Einzelgänger. Es passt alles zusammen.“ Und spricht ins Mikro: „Michael, ich komme rein, wir haben was wir wollten und wir können das Verhör abschließen.“
„Ihr kennt bereits den Partner?“ sagt Jara und es klingt mehr wie eine Feststellung als eine Frage.
„Ja. Mit seiner kleinen Geschichte hat Sidom uns die Bestätigung gegeben. Lenar hat mir die Info über einen Richard Hilblom geschickt, einer der Top-Experten für den Bau und die Wartung von Raumstationen. Hat vor etwas weniger als einem Monat ohne irgendeine Nachricht zu hinterlassen plötzlich seinen Arbeitsplatz verlassen. Lenars Recherchen ergaben, dass er eine 16-jährige Tochter Judith hatte, die auf der Reise zu ihrem Vater aus bisher nicht geklärter Ursache an Erbrochenem erstickt ist. Wir haben weiter festgestellt, dass sie auf einer der Werbeveranstaltungen für Deine Show gewesen war.“ berichtet Joan.
Für einen kurzen Moment schweigen beide.

„Der arme Mann! Ich kann ihn irgendwie auch ein wenig verstehen. Ich denke er will verhindern dass so etwas wie mit seiner Tochter noch einmal geschieht, ihrem Tod damit etwas Sinn geben.“ bemerkt Jara:“ Ich glaube nicht dass er vor hatte jemanden zu schaden.“
„Du meinst das jetzt wirklich Ernst, nicht wahr? Aber ich hoffe doch Du willst jetzt nicht wegen einem solchen Spinner die Tournee aufgeben, oder? Schließlich kannst Du nichts dafür dass andere die Show missbrauchen und seine Tochter gestorben ist! Jara, das wäre total verkehrt!“ sagt Joan eindringlich.
„Ja, wahrscheinlich.“ Antwortet Jara zögerlich.

Dann sagt sie: „Aber da ist noch etwas. Die zweite Nachricht! Ich denke nicht dass dieser Hilblom irgendeinen Grund hätte psychowirksame Bilder einzubauen.“
Joan: „Stimmt. In der ersten Nachricht waren auch keine enthalten. Aber Sidom hatte durchaus die Möglichkeit und auf jeden Fall die Fähigkeit auf die Nachricht zuzugreifen und sie zu manipulieren. Ich denke es wird Zeit das ich noch ein paar Worte mit ihm wechsle.“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Spacerancher am 8. Februar 2015, 18:49:47 Uhr
Ich mag es, wenn deine Geschichte zu leben beginnen. Du schreibst hoffentlich noch viel.  [pop]  :D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: thekla.h am 10. Februar 2015, 13:19:33 Uhr
Hallo Mooncat,

ich fang gerade an deine Geschichte zu lesen. Bin mal gespannt wie sie ist.   ;)

Liebe Grüsse, Thekla.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 10. Februar 2015, 15:14:12 Uhr
ich fang gerade an deine Geschichte zu lesen. Bin mal gespannt wie sie ist.   ;)

na dann warte ich mal gespannt auf Deine Kommentare

(P.S. Auch ein herzliches Willkommen hier von mir  [beer])

Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: thekla.h am 13. Februar 2015, 00:23:17 Uhr
Hallo Mooncat,

ich habe deine Geschichte Second Chance endlich fertig gelesen. Ich glaube ich habe 10 Stunden gebraucht und mehrmals angesetzt. Jetzt habe ich viereckige Augen und einen verschwommenen Blick, aber schön wars.  :-*

Was ich an deiner Geschichte besonders toll finde, ist wie du die Plätze und Landschaften ausmalst. Da fühlt man sich hineinversetzt und kann die Geräusche hören und fast den Wind fühlen. Super. Auch die Action ist sehr gut und lebhaft beschrieben. Und Curtis und Joan zusammen, ein Bild zum Träumen.
Dass du Otto ein Verhältnis andichtest finde ich auch sehr gut, der Arme kommt immer zu kurz weg.
Jara scheinst du ja besonders zu lieben, man merkt das an den Beschreibungen.

Also ich finde deine Geschichte wunderbar und hoffe auf viele weitere Fortsetzungen.

Liebe Grüsse, Thekla.   ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. Februar 2015, 20:02:22 Uhr
Hallo Mooncat,

ich habe deine Geschichte Second Chance endlich fertig gelesen. Ich glaube ich habe 10 Stunden gebraucht und mehrmals angesetzt. Jetzt habe ich viereckige Augen und einen verschwommenen Blick, aber schön wars.  :-*

Was ich an deiner Geschichte besonders toll finde, ist wie du die Plätze und Landschaften ausmalst. Da fühlt man sich hineinversetzt und kann die Geräusche hören und fast den Wind fühlen. Super. Auch die Action ist sehr gut und lebhaft beschrieben. Und Curtis und Joan zusammen, ein Bild zum Träumen.
Dass du Otto ein Verhältnis andichtest finde ich auch sehr gut, der Arme kommt immer zu kurz weg.
Jara scheinst du ja besonders zu lieben, man merkt das an den Beschreibungen.

Also ich finde deine Geschichte wunderbar und hoffe auf viele weitere Fortsetzungen.

Liebe Grüsse, Thekla.   ;)

Vielen lieben Dank. Da habe ich gleich wieder Lsut weiter zu schreiben!
LG
Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 13. April 2015, 17:58:56 Uhr
"Curtis, Du brauchst keine Stunden unter der Eisdusche zu verbringen, einmal kurz abkühlen reicht vollkommen."  ruft John mit einer Mischung aus Bewunderung und leichter Verärgerung. In dem dezent beleuchteten und in erdfarben Tönen gehaltenem Raum mit arabisch anmutender Ornamentik erkennt man, dass er ein kräftiger und großgewachsener Mann mittleren Alters ist, durchaus attraktiv. Den leichten Bauchansatz unter einem um die Hüften geschwungenen Handtuch verborgen sieht man vor allem seine ausgeprägten Muskeln. Die grauen Strähnen im ansonsten dichten dunklem Haar betonen seine sanften und klugen Gesichtszüge. Seine Augen funkeln spöttisch als er ergänzt: "Deine Joan wird nicht erfreut sein wenn Du Dein besten Stück in einen Eiszapfen verwandelst, das kann bleibende Schäden verursachen, steht alles in der Badeordnung und wir haften nicht dafür!".

"Das wird garantiert nicht geschehen" lacht Curtis und tritt am ganzen Körper leicht errötet vor John und wickelt sich ebenfalls ein Handtuch um die Hüften. Curtis ist etwas größer und athletischer gebaut als John. Doch obwohl John fast doppelt so alt wie Curtis ist, hätte wohl allein dieser Anblick beider bei fast allen weiblichen Kongressteilnehmer ebenfalls zu einer sehr angenehmen erhöhten Durchblutung geführt.




"Lass uns neben an hinsetzten und ausruhen. Ich erzähle Dir dann was ich gehört habe" sagt John nun fast leise und einem ernsten Ton.
Curtis und John gelangen durch eine kaum sichtbare Schiebetür in einen halbdunklen Raum, der auf der gegenüberliegenden Seite von einer Art Aquarium begrenzt ist durch den glitzendes bläulich-grünes Licht fällt. Sie nehmen in bequemen Liegesesseln Platz.

"Der BCB-Konzern hat sich in den letzten Jahren einige besonders unangenehme Feinde gemacht. Ich meine damit nicht die üblichen Konkurrenten und Neider. Das sind alles Leute von der sehr nachtragenden Sorte, wenn Du verstehst was ich meine." beginnt John.

Curtis nickt und seine Miene verfinstert sich leicht.

"Ich gehe davon aus dass dies auf jeden Fall unter Duldung wenn nicht sogar mit Zustimmung des Präsidenten Carthew und gar der lyrianischen Führung geschehen ist. Im zweiten Fall liegt es für mich nahe das dabei BCB sogar in beider Auftrag gehandelt hat" fährt John fort.

Curtis Stirn legt sich in Falten und er starrt John gebannt an: "Wovon sprichst Du genau? Was willst Du damit andeuten?"

"Zum Einen - Erinnerst Du Dich an die Whitethorn-Affäre?" fragt John.

"Ja, einige Journalisten hatten über zweifelhafte Praktiken im Arztneimittelhandel und unerklärlichen Todesfällen berichtet. Daraufhin gab es einige Hinweise aus der Erdbevölkerung und die Ermittlungen führten letztendlich zur Verhaftung und Verurteilung des halben Whitethorn-Konzernvorstands. " erinnert sich Curtis.

"Genau. Nur das gemunkelt wird das die Blue Earth News Mitarbeiter wichtige Hinweise aus Behördenkreisen bekommen haben, die sie erst auf die Spur geführt haben. Man hatte bei der zuständigen Behörde wohl einen Verdacht, aber keine Beweise und konnte so nichts tun. Allerdings reichten die Beweise nicht bei allen Verdächtigen für eine Verurteilung aus. Diese sind nach der Untersuchungshaft untergetaucht und man erzählt sich dass sie nun im illegalen Handel mit verbotenen Substanzen tätig sind." berichtet John weiter.

"Und Blue Earth News gehört soweit ich weiß zum BCB-Konzern." stellt Curtis fest.
Diesmal nickt John: "Es liegt nahe das diese Journalisten Rückendeckung von ganz oben im Konzern haben. Und ich denke das ist nicht nur uns klar."

"Hmm." Curtis blickt für einen Moment stumm in das Aquarium vor ihnen um dann zu fragen: "Und wer sind die anderen Feinde die sich BCB gemacht hat?"

"Da Ganze fing vor sechs Jahren an. Ich weiß davon auch nur Bruchstücke und versuche mir meinen Reim daraus zu machen. Damals starb der alte Rissmann, Chef des Rissmann Werftenimperiums. Nach seinem Tod wandelte seine Erbengemeinschaft das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um. Nach und nach wurden mehr und mehr Aktienanteile von einer ominösen Gruppe von Leuten aufgekauft und nicht jeder Aktientransfer soll dabei im gegenseitigen Einverständnis der Beteiligten erfolgt sein. Das machte zuerst den Geheimdienst der Lyrianner aufmerksam, dass weiß ich aus zuverlässiger Quelle." erklärt John.

"Die Rissmann-Werften haben aber inzwischen ihre führende Position am Markt verloren und gehören mehrheitlich zu einem indischen Konzern." sagt Curtis.

"Inzwischen! Ja! Und ein immer wichtigerer Player auf dem Raumschiffmarkt sind seit dem die Bento-Werften. Das zweite B in BCB! Die Firma wurde just ein halbes Jahr nach Rissmans Tod aus einem kleinen lyranischen Unternehmen und einer irdischen Werft für kleine Weltraumjumper als Teil des Konzerns gegründet. In kürzester Zeit eroberten sie die Spitze des technologischen Fortschritts im Raumschiffbau. Mit ihrem Aufstieg begann der Niedergang der Rissmann-Werften." fährt John fort.

"Was weißt Du noch darüber?" fragt Curtis besorgt.
"Nur das was alle wissen: Dass die Firma Insolvenz angemeldet hat und die Aktionäre alles verloren haben. Nichts weiter. Das ist alles. Leider. Ich weiß nichts Konkreteres." antwortet John und fragt dann mit einem Seitenblick auf Curtis: "Aber anscheinend weißt Du etwas?"

"Nein." antwortet Curtis zögerlich. "Das heißt ich bin mir nicht sicher ob es damit zusammenhängt."
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 14. April 2015, 21:38:41 Uhr
Hallo Moony, super weitergeführt.....was für's innerliche Auge (bei dem Saunagang wäre ich zu gerne dabei gewesen..... ;)) und was für's Hirn (versuche gerade verzweifelt, mich an die letzten Gedanken zum wer-steckt-dahinter etc. zu erinnern, ist aber irgendwie weg - Alzheimer lässt grüßen).
Mach' weiter so.
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 15. April 2015, 10:17:58 Uhr
und was für's Hirn (versuche gerade verzweifelt, mich an die letzten Gedanken zum wer-steckt-dahinter etc. zu erinnern, ist aber irgendwie weg - Alzheimer lässt grüßen).

Hallo Tachi,
freut mich aber Du brauchst Dein Hirn nicht zu martern. Viel war bisher ja auch noch gar nicht da bzgl. wer steckt dahinter und die Info's hier sind auch ganz neu. Werden aber beide im Fortgang der Geschichte noch wichtig....
keine Sorge, es kommt tatsächlich noch eine Zusammenfassung des aktuellen Stands in der Geschichte selber :)
bald!
hoffentlich.... (http://www.yellopet.de/images/smiles/cats_unsure.gif)
LG Mooncat
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. April 2015, 17:32:27 Uhr
Besprechungsraum der Weltraumpolizei, New York, Erde

Ezra Gurney kommt herein und setzt sich zu Lenar, Michelle und Janis, die dort bereits auf ihn warten: "Gut das Sie alle schon hier sind. Lassen Sie uns noch einmal die Fakten des Falls durchgehen bevor wir die Lyrianner treffen. Lenar, geben Sie allen bitte eine Zusammenfassung des Auftrags, der wichtigsten Beteiligten und bringen uns auf den aktuellen Stand!"
"Ja ok." antwortet Lenar zu Ezra und wendet sich dann an seine Kollegen: "Wie Ihr wisst beabsichtigt die Tanzgruppe "Magical Dancer" ein Tournee mit Auftritten insbesondere hier auf der Erde. In den Unterlagen findet Ihr für alle Teilnehmer die genauen Daten und Orte ihrer Auftritte, Hotelbesuche, Pressetermine, Mittagessen etc. etc. für den Zeitraum ihres Aufenthalts auf der Erde.
Ezra bat mich noch einmal besonders darauf hin zu weisen, dass ein möglichst reibungsfreier Ablauf im Interesse des Präsidenten und der guten Beziehungen zwischen Lyrian und der Erde liegen." betont Lenar und blickt dabei auf Ezra, der ihm zunickt.

"Leider liegt eine mehrfache und nicht in allen Details klare Bedrohungslage vor." beginnt Lenar um dann nach eine kurzen Pause fortzufahren:

"Erstens wurden und werden die Werbeveranstaltungen der Tournee von Drogenhändler dazu genutzt, ihre gefährlichen Produkte an vor allem jugendliche Kunden zu vertreiben. Sie verschenken ihre Drogen in Form von goldfarbene Pillen, meist aber als goldglänzendes Pulver unter dem Namen "Sternenstaub" in Tüten mit dem Emblem der gleichnamigen Tanztournee gepackt.
Diese Drogen werden inzwischen auch in den Hauptstädten der Planeten unsere Sonnensystems gehandelt, aber die Drogenfahndung hält das Problem zur Zeit für "unter Kontrolle". Bei den letzten Werbeveranstaltungen konnte ein gemeinsames Team der Veranstaltungsleitung und der Drogenfahndung jeweils rechtzeitig die Dealer und ihre Ware fest nehmen. Die festgenommenen Dealer allerdings waren zu keiner Aussage über ihre Hintermänner bereit. Sie scheinen große Angst vor ihnen zu haben.
Ob es Ziel ist so ein neues Produkt einzuführen mit großer Gratiswerbung oder dem Ruf der Tourneeveranstalter zu schaden oder beides können wir derzeit noch nicht sagen."

"Die Bosse müssen ihre kleinen Handlanger ganz schön unter Druck gesetzt haben wenn Sie Deiner Befragung stand halten!" bemerkt Michelle.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. April 2015, 22:43:11 Uhr

Über Lenars Gesicht huscht kurz ein Grinsen, doch er fährt fort ohne auf Michelles Einwurf einzugehen:
"Zweitens. Es gab vier Drohungen bzw. Aktionen gegenüber der Tanzgruppe und ihrer Leiterin Jara mit der Aufforderung die Tournee abzusagen. Die erste war eine anonyme Textbotschaft. Daraufhin wurden wir eingeschaltet.
Die zweite Nachricht war eine Videobotschaft mit dem gefaketen Untergang der Asgard Station auf dem Jupitermond Kallisto, auf der die Tanzgruppe kurze Zeit später für die Proben eintreffen sollte. Die Leittechnik der Station wurde mit einem Virusprogramm infiziert, das dann zweimal zum Ausfall der Funkstation und einem vorübergehenden Ausfall der Sauerstofferzeugung der Station geführt hat."

"Wieso eigentlich Kallisto, diese gruselige Eiskugel? Warum haben die sich eigentlich keinen gemütlicheren Platz für die Proben gesucht?" fragt Janis.

"Sie suchten einen Ort mit einer gewissen Schwerkraft um ihre Aufführung für die verschiedene Planeten anpassen zu können.  Wieso und wie das genau funktioniert, dass könnte Joan sicher besser erklären als ich. Dann sollte es ein möglichst abgelegender Ort sein an der sich ganz bestimmt kein ungebetener Zuschauer verirrt, der im Vorfeld bereits Einzelheiten der Show verraten kann." antwortet Michelle.

"Ja, das stimmt!" bestätigt Lenar "und spätestens nach der ersten Drohung schien Kallisto der ideale Standort zu sein.
Nun, wir können inzwischen als gesichert annehmen, dass Richard Hilblom, angesehener Ingenieur für Raumstationstechnologie, hinter diesen Attacken steckt. Er ist einer der Ingenieure, der die Mondbasis mit erbaut hat. Wir konnten inzwischen beweisen, dass er kurz vor dem Eintreffen der Tänzer auf der Mondbasis zu angeblichen Wartungsarbeiten war. Er besaß die Mittel und die Möglichkeit.
Und ein eindeutiges Motiv. Seine 16-jährige Tochter hatte bei der ersten Test-Werbeveranstaltung für die Tournee teilgenommen, bei der zum ersten Mal auch die Drogen aufgetaucht sind. Er ist vermutlich davon überzeugt, dass seine Tochter auf dem Rückflug aufgrund der Wirkung der Drogen gestorben ist.

