Umfrage

Wer will noch mehr über Spacerider's Dreamland erfahren?

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Stimmen insgesamt: 2

Umfrage geschlossen: 31. Januar 2011, 17:35:53 Uhr

Autor Thema: Second Chance  (Gelesen 72515 mal)

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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #555 am: 31. Dezember 2017, 14:17:17 Uhr »
noch ein paar Zeilen in alten Jahr:

Als Curtis die Hauptkuppel des gläsernen Tark-Palais verlässt wird er durch den Lichtunterschied stark geblendet. War es in den Kuppeln nur angenehm hell – die Glasitfenster dämpfen das Licht und wandeln es in Strom für die Gebäude um und sind so ein Teil der autarken Energieversorgung -  so blickt er nun in die leuchtende Sommermittagssonne. Deshalb nimmt er nur den Umriss der Gestalt war, die sich ihm aus dem Schatten heraus von links schnell nähert. Unwillkürlich hebt Curtis seine linke Hand und schützt damit seine Augen vor der Sonne, seine rechte Hand aber greift gleichzeitig an den Griff seiner rechten Protonenpistole.
„Hey, Chef, ich bin es nur, Otho“ spricht ihn die Gestalt an.
Seine rechten Arm entspannend entgegnet Curtis leise aufatmend. „Otho! Wie bist Du denn in den direkten Sperrbereich um die Kuppeln gekommen?“
„Du sagtest doch ich soll mich hier ein wenig umsehen! Außerdem sind nur noch die vier Wachroboter und ein Humanoid da, die das Gebäude bewachen. Der Rest wurde für die Sicherheitseinsätze in der Stadt abgezogen. Wenn das keine Einladung ist! Eine kleine Schwimmeinlage und hier bin ich! Gelegenheit macht Einbrecher könnte man sagen“ berichtet Otho.
Curtis runzelt beunruhigt seine Stirn: „Sehr gut beobachtet, Otho. Könnte sein das auf Tark die Bedrohung ganz woanders wartet als er glaubt. Wir sollten nicht sofort zurück fahren sondern uns hier einmal etwas genauer umsehen, Otho!“

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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #556 am: 31. Dezember 2017, 14:49:36 Uhr »
Joan und Lenar sind inzwischen nur noch knapp fünf Meter von Jara und Smiley alias Hilblom entfernt und beobachten die Situation mit dem Phaser im Anschlag. Die Arbeitsgeräusche sind verstummt und in der riesigen Halle ist es gespenstig ruhig, so dass sie nicht nur beste Sicht auf beide Personen haben sondern sie auch sprechen hören:

Jara redet langsam und mit weicher, schmeichelnder Stimme und scheint Hilblom mit ihrem Blick festzuhalten: „Ich habe Sie schon erwartet. Ich habe extra etwas für Sie mitgebracht. Schauen Sie in Richtung Bühne!“
In diesem Moment wird die Bühne vom Licht im Hintergrund erleuchtet. Ein Video wird abgespielt. Man sieht einen bläulich beleuchteten Raum und zwei jungen Menschen, die sich an die Bar setzen.
Joan sieht wie Hilbloms Blick von Jara zum Video wandert, dann zurück zu Jara und dann auf den Kontrollkasten vor ihm. „Das ist Mira, meine Tochter Mira...Woher? Und wie? Das kann nicht sein, ich habe die Video-Kontrollen doch manipuliert“ stammelt er irritiert.
„Sie wäre eine sehr schöne Frau geworden, die Männer wären ihr nachgelaufen. So wie ihr Freund es getan hat. Dies sind Aufnahmen von der Promo-Veranstaltung. Meine Mitarbeiter haben den gesamten Ablauf des Abends bis zum Abflug ihrer Tochter rekonstruiert und dabei diese Aufnahmen gefunden. Gleich können Sie zuhören, wie sich beide unterhalten!“ erläutert Jara.

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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #557 am: 1. Januar 2018, 12:04:10 Uhr »
Mit einem Blick kontrolliert Joan ob ihre Waffe auf Betäubung steht. "Geh aus meinem Schussfeld, Jara!  Nur einen Schritt zurück, mach schon!“ denkt sie. Doch ganz im Gegenteil verdeckt Jara nun Hilblom fast komplett. Joan wirft einen Blick zu Lenar. Der schüttelt den Kopf.

Joans Blick bleibt auf Hilblom fixiert. Sie kennt das Video, dass dort oben zu sehen ist. Es ist ein Aufzeichnung der Video-Überwachung mit dem Lenar und die Leute der  Blue Sky Dreamwork Company versucht hatten dem Drogenverkauf bei dem Promo-Veranstaltungen auf den Grund zu gehen. Zusammen mit der Auswertung anderer Videobeweise hatte sich herausgestellt, dass ein Mann, den Lenar auf einer anderen Veranstaltung zwei Wochen später festnehmen konnte, das Drogentütchen Hilbloms Tochter einfach beim Verlassen des Raums in die Handtasche gesteckt hatte. Es konnte keine Hinweise gefunden werden, dass sie oder ihr Freund die Tabletten gekauft hatten. „Warum zeigt Jara ihm dies? Was hat sie vor?“ fragt sich Joan.