Die Fahnung nach ihm läuft. Es gibt derzeit aber keine heiße Spur, so dass wir nicht ausschließen können dass Hilblom sich auf der Erde oder sogar in new York befindet. Eine Überprüfung der Videodokumentation aller innerhalb der letzten 10 Tage auf den großen Weltraumflughäfen angekommenen Passagiere dürfte in einer Stunde abgeschlossen sein. Sollten wir ihn finden wäre dies ein Spur, wenn nicht können wir aber nicht ausschließen dass er über eine illegalen Weg auf die Erde gekommen ist."
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. April 2015, 23:30:57 Uhr
Und was ist jetzt mit diesen psychowirksamen Bildern in den Nachrichten und welche Rolle spielt dieser Sidom?" fragt Janis neugierig.

"Dazu komme ich jetzt!" rügt ihn Lenar. "In der zweiten Videobotschaft waren sogannten pyschowirksame Bilder enthalten. Diese können den Betrachter beeinflussen, ohne das der Betrachter diese bewußt wahrnimmt. Dieser Effekt funktioniert nur eingeschränkt bei normalen Humanoiden. Auf Empathen kann der Effekt aber laut den Lyrianern massiv sein. Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass diese Aktion ganz bewußt auf Jara, die eine von Lyrian stammende Empathin ist, gezielt war. Dies bedeutet das sie ganz persönlich bedroht ist."

"Dann haben die Lyrianer ja gar nicht so unrecht wenn sie sich so besonders um sie sorgen!" murmelt Michelle.

"Wir wissen auch gesichert, dass Sidom, ein dreiundzwanzigjähriger Weltraumingenieur auf seinem zweiten Weltraumeinsatz Hilbloms Virus erneut aktiviert hat und auch vor tätlichen Angriffen auf Joan und einem Kollegen nicht zurück geschreckt ist. Joan konnte ihn auf frischer Tat überwältigen. Michael und Joan verhören ihn derzeit und wir erhoffen uns daraus bessere Erkenntnisse darüber, ob und wie Sidom und Hilblom zusammen gearbeitet haben." berichtet Lenar weiter.

"Das scheint doch klar zu sein. Habt ihr nicht eine gewissen Geldeingang auf Sidoms Konto gefunden und zu Hilblom zurück verfolgen können?" fragt Janis.

"Ja schon. Es liegt nahe, aber es gibt noch offene Fragen!" entgegnet Lenar.

Janis blickt ihn fragend an. "Sorry, aber was ist daran noch unklar?"

"Wieso waren diese Pyscho-Bilder nur in der zweiten Nachricht, dass ist doch zumindest merkwürdig, oder?" erläutert Michelle. "und die Aktionen Sidoms erscheinen mir wesentlich gewaltätiger als die vorangegangenen. Ich bin mir nicht hundert Prozent sicher das dies wirklich im Einverständnis mit Hilblom geschehen ist. Ich erwarte eigentlich eher das Profil eines Mannes, der glaubt - wenn auch mit drastischen Mittel -Schaden abwenden zu müssen und nicht anderen Menschen physichen Schaden zu zu führen. Aber ich kann mich auch irren, ich habe längst noch nicht ausreichende Informationen für ein gesichertes Profiling."

"Nun dann scheint aber zumindest sicher zu sein, dass die Drogenhändler die Aktionen Hilbloms indirekt verursacht haben, aber ansonsten von zwei getrennten Tätergruppen auszugehen ist." mit dieser Feststellung versucht Janis nun zu punkten.

"Ein interessanter Gedanke, Janis!" wirft Ezra Gurney ein. "Bis eben hätte ich Ihnen zustimmt, aber inszwischen denke ich, wir sollten nichts und niemanden vorschnell ausschließen."
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 20. April 2015, 19:18:15 Uhr
Aaah....sehr schön, so bekomme ich vielleicht doch wieder geistig die Kurve..... ;) ;D
Sonnige Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. Mai 2015, 21:59:01 Uhr
Mondstation auf Kallisto

Als Joan den improvisierten Verhörraum verlässt, ist sie recht zufrieden mit sich. Wenn nun noch Jara ihre Interpretation bestätigt... .Als sie den Beobachtungsraum betritt ist sie allerdings überrascht dort nur Michael anzutreffen. "Wo ist Jara?" fragt sie leicht irritiert.
"Sie sagte etwas von einer "interstellaren Videokonferenz" und alles "sehr wichtig" und ist vor einer Minuten gegangen, ich denke sie ist jetzt gleich in ihren abhörsicheren Räumen auf der "Imagination"" antwort Michael.
"Hat Sie sonst noch was gesagt? Während des Verhörs oder nachher? Und ist Dir etwas aufgefallen, Dein Kommentar zum Verhör?" fragt Joan
"Schön das Du auch mal nach meiner Meinung fragst und wenn auch nur als Letztes" antwortet Michael. "Ich denke Du hast diesem arroganten Jüngelchen ohne viele Worte klar gemacht, dass er zumindest Dich massiv unterschätzt hat. Bravo! Aber wo hast Du dieses kleine Gerät gefunden und wie hast Du erkannt dass dies es ihm ermöglicht hat die psychowirksamen Bilder zur ursprünglichen Nachricht hinzuzufügen?"
"Also erstens habe nicht ich dieses Gerät gefunden sondern Otho ... ich meine natürlich Suran... und er hat mir auch erklärt wozu es genutzt werden kann. Als Jara mir dann sagte, dass Sidoms Mitgefühl für Hilbloms Tochter nur geheuchelt ist, habe ich nur eins und eins zusammen gezählt." erläutert Joan.
"Auch wenn Sidom es nicht mit Worten gesagt hat war seine Reaktion eine klare Bestätigung für Deine Vermutung, dass er noch einen weiteren Auftraggeber hat. Dafür brauchen wir Jara nicht, dass kann ich Dir auch so sagen!" sagt Michael. "Wir sollten umgehend Ezra in Kenntnis setzten."
"Sehr gut, kannst Du das übernehmen?" sagt Joan.
"Werde ich, Chef!" antwortet Michael in einem absichtich übertrieben devoten Ton. "Und was tust Du jetzt?" fragt er und fährt noch bevor Joan antworten kann fort: "Übrigens hat Jara mir gesagt sie wäre in ca. drei Stunden fertig und käme dann in eure "Kaffeestube"."

"Was ist Dein Problem? Bist Du etwa eifersüchtig darauf dass ich so gut mit ihr klarkomme? Das ist meine Aufgabe, Michael! Und das weißt Du auch!" antwortet Joan.
"Nein, ich bin nicht eifersüchtig." sagt Michael zunächst leise "Aber es behagt mir nicht. Diese Jara ist zwar eine überaus sympathische und zugegeben sehr attraktive Frau und von allen ShowBizz Leuten die ich bisher kennengelernt habe ist sie erstaunlich wenig selbstverliebt. Joan, Du darfst nicht unterschätzen welchen Einfluss sie in Wirklichkeit hat. Sie weiß über welche Macht sie verfügt und sie weiß sie auch einzusetzten. So einfach kommt man nicht in eine Position wie sie sie hat, nicht ohne irgendwelche Leichen im Keller. Du sagtest mir selber, dass diese psychowirksamen Bilder darauf hindeuten, dass es um Jara persönlich geht. Es ist deshalb wichtig für uns mehr über ihre "Leichen" zu erfahren damit wir die Täter schnappen können bevor etwas Schlimmes geschieht."
Joan nickt und sagt: "Genau das hatte ich vor sie zu fragen." und dreht sich um um den Raum zu verlassen: "Aber Danke für Deine offenen Worte!"
Da fasst Michael Joan sanft am Oberarm: "Joan, ich will Jara nicht schlecht machen. Aber verstehe doch, Leute in ihrer Position sind niemals ein untätiges Opfer das nur darauf wartet von uns beschützt zu werden. Ich vermute sie wird einige Dinge in ihrer Konferenz veranlassen und es wäre gut wenn wir davon wußten! Und DAS ist Deine Aufgabe wie Du so schön gesagt hast und ich beneide Dich nicht darum."
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 4. Mai 2015, 00:04:59 Uhr
Besprechungsraum der Weltraumpolizei, New York, Erde

"Leider gibt es noch weitere Personen, die ein mögliches Motiv für eine Aktion gegen die BCB haben könnte. Unter Doc17 findet Ihr eine aktualisierte Liste, die wir eben von der BCB Leitung erhalten haben." berichtet Lenar.
"Da sind ja 134 Personen und Personengruppen drauf!" sagt Janis entgeistert.
"Ja, aber wir konnten gemeinsam mit dem Lyrianischen Sicherheitsdienst die Liste auf sieben reduzieren. Schaut in die Kommentarspalte: Von vielen konnten wir einen derzeitigen Aufenthaltsort ermitteln der eine mögliche Beteiligung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließt..." fährt Lenar fort.
"Die Mehrheit sitzt im Knast" bemerkt Michelle während sie sich die Kommentarspalte ansieht "aber was bedeutet "können aufgrund von laufenden Ermittlungen ausgeschlossen werden"?"
"z.B. Leute die unter ständiger Überwachung von unseren oder lyrianischen Strafverfolgungsbehörden stehen." erklärt Lenar
"Hmm. Da würde ich aber gerne mehr wissen bevor ich diese Kerle ausschließe." sagt Michelle.
"Das sehe ich genauso." sagt Ezra daraufhin "Michelle, bitte überprüfe diese Kommentare noch einmal. Wir haben volle Freigabe auf alle Informationen aller irdischer Behörden. Ebenfalls hat der Lyrianische Geheimdienst seine volle Kooperation zugesagt, eine Verbindung nach Lyrian kann jederzeit genutzt werden."
"Ok. Vielleicht kann ich den einen oder anderen Kommentar auch gleich schon in der Besprechung klären" bestätigt Michelle.
Ezra nickt.

"Janis, bitte kümmern Sie sich um die "Die wahren Bewahrer der Menschheit" und die zwei anderen irdischen Extremistengruppen auf dieser Liste. Die Kollegen von Sektion Zwei stehen zu ihrer Unterstützung bereit. Es wäre gut wenn Sie sofort beginnen könnten."
"Das heißt ich muss nicht mit zu dieser Besprechung?" fragt Janis.
"Das hängt davon ab ob Sie glauben dabei wichtige Erkenntnisse für ihr Aufgabe zu erhalten." antwortet Ezra grinsend.
"Ok, also nicht!" sagt Janis und seufzt erleichtert: "Danke Chef!"

"Von den verbleibenden vier sind zwei angesehene Manager mit guten politischen Kontakten. Die zwei übernehme ich persönlich." sagt Ezra und ergänzt nach einer kurzen Pause: "Vielen Dank Lenar für die gute Zusammenfassung. Ich möchte Sie alle noch einmal eindringlich daraufhin weisen, dass es unsere Aufgabe ist jede potentielle Gefahr im Vorfeld zu erkennen und auszuschalten."

"Und was ist mit den zwei verbleibenden Namen auf der Liste?" fragt Janis.
"Die übernehme ich" antwortet Lenar für Ezra "beide Personengruppen sind der Drogenfahndung gut bekannt und ich arbeite ja bereits intensiv mit den Kollegen zusammen."
Ezra nickt bestätigend: "Ja. Außerdem habe ich vor zwei Wochen einen Tipp erhalten, wo sich die eine Gruppe aufhalten könnte und Mathey undercover dorthin geschickt. Ich erwarte stündlich eine Nachricht von ihm."
Lenar grinst: "Ezra, Sie alter Fuchs! Sagen Sie uns auch wie sie darauf kommen dass Sie die hier besonders verdächtigen?"
Ezra grinst zurück: "Ja gerne. Aber Kallisto versucht uns zu kontaktieren. Ich würde gerne auch Michael und Joan darüber informieren!" und weist auf den blinkenden Lichtpunkt vor ihnen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 7. Mai 2015, 13:22:46 Uhr
Soweit also die Zusammenfassung  ;D 

bin so unmotiviert (http://www.smileygarden.de/smilie/Tiere/172.gif)

Liest das hier eigentlich noch einer?

(http://www.angies-dreams.net/forum/smf/Smileys/default/katze2.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Number_1_Shippergirl am 7. Mai 2015, 17:07:44 Uhr
Aber kladdoch tutas noch ein lesen! Bitte weitermachen - Im Moment sind alle Geschichten doch mehr oder weniger pausiert. (Zugegeben - Mein Machwerk ja auch). Hoffentlich komme ich am Wochenende mal zum Weiterschreiben.

An alle Anderen - Bitte Moony ganz doll motivieren!

Grüßlis Shippy
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Nemo am 7. Mai 2015, 23:18:43 Uhr
Ich lese auch mit.  :)
Allerdings habe ich den Faden verloren und blicke bei dem Personenkarussell nicht mehr durch.
Ich werde die Geschichte nochmal von Anfang bis Ende lesen... sobald Du (Happy) End drunterschreibst.  ;D :-*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 8. Mai 2015, 10:48:37 Uhr
Ich werde die Geschichte nochmal von Anfang bis Ende lesen... sobald Du (Happy) End drunterschreibst.  ;D :-*
:)  aber das wird noch dauern  [devil] . Und ob Happy...........kommt auf die Defintion an. [outahere]
Genügt auch ein Ende der Teilgeschichte Sternenstaub?

(http://www.smiley-lol.com/smiley/animaux-insectes/chienchat/chat-noir.gif)

Ich lese auch mit.  :)
Allerdings habe ich den Faden verloren und blicke bei dem Personenkarussell nicht mehr durch.
[goodjob][goodjob][goodjob]
Danke für den Hinweis! Das ist einer der Schwierigkeiten wenn man immer nur stückchenweise und oft großem zeitlichen Abstand daran schreibt. Aber ich habe eine Idee wie ich hoffentlich mehr Durchblick schaffen kann auch ohne "Zurücklesen", mal sehen ob es klappt.
Wenn ich die Geschichte noch mal überarbeite (irgendwann  ;) ), werde ich vielleicht noch an der einen oder anderen Stelle eine kleine Zusammenfassung einschieben.

(....und das eine oder andere "sprachlich optimieren", kürzen (z.B. unnütze Füllworte rausnehmen, die schleichen sich gerne bei mir ein), Rechtschreibung etc. verbessern  und und und)


Bitte weitermachen - Im Moment sind alle Geschichten doch mehr oder weniger pausiert.

Danke Shippy! Ich habe natürlich gesehen dass meine Geschichte durchaus angeklickt wird, aber ich habe doch eher den Verdacht nur WEIL die anderen Geschichten gerade pausieren und kein Alternativstoff zur Verfügung steht. Im Moment fehlt meiner Geschichte außerdem etwas die Spannung und Action, finde ich.

Auf jeden Fall Danke an alle Leser!

Habe mir vorgenommen dieses Wochenende weiter daran zu arbeiten.  Aber wie sagte John Lennon: Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen.... Mal sehen!

LG Mooncat (http://www.katzen-forum.org/images/smilies/cat_pfote.gif)

Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: DAOGA am 8. Mai 2015, 12:53:30 Uhr
Ich lese alles was neu ist, auch wenn ich mal keinen Senf dazugebe.  :) Bis auf das französische Zeug, da kann ich mit meinen fünf Brocken Französisch nur raten, was Sache ist.  >:( Übersetzung wäre schön, oder daß einer unserer Franzmänner auf Englisch schreibt, das könnte ich nämlich...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Number_1_Shippergirl am 8. Mai 2015, 13:08:25 Uhr
Ich lese alles was neu ist, auch wenn ich mal keinen Senf dazugebe.  :) Bis auf das französische Zeug, da kann ich mit meinen fünf Brocken Französisch nur raten, was Sache ist.  >:( Übersetzung wäre schön, oder daß einer unserer Franzmänner auf Englisch schreibt, das könnte ich nämlich...

Du würdest dich wundern - Ich bin gerade dabei, mein rudimentär angelegtes, komplett durchgerostetes Schulfranzösisch etwas aufzupolieren, weil ich unbedingt wissen will, wie "Just in Your Dreams" weitergeht. Naja, ich sage "aufpolieren" - Eigentlich müsste ich von Runderneuerung sprechen... *grins* Ob ich mir nun allerdings eine Übersetzung zutrauen würde (Wo Tachi ja leider nicht weitermacht... Kann ich aber auch verstehen, so was zu übersetzen, ist eine Heidenarbeit - Respekt, Tachi! [master]), das weiß ich noch nicht. Interessanterweise scheint mir die Beschäftigung mit der Materie auch bei meiner Geschichte weiterzuhelfen. Mal sehen, wie das Wochenende sich ausnimmt.

Liebe Grüße!
Shippy
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 8. Mai 2015, 23:00:38 Uhr
Interessanterweise scheint mir die Beschäftigung mit der Materie auch bei meiner Geschichte weiterzuhelfen. Mal sehen, wie das Wochenende sich ausnimmt.

Ja bitte! Auch für mich sind die Texte aller anderen Autoren eine gute Inspirationsquelle!
LG Mooncat

(http://www.smiley-lol.com/smiley/animaux-insectes/chienchat/ilovemycat.gif)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. März 2016, 00:33:13 Uhr
Erde - New Yorker Weltraumhafen - Zweieinhalb Wochen später

 Joan und Ezra stehen vor dem Eingang der Gangways zu den beiden Raumschiffen Imagination und Demeter und beobachten wie Bühnendekoration aus den Raumschiffen geschafft wird. Die beiden Raumschiffe liegen in einem abgesperrten Bereich des New Yorker Weltraumflughafen, der für den Zeit der Auftritte auf der Erde nur für die Stardust-Tournee angemietet worden war.

Joan hört wie eine bekannte herrschsüchtige Stimme die Arbeiter immer wieder anschnauzt und verzieht das Gesicht. Ezra grinst: "Joan, Du siehst aus als würdest Du diesen Tourneeleiter Ray Stanford am liebsten sofort erschießen. Aber ich fürchte er ist so sauber wie desinfiziertes OP-Besteck." "Ich weiß" antwortet Joan grimmig "aber er bleibt trotzdem ein Kotzbrocken!"

Joan denkt bei sich: "Ich frage mich wieso Jara so jemanden einfach gewähren lässt. Vermutlich hatte sie ihn sich sogar selber ausgesucht, zumindest hätte sie ihn durchaus ablehnen können." Joan seufzt innerlich. Die letzten Tage auf der Mondstation waren ziemlich eisig gewesen. Jara hatte sich nach dem Verhör merklich von Joan zurückgezogen.
Die meiste Zeit war sie mit den Tourneeproben beschäftigt - was Joan durchaus nachvollziehen kann so knapp vor Start und nachdem sie einige Tage aufgrund der Probleme auf der Station verloren hatten. Aber den Rest der Zeit verbrachte Jara meist in ihrem eigenen Bereich auf der Imagination mit irgendwelchen interstellaren Video-Konferenzen oder ähnlichen, sorgsam abgeschirmt vom Captain der Imagination Archam und seiner Mannschaft. "Wozu braucht sie denn überhaupt mich wenn sie schon diesen Terrier in Menschengestalt hat" fragt sich Joan ein wenig frustriert.

Jedenfalls war Jara nur noch zweimal in der Kaffeestube aufgetaucht und jedes Mal schien es Joan als wäre sie mit ihren Gedanken woanders. Immer wenn Joan Jara zur Rede stellen wollte kam sie ihr mit einer guten Ausrede zuvor. "Sie weicht mir aus" stellt Joan fest.
Seither hatte sich keine Gelegenheit mehr zu einem Gespräch unter vier Augen mehr geboten.

Nein, dass hier läuft alles nicht so wie Joan sich das vorgestellt hatte. Dabei hat Joan durchaus das Gefühl, dass sie sich bisher gut geschlagen hat. Sie hatte eigenhändig den Attentäter gefasst!
"Allerdings - einer gefasst, aber vermutlich noch mindestens zwei irgendwo auf der Lauer. Nein, das Ganze war immer verwirrender geworden. So viele Verdächtige, so viele Fährten und wie in einem Labyrinth weiß man nicht, welche eine Sackgasse ist und welche einem zum Ziel führt. Es fühlt sich nicht an, als hätte ich - als hätten wir alles im Griff!"  Und bei dem "wir" blickt Joan kurz zu Ezra.

"Ich bin sehr zufrieden mit Deiner bisherigen Arbeit, Joan!" sagt Ezra so als hätte er ihre Gedanken erraten.

"Danke Ezra!" erwidert Joan. "Ich habe es so arrangiert dass ich heute Abend ein Gespräch mit Jara alleine habe. Ich habe da noch ein paar Fragen an sie..."

"Gut so, Joan!" grinst Ezra. "Übrigens ist die Komet heute Vormittag von einem unserer Kommunikations-Stationen auf dem Jupiter gesichtet wurden. Captain Future wird heute noch von seiner Reise zurück sein."

"Ich weiß" kontert Joan lachend "Ich habe bereits eine Nachricht von ihm erhalten."

"Darf ich wissen was er gesagt hat?" fragt Ezra neugierig.

"Nun ja... Du kennst doch Curtis - die Worte "viel zu gefährlich" kamen natürlich darin vor. Und er will sich mit mir treffen...." grinst Joan.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 20. März 2016, 23:51:29 Uhr
Irgendwo in New York

Ein Mann steht in einer heruntergekommenen Wohnung in einem dunklen Häuserbock aus den 1990er Jahren. Es liegt in einem Teil New Yorks, der einfach nicht nahe genug dran ist am Raumflughafen, dem Regierungsviertel, dem Finanzviertel oder einem der bevorzugten Wohn- oder Ausgehgebiete. Ein Häuserblock irgendwo dazwischen, halb vergessen, da über seine Zukunft bereits seit Jahrzehnten vor Gerichten gestritten wird. Ewig lange laufende Denkmalschutz-Verfahren, die die Bautätigkeiten in den bereits leeren Gebäuden vor vielen Jahren lahm gelegt hatten. Legal wohnt hier niemand mehr.

Der Mann schüttet Wasser aus einem Behälter in eine Schüssel und spritzt sich eine Handvoll ins Gesicht. Dann schaut er auf und betrachtet das fahle Spiegelbild seines Gesichts auf der halbblinden Oberfläche, die wohl einmal eine Spiegelkachel gewesen war. Ein altes, maskenhaftes Gesicht, das ihn nur noch wenig an die Person erinnert die er noch vor einem Jahr gewesen war.

"Sie haben nicht verhindern können, dass ich hierhin gelangen konnte." denkt er und ein schiefes Grinsen huscht dabei über sein Gesicht. "Niemand kann mich aufhalten! Niemand!" murmelt er. " Sie wollten ja nicht auf mich hören! Einfach nicht auf mich hören.... Doch ich werde sie stoppen! Morgen! Dann werden Sie mir zuhören müssen!"

Dann schlüpft er in einen schwarzen Hoody und zieht die Kapuze über seinen kahlen Schädel. Er nimmt einen Werkzeuggürtel, dreht sich um und geht. Auf dem Rücken des Hoodys sieht man ein goldenes Logo leuchten, das Logo der Stardust-Tournee...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. März 2016, 17:49:04 Uhr
„Ablösung“ ruft Michelle als sie sich Joan und Ezra nähert. „Joany, Du musst Dich auf heute Abend vorbereiten. Die Werbeveranstaltung, Du weißt schon. Eine nette Idee als eine der Tänzerinnen Jara zu begleiten. Wenn die Stylisten mit Dir fertig sind muss diese Jara aufpassen dass Du ihr nicht die ganze Show stiehlst.“
Als Antwort verzeiht Joan lachend das Gesicht. „Übertreib mal nicht!“
„Nun, ich sollte auf jeden Fall ein paar Aufnahmen von Dir machen und sie einem gewissen Weltraumhelden schicken!“ sagt Michelle.
„Untersteh Dich!“ knurrt Joan.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. März 2016, 17:50:18 Uhr
Joan war den ganzen Abend Jara gefolgt, von einem Händeschütteln zum nächsten Small-Talk, ein freundliches Hallo-Schön-Sie-kennen-zu-lernen hier, ein Ich-freue-mich-besonders-Sie-bei-unserer-Premiere-begrüßen-zu können da. Immer lächelnd, immer interessiert. „Wie hält Jara das bloß aus?“ fragt sich Joan, während sie fleißig dabei war im Geiste den Gästen Spitznamen wie „Ehepaar Fettqualle und Maskengesicht“ zu vergeben. Zum Glück war es ja nicht sie, die im Blickpunkt der Aufmerksamkeit stand, sodass nicht wirklich auffiel das Ihr Lächeln eher einem permantentem Grinsen glich.
Ein Gast der sich zunächst beobachtend im Hintergrund hielt, war ihr besonders aufgefallen. Mit einer kurzen Nachricht „die dunkelblau gekleidete Nebelkrähe auf 9 Uhr“ hatte sie die Kollegen informiert. Eine kurze Andeutung eines Grinsens huschte über das ansonsten geschäftsmäßig-ernste Gesicht der beiden Security-Männer bevor sie energisch und trotzdem recht unauffällig bleibend den von Joan so beschriebenen Mann aus dem Hauptraum hinaus brachten. Wie Joan wenig später erfuhr fand man ein leeres Drogentütchen in seiner Jackettasche. Ein Blutschnelltest bestätigte dass es sich um einen Konsumenten und keinen Dealer handelte.

Nach einer knappen Stunde, die Joan wie eine halbe Ewigkeit vorgekommen war, versuchten Jara und die Tänzerinnen die Veranstaltung durch den für sie reservierten Seitenausgang zu verlassen. Doch es blieb den anderen Gästen nicht verborgen und einige Journalisten versuchten ihr Glück auf dem Weg zum Ausgang noch ein paar Worte und Bilder zu erhaschen. Das entstehende Gedränge lies Joan fast den Atem stocken. So viele Körper, Hände, Bewegungen. Wie da noch den Überblick behalten! Doch für die Bodyguards war dies wohl Alltag. Routiniert stellten sie sich in den Weg und schafften eine Gang nach draußen.

Es ging durch einige sehr lange Gänge in ein benachbartes Gebäude hinein und dann mit dem Fahrstuhl hinauf ins oberste Stockwerk, wo sich die Räume der Gruppe für die nächsten fünf Tage befanden. Joan beobachtete, wie jeder der Tänzerinnen auf ihr Zimmer ging. Dann betrat sie selber den Raum direkt gegenüber dem Fahrstuhl, in dem sich bereits einige der Security-Männer und ihre Kollegen Lenar und Michelle befanden, um mit dem gemeinsamen De-Briefing des Tages zu beginnen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. März 2016, 17:50:35 Uhr
Fast zwei Stunden später steht Joan vor Jaras Zimmer. Eine dezente grüne Leuchtschrift „Bitte nicht stören“ erscheint auf dem Türöffner, doch Joan ignoriert sie. „Das gilt nicht für mich. Wir sind verabredet. Es wird Zeit das Jara mir ein paar Fragen beantwortet. Diesmal werde ich sie nicht so einfach davon kommen lassen!“ denkt sie entschlossen als sie das Zimmer betritt. Es ist ein großer Raum der nur vom Licht der Skyline New Yorks erhellt ist, das durch zwei aneinandergrenzende  bodentiefe Glasitfenster fällt.  Joan blickt durch den Raum und ruft: „Jara?“ Doch erst als sich ihre Augen nach einigen Sekunden an das dunklere Licht gewöhnt hat findet sie sie. Jara sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und scheint die Lichter der Stadt zu fixieren.

(https://i.ytimg.com/vi/gIxuJQ1HAmc/hqdefault.jpg?custom=true&w=336&h=188&stc=true&jpg444=true&jpgq=90&sp=68&sigh=hdB8ovKeZTVAOwmEPoziPUwVZFI)

„Jara, störe ich Dich beim Meditieren?“ fragt sie besorgt.
Da dreht Jara ihren Kopf zu Joan und antwortet: „Nein. Nein! Ich freue mich daß Du da bist.“ und macht eine einladenden Handbewegung.
Als Joan näher kommt sieht sie das Jaras eben noch strahlendes Gesicht seltsam müde und ein wenig traurig wirkt. „Was ist los? Geht es Dir nicht gut?“ fragt Joan besorgt.
„Alles in Ordnung. Ich bin nur erschöpft von der Veranstaltung eben. So viele Menschen. So viele Menschen in dieser Stadt! Es ist anstrengend nicht in diesem Strom von Gedanken und Gefühlen unterzugehen. Ein bisschen innere Sammlung tut da gut. Das ist ganz normal. Du weißt das, ich bin ja nicht die erste Empathin die Dir begegnet ist.“ antwortet Jara leise.
Joan nickt nur zur Antwort.
Da steht Jara auf und deutet Joan sich in einen der Sessel zu setzen. „Ich muss mich bei Dir entschuldige, Joan! Ich weiß, ich bin Dir in der letzten Zeit aus dem Weg gegangen. Das war falsch, aber …, nun ja. Unsere Gespräche haben mir gefehlt.“
„Mir auch.“ antwortet Joan und fragt: „Aber wieso hast Du das gemacht?“
Jara sagt: „Es ist schwer zu erklären. Mit Worten zu erklären.“
„Auf der Veranstaltung warst Du nicht um Worte verlegen“ bemerkt Joan.“ Du schienst dort voll in Deinem Element zu sein.“
Daraufhin verzeiht Jara das Gesicht. „So wenig kennst Du mich, Joan? Nur weil ich etwas gut beherrsche heißt das nicht das ich es gerne tue. Im Übrigen hast Du Deine Arbeit dort auch sehr gut gemacht aber ich hatte auch nicht den Eindruck, dass Du diesen Teil Deiner Arbeit besonders magst.“
„Ja, mag sein.“ entgegnet Joan, „Und doch frage ich mich, ob Du mir nicht etwas vorspielst. Manchmal scheinst mir Du eine ganz andere Person zu sein.“
„Tatsächlich?“ antwortet Jara traurig. „Vielleicht...“ Jara lässt ihren Satz unvollendet und schaut wieder hinaus.
„So wie jetzt, Jara. Warum redest Du nicht weiter? Woran denkst Du?“ insistiert Joan.
Jara wendet sich ihr wieder zu und schaut ihr direkt in die Augen: „Welchen Sinn macht es es abzustreiten? Ja, natürlich gibt es einige Dinge die ich Dir nicht sagen kann. Und das Eine oder Andere, dass ich noch nicht bereit bin mit jemandem anderen zu teilen. Trotz alledem war ich immer ehrlich zu Dir. Wie soll ich Dir das nur beweisen?“


Einen Moment lang schaut Jara Joan mit einem Blick an, als wolle sie ihre ganze Seele lesen.
„Ich würde es Dir gerne anders erklären. Aber ich weiß nicht ob Du bereit dazu bist, ob Du es willst?“ fährt sie fast flüsternd fort.
„Du willst mir Deine Gefühle schenken“ sagt Joan.
„Ja, Gefühle schenken, ich mag diese Formulierung!“ sagt Jara und lächelt vorsichtig.
„So nannte es unsere Nachbarin auf Lyrian. Sie war auch eine Empathin.“ erklärt Joan.
„Hat sie Dir einmal ihre Gefühle geschenkt?“ fragt Jara.
„Ja. Es war ein überwältigendes Erlebnis. Ich habe mich selten so glücklich gefühlt.“ sagt Joan.
Wärst Du bereit dazu so etwas noch einmal zu erleben? Auch wenn es sich nicht nur um positive Gefühle handelt?“ fragt Jara. „Bitte überlege es Dir gut!“
„Ja, es ist wichtig dass ich Dich besser verstehe. Für meine Arbeit. Und für mich. Und wenn ich Dir danach wieder mehr vertrauen könnte...“ antwortet Joan.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. März 2016, 23:20:55 Uhr
Captain Future fliegt die Comet mit Maximalgeschwindigkeit in Richtung Erde. Er starrt auf die näher kommende Erde als würde es sie noch schneller dorthin bringen.

(https://i.ytimg.com/vi/mbguWYnqJtY/hqdefault.jpg?custom=true&w=336&h=188&stc=true&jpg444=true&jpgq=90&sp=67&sigh=gxJRbe2WuplMpckn3dpFPQybCSo)

„Chef, die Instrumente zeigen an, dass einige Teile des Antriebs langsam eine kritische Temperatur erreichen. Vielleicht sollten wir besser etwas abbremsen.“ bemerkt Grag
„Lass ihn, Grag. Ich bin mir sicher dass wir noch ausreichend Zeit auf der Erde haben werden die Teile zu reparieren oder auszutauschen.“ antwortet das lebende Gehirn „Bereite schon mal den Cosmoliner vor, ich denke Curtis wird ihn sofort brauchen wenn wir auf der Erde eintreffen.“

„Ja, Simon, eine gute Idee.“ murmelt Curtis in Gedanken.
Nach seinem Gespräch mit John hatte er darauf gedrängt, so schnell wie möglich Rival zu verlassen. Auf dem Rückweg hatte er noch zwei Freunde kontaktiert, die Johns Informationen noch einige beunruhigende Details hinzufügen konnten. Joan hatte es „Gerüchte und reines Hörensagen, keine stichhaltigen Beweise“ genannt, aber es genügt ihm selber vollkommen um zu vermuten dass die Tanzgruppe und damit auch Joan und ihre Kollegen in wirklich ernsthafter Gefahr sind. "Hoffentlich komme ich noch rechtzeitig um Schlimmeres zu verhindern." denkt er sich und versucht über den Kommunikator Otho auf der Erde zu erreichen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 28. März 2016, 21:06:22 Uhr
Währenddessen laufen in der großen Halbmondhalle des Deep-Space-Theater die Aufbauarbeiten zur morgigen Premiere. Unter der Beobachtung von Lyrianischen und irdischen Sicherheitsleuten, unter ihnen Michelle und Ezra, tragen drei Dutzend Roadies und Bühnentechniker, aller bekleidet mit einem schwarzen Stardust-Hoody, hunderte von Kartons, Kästen, Kabeln und technischen Geräten in die Halle und beginnen damit diese an ihrem Bestimmungsort anzubringen. Das einzige, was Michelle ungewöhnlich erscheint, ist der hagere Mann der hektisch zwischen den muskulösen Männern und wenigen Frauen hin- und herläuft und dabei in einer Tour schimpft und brüllt: „Passt doch auf Ihr Tölpel, dieses Teil ist empfindlich! … Nein nicht hier, dort drüber gehört es hin. … Zuerst müsst Ihr Teil A anbringen, könnt Ihr denn nicht lesen Ihr Analphabeten!....“ Aber es ist nur Ray Stanford, der Tournee-Leiter.