„Ich schaffe es einfach nicht meinem Vater klar zu machen, wie wundervoll Tanzen ist. Wenn er wüsste dass meine Fitnessstunden in Wahrheit Tanzstunden sind....Weißt Du ich liebe meine Vater wirklich sehr. Aber ich will nicht Ingenieurin werden so wie er es für mich plant, Raumstationen bauen ist nichts für mich. Wie erkläre ich ihm nur, dass ich Tänzerin werden will? Er ist so ein Sturkopf, macht alles nur schlecht: Als Tänzerin hast Du nur Erfolg, wenn Du bei den richtigen Leuten die Beine breit machst und diese Jara ist doch ein gutes Beispiel dafür, hat er gesagt. Und Schlimmeres. Ich habe noch nie so erlebt, er sagt so bösartige Dinge über Jara und das Tanzen seit ich ihm um die Reise hierhin gebeten hatte. So kenne ich ihn gar nicht. Es macht mir ein wenig Angst. Was hat er nur? Einmal über eine große Bühne schweben wie Jara, dass wäre mein Traum. Und schau Dir all diese Spezialeffekte hier an, ich denke meine technischen Kenntnisse werden mir auch dabei sehr nützlich sein.“ hört Joan die Stimme von Hilbloms Tochter sagen.
„Dann sag ihm genau das, Mira! Ich weiß er liebt Dich und will doch nur das Beste für Dich. Im Übrigen kannst Du ebenfalls ein ziemlicher Sturkopf sein, nicht wahr? Sonst wären wir heute nicht hier. Aber das ist eins der Dinge die ich so an Dir bewundere. Im übrigen können wir immer noch zusammen abhauen!“ antwortet einen junge männliche Stimme. Dann erlischt das Bild, es wird dunkel.

In die Dunkelheit hinein spricht Jara: „Wissen Sie, mir ging es ähnlich wie Mira. Auch mein Vater hat meine Begeisterung für das Tanzen nie verstanden. Er sagte meiner Mutter immer: Das ist nur eine Phase, Du wirst sehen.  Ihre wahren Talente werden sich durchsetzen!“
Nach eine kurzen Pause fährt Jara fort, aber nun hat sich der Ton ihrer Stimme von sanft in energisch bestimmt geändert: „Er hatte nur teilweise Recht. Wissen Sie Mr. Hilblom, ich kann genauso stur sein wie ihre Tochter. Dies hier ist mein Traum so wie es Miras war und ich beabsichtige ihn zu verwirklichen!“

Dann geschieht alles in Bruchteilen von Sekunden. Joan hört Jaras telepathische Stimme: „Jetzt“, Jara geht einen Schritt zurück, Joan schießt und Hilblom sackt getroffen in sich zusammen.

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Re: Second Chance
« Antwort #558 am: 1. Januar 2018, 19:45:04 Uhr »
„Glaubst Du wirklich das es jemand auf dieses Gebäude abgesehen hat, Captain?“ fragt Otho .„Ja, ich fürchte schon. Die komplette Familie von Tark befindet sich im Gebäude. Und eine spektakuläre, brutale Tat würde die Aufmerksamkeit der Medien über Tage dominieren und alle anderen Nachrichten in den Hintergrund rücken lassen.“ antwortet Curtis.
„Und niemand interessiert sich dann noch für eine Tanzveranstaltung oder will sie besuchen“ ergänzt Otho
„Genau!“ bestätigt Curtis und betrachtet den vor ihnen liegenden Teil des Gebäudes.
„Den größten Schaden würde eine Thermo-Explosion anrichten, die irgendwo dort auf Höhe der Wasseroberfläche gezündet wird. Die tragende Konstruktion der Kuppeln wird dadurch schlagartig erhitzt und stützt in sich zusammen und mit ihr die Glasitkuppeln und danach alle Etage. Zudem wurde eine Art Tsunami in der Hudson Bay ausgelöst mit einer Flutwelle bis zu einer Höhe von 10-15 Metern“ teilt Curtis Otho mit.
Curtis und Otho nähern sich der angedeuteten Stelle.
„Curtis, wenn wir hier durch wollen werden wir auf jeden Fall den Alarm auslösen. Simon würde uns raten das zu vermeiden solange wir nicht fündig geworden sind. Allerdings kann ich mich problemlos durch die Gitterstäbe zwängen.“ sagt Otho.
„Ok, Otho. Sieh Dich dort unten um. Achte auf alles was dort herumliegt. Die Bombe könnte z.B. mit einer Drohne hierhin gelenkt worden sein.“ antwortet Curtis.
Da gleitet Otho bereits zwischen zwei großen Stahlstäben hindurch als wäre eine weite Türöffnung. Mit den Worten „Ich berichte Dir dann.“ Verschwindet Otho in dem Schacht vor Curtis.
Dann plötzlich hört Curtis die Geräusche von Schüssen aus dem Schacht. „Ich muss Otho zur Hilfe kommen, dann löse ich eben den Alarm aus“ denkt sich Curtis und schießt mit Dauerfeuer auf den Gitterstab vor ihm.