Der „Tölpel“ scheint nicht aus der Ruhe zu bringen sein, er macht einfach weiter. Als Michelle erkennt, dass die dunklen Haarsträhnen, die unter dem Hoody des so titulierten Roadie hervorkommen und die dunklen, bedrohlich aussehenden Augen ihrem Kollegen Lenar gehören, kann sie sich ein Grinsen gerade noch verkneifen. Auch der andere Rowdy neben ihm reagierte fast gar nicht auf Stanford, was Stanford nur noch lauter werden läßt. Michelle blickt für eine Sekunde in das Gesicht unter der Kapuze, ein maskenhaftes, bleiches Gesicht daß sich zu einem schiefen Grinsen verzieht bevor er wohl etwas als Antwort brummt. Michelle spürt wie ihr ein leichter Schauer über den Rücken läuft.

„Haben Sie etwas entdeckt, Michelle?“ hört sie daraufhin Ezras fragende Stimme. „Nein, alles normal hier.“ Antwort sie. Doch in Gedanken ergänzt sie noch: „Den meisten von denen möchte man nicht wirklich alleine und unbewaffnet im Dunkeln in einer einsamen Gasse begegnen...“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. April 2016, 20:56:48 Uhr
Joan steht auf der Landeplattform des Gebäudekomplexes der Weltraumpolizei. Ihr Blick schweift in die Ferne über den Hudson hinweg zum Weltraumflughafen. Der Wind spielt mit ihren blonden, inzwischen sehr langen Haaren. Es ist kommt Joan so vor, als würde sie das Salz in der Luft schmecken und das Dröhnen der Raumfahrzeuge während des Starts laut hören. "Eigentlich kann dies gar nicht sein!" denkt sie sich. Aber dann erinnert sie sich daran, dass sie ähnliches empfunden hatte kurz nachdem sie damals auf Lyrian... Es geht schnell vorüber, daran erinnert sie sich. "Eigentlich schade..." denkt sie.
Gedankenverloren blickt sie auf einen kleinen Lichtblitz, der sich dem Weltraumflughafen nähert. "Dies ist die Comet, Curtis sitzt am Steuer" das fühlt sie in diesem Moment ganz genau, kein Zweifel. Jetzt wird es keine halbe Stunde mehr dauern, bis er hier zu ihr kommt.  Joan Wangen röten sich und sie lächelt glücklich.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 7. April 2016, 21:29:06 Uhr
Liebe Grüße..... :)
Gerne wieder mehr...... ;)
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 23. Mai 2016, 15:01:19 Uhr
Als Curtis seine Augen öffnet ist er sich zunächst nicht bewusst, wo er sich befindet. Das rötliche Restlicht, das den Raum nur sehr schwach beleuchtet, erinnert ihn an seinen Raum auf Rival. Aber nein! Dieser vertraute Geruch, das Gefühl von warmer nackter Haut an seiner .... Joan! Ich bin bei Joan.
Langsam kommt die Erinnerung wieder. Wundervolle Erinnerungen an berauschende Nähe und warmen Wellen von Ekstase in denen sie beide glücklich ertrunken waren.

Curtis lächelt als sein zärtlicher Blick auf Joans perfektes Gesicht fällt. Ihre wundervollen langen Haare leuchten leicht rötlich-golden. Es ist als würde er sich in diesem Anblick verlieren. Er atmet ihren Geruch tief ein und hält für einen kurzen und doch ewigen Augenblick die Luft an.

Nach einer unbestimmbaren Anzahl von Minuten oder Stunden zwischen halbem Wachsein und Schlaf trifft ihn scheinbar plötzlich ein heller Sonnenstrahl wie ein Pistolenschuss und weckt seinen Verstand. Die Fenster haben sich von Verdunklung in Transparentzustand verwandelt und immer lauter werdende Musik setzt ein.
"Joan, es wird Zeit auf zu wachen, meine Süße" flüstert Curtis ihr ins Ohr.
Joan öffnet langsam ihr Augen und blickt Curtis an: "Guten Morgen!" murmelt sie schlaftrunken.
"Guten Morgen!" antwortet Curtis.
Zunächst rührt Joan sich nicht. Doch dann ruft sie wie vom Blitz getroffen: "Wie spät ist es?" blickt auf die Zeitanzeige an der Wand, springt auf und ruft: "Oh je so spät schon! Ich muss aufstehen sonst komme ich noch zu spät." Dann hechtet sie aus dem Bett und verschwindet mit einem "Sorry, Curtis, ich muss jetzt ... bis gleich" ins Badezimmer.

Curtis blickt ihr überrascht nach. Dann setzt er sich etwas hoch und denkt: "Was für eine wundervolle Nacht! Wer braucht Tage wenn es solche Nächte gibt...." Dann hört er die Dusche angehen. Kurz darauf folgt Curtis Joan ins Badezimmer und beobachtet sie wie sie das warme Wasser über ihr Haare und ihren Körper fließen lässt.

Etwas war anderes gewesen. Etwas IST anders. Joan ist anders. Sie hat sich verändert und nicht zu ihrem Nachteil, ganz gewiss nicht. Fraulicher."

"Fraulicher und etwas" -Curtis sucht nach dem richtigen Wort - "dominanter oder besser durchsetzungsstärker. Wie hatte sie es eigentlich fertig gebracht dass sie bereits eine halbe Stunde nach seinem Eintreffen in ihrem Zimmer und dann in ihrem Bett gelandet waren? Eigentlich hatte er sich den Abend etwas anderes vorgestellt." denkt Curtis und sagt dann zu sich selber: "Aber uneigentlich auch wieder nicht..." und steigt zu Joan unter die Dusche.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: comet am 23. Juni 2016, 21:32:40 Uhr
 :o
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 10. August 2016, 16:49:16 Uhr
Als Joan etwa eine halbe Stunde später in ihren Gleiter einsteigt, stellt sie entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit sofort die Automatik ein und schließt ihre Augen. Es kommt ihr vor, als würde sie noch immer spüren, wie seine Küsse über ihren Rücken wandern bis hin zu ihrem Nacken und dann weiter nach vorne bis hin…. Sie spürt erneut dieses Kribbeln, die Wärme der Dusche und seines Körpers…. Ein tiefes Seufzen entfährt ihr, als ihr Gleiter auf einem der reservierten Parkplätze der besonders gesicherten Parkebene des Hotels einparkt und eine sanfte Frauenstimme sie mit einem „Wir haben das gewünschte Ziel erreicht.“ aus ihren Tagträumen reißt.

Als sie kurz darauf den Securityraum betritt, schallt ihr Michelles freundliche Stimme mit einem „Guten Morgen Joan!“ entgegen. „Du bist zehn Minuten zu spät. Sag nichts, ihr hattet eine traumhafte Nacht, nicht wahr? Dein Lächeln ist ja nicht von dieser Welt…“. Joan antwortet nur „Guten Morgen zusammen! Sorry…“ und lässt ihren Blick über die Anwesenden schweifen. Erstaunt erkennt sie Jara unter ihnen, die ihr ein wissendes Augenzwinkern zuwirft. Joan denkt: „Hat sie meine Gefühle.. während…? Was hat sie…?“ Joans Wangen werden rot…

Jara sagt leise: „Keine Sorge, Joan!“ und etwas lauter: „Joan, ich habe bereits mit Michelle darüber gesprochen. Ich würde gerne schon jetzt für eine Stunde den Saal besuchen und mich umsehen. Ein Gefühl für den Raum bekommen bevor er mit Menschen gefüllt ist.“ „Lampenfieber?!“ bemerkt Michael mit einem etwas sarkastischen Unterton. Jara entgegnet ihm lachend: „Ja, vermutlich. Lampenfieber ist ein merkwürdiger irdischer Begriff dafür“ und dann zu Joan gewandt: „Siehst Du irgendwelche Probleme? Ich hätte Dich gerne dabei, auch als emotionale Unterstützung“ wobei sie bei dem letzten Halbsatz eine Seitenblick auf Michael wirft.
Joan schaut auf ihren Datenpad mit dem Zeitplan und dann zu Michelle und Michael als sie sagt: „Laut Plan sollten dort nur noch wenige Restarbeiten durchgeführt werden. Nur noch wenig Personal dort außer unseren Securityexperten. Wenn Michelle und Michael keine Einwände haben, können wir gerne in fünf Minuten los…“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 11. August 2016, 11:59:23 Uhr
Erschöpft lässt sich Lenar mit einem Becher Kaffee auf einer Kiste nieder und betrachtet den Fortgang der restlichen Arbeiten um ihn herum. Wenn man das Ganze mit dem Chaos vergleicht, dass hier noch 24 h zuvor geherrscht hatte, musste er innerlich doch ein wenig den Hut ziehen vor der perfekten und anstrengenden Arbeit der Rowdy-Crew. Er hatte nur einige Stunden Schlaf bekommen, da er die Spätschicht als Teamleiter und heute wieder die letzte Schicht als Mitarbeiter der technischen Abnahme mit Beginn 5:30 übernommen hatte. Damit arbeitet er mit allen Mitarbeitern der Rowdy-Crew zusammen und kann sie alle noch einmal persönlich unter die Lupe nehmen.

Sobald er den Spezialkaffee – eine Mischung aus starkem Kaffee für den Geschmack und den schnellen Powerschub und jolanischem Brauntee für den Beibehalt des Levels über die nächsten Stunden – ausgetrunken hatte würde er seine Abschlussrunde starten.

Lenar denkt darüber nach wie extrem einfach es für ihn war in diese Rolle hier zu schlüpfen und so überhaupt kein Zweifel darüber aufkam, dass Lenar etwas anderes sein könnte als ein schlechtbezahlter Rowdy. Sollte ihn das misstrauisch machen?
„Joany oder Michelle und selbst der junge Janis hätten hier keine Chance gehabt. Auch für Michael wäre es hier schwerer. Was bloße Äußerlichkeiten so alles bewirken! Wenn ich denen hier erzählen würde, dass ich einen akademischen Abschluss vom MIT habe – wahrscheinlich würden die einfach nur glauben dass ich sie verarschen will.“  denkt Lenar grinsend.
 
„Eigentlich sind das alles ganz herzensgute und fleißige Humanoide hier, wenn auch sehr verschlossen und ruppig in ihrer Art. Bei diesem Job herrscht halt ein anderer Umgangston, da muss man sich anpassen.“ hatte Lenar in seinen Bericht geschrieben. Und bei den Hintergrundrecherchen war herausgekommen, dass sehr viele schwere Schicksalsschläge hinter sich hatten. „Das macht sie natürlich grundsätzlich anfälliger für kriminelle Angebote aller Art, aber diese Crew hier ist speziell ausgewählt für wichtige Aufträge, fest angestellt und besser bezahlt als die Gelegenheitsarbeiter sonst, und wird von der Sicherheitsabteilung ihrers Arbeitgebers laufend überprüft. Ich werde mich heute auf die vier „Ersatzspieler“ konzentrieren, Personen die zum ersten Mal bei der Crew mitarbeiten.“ Hatte Lenar berichtet.

„Mit mir mit sind es eigentlich fünf.“ denkt Lenar nun. „Nur zwei außer mir sind für die Abschlussschicht heute Morgen eingeteilt, alle sind da und keiner fehlt. Ein Marsianer genannte „Harry“ und „Smiley“, der Terraner, den man wegen seiner besonderen technischen Kenntnisse hinzugerufen hatte. Seinen Spitznamen hatte er bekommen, weil der kahlköpfige Mann wenn überhaupt nur ein schiefes Grinsen zu Stande bringt. Armer Kerl, hatte wohl aufgrund einer Krankheit den Job verloren und war dann abgerutscht. Trotzdem muss ich ihn mir noch einmal besonders vornehmen. Ansonsten werde ich die Arbeit der beiden anderen Ersatzspieler von gestern Abend auch noch mal besonders gut ansehen…“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 12. März 2017, 22:52:46 Uhr
So, ich versuche wieder rein zu kommen...:

Als sie zusammen den Fahrstuhl zum VIP Parkdeck des Hotels nehmen, bemerkt Joan wie nervös Jara ist. Es sind nur kleine Anzeichen, ein fahriger Blick durch die Kabine, das leichte Hin- und Herüberwechseln des Standbeins, ein fast unhörbarer Seufzer als sich der Fahrstuhl wieder öffnet, das Öffnen und Schließen ihrer linken Hand. Nur weil sie Jara inzwischen gut kennt, erkennt Joan diese als solche.
Als sie beim Gleiter angekommen sind, blickt Joan Jara an: „Wird alles gut gehen. Der Abend wird ein großartiger Erfolg! Ich werde die ganze Zeit bei Dir sein, falls es Dir ein Trost ist.“ „Danke“ erwidert Jara, mit einem fast schüchternen Lächeln und leiser, sanfter Stimme „und ja, es bedeutet mir sehr viel Dich an meiner Seite zu wissen.“

Am Bühneneingang der Halle empfängt sie der Manager Ray Stanford: „Wir sind gerade bei den letzten Arbeiten, in einer halben Stunde sollte alles soweit fertig sein. Die Tölpel brauchten zwar etwas Nachhilfe, aber jetzt sind wir im Zeitplan!“
„Danke Stanford, ich wusste das Sie Ihren Job gut machen werden. Zeigen Sie uns jetzt bitte  Garderoben und die Bühne.“

Nachdem Jara den gesamten Backstage Bereich besichtigt hat betreten alle zusammen die Bühne. „Vielen herzlichen Dank meine Herren für die Führung und Ihre Geduld mit mir. Aber Sie haben jetzt genug Zeit für mich verschwendet. Dank Ihrer Hilfe finde mich hier ab jetzt auch ohne Sie zurecht.“ verabschiedet Jara ihre Begleitung. Dann stehen sie und Joan ganz alleine auf der Bühne.
„Von hier sieht diese Halle viel größer aus als von den Rängen.“ murmelt Joan tief beeindruckt. „Ein wenig Furcht einflößend wenn ich bedenke dass um uns herum bald so viele Menschen sein werden.“
„Alles potentielle Gefahrenquellen meinst Du?“ bemerkt Jara.
„Ja, auch...“ antwortet Joan. „Aber ich meinte eigentlich.... ich würde hier vor all den Menschen kein Wort rausbekommen geschweige denn Tanzen können.“
Jara lacht: „Ach ja? Wenn eine Gefahr entstehen würde, würdest Du dann zögern Dich vor die Menschen zu stellen und sie aufzufordern langsam und ruhig den Saal über die Fluchtwege zu verlassen?“
„Nein, natürlich nicht, dass ist mein Job!“  sagt Joan ein wenig entgeistert.
„Tanzen ist mein Job, Joan. Für mich spielt es keine Rolle ob es dreißig Zuschauer sind wie auf dem Eismond oder tausend. Am Anfang konzentriere ich mich vollkommen auf mein Tanzen und die Musik und danach trägt mich diese Welle der Emotionen der Zuschauer. Es ist ein erhebendes Gefühl, auch wenn man kein Empath ist.“ sagt Jara mit strahlenden Augen.  „Das ist was ich mir immer gewünscht habe seit ich als kleines Mädchen die ersten Tanzschritte gelernt habe.“

Für einen kurzen Moment bedauert Joan, dass sie diese Begeisterung nicht teilen kann, aber sie freut sich für Jara. „Ich hoffe alles geht gut.“ denkt sie bei sich während sie in das Halbdunkel der Halle blickt „Ich jedenfalls werde mein Möglichstes dafür tun.“

„Lässt Du mich bitte für eine viertel-Stunde alleine? Ich möchte die „Schwingungen des Raums“ in mich aufnehmen, so sagt man doch auf der Erde, nicht wahr Joan?“ bittet Jara Joan.
„Ich glaube zwar nicht, dass das Sprichwort von derselbe Art von „Schwingungen“ redet wie Du sie empfängst, aber ich denke ich weiß was Du meinst. Ich werde einen kurzen Rundgang machen und dann die Position einnehmen wie heute Abend während der Show.“ antwortet Joan.
„Von dort hast Du mich die ganze Zeit im Blick, dass ist zwar nicht ganz das was ich so unter „alleine“ verstehe, aber das genügt mir.“ bemerkt Jara.


Joan betritt den als Block „A10“ gekennzeichneten Bereich  der Halle. Dort sieht sie einen bulligen Rowdy mit schwarzen Haaren und dunklen, gefährlich aussehenden Augen stehen. Joan geht auf ihn zu: „Hey Sie da! Wer sind sie und wie heißen Sie?“
„Guten Tag schöne Lady, sind Sie eine der Tänzerinnen?“ antwort Lenar mit einem wohlwollendem Grinsen und betrachtet sie von unten nach oben.
Joan denkt bei sich: „Lenar, den Blick wirst Du mir noch büßen!“ und sagt dann in einem kaum weniger ruppigen Ton: „Guten Tag, nein, ich leite die Security, antworten Sie auf meine Frage.“ während sie sich ihm weiter nähert.
„Security, so so, welch eine Verschwendung! Dann müssen Sie Mrs. Landor sein, ich bin Wolly, der Schichtleiter.“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. April 2017, 22:56:43 Uhr
Mitten auf der noch verdunkelte Hauptbühne steht Jara mit geschlossenen Augen und lauscht. Sie lauscht auf die Geräusche in der Halle und ihren Widerhall. Und auf Dinge, die sie nicht mit ihren Ohren wahrnimmt: Ein Mann in den unteren Rängen rechts ist sehr hungrig. „Der Arme, sein Magen knurrt“ denkt sie sichund schmunzelt. Dort hinten, dass müssen Joan und Lenar sein. Jara spürt eine durch und durch freundschaftliche aber dennoch  tiefe Zuneigung zwischen beiden.
Doch dann fühlt sie eine Gefühlsregung, die ihre voll Konzentration auf sich zieht. Das Lächeln verschwindet aus ihren Gesicht. Im Dunkel der Ränge entdeckt sie eine weitere Gestalt im schwarzen Hoody, die an einer der Kontrollen für die Spezialeffekte arbeitet. Er ist kaum zu erkennen, nur das Stardust-Logo auf dem Rücken wirft einige Lichtrefexe zurück.
„Das ist er“ sagt sie zu sich selbst und geht langsamen Schrittes auf ihn zu. „Wie gut dass Tanzschuhe nahezu lautlos sind“.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. April 2017, 23:01:31 Uhr
„Wolly?! -  der Name passt zu Ihnen und das was wohl eine Frisur sein soll“ antwortet Joan und wirft ihm dabei einen vielsagenden Blick zu.
„Scheint Ihnen wohl zu gefallen! Aber Sie sind sicherlich nicht nur für eine charmante Plauderei hier, sondern um über den aktuellen Stand der Arbeiten zu erfahren, Mrs. Landor.“ lautet die Entgegnung. "Wir können gerne nacher weiter Komplimente austauschen, aber ich habe noch eine Menge Arbeit hier die pünktlich fertig werden muss."
"Ja, lassen Sie uns anfangen!" entgegenet Joan und zusammen gehen Sie den Stand der Arbeiten durch. Joan wirft dabei immer wieder einen kurzen Blick auf Jara, die fast regungslos auf der Bühne steht.

„Verdammt“ flucht auf einmal Wolly alias Lenar, als er kurz seine neuste Nachricht überprüft. „Es ist Smiley!“ und blickt dabei Joan an. „Smiley?“ fragt Joan besorgt.
„Ja, Smiley ist Hilblom! Er sieht vollständig anderes aus, kahler Schädel und schiefer Mund, wie nach einer verpatztem Gesichts-Op. Auch unsere Gesichtserkennungsapp hat ihn nicht erkannt. Er ist mir nur aufgrund seiner besonderen Technikkenntnisse aufgefallen, deshalb habe ich seine DNA untersuchen lassen.“ antwortet Lenar. „Er ist gerade hier, macht Abschlussarbeiten an den Kontrollen auf der anderen Seite der Halle.“ sagt Lenar und zeigt in diese Richtung.
„Und Jara ist auch hier, wenn er es bemerkt ist sie wohlmöglich in Gefahr!“ sagt Joan. Ihr Blick geht reflexartig zur Bühne, aber Jara ist nicht mehr dort. „Verdammt wo ist sie?“
Lenar und Joan tauschen besorgte Blicke aus während sich Joan an die Einsatzzentrale wendet.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. April 2017, 23:03:31 Uhr
Curtis hätte Joan am Liebsten begleitet, doch sie hatte sehr überzeugende Argument unter der Dusche vorgebracht, denen er sich nicht widersetzen konnte. Mit Einem hat sie jedenfalls Recht, selbst wenn Joan den Fall abgeben würde, wären viele andere Menschen immer noch in höchster Gefahr. Die Tanzgruppe, Ezras Team, Zuschauer, Passanten …. nicht auszudenken wie viele Menschen womöglich betroffen wären!

Als Otho mit einem Gleiter anhält, um Curtis abzuholen, begrüßt er ihn mit einem wissenden Grinsen: „Guten Morgen, Chef! Du hast Joan alleine wegfahren lassen?“
Curtis: „Guten Morgen, Otho. Ja. Wir haben etwas anderes vor. Wir haben gleich eine Verabredung mit Lan Tark.“
„Lan Tark? Ist das nicht der Marsianer dem eine Raumschiffwerft gehört?“ fragt Otho. „was hat der den mit einer Tanzgruppe zu tun?“
„Genau der. Ich habe ihn damals kennengelernt, als Raumschiffe aus dem ganzen Sonnensystem mit Hilfe eines Zeitbeschleunigers entführt wurden, inklusive unserer Comet.“ antwortet Curtis.
„Erinnere mich nicht daran, Chef...“ murmelt Otho. „Sie hatten mir das Schiff unter meinem Hinter weg geklaut, einfach so...“ erinnert er sich.
„Inzwischen haben alle Hersteller – auch Tark- enorme Marktanteile an die Bentowerften verloren.“ erläutert Curtis. „und die Bentowerften gehören zur BCB Gruppe, genauso wie die Tanzgruppe“.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sternmaus am 18. April 2017, 15:57:27 Uhr
Wie schön es geht weiter.. ;D
Sternmäuschen ;)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Mai 2017, 19:34:41 Uhr
ja, wenn auch nur ein kleines Häppchen, aber zu mehr bin ich noch nicht gekommen...


Lenar und Joan laufen durch die Reihen in Richtung Kontrolkonsole, bei der sie Hilblom vermuten. „Wir brauchen Verstärkung hier. Jara ist in Gefahr!“ ruft Joan hastig  in ihren Kommunikator. Doch dann bleibt sie plötzlich stehen und deutet Lenar mit ihrer Hand, ihr gleich zu tun. Lenar blickt sie verwirrt an.
Joan nickt ihm nur zu und spricht weiter in ihren Kommunikator: “Riegelt alle Ein- und Ausgänge der Halle ab. Ich wiederhole: Sichert sofort alle Ein- und Ausgänge des inneren Hallenraums. Keiner darf rein oder aus! Ich wiederhole: Keiner! Bleibt draußen bis Ihr weitere Anweisungen von mir erhaltet“.
Lenar runzelt die Stirn und setzt zu einer Frage an: „Joan, wieso...?“ doch Joan stoppt ihn mit einem Blick, der sagt „Vertraue mir, ich weiß was ich tue.“
„Ok. Was jetzt? Was hast Du vor, Joan?“ bestätigt Lenar.
„Nicht ich, Lenar, Jara hat etwas vor. Wir beide sind ihre Rückendeckung, falls etwas schief läuft.“ erklärt Joan. „Sieh da hinten! Da sind beide! Lass uns ganz langsam auf sie zugehen.“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Mai 2017, 19:46:16 Uhr
Als der Mann, denn die anderen Smiley nennen, den kleinen Kontrollkasten schließt, hört er schnelle sich ihm nähernde Schritte. Doch er blickt nur kurz auf. Er ist vollkommen ruhig. „Egal, selbst wenn sie mich jetzt entdecken, ich habe alles vorbereitet und nichts wird es mehr stoppen können wenn ich jetzt mit diesem Knopf alles aktiviere. Ich wusste ich würde nicht lange unentdeckt bleiben.“

Da hört er plötzlich eine leise sanfte weibliche Stimme hinter sich ihn fragen: “Warum?“
Hilblom dreht sich um. Dort steht eine blonde Frau in einem Tanzkleid mit einem fast durchsichtigen langen Rock und schaut ihn direkt in die Augen.
„Warum, Mr. Richard Hilblom? So ist doch Ihr Name, nicht wahr?“ wiederholt die Frau ihre Frage.
Hilblom starrt sie verwirrt an. Der Ton ihrer Stimme, ihr Gesichtsausdruck und ihre ganze Körperhaltung – so sanft und ruhig.  „Was geschieht hier gerade? Wer ist sie?“ denkt er völlig verwirrt.
„Oh bitte entschuldigen Sie, wie unhöflich von mir, ich hätte mich Ihnen zuerst vorstellen sollen: Mein Name ist Jara.“ sagt sie und streckt ihm ihre Hand entgegen.
„Jara???“ murmelt Hilblom daraufhin und ergreift aus einem Reflex heraus ihre Hand.
„Guten Morgen!“ sagt Jara während sie seine Hand schüttelt. Sie lächelt ihn an und spricht langsam und sanft weiter: „Schön Sie kennen zu lernen. Ich würde gerne mit Ihnen reden, einfach nur reden, hier und jetzt. Wäre das ok für Sie?“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 2. Mai 2017, 21:02:49 Uhr
Hi
Bin neu hier und muß erst mal ausprobieren wie das hier funktioniert  ???
Ich bin ein großer fanfiction-Fan ;D Ich glaub ich bin hier richtig ;D

Freaky T
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 3. Mai 2017, 21:40:31 Uhr
Na dann kannst Du hier jetzt auch die versteckten Texte sehen ...   :o
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 5. Mai 2017, 18:03:20 Uhr
Hi,
Wann gibts denn wieder neues Lesefutter?👏👏😊
Bin ganz neugierig :o
Freaky T
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sandylovefuture am 18. Mai 2017, 19:55:52 Uhr
Hallo, bin neu hier und habe gerade die Geschichte gelesen. Ist spitze!!!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 16. Juli 2017, 23:41:52 Uhr
Danke...ich denke hier gibt es aber noch bessere.  8)

ich habe zwar keine Zeit aber hier ein kleines Häppchen:

Die gläsernen Kuppeln des Tark-Wohn- und Geschäftskomplexes werfen ihre glitzernde Reflexe auf das Wasser der Lower Bay , als Curtis und Otho über das Wasser der Bay gleiten. Die fünf über dem Wasser der Bay schwebenden Halbkugeln erinnern Curtis an bythanische Blumenkelche, die ihrem goldenen Blütenstaub der Sonne entgegen sprühen. Und für einen Moment sieht er Joan mit einer glühenden Blüte im Haar vor ihm auf dem Wasser stehen. Irritiert blinzelt Curtis. „Ich brauche wohl doch eine Sonnenbrille“ murmelt er.
Als sie mit ihrem Gleiter anlegen, springt Curtis auf den Anleger. „Soll ich mitkommen, Chef?“ fragt Otho.
„Nein, schau Dich einfach etwas um.“ antwortet Curtis.
„ok Chef, mache ich“ erklärt Otho.


Zwei Minuten später betritt Captain Future das imposante Hauptgebäude. Lan Tark, sichtbar um einiges gealtert seit ihrem letzten Zusammentreffen, heißt ihn willkommen: „Captain Future, ich freue mich Sie wieder zu sehen“.
„Ich danke Ihnen dass Sie Zeit für mich haben. Nun, ich hatte Sie auf Merkur vermutet, oder auf dem Mars, aber es trifft sich gut dass Sie jetzt gerade hier sind“ antwortet Curtis.
Während sie sprechen laufen Sie die sonnendurchflutete Galerie entlang, von der man nach beiden Seiten einen freien Blick auf die Bay hat.
Der Marsianer erzählt: „Es ist nicht ganz der Raumpalast auf dem Merkur, aber auf seine Weise einzigartig, nicht wahr?! Die Gebäude hat mein Sohn entworfen und bauen lassen, ich besuche ihn hier.“
Curtis nickt leicht. „Vermute ich richtig, Sie haben Ihre Werften verkauft?“
„Ja die Werften und alle Gebäude auf dem Merkur habe ich vor knapp zwei Jahren an die Bentowerften verkauft und mich zur Ruhe gesetzt. Ich wohne jetzt wieder auf dem Mars“ erzählt Tark bereitwillig. „Sie haben übrigens einen fairen Preis bezahlt, einen sehr fairen Preis muss ich sagen. Der BCB Konzern, darum geht es Ihnen doch, Captain Future?
„Ja“ antwortet Curtis „Was können Sie mir noch dazu sagen?“
„Ist da etwas nicht in Ordnung?“ fragt Lan Tark “Ich hatte den Eindruck dass alles sauber wäre. Nicht mal jemand der eine „besondere persönliche Anerkennung“ haben wollte, wenn Sie verstehen was ich meine.“
Curtis nickt wieder.
„Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie einen Hinweis geben würden wenn dort etwas nicht koscher ist. Wissen Sie, mein Sohn hat die Space-Jumper Shops hier auf der Erde aufgebaut, ein toller Erfolg. Keine Raumschiffe, aber dafür ist es ein viel sicheres Geschäft. Seine Frau erwartet ein Baby. Ein Mädchen! Deshalb bin ich hier. ….  Die speziellen Rohstoffe, die sie für Jumper-3D-Druck benötigen, werden von einem Tochterunternehmen von BCB hergestellt. Ohne diese könnte er sein Geschäft einstellen.“
„Ich habe keine solche Hinweise, ich kann Sie fürs Erste beruhigen." Curtis lässt eine kurze Pause entstehen bevor er fragt:„Was können Sie mir über das Ende der Rissmann-Werften sagen?“
Lan Tark bleibt stehen und blickt Curtis zögernd an. „Das war allerdings eine ganz andere Geschichte“.....
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Juli 2017, 22:28:16 Uhr
Nachschlag:

Curtis bemerkt: „Soweit ich weiß wurde die Firma nach dem Tod von Christian Rissmann in eine  Aktiengesellschaft umgewandelt.“
„Stimmt und am Ende war die Firma pleite und wurde in Stücken verramscht. Sehr schade. Der Untergang fing an als Besitzer von größeren Aktienpaketen von bis dahin unbekannten Personen unter Druck gesetzt wurden diese unter Wert an sie zu verkaufen, einer verschwand unter ungeklärten Umständen, ein Marsianer kam bei einem angeblichen Unfall ums Leben. Ebenso erging es wichtigen Mitarbeitern. Auch bei anderen Firmen ereigneten sich gewisse Vorfälle“ sagt Tark und geht langsam weiter.
„Waren Sie auch davon betroffen?“ fragt Curtis.
„Ja leider. Zuerst wurde der Prototyp des neuen Tark Raumschiffstypen bei der interplanetarischen Ralley sabotiert. Angeblich Materialermüdung. Wir konnten leider nicht das Gegenteil beweisen und der mediale Schaden war kaum zu beheben. Damals hätten wir wohl zum Ersten Mal eine echte Chance gehabt vor der Rissmann zu landen... Nun ja, alte vergangene Zeiten“ seufzt Tark.

Beide gehen schweigend einige Schritte weiter.
„Dann kam ein Übernahmeangebot, wenn man diesen widerlichen  Erpressungsversuch überhaupt so nennen kann. Eine Nachricht mit einem Foto. Allerdings hatten sie den falschen jungen Mann erwischt, es war nicht mein Sohn. Zum Glück. Ich habe mich an die Weltraumpolizei gewendet, die mich und meine Familie unter permanenten Schutz gestellt hat. Es war eine grässliche Zeit.“ erzählt Tark mit einem gequälten Gesichtsausdruck.

„Wer glauben Sie steckte dahinter?“ fragt ihn Curtis.
„Steckte? Vergangenheitsform? Nein, das Ganze ist noch nicht vorbei. Meinen Quellen nach hat die Weltraumpolizei nur eine kleinen Teil der Bande erwischt. Bauernopfer. Aber mit dem Verkauf der Werften wurden ich und meine Familie für sie uninteressant.“
„Wieso haben Sie ausgerechnet an die Bento-Werften verkauft?“ fragt Curtis misstrauisch.
„Sie glauben dass das kein Zufall war?“ entgegnet der Marsianer. „Sie haben ganz Recht, Zufall war das keiner. Ich habe sie mir ganz bewusst als Käufer ausgesucht.“ sagt Tark.
„Wieso?“ fragt Curtis
Tark lacht: „Aus zwei Gründen: Zum Einen war mir nicht unbekannt geblieben, dass der Aufstieg der Bento-Werften sagen wir mal durchaus im Interesse unserer Regierung lag und ich dieses Interesse teile. Zum anderen hatte mein Sohn eine Zeitlang in dem kleine Spacejumper-Unternehmen gearbeitet, dass anfänglich zu den Bento-Werften gehörte und von dort nur Gutes berichtet. Er wollte nach seinem Studium einfach nicht in Papas Geschäft einsteigen, können Sie sich das vorstellen?“ und in diesem letzten Satz schwingt eine große Partie hörbarem Stolz mit.
„Jedenfalls hat mein Sohn die Teile der Firma übernommen, die sich nicht für den Raumschiffbau geeignet haben. Er hat dann aus diesem Nischenprodukt einen wahren Renner gemacht.“ ergänzt Tark.
Captain Future und Tark haben das Ende der Galerie erreicht und bleiben stehen.