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Offline Freaky T

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Re: Second Chance
« Antwort #559 am: 2. Januar 2018, 16:42:30 Uhr »
Wow [selfconfused] [jump] super spannend. Bin sehr froh dass es weitergeht ;D
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Offline Mooncat

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Re: Second Chance
« Antwort #560 am: 5. Januar 2018, 20:45:29 Uhr »
Zunächst tritt eine Curtis leicht beunruhigende Stille ein, doch dann, als die Stange unter dem Strahl seiner Waffe geschmolzen ist, hört er von oben ein durchdringendes Surren. „Der Alarm“ weiß Curtis. Er visiert den Stab weiter oben an, damit er das zwischen liegende Stück entfernen kann. Doch noch bevor er damit fertig ist, hört er hinter sich die Stimme eines Mannes: „Hände hoch! Keine Bewegung wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist!“
Curtis hebt seine Hände und spricht zu dem Mann: „Mein Name ist Captain Future. Ich habe eben Mr. Task senior besucht. Ich fürchte das Gebäude und alle die sich darin befinden sind in großer Gefahr!“
„Captain Future? Das kann ja jeder sagen!“ antwortet der Sicherheitsmann.
„Ich drehe mich jetzt langsam um und beweise es Ihnen“ sagt darauf Curtis. Gesagt, getan. „Sehen Sie auf meine Uhr“ sagt Curtis und aktiviert die sich drehenden Planeten.
„Oh, Sie sind es wirklich. Tut mir leid aber...“ sagt der Mann. „Captain Future, welche Ehre Sie kennen zu lernen!“ und streckt ihm etwas verlegen die Hand entgegen.
„Gleichfalls! Wir heißen sie?“ sagt Curtis während er ihm seine Hand gibt. Dabei lächelt er.
„Mikesch“ sagt der Sicherheitsmann.
„Mikesch, Sie müssen mir jetzt helfen, ich weiß nicht wie viel Zeit uns noch bleibt.“ sagt Curtis eindringlich. Der Sicherheitsmann namens Mikesch nickt eifrig.

Zwei Minuten später steigen Captain Future und Mikesch die Leiter herunter in den Schacht. Als Curtis noch zwei Meter vom Boden entfernt ist, springt er herunter und zieht seine Waffe. „Otho, wo sind Sie? Können Sie mich hören!“
„Otho der Androide ist auch da und hier unten?“ fragt Mikesch aufgeregt.
Curtis nickt nur.
Da sieht er Otho in seine Richtung kommen: „Dort hinten um die Ecke, aber wir dürfen keinen Krach machen sonst schießt das Ding wieder los!“
Curtis und Mikesch hinter ihm gehen so lautlos wie möglich zur Ecke und werfen vorsichtig einen Blick in den dort liegenden Raum.
„Oh mein Gott“ stammelt Mikesch leise. Doch es ist laut genug dass die Drohne sie wahrnimmt und auf sie zu feuern beginnt.
Curtis kann Mikesch noch zu Boden reißen und damit knapp verhindern, dass er getroffen wird.
„Danke, Sie haben mir gerade das Leben gerettet. Danke!“ sagt Mikesch etwas betroffen und erschrocken: „Zumindest vorläufig, dass ist ja ein Teufelsding. Ich erkenne eine Thermoplastbombe wenn ich sie sehe und das hier ist das gefährlichste Dinge von dem ich je gehört habe!“
« Letzte Änderung: 5. Januar 2018, 23:46:41 Uhr von Mooncat »

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Offline Tachioniumfinder

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Re: Second Chance
« Antwort #561 am: 6. Januar 2018, 12:01:05 Uhr »
Sehr schön, es geht weiter!!!!
 [jump]
Liebe Grüße
Tachi

Offline Freaky T

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Re: Second Chance
« Antwort #562 am: 7. Januar 2018, 11:43:04 Uhr »
Freu mich auch dass es weitergeht, bin schon ganz gierig [jump] [pop]

Liebe Grüße
Freaky T
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Offline sternmaus

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Re: Second Chance
« Antwort #563 am: 7. Januar 2018, 19:26:26 Uhr »
Toll Moony, genau das richtige zum Wochenende.
 :) ;) :D :-* [master] [goodjob] [imsorry] [naughty] [rolllaugh] [rollsmile] [pop] [beer]
Habe die genialste Sternmaus der Welt zu Hause!
                                                                                                                                                                                                                                                        See the big picture * Be a star.
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