„Ich danke Ihnen für Ihr Offenheit. Ich hätte da nur noch eine Frage.“ sagt Curtis
„Und die wäre?“ fragt Tark
„Glauben Sie dass diese Bande es auf die BCB abgesehen haben kann? Das sie vielleicht Rache üben wollen?“ fragt Curtis weiter.
„Ja, kein Zweifel. Man hat ihnen ihren teuflischen Plan, was immer er auch letztendlich war, gründlich vereitelt.“ antwortet Tark.
Dann blickt Tark Curtis entsetzt an: „Moment, Sie reden jetzt doch nicht von der Premiere der Stardust-Tanzshow im Deep-Space-Theater heute Abend? Meine Frau und ich haben Karten!“
„Halten Sie das für möglich?“ hakt Curtis nach.
„Ich glaube das kann Ihr Freund Garnie besser beantworten als ich, der kennt die ganze Geschichte. Ich habe von der Sache mit den Drogen gehört, dass passt nicht zu der Bande. Die lieben es brutal und blutig. Wenn die im Spiel sind, dann geht es um eine Bombenanschlag oder etwas ähnlich gewalttätiges. Was meinen Sie, sollen wir heute Abend doch besser nicht hingehen?“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sternmaus am 18. Juli 2017, 18:29:30 Uhr
Es geht weiter wie schön...
[beer] [pop] [naughty]
Es geht doch nichts über Feierabendlektüre  ;D

Sternmäuschen :-*
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 14. Oktober 2017, 15:56:48 Uhr
Schade dass es nicht mehr weitergeht. Bisher war das alles super gut zu lesen. Ich hatte gehofft zu erfahren, wie und warum C eine Second Chance braucht oder ob er sie erhält.
Eben schade....
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Cerberus am 14. Oktober 2017, 17:01:59 Uhr
Es liegt daran, dass man im realen Leben auch noch Verpflichtungen hat, kranke Familienmitglieder oder bis zu den sechs Ohren in der Arbeit steckt.
Das Schreiben ist viel Arbeit und ein Geschenk an uns Nichtschreiber. Nur Geduld, irgendwann geht es schon weiter. 😉 (ausnahmsweise mit dem Schwanz wedel)
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 14. Oktober 2017, 18:32:41 Uhr
Na dann Entschuldigung wenn sich jemand auf den Schlips getreten fühlt
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Cerberus am 15. Oktober 2017, 02:12:09 Uhr
Nöö. Hab doch mit dem Schwanz gewedelt. Das tue ich selten.  ;D
Schreiben tue ich auch nicht. Ist schwierig, wenn jeder Kopf was anderes denkt.  [mindoubt]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. Oktober 2017, 16:43:07 Uhr
Schade dass es nicht mehr weitergeht. Bisher war das alles super gut zu lesen. Ich hatte gehofft zu erfahren, wie und warum C eine Second Chance braucht oder ob er sie erhält.
Eben schade....


Ich arbeite dran, schön das es gefällt. Leider hat das Leben halt auch mal ein paar "Dellen", aber es geht bald weiter hier!!! Und zu Ende ist es noch lange nicht...  [badhairday]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 30. Oktober 2017, 05:23:39 Uhr
Juhu  [jump] [bussi]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Dezember 2017, 14:17:17 Uhr
noch ein paar Zeilen in alten Jahr:

Als Curtis die Hauptkuppel des gläsernen Tark-Palais verlässt wird er durch den Lichtunterschied stark geblendet. War es in den Kuppeln nur angenehm hell – die Glasitfenster dämpfen das Licht und wandeln es in Strom für die Gebäude um und sind so ein Teil der autarken Energieversorgung -  so blickt er nun in die leuchtende Sommermittagssonne. Deshalb nimmt er nur den Umriss der Gestalt war, die sich ihm aus dem Schatten heraus von links schnell nähert. Unwillkürlich hebt Curtis seine linke Hand und schützt damit seine Augen vor der Sonne, seine rechte Hand aber greift gleichzeitig an den Griff seiner rechten Protonenpistole.
„Hey, Chef, ich bin es nur, Otho“ spricht ihn die Gestalt an.
Seine rechten Arm entspannend entgegnet Curtis leise aufatmend. „Otho! Wie bist Du denn in den direkten Sperrbereich um die Kuppeln gekommen?“
„Du sagtest doch ich soll mich hier ein wenig umsehen! Außerdem sind nur noch die vier Wachroboter und ein Humanoid da, die das Gebäude bewachen. Der Rest wurde für die Sicherheitseinsätze in der Stadt abgezogen. Wenn das keine Einladung ist! Eine kleine Schwimmeinlage und hier bin ich! Gelegenheit macht Einbrecher könnte man sagen“ berichtet Otho.
Curtis runzelt beunruhigt seine Stirn: „Sehr gut beobachtet, Otho. Könnte sein das auf Tark die Bedrohung ganz woanders wartet als er glaubt. Wir sollten nicht sofort zurück fahren sondern uns hier einmal etwas genauer umsehen, Otho!“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 31. Dezember 2017, 14:49:36 Uhr
Joan und Lenar sind inzwischen nur noch knapp fünf Meter von Jara und Smiley alias Hilblom entfernt und beobachten die Situation mit dem Phaser im Anschlag. Die Arbeitsgeräusche sind verstummt und in der riesigen Halle ist es gespenstig ruhig, so dass sie nicht nur beste Sicht auf beide Personen haben sondern sie auch sprechen hören:

Jara redet langsam und mit weicher, schmeichelnder Stimme und scheint Hilblom mit ihrem Blick festzuhalten: „Ich habe Sie schon erwartet. Ich habe extra etwas für Sie mitgebracht. Schauen Sie in Richtung Bühne!“
In diesem Moment wird die Bühne vom Licht im Hintergrund erleuchtet. Ein Video wird abgespielt. Man sieht einen bläulich beleuchteten Raum und zwei jungen Menschen, die sich an die Bar setzen.
Joan sieht wie Hilbloms Blick von Jara zum Video wandert, dann zurück zu Jara und dann auf den Kontrollkasten vor ihm. „Das ist Mira, meine Tochter Mira...Woher? Und wie? Das kann nicht sein, ich habe die Video-Kontrollen doch manipuliert“ stammelt er irritiert.
„Sie wäre eine sehr schöne Frau geworden, die Männer wären ihr nachgelaufen. So wie ihr Freund es getan hat. Dies sind Aufnahmen von der Promo-Veranstaltung. Meine Mitarbeiter haben den gesamten Ablauf des Abends bis zum Abflug ihrer Tochter rekonstruiert und dabei diese Aufnahmen gefunden. Gleich können Sie zuhören, wie sich beide unterhalten!“ erläutert Jara.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. Januar 2018, 12:04:10 Uhr
Mit einem Blick kontrolliert Joan ob ihre Waffe auf Betäubung steht. "Geh aus meinem Schussfeld, Jara!  Nur einen Schritt zurück, mach schon!“ denkt sie. Doch ganz im Gegenteil verdeckt Jara nun Hilblom fast komplett. Joan wirft einen Blick zu Lenar. Der schüttelt den Kopf.

Joans Blick bleibt auf Hilblom fixiert. Sie kennt das Video, dass dort oben zu sehen ist. Es ist ein Aufzeichnung der Video-Überwachung mit dem Lenar und die Leute der  Blue Sky Dreamwork Company versucht hatten dem Drogenverkauf bei dem Promo-Veranstaltungen auf den Grund zu gehen. Zusammen mit der Auswertung anderer Videobeweise hatte sich herausgestellt, dass ein Mann, den Lenar auf einer anderen Veranstaltung zwei Wochen später festnehmen konnte, das Drogentütchen Hilbloms Tochter einfach beim Verlassen des Raums in die Handtasche gesteckt hatte. Es konnte keine Hinweise gefunden werden, dass sie oder ihr Freund die Tabletten gekauft hatten. „Warum zeigt Jara ihm dies? Was hat sie vor?“ fragt sich Joan.

„Ich schaffe es einfach nicht meinem Vater klar zu machen, wie wundervoll Tanzen ist. Wenn er wüsste dass meine Fitnessstunden in Wahrheit Tanzstunden sind....Weißt Du ich liebe meine Vater wirklich sehr. Aber ich will nicht Ingenieurin werden so wie er es für mich plant, Raumstationen bauen ist nichts für mich. Wie erkläre ich ihm nur, dass ich Tänzerin werden will? Er ist so ein Sturkopf, macht alles nur schlecht: Als Tänzerin hast Du nur Erfolg, wenn Du bei den richtigen Leuten die Beine breit machst und diese Jara ist doch ein gutes Beispiel dafür, hat er gesagt. Und Schlimmeres. Ich habe noch nie so erlebt, er sagt so bösartige Dinge über Jara und das Tanzen seit ich ihm um die Reise hierhin gebeten hatte. So kenne ich ihn gar nicht. Es macht mir ein wenig Angst. Was hat er nur? Einmal über eine große Bühne schweben wie Jara, dass wäre mein Traum. Und schau Dir all diese Spezialeffekte hier an, ich denke meine technischen Kenntnisse werden mir auch dabei sehr nützlich sein.“ hört Joan die Stimme von Hilbloms Tochter sagen.
„Dann sag ihm genau das, Mira! Ich weiß er liebt Dich und will doch nur das Beste für Dich. Im Übrigen kannst Du ebenfalls ein ziemlicher Sturkopf sein, nicht wahr? Sonst wären wir heute nicht hier. Aber das ist eins der Dinge die ich so an Dir bewundere. Im übrigen können wir immer noch zusammen abhauen!“ antwortet einen junge männliche Stimme. Dann erlischt das Bild, es wird dunkel.

In die Dunkelheit hinein spricht Jara: „Wissen Sie, mir ging es ähnlich wie Mira. Auch mein Vater hat meine Begeisterung für das Tanzen nie verstanden. Er sagte meiner Mutter immer: Das ist nur eine Phase, Du wirst sehen.  Ihre wahren Talente werden sich durchsetzen!“
Nach eine kurzen Pause fährt Jara fort, aber nun hat sich der Ton ihrer Stimme von sanft in energisch bestimmt geändert: „Er hatte nur teilweise Recht. Wissen Sie Mr. Hilblom, ich kann genauso stur sein wie ihre Tochter. Dies hier ist mein Traum so wie es Miras war und ich beabsichtige ihn zu verwirklichen!“

Dann geschieht alles in Bruchteilen von Sekunden. Joan hört Jaras telepathische Stimme: „Jetzt“, Jara geht einen Schritt zurück, Joan schießt und Hilblom sackt getroffen in sich zusammen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 1. Januar 2018, 19:45:04 Uhr
„Glaubst Du wirklich das es jemand auf dieses Gebäude abgesehen hat, Captain?“ fragt Otho .„Ja, ich fürchte schon. Die komplette Familie von Tark befindet sich im Gebäude. Und eine spektakuläre, brutale Tat würde die Aufmerksamkeit der Medien über Tage dominieren und alle anderen Nachrichten in den Hintergrund rücken lassen.“ antwortet Curtis.
„Und niemand interessiert sich dann noch für eine Tanzveranstaltung oder will sie besuchen“ ergänzt Otho
„Genau!“ bestätigt Curtis und betrachtet den vor ihnen liegenden Teil des Gebäudes.
„Den größten Schaden würde eine Thermo-Explosion anrichten, die irgendwo dort auf Höhe der Wasseroberfläche gezündet wird. Die tragende Konstruktion der Kuppeln wird dadurch schlagartig erhitzt und stützt in sich zusammen und mit ihr die Glasitkuppeln und danach alle Etage. Zudem wurde eine Art Tsunami in der Hudson Bay ausgelöst mit einer Flutwelle bis zu einer Höhe von 10-15 Metern“ teilt Curtis Otho mit.
Curtis und Otho nähern sich der angedeuteten Stelle.
„Curtis, wenn wir hier durch wollen werden wir auf jeden Fall den Alarm auslösen. Simon würde uns raten das zu vermeiden solange wir nicht fündig geworden sind. Allerdings kann ich mich problemlos durch die Gitterstäbe zwängen.“ sagt Otho.
„Ok, Otho. Sieh Dich dort unten um. Achte auf alles was dort herumliegt. Die Bombe könnte z.B. mit einer Drohne hierhin gelenkt worden sein.“ antwortet Curtis.
Da gleitet Otho bereits zwischen zwei großen Stahlstäben hindurch als wäre eine weite Türöffnung. Mit den Worten „Ich berichte Dir dann.“ Verschwindet Otho in dem Schacht vor Curtis.
Dann plötzlich hört Curtis die Geräusche von Schüssen aus dem Schacht. „Ich muss Otho zur Hilfe kommen, dann löse ich eben den Alarm aus“ denkt sich Curtis und schießt mit Dauerfeuer auf den Gitterstab vor ihm.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 2. Januar 2018, 16:42:30 Uhr
Wow [selfconfused] [jump] super spannend. Bin sehr froh dass es weitergeht ;D
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Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. Januar 2018, 20:45:29 Uhr
Zunächst tritt eine Curtis leicht beunruhigende Stille ein, doch dann, als die Stange unter dem Strahl seiner Waffe geschmolzen ist, hört er von oben ein durchdringendes Surren. „Der Alarm“ weiß Curtis. Er visiert den Stab weiter oben an, damit er das zwischen liegende Stück entfernen kann. Doch noch bevor er damit fertig ist, hört er hinter sich die Stimme eines Mannes: „Hände hoch! Keine Bewegung wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist!“
Curtis hebt seine Hände und spricht zu dem Mann: „Mein Name ist Captain Future. Ich habe eben Mr. Task senior besucht. Ich fürchte das Gebäude und alle die sich darin befinden sind in großer Gefahr!“
„Captain Future? Das kann ja jeder sagen!“ antwortet der Sicherheitsmann.
„Ich drehe mich jetzt langsam um und beweise es Ihnen“ sagt darauf Curtis. Gesagt, getan. „Sehen Sie auf meine Uhr“ sagt Curtis und aktiviert die sich drehenden Planeten.
„Oh, Sie sind es wirklich. Tut mir leid aber...“ sagt der Mann. „Captain Future, welche Ehre Sie kennen zu lernen!“ und streckt ihm etwas verlegen die Hand entgegen.
„Gleichfalls! Wir heißen sie?“ sagt Curtis während er ihm seine Hand gibt. Dabei lächelt er.
„Mikesch“ sagt der Sicherheitsmann.
„Mikesch, Sie müssen mir jetzt helfen, ich weiß nicht wie viel Zeit uns noch bleibt.“ sagt Curtis eindringlich. Der Sicherheitsmann namens Mikesch nickt eifrig.

Zwei Minuten später steigen Captain Future und Mikesch die Leiter herunter in den Schacht. Als Curtis noch zwei Meter vom Boden entfernt ist, springt er herunter und zieht seine Waffe. „Otho, wo sind Sie? Können Sie mich hören!“
„Otho der Androide ist auch da und hier unten?“ fragt Mikesch aufgeregt.
Curtis nickt nur.
Da sieht er Otho in seine Richtung kommen: „Dort hinten um die Ecke, aber wir dürfen keinen Krach machen sonst schießt das Ding wieder los!“
Curtis und Mikesch hinter ihm gehen so lautlos wie möglich zur Ecke und werfen vorsichtig einen Blick in den dort liegenden Raum.
„Oh mein Gott“ stammelt Mikesch leise. Doch es ist laut genug dass die Drohne sie wahrnimmt und auf sie zu feuern beginnt.
Curtis kann Mikesch noch zu Boden reißen und damit knapp verhindern, dass er getroffen wird.
„Danke, Sie haben mir gerade das Leben gerettet. Danke!“ sagt Mikesch etwas betroffen und erschrocken: „Zumindest vorläufig, dass ist ja ein Teufelsding. Ich erkenne eine Thermoplastbombe wenn ich sie sehe und das hier ist das gefährlichste Dinge von dem ich je gehört habe!“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 6. Januar 2018, 12:01:05 Uhr
Sehr schön, es geht weiter!!!!
 [jump]
Liebe Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 7. Januar 2018, 11:43:04 Uhr
Freu mich auch dass es weitergeht, bin schon ganz gierig [jump] [pop]

Liebe Grüße
Freaky T
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: sternmaus am 7. Januar 2018, 19:26:26 Uhr
Toll Moony, genau das richtige zum Wochenende.
 :) ;) :D :-* [master] [goodjob] [imsorry] [naughty] [rolllaugh] [rollsmile] [pop] [beer]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Februar 2018, 23:30:05 Uhr
„Kennen Sie sich damit aus?“ fragt Curtis den Sicherheitsmann Mikesch.
„Nun, ja und nein. Also entschärfen kann ich das Ding nicht, selbst wenn ich ran käme.“ antwortet der Sicherheitsmann. „Ich war früher einige Zeit bei dem Weltraumpolizei im Einsatz auf Randa II während der Aufstände. Damals hat man uns beigebracht die Zerstörungskraft verschiedener Sprengkörper einzuschätzen, um schnell entscheiden zu können, welche Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Attentate waren dort an der Tagesordnung und manchmal wurden auch solche Bomben eingesetzt, da sie von  Metalldetektoren und anderen Sensoren nicht entdeckt werden können.“ berichtet er weiter und fährt nach einer kurzen Pause fort: „Oh Mann, ich hatte gehofft niemals wieder so einem Ding zu begegnen. Das Ding hat drei Komponenten. Wahrscheinlich wissen Sie besser als ich, Captain Future, was da chemisch-physikalisch abläuft.  Das gräuliche ist der Initialsprengstoff, der ein riesiges Loch in die Decke und die Wände reißt. Was aber das teuflische daran ist, die Explosion verteilt die beiden anderen Stoffe in feinen Tröpfchen in der Luft, die dann miteinander reagieren. Der aktivierte Superkunststoff wird ganz fein überall hin verteilt, wird super-heiß wie in der Sonne und frisst sich dann rastend schnell wie heißer Rost durch alles, mit dem er in Berührung kommt.“
Curtis nickt nachdenklich.
„Ich musste einmal mit ansehen, wie eine solche Bombe hochging. Aber die war viel kleiner. Erst ist die Lobby des Gebäudes explodiert, dann fing das Gebäude von ihnen heraus zu brennen an und keine drei Minuten später brachen die 70 Stockwerke in sich zusammen. Einfach eingeschmolzen wie zu heiß gewordener Wachs. Zum Glück war es rechtzeitig geräumt worden, sonst....“ erzählt Mikesch. „Die Menschen im Gebäude und auch wir hier unten haben keine Chance wenn das Ding hochgeht.“

„Der Captain hat bestimmt schon einen Plan, nicht wahr“ wirft Otho ein.
Curtis nickt „Wir müssen diesen Bereich hier mit dem Wasser der Hudson-Bay fluten“
„Also ich weiß nicht wie wir das anstellen sollen. Außerdem - das hier ist der Hauptschwimmkörper des mittleren Teils des Palastes, der regelt dass das Gebäude immer oberhalb des Meeresspiegels liegt. Ich weiß nicht wie sich das auf die Stabilität des Gebäudes auswirkt.“
„Wir müssen nur die Pumpen dort hinten umschalten.“ entgegnet Curtis.
„Oh, die hatte ich ganz vergessen. Die sind dafür da bei starkem Wellengang eindringendes Wasser wieder heraus zu pumpen. „ sagt Mikesch
„Dort draußen der Landesteg ist doch auch ein Schwimmkörper und beweglich. Wie schnell können Sie den außen quer vor diesem Gebäudeteil andocken?“ fragt Curtis Mikesch.
„Das könnte wirklich klappen, Sie sind wirklich genial, Captain Future!“ sagt Mikesch, „ich muss etwas improvisieren, aber dass dürfte keine fünf Minuten dauern. Wird zwar keiner Sturmflut standhalten, aber fürs Erste sollte es gehen. Ich kümmere mich darum.“
„Ok. Otho und ich werde uns um die Pumpen kümmern.“ sagt Curtis. „Otho, wir müssen sicherstellen dass sich alles hier möglichst schnell mit Wasser füllt da wir nicht wissen wann das Ganze hochgehen soll, aber auch nicht so schnell dass die Komponenten in Kontakt kommen.“
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 17. Februar 2018, 23:34:42 Uhr
Joan läuft so schnell es geht zu Jara. „Alles in Ordnung mit Dir? Was sollte das?“
„Ja, alles ok, ich danke Dir! “ sagt Jara während Joan dem betäubten Hilblom Handschellen anlegt. „Ich hatte gehofft ihn zum Reden zu bringen, aber dann...habe ich seine Reaktion gespürt“ sagt Jara traurig.
„Lass es mich bitte weiter versuchen, hier! Er kann jetzt nichts mehr tun, aber trotzdem müssen wir wissen was er geplant hat und schon alles manipuliert hat. Ich will kein Risiko eingehen!“
Joan und Lenar schauen sich an und es ist Lenar der antwortet: „Ich bin nicht begeistert davon was Sie hier gerade abgezogen haben, aber meinetwegen.“
„Danke!“ sagt Jara nur.
Lenar setzt den bewusstlosen Hilblom auf den nächstgelegenen Zuschauersitz. Jara setzt sich so hin dass sie Hilblom direkt ansehen kann und Joan direkt neben sie.
Während sie warten bemerkt Joan: „Jara, ich werde Dich jetzt nicht mehr aus den Augen lassen bis Du wieder nach der Vorstellung im Hotel bist!“
"Ich weiß und ich bin froh darüber" antwortet Jara.

Kurz darauf erwacht Hilblom. „Entschuldigen Sie bitte, aber ich war mir nicht sicher ob Sie mich angreifen würden.“ sagt Jara.
Hilblom grinst schief: „Ja das wollte ich.“ und fragt kurz darauf: „Wie haben Sie das eigentlich gemacht? Der Film wurde gar nicht über die Anlage hier projiziert?“
Joan antwortet für Jara: „Stimmt. Jara hat auf jeden Fall mehr Ahnung von Technik als ich. Sie hat ein ganz neues System was Dinge kann, von denen ich gar nicht wusste dass so was funktioniert. Die Anlage kommt während der Show gar nicht zum Einsatz. Sehen Sie, egal was Sie dort manipuliert haben, es wird nichts nutzen!“
Hilblom bringt ein ersticktes Lachen hervor.
„Es stimmt also, Sie haben diese Anlage manipuliert, aber nichts weiteres.“ stellt Jara fest.
„Wieso machen Sie nicht was Sinnvolles im Technikbereich statt über die Bühne zu hüpfen“ schimpft Hilblom. „Ich wollte nur allen klar machen, was für ein gefährlicher Schwachsinn das ist.“
„Sie wollten niemals jemanden verletzten...“ sagt Jara mit sanfter Stimme.
„Nein, wollte ich wirklich nicht! Dieses Showbizz verführt und tötet Menschen. Nicht ich.“ sagt Hilblom.
„Aber Sidom hat. Er hat einen Asgard-Stationsmitarbeiter niedergeschlagen und  psychowirksamer Bilder eingesetzt.“ sagt Jara.
„Ich habe ihm ausdrücklich gesagt es sollte niemand verletzt werden!“ sagt Hilblom. „Ich würde nie pyschowirksame Bilder einsetzen, ich kämpfe doch gegen die Manipulation durch all die Überflutung mit unwichtigen künstlichen Eindrücken.“

„Ich glaube ihm. Aber das bedeutet dass wir noch einen weitere Person oder Gruppe von Personen haben, die es auf Jara abgesehen haben! Die Gefahr ist noch nicht gebannt!“ flüstert Joan zu Lenar.

„Schauen Sie dort hinten“ sagt Jara und in diesem Moment wird ein Sitzplatz hell angestrahlt. “Das ist der Platz denn Mira gebucht hat. Der Platz wird frei blieben und nur eine blaue Mondaster wird auf dem Platz liegen. Ich weiß das war die Lieblingsblume ihrer Tochter. Sie hätte verstanden, was das alles hier für mich bedeutet. Ich kann sie nicht wieder lebendig machen, aber ich kann so ihrer gedenken.“
Joan sieht, wie sich Tränen in Hilbloms Augen sammeln.
„Würden Sie mir helfen zu verhindern, dass Andere diesen Abend nutzen um Menschen zu schaden?“ fragt Jara Hilblom.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 18. Februar 2018, 17:01:11 Uhr
Ooohhh es geht wieder los und zwar sehr spannend.  [master] [master] [master]
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 19. Februar 2018, 18:23:58 Uhr
Ooohhh es geht wieder los und zwar sehr spannend.  [master] [master] [master]

na ja, bin noch was eingerostet...
hier noch ein kleiner Nachschlag


Curtis und Otho beobachten von oben wie das Wasser der Bay in die Räume gepumpt wird.
"Und was jetzt? Chef, ich versteh nicht ganz wie uns das Wasser helfen soll. Wenn die Bombe hoch geht verdampft doch das Wasser explosionsartig und verstärkt nur den Effekt?" fragt Otho
"Gut erkannt, Otho. Es geht nicht darum die Explosion abzupuffern. Zunächst wird das Wasser uns helfen die Flugdrohnen abzuschießen da sie nicht wassertauglich sind und ihnen immer weniger Raum zum Ausweichen bleibt.
Und dann befindet sich jetzt bereits mindestens ein Meter Wasser über der Bombe denn sie ist zu schwer und bleibt am Boden. Damit können sie keine Funkwellen mehr erreichen da Wasser diese stark absorbiert."
"Und damit kann sie nicht mehr von den Drohnen oder von außen spontan gezündet werden!" ergänzt Otho
"Ja! Wir müssen dann noch die Behälterwand des Initialsprengstoffs öffnen, dann wird der Sprengstoff naß und verliert damit die Fähigkeit zu explodieren." erklärt Curtis. "Zugegeben, das ist der kritischste Teil meines Plans."

"Mikesch hatte Recht, auf so etwas kommt wohl niemand außer Dir." bemerkt Otho "Apropos, traust Du diesem Mikesch? Für meine Begriff kennt er sich ein wenig zu gut mit Bomben aus"
"Doch, ja. Ich bin mir sicher dass er irgendwie für Ezra arbeitet und der ihn genau deshalb für diese Job ausgewählt hat" meint Curtis.

Kurze Zeit später hören sie Mikeschs Stimme: "Der Landesteg ist in Position, vielleicht schauen Sie sich das besser noch einmal kurz an, Captain!"
Curtis geht einige Schritt zur Seite. Nur soweit, dass er alles sehen kann. "Das haben Sie gut gemacht. Mikesch!"
"Danke Sir!" antwortet dieser.
"Mikesch, sind Sie ein guter Schütze?" fragt Curtis und Mikesch antwortet mit einem erstaunten Nicken.
"Ist Ihre Waffe einsatzbereit? fragt Curtis weiter
"Ja, wieso?" wundert sich Mikesch
"Dann gehen wir jetzt zusammen auf Drohnenjagd!" erläutert Curtis und legt dabei ermunternd seine Hand auf Mikeschs Schulter.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 19. Februar 2018, 19:23:29 Uhr
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Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 19. Februar 2018, 21:49:09 Uhr
Super.....und richtig spannend!  [goodjob]
LG
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 24. Februar 2018, 01:04:26 Uhr
Joan ist sofort klar, was Lenars besorgter Blick bedeutet: Er glaubt dass jetzt beide durchgedreht sind, sowohl Hilblom als auch Jara.
Joan steht auf, geht auf Lenar zu, ergreift seinen Arm und sagt leise: „Lass Sie, ich bin mir sicher das sie weiß was sie tut.“
Nach kurzem Zögern nickt Lenar: „Ich hoffe Du hast Recht.“
Joan blinzelt kurz, da das Licht wieder angeht an und der ganze Saal hell erleuchtet wird.
Dann sieht sie wie Jara zur Kontrollkonsole, an der Hilblom alias Smiley noch vor wenigen Minuten gearbeitet hat, geht. Sie überprüft wohl das System, denkt Joan. Ob sie raus finden kann, was Hilblom manipuliert hat?

„Sie haben die Software für die Energieversorgung des Systems upgedated. Lassen Sie mich raten, dabei haben Sie zusätzlich noch einen Virus eingeschleust. Soll sich alles einfach nach einen gewissen Zeit abschalten? Ein großer Blackout, war dass Ihr Plan?“ fragt Jara in Richtung Hilblom.
„Die Änderungsprotokolle haben mich verraten, nicht wahr. Sie standen vor mir bevor ich den Löschvorgang starten konnte.“ sagt Hilblom nur.
„Ein Virus? Ist dieser bereits aktiviert? Ist er nur auf das System hier beschränkt oder kann er sich ausbreiten?“ fragt Joan besorgt.
„Nein, eine Ausbreitung war nie mein Plan.“ antwortet Hilblom.
„Wenn nicht Ihrer, dann ist es der Plan einer anderen Person“ bemerkt Jara trocken während ihre Finger über die Anzeige hin- und hergleiten. „Und diese Person greift gerade remote hier zu und verändert Ihre Virusdatei. Und der Virus fängt an sich zu kopieren und im Netz zu verbreiten “

„Was? Das kann nicht sein!“ ruft Hilblom „Wer....?“
„Joan, kannst Du die Halle vom der externen Stromversorgung trennen und auf interne Versorgung stellen lassen?“ fragt Jara.
Joan nickt und während sie Ihre Kollegen informiert, sieht sie wie Jara weiter in schneller Folge auf dem Display tippt und wischt.
Dann geht das Licht für eine Zehntelsekunde aus und wieder an. „Erledigt“ sagt Joan und fragt Jara „Was machst Du da?“
„Alle infizierten Teile der Software löschen!“ antwortet Jara.
„Und dann? Was bedeutet das? Könnt Ihr dann noch hier heute Abend auftreten?“ fragt Joan.

„Ja, Joan.“ hört sie Jara sagen. Joan sieht wie Jara ihr Armband abnimmt und auf das Display legt und antwortet: „Wie ich schon sagte, für die Projektionen, Spezialeffekte  und Beleuchtungen sind diese Systeme nicht notwendig. Aber sie eignen sich gut für Aufnahmen der Show. Wir brauchen Futter für die Medienleute. Dafür muss ich nur die entsprechenden Apps installieren....“
„...Und die sind auf dem Datenkristall auf Deinem Armband, nicht wahr.“ vollendet Joan Jaras Satz.
„Ja, sehr gut erkannt, Joan“ bestätigt Jara. „Hilblom, dass war doch nicht das Einzige was Sie infiziert haben! Sie haben doch eine Botschaft und irgendwie wollten Sie diese doch auch verbreiten?“
„Sie geben wirklich eine gute Ingenieurin ab, Jara. Ein wenig erinnern Sie mich wirklich an meine Mira...“ beginnt Hilblom. Nach einer Pause fährt er fort: „Aber warum sollte ich Ihnen sagen wie ich das gemacht habe?“
„Weil garantiert in Ihre Botschaft nicht so gesendet werden wird, wie Sie es eigentlich vorgesehen haben. Ich wette mit Ihnen das auch diese verändert wurde.“ erklärt Jara

Doch Joan bekommt nicht mehr Hilbloms Reaktion mit, denn etwas anderes hat ihre Aufmerksamkeit vollkommen auf sich gezogen.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Tachioniumfinder am 24. Februar 2018, 17:13:47 Uhr
Spannend, wie immer ein kleiner, fieser Cliffhanger....... ;)
Liebe Grüße
Tachi
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Juni 2018, 20:13:53 Uhr
Das Zischen von vielen Protonenschüssen wird von den Wänden wieder und wieder reflektiert, dann ist es plötzlich still.
„Geschafft“ ist die erleichterte Stimme von Mikesch zu hören.
„Ja. Das haben Sie sehr gut gemacht, Sie sind ein hervorragender Schütze!“ lobt ihn Curtis.
"Oh, danke sehr." antwortet Mikesch leicht verlegen.
„Und jetzt kommt mein Teil“ sagt Otho, springt in das Wasser und taucht unter.
Mikesch schaut ihm erstaunt nach. Gefühlte Minuten vergehen.

Mikesch murmelt: „Kann er denn so lange die Luft anhalten?“
Curtis lacht nur: „Otho ist doch ein Androide, er atmet nicht.“
Mikesch wird leicht rot: „Äh, ja, natürlich. Wie dumm von mir.“

Dann taucht Othos Kopf aus dem Wasser auf. Otho ruft mit einem breiten Grinsen: „Erledigt, Chef.“
Curtis fragt ihn: „Gab es irgendwelche Probleme?“
„Nein, ich habe drei präzise kleine Löcher in die Behälterwand gestochen wie Dir mir gesagt hast. Dann ist das Wasser in den Behälter eingedrungen und dass Zeug hat das Wasser aufgesogen wie ein Schwamm.“ erläutert Otho.
„Gut, dann kann die Bombe jetzt gefahrlos eingesammelt werden. Ich glaube ich habe schon das Boot der Weltraumpolizei gehört.“ sagt Curtis
„Ich bin froh das die Gefahr nun gebannt ist.“ seufzt Mikesch.
„Ja, zumindest fürs Erste“ antwortet  Captain Future
„Was meinen Sie denn damit?“ fragt Mikesch, doch erst mal bekommt er keine Antwort, da Captain Future bereits zum ankommenden Boot geeilt ist.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. Juni 2018, 20:32:25 Uhr
Lenar bemerkt eine Bewegung. Es ist Joan, die mit gezogener Pistole Richtung Bühne eilt. Für einige Millisekunden will er ihr instinktiv folgen, tut es dann aber doch nicht: „Wenn Joan meine Unterstützung braucht, wird sie mir ein Zeichen geben. Ansonsten passe ich besser auf die durchgedrehte Tänzerin und diesen völlig irren Vogel auf“ denkt er sich. Seine Blicke wandern durch die Halle, doch er behält dabei Jara und Hilblom in seinen Augenwinkeln.
Lenar sieht Joan hinter einer Bühnendekoration verschwinden. Dann hören alle einen Schuss. Lenar, Jara und sogar Hilblom schauen erschrocken in Richtung Bühne.

Etwas hatte Joan bereits seit einiger Zeit irritiert. Dann aber würde es ihr bewusst: Es ist etwas auf der Bühne. Da blinkt etwas kurz auf wo eigentlich nichts sein sollte. Schon wieder! Sie geht so schnell sie kann durch die Reihen zur Bühne, die seitliche Treppe hinauf, betritt die Bühne. Dann sieht sie es!
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 3. Juni 2018, 07:32:44 Uhr
Oooohhhhhh es geht weiter :o und auch noch super spannend :o Bitte meeeehhhr ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 9. Juni 2018, 22:49:33 Uhr
Zwei weitere Schüsse fallen. Lenar will gerade in Richtung Bühne rennen, als er Jara sagen hört: “ Sie ist ok.“ Irritiert schaut er in Jaras Richtung
„Wie ….“ doch weiter kommt er nicht, denn da hört er Joans Stimme: „Alles ok! Ich habe hier einen kleinen Fang gemacht!“
Kurze Zeit später ist Joan zurück und zeigt ihnen drei leicht verkohlte Teile die sie in ihrer Hand hält: „Spy-Bugs! Die krabbelten auf der Bühne herum.“
Lenar bemerkt „Wau! Wenn die unser elektronischer Kammerjäger nicht entdeckt hat müssen die eine ganz neue Technik haben."
Joan: „ Ich bin zwar kein Experte, aber ich vermute die haben keine eigene Energieversorgung sondern arbeiten mit der Energie der Beleuchtung. Als eines von ihnen ins Licht gekrabbelt ist, hat es das Licht reflektiert. Und das habe ich bemerkt,“
Lenar: „Dann kennen wir jetzt das Schlupfloch unseres Hackers in das System“
„Ja, wir müssen aber unbedingt nachsehen ob noch weitere dieser Käfer hier herumkrabbeln.“ sagt Joan und verständigt die Kollegen. „Wir werden hier alles stockdunkel machen. An zwei Stellen werden wir sie mit hellem stark fokussiertem Licht anlocken. Jara, kannst Du zwei der  Lichter-Schmetterlinge aus Deinem Programm fest auf zwei Punkte am Boden projizieren?“
Jara antwortet: „Ja klar! Mache ich sofort“
Es wird schlagartig stockdunkel in der Halle. Nur das schwache Licht der Bedienkonsole vor Jara gibt noch etwas Licht ab.
„Wo sollen sie hin?“ fragt Jara
„Beide auf die Bühne.“

Während Joan mit zwei Kollegen auf Käferjagd geht, behält Lenar Jara und Hilblom weiter im Auge soweit es in dem schwachen Licht möglich ist. Sie diskutieren über den Hacker, dass versteht Lenar. Dann aber fängt Hilblom auf einmal an Lyrianisch zu sprechen.
Entweder es ist ein Zeichen dafür, dass Hilblom anfängt Jara auf eine gewissen Art zu akzeptieren oder er will ihn, Lenar, aus der Diskussion ausschließen. Lenar hofft Ersteres. Denn Alltags-Lyrianisch ist jetzt kein Problem für Lenar. Allerdings sind ihm die Technikbegriffe nun doch weniger bekannt. „Lyranische Technikbegriffe waren zu meiner Studienzeit einfach noch nicht Bestandteil des Curriculums am MIT.“ denkt Lenar und seufzt innerlich. Zumindest einige Brocken versteht Lenar dann doch.


Joan und zwei Kollegen gelingt es noch zwei weitere Spybugs zu fangen. Diesmal zerstören sie sie nicht, sondern fangen sie mit einem metallenen Netz, dass als Faradayschen Käfig auch jeglichen Sende- Und Empfangsaktivität der kleinen elektronischen Käfer unterbindet. Joan hofft, dass die Technikabteilung etwas mehr über sie herausfindet. Aber Joan weiß auch dass es unwahrscheinlich ist dass sie herausfinden, woher die Signale gekommen sind und dass dies sie zu dem Hacker führt.

Da hört sie ein lautes männliches Schimpfen: „Bin ich hier nur von unfähigen Irren umgeben? Wie sollen wir jetzt noch pünktlich beginnen können?“ es ist unverkennbar die Stimme des Tourneemanagers Ray Stanford.
„Der hat uns gerade noch gefehlt“ denkt Joan
„Wir werden dass schon schaffen, Stanford, regen Sie sich bitte ab, dass bringt keinem was wenn Sie hier rumschreien!“ sagt da Jara. „Wenn Joan damit einverstanden ist, werde ich bis zur Aufführung hier bleiben und bei den Arbeiten helfen.“
„Aber dann hast Du ja keine Zeit mehr Dich vorher noch etwas auszuruhen und Dich noch einmal für Dich vorzubereiten!“ bemerkt Joan.
„Danke Joan für Deine Fürsorge. Aber ich denke ich kann meine Parts im Schlaf und mit dem Adrenalin im Blut wird es schon gehen. Die gemeinsame Vorbereitung mit den anderen Tänzern wird schon ausreichen. Ich bin jetzt so weit gekommen, nein, wir sind jetzt so weit gekommen. Jetzt wird es auch klappen!“ antwortet Jara. „Im Übrigen habe ich da noch ein Anliegen wegen Hilblom...“
"Gleich, Jara. Erst muss ich noch herausfinden wer uns diese Krabbler hier mit reingeschleppt hat. Ich habe da so einen Verdacht" sagt Joan und blickt dabei in Richtung Stanford.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 10. Juni 2018, 08:09:51 Uhr
 [goodjob] [goodjob]  ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 5. August 2018, 01:00:59 Uhr
Die Glassitfassaden der höchsten Gebäude reflektieren das Bild des dunkelblauen Abendhimmels mit seinen rötlichen Wolken in die Häuserschluchten von New York und nur noch hoch oben sind die letzten glitzernden Sonnenstrahlen zu sehen. Joan liebt das Abendrot und die blaue Stunde in New York. Doch diesmal hat sie keinen Blick dafür. Sie scollt durch die Livebilder der Überwachungskameras. Der Eingangsbereich des Deep-Space-Theaters, der vor einer halben Stunden noch vollkommen leer war, füllt sich zusehends mit Besuchern die vor dem Sicherheitscheck anstehen.

„Zum Glück ist dies hier in New York und den anderen Megastädten bei jeder großen Veranstaltung üblich, so dass die Zuschauer nichts merken“ denkt sich Joan „auf den anderen Planeten wird dass nicht immer so sein, aber darüber denke ich nach, wenn es soweit ist.“

Die nächsten Aufnahmen zeigen Jara und die anderen Tänzer und Tänzerinnen bei ihren letzten Vorbereitungen. Dann sieht Joan die für den Einlass der Zuschauer speziell beleuchtete Halle und einen Platz, auf dem eine einzelne blaue Mondaster liegt. Joan zoomt auf die Blume.
Michelle hatte ihr mitgeteilt dass zwei Dealer mit Stardust-Drogen verhaftet werden konnten. Trotzdem waren einige der Drogen bereits im Umlauf. „Ich werde Jara nichts davon sagen. Das hier soll ihr großer Abend werden und ich werde alles dazu beitragen, was in meiner Macht steht!“ überlegt Joan.

Dann sieht sie Lenar wie er einige der von der Spezialabteilung eiligst überarbeiteten Anti-Spy-Bug-Geräte  im Raum verteilt.
Joan muss grinsen als sie an Stanfords Gesicht denkt, wie sie sein neues goldenes Amulett als Bug-Quelle identifiziert hatten.  Schade dass sie bei seiner Befragung nicht dabei sein konnte, auch wenn ihr bereits vorher klar war, dass Stanford nicht absichtlich gehandelt hatte sondern herein gelegt wurde. "Der eitle, abergläubige Pfau hatte sich doch tatsächlich nichts dabei gedacht, als er von einer Hotelbar-Bekanntschaft bekommen hatte." Stanford konnte sie sehr detailliert beschreiben, Größe, Beine, Oberweite, Muskulatur. Nur die Augenfarbe wusste er nicht mehr. „Typisch! Was aber nichts macht weil dies am einfachsten zu verändern ist“ Die Fahndung nach der Dame war vor einer halben Stunde angelaufen.
„Der arme Lenar muss ja fast umfallen vor Müdigkeit. Aber er will unbedingt bei Hilblom bleiben.“ Jara hatte es geschafft sie beide dazu zu überreden, dass Hilblom für die Zuschauer verdeckten Teil einer der Seitenbühnen zusehen soll, mit einem Blick auf Bühne und dem Platz der für seine Tochter reserviert ist.

Zwischen all den Bilder fragt sich Joan plötzlich: „Was Curtis wohl gerade macht?“ doch verwirft den Gedanken gleich wieder.

Eine weiter halbe Stunde später beobachtet Joan aufmerksam, wie die „Special guests“ über der Sondereingang zur Halbmondhalle kommen. Die Technik macht dabei einen visuellen Abgleich der biometrischen Daten der angemeldeten Personen und zeigt Joan direkt die Namen an. Das älteren Ehepaar das gerade ankommt weißt die Technik als Lan und Isa Tark zu identifizieren.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Freaky T am 5. August 2018, 14:53:16 Uhr
Schön es geht weiter....spannend weiter... :o ;D
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 27. August 2018, 23:30:01 Uhr
Joan zoomed in den Hintergrund des VIP-Parkdecks, dass sich schon fast zur Hälfte gefüllt hat. Sie hat einige Bewegungen dort erkannt. Doch der Überwachungscomputer zeigt grün – ein Zeichen, dass sich nur bekannte Personen mit Sicherheitsfreigabe dort aufhalten. Ihrem Instinkt oder vielleicht eher ihrer Neugierde folgend zoomed sie weiter auf die Personen. Sie scheinen das Parkdeck nach etwas abzusuchen. Im selben Moment, in dem sie zwei der Personen erkennt, zeigt der Computer bereits alle Namen der Beteiligten an – ihre Kollegin Michelle, Curtis Newton, Otho und ein Joan zunächst unbekannt erscheinenender Name – Alexander Mikesch.

„Was zur Hölle macht Curtis hier?“ fährt es Joan durch den Kopf. Einerseits entlockt es ihr wieder diese gewissen Lächeln, andererseits weiß sie nicht so recht was sie davon halten soll.

Und gleichzeitig klingelt da etwas in ihrem Kopf bei dem Namen Mikesch. Sie berührt den imaginären Touchscreen an der Stelle, an der sein Name angegeben wird. „Ehemaliger Mitarbeiter der Weltraumpolizei, pensioniert, aktuell freiwilliger Kundschafter“ wird angezeigt und nach einer  weiteren Fingerberührung „Freigabe durch Marschal Ezra Gurney“.
„Kundschafter - so so. Also einer von Ezras speziellen Freunden“  denkt sich Joan. „Was verdammt noch mal treiben die da und wieso informiert mich keiner?“

„Michelle, was geht da bei Euch vor?“ fragt Joan daraufhin, nachdem sie den Kontakt mit dem nächsten Fingertippen hergestellt hat. „Und wieso ist Curtis hier?“

Doch bevor sie eine Antwort erhalten kann, hört sie Ezras Stimme: "Michelle und die anderen haben draußen alles im Griff, Joan, glaub mir! Konzentriere Dich bitte auf den inneren Hallenbereich. Wir informieren Dich schon wenn wir glauben das es relevant ist".
"Ezra, wieso..." beginnt Joan, verkneift sich dann aber den weiteren Teil und antwortet nur: "Ok, wird gemacht." Auch wenn es jetzt nicht wirklich nach "Alles im Griff" aussieht, denkt Joan bei sich. "Michelle, sag Curtis Schöne Grüße von mir. Ganz in Schwarz steht ihm gut."- DAS konnte sie sich jetzt nicht verkneifen...
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 29. August 2018, 22:27:08 Uhr
Die Aufwärmübungen und die letzten gemeinsamen Absprachen mit den Tänzerinnen sind beendet. Sheila hatte alle angeblich glücksbringenden Rituale von Bühnenkünstlern von Erde und Lyrian und noch einige weitere, von denen Jara vorher noch nie gehört hatte, durchgeführt. Jara hatte Sheila gewähren lassen, auch wenn sie normalerweise nichts von solchem Aberglauben hält. Es ist die positive Wirkung auf die Gruppe, an die Jara glaubt.
Jara spürt die prickelnde, positiv erwartungsfrohe Aufregung aller, die ihre eigene noch beflügelt. Sie spürt wie ihre Wangen warm sind. Dann fühlt sie auch die Zuschauer, die langsam in die Halle strömen und sie fühlt eine weitere Welle von Gefühlen auf sich einströmen.
Wie auch bisher bei den Problem sucht sie eine stille Ecke. Einige Bewegungen mit geschlossenen Augen und dann äußerer absoluter Stillstand, dass ist es was man äußerlich bei der Ban-Lee-Übung erkennen kann, denn das meiste geschieht innerlich. Eine der klassischen Übungen für Empathen zur inneren Konzentration, die dabei hilft nicht in der Flut der Gefühle all der Menschen unter zu gehen. Als Jara die Übung beendet hat fühlt sie sich sehr ruhig, fokussiert und bereit. Bereit für den Moment, denn sie bereits als kleines Kind herbeigesehnt hatte.

Aber auch bereit für das, was auch noch wichtig ist. Sie berührt einen kleinen Punkt auf ihrem Arm und ein virtueller kleiner Bildschirm erscheint. Sie wird mit Archam auf der "Imagination" verbunden, auch wenn nur über Textkommunikation, wobei niemand außer ihnen beiden den wahren Inhalt der  Meldungen verstehen würde. Archam informiert Jara über den Stand der Aktivitäten des Lyranischen Geheimdienstes: Sie hatten einen Verdächtigen gefasst und verhört. Anscheinend war aber nicht Jara das Ziel, sondern Lan Tark, der ehemalige Raumschiffproduzent.  Doch bevor sie noch genau in Erfahrung bringen konnten, wie wo und wann der Anschlag erfolgen würde, hatte bereits Captain Future ihn erfolgreich vereitelt. Nach Lage der Dinge vermuten sie, dass es die Aktion eines Einzelnen ist. Und leider hatte sich der Verdächtige in einem unbeobachteten Moment selber getötet. Ezra Gurneys Team war nicht sonderlich optimistisch brauchbare Spuren am Tatort zu finden. Somit scheint es so dass es eine Sackgasse ist. Jara ist darüber enttäuscht, aber dann scherzt sie: „Eins von Zwei – sofern alles heute Abend klappt – ist doch eine gute Quote für einen Tag. Bitte lassen Sie dem Irdischen Geheimdienst alle Informationen zukommen die sie von und über den Verdächtigen in Erfahrung gebracht haben. Ich weiß Sie mögen das nicht sonderlich, aber es ist wichtig!“
Dann beendet Jara die Kommunikation und konzentriert sich auf das Publikum, dass sich bereits vollständig in der Halle oder im VIP-Vorraum befindet. Jara versucht sie als Gruppe wahrzunehmen, so wie die Töne der einzelne Instrumente eines Orchesters sich zu einem Klangteppich vereinen, den wir als Lied wahrnehmen. Jara versucht nun negative Gefühle sozusagen wie Misstöne aus dem Lied herauszuhören, auch dies eine Methode der lyrianischen Empathen. Zwei Dinge fallen ihr dabei auf. Das Eine ist das Captain Future in der Nähe ist.
Titel: Re: Second Chance
Beitrag von: Mooncat am 2. September 2018, 22:54:04 Uhr
Die Steuerungsanlage meldet Joan, dass alle Zuschauer eingetroffenen sind und ihre Identität entsprechend ihrer Anmeldung bestätigt werden konnte.  Nun überprüft sie noch einmal alle anderen Anwesenden. Ist jeder dort, wo er oder sie sein sollte? Ja, nur … wo ist Jara?
„Hinter Dir, Joan.“ hört sie da ihre Stimme und dreht sich um.
„Jara, alles in Ordnung?“ fragt sie besorgt.
„Ja, ich denke innerhalb des Gebäudes droht keine Gefahre mehr.“ hört sie Jara sagen.

In diesem Moment meldet sich Michelle: „Hallo Joannie! Oh! Wen hast Du denn da bei Dir... Jedenfalls hier ist alles ok. Dein Liebster hatte da ein paar Bedenken was das VIP-Parkdeck betrifft, aber wir haben alles kontrolliert – und ich meine wirklich ALLES – und NICHTS gefunden. Aber der Captain bleibt jetzt hier und passt persönlich auf dass Dir“ und in diesem Moment zwinkert sie Joan zu „Ähm...dass der Show nichts passiert. Toi toi toi Jara! Ich muss hier jetzt weitermachen. Melde mich wieder Joan!“ ist von Michelle zu hören bevor sie die Kommunikation erst einmal beendet.

Joan sieht wie Jara schmunzelt. Dann sagt Jara: „Ja, man kann nie genug wachsam sein.“
Joan grinst: „Das hat man uns schon während unsere Ausbildung an der Akademie immer wieder eingebläut. Und was sagt Deine empathische Antenne?“
„Alles ok, scheint mir. Dein Captain Future ist wirklich besorgt. Und Stanford ist ein wenig durch den Wind. So kleinlaut habe ich ihn noch nie erlebt. Was hast Du denn mit dem angestellt? Ich brauche ihn dringend nach der Show um die Pressemeute zu füttern! “ fragt Jara.
„Och, ich habe ihm nachgewiesen dass er sich die Spybugs hat unterschieben lassen. Janis hat herausgefunden dass er sich diese bei der Party eingehandelt hat. Er war kurz auf der Toilette, aber anscheinend nicht allein. Janis hat die Fahnung nach einem jungen Marsianer eingeleitet“ erklärt Joan.
„Ich glaube wir brauchen eine neue Definition von Safer Sex ...“ murmelt Jara.
Joan lacht.
„Kennst Du Lan Tark?“ fragt Joan.
„Ja, er ist mir ein paar mal begegnet als BCB seine Raumschiffproduktion übernommen hat. Wieso?“ antwortet Jara während Joan aufmerksam ihre Reaktion studiert.
„Erkläre ich Dir nach der Show“ antwortet Joan knapp.
„Mir ist aber eines aufgefallen. Außerhalb, in der Zufahrtsstraße zur Halle, da sind einige Humanoide, es ist Hass... “ beginnt Jara.
„Stimmt, Deine Antennen sind ausgezeichnet. Dort demonstriert eine kleine Gruppe von fundamentalistischen Erdbewohnern die am liebsten alle Nicht-Menschen sofort von der Erde jagen würden wenn sie könnten. Mathey beobachtet sie und genügend Einsatzkräfte sind in Bereitschaft falls dort etwas anderes passiert als friedliche Meinungsäußerung. Lenar bewacht Hilblom und meine Kollegen zusammen mit dem lyrianische Geheimdienst jeden Ein- und Ausgang dieses Gebäudes. - Vergiss das alles, Du kannst Dich auf uns verlassen. Du weißt, ich bin die ganze Zeit hier und überwache alles … und im Notfall ist da immer noch  Curtis“ sagt Joan „Konzentriere Dich ganz auf Deinen großen Auftritt.“




Zehn Minuten später ertönt eine Art Gong, dass Licht in der Halle wechselt und wird dunkler und die Zuschauer verstummen langsam. Zuerst startet ein kleiner Film – es wird vor Drogenkonsum und insbesondere der „Stardust“-Drogen gewarnt. Kurz wird Mira Hilbloms früher Tod erwähnt und am Ende strahlt ein einzelner Scheinwerfer auf den leeren Sitzplatz mit der Mondaster. Lenar sieht wie Richard Hilblom Tränen über die fahlen Wangen laufen. Dann scheint sich die Halle in ein großen Raumschiffcockpit zu verwandeln